пятница, 15 июня 2018 г.

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Hund vergiftet

Was ist zu tun?

Welche Symptome treten auf?

Wie kann ich vorbeugen?

Aufgrund der Nachrichten von Giftanschlägen auf Hunde, begleitet viele Hundebesitzer seitdem stets die Angst und Sorge beim Spaziergang, den eigenen Hund auf solch tragische Weise zu verlieren. Zwar halten sich die Meldungen gefundener "Köder" in Grenzen und viele entpuppen sich am Schluss als Schneckenkorn-Vergiftung durch Nachbars Garten, dennoch lauern Gifte überall.

Die Liste aller möglichen Gifte für Hunde scheint unendlich zu sein. Zudem benötigt es nicht in allen Fällen einen selbsternannten Hundehasser als Hintergrund. Hierzu reicht schon oft die Ahnungslosigkeit mancher Hundebesitzer selbst, die Ihren Hund zum Beispiel ein großes Stück Mettwurst oder ein paar Weintrauben geben, oder an Weihnachten einfach nicht bemerken, wie der Hund den Weihnachtsstern ableckt oder sogar anknabbert.

Da es völlig unmöglich erscheint, sich alle für Hunde giftigen Substanzen zu merken, ist es umso wichtiger, zumindest zu erkennen, wann der eigene Hund Anzeichen einer Vergiftung aufweist. Hier können schon Sekunden über Leben und Tod bestimmen.

Welche Symptome weisen auf eine Vergiftung hin?

  • Appetitlosigkeit
  • pechschwarzer Kot bis hin zu Durchfall mit Blutspuren
  • Erbrechen
  • HarnabsatzstГ¶rungen
  • erhГ¶hter Speichelfluss und damit verbunden hГ¤ufiges Lecken der Lefzen
  • nervГ¶ses bis hin zu panischen Verhalten
  • schnelle Atmung, bzw. Atemnot
  • erhГ¶hter Puls
  • Husten mit blutigen Erbrechen
  • Lethargie, Antriebslosigkeit, TrГ¤gheit, SchlГ¤frigkeit
  • Bauchschmerzen (gekrГјmmtes Umherlaufen mit einem Buckel)
  • Fieber
  • Blutarmut - MundschleimhГ¤ute sind statt rosa beige, bzw. porzellanfarben
  • Pupillen verengen nur sehr langsam beim Lichttest
  • MuskelkrГ¤mpfe und Zittern
  • LГ¤hmungserscheinungen
  • Bewusstlosigkeit

Bei einer Vergiftung können mehrere Symptome nacheinander, bzw. gleichzeitig auftreten.

Was ist bei einer Vergiftung zu tun?

Kurz und Knapp - auf dem schnellsten Wege ab zum Tierarzt. Wickeln Sie den Hund in eine Decke oder in ein Kleidungsstück. Sammeln Sie gegebenenfalls das restliche Gift auf, sofern Sie es nicht definieren können (bei Schokolade ist es selbstverständlich nicht notwendig, die Tafel mit zu nehmen). Aber auch Kot oder Erbrochenes können schon Auskunft über das Gift geben und dem Tierarzt das Einleiten der richtigen Maßnahmen erleichtern.

Viele Hunde verhalten sich in einer solch prekären Situation panisch. Deshalb sollte der Hundebesitzer sehr viel Ruhe und Sicherheit ausstrahlen (auch wenn es schwer fällt), um das Tier nicht weiter aufzuregen. Dies würde zudem den Transport der Giftstoffe im Blut nur beschleunigen, außerdem besteht bei einer hohen Erregung die Gefahr von Beißattacken.

Wie kann ich Vorbeugen?

  • Hund bei Nacht oder Dunkelheit an der Leine fГјhren
  • den Befehl "Aus" oder "Nein" perfektionieren
  • den Hund nicht unbeobachtet lassen
  • das Abrufen trainieren mit sofortigen Kommen
  • den Hund antrainieren, sich in einem "sicheren" Radius aufzuhalten

Ferner empfiehlt sich die Teilnahme an einem Este-Hilfe-Kurs. Der ASB bietet Hundebesitzern in ganz Deutschland Kurse fГјr die Erste Hilfe am Hund an:

Einfach Postleitzahl eingeben und "Suchen" klicken, schon hat man einige Anlaufstellen des ASB in der eigenen Nähe.

Hundevergiftung: Symptome und erste Vergiftungsanzeichen

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Vergiftungen sind tückisch, denn ihre Anzeichen können sehr unterschiedlich sein. Je nach Art des Giftstoffes fällt die Reaktion anders aus.

Dabei ist gerade im Falle einer Vergiftung schnelle Hilfe gefragt. Sollte Ihr Hund etwas Falsches gefressen haben und sich dann eines oder mehrere der folgenden Anzeichen bemerkbar machen, sollten Sie dringend einen Tierarzt konsultieren.

Sie finden hier weitere, interessante Informationen rund um die Hundevergiftung:

Häufige Symptome einer Vergiftung beim Hund sind:

  • Starker Speichelfluss bis hin zum Schäumen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall und/oder Erbrechen
  • Unklare Blutungen im Erbrochenen, im Kot oder im Urin
  • Fieber
  • Starke Aufregung oder Teilnahmslosigkeit
  • Herzkreislaufbeschwerden
  • Atemprobleme bis hin zur Atemnot

Was kann ich bei einer Vergiftung tun?

Sollten Sie eines der aufgezählten Anzeichen bei Ihrem Tier bemerken, so zögern Sie bitte nicht umgehend Kontakt mit Ihrem Tierarzt aufzunehmen.

Symptome wie Erbrechen oder Durchfall können auch auf einen normalen Darminfekt hinweisen. Weitere Informationen zur Ersten Hilfe bei einer Vergiftung finden Sie unter: Maßnahmen

Häufige Fragen zur Hundevergiftung:

Welche Vergiftungsgefahren gibt es im Haushalt und in der Garage?

  • Medikamente
  • Frostschutz, Reinigungs-, Wasch- und Lösungsmittel, Farben etc.
  • Tabakprodukte (Nikotin wirkt wie Nervengift)
  • giftige Zimmerpflanzen

Welche Lebensmittel sind giftig für Hunde?

Diese Lebensmittel sind beispielsweise giftig für Ihren Hund:

  • Schokolade bzw. Kakao
  • Knoblauch und Zwiebel
  • Nüsse wie Mandeln, Macadamia etc.
  • Weintrauben und Rosinen
  • Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee, Cola

Eine ausführliche Liste finden Sie unter: Hundevergiftung

Welche Pflanzen sind für Hunde schädlich?

Es gibt zahlreiche Giftpflanzen für Hunde. Weitere Informationen unter: Giftpflanzen

Auf welche Gefahren muss man im Garten, beim Gassi gehen und Freilauf achten?

  • Giftköder, Rattengift, Schneckenkorn, Pestizide = Schädlings-bekämpfungsmittel
  • Dünger wie z.B. Blaukorn, Herbizide = Unkrautvernichtungsmittel
  • Giftpflanzen

Ist mein Hund im Fall einer Vergiftung über die Hundekrankenversicherung versichert?

Im Normalfall ist Ihr Hund bei einer Vergiftung über die Hundekrankenversicherung versichert. D.h. die Rechnungsbegleichung beim Tierarzt läuft, wie auch bei Menschen, über die Hundekrankenversicherung.Mehr dazu erfahren Sie unter: Hundekrankenversicherung

Unser Ratgeber erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Sein Inhalt ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und soll keinen Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete Tierärzte darstellen.

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Vergiftungen beim Hund

Eine Vergiftung beim eigenen Hund zu erleben, gehört zu den traumatischen Erfahrungen, die ein Hundehalter machen kann. In kürzester Zeit tritt bei einer Vergiftung ein kritischer Zustand ein, nicht selten geht es um Leben und Tod. Es ist deshalb wichtig, Vergiftungserscheinungen einigermaßen zuverlässig von anderen Krankheitssymptomen abgrenzen zu können. Anzeichen einer Vergiftung können sehr unterschiedliche Formen annehmen, das macht es nicht einfacher, sie zu erkennen. Wer sich als umsichtiger Hundehalter schon vorher einmal mit einer möglichen Vergiftung beschäftigt hat, wird im Ernstfall ruhiger, schneller und angemessener handeln können. Dieses Wissen und mögliche Erste-Hilfe-Maßnahmen können dem Tier das Leben retten.

Die Symptome einer Vergiftung beim Hund

Der achtsame Tierhalter ist bei einer Vergiftung im Vorteil, da ihm schon kleine Abweichungen im Verhalten seines Hundes auffallen werden. Nicht immer sind die Symptome gleich zu Beginn massiv, auch wenn manche Gifte innerhalb kürzester Zeit deutliche Effekte zeigen. Kennzeichnend für eine Vergiftung ist allgemein, dass sich der Zustand des Tieres von dem eines gesunden Tieres weg, innerhalb von Minuten bis zu wenigen Stunden drastisch verändert. Tückisch sind Cumarine, die in Rattengift enthalten sind. Hier treten Symptome bisweilen sehr stark zeitverzögert auf. Bis zu 36 Stunden später wird die Vergiftung erkennbar. Wenn sie dann allerdings Symptome auslöst, ist höchste Eile für eine Behandlung geboten.

  1. Das Tier speichelt massiv, unter Umständen ist Schaumbildung im Maul zu beobachten.
  2. Es treten Zustände von Atemnot auf. Häufig steigern sich diese bis hin zum Stillstand der Atmung.
  3. Ihr Hund wird ohne äußerlich ersichtlichen Grund apathisch, legt sich nieder, die Augen werden trüb, die Nase trocken. Das Tier möchte nicht aufstehen.

Denkbar ist auch der entgegengesetzte Zustand: Das Tier kommt überhaupt nicht zur Ruhe, ist sichtlich erregt und will sich nicht niederlegen. Vielmehr läuft der Hund sinnlos auf und ab, die Pupillen sind erweitert.

  • Der Hund erbricht sich fortwährend, erbricht möglicherweise auch Galle und Blut.
  • Vergiftete Hunde krümmen sich häufig sichtbar mit starkem Schmerzen in der Bauch- und Unterleibsregion.
  • Die Schleimhäute des Hundes können die Farbe verändern, sie werden hell.
  • Es tritt massiver Durchfall auf, auch Blut im Kot. Durchfall und Erbrechen wechseln sich ab oder treten gemeinsam auf.
  • Der Hund bekommt plötzlich hohes Fieber. Auch das Gegenteil ist möglich.
  • Die Vergiftung löst einen Schock mit Untertemperatur aus (Hypothermie).

    Krampfanfälle wie bei der Epilepsie treten zum ersten Mal beim Tier auf.

  • Der Puls erhöht sich deutlich, Herz-Kreislaufbeschwerden und Schwindel bis hin zum Kreislaufzusammenbruch können auftreten. Der Hund kollabiert.
  • Vergiftete Hunde fallen in Zustände von Bewusstlosigkeit und Koma, häufig in Folge der genannten Kreislaufstörungen oder wegen Organversagen.
  • Vergiftung - was bedeutet das für den Organismus des Hundes?

    Veterinärmedizinisch gesehen ist eine Vergiftung eine Stoffwechselstörung, die durch eine von außen zugeführte Substanz ausgelöst wird. Nur ganz selten "vergiftet sich der Organismus am Ende selbst", etwa bei einer sich entwickelnden Sepsis (Blutvergiftung). Die Stoffwechselstörung führt zur Schädigung an einzelnen Zellen und Organen (Zellverbänden). Vergiftungen gehen oft zusätzlich einher mit Verätzungen oder Reizungen im Bereich der Atmungsorgane, der Speiseröhre oder der Magenschleimhaut. Im Zentrum des Vergiftungsprozesses steht bei mittleren und schweren Vergiftungen die Leber. Dieses Organ ist beim Hund - neben den Nieren und der Haut - das erste Entgiftungsorgan im tierischen Organismus. Tödlich wird eine Vergiftung vor allem dann, wenn es zum Leberversagen kommt. Auch ein Nierenversagen ist denkbar, wenn auch nicht so häufig. Manche Substanzen wie zum Beispiel die Salze der Blausäure führen zum Ersticken des Hundes, weil sich die roten Blutkörperchen mit der Blausäure verbinden.

    Substanzen, die Hunden typischerweise gefährlich werden können

    Viele Hunde sind sehr neugierige Wesen, ein Verhalten, das wir Menschen an ihnen besonders lieben. Im Haushalt und im weiteren Umfeld des Menschen wird diese Wesensart dem Tier nicht selten zum Verhängnis. Zu denken ist an alle Produkte, die uns die chemische Industrie im täglichen Leben anbietet:

    Was letztere angeht, kann der eigene Garten mit diversen Giftpflanzen ebenfalls zur stetigen Gefahrenquelle für den Hund werden. Tollkirsche und Engelstrompete seien nur beispielhaft genannt. Bei ersterer ist es der Wirkstoff Atropin, der giftig ist, bei letzterer die enthaltenen Alkaloide. Atropin ist eine Substanz, die beim Hund in einer hohen Dosis zu einer typischen Übererregung bis hin zur Atemlähmung führt.

    Erste-Hilfe-Maßnahmen

    Beim ersten Verdacht auf eine Vergiftung heißt es grundsätzlich:

    So schnell wie möglich zum Tierarzt oder in die nächste Tierklinik.

    1. Wichtige Vitalfunktionen beim Hund und ihre Normwerte

    Temperatur: 37,5-39,4 °C, bei Welpen gilt 39,5°C noch als normal.

    Die Temperatur wird am besten rektal (im After) mit dem Fieberthermometer gemessen. Etwas Vaseline erleichtert den Messprozess.

    Kleine Hunde 100-130 Schläge/pro Minute

    2. Nützliche eigene Maßnahmen bei einer Vergiftung

    a) Bleiben Sie ruhig!

    Was macht der Tierarzt im Falle einer Vergiftung?

    Das kommt auf das Gift und dessen Wirkung an.

    • auf die Atmungsorgane ein.
    • auf die Blutgerinnung ein.
    • auf die Leber ein.
    • auf die Nieren ein.
    • auf das Gehirn oder die Lunge durch Ödembildung ein.

    Der Tierarzt wird versuchen, diese Prozesse zu verhindern oder aufzuhalten. Für viele Gifte gibt es eine Art Gegenmittel, ein Antidot, das den Effekt des Giftes aufhebt. Bei Rattengift wird der Veterinär zum Beispiel hochdosiert Vitamin K spritzen, weil dieses innere Blutungen stoppt und die Blutgerinnung fördert.

    Nach der Vergiftung

    Nach einer Vergiftung, insbesondere dann, wenn bereits Schäden im Organismus eingetreten sind, muss der Hund besonders ernährt werden. Der Tierarzt wird hier Anweisungen und Empfehlungen geben. Sind etwa die Nieren betroffen, muss das Tier besonders viel Wasser aufnehmen. Bei verätzter Speiseröhre muss eine Weile Schonkost verabreicht werden.

    Vergiftungen beim Hund vorbeugen

    Umsichtige Tierhalter werden Gifte so gut wie eben möglich vom Hund fernhalten.

    Es muss im eigenen Garten nicht immer die besonders attraktiv blühende Giftpflanze sein. Achtsamkeit im Umgang mit den Hund kann dem Tier im Fall einer Vergiftung das Leben retten, gute Erziehung ebenfalls. Gegen bösartige Menschen, die gezielt Köder mit Gift für Hunde auslegen, kann man wenig tun. Gelingt es allerdings den Hund frühzeitig so zu erziehen, dass er kein Fressen aufnimmt, das nicht aus der Hand des Halters stammt, verliert auch diese Gefahr etwas von ihrem Schrecken.

    Etwa 8 Mio. Hunde leben in deutschen Haushalten - gesorgt wird sich um die Vierbeiner wie um das eigene Kind. Mit dieser Seite möchte ich euch gern leicht verständliche Informationen rund um die Hundegesundheit zur Verfügung stellen. Zur Seite steht mir eine Tierheilpraktikerin, die das ganze fachlich abrundet.

    Themen-übersicht

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    Giftköder - der Albtraum jedes Hundebesitzers

    Ja es gibt sie. Menschen, die sich hinsetzen und Dinge mit Gift befüllen um unseren Hunden damit das Leben zu nehmen. Eine Aufnahme solch eines Köders ist der größte Albtraum eines jeden Hundebesitzers – zu Recht, denn nur zu oft kommt jegliche Hilfe zu spät!

    Der Ideenreichtum von Hundehassern ist mittlerweile grenzenlos. Die häufigsten Giftköder befinden sich in Fleischbällchen, die mit zertrümmerten Scherben, Nägeln, Rasierklingen oder Stacheldraht bespickt sind. Aber auch Fleischbällchen oder trockenes Brot, getränkt mit Rattengift ist gängig. Und das weit verbreitete und sehr effektive Schneckenkorn, welches von Hunden und Katzen gerne wegen des süßlichen Geschmacks gefressen wird, findet man immer wieder in diversen Gegenständen. Neben dem ganzen werden auch Medikamente wie Sedativum und Herztabletten verwendet, die dem Hund das Leben kosten können.

    Doch wie schützt man seinen Hund effektiv vor dieser Gefahr?

    Einen 100%igen Schutz gibt es nicht.

    Damit beginnen den Hund zu schützen kann man allerdings bereits im Welpenalter, indem man ihm mit gezieltem Training beibringt, nichts vom Boden aufzunehmen. Auch später kann er dies selbstverständlich noch erlernen. Man lernt dem Hund so z.B. vorzusitzen, sofern er einen Gegenstand entdeckt den er erst nach einem OK des Hundehalters aufnehmen darf – oder eben nicht. Auch die Tauschmethode, indem man dem Hund beibringt alles Gefundene gegen etwas noch leckeres zu tauschen bewährt sich. Da allerdings bereits die Aufnahme eines Köders durch die Schleimhäute zu Schäden führen kann ist für mich die Vorsitzmethode um einiges effizienter. Da wir es allerdings nicht mit Maschinen zu tun haben sondern mit Hunden ist auch dies kein garantierter Schutz. Was allerdings ein wichtiger Schutz ist, ist eine 100%ige Aufmerksamkeit des Hundehalters. Ein Hundehalter, der mit seinen Augen woanders ist wird gar nicht erst bemerken wenn sein Hund etwas im Gebüsch findet und verschlingt. Auch spielt das Thema Beschäftigung eine wichtige Rolle. Ein Hund, der auf dem Spaziergang nicht ausreichend beschäftigt wird, wird sich seine eigene Beschäftigung suchen und ist so auch leichter von anderen Dingen abzulenken. Die eigenen Augen sollten beim Hund sein. Auch sollte immer genug Futter gegeben bzw. auf den Spaziergängen mitgenommen werden. So ist zumindest zum Teil sichergestellt, dass sich der Hund nicht selbst Nahrung am Boden sucht.

    Allerdings gibt es auch einige wenige Gifte wie Rattengift, bei denen zwischen Aufnahmezeitpunkt und Auftreten der ersten Symptome sogar einige Tage liegen können. Ihre Wirkung beruht auf gerinnungshemmende Substanzen, die frühestens nach Stunden, in einigen Fällen erst nach Tagen bemerkbar werden. In den neuesten Mitteln, wie Brodifacoum oder Cumarin, sorgen die Wirkstoffe dafür, das keine Vitamin – K – Synthese mehr stattfinden kann. Dies führt letztendlich zu einer tödlichen Einblutung und der Hund verblutet innerlich. Die langsam eintretende Wirkung von ca. 48 Stunden ist gewollt, da Ratten sehr vorsichtige Tiere sind die immer erst einen Vorkoster schicken. Würde dieser sofort sterben, würden andere Ratten diesen Köder nicht mehr fressen. Wichtig zu wissen ist, dass die Tiere nach Aufnahme von Rattengift erstmals keine Vergiftungserscheinungen zeigen außer vermehrter Müdigkeit, allgemeiner Schlappheit und einer herabgesetzten Körpertemperatur. Schleimhäute in den Augen und im Maul werden sehr blass. Spätestens am dritten Tag leidet der Hund unter blutigem Durchfall und Erbrechen. Auch kommt oft Husten dazu, aufgrund der Flüssigkeit in der Lunge. Der Kot wird durch das verdaute Blut schwarz, ebenso das Erbrochene. Innerhalb von 3 – 5 Tagen stirbt der Hund an Organversagen.

    Gerade jetzt, wo sich Giftköderwarnungen häufen, ist es besser, einmal mehr den Tierarzt aufzusuchen sofern einem der eigene Hund komisch vorkommt.

    Wichtig ist es, dem Hund Ruhe zu vermitteln. Panik hilft hier niemandem - im Gegenteil, der Hund sollte sich so wenig wie möglich aufregen. Ist das Tier bewusstlos, sollte es flach auf die Seite gelegt und sein Kopf so gedreht werden, dass Erbrochenes und Speichel aus dem Maul laufen können. Sofern sich der Hund bereits erbrochen hat und ohnmächtig ist, ist es wichtig die Atemwege frei zu halten. Niemals darf eine Maulschlinge angelegt werden da es dem Hund sonst nicht mehr möglich ist zu erbrechen. Ganz wichtig ist es auch, den Hund auf keinen Fall selbst zum Erbrechen zu bringen. Bei einem Hund ist es nicht möglich, mit der „Finger-in-den-Hals-Methode“ das Erbrechen auszulösen, außerdem kann es auch gefährlich sein wenn der giftige Mageninhalt nach oben kommt. Auch das Einflößen von Milch oder Öl sollte tunlichst unterlassen werden, denn die Aufnahme mancher Giftstoffe wird dadurch noch beschleunigt!

    Der Arzt sollte vor der Einlieferung des Tieres telefonisch kontaktiert werden. So lässt sich sicher stellen, dass die Praxis geöffnet hat und der Arzt auch sofort Zeit für den Patienten findet. Wenn möglich sollte auch die Substanz gesichert werden, die das Tier aufgenommen hat.

    Es ist sehr schwer das Gift nachzuweisen und so bleibt leider die Ursache und der Täter meist unbekannt. Ein wichtiger Schritt, den leider viele Hundebesitzer nicht gehen ist den Vorfall der Polizei zu melden. Nur wenn Anzeige erstattet wird, wird auch ermittelt und nur, wenn immer häufiger die Polizei eingeschaltet wird, ist es für die Täter irgendwann zu gefährlich weitere Köder auszulegen. In den meisten Fällen ist die Polizei sehr aktiv was das betrifft, da die Köder nicht nur Hunde töten, sondern auch in Kinderhänden Schaden anrichten können.

    Vergiftung beim Hund Symptome

    Die Symptomatik bei Hundevergiftungen kann sehr vielseitig sein, daher ist eine Differenzierung sehr schwierig. Die nachfolgenden Symptome sind häufig, treten einzeln oder in Kombination auf und sind mehr oder weniger lebensbedrohlich.

    Zu beachten ist, dass eine eindeutige Zuordnung zu einem Gift oder die Feststellung ob es sich tatsächlich um eine Vergiftung oder um die Ausprägung einer anderen Grunderkrankung handelt, nur ein Tierarzt vornehmen kann. Starten Sie selbst keine Behandlungsversuche wenn Sie glauben das Ihr Hund vergiftet ist. Grundsätzlich ist die Ausprägung einer Vergiftung beim Hund immer akut – das heißt, die Symptome treten plötzlich auf. Wobei es hier keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Zeitpunkt der Aufnahme des Giftes geben muss.

    Der Hund kann also bereits vor 24 Stunden eine schädliche Substanz aufgenommen haben, die eigentlichen Beschwerden treten jedoch später, dafür aber meist heftig und schnell auf. Hiervon abzugrenzen sind die chronischen und somit schleichenden Vergiftungen bei Hunden, die eine Diagnose häufig erschweren, da die Krankheitserscheinungen nicht auf einen Schlag auftreten und daher für den Besitzer erkennbar werden.

    Häufige Symptome einer Vergiftung beim Hund sind:

    Erhöhter Speichelfluss bis hin zum Schäumen, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Übererregung oder auch das Gegenteil (der Hund wirkt teilnahmslos), Herz-Kreislauf-Beschwerden (der Hund ist taumelig, matt, wirkt abwesend, bis hin zum Koma, weiße Schleimhäute), Probleme mit der Atmung, unklare Blutungen, Urinabsatz vermindert oder nicht vorhanden

    Weitere Symptome für Vergiftungen bei Hunden, die aber für den Besitzer nicht erkennbar sind, beruhen auf Organschäden (Leber, Niere, Blut) wie z.B. Nierenversagen, Leberversagen oder Blutarmut. Hier kann der Besitzer nur aufgrund der Begleitsymptomatik wie Erbrechen oder Harnabsatzstörungen den Tierarzt aufsuchen.

    Was ist im Falle einer Vergiftung beim Hund zu tun?

    Nicht immer ist der Verlauf so dramatisch wie oben beschrieben. Idealerweise haben Sie Ihren Hund bei der Aufnahme des Giftes „erwischt“. Fahren Sie bitte umgehend zum Tierarzt, nehmen Sie die Verpackung und/oder die aufgenommene Substanz mit. In vielen dieser Fälle, ist die Zeit Ihr Freund, der Tierarzt kann beispielsweise ein schnelles Erbrechen auslösen, ein Gegenmittel geben, begleitende Infusionstherapien einleiten. Je schneller Sie sind, desto höher ist die Chance, dass das Gift noch nicht verstoffwechselt ist und den Organismus schädigt. Versuchen Sie aber bitte nicht selbst, zum Beispiel Erbrechen auszulösen. Manch eine Substanz richtet auf dem Rückweg noch mehr Schaden an (z.B. ätzende Mittel).

    In Fällen, wo dies nicht so eindeutig ist, Sie also aufgrund des schlechten Allgemeinbefindens Ihres Tieres eine Vergiftung in Betracht ziehen, sollten Sie vor allem Ruhe bewahren. Bitte bedenken Sie, dass sich Ihre Aufregung auf das Tier überträgt. Dies kann im Zweifelsfall den Zustand verschlimmern, ein unruhiges oder gar panisches Tier hat ein viel größeres Risiko, einen Kreislaufzusammenbruch oder Schock zu erleiden. Handeln Sie besonnen. Rufen Sie den Tierarzt an und schildern die Symptomatik, dann kann er sich während Ihrer Fahrt in die Praxis auf den Notfall vorbereiten oder Sie direkt in die nächste Klinik schicken.

    Nehmen Sie alles mit, was von Interesse sein könnte. Ausscheidungen und Erbrochenes können bei der Diagnostik sehr hilfreich sein, auch verdächtige leere oder angenagte Packungen mitnehmen, vielleicht hat der Hund den Inhalt gefressen. Versuchen Sie so genau wie möglich die letzten Tage oder Stunden zu rekonstruieren – was könnte der Hund getrunken oder gefressen haben – drinnen oder draußen. War irgendetwas anders – hat der Landwirt die Felder gedüngt, haben Sie selbst etwas angewendet oder herumstehen lassen. Seien Sie in jedem Fall ehrlich, wenn Sie dem Hund ein Medikament oder ungewöhnliche Nahrungsmittel (alles, was kein Hundefutter ist) verabreicht haben, sagen Sie es bitte unbedingt dem Tierarzt. Falsche Scham kann Ihren Hund das Leben kosten.

    Wenn Ihr Hund krampft, achten Sie darauf, dass er nirgendwo herunterfallen oder sich den Kopf stoßen kann. Legen Sie zur Beruhigung eine Hand auf die Schulter und sprechen Sie leise mit Ihm – selbst wenn er nicht bei Bewusstsein ist, wirkt dies beruhigend und ausgleichend. Fassen Sie niemals in den Fang – Hunde können ihre Zunge nicht verschlucken – der Kieferspasmus kann zu jedoch schwere Verletzungen an Ihre Hand führen. Bei Gefahr des Erstickens durch Fremdkörper und / oder Erbrochenes nehmen Sie ausschließlich Hilfsmittel, wenn möglich aber bitte nicht selbst eingreifen.

    Wenn Ihr Tier in einem kritischen Zustand ist, bitten Sie jemanden zu fahren und richten sich mit dem Hund auf der Rückbank oder im Kofferraum ein – achten Sie aber auf die eigene Sicherheit – gerade bei Erregungszuständen kann Ihnen auch der eigene Liebling gefährlich werden. Es ist möglich, dass er quasi vorübergehend unzurechnungsfähig ist. Führen Sie das Fahrzeug selbst, fahren Sie bitte auch in dieser Stresssituation umsichtig. Überhöhte Geschwindigkeit und Unkonzentriertheit sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Sie und andere Verkehrsteilnehmer. Wenn die Fahrt am Baum endet, ist niemandem geholfen.

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    2 Kommentare, sei der nächste!

    Hallo, meine Hündin wurde heute Morgen vermutlich vergiftet.

    Symtome, Speichelfluß, Erbrechen und Taumeln. Habe sie sofort in die Tierklinik

    gebracht und Anzeige gegen einen Landwirt der mich vor Wochen bedroht hat, bei der Polizei aufgegeben. Die mir sagte eine Drohung ist kein Beweiß.

    Was für Möglichkeiten habe ich noch? Um Hilfe wäre ich dankbar.

    Danke für die guten Artikel!

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    Vergiftungen beim Hund - Hundeschule Felias, Stall-Rotache, 3629 Oppligen

    Diese Seite erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben sind ohne Gewähr!

    Menschliche Nahrungsmittel sind häufig für die Ernährung von Hunden ungeeignet. Und dieses nicht nur, weil sie oft einseitig zusammengesetzt und arm an lebenswichtigen Nährstoffen sind, sondern weil sie in manchen Fällen sogar giftig wirken können.

    Nüsse haben einen hohen Phosphorgehalt und können deshalb bei Hunden leicht zu Blasensteinen oder Störungen des Knochenstoffwechsels führen. Walnüsse sind sogar giftig. Die Inhaltsstoffe von Zwiebeln, insbesondere die der rohen, führen bei Hunden zu Blutarmut, da sie die roten Blutkörperchen zerstören. Hülsenfrüchte wiederum führen durch ihren sehr hohen Faser- und Eiweissgehalt zu Überaktivität der Darmbakterien. Dieses kann dann zu Bauchkrämpfen und unangenehm gesteigerte Darmwinde durch Gasbildung (Flatulenz) auslösen. Ausserdem enthalten manche Hülsenfrüchte, z.B. Sojabohnen, Fermenthemmstoffe, die die Eiweissverdauung behindern .

    Alle fleischhaltigen Nahrungsmittel von der menschlichen “Tafel”, aber auch Käse und Essenreste, sollten nicht an einen Hund verfüttert werden, da ihre Zusammensetzung nicht den Nährstoffbedürfnissen des Tieres entspricht.

    Ebenfalls zu Problemen führt eine Überdosierung an fettlöslichen Vitaminen (z.B. Vitamin A). Stark gesalzene Nahrung (Fisch oder Fleisch), Pökellake oder Seewasser können u.a. zu Bluthochdruck und Nierenschäden führen. Gewarnt werden muss auch vor der Fütterung gebratener oder gegrillter Speisen, vor allem Fleisch, denn der hohe Fettgehalt, das Salz und sowie die Gewürze und Röststoffe, sind für die Ernährung von Hunden nicht geeignet.

    Das Nervengift kann, je nach aufgenommener Menge, innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen!

    Symptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall. Nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C).

    Behandlung durch Tierarzt: Brechmittel, Magenspülung, verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung, Kalzium gegen die Krämpfe.

    Frostschutzmittel für Autos:

    Schleckt der Hund das süss schmeckende Frostschutzmittel auf, kann es zu schweren Nierenschäden und in Abhängigkeit der Giftmenge, zu tödlichem Nierenversagen kommen. Symptome: Starkes Speicheln, spontanes Erbrechen schon Minuten nach dem Aufschlecken, Durchfall, Mattigkeit, Taumeln, Krämpfe, Hinfälligkeit

    Behandlung: Magenspülung, Infusionen, um die Nierenfunktion zu erhalten. Als Gegenmittel wird Alkohol zur Infusion gegeben. Diese Behandlungen führt der Tierarzt durch!

    Bei unsachgemässer Anwendung von Mitteln gegen Flöhe, Läuse, Zecken (Shampoo, Puder, Spray, Halsband, Tabletten oder Tinktur) kann sich der Hund durch Abschlecken des Fells nach zu üppigem Einpudern oder Besprühen, Trinken von Badelösung, Fressen des Halsbandes oder von Tabletten vergiften.

    Symptome: Insektizide sind Nervengifte und rufen ähnliche Symptome wie die Vergiftung mit Schneckenkorn hervor. (s. Pestizide)

    Wichtig: Nach dem Einpudern das Fell mit feuchtem Handtuch abwischen, beim Shampoonieren immer genügend nachspülen und Halsbänder nicht herumliegen lassen.

    Rattengift führt zu Blutgerinnungsstörungen.

    Symptome: Zunächst geringes Erbrechen, welches oft übersehen wird. Nach 2 bis 6 Tagen durch innere Blutungen verursachte Mattigkeit, blasse Schleimhäute, stark blutiger Urin, gelegentlich auch blutiger Durchfall.

    Behandlung beim Tierarzt: Spritzen mit Vitamin K1 als Gegenmittel. Ggf. auch Bluttransfusion.

    Frisst ein Hund z.B. Schlaftabletten, kommt es zu einem narkoseähnlichen Zustand, der unter Umständen auch zum Tod führt.

    Symptome: Kein Erbrechen, kein Durchfall, tiefer Schlaf, Bewusstlosigkeit, flache Atmung, bläuliche Schleimhäute, schneller schwacher Puls.

    Behandlung durch Tierarzt: Brechmittel und Magenspülung, künstliche Beatmung mit Sauerstoff, kreislaufstützende Infusionen, um die Ausscheidung der Gifte über die Niere anzuregen. Der Hund muss im Schlaf warmgehalten und wegen der Gefahr des Blutstaus alle halbe Stunde anders gelagert werden.

    Symptome: Kein Erbrechen, kein Durchfall, tiefer Schlaf, Bewusstlosigkeit, flache Atmung, bläuliche Schleimhäute, schneller schwacher Puls.

    Behandlung durch Tierarzt: Brechmittel und Magenspülung, künstliche Beatmung mit Sauerstoff, kreislaufstützende Infusionen, um die Ausscheidung der Gifte über die Niere anzuregen. Der Hund muss im Schlaf warmgehalten und wegen der Gefahr des Blutstaus alle halbe Stunde anders gelagert werden.

    Das Nervengift kann, je nach aufgenommener Menge, innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen!

    Symptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall. Nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C).

    Behandlung durch Tierarzt: Brechmittel, Magenspülung, verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung, Kalzium gegen die Krämpfe.

    Das Gift kann, je nach aufgenommener Menge, innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen!

    Symptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall. Nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C).

    Behandlung durch Tierarzt: Brechmittel, Magenspülung, verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung, Kalzium gegen die Krämpfe.

    Unkrautbekämpfungsmittel (u.a. mit Chloratsalzen):

    Unkrautvernichter werden in der Landwirtschaft und im Garten verwendet. Die Vergiftung erfolgt meist durch unkontrollierte Aufnahme bei fehlerhafter Lagerung. Besonders Hunde nehmen bei entsprechender Möglichkeit sehr viel davon auf.

    Ackerbohne, Puffbohne, Saubohne, Pferdebohne, Dicke Bohne:

    Stark giftige Kulturpflanze. Bohnen, Samen und Pollen.

    Symptome: Bleiches Aussehen, Fieber, verminderte Urinausscheidung, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Kolik, evtl. Gelbsucht, Milz- und Leberschwellung.

    Symptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall. Nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C).

    Behandlung durch Tierarzt: Brechmittel, Magenspülung, verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung, Kalzium gegen die Krämpfe.

    Das enthaltene Toxin ist nur für Haustiere gefährlich und befindet sich in allen Anteilen der Pflanze. Es führt zu schweren Schädigungen des Herzmuskels und damit zu Atemnot, Husten, Ödemen und zur Bauchwassersucht.

    Eine Vergiftung endet in der Regel tödlich, da keine spezifische Therapie existiert!

    Wer seinem Hund ein Stöckchen aus Holunderholz gibt, spielt russisches Roulette!

    Das Holz enthält ein giftiges Blausäureglykosid.

    Hunde und Katzen können den Kakao nur schwer im Stoffwechsel verarbeiten. Der Inhaltsstoff Theobromin reichert sich im Körper an, was dann zu Vergiftungen führen kann.

    Die tödliche Dosis für den Hund liegt bei 100 mg Theobromin je kg Körpergewicht. Je nach Kakaogehalt sind etwa 60g Milchschokolade je kg Körpergewicht bzw. 8 g Blockschokolade pro kg Körpergewicht vergiftend. Das bedeutet 100g Blockschokolade, bezogen auf einen 12 kg schweren Hund, können ihn vergiften, evtl. sogar töten.

    Es kommt zu Durchfall und Erbrechen, später kommen zentralnervöse Störungen ( Krämpfe, Lähmungen der Hintergliedmassen, Bewusstseinsstörungen, Zittern) hinzu.

    Giftige bis stark giftige Kulturpflanze.

    Symptome: Bleiches Aussehen, Blutharne, Erbrechen, Durchfall, Gelbsucht.

    Diese Pflanze führt in allen Formen (gekocht, roh, getrocknet), bei Hund und Katze zu schweren Vergiftungen.

    Schon 5 - 10 g pro kg Körpergewicht führen beim Hund zur Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen).

    Symptome: Zunächst reagieren die Tiere mit Durchfall und Erbrechen, später folgen Anämie (Blutarmut, blasse Schleimhäute), Anorexie (Verweigerung von Wasser und Futter) und Beschleunigung von Herzschlag und Atemfrequenz. Unbedingt einen Tierarzt aufsuchen!

    Die Aufnahme erfolgt in der Regel durch kauen oder fressen von Zigaretten oder Kautabak. Hierbei sind in erster Linie Welpen betroffen, da diese wesentlich neugieriger sind als ältere Tiere und alles mögliche ausprobieren.

    Symptome: Anfangs kommt es zur Erregung, später zur Lähmung des Gehirns begleitet von Muskelzittern, Speicheln, Erbrechen, erhöhte Herz- und Atemfrequenz, Krämpfe, Bewegungsstörungen und Kreislaufkollaps.

    Rosengewächse (Rosaceae), insbesondere die Gifte der Früchte der Gattung Prunus (Kirsche, Pflaume, Aprikose usw.) und deren Obstkerne:

    Die giftige Substanz ist das Amygdalin, woraus im Körper Blausäure freigesetzt wird.

    Symptome: Atemnot, Erbrechen, Speicheln, rote Schleimhäute, Fieber Krämpfe und allgemeine Schwäche. Der Tod erfolgt durch eine Art „inneres Ersticken", da der an die roten Blutkörperchen gebundene Sauerstoff nicht mehr an das Gewebe abgegeben werden kann, was auch die hellrosige Färbung der Haut und die rote Farbe des venösen Blutes begründet. Da erst eine grössere Menge zu ernsthaften Vergiftungen führt, sind meist zunächst nur Magen-Darm-Probleme die Folge.

    Hier kommt es oft zu einer Vergiftung mit akutem Nierenversagen.

    Der Süssstoff wird häufig in zuckerfreien Bonbons, Kaugummis und anderen Lebensmitteln verwendet.

    Xylit kann bei Hunden die Ausschüttung körpereigenen Insulins in das Blut deutlich steigern, so dass es bei den Hunden zu einem lebensbedrohlichen Abfall der Blutzuckerspiegels kommen kann. Die Wirkung tritt ca. 30 Minuten nach der Aufnahme von grösseren Mengen Süsswaren mit Xylit ein.

    Symptome: Schwäche, Verlust der Koordinationsfähigkeit und Krämpfe. Weiterhin steht Xylit unter Verdacht bei Hunden Leberschäden auszulösen, was aber noch nicht bewiesen wurde. Xylit-Vergiftungen sollten nicht auf die “leichte Schulter” genommen werden, sondern es ist unbedingt ein Tierarzt aufzusuchen!

    Adonisröschen (Adonis vernalis):

    Enthält ein Herzgift.

    Symptome: Erbrechen und Durchfall. Es folgen Herzrhythmusstörungen, langsamer Pulsschlag und Atemnot. Hier kann sehr schnell das Herz versagen, was unweigerlich zum Tode führt.

    Die Konzentration giftiger Substanzen ist in den unterirdischen Pflanzenteilen am höchsten, so dass es durch die oberirdischen Anteile kaum zu Vergiftungen kommt.

    Symptome: Schleimhautreizungen, Erbrechen, Durchfall, Untertemperatur und Bewegungsstörungen.

    Diese Pflanze enthält ein Neurotoxin, welches meist zu Lähmungen der Muskulatur führt.

    Symptome: Unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben kommt es zu Reiben des Kopfes an Gegenständen und zu Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die im weiteren Verlauf zur Atemlähmung führen.

    In den Drüsenhaaren dieser Pflanze, inklusive ihrer Zuchtformen, befindet sich ein starkes Kontaktallergen.

    Symptome: Allergische Reaktionen der Haut, der Bindehäute und des Atmungsapparates, die Stunden bis Tage andauern.

    Die enthaltenen Giftstoffe beeinträchtigen das Nervensystem.

    Symptome: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Störungen des Nervensystems, wie Krämpfe und Übererregbarkeit bzw. Muskelsteife, fehlende Reflexe, Atemnot und Koma.

    Wegen des bitteren Geschmacks werden frische Pflanzenteile selten aufgenommen. Gefährlich ist aber auch die getrocknete Pflanze (u.a. in Floristikgestecken). Beim Hund beträgt die tödliche Dosis 5 g Blätter je kg Körpergewicht.

    Symptome: Erbrechen, Durchfall, Erregungszustände und Krämpfe, sowie Lähmungen, Atemlähmung mit Todesfolge.

    Sie enthält das Gift Protoanemonin, welches bei Kontakt mit der Haut zu Reizungen und Entzündungen führen kann. Bei innerer Aufnahme kommt es zu Krämpfen, Reizungen von Niere und Darm, Durchfall und Erbrechen.

    Christrose, Nieswurz (Helleborus niger):

    Die Pflanze enthält das Saponin Helleborin und Protoanemonin.

    Symptome: Übelkeit, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute, Herzrhythmusstörungen, erweiterte Pupillen, Atemnot und starker Durst. Es kann zum Tod durch Atemlähmung kommen. Schwerste Vergiftungen können beim Menschen schon nach dem Verzehr von 3 reifen Samenkapseln eintreten!

    Die Beeren, Blätter und Stengel sind bei hoher Dosis tödlich.

    Symptome: Magen-Darm-Entzündung. Bei hoher Dosis Nerven- und Herzdepression.

    Die gesamte Pflanze, einschliesslich der Samen ist hochgiftig. Die einzige Ausnahme bilden die roten Beeren, deren Fleisch ungiftig, deren Samen aber wiederum toxisch ist. Als tödliche Dosis beim Hund gelten z.B. 30 g der Nadeln.

    Symptome: Erbrechen, Durchfall, Fieber und Kollaps. Die Pupillen reagieren nicht mehr auf hell-dunkel und man beobachtet Blutungen in der Unterhaut, Atemnot, Koma sowie den Tod.

    Eisenhut ist stark giftig. Wobei besonders der blaue Eisenhut besonders giftig ist. Das Gift des Eisenhuts fördert zunächst die Reflexe.

    Symptome: Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe und Lähmungen bis hin zum Tod. Schon kleinste Mengen des Eisenhuts sind sehr gefährlich für Hunde! Sofort zum Tierarzt!

    Fächer-Zwergmispel (Cotoneaster horizontalis):

    Die giftige Substanz ist das Amygdalin, woraus im Körper Blausäure freigesetzt wird.

    Symptome: Atemnot, Erbrechen, Speicheln, rote Schleimhäute, Fieber Krämpfe und allgemeine Schwäche. Der Tod erfolgt durch eine Art „inneres Ersticken", da der an die roten Blutkörperchen gebundene Sauerstoff nicht mehr an das Gewebe abgegeben werden kann, was auch die hellrosige Färbung der Haut und die rote Farbe des venösen Blutes begründet. Da erst eine grössere Menge zu ernsthaften Vergiftungen führt, sind meist zunächst nur Magen-Darm-Probleme die Folge.

    Farne (z.B. Adlerfarn, Grosser Waldfarn, Johanniswurz):

    Sehr stark giftige Wildpflanze. Die ganze Pflanze, insbesondere Jungpflanze, ist giftig.

    Symptome: allergische Reaktionen, Muskelzuckungen, motorische Störungen, Krämpfe, Blut im Urin, blutiger Durchfall.

    Feuerdorn (Pyracantha coccinea):

    Die giftige Substanz ist das Amygdalin, woraus im Körper Blausäure freigesetzt wird.

    Symptome: Atemnot, Erbrechen, Speicheln, rote Schleimhäute, Fieber Krämpfe und allgemeine Schwäche. Der Tod erfolgt durch eine Art „inneres Ersticken", da der an die roten Blutkörperchen gebundene Sauerstoff nicht mehr an das Gewebe abgegeben werden kann, was auch die hellrosige Färbung der Haut und die rote Farbe des venösen Blutes begründet. Da erst eine grössere Menge zu ernsthaften Vergiftungen führt, sind meist zunächst nur Magen-Darm-Probleme die Folge.

    Der Fingerhut enthält sogenannte "Herzglykoside". Dabei handelt es sich um stark giftige Stoffe, die in kleinsten Mengen jedoch bei bestimmten Herzerkrankungen mit bestem Erfolg eingesetzt werden und somit auch heilende Wirkung haben.

    Symptome: Lokale Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Benommenheit und blasse Schleimhäute. In schweren Fällen kommt es zum Tod durch Herzstillstand . Auch hier gilt, sofort zum Tierarzt!

    Gefleckter Schierling (Conium maculatum):

    Die ganze Pflanze ist sehr giftig und oft tödlich.

    Für einen Hund sind schon 50 mg Coniin je kg Körpergewicht tödlich. Es erfolgt eine schnelle und leichte Aufnahme durch die Schleimhäute und auch durch die Haut.

    Nach 20-30 Minuten erste Symptome: Muskelschwäche, Inkoordination, Muskelzittern, Unruhe, Puls erst verlangsamt, dann beschleunigt, Krämpfe, fortschreitende Lähmung, Atem- und Herzdepression.

    Giftige Teile sind vor allem die Samen, aber auch Wurzeln und Äste, die einen süsslichen Geschmack haben.

    Die Vergiftungssymptome treten schon nach wenigen Minuten in Erscheinung: Heftiges Erbrechen, Durchfall, Kollaps und epileptische Anfälle.

    Gummibaum, Birkenfeige (Ficus benjamini) u.a.:

    Symptome: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Fieber, schwankender Gang und Krämpfe.

    Hier sind die Stengel und der Pflanzensaft giftig.

    Symptome: Starke Reizung von Maul, Speiseröhre, Magen und Darm.

    Herbstzeitlose (Colchicum autumnale):

    Die ganze Pflanze ist sehr giftig und oft tödlich.

    Symptome: Magen-Darm-Entzündung, Muskel- und Atemlähmung.

    Auch die getrockneten Pflanzenteile sind giftig!

    Symptome: Magen-Darm-Störungen mit blutigem Durchfall, Zittern und allgemeine Schwäche (Schwanken).

    Die giftige Substanz ist das Amygdalin, woraus im Körper Blausäure freigesetzt wird.

    Symptome: Atemnot, Erbrechen, Speicheln, rote Schleimhäute, Fieber Krämpfe und allgemeine Schwäche. Der Tod erfolgt durch eine Art „inneres Ersticken", da der an die roten Blutkörperchen gebundene Sauerstoff nicht mehr an das Gewebe abgegeben werden kann, was auch die hellrosige Färbung der Haut und die rote Farbe des venösen Blutes begründet. Da erst eine grössere Menge zu ernsthaften Vergiftungen führt, sind meist zunächst nur Magen-Darm-Probleme die Folge.

    Die Blätter enthalten entzündungsfördernde Stoffe.

    Symptome: Magen-, Darmreizungen. In schweren Fällen kommen dann Leber- und Nierenschäden hinzu. Auch hier sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen.

    Besonders die Samen dieser Zier- und Futterpflanze enthalten ein Gift, welches eine lähmende Wirkung auf Herz und Atmung hervorruft, jedoch in sogenannten Süsslupinen nicht vorkommt. Am giftigsten ist die gelbe Bitterlupine. Der akute Krankheitsverlauf wird durch die Alkaloide ausgelöst, der chronische durch Mykotoxine (Phomopsine beeinträchtigen den Kupfer-, Zink- und Eisenhaushalt sowie die Metabolisierung von Selen und Vitamin E). Anagyrin ist teratogen (in den kultivierten Lupinen aber nicht enthalten). Trotzdem kommt eine Vergiftung vor, die wahrscheinlich auf Schimmelpilze zurückzuführen ist.

    Symptome: Magen-Darmentzündung gefolgt von schweren Nieren- und Leberschäden. Mattigkeit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Lähmungen.

    Gegenmassnahmen: Rasche Zufuhr von Abführmitteln und Leberschutztherapie (durch den Tierarzt).

    Maiglöckchen beinhalten gleich einen Toxincocktail von über 30 Glykosiden. Bei Auftreten von Symptomen sind die Toxine vermutlich bereits vollständig resorbiert.

    Symptome: Lokale Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, Erbrechen, Durchfall und Störungen des Herzrhythmus, Benommenheit und blasse Schleimhäute. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod.

    Einige Stunden nach Giftaufnahme zeigen die Tiere Durchfall, Erbrechen, Fieber und starken Durst, Krämpfe, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen, Koma und Herzstillstand.

    Eine Narzissenzwiebel von nur ca. 15 g kann einen Hund töten! Lycorin, ein Alkaloid der Amaryllis, führt in kleinen Dosen zu Erbrechen und Durchfall, in höheren zu Krämpfen, Lähmung und Kreislaufversagen.

    Alle Pflanzenteile enthalten ein herzwirksames Toxin.

    Symptome: Magen-Darm-Probleme (Speicheln, Erbrechen, Durchfall), Herzrhythmusstörungen, Vorhof- und Kammerflimmern und zum Schluss erfolgt Herzstillstand. Als Begleiterscheinungen werden häufig Untertemperatur, Krämpfe, Atembeschwerden und Husten beobachtet.

    Philodendron, Dieffenbachia und Fensterblatt (Monstera):

    Unter anderem ist der hoher Gehalt an Oxalsäure (als kleine Oxalat-Nadeln vorliegend) schädlich. Diese Nadeln dringen, bei Verletzung der Pflanze, in Haut und Schleimhäute der Tiere ein und verursachen dort sehr rasch starke, schmerzhafte Schwellungen. Durch diese sehr schnelle Reaktion wird meist eine weitere Giftaufnahme verhindert.

    Symptome: Es treten Lokal Rötung, Schwellung und Geschwürbildung in der Mundschleimhaut und auf der Zunge auf. Dies führt zu brennenden Schmerzen, Kopfschütteln, Speicheln, reiben mit den Pfoten am Maul, Versuche zu Trinken und Unfähigkeit, Nahrung aufzunehmen. Später kommt es an der Schleimhaut zu Blasenbildung. Durch Schlucken der Giftstoffe kommt es zu Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Mattigkeit, unsicherem Gang, Lähmung der Hinterbeine, Muskelzittern, Krämpfen bis hin zum Koma. Manchmal können Schwellungen des Kehlkopfes mit hochgradiger Atemnot auftreten. Gelangt Pflanzensaft ins Auge, so entzündet sich dieses stark. Das Auge wird zugekniffen, tränt und schwillt deutlich an. Die Heilung dieser Augenentzündung, dauert in der Regel 3 bis 4 Wochen.

    Riesen-Bärenklau, Herkulesstaude und Wiesenbärenklau:

    Der Pflanzensaft enthält sogenannte Furocumarine, dieses sind phototoxische Substanzen. Diese Substanzen absorbieren UV-Licht und mit der so gewonnenen Energie lösen sie chemische Reaktionen aus, die das Erbgut und die Zellen schädigen. Gelangt Pflanzensaft auf die Haut oder die Schleimhaut und wird diese Stelle anschliessend dem Sonnenlicht ausgesetzt, entsteht ein heftiger Sonnenbrand mit Blasenbildung und anschliessendem Haarverlust ("Wiesendermatitis"). Es sind besonders die wenig behaarten und unpigmentierten Körperpartien (Kopf und Bauch) gefährdet. Die Heilung ist langwierig und oft bleiben Narben und Pigmentveränderungen zurück.

    Diese Pflanze enthält ein Neurotoxin, welches meist zu Lähmungen der Muskulatur führt.

    Symptome: Unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben kommt es zu Reiben des Kopfes an Gegenständen und zu Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die im weiteren Verlauf zur Atemlähmung führen.

    Alle Pflanzenteile enthalten stark entzündungsauslösende Stoffe. Beireits durch Anknabbern oder Kauen kommt es zu ausgeprägten Problemen!

    Symptome: Reizungen, Entzündungen und Geschwürbildung an Schleimhäuten und Haut. Anschliessend kommt es dann zu Rachen-, Magen-, Darmentzündungen. In schwersten Fällen kann es zu Nierenentzündungen und zum Tod durch Kreislaufkollaps kommen. Meist jedoch bleibt es bei lokalen Gesundheitsschäden, da die Pflanze sehr scharf schmeckt. Bei Verdacht, sofort zum Tierarzt!

    Sie enthält gleich einen ganzen Wirkstoffcocktail! Baurenol, Purin-Alka-loide, Rutin, Ursolsäure, Uvaol, Tannin, Triterpene . Die Beeren sind ab Dosis von ca. 20 Beeren tödlich.

    Symptome: Übelkeit, Erbrechen, starker Durchfall und Schläfrigkeit.

    Trompetenbaum (Datura suaveolens) oder Engelstrompete:

    Die ganze Pflanze ist stark giftig, besonders die Blätter und die Rinde während der Blütezeit. Die Einnahme des Suds der Pflanze kann zu einer tödlichen Vergiftung führen.

    Symptome: Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Schluckbeschwerden, Sehstörungen, trockene Schleimhaut.

    Schwarze, beerenartige Steinfrucht.

    Symptome: Erbrechen und starker Durchfall.

    Der Saft der Wolfsmilchpflanze verursacht die Vergiftung.

    Symtome: Entzündungen der Maulschleimhaut, Erbrechen, Durchfall, Muskelzittern, schwankender Gang, Kreislaufversagen und Lungenödeme. Bei Hautkontakt kommt es zu Reizungen mit Bläschenbildung und allergischen Reaktionen. Bei Augenkontakt entstehen starke Entzündungen.

    Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias):

    Die ganze Pflanze ist giftig bis stark giftig.

    Symptome: Magen-Darm-Entzündung, in hoher Dosis tödlich.

    Diese Pflanze, aus der das Rizinusöl gewonnen wird, kann Haustieren gefährlich werden, da z.B. der " Ölkuchen", der auf Hunde sehr anziehend wirkt, als Düngemittel verwendet wird. Das Haupttoxin ist das sehr giftige Toxalbumin Ricin (seit 1962 als Kampfstoff patentiert!).

    Symptome: schwere Magen-Darm-Entzündung, Schädigung von Leber und Nieren und eine Zersetzung der roten Blutkörperchen. Die tödliche Dosis beim Hund wird mit 1 bis 2 g Samen pro kg Körpergewicht angegeben. Das in Apotheken erhältliche Rizinusöl, ist durch Erhitzen ungiftig gemacht worden.

    Yuccapalme, Drachenbaum und Bogenhanf:

    Die Pflanzensäfte beinhalten Gifte, die zu Schleimhautreizungen und Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) führen können.

    Symptome: Zahnfleischentzündung, Speicheln, Erbrechen, Durchfall. Weiterhin sind Untertemperatur, Bewegungsstörungen und Blutungen möglich. Ein komaähnlicher Zustand ist ebenfalls möglich.

    Anhand der Symptome kann man bestimmte Vergiftungserscheinungen frühzeitig erkennen. Bei Vergiftungen aller Art gilt jedoch, dass man mit seinem Hund sofort zum Tierarzt gehen sollte, da sonst ggf. wertvolle Zeit für lebensrettende Massnahmen verstreicht.

    Erste Massnahmen bei Vergiftungen:

    Nur innerhalb der ersten 30 Minuten bis max. 60 Minuten, allerhöchstens 2 Stunden, kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von Abführmitteln, Brechmitteln, Magenspülungen, oder evtl. auch durch die Gabe von Kohletabletten verringert werden.

    Der Hund sollte aber so schnell wie möglich zum Tierarzt gebracht werden. Ist der Weg zum nächsten Tierarzt zu weit, sollte man versuchen, möglichst nach telefonischer Absprache mit einem Tierarzt, durch zwangsweises Eingeben von konzentrierter Kochsalzlösung (1 Esslöffel Salz auf 100 ml Wasser) das Erbrechen des Hundes selbst auszulösen, oder aber durch gewaltsames Einflössen von Öl (Speiseöl, Rizinusöl, Paraffinöl) den Hund zum Erbrechen bringen.

    Hinweis: Öl ist nicht bei allen Vergiftungen einsetzbar, denn zum Teil fördert es sogar noch die Aufnahme der Giftstoffe. Wenn sie sich nicht sicher sind, welche Stoffe ihr Hund verschluckt hat, dann lieber kein Öl eingeben und die Salzlösung benutzen.

    Ein Erbrechen hat natürlich auch nur bis zu etwa 2 Stunden nach der Giftaufnahme Sinn, denn noch im Magen liegende Giftreste sollen dadurch heraus befördert werden. Ist dieser Zeitpunkt verstrichen, so zeigt das künstliches Erbrechen wenig oder gar kein Erfolg.

    Bei Säuren oder Laugen darf kein Erbrechen ausgelöst werden, da sonst die Gefahr einer erneuten Verätzung der Speiseröhre besteht. In diesem Fall für reichlich Trinkwasserzufuhr sorgen, damit ein Verdünnungseffekt eintreten kann.

    NOTFALL-CHECKLISTE : Vergiftungen

    A. AUSGANGSLAGE

    • der Hund hat vermutlich einen Giftstoff zu sich genommen
    • möglicherweise hat man die Aufnahme des Giftes beobachtet
    • oder Fraßspuren, leere Verpackungen oder geöffnete Behälter mit giftigem Inhalt wurden gefunden, oder ähnliches
    • möglicherweise zeigen sich schon die ersten Symptome
    • bei Verdacht sollte man unter Mitnahme einer Probe (Giftköder, Erbrochenens, Kot) gleich zum Tierarzt
    • umso früher der Tierarzt Gegenmaßnahmen einleiten kann, um so besser sind die Überlebenchancen
    • der Hund ist in großer Gefahr ohne tierärztliche Gegenmaßnahmen zu sterben
    • um so später die tierärztliche Behandlung beginnt um so eher können irreparable Organschäden entstehen
    • Die Folgen einer Vergiftung hängen stark von der Art des Giftes, der Menge (bezogen auf das Körpergewicht), die Konzentration, den Zeitraum des Giftkontaktes, die Art des Gift-Kontakts (z.B. Kontaktgift über die Haut, Atemgift über die Atmung oder über die Ernährung/Verdauung) und auch mit der aktuellen gesundheitlichen Kondition des Tieres (Alter, Vorerkrankungen) zusammen
    • HINWEIS: Aufgrund der zeitversetzten und damit besonders heimtückischen Wirkung des Rattengiftes behandeln wird dieses wichtige Thema in einem separaten Dokument. Weitere Infos siehe: Rattengift
    • HINWEIS: noch gefährlicher für den Hund als Rattengift ist eine Vergiftung mit Schneckenkorn - es wirkt schneller - oft schon nach 30 Minuten und ist es einmal aus dem Magen-Darm-Trakt in den Kreislauf des Hundes gelangt, gibt es kein Gegengift, weitere Infos siehe -> Schneckenkorn
    • HINWEIS: falls der Hund direkt nach dem Gassigang oder Freilauf äusserlich sehr starke Schwellungen oder bereits blau-schwarze Hautverfärbungen aufweist, kann das ein ernster Hinweis auf einen Giftschlangenbiss sein. Weitere Infos siehe -> Schlangenbiss

    Die nachfolgende Auflistung sollten Hundehalter kritisch Punkt für Punkt durchgehen. Auf welche Giftstoffe kann man in Haus und Garten ganz verzichten - welche Gefahren lassen sich vielleicht reduzieren. Ihr Hund vertraut Ihnen - handeln Sie bevor es zu spät ist!

    A.1 Vergiftungsgefahren im Heim

    • Medikamente (Details siehe Punkt A.3)
    • Drogen
    • Haushalts-Chemie (Reinigungsmittel, Waschmittel, Lösungsmittel, Farben, etc.)
    • Zigaretten, Zigarettenkippen, Tabak, Tabakprodukte. Nikotin wirkt als Nervengift. Insbesondere bei Welpen kann Nikotin bis zum Kreislaufkollaps führen.
    • Giftpflanzen, giftige Zimmerpflanzen
    • Frostschutzmittel

    A.2 Vergiftungsgefahren durch für den Hund giftige Lebensmittel

    • Schokolade bzw. Kakao als Schokoladenbestandteil ( in Kakao ist Theobromin enthalten, das ist Gift für den Hund ! weitere Infos -> Schokoladen-Vergiftung)
    • Knoblauch und Zwiebeln wirken schädigend auf die roten Blutkörperchen (Hämolyse) - egal ob roh, getrocknet oder gekocht
    • Macadamianüsse wirken schädigend auf den Verdauungstrakt
    • Weintrauben und Rosinen können für Hunde giftig sein und zum Nierenversagen führen. Die Kausalität konnte bisher wissenschaftlich noch nicht klar auf einen bestimmten Stoff zurück geführt werden. Möglicherweise ist auch nicht jeder Hund für eine Weintraubenvergiftung anfällig.
    • der Speisplan des Hundes auf giftige Nahrungsmittel kann hier überprüft werden -> Giftige Lebensmittel für den Hund
    • je nach Zersetzungsgrad und Bakterienbefall können auch verdorbene Nahrungsmittel dem Hund schaden, insbesondere bei Welpen, alten Hunden und kranken Tieren
    • im harmlosesen Fall führen die zersetzten Nahrungsmittel lediglich zu unangenehmen Mundgeruch
    • bei starkem Bakterienbefall der verwesenden Nahrungsmittel können die Verwesungsgifte zur Nahrungsmittelvergiftung führen
    • grundsätzlich soll sich deshalb und auch wegen des generellen Vergiftungsrisikos der Hund nicht aus dem Abfalleimer bedienen können
    • ansonsten auf strikte Nahrungsmittelhygiene achten und nur hochwertiges Futter verfüttern

    Tipp um den Hund von Arzneimittel fern zu halten: Praktisch fast alle Arzneimittel können für unseren Hund gefährlich werden - es hängt lediglich von der aufgenommenen Dosis ab. Medikamente sollten deshalb sicherheitshalber immer Hunde-sicher unter Verschluss sein und wenn möglich nur (!) im Bad - bei geschlossener Tür wenn der Hund draussen ist - eingenommen werden. Fällt dann doch einmal eine Tablette zu Boden, die Anti-Baby-Pille oder gar der ganze Inhalt eines Tablettenröhrchens, ist es nicht der Hund, der als erstes und blitzschnell die Herztabletten auf 'seine Art einsammelt'. Auch reduzieren wir so das Risiko, dass irgendwo in der Wohnung unbemerkt herunter gefallene Arzneimittel irgendwann zufällig vom Hund gefunden und gefressen werden.

    A.3 Vergiftungsgefahren durch für den Hund besonders gefährliche Arzneimittel

    • antirheumatische Wirkstoffe wie Naproxen, Ibuprofen
    • Herz-Kreislauf-Mittel wie Betablocker, Caciumkanalblocker
    • Antiallergika wie Phenylephrine, Pseudoephedrine
    • Antidepressiva mit Wirkstoffen wie Fluoxetin, Citalopram, Escitalopram, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin
    • Schmerzmittel-Wirkstoffe wie Paracetamol
    • Vitaminpräparate mit Vitamin D3
    • Mineralstoffpräparate mit Eisen

    A.4 Vergiftungsgefahren im Garten

    • Giftköder, Rattengift, Pestizide
    • Schneckenkorn
    • Dünger, Rasendünger, Blaukorn - weitere Details siehe unter -> Blaukorn-Vergiftung
    • Agrarchemie, Herbizide, Spritzmittel
    • Giftpflanzen, Giftpilze

    A.5 Vergiftungsgefahren in der Garage

    • Haushalts-Chemie ( Reinigungsmittel, Waschmittel, Lösungsmittel, Farben, etc.)
    • Frostschutzmittel ( der Wirkstoff Glysantin kann unbehandelt irreparabel, schwerste Nierenschäden verursachen )

    Info: Besondere Vorsicht gilt im Bereich intensiv genutzter Agrarflächen, zum Beispiel am Rand von Weizen- oder Maisfelder. Dünger, Herbizide, Insektizide, Fungizide, etc. sind gerade am Feldrand oft stark konzentriert, weil hier der Bauer beim Ausbringen der Agrarchemie mit seinem Traktor anhält oder wendet. Lassen Sie hier den Hund kein Gras fressen und schon gar nicht aus Pfützen trinken. Weitere Details siehe auch unter -> Gras fressen

    A.6 Vergiftungsgefahren beim Gassi-Gehen und Freilauf

    • Giftköder, Rattengift, Schneckenkorn
    • Dünger, Blaukorn, Herbizide, Insektizide, Fungizide, Pestizide - insbesondere auch hochkonzentriert in Pfützen am Feldrand
    • Giftpflanzen
    • Aufnahme von vergifteten Mäusen, Ratten, Maulwürfen, Spitzmäusen, Heuschrecken, Insekten, etc. die eine tödliche Dosis Gift in sich tragen
    • Abfälle unbekannter Zusammensetzung
    • wenn der Hund nach dem Freilauf starke Schwellungen und blau-schwarze Hautverfärbungen aufweist, prüfen auf -> Schlangenbiss
    • einige Hunde nehmen den Kot anderer Tiere auf, dieser Kot kann für den Hund hochgradig gefährlich werden, wenn die Exkremente mit Pharmazeutika oder auch Krankheitserregern kontaminiert sind, weitere Details dazu siehe Thema -> Kot fressen
    • beim Freilauf können Giftinsekten wie Hornissen und Wespen zur Gefahr werden (Details siehe -> Insektenstich) und durch die im Gift enthaltenen Eiweisskörper einen gefährlichen anaphylaktischen Schock auslösen

    A.7 Feuerwerksreste: Vergiftungs- und Verletzungsgefahren nach Silvester

    • nach Silvester liegen an manchen Straßenecken ganze Berge abgebrannter Feuerwerkskörper und auch gefährliche Glasscherben herum
    • aber auch in Parks und auf Wiesen verteilt und oder in Gebüschen versteckt finden sich oft Feuerwerksreste
    • manchmal sind Fehlzünder mit dabei mit vollständigem chemisch brisantem Inhalt
    • manche Feuerwerksartikel sind illegal nach Deutschland eingeführt worden und entsprechen nicht unseren gesetzlichen Anforderungen
    • die Zusammensetzung kann u.a. sein: Schwefel, Schwarzpulver, Metallpulver, Salpeter (Kaliumnitrat), Schwermetall-Beimengungen für die Flammenfärbungen, Quecksilberfulminat, Kaliumperchlorat, Quecksilberthiocyanat, Silberfulminat in Knallerbsen
    • beim Fund von Resten möglicherweise illegal hergestellten Böllern kann aber alles mögliche an Chemie anzutreffen sein
    • Prävention: Jeder Kontakt des Hundes mit diesen Stoffen sollte von vorherein vermieden werden: Lassen Sie deshalb ihren Hund in den ersten Tagen nach Silvester nicht frei laufen, danach nur unter absoluter Kontrolle. Nach der ersten längeren Regenperiode entschärft sich die Situation.

    B. VORBEREITUNG UND SELBSTSCHUTZ

    • beruhigend auf den Hund einwirken
    • auch beruhigend auf die anderen Personen einreden, Panik hilft niemandem !
    • unüberlegte Maßnahmen von anderen Personen vermeiden
    • Hund anleinen bzw. festbinden, Details siehe -> Sichern und Beruhigen
    • wenn der Hund bewusstlos ist in stabile Seitenlage bringen ( siehe Grundwissen -> stabile Seitenlage )
    • falls der Hund sich bereits übergeben hat und ohnmächtig ist, die Atemwege frei halten -> Atemwege prüfen
    • beim Sichern einer Probe von dem Gift für den Tierarzt wenn möglich Gummihandschuhe anziehen

    WICHTIG : Keine (!) Maulschlinge anlegen !

    • Bei Verdacht auf eine Vergiftung darf keine Maulschlinge angelegt werden.
    • Eine Vergiftung kann zu einem plötzlichen Erbrechen führen bei dem durch die Maulschlinge Erstickungsgefahr droht.

    WICHTIG : Kein Erbrechen herbeiführen !

    • Wird durch Manipulationen oder Einflößen von anderen Stoffen versucht den Hund zum Erbrechen zu bringen, besteht die Gefahr die Situation weiter zu verschlimmern
    • Die Atemwege können bei dem geschwächten Tier blockiert werden
    • Es geht wertvolle Zeit verloren!
    • Es ist besser möglichst schnell den Tierarzt aufzusuchen. Der Tierarzt kann gegebenfalls das Tier zum Erbrechen bringen und entsprechende Gegenmittel verabreichen.
    • vorher Proben des Giftes sichern und zum Tierarzt mitnehmen

    C. SYMPTOME

    Vergiftungssysmptome können je nach Gift und Konzentration vielfältig und im Einzelfall sehr unterschiedlich stark aufteten

    • Unruhe
    • Erbrechen, das Erbrochnene mit evtl. schaumiger Konsistenz
    • Durchfall
    • unregelmäßgier Herzschlag, deshalb den Herzschlag überwachen mit -> Puls prüfen
    • blasses Zahnfleisch
    • die Atemwege müssen frei sein -> Atemwege prüfen
    • ungewöhnliche Pupillengröße, entweder stark verengt oder auch erweitert
    • Blut im Urin
    • Blut im Stuhlgang
    • Krämpfe
    • anhaltentender oder immer wieder gezeigter Katzenbuckel oder Gebetsstellung als schwerste Schmerzsymptome im Bauchraum
    • Muskelzittern
    • Lähmungserscheinungen
    • absinkende Körpertemperatur, Temperatur überwachen mit -> Körpertemperatur messen
    • Apathie
    • Bewußtlosigkeit

    • Hinweise auf eine Vergiftung können sein:
      • Atembeschwerden
      • blasses Zahnfleisch
      • Blut im Urin
      • Blut im Stuhlgang
      • Krämpfe
      • Erbrechen
      • Durchfall
      • Bewußtlosigkeit
      • unregelmäßgier Herzschlag
      • Muskelzittern

    • die Giftprobe nicht berühren, evtl. Gummihandschuhe verwenden und die Probe sicher z.B. in einer Plasikfollie oder Tüte einpacken
    • aber auch bereits Erbrochenes sichern
    • das Verhalten des Tieres beobachten
    • so schnell wie möglich mit Hund und Giftproben zum Tierarzt

    Wichtig! Halten Sie sich als Vorsorgemaßnahme eine Anti-Gift-Ration aus Kohletabletten bereit, die schon auf ihren Hund abgestimmt sind und die Sie nur noch ihrem Hund geben müssen. Weitere Details -> Kohletabletten

    D. NOTFALLMASSNAHMEN

    D.1 Wenn die Giftaufnahme gerade erst erfolgt ist: mit Kohletabletten gegen die Giftwirkung

    • Wenn seit der Giftaufnahme nur wenig Zeit vergangen ist, sind Kohletabletten aus medizinischer Kohle bei Vergiftungen ein Mittel, das der Hundebesitzer selbst noch gegen die Giftwirkung einsetzen kann.
    • Dabei gilt: umso schneller die Aktivkohle mit dem Gift im Magen und Darmbereich in Kontakt kommt, um so höher ist die Wirksamkeit der Gegenmaßnahme.
    • Jeder Hundehalter sollte deshalb eine Anti-Gift-Notration für seinen Hund verfügbar halten -> weitere Details unter Kohletabletten bei Vergiftungen

    D.2 Wenn die Giftaufnahme schon länger zurück liegt und vielleicht gar nicht direkt beobachtet wurde

    • ursächlich sind nach längerer Zeit gegen die Vergiftung keine notfallmedizinische Maßnahmen durch den Ersthelfer möglich
    • der Ersthelfer kann hier nur dafür sorgen, daß der Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt kommt
    • und die Vitalfunktionen überwachen und das Tier ggf. wiederbeleben
    • WICHTIG: wenn das Herz nicht mehr schlägt, sofort weiter mit NOTFALL-CHECKLISTE -> Herzstillstand

    D.3 Besonderheiten

    • durch die einsetzende Wirkung der Giftstoffe kann der Kreislauf geschwächt werden und die Körpertemperatur absinken.
    • Das Tier sollte deshalb zugedeckt und warm gehalten werden
    • auch und insbesondere beim Transport zum Tierarzt
    • falls der Hund Krämpfe hat muss er so hingelegt werden, dass er sich nicht verletzen kann, z.B. auf einer Decke in einer Mulde von Kissen

    D.4 Unterstützung der tierärztlichen Diagnose und Behandlung

    • eine Probe des Giftes aufsammeln und mit zum Tierarzt mitbringen
    • wenn möglich den Giftköder in der Auffindesituation mit Umfeld zur Beweissicherung für eine Strafanzeige fotografieren
    • bei einer Medikamentenaufnahme die Verpackung des Medikaments mitnehmen
    • ggf. Erbrochenes, Kot oder Urin mit zum Tierarzt mitbringen

    E. TRANSPORT ZUM TIERARZT

    • wenn möglich einen Helfer organisieren, herbeirufen oder herwinken, auch ggf. auch laut um Hilfe rufen
    • vorab mit Tierarzt telefonisch Kontakt aufnehmen
    • sicherstellen daß die Praxis oder Klinik geöffnet hat
    • wenn der Hund gehen kann, sollte man ihn lassen
    • die Fahrt zum Tierarzt sollte schnell wie möglich erfolgen, dabei darf man aber keine unnötigen Risiken auf sich nehmen sein
    • wenn man selbst zu aufgeregt zum Autofahren ist sollte man jemand Anderes bitten dies zu übernehmen
    • wenn sich gar keine Transportgelegenheit bietet und der Hund zu sterben droht, muss man sich überlegen bei der Feuerwehr (Tel.112) anzufragen
    • weitere Details zum Transport des verletzten Hundes, siehe -> Transport

    E.1 Was der Tierarzt wissen muss

    • welches Gift wurde aufgenommen
    • ist eine Probe von dem Gift vorhanden
    • wann wurde das Gift aufgenommen
    • welche Verhaltensauffälligkeiten und Symptome zeigt der Hund
    • wieviel von dem Gift wure aufgenommen

    F. WEITERE HINWEISE

    F.1 Vorbeugen durch einfache Regeln für den Hundehalter (!)

    • Medikamente nur im Bad einnehmen, während der Hund draussen ist. Fällt jetzt eine Tablette zu Boden verschwindet sie nicht gleich im Hundemagen.
    • wenn man auf bestimmte Gifte im Garten partout nicht verzichten will, immer auf die Haustierverträglichkeit siehe Verpackung achten. So gibt es z.B. für Hunde ungiftiges Schneckenkorn.
    • grundsätzlich Putzmittel im Putzmittelschrank aufbewahren - und der bleibt für den Hund immer verschlossen
    • der Hund darf niemals allein in der Garage sein

    F.2 Vorbeugen mit einem Anti-Giftköder-Training

    • Für viele Hunde ist es unwiderstehlich unterwegs gefundenes und fressbar Erscheinendes auch hinunter zu schlingen. Das geht oft sekundenschnell.
    • Aber auch daheim in der Wohnung, Haus und Garten oder auch der Garage lauern viele chemische Gefahrenquellen für den Hund.
    • Alle gefährlichen Chemikalien müssen ausserhalb der Reichweite des Hundes gelagert werden. Besonders gefährlich kann es auch sein, wenn zuhause einmal eine Tablette auf den Boden herunterfällt und der Hund ein Leckerli vermutet. Alles Rufen hilft oft nichts, der Hund wird seine Beute verschlingen. Möglicherweise hilft noch ein Trick: der Beutetausch. Hat man dem Hund in dieser Ausnahmesituation etwas besonders anzubieten, ein Super-Leckerli? Dann sofort anbieten und gegen das Unerwünschte tauschen.
    • Dieses Verhalten für den Erstfall muss eingeübt sein. Zur Vorbeugung ist deshalb vorab ein spezielles Training zu empfehlen.
    • Ein Anti-Giftköder-Training - rechtzeitig angesetzt kann helfen. Weite Details zu dem Thema unter -> Giftköder-Prävention

    F.3 Notrufzentralen bei Vergiftungen

    Berlin Tel.: 030/3023022

    Bonn Tel.: 0228/2606211

    Braunschweig Tel.: 0531/6880

    Bremen Tel.: 0421/4975268

    Freiburg Tel.: 0761/2704300/1

    Göttingen Tel.: 0551/396239

    Hamburg Tel.: 040/63853345(46)

    Kiel Tel.: 0431/5974268

    Koblenz Tel.: 0261/499648

    Ludwigshafen Tel.: 0621/503431

    Mainz Tel.: 06131/19240 und 06131/232466

    München Tel.: 089/41402211

    Münster Tel.: 0251/836245

    Nürnberg Tel.: 0911/3982451

    F.4 Ordnungsamt bzw. Polizei einschalten

    • Wenn sich der Verdacht auf vorsätzlich ausgelegte Giftstoffe erhärtet hat, schalten Sie unbedingt die Polizei ein.
    • Neben Haus- und Wildtieren sind möglicherweise auch Kinder gefährdet.
    • Die Polizei wird die Spuren sichern und die Staatsanwaltschaft einschalten.
    • Möglicherweise handelt es sich um keine Einzeltat sondern um einen Serientäter.

    G. Zusatzinfos

    • Informationen zur Weintraubenvergiftung: hier

    G.1 Kohletabletten bei Vergiftungen

    • Medizinische Kohle ist in der Lage bereits aufgenommene Giftstoffe noch im Magen-Darm-Trakt zu adsorbieren
    • damit verhindert die Medizinische Kohle wirkungsvoll die Aufnahme des Giftes aus dem Magen-Darm-Trakt in den Körper
    • andere Bezeichnungen für Medizinische Kohle sind: Kohletabletten, Aktivkohle
    • Kohletabletten gehören daher in jede Notfallausrüstung. Weite Details unter -> Erste-Hilfe Material
    • Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt genau beraten und zeigen, welche Menge ihr Hund braucht - ansonsten richten Sie sich nach den Herstellerangaben.
    • Bereiten Sie sich für den Notfall vor: legen Sie eine vorbereitete Notfallration beiseite! Das gibt ihnen Sicherheit in der totalen Stress-Situation der Vergiftung nicht falsch zu dosieren.
    • Hier sind weitere Details zu Kohle, Aktivkohle, Kohletabletten
    • Wenn Sie mehrere Hunde haben - bereiten Sie für jeden eine Not-Ration vor.
    • Wenn der Notfall eintritt: Geben Sie dem Hund die vorbereitete Menge. Und dann sofort zu Tierarzt.
    • Wichtig! Die Aktivkohle ersetzt in keinster Weise den Tierarzt!

    G.2 Vergiftung durch Froschlaich bzw. Krötenlaich

    • es kursiert in Internet-Foren die Warnung vor giftigem Froschlaich bzw. Krötenlaich in unseren Gewässern.
    • eine Froschlaichvergiftung hätte zum Tod eines Hundes durch Nierenversagen geführt
    • es ist uns keinerlei wissenschaftlicher Beleg bekannt, dass Froschlaich bzw. Krötenlaich der bei uns vorkommenden Amphibien für Hunde giftig wäre.
    • Wir bitten um Hinweise per EMail (Impressum) mit wissenschaftlichen Bezug, wenn es anders wäre. Bitte aber keine Zitate aus Foren.
    • Welche Art von Gift soll das sein, von welcher Amphibienart, wer hat darüber geforscht, wo veröffentlicht, mit welchem Ergebnis.
    • wir gehen bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, dass ein Spassvogel - vielleicht ein genervter Angler - diesen Hoax in den Foren verbreitet
    • Wenn wissenschaftliche Hinweise zum Thema Froschlaichvergiftung vorliegen, werden wir das sofort hier an dieser Stelle als Warnung veröffentlichen.
    • Hier sind weitere Details zur sogenannten Froschlaich-Vergiftung

    H. DOKUMENTEN-HISTORIE

    Empfehlen Sie + ERSTE + HILFE + beim Hund

    Jeder Hundehalter sollte über die elementaren Grundkenntnisse verfügen.

    Diesen HTML-Code dürfen Sie gerne in ihre Homepage bzw. Vereinsseite einbauen:

    Rattengift: Hunden Erste Hilfe leisten

    Egal ob durch absichtlich (wie durch Hundehasser) platziertes Rattengift oder wegen einer Rattenplage ausgelegte Köder, eine Vergiftung von Hunden mit Rattengift (Rodentizid) hat ihre Tücken. Denn Rattengift wirkt nicht sofort, sondern je nach Gift und aufgenommener Menge können die Vergiftungserscheinungen in 3 – 36 Stunden auftreten. Da Ratten vorsichtige und sehr schlaue Tiere sind, darf das Gift nicht sofort wirken, da sie sonst die Aufnahme mit dem Futter (Köder) und dem verendeten Artgenossen daneben, in Verbindung bringen.

    Daher werden als Rattengift so genannte Antikoagulantien (Gerinnungshemmer) eingesetzt. Die Wirkstoffe werden auch Cumarine genannt. Viele der Rattengifte sind hoch toxisch und können sogar nur rein durch Berührung aufgenommen werden. Herkömmliche Rodentizide sind allerdings seit 2013 nicht mehr für jeden frei verkäuflich, sondern nur mit einem Sachkundenachweis im Fachhandel zu erhalten.

    Wie wirkt Rattengift?

    Bei der Wirkung des Giftes kommt es auf den eingesetzten Köder drauf an. Letztendlich haben aber alle Gifte das gleiche Ziel: Massive Störung der Blutgerinnung durch Hemmung der Vitamin-K-Synthese in der Leber. Dadurch verblutet das Tier nach und nach innerlich. Dieser Vorgang kann sich ohne Behandlung bis zu 4 Wochen hinziehen.

    Welche Symptome treten bei einer Vergiftung bei Hunden auf?

    Leider sind die Symptome durch Rattengift oft sehr unterschiedlich. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

    • Unruhe
    • Erbrechen, evtl. ist dies mit einer schaumiger Konsistenz und/oder Blut
    • Im Erbrochenen finden sich Körnchen (Giftköderanteile)
    • Durchfall
    • Blut im Stuhlgang
    • Die Zunge kann sich blaufärben
    • Unregelmäßiger Herzschlag
    • Das Zahnfleisch ist blass
    • Das Zahnfleisch kann wegen Einblutungen auch dunkelrot sein
    • Atembeschwerden
    • Blutungen aus der Nase
    • Blut im Urin
    • Krämpfe und Muskelzittern
    • Die Körpertemperatur sinkt herab
    • Teilnahmslosigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit

    Vorgehen bei Vergiftungsfällen mit Rattengift

    Je früher man zum Tierarzt kommt, desto bessere Chancen bestehen für den Hund. Wenn man eine Aufnahme des Rattengiftes durch den Vierbeiner beobachten, sofort zum Tierarzt fahren. Im besten Fall sind auch noch Rest vom Köder vorhanden, die man mit zum Tierarzt nehmen kann.

    Je später man zu einem Tierarzt kommt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass irreparable Organschäden entstehen. Ohne eine Behandlung wird der Hund mit großer Wahrscheinlichkeit sterben.

    Wenn der Verdacht einer Vergiftung mit Rodentizid besteht, Ruhe bewahren. Auf keinen Fall eine Maulschlinge anlegen, da der Hund bei einer Vergiftung oft bricht und dieser dann daran ersticken kann. Nie den Hund selbst zum Erbrechen bringen! Dies könnte die Situation verschlimmern und es geht wertvolle Zeit verloren. Gegebenenfalls können die Atemwege bei einem geschwächten Tier durch das Erbrochene blockiert werden.

    Sollte das Rattengift erst vor kurzem aufgenommen worden sein, hilft hier als Erste Hilfe die Gabe von Kohletabletten. Je schneller man diese gibt, desto höher die Wirksamkeit gegen das Gift. Daher sollte Aktivkohle auch in jedem Erste Hilfe Koffer vorhanden sein.

    Ist längere Zeit nach der Aufnahme vergangen und treten schon Symptome auf, so besteht hier die Hilfe darin, dass man so schnell wie möglich zu einem Tierarzt kommt. Am besten ist es auch, wenn man vorher anruft und diesen Notfall ankündigt. Der Tierarzt wird sofort ein Gegenmittel, in Form von hochdosierten Vitamin K1 spritzen.

    Vergiftung eines Hundes mit Rattengift: Zusammenfassung

    • Ruhe bewahren!
    • Liegt die Aufnahme des Giftes noch nicht lange zurück, so muss schnellsten Aktivkohle, zur Neutralisierung des Giftes im Darm/Magen gegeben werden. Danach sofort zum Tierarzt.
    • Liegt die Aufnahme des Giftes schon länger zurück und/oder treten Symptome auf, sofort zum Tierarzt. Je schneller der Hund behandelt wird, desto besser sind seine Chancen.
    • Nie den Hund zum Erbrechen bringen, keine Maulschlaufe verwenden!
    • Bei Symptomen immer auf die Atmung und den Herzschlag achten, gegebenenfalls Reanimations-Maßnahmen einleiten.
    • Vorherige Ankündung beim Tierarzt ist hilfreich, genauso wenn noch Reste des Giftes (falls vorhanden) mitgenommen werden.
    • Für den Notfall im Urlaub gibt es frei verkäuflich Vitamin K1 Tropfen. Diese ersetzen aber auf keinen Fall die hochdosierte, gespritzte Vitamin K1 Gabe durch den Tierarzt sowie eine eventuell von Nöten intensivmedizinische Betreuung.

    Auch wenn nach bestem Wissen und Gewissen gesundheitliche Themen verfasst wurden, können sich dennoch Fehler einschleichen, oder einen nicht mehr aktuellen wissenschaftlichen Stand darstellen, noch ersetzen sie den Rat fachkundiger Tierärzte. Die Autoren übernehmen keine Verantwortung für dessen Richtigkeit, alle Angaben sind stets ohne Gewähr.

    Bei Rattengift ist jede Form und Farbe möglich! Ob eingefärbte Getreidekörner, bunte Pellets, Tabletten, oder faustgroße Köderblöcke – Rattengift ist nicht immer sicher zu erkennen.

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    • Schlagworte
    • Blutgerinnung
    • Cumarine
    • Gfitköder
    • Kohletabletten
    • Rattengift
    • Rodentizid
    • Vitamin K1

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    2 Kommentare

    Aus Sicht eines (Menschen-) Arztes (Chirurg,Notarzt) viel Unsinn. Bei beobachteter Aufnahme sofort zum Tierarzt, dieser wird Erbrechen per Spritze herbeiführen. Da Hunde alles gerne unzerkaut runterwürgen, ist dann meist das Problem erledigt. Bei Verschlechterung des Zustandes und angedachter „Reanimation “ ist leider nix mehr zu retten. Bei akuter Blutung, ggf. auch innerer Blutung, wird nur die zeitnahe Gäbe von Gerinnungsfaktoren etwas retten können.

    Mein Labrador nahm einen Giftköder mit Rattengift auf.

    Als wir merkten, dass etwas nicht stimmt, fuhren wir aber ganz schnell zur nächsten Tierklinik. Rattengift ist derart zerstörend ( Leber ), da düst die Cholinesterase aber ganz ganz schnell in den Keller. Es bleibt keine Zeit mehr, auf die eventuelle Wirkung einer Kohletablette zu warten…

    NOTFALL-CHECKLISTE : Rattengift

    A. AUSGANGSLAGE

    • der Hund hat vermutlich Rattengift aufgenommen
    • möglicherweise zeigen sich schon die ersten Symptome
    • man hat vielleicht beobachtet wie der Hund einen mutmaßlich präparierten Köder zu sich genommen hat
    • vielleicht ist in der Gegend schon einmal ein Hund vergiftet worden
    • bei Verdacht sollte man unter Mitnahme einer Probe (Giftköder, Erbrochenens, Kot) gleich zum Tierarzt
    • umso früher der Tierarzt Gegenmaßnahmen einleiten kann, um so besser sind die Überlebenchancen
    • der Hund ist in großer Gefahr ohne medizinische Gegenmaßnahmen zu sterben
    • um so später die Behandlung beginnt um so eher können irreparable Organschäden entstehen

    Wichtig! Bringen Sie im Zweifelsfall den Hund immer unverzüglich zum Tierarzt oder in eine Tierklinik. Manche Gifte wirken äusserst heimtückisch und zerstören ohne anfängliche Symptome lebenswichtige innere Organe. Ihr Hund vertraut Ihnen - handeln Sie bevor es zu spät ist!

    • SONDERFALL: der Hund frisst eine tote Ratte, die möglicherweise selbst vergiftet wurde
    • falls die tote Ratte offen herum lag oder der Hund die Ratte leicht selbst erjagen konnte - ist sie sehr wahrscheinlich bereits vergiftet gewesen
    • sicherheitshalber sollte man jetzt von einer hohen Wahrscheinlichkeit der indirekten Rattengift-Aufnahme ausgehen
    • wenn noch möglich, den verbliebenen Rest des Rattenkadavers für die Laboruntersuchung sichern
    • mit dem Hund als Verdachtsfall zum Tierarzt (siehe Punkt F4. Was tun, wenn man nur den Verdacht einer möglichen Vergiftung hat)
    • auch muss jetzt die Übertragung von gefährlichen Krankheiten wie ->Giardien ernsthaft befürchtet werden

    A1. HINTERGRUND INFOS

    • Rattengift wirkt absichtlich zeitverzögert, sehr langsam, unter Umständen erst nach 48 Stunden oder später
    • je nach Dosis aber auch schon nach 2 bis 3 Stunden
    • Die Vergiftungserscheinungen können also je nach Hund, Dosis und Zeitverlauf sehr verschieden intensiv ausgeprägt sein.
    • die verwendeten Wirksoffe sind Derivate des Cumarin wie Phenprocoumon, Ethylbiscoumacetat und Warfarine ( Brodifacoum, Bromadiolon, Chlorphacion, Difenacoum, Diethalion)
    • die Hauptwirkung von Rattengift liegt in der massiven Störung der Blutgerinnung durch Hemmung der Vitamin-K-Synthese in der Leber, so dass das betroffene Tier nach und nach innerlich verblutet
    • die Wirkung kann bis zu 4 Wochen anhalten
    • Wie schnell das Rattengift gefährlich für den Hund wird, hängt dabei wesentlich von der Art des Giftes, der aufgenommenen Dosis und der Konstitution des Hundes ab - also Körpergewicht, Alter, Vorerkrankungen und allgemeine Fitness.
    • HINWEIS: andere Vergiftungen als Rattengift sind hier behandelt: siehe -> weitere Vergiftungen

    A2. FORM UND FARBE VON RATTENGIFT

    • gesetzliche Vorschriften für Rattengift und EU-Richtlinien legen weder eine bestimmte äussere Form noch bestimmte Farbe für Rattengift fest (Quelle: Umweltbundesamt siehe weiter unten)
    • bei manchen Produkten sind noch erkennbare Getreidekörner von dem eingefärbten Gift umhüllt, viele Produkte bestehen aber auch aus reinem gepresstem Granulat, tabletten-ähnlichen Pellets, manche auch aus grösseren Presslingen - manche werden sogar als formlose Paste angeboten
    • deshalb Vorsicht: Rattengift kann im Prinzip mit jeder beliebigen Farbe eingefärbt sein (!) und jede beliebige äussere Form haben (siehe Abbildungen unten)
    • welche Farbe Rattengift hat hängt also vom jeweiligen Hersteller ab: jeder Gift-Hersteller kann das Gift in seinen jeweiligen Produkten verschieden rot, rosa, purpur, pink, blau, grün, gelb, violett, schwarz und mit sonstigen Farbtönen (i.d.R. durch Lebensmittelfarbe) einfärben
    • um so harmloser die Farbmischung erscheint, um erfolgreicher kann die Giftaufnahme bei den Ratten sein
    • grundsätzlich ist aufgrund der Farbe von Rattengift jedes Granulat und wenn aufgelöst jede eingefärbte Flüssigkeit verdächtig
    • die gesetzliche Normen regeln die Inhaltsstoffe - also die Zusammensetzung der chemischen Verbindungen als solche, die Formen der Ausbringung und auch die erforderliche Sachkunde (Quelle u.a.: Umweltbundesamt http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/faq_rodentizide_2_auflage.pdf)

    A3. ÜBERLEBENSCHANCEN BEI RATTENGIFT

    • je früher die Gegenmaßnahmen gegen das Rattengift beginnen, umso grösser ist die Überlebenswahrscheinlichkeit
    • idealerweise wird bereits unmittelbar nach der Giftaufnahme die Resorption der verheerenden Wirkstoffe vom Darm in den Körper verhindert
    • dies ist realisierbar, wenn der Hundehalter in seiner Notapotheke die bereits vorab für seinen Hund dosierte Menge Aktivkohle vorhält ( -> Kohletabletten )
    • die Aktivkohle wird im begründeten Verdachtsfall sofort verabreicht
    • wenn dann das Antidot (Gegenmittel) gegen das Rattengift - hochdosiertes Vitamin K1 - auch noch angemessen frühzeitig durch den Tierarzt gespritzt werden kann - sind die Überlebenschancen gut
    • wenn diese Behandlungen erfolgt sind und der Hund noch keine typischen Symptome der Rattenvergiftung u.a. Blutungen gezeigt hat - ist die Prognose gut bis sehr gut
    • als Vorsorge zum Beispiel für den Urlaub: Vitamin K1 in Tropfenform sind frei in der Apotheke erhältlich - dies ist aber nur behelfsweise und für den Notfall zur Überbrückung sinnvoll. Hochdosiert gespritztes Vitamin K1 und je nach Ausprägung der Symptome auch eine intensivmedizinische Betreuung durch den Tierarzt sind hierdurch nicht zu ersetzen

    A4. ANDERE VERGIFTUNGEN

    • wenn die Umstände und Symptome nicht eindeutig auf eine ganz bestimmte Vergiftungsursache zurück zu führen sind, sollte immer auch eine Prüfung auf mögliche andere Vergiftungen erfolgen
    • neben dem Rattengift wird bei Anschlägen auch oft Sckneckengift verwendet, weitere Details siehe -> Schneckengift
    • durch das Gift von Giftinsekten (Biene, Wespe, Hornisse, Hummel) werden körperfremde Eiweisse eingetragen, durch die sich ein anaphylaktischer Schock entwickelt kann: weitere Details siehe -> Insektenstich
    • Kreuzotter, Aspisviper und Wiesenotter leben auch bei uns und können unserem stöbernden Vierbeiner gefährlich werden: siehe -> Schlangenbiss
    • leider kommt es auch noch immer vor, daß Hunde durch die Unkenntnis ihrer eigenen Besitzer mit Schokolade vergiftet werden: siehe -> Schokoladen-Vergiftung
    • generelle Zusammenfassung verschiedener Vergiftungen beim Hund: siehe -> weitere Vergiftungen

    B. VORBEREITUNG UND SELBSTSCHUTZ

    • beruhigend auf den Hund einwirken
    • auch beruhigend auf die anderen Personen einreden, Panik hilft niemandem !
    • unüberlegte Maßnahmen von anderen Personen vermeiden
    • Hund anleinen bzw. festbinden, Details siehe -> Sichern und Beruhigen
    • wenn der Hund bewusstlos ist in stabile Seitenlage bringen ( siehe Grundwissen -> stabile Seitenlage )
    • falls der Hund sich bereits übergeben hat und ohnmächtig ist, die Atemwege frei halten -> Atemwege prüfen

    WICHTIG : Keine (!) Maulschlinge anlegen !

    • Bei Verdacht auf eine Vergiftung darf keine Maulschlinge angelegt werden.
    • Eine Vergiftung kann zu einem plötzlichen Erbrechen führen bei dem durch die Maulschlinge Erstickungsgefahr droht.

    WICHTIG : Kein Erbrechen herbeiführen !

    • Wird durch Manipulationen oder Einflößen von anderen Stoffen versucht den Hund zum Erbrechen zu bringen, besteht die Gefahr die Situation weiter zu verschlimmern
    • Die Atemwege können bei dem geschwächten Tier blockiert werden
    • Es geht wertvolle Zeit verloren!
    • Es ist besser möglichst schnell den Tierarzt aufzusuchen.
    • vorher Proben des Giftes sichern und zum Tierarzt mitnehmen

    C. SYMPTOME

    • die Vergiftungssysmptome können vielfältig sein und im Einzelfall sehr unterschiedlich stark auftreten
    • Unruhe
    • Erbrechen, das Erbrochnene mit evtl. schaumiger Konsistenz und/oder mit Blut
    • im Erbrochenen sind möglicherweise Giftkörnchen zu erkennen
    • Blaufärbung der Zunge
    • Durchfall ( siehe auch Durchfallsymptome -> Durchfall )
    • unregelmäßgier Herzschlag, deshalb den Herzschlag überwachen mit -> Puls prüfen
    • blasses Zahnfleisch
    • Atembeschwerden, die Atmung überwachen, mit -> Atmung prüfen
    • Nasenbluten
    • Blut im Urin
    • Blut im Stuhlgang
    • Krämpfe
    • Muskelzittern
    • absinkende Körpertemperatur, Temperatur überwachen mit -> Körpertemperatur messen
    • Apathie
    • Bewußtlosigkeit

    Wichtig! Halten Sie sich als Vorsorgemaßnahme eine Notfall-Ration aus Kohletabletten bereit, die schon auf ihren Hund abgestimmt ist und die Sie ihm nur noch geben müssen. Weitere Details -> Kohletabletten

    D. NOTFALLMASSNAHMEN

    D.1 Wenn die Giftaufnahme gerade erst erfolgt ist: mit Kohletabletten gegen die Giftwirkung vorgehen

    • Wenn seit der Giftaufnahme nur wenig Zeit vergangen ist, sind Kohletabletten aus medizinischer Kohle bei Vergiftungen ein Mittel, das der Hundebesitzer selbst noch gegen die Giftwirkung einsetzen kann.
    • Dabei gilt: umso schneller die Aktivkohle mit dem Gift im Magen und Darmbereich in Kontakt kommt, um so höher ist die Wirksamkeit der Gegenmaßnahme.
    • Jeder Hundehalter sollte deshalb eine Anti-Gift-Notration für seinen Hund verfügbar halten. -> weitere Details unter Kohletabletten bei Vergiftungen
    • Kohletabletten gehören deshalb auch in das Erste-Hilfe Paket Ihres Hundes -> Hunde-Notfall-Koffer

    D.2 Wenn das Rattengift schon vor länger Zeit aufgenommen wurde

    • wenn schon längere Zeit vergangen ist kann ursächlich gegen die Vergiftung keine notfallmedizinische Maßnahmen durch den Ersthelfer mehr erfolgen
    • der Ersthelfer kann hier nur dafür sorgen, daß der Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt kommt
    • und die Vitalfunktionen überwachen und das Tier ggf. wiederbeleben
    • WICHTIG: wenn das Herz nicht mehr schlägt, sofort weiter mit NOTFALL-CHECKLISTE -> Herzstillstand

    D.3 Unterstützung der tierärztlichen Diagnose und Behandlung

    • wenn möglich eine Probe des Giftes/Giftköders mit zum Tierarzt mitbringen
    • wenn möglich eine Probe des Erbrochenen mit zum Tierarzt mitbringen
    • wenn möglich eine Kotprobe mit zum Tierarzt mitbringen
    • wenn möglich eine Urinprobe mit zum Tierarzt mitbringen
    • wenn der Transport zum Tierarzt nicht behindert wird, ist die Dokumentation der Vitalwerte auf der Zeitachse nützlich. Diese kann Hinweise darauf geben, ob der Hund auf dem Weg der Besserung oder Verschlechterung ist. Weitere Detail-Infos unter -> Vitalwerte

    E. TRANSPORT ZUM TIERARZT

    • wenn möglich einen Helfer organisieren, herbeirufen oder herwinken, auch ggf. auch laut um Hilfe rufen
    • vorab mit Tierarzt telefonisch Kontakt aufnehmen
    • sicherstellen daß die Praxis oder Klinik geöffnet hat
    • wenn der Hund gehen kann, sollte man ihn lassen
    • die Fahrt zum Tierarzt sollte schnell wie möglich erfolgen, dabei darf man aber keine unnötigen Risiken auf sich nehmen sein
    • wenn man selbst zu aufgeregt zum Autofahren ist sollte man jemand Anderes bitten dies zu übernehmen
    • wenn sich gar keine Transportgelegenheit bietet und der Hund zu sterben droht, muss man sich überlegen bei der Feuerwehr (Tel.112) anzufragen
    • weitere Details zum Transport des verletzten Hundes, siehe -> Transport

    F. WEITERE HINWEISE

    INFO: Falls Sie nicht sofort zum Tierarzt wollen weil keine Giftköderaufnahme beobachtet wurde und zum Beispiel die Symptome sehr schwach und zweifelhaft sind, bereiten Sie sicherheitshalber vor, welcher Tierarzt/Tierklinik für Sie sicher auch abends und nachts und auch am Wochenende erreichbar ist. Nehmen Sie im Zweifelsfall schon vorab telefonisch Kontakt auf und fragen nach der Erreichbarkeit. Es gibt für ihren Hund kaum eine fatalere Situation, als wenn sich nachts seine Situation rapide verschlechtert und kein Tierarzt erreichbar ist.

    F1. Prävention

    Achten Sie in öffentlichen Parks und Anlagen auf Warnhinweise. Wenn Kammerjäger Rattengift auslegen, werden in aller Regel Warnhinweistafeln, Warnzettel oder Aufkleber angebracht. Es sind ja auch Menschen und insbesondere Kinder gefährdet. Am besten ist es mit dem Hund solche Gegenden mit einer Ratten-Vergiftungs-Aktion sicherheitshalber ganz zu meiden - oder zumindest den Hund an der Leine zu halten.

    Gegen die Aufnahme von Giftköder sollte der Hund gezielt trainiert werden. Siehe -> Giftköder-Präventionstraining

    F2. Nachweis von Rattengift

    Der Labornachweis von Rattengift ist einem normalen Tierarzt in seiner Praxis in aller Regel nicht möglich. Die Nachweisbarkeit von Rattengift ist viel aufwendiger als viele Hundehalter denken. Meistens wird der Tierarzt eine Probe an ein spezielles Labor schicken. Bis der Giftnachweis bestätigt ist, kann eine Woche vergehen. Dies dauert viel zu lange für den Hund. Deshalb wird der Tierarzt bei begründetem Verdacht sofort entsprechende Therapiemassnahmen einleiten.

    F3. Andere Vergiftungen

    Für viele Hunde ist es unwiderstehlich unterwegs gefundenes und fressbar erscheinendes auch hinunter zu schlingen. Das geht oft sekundenschnell. Aber auch daheim in der Wohnung, Haus und Garten oder auch der Garage lauern viele chemische Gefahrenquellen für den Hund. Wenn dabei der Verdacht auf eine Vergiftung besteht muss der Hund immer zum Tierarzt. Der Tierarzt kann gegebenfalls das Tier zum Erbrechen bringen und entsprechende Gegenmittel verabreichen.

    • noch gefährlicher für den Hund als Rattengift ist eine Vergiftung mit Schneckenkorn - es wirkt schneller - oft schon nach 30 Minuten und ist es einmal aus dem Magen-Darm-Trakt in den Kreislauf des Hundes gelangt, gibt es kein Gegengift, weitere Infos siehe -> Schneckenkorn
    • Gift durch Stiche von Bienen, Hummeln, Wespen, Hornissen, siehe -> Insektenstiche
    • der Speisplan des Hundes selbst kann u.a. mit Schokolade, Weintrauben, Schnittlauch und Zwiebeln in Speiseresten den Hund vergiften. Details siehe -> Giftige Lebensmittel für den Hund
    • andere Vergiftungen, siehe -> Vergiftungen

    F4. Was tun, wenn man nur den Verdacht einer möglichen Vergiftung hat

    Wenn Sie keinerlei belastbare Hinweise auf eine Vergiftung haben, weil der Hund vielleicht nie allein war und nur an der Leine Gassi geführt wurde, und sich ihre Besorgnis auf ein merkwürdiges Verhalten stützt - zum Beispiel wenn er sich übergeben muss - sollten Sie die Situation sehr Ernst nehmen und ggf. zum Tierarzt. Wir sehen nicht immer was unsere Hunde auch in der Wohnung so treiben, beispielsweise könnte ihr Hund eine schon vor längerer Zeit herunter gefallene und versteckt liegen gebliebene Tablette gefunden haben.

    • beobachten Sie den Hund ständig weiter
    • Prüfen Sie die Vitalwerte ihres Hundes, siehe -> Vitalwerte
    • dabei die Vitalwerte als Zeitreihe aufnehmen
    • das erlaubt es dem Tierarzt eine mögliche Entwicklung/Verschlechterung/Verbesserung zu erkennen
    • es erweist sich dabei wie bereits mehrfach von uns empfohlen als äusserst hilfreich, wenn die Normalwerte des Hundes im gesunden Zustand zum Vergleich schon vor einiger Zeit aufgenommen und dokumentiert wurden.
    • Hundebesitzer die dies hier lesen und noch nicht gemacht haben, sollten mit der folgenden Checkliste die Normalwerte ihres Hundes im gesunden Zustand dokumentieren, siehe -> Checkliste zur Aufnahme der Vitalwerte im gesunden Zustand
    • gerade im Zweifelsfall kann das dem Tierarzt wesentliche Hinweise geben
    • falls Sie nicht sofort zum Tierarzt wollen, bereiten Sie vor, welcher Tierarzt/Tierklinik für Sie sicher auch abends und nachts und auch am Wochenende erreichbar ist. Nehmen Sie im Zweifelsfall schon vorab telefonisch Kontakt auf und fragen nach der Erreichbarkeit.

    F5. Die anderen Hundehalter warnen

    • wenn Rattengift in präparierten Giftködern gefunden wurde, ist es wichtig die anderen Hundehalter möglichst schnell zu warnen und die Behörden zu informieren
    • dazu ist es sinnvoll möglichst sofort die Polizeibehörde und/oder das Ordnungsamt einzuschalten und Warnschilder aufzustellen
    • Hier finden Sie kostenlose Warnschilder zum Download und Ausdrucken

    G. ALLES GUTE FÜR IHREN HUND

    Wenn Sie diese Seite in einer akuten Notsituation gelesen haben,

    wünschen wir Ihnen, dass ihr Hund, Sie und ihre Familie diese Krise gut überstehen

    und vor allem auch bei ihrem Hund kein gesundheitlicher Schaden zurück bleibt.

    Und drücken ganz fest die Daumen!

    Empfehlen Sie + ERSTE + HILFE + beim Hund

    Jeder Hundehalter sollte über die elementaren Grundkenntnisse verfügen.

    Diesen HTML-Code dürfen Sie gerne in ihre Homepage bzw. Vereinsseite einbauen:

    Hund vergiftet symptome

    Eine der größten Ängste von uns Hundehaltern ist, das unser Hund sich vergiften könnte.

    Dies kann durch nette Mitmenschen geschehen, die Giftköder entweder gezielt für Hunde, oder aber für andere Tiere gedachte Köder ungeschickt plaziert, auslegen.

    Häufig sind Vergiftungen aber auch selbstverschuldet.

    Die Aufnahme von verdorbenen Lebensmitteln beim beliebten Mülleimerdinner kann genauso zu zu Vergiftungserscheinungen führen wie die Aufnahme von giftigen Zimmerpflanzen, Medikamenten oder Schokolade.

    Schmerzmittel wie Paracetamol können beim Hund toxisch wirken und zu Leber- und Nierenschäden führen.

    Ausserdem hat es eine zu kurze analgetische Wirkung und eine Halbwertszeit von nur 2 Stunden.

    Aspirin hat zwar eine gute Wirksamkeit führt aber besonders beim Junghund schnell zu starken Nebenwirkungen im Magen-Darm Trakt und zu Thrombozytenaggregationshemmung und somit zu Gerinnungsstörungen.

    Diclofenac kann Magenblutungen bis hin zum Schock auslösen.

    Alkohol kann der Hund nur unvollständig und langsam verstoffwechseln.

    In Humanen Tropfen ist Ethanol aber häufig enthalten, deshalb ist Vorsicht geboten.

    Schokolade enthält Theobromin dies kann der Hund ebenfalls nicht verstoffwechseln.

    Die tödliche Dosis beträgt 100 mg pro Kg = 1 Tafel Vollmilchschokolade / Pekinese oder 1 Tafel Edelbitter / mittelgroßer Hund. Leider gibt es kein Gegenmittel.

    Hornspäne werden von uns gerne im Garten verwendet und Hunde lieben es darauf herumzukauen, oft sind sie aber mit Rizin versetzt welches hochgiftig ist, genauso wie Schneckenkorn.

    Symptome einer Vergiftung:

    Anzeichen für eine Vergiftung sind vielfältig.

    Auch die Stärke der Symptome variiert je nach Art des aufgenommenem Giftes und der Giftmenge.

    Bei manchen Giftstoffen treten die Symptome auch zeitversetzt auf,

    so das man als Besitzer später nicht sagen kann, welches Gift der Hund wann und in welcher Menge aufgenommen haben könnte. Erlegte Zimmerpflanzen, Schnittblumen oder Reste von leckeren Knochen oder Ködern werden zudem vom Hund auch gerne versteckt und deren Reste sind dann für den suchenden Besitzer nicht mehr zugänglich was das Erkennen einer Vergiftung noch schwerer macht.

    Anzeichen für eine Vergiftung können plötzlich auftretender Durchfall und/oder Erbrechen, eventuell auch mit Blutbeimischungen, sein.

    Häufig werden dabei, aufgenommene Pflanzenteile wieder erbrochen.

    Schaum vor dem Mund, starkes Speicheln, Kreislaufstörungen, Lähmungserscheinungen, Muskelkrämpfe, Bewusstlosigkeit oder Bewusstseinsstörungen, ein harter geblähter Bauch, Schmerzen oder auch einfach Zittern können weitere Anzeichen sein.

    Bei Vergiftungen mit Rattengift und bestimmten Medikamenten kommt es zu punktartigen Einblutungen in die Schleimhäute.

    Diese sehen dann wie gesprenkelt aus. Auch sehr blasse oder blaue Schleimhäute können ein Hinweis auf eine Vergiftung sein.

    Die Symptome können einzeln oder auch gepaart auftreten.

    Vorsicht viele Hunde verkriechen sich bei ersten Anzeichen von Unwohlsein.

    So entziehen sie sich den wohlwollenden Augen ihrer Besitzer und erste Anzeichen für eine Vergiftung können übersehen oder einfach unterschätzt werden.

    Erste Hilfe Massnahmen:

    Wenn Sie bei Ihrem Hund Anzeichen für eine Vergiftung bemerken, heisst es erst einmal Ruhe bewahren.

    Sichern Sie Reste der Giftpflanze, des Köders, oder eventuell Erbrochenes.

    Der Tierarzt kann dann eventuell ein Gegengift verabreichen.

    Ist der Hund bewusstlos, sorgen Sie dafür das die Atemwege frei sind. Erbrochenes und Schleim muss sorgfältig aus dem Maul entfernt werden.

    Krampfende Tiere müssen so gelagert werden, dass sie sich nicht verletzen können.

    Am besten legt man sie in einen weich gepolsterten Wäschekorb oder in eine Decke.

    Tiere mit Lähmungserscheinungen geraten schnell in Panik,

    sie müssen daran gehindert werden ihr Heil in der Flucht zu suchen.

    Dabei könnten sie sich schwere Verletzungen zuziehen.

    Ausserdem steigt unter Stress der Blutdruck an und das Gift wird noch schneller im Körper verteilt.

    Da eine Vergiftung Stoffwechselvorgänge und den Kreislauf beeinträchtigt sinkt die Körpertemperatur häufig ab, halten Sie das Tier also warm.

    Versuchen Sie nicht den Hund zum erbrechen zu bringen.

    Die dafür nötige gesättigte Kochsalzlösung kann bei einem kreislaufgeschwächten oder jungen Tier mehr Schaden als Nutzen. Außerdem verlieren Sie wertvolle Zeit mit Selbstversuchen.

    Sind durch das Gift oder scharfe Pflanzenteile Verletzungen der Schleimhäute entstanden, gelangt das Salz in zu hoher Konzentration und zu schnell in die Blutbahn.

    Dadurch kann eine zusätzliche Vergiftung ausgelöst werden.

    Bei leichten Symptomen kann versucht werden, eine Lösung aus 15 Kohletabletten und Wasser einzugeben.

    Kohle bindet Giftstoffe, so dass sie mit dem Kot ausgeschieden werden können ohne vom Körper resorbiert zu werden.

    Aber Achtung, dies sollte man nur mit kooperativen Hunden machen.

    Wehrt er sich zu stark oder ist der Schluckreflex beeinträchtigt, kann das Gemisch leicht in die Lunge geraten, wo es dann eine Lungenentzündung auslösen kann.

    Auf keinen Fall sollten Sie Oel oder Milch eingeben.

    Das Gift könnte fettlöslich sein und würde dann mit diesem noch schneller aus dem Magen in den Körper resorbiert.

    Dadurch würden sich die Vergiftungssymptome noch verschlimmern.

    Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund Gift aufgenommen hat, sollten Sie immer schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann das Tier durch die Injektion von Brechmitteln schnell zum erbrechen bringen,

    so kann das Gift schnell entfernt werden ohne das weiterer Schaden entsteht.

    Auch können in der Praxis kreislaufstabilisierende Massnahmen, wie Infusionen, verabreicht werden.

    Ist das Gift bekannt und gibt es ein Gegengift, kann es schnell verabreicht werden und die weitere Verbreitung des Giftes im Körper verhindert werden.

    So können Organschäden eventuell vermieden werden.

    Krampfende Hunde können in der Praxis leicht sediert werden, die Krämpfe so abgemildert oder abgestellt werden.

    Bei Schmerzzuständen können zudem Schmerzmittel gegeben werden und bei Atemproblemen kann dem Hund Sauerstoff zugeführt werden.

    Leider sind viele der von uns sehr geliebten Pflanzen für unsere Hunde ungeniessbar oder giftig.

    Im folgenden eine kleine Auflistung giftiger Pflanzen und deren Wirkung. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

    Wolfsmilchgewächse, Weihnachtsstern, Christusdorn: starkes Erbrechen, Durchfall,

    Bewusstseinsstörungen, bei grossen Mengen

    Mistel: Bewegungsstörungen, erhöhte Harnmengen,

    Weihnachtsbaum Reizung der Schleimhäute im Maul und

    Verdauungskanal durch aromatische Oele in

    Eibe, Buchsbaum Erbrechen, Durchfall, Krämpfe,

    Bewusstseinsstörungen, die bis zum Tod

    Dieffenbarchie, Kalla Reizung der Schleimhäute, bei

    Augenberührung starkes tränen und

    Bindehautentzündung, sonst Entzündungen

    Topfazalee Ausfluss aus Augen und Nase, Erbrechen,

    Durchfall, sinkender Blutdruck, Krämpfe

    und Lähmungen die bis zum Herzversagen

    Primel Inhaltsstoff Primin, starke Reizung und

    Entzündung der Schleimhäute, Erbrechen,

    Nachtschattengewächse Inhaltsstoff Steroidealkaloide, Erbrechen,

    Koliken, erweiterte Pupillen,

    Kreislaufstörungen, in schweren Fällen Tod

    Osterglocken Krämpfe, Reizung des Verdauungskanals

    Oleander Inhaltsstoff herzwirksame Glykoside,

    Unruhe, Spasmen, Herzrhythmusstörungen,

    Alpenrose Speicheln, Schwäche, Bauchschmerzen

    Wie immer beim Umgang mit Tieren lautet der Grundsatz Vorbeugen ist der beste Schutz.

    Für Hundehalter gilt also immer, wenn nicht bekannt ist ob eine Pflanze ungiftig ist gehört sie nicht in den Haushalt.

    Schnittblumen sind immer so aufzustellen, das der Hund nicht an sie oder das Wasser in der Vase herankommt, das Gleiche gilt für den Weihnachtsbaum. Bei Verwendung von Substanzen im Garten sollten Sie immer vorher abklären ob sie für Ihren Hund auch wirklich ungefährlich sind.

    Die Gabe von Medikamenten sollte immer mit Ihrem Tierarzt abgesprochen werden und es sollten niemals Medikamente in Reichweite des Hundes liegen gelassen werden.

    Unzugänglich aufbewahrt werden sollten auch Schokolade, Zigaretten, Reinigungsmittel ( einschließlich der leckeren, damit getränkten, Lappen und Schwämme ) und Alkohol.

    www.giftnotruf.de Tel.: 030/19240

    Giftinformationszentrum Nord, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen, Tel.: 0551/19240

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