Sozialisierung bei Welpen -

Die Sozialisierung von Welpen wird von vielen frisch gebackenen Hundebesitzern falsch verstanden. Viel zu oft liest man in Hundebüchern, dass der Welpe in dieser kurzen Zeit, nämlich zwischen der 8. und 16. Lebenswoche, die Welt von A-Z entdecken muss, da er sonst kein gutes Sozialverhalten entwickelt. Diese Annahme ist jedoch falsch! Warum es sinnlos ist, einen „Sozialisierungsmarathon“ zu veranstalten, erfahren Sie in der heutigen Kolumne.
Die Sozialisierung und Gewöhnung reichen jedoch weit über die sensible Phase, zwischen der 8. und 16. Lebenswoche des Hundes, und auch über die Welpenzeit hinaus, denn Hunde lernen ein ganzes Hundeleben lang. Es reicht nicht aus, einem jungen Hund einmal einen Staubsauger, einen Bus und ein Pferd zu zeigen und dann anzunehmen, dass er jetzt diese Dinge kennt, sie als positiv erlebt hat und automatisch weiß, wie er sich zukünftig richtig verhalten soll. Deshalb ist es sinnlos, einen ganzen „Sozialisierungsmarathon“ in den ersten sechzehn Wochen zu veranstalten, möglichst viele Erlebnisse in diese Zeit zu planen und sich dann anschließend darauf auszuruhen. Zudem bedeutet das viel Stress für Hund und Mensch. Verzichten Sie lieber auf ein paar Ausflüge und achten Sie darauf, dass Ihr junger Hund tatsächlich positive Erfahrungen sammelt.
Sozialisierung – was ist das überhaupt?

Positive Erfahrungen sammeln ist leichter gesagt als getan. Eine positive Lernerfahrung in unserem Sinne wird der Hund nämlich nur dann machen, wenn die Bezugsperson des Hundes dafür sorgt, dass der Hund alle Konflikte, die im Alltag auftreten, selbst und mit erwünschtem Verhalten lösen kann. Der Hundehalter muss die Körpersprache seines Welpen lesen können und erkennen, wann er rechtzeitig eingreift.
Vermeiden Sie eine Überforderung Ihres Welpen! Ein junger Hund muss neue Reize dosiert erleben. Sorgen Sie für ausreichend lange Schlaf- und Ruhezeiten, denn die Eindrücke müssen im Gehirn verarbeitet werden. Bei Reizüberflutung wird der Hund auf Dauer nervös, ängstlich und weniger stressresistent gegenüber Umweltreizen. Bei der Sozialisierung und der Gewöhnung ist weniger viel mehr! Gehen Sie es langsam an. Zeigen Sie Ihrem Welpen die große weite Welt behutsam, damit er wirklich positive Lernerfahrungen sammeln kann. Dieser Grundsatz gilt übrigens nicht nur für die Welpenzeit, sondern ein ganzes Hundeleben lang. Lernen ist die Summe aller Erfahrungen. Ihre Aufgabe als Bezugsperson ist es, Ihren Hund darin zu unterstützen, dass er, egal wie alt er ist, das Richtige lernt.
Vermeiden Sie es, auf große Hundewiesen zu gehen und Ihrem Hund möglichst viele Hunde vorzustellen. Wählen Sie stattdessen Hundebegegnungen sorgsam aus und sorgen Sie für die richtigen Erfahrungen! Ihr Welpe soll gute Erfahrungen mit nach Hause nehmen, denn nicht jeder fremde Hund ist freundlich zu Welpen und nicht von jedem anderen Hund kann Ihr Welpe etwas Positives lernen. Auch sollten Sie eines im Hinterkopf haben: Trotz sorgfältiger „Sozialisierung“ kann es dennoch vorkommen, dass Ihr Hund mit einem Reiz plötzlich ein Problem haben kann, obwohl das bisher nicht der Fall war. Das kann an seiner Entwicklung liegen, z.B. sind Angstphasen besonders typisch in der Junghundezeit, oder auch an bisherigen Lernerfahrungen. Seien Sie darauf vorbereitet, damit Sie Ihren Hund in schwierigen Situationen unterstützen können.
Zur Person

Claudia Matten gründete Easy Dogs im Jahr 2009 und führte ihre Hundeschule in Herzogenaurach. Seit Oktober 2015 ist sie im Süden Nürnbergs tätig. Ihre große Leidenschaft ist die Arbeit mit Menschen und ihren Hunden. Sie ist der kreative Kopf im Team und die treibende Kraft für Innovation.
Claudia Matten ist seit 2015 TOPTrainerin der Tierakademie Scheuerhof und Mitglied im Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen (BHV).
Lesen Sie Teil 1!
Weitere Beiträge von Claudia Matten
- Autofahren will gelernt sein
- Das Heim hundesicher machen
- Das lernt mein Hund nicht mehr,
oder doch?
Sozialisierung bei Welpen -

„Gut gemeint“ ist das Gegenteil von „gut gemacht“! Die Sozialisierung von Welpen wird von vielen frisch gebackenen Hundebesitzern falsch verstanden. Viel zu oft liest man in Hundebüchern, dass der Welpe in dieser kurzen Zeit, nämlich zwischen der 8. und 16. Lebenswoche, die Welt von A-Z entdecken muss, da er sonst kein gutes Sozialverhalten entwickelt. Ganze Checklisten sind zu finden, damit auch nichts vergessen wird. Diese Annahme ist jedoch falsch! Warum und weshalb erfahren Sie in der heutigen Kolumne.
In fast jedem Welpenbuch ist das große Schlagwort „Sozialisierung“ zu finden. Der junge Hund soll bis zur 16. Lebenswoche möglichst viel erlebt und gesehen haben, damit er auf sein späteres Leben vorbereitet ist.
Der Wochenplan vieler Welpen ist genauso straff durchorganisiert wie der schulpflichtiger Kinder. Montags Besuch der Klassenkameraden des Juniors; dienstags Innenstadt, Bahnhof und Hundewiese; mittwochs Kleintierzoo und große Streichelrunde; donnerstags Besuch der Kindergartenfreunde der Tochter; freitags Tierarztbesuch, Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Hundewiese; samstags Hundeschule und sonntags – kuscheliger Familientag.
Dazwischen ist noch Zeit für die Grunderziehung: Sitz, Platz, Fuß und Hier sowie das Laufen an lockerer Leine, soll der Welpe möglichst schnell lernen – und an das Alleine bleiben muss er schließlich auch noch gewöhnt werden.
Sozialisierung – was ist das überhaupt?

Mit dem Begriff „Sozialisierung“ verbinden viele Menschen eine gute Vorbereitung auf das spätere Leben des jungen Hundes. Der Welpe soll in der sensiblen Phase seines Lebens (8. - 16. Lebenswoche) andere Lebewesen, zum Beispiel andere Tiere, Menschen und unterschiedliche Hundetypen, positiv kennenlernen. Dieser kurzen Zeit wird eine besondere Beachtung geschenkt, weil der junge Hund in diesen Wochen besonders schnell und nachhaltig lernt. Der Welpe soll erfahren, dass andere Lebewesen ungefährlich sind und im Idealfall lernt er auch, wie er sich ihnen gegenüber angemessen verhalten soll.
Im Wort „Sozialisierung“ steckt „sozial“. Bei der „Sozialisierung“ geht es ausschließlich um die soziale Interaktion mit Lebewesen. Wenn Sie Ihrem Welpen die Welt zeigen, wie zum Beispiel verschiedene Gegenstände, Untergründe und Verkehrsmittel spricht man nicht von “Sozialisierung”, sondern von “Gewöhnung”, da es sich dabei um keine soziale Interaktion handelt.
Die Sozialisierung und Gewöhnung reichen jedoch weit über die sensible Phase, zwischen der 8. und 16. Lebenswoche des Hundes, und auch über die Welpenzeit hinaus, denn Hunde lernen ein ganzes Hundeleben lang. Es reicht nicht aus, einem jungen Hund einmal einen Staubsauger, einen Bus und ein Pferd zu zeigen und dann anzunehmen, dass er jetzt diese Dinge kennt, sie als positiv erlebt hat und automatisch weiß, wie er sich zukünftig richtig verhalten soll! Übrigens hat das auch Vorteile, denn ein Hund, der bereits schlechte Erfahrung gemacht hat, weil er aus schlechter Haltung übernommen wurde oder man wenig über seine Vergangenheit weiß, weil er aus dem Tierschutz kommt, kann selbst größere Defizite bis zu einem gewissen Grad wieder aufholen.
Zur Person

Claudia Matten gründete Easy Dogs im Jahr 2009 und führte ihre Hundeschule in Herzogenaurach. Seit Oktober 2015 ist sie im Süden Nürnbergs tätig. Ihre große Leidenschaft ist die Arbeit mit Menschen und ihren Hunden. Sie ist der kreative Kopf im Team und die treibende Kraft für Innovation.
Claudia Matten ist seit 2015 TOPTrainerin der Tierakademie Scheuerhof und Mitglied im Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen (BHV).
Lesen Sie Teil 2!
Weitere Beiträge von Claudia Matten
- Autofahren will gelernt sein
- Das Heim hundesicher machen
- Das lernt mein Hund nicht mehr,
oder doch?
Wie man einen Welpen sozialisiert
Ein sozialisierter Welpe ist derjenige, der in so viele verschiedene Sehenswürdigkeiten, Töne, Leute, und Situationen wie möglich während seiner ersten wenigen Monate des Lebens (von etwa 3-4 Wochen bis zu den 14 Wochen volljährig) eingeführt worden ist. Wenn ein Welpe nicht richtig sozialisiert wird, als ein erwachsener Hund kann er mit der Angst oder Aggression zu jenen Dingen reagieren er wird nie gesehen oder vorher gehört. Deshalb ist Welpe-Sozialisierung ein wichtiger Teil, einen überzeugten, glücklichen Begleiter zu erziehen. Der Prozess ist einfach und einführend Ihr neuer Welpe zur Welt um ihn kann für Sie beide Spaß machen.
Wie man einen Welpen sozialisiert
Da Sie Sozialisierungsübungen mit Ihrem Welpen beginnen, werden Sie wahrscheinlich einschränken müssen, wo Sie ihn nehmen, bis seine erste Runde von Impfungen abgeschlossen ist. Sie können anfangen, indem Sie Ihren Welpen in Ihr Haus einführen. Lassen Sie ihn Sie durch Ihr Haus folgen, um alle neuen Sehenswürdigkeiten und Töne zu erfahren. Lassen Sie ihn ringsherum schnüffeln und dann ihn mit soviel verschiedenen Erfahrungen vertraut machen wie möglich. Schalten Sie den Staubsauger und davon ein, klingeln Sie, spülen Sie, verwenden Sie die Wasserhähne, und tun Sie, dass sonst Sie denken, konnte Ihren Welpen erschrecken, wenn er allein war. Mehr Ihr junger Hund sieht und hört besser.
Unten sind einige Ideen, mit der Welpe-Sozialisierung zu helfen, nachdem sich Ihr junger Hund in sein neues Haus niedergelassen hat.
Lassen Sie Familie und Freunde besuchen
Wenn Sie anfangen, Ihren Welpen zu sozialisieren, ist es am besten, die Außenwelt zu ihm zu bringen. Sobald er mit seinen Umgebungen bequem ist, laden Sie Freunde und Familie ein zu besuchen. Seien Sie sicher, dass Sie nicht überwältigen oder ihn erschrecken, indem Sie jeden sofort haben. Von Kindern und Erwachsenen dem Ältlichen, stellen Sie Ihren jungen Hund in soviel Typen von Leuten vor wie möglich. Sie können sogar jemanden bitten, ihren Hund mitzubringen, um mit Ihrem Welpen zu spielen.
Nehmen Sie Welpen auf einen Ausflug
Ließen Ihren Welpen zum Reiten im Auto verwenden, ihn für kurze Reisen nehmend. Nicht nur ist es für die Welpe-Sozialisierung groß, es hilft mit Besuchen im Tierarzt oder groomer. Steuern Sie Ihren Welpen zu Ihrem lokalen Park, einem Haus eines Freunds, oder zum Strand. Wohin auch immer Sie gehen, stellen sicher, dass es eine lustige Erfahrung für Ihren jungen Hund ist und er schnell lernen wird zu lieben, im Auto zu sein.
Tragen Sie den Welpen durch die Stadt
Eine Reise nach der Stadt ist eine ausgezeichnete Weise, Ihren Welpen in eine verschiedene Umgebung einzuführen. Steuern Sie einfach Ihren Welpen in die Stadt und tragen Sie ihn in Ihren Armen, während Sie ringsherum spazieren gehen. Das wird ihn zu allen Sehenswürdigkeiten und Tönen verwenden lassen. Dann bringen Sie ihn in einen Platz er kann entspannt werden und spielen. Wenn Sie beendet werden, Ihren Welpen aufnehmen und durch die Stadt zurück zu Ihrem Auto spazieren gehen.
Bringen Sie den Welpen in den Park
Sobald Ihr Welpe zu Autofahrten verwendet wird und er in der Stadt gewesen ist, ist es Zeit, um den Park zu besuchen. Stellen Sie sicher, dass Ihr gewählter Park mit dem Hund freundlich ist und anderer erwachsener Hunde vorsichtig sein. Einige Hunde mögen gerade Welpen nicht. Ein schlechtes Ereignis konnte einen riesigen Rückschlag in Ihren Plänen für die Welpe-Sozialisierung bedeuten. Erfahren Sie über einige der mit Hund-Parks vereinigten Gefahren.
Indem es Ihren neuen Welpen sozialisiert, ist es entscheidend, ihn mit seiner eigenen Geschwindigkeit erfahren zu lassen. Wenn er aus irgendeinem Grund zögernd ist, zwingen Sie ihn nicht und trösten Sie ihn auch nicht. Sie müssen begeistert sein und handeln, weil Sie wollen, dass Ihr Welpe handelt. Wenn Sie glücklich, entspannt, und überzeugt sind, dann wird er auch sein.
Beachten Sie außerdem, dass zwischen den Altern der Welpen von 8 und 10 Wochen darin eingehen, was einige Trainer glauben, ist eine Angst-Periode. Es ist wichtig, Extravorsichtsmaßnahmen zu nehmen und zu vermeiden, Ihren Welpen zu irgendwelchen furchterregenden Erfahrungen während dieser Zeit auszustellen. Wie man glaubt, verlassen Dinge, die einen Welpen innerhalb dieser zwei Wochen erschrecken, einen anhaltenden negativen Eindruck. Es gibt kein Bedürfnis, Ihren Welpen zu isolieren, gerade sorgfältig zu sein, dass die Situationen, auf die er stößt, vertraut und angenehm sind.
Wenn Sie Zeit mit der Welpe-Sozialisierung jetzt investieren, wird Ihr junger Hund sicher sein, in einen erwachsenen Hund reif zu werden, den jeder schätzen kann.
Klartext Hund
In diesem Blog möchte ich aktuelle Themen rund um Hunde und andere Tiere aufgreifen und diese im KLARTEXT durchleuchten.
Sonntag, 24. April 2011
Der Hundeflüsterer - Hund und Katze mit Elektroschocker vergesellschaften?
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Klartextquickie – Warum das Jagdverhalten kein Trieb ist
Mit der Bezeichnung Triebe ist das so eine Sache. Eigentlich spricht man heute eher von Motivationen. Auch von Motivationen, die von inn.
Hundetraining

Mein Name ist Daniela und ich bin eine Hundetrainerin und habe mich auf die Ausbildung von Assistenzhunden spezialisiert. Glücklicherweise durfte ich mit Hunden aufwachsen. Unser erstes Familienmitglied war Maligne, ein Irish Setter, dann folgte Chippewa, eine wunderschöne Gordon Setter Hündin. Seit 2008 lieben wir Aisha, unsere Spinone Italiano Hündin. Mit 19 erfüllte ich mir den Traum meines eigenen Hundes. Macho trat in mein Leben ein. Ich nahm ihn mit 8 Wochen aus einem
Heim auf und er ist heute noch mein treuer Begleiter. Wir messen uns in Agility-Wettbewerben, machen Sucharbeit, Obedience und vieles mehr. Er lernt alles, inkl. Licht löschen, wenn ich auf dem Sofa einschlafe. Er hilft mir bei Training von anderen Hunden. 3 Jahre später ergänzte Tiny mein Rudel. Sie konnte noch nichts und mochte keine anderen Hunde, ausser Macho. Also ging’s los mit dem Training. Unterdessen sind wir ein zusammengeschweisstes Team.
Während mehreren Jahren habe ich mich in der Schweiz zur Hundetrainerin weitergebildet und speziell die Ausbildung von Assistenzhunden studiert (Fremdausbildung und Selbstausbildung). Durch die Mitarbeit bei einer Hunde-Hilfsorganisation half ich, meine Pflegehunde auf ihr neues Leben bei einer neuen Familie vorzubereiten. Daneben unterstützte ich Hundehalter mit dem Training ihrer Vierbeiner. Ich freue mich, euch kennenzulernen und mit eurem besten Freund zu arbeiten.
"Dogs are, after all, man's best friend. The least we can do is try to understand them a little better."
Meine Trainingsmethoden
Bei der Suche nach einem Hundetrainer ist es wichtig, dass ihr euch mit der seinen/ihren Trainingsmethoden identifizieren könnt. Es gibt sehr viele verschiedene Trainingsmethoden. Manche sind empfehlenswert und manche weniger. Ausserdem müsst ihr berücksichtigen wie EUER Hund am besten lernt, denn es gibt nicht eine einzige Methode, die für alle Hunde gilt. Ein Hund der nicht verfressen ist, kann man schlecht mit Futter locken/belohnen. Meiner Meinung nach ist ein grosser Teil des Erfolges abhängig davon, seinen Hund "lesen" zu können. Den Hund lesen zu lernen und zu verstehen, was er versucht zu sagen, wird euch viele Antworten zu seinem Verhalten geben. Erfolg ist abhängig von der Beziehung zwischen Mensch und Hund und wie gut der Halter seinen Hund lesen kann. Meine Trainingsmethode stützt auf positive Bestätigung. Dies schliesst ein klares "Nein" ab und zu nicht aus. Ich möchte keine vierbeinigen Roboter, die Hunde sollen fähig sein mitzudenken, selber Lösungen zu finden und zusammen mit ihren Menschen ein Team zu bilden. Ich arbeite viel mit Clicker-Training, es ist einfach, sinnvoll für Mensch und Hund und verhindert Missverständnisse zwischen den beiden.
Grundgehorsam

Als Aussenstehender kann die Grundausbildung eines Hundes entweder sehr einfach oder extrem kompliziert aussehen. Sie ist ein wichtiger Teil der Aufgaben jedes verantwortlichen Hundehalters und ich bin der Meinung man kann die Grundkommandos jedem Hund beibringen. Mit ein bisschen Training verbessert sich die Mensch-Hund-Beziehung sehr schnell. Von einem professionellen Trainer Hilfe anzunehmen, kann Erstbesitzer und auch erfahrenen Hundehalter unterstützen, Kommandos neu aufzubauen oder Problemverhalten zu korrigieren. Zögert nicht nach Hilfe zu fragen!
Die Verantwortung ein Haustier zu besitzen heisst auch dies zu sozialisieren und zu trainieren. Bevor ihr einen Hund oder ein anderes Tier in eure Familie aufnimmt, beachtet bitte wie viel Zeit ihr für ein glückliches, gesundes, gut sozialisiertes und trainiertes Haustier investieren müsst. Letzlich soll die Hundehaltung und das Training Spass machen, also nehmt es nicht zu ernst. Hält das Training positiv und habt beide Spass!
Ich biete Trainingsstunden für Hunde aller Rassen, Alter und Grössen.
Kontaktiert mich um mehr Informationen zu den geplanten Stunden zu erhalten.
Kinder unter 12 Jahren: $15
Agility (coming soon)
Agility in eine Hundesportart, bei welcher du deinen Hund durch einen Hindernisparcour führst. Gemessen werden die Zeit und die Genauigkeit. Dein Hund rennt ohne Leine und reagiert auf deine Sicht- und/oder Hörzeichen und deine Körpersprache. Es ist eine tolle Teamarbeit die sowohl von Halter wie auch vom Hund volle Konzentration und Koordinationfähigkeit fordert.
Ich bin mit Macho erfolgreich an Turnieren gestartet und unterstütze dich gerne beim Training. Agility ist für fast alle gesunden Hunde geeignet, egal welche Rasse oder Grösse. Egal ob Anfänger oder Profi, das Training wird entsprechend angepasst an eure Kenntnisse, Erfahrung und Ziele. Ich biete Privatlektionen, Gruppenunterricht und kostenlose Schnupperlektionen.
Privatlektionen

$70-120 bei euch zu Hause
$60 auf der Ranch
Bellt Dein Hund Fremde an?
Bist Du ein zukünftiger Ersthundehalter?
Zeigt dein Hund agressives Verhalten?
Hat er/sie Angst vor etwas?
Willst Du wissen wie man mit dem Clicker arbeitet?
Oder willst du deinem Hund beibringen wie er das Licht ausschaltet am Abend?
Privatlektionen sind eine gute Möglichkeit an einem bestimmten Verhalten zu arbeiten und sich auf Trainingsziele zu konzentrieren. Wir nehmen uns die Zeit, die dein Hund braucht, setzen realistische Trainingsziele und kreieren einen Trainingsplan zusammen. Gerne können wir besprechen, ob dies eine Option für dich und deinen Hund /deine Hund ist.
Assistenzhunde
Als Assistenzhundetrainerin biete ich verschiedene Möglichkeiten für Privatpersonen (Selbstausbildung oder Fremdausbildung). Wir werden spezifische Ziele setzen und individuell angepasste und persönliche Aufgaben trainieren. Für mehr Informationen, bitte Kontakt aufnehmen.

Ferienhunde / Pflegehunde
Egal ob für die Ferienzeit, während einem Spitalaufenthalt oder wenn dein Hund nicht alleine bleiben kann - dein Hund ist immer wilkommen, auf der Wettstone Guest Ranch Zeit zu verbringen. Unsere Ferienhunde begleiten uns in unseren täglichen Aktivitäten und leben als Familienmitglied mit uns auf der Ranch. Braucht dein Hund ein bisschen Nachhilfe beim Training? Kein Problem, lass es mich wissen und ich arbeite während deiner Abwesenheit daran. Die Pätze für Ferienhunde sind begrenzt, damit wir eine optimale Betreuung gewährleisten können und jeder Hund die Aufmerksamkeit kriegt, die er braucht.
Ich biete auch Pflegehunden ein warmes Bett und Training bis sie ihre für-immer-Familie finden. Und ausserdem sind Gäste herzlich eingeladen, ihren Hund mitzunehmen für ihren Aufenthalt bei uns.

Meine Ausbildungen
2011 SKN – Sachkundenachweis Theorie (1 Tag)
2012 Sachkundenachweis Praxis (2 Monate mit Macho)
2011-2017 Ehrenamtliche Mithilfe bei wirvermitteln.ch - Pflegestelle, Transporte, Vorkontrollen etc.
2013 Seminar Massage für Hunde, Nicole Thali (1 Tag)
2013 Longierseminar für Anfänger, Wendy Fischer (1 Tag)
2013 Agility Intensivseminar, Sep Cadalbert (1 Tag)
2014 Agility Intensivseminar , Jenny Stephenson (1 Tag)
2015 Sachkundenachweis Praxis (3 Monate mit Tiny)
2015 Agility Intensivseminar , Michi Brandstetter (3 Tage)
2015 Einsteigerkurs Schatzsuche / ZOS, Ursi Rutz (1 Tag)
2015 Mit dem Wolf leben – Eine Herausforderung und Bereicherung, Monty Sloan (Vortrag)
2014-2018 Ausbildung als Hundetrainerin & Assistenzhundetrainerin, ATN Akademie für Tiernaturheilkunde
Lernen und Erziehung I - Übungen mit dem Hund, Silvia Pfister, 2015 (2 Tage)
Lernen und Erziehung II - Übungen mit dem Hund, Silvia Pfister, 2015 (2 Tage)
Lernen und Erziehung III - Übungen mit dem Hund, Silvia Pfister, 2015 (2 Tage)
Ausdrucksverhalten des Hundes, Joachim Leidhold, 2015 (2 Tage)
Verhaltenstraining I: Mit dem Hund unterwegs, Heike Benzing, 2016 (2 Tage)
Verhaltenstraining II: Antijagdtraining, Heike Benzing, 2016 (2 Tage)
Ontogenese I: Umgang mit Welpen, Junghunden und Rüpeln, Irène Julius, 2016 (2 Tage)
Ontogenese II: Umgang mit Welpen, Junghunden und Rüpeln, Irène Julius, 2016 (2 Tage)
Planung und Aufbau des Trainings von Kursen, Dorothee Schneider, 2016 (2 Tage)
Wettstone Guest Ranch, 7736 High Country Rd., V0K 1E0 Bridge Lake, British Columbia, Canada
Hundeerziehung 25
Es gibt keine “bösen Hunde”
Immer wieder liest man in sozialen Netzwerken, aber auch in Zeitungen oder Zeitschriften von „Übergriffen“ von Hunden. Dabei ist es für das vorliegende Thema egal, ob sich diese Hunde andere Hunde angefallen haben oder sogar Menschen: immer dauert es keine 5 Antworten bis der erste mit dem Standardspruch kommt: „Kein Hund wird böse geboren, es […]
Mein Hund läuft ohne Leine besser
In fast jeder Diskussion um Leinenzwang, Flexi-Leinen, Leinen generell oder Hundeerziehung überhaupt kommt irgendwann mal das Totschlag-Argument „Mein Hund läuft ohne Leine besser als mit.“ Das ist natürlich ausgemachter Blödsinn! Kein Hund – jawohl, so weit lehne ich mich aus dem Fenster – kein Hund läuft ohne Leine besser als mit. Es kommt einem nur […]
Sozialkontakt an der Leine ist tabu
Es ist eine ganz einfache Regel: Hunde an der Leine haben an anderen Hunden nichts zu suchen, schon gar nicht, wenn der andere Hund ebenfalls an der Leine ist oder ohne zu fragen oder wenn sich die Hunde nicht kennen. Über den Sinn und Zweck der Leine Einfache Frage: Was ist eigentlich eine Hundeleine, bzw. […]
Den Hund Hund sein lassen….
Man liest es oft: Dass man den Hund „auch mal Hund sein lassen muss“ und nicht immer alles kontrollieren. Dass das sonst ganz arme Tiere seien, hirnlose „Soldaten“ mit einem „Kadavergehorsam“ sozusagen. Natürlichkeit sei angesagt, und eben – dass ein Hund auch mal Hund sein müsse. Was heißt das: Hund muss Hund sein dürfen? Die […]
Das Märchen der positiven Verstärkung
„Wir erziehen unsere Hunde ausschließlich mit positiver Verstärkung“ liest man immer öfter auf den Webseiten von Hundetrainer und Hundeschulen. Und auch einige Hundehalter werden nicht müde zu behaupten, dass sie ihre Hunde ausschließlich mit dem Universalmittel der positiven Verstärkung erziehen. Alles andere sei vollkommen untauglich und würde nur das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Halter nachhaltig […]
Therapiehunde helfen Berliner Senioren
Das Therapieteam-Berlin mit Sitz in Berlin Marzahn hat sich auf die tiergestützte Therapie spezialisiert. Dazu zählen Besuche von Patienten auf Wachkomastationen genauso wie spielerische Schulungen für Kinder („Keine Angst vorm Hund“) oder auch unterhaltsame Weihnachtsvorführungen. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Arbeit mit Menschen, die von Demenz betroffen sind: regelmäßig besuchen die Mitglieder des Therapieteams diverse […]
Nasenarbeit für Hunde: Freizeitvergnügen vs. Profi-Arbeit
Nasenarbeit ist für alle Hunde ideal. Es gibt kaum eine Tätigkeit, welche die Hunde so auslastet wie die so genannte Nasenarbeit. Und dabei ist es ganz egal, welcher Rasse der Hund angehört, ob er ein Mischling ist, alt, jung, groß oder klein – Nasenarbeit macht allen Hunden Spaß und fördert Konzentration und die Bindung zum […]
Neues Berufsbild für Dogwalker: Einheitliche und anspruchsvolle Ausbildung.
Unsere Großeltern würden sich wegschmeißen vor Lachen. Dogwalker! Was ist das denn? Ganz früher gab´s so was noch gar nicht, und dann gab es irgendwann die ersten „Gassi-Services“: Meist Schülerinnen, die für eine Mark die Nachbarshunde an die Wiese führten, damit sie pullern konnten. Und dann kamen sie, die „Dogwalker“. Dogwalker seit Mitte der 90er-Jahre […]
“Bitte den Hund anleinen” – warum ist das so schwierig?
Was ist daran so schwer zu verstehen? Da bitten Sie jemanden, er oder sie möge doch ihren Hund anleinen – oder zumindest zu sich heran rufen. Und was passiert? Nichts. Oder Sie hören die Frage: “warum?” Eine Frage des Anstandes Wenn jemand bittet, ich möge meinen Hund anleinen – dann tu ich das. Punkt. Ich […]
Ihr Hund jagt Rehe? Ganz schlecht, auch wenn er sie nicht erwischt.
Schön. Und? Was heißt das jetzt? Dass man den Hund hemmungslos jagen und hetzen lassen darf, weil ja doch nichts passiert? Falsch. Richtig ist, dass die wenigsten Hunde ein Reh tatsächlich reißen – zumindest dann nicht, wenn sie alleine jagen. Aber auch wenn das Reh entwischt – ohne Schaden geht sowas selten ab. Der Hund […]
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Beste Hunde
Das Online Magazin für Hunde und ihre Menschen.
Unterhaltsam. Journalistisch. Kritisch. Aktuell. Engagiert.
How to Socialize Your Dog
Socializing your dog is crucial if you want to make sure that your dog is comfortable and well-behaved around other animals and people. You should begin socializing your dog when he is young and continue to socialize him throughout his life to maintain the socialization lessons. There are several ways that you can socialize your dog, including inviting people over, taking your dog on daily walks, and enrolling your dog in obedience training classes.
Steps Edit
Method One of Three:
Socializing a Puppy Edit
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Method Two of Three:
Socializing an Adult Dog Edit
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Method Three of Three:
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Community Q&A
- It just as important for a blind dog to lead and rich and fulfilled life as a sighted one, so you are absolutely right to socialize him. Use the methods described here, but be aware that he won't pick up body language clues from other dogs, so you may need to select friendly or gentle dogs for him to meet. Also, he may become overwhelmed more easily since he's more likely to become confused, so take things slowly and never force him into a situation. Try not to change too many things at once, so when meeting a new dog, do this is a familiar place so he knows where to escape to if things get too much.
- Most rescues work with behaviorists who can advise and help you. Aggression is a complex topic and needs careful assessment or you could end up making the problem worse. Often it is due to fear, rather than downright nastiness. If she nipped you, then one way to stay safe is to muzzle her while you work on the bad behavior. It could be she needs to be retrained to feel less threatened, in which case the help of a dog trainer or animal behaviorist is essential.
- The answer is very simple. You have to expect her to stay calm. If you expect her to get excited, you'll start tensing up and she senses that. Dogs do what their owners do. Just like in a pack, the other dogs follow the alpha. You are the alpha. Therefore, set an example. When she gets excited, don't pick her up. Calm her down with smooth, calm strokes on her back. Don't try to stop her. Just stroke her. If she still doesn't stop, continue walking, keeping her by your side. Don't look at her. Just keep walking straight. Remember, you are the alpha. You are in charge.
- No. He's still a pup until two, so you have time. Try to take him to places with other dogs, like beaches, if there are any near you. Take walks around the neighborhood, and invite any friends with dogs to come play. Also try to invite neighborhood children to pet him. Goldens are naturally social and love children.
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This version of How to Socialize Your Dog was reviewed by Pippa Elliott, MRCVS on August 4, 2017.
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Der Blog zu den Hundebüchern "Fred & Otto unterwegs in Köln" und "Fred & Otto unterwegs im Rheinland"
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Tierdrama im Westerwald – Hunde die keiner will

Es war am Dienstag vor zwei Wochen, als ich bei meinem (Ex-)Freund im Westerwald zu Besuch war. Vier Hunde liefen über die Wiese und kamen angerannt, als sie Emile und Bijou erblickten. Ein Cocker Spaniel, eine weiterer kleinerer Hund und zwei größere liefen auf das Grundstück und machten sich gleich über die Näpfchen von Emile und Bijou her. Sie waren sehr freundlich und neugierig, aber stanken entsetzlich. Auch eine Nachbarin hatte die Tiere entdeckt und kam herbei, um zu erfahren, wem sie gehörten. Es liefen noch weitere Hunde herum, meinte sie.
Und tatsächlich: ein Golden Retriever und ein weiterer Hund liefen Richtung viel befahrener Bundesstraße. Wir riefen die Polizei. Die wiederum zeigte sich zwar wenig interessiert, verständigte aber immerhin das Ordnungsamt, während wir versuchten, die Hunde bei uns zu halten, damit sie nicht auf die Straßen liefen. Nach einem erneuten Telefonat teilte das Ordnungsamt mit, dass sie vermuteten, woher die Hunde stammten. Sie würden die Besitzerin verständigen, wir sollten warten. Zwischenzeitlich hatte mein Ex in Erfahrung gebracht, wo die Hunde hingehörten. Direkt neben der Kirche sei ein Anwesen, in dem unzählige Hunde lebten.
Wir leinten die drei bei uns verbliebenen Ausbrecher an und gingen in Richtung des Hauses. Dort bot sich uns ein trauriges Bild. Hinter einem Zaun mit Sichtschutz bellten unzählige Hunde. Auch in einem Schuppen neben einem herunter gekommenen Haus waren Hunde. Wir blickten durch Löcher im Zaun und sahen, dass manche Tiere krank waren. Überall lagen Schlachtabfälle wie Rinderbeine und Hufe herum. Wir warteten knapp eine Stunde auf die Besitzerin, während wir die weiteren Hunde, die schon entlang der Bundesstraße gelaufen waren, bei uns behielten.
Schließlich kam eine junge Frau in einem alten Auto, in dem vier weitere Hunde bellten. Sie käme aus dem Tierheim in Troisdorf, wo sie als Trainerin arbeite, sagte sie, nahm die Hunde und brachte sie wieder in das umzäunte Gelände. Wir hakten nach, was das denn für Hunde seien und warum so viele und warum manche krank seien. Der Golden Retriever beispielsweise hinkte und hatte eine offene Wunde an der Pfote. Das sei Krebs und nicht zu behandeln. Die Tiere seien alle unter tierärztlicher Kontrolle. Schließlich erzählte sie, dass sie mit anderen zusammen einen Verein gegründet hatte, der sich um problematische Hunde kümmern sollte (ProtecTier.e.V.). Das seien Tiere, die durch Beiß- oder sonstige Vorfälle auffällig geworden seien und die ihre Besitzer abgegeben hätten. Als Tiertrainerin habe sie die Tiere resozialisieren solle, der Verein habe sich aber wegen finanziellen Unregelmäßigkeiten im vergangenen Jahr aufgelöst und zurück blieben 21 Hunde. Der Kreisveterinär sei eingeschaltet und habe sogar vorgeschlagen, manche der Tiere zu töten.
Wie einiges, was die junge Frau erzählte, erwies sich dies jedoch als falsch. Auch im Tierheim in Troisdorf war sie unbekannt. Der Kreisveterinär wusste zwar Bescheid, war aber nicht über das Ausmaß des Ganzen informiert. Nach meiner Kontaktaufnahme schickte er noch am selben Tag einen Mitarbeiter dahin, der anordnete, dass drei der Tiere sofort einem Tierarzt vorgestellt würden, was wohl auch geschehen ist. Der Kreisveterinär sagte zu, dass er das Ganze weiter im Blick haben wollte, konnte aber nicht weiter eingreifen, weil keine tierschutzrechtlichen Belange betroffen waren. Kleine Tierheime, die aber in vorliegenden Fall nicht weiterhelfen könnten, gebe es in Hachenburg, in Hamm/Sieg, in Montabaur und in Ransbach-Baumbach, größere erst in Koblenz, Andernach und Limburg.
„Die Unterbringung der Hunde im Tierheim, sofern man dort überhaupt Plätze bekommt, würde aber bedeuten, dass die Hunde sich erst einmal dort eingewöhnen müssten, was in Anbetracht der labilen Psyche einiger Hunde bereits ein Problem darstellen könnte“, sagte er. Hinzu komme die Schwierigkeit, die Tiere in geeignete Hände zu vermitteln, sodass einige sich absehbar zu Dauergästen entwickelten und dort Kapazitäten blockierten. Darum sollten die Tiere besser unmittelbar durch die Frau vermittelt werden, meinte er und sagte zu, die weitere Aufnahme von Hunden durch die Frau strikt unterbinden zu wollen. Aufgrund der Vielzahl der Tiere, die das Kreisveterinäramt selbst beschlagnahme und unterbringen müsse, gebe es derzeit keine Möglichkeit der anderweitigen Unterbringung.
Obwohl die Frau laut eigener Aussage die Tiere gerne abgeben würde und sich kooperativ zeigte, findet sich aber keiner, der sie nimmt. Sie selbst kann die Haltung langfristig vermutlich weder finanziell, noch praktisch weiter alleine stemmen. Meine Versuche zu helfen, in dem ich das öffentlich mache, scheiterten am Desinteresse der Medien. Gar nicht gemeldet hat sich die für den Westerwaldkreis zuständige Rheinzeitung, der WDR hat abgelehnt, der SWR hat sich nicht gemeldet und die Bild-Zeitung hat sich nach anfänglichem Interesse auch nicht mehr gemeldet. Für Spiegel-online sei es zu regional und Stern-TV interessierte sich nicht dafür. Lediglich das Dogs-Magazin nannte ein paar Namen, an die man sich wenden könnte, wollte die Geschichte aber nicht bringen, weil die Redaktion bis weit in das nächste Jahr schon die Themen geplant habe.
Das Traurige an der Geschichte ist, dass immer mehr Tiere aus dem Ausland nach Deutschland geholt werden, aber solche Tiere hier im Land keine Chance erhalten – sie fallen einfach durch das Raster. Leider weiß auch ich nicht, wie ich da weiter helfen kann und hoffe jetzt auf den Deutschen Tierschutzbund und Tierfreunde, die da helfen können.
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36 thoughts on “ Tierdrama im Westerwald – Hunde die keiner will ”
Könnt. Ihr mur sagen wohin ich mich wenden kann? Ich komme aus bad
Marienberg, studiere tierpsychologie und habe selbst zwei Hunde! Ich würde Gerne irgendwie helfen!! Und bin bereit eventuell einen Hund als pflegestelle aufzunehmen.
das ist ja eine schöne Nachricht. Schau mal unter http://www.protectier.de. Dort stehen die Kontaktdaten der Dame aus Kirburg.
Ich bin gerne bereit zu helfen–bitte nährere Infos an mich ..LG
http://www.protectier.de – Vanessa Bokr. Kontaktdaten stehen rechts oben auf der Page. Vielen Dank!
Hattest du Erfolg und jemand erreicht ?
So ich hatte Erfolg sie hat zurückgerufen !
Hör doch mal bei der Sendung Hund Katze Maus nach und wende dich an Frank Weber vom Franziskus Tierheim in Hamburg ( oder wende dich direkt an ihn). Der hilft in solch extremen Fällen so gut er kann.
Danke für den Hinweis!
Vielen Dank. Die nehmen das Thema. Ich hoffe nur, dass sie Frau Bokr auch erreichen! Es gibt da wohl Schwierigkeiten, wie ich von anderer Seite hörte.
Verstehe ich nicht ganz, wenn der Verein sich aufgelöst hat wie im Bericht geschrieben steht und die junge Frau nicht die Wahrheit gesagt hat, warum soll man sich dann an diesen Verein bzw. diese Frau wenden? Wenn die Hunde, wie beschrieben Verhaltensauffälligkeiten aufweisen, sollten sie auch nur in entsprechend geschulten Pflegestellen untergebracht werden. Darüber sollten sich alle Personen die gerne helfen möchten im klaren sein. Evtl. bringt eine Unterstützung vor Ort in diesem Fall mehr. Futterspenden, Medikamente und Hilfe bei alltäglichen Arbeiten wären da nur ein Beispiel.
Eben und darum müsste man Kontakt zu der Frau aufnehmen, deren Kontaktdaten noch auf der Internetseite des Vereins zu finden sind….
Sehe ich genauso,dafür müsste man die Person aber erst mal kennen!Ich wohne im Westerwald u.würde gerne helfen,denn so ist ja vor allem den Tieren nicht geholfen!
hab eben Tiere suchen ein zu Hause angeschrieben…und Antwort bekommen …die geben mir morgen wenn ihr Büro geöffnet ist Kontakte Von Tierschutzvereinen aus der nähe die sich drum kümmern…LG Petra
Super – vielen Dank!
VOX interessiert sich immer für sowas. Frank weber ist ja immer unterwegs um solche Fälle zu lösen. Und sie helfen schnell.
Habe soeben dorthin geschrieben.
Hallo, wir könnten ggf. über unsere Facebook Seite / Newsletter versuchen Hunde zu vermitteln, dafür bräuchten wir aber genau Daten und Fotos. Ich kann nicht beurteilen, ob das möglich ist, aber dieses könnten wir spontan anbieten. Jan Peifer Deutsches Tierschutzbüro
Vielen herzlichen Dank für das tolle Angebot. Am besten nehmen Sie direkt Kontakt mit Vanessa Bokr auf. Die Daten finden Sie auf http://www.protectier.de.
ich werde Sie(V.Bokr) heute abend anrufen bin auch aus der Nähe von Bad Marienberg, wir wären bereit einen Bericht mit Bildern und Infos der Hunde in der nächsten Hundeimpressionen Online Zeitung zu schreiben um bei der Vermittlung zu helfen !
Ichcwünsche mich mal gerne mit demjenigen in Kontakt setzen,der diesen Bericht geschrieben hat,um gewisse Ungereimtheiten zu klären,damit man auch eindeutig an der richtigen Stelle anpackt,kann man da einen Kontakt herstellen?Lt.der Darstellung geht’s hier ja wohl um jede Menge Tiere,auch kranke,denen einfach geholfen werden muss,also,wer kann mir sagen an wen ich mich wenden kann. VG Heike
Ihr braucht doch nur “About” zu klicken und ihr wisst, wer ich bin – ist doch kein Geheimnis. Ich poste doch nicht als Phantom. Mein Gravatar ist ebenso öffentlich wie mein Facebook-Profil und googeln hilft auch.
Echt traurige Geschichte. Auch bei uns hier in der Umgebung intressiert sich das Amt nicht für Haltungsbedingungen von Tieren… leider…. hab da auch schon einige Geschichten durchgestanden. Und wenn man die Tiere einfach mal auf ner HP oder FB erfasst?? Da müssten sich sich doch einige vermitteln lassen. Wenn die Frau Trainerin ist, kann sie ja sicher genaue Angaben über die “Labilität” (Zitat) der Hunde machen, was mit den Hunden erarbeitet werden müsste und so weiter….. Wenn Not am Man ist helfe ich gern, wenn meine Hilfe gebraucht wird.
Mit dem tierheim muss ich wiedersprechen. Sie arbeitet da. Dass sie mit den hunden hilfe braucht, steht ausser frage. Kenne auch ganz wage sie geschichte des vereins und da niemand bereit war die tiere zu nehmen und diese kurz vor der tötung standen nahm vanessa sich diesen an. Sie werden auch teilweise erfolgreich vermittelt aber es kommen auch viele wieder zurück. Ich selbst habe ein hund von ihr und er ist absolut kein problem. Es ist halt schade, dass viele leute denken sie hätten erfahrung mit hunden weil sie mal einen gehabt haben. Diese hunde allerdings sind keine schoßhündchen. Sie haben alle eine vergangenheit und teilweise dadurch auch kein vertrauen in menschen. Das sollte sich jeder bewusst sein!
Mein Hund kommt auch von Vanessa – und leider war die Vermittlung alles andere als professionell. Mir schien, sie waren froh wieder einen Hund los zu sein. Mein Hund ist sehr krank, hat schon sehr viel Geld gekostet und hat teilweise aus Schmerzen gebissen. Zusätzlich ist er noch sehr verhaltensauffällig…….
Er wurde mir als “relativ” unauffällig und gut händelbar beschrieben – das war aber nicht der Fall. Daher ist mir klar, warum es so viele “Rückläufer” gibt – manchmal war ich auch kurz davor. Es zeugt nicht von Überblick und Professionalität wenn übersehen wird, daß ein Hund starke Schmerzen durch schwerste Hd mit Bewegungseinschränkung und schwerer Arthrose hat.
Es ist bestimmt eine hehre Absicht, solche Hunde zu “retten” – doch leider geht das einzelne Tier in der Masse unter und man erreicht das Gegenteil.
Ich bin schon lange sehr froh, daß das Schicksal meinen Hund zu mir geführt hat – als ich ihn auf einer anderen Pflegestelle abholte, schaute mich ein so herzzerreissend hilfloser Hund an ‘hol mich hier bitte raus’ …………..
So, wie ich das lese, handelt es sich hier um verhaltensauffällige Hunde. Dieser Verein hat bestimmt im Guten Glauben und Gewissen versucht diese Hunde zu resozalisieren und “vermittelbar” zu machen. Das ist bestimmt nicht einfach und bekanntlich auch oft aussichtslos…zumindest was die Vermittlungen betrifft. Die meisten Interessenten, die einem Hund helfen möchten, nehmen keine schwierigen Fälle mehr. Das Angebot ist ja auch riesig. Bei den vielen Hunden, die allein im Internet zu finden sind, kann man gut und gerne einen unkomplizierten Hund nehmen und das trotzdem aus dem Tierschutz.
Keine Pflegestelle, die vermutlich noch andere Tiere hat, nimmt solche Hunde auf. Jedenfalls kenne ich keinen Verein, der sich um “bissige” und schwierige Hunde kümmert (außer schwierig im Sinne von alt, krank und scheu) Selbst die meisten Tierheime scheuen solche Hunde aufzunehmen, weil sie eben oftmals zu “Dauerbrennern” werden. Hilfe vor Ort um die Frau zu entlasten wäre – meineserachtens – das sinnvollste.
Leider kann ich gut solche Vorschläge machen….bin leider überhaupt nicht in der Nähe!
Kann nur meine Meinung hier wiedergeben.
Ich habe auf Band gesprochen leider keine Reaktion , würden gern die Hunde mit Bild und Text in der nächsten Hundeimpressionen vorstellten……
Das tut mir Leid, aber mehr kann ich auch nicht machen. Sie hatte mir gesagt, dass sie dankbar über Hilfsangebote sei. Sie hat aber wohl auch Probleme mit ihrem Handy, wie sie sagte. Vielleicht nochmals probieren? Eine andere Adresse/Mail-Adresse habe ich leider nicht nicht.
In diesem Fall hätte ich mal sämtliche Vereine angeschrieben die auch “Auslandshunde nach Deutschland karren” – die hätten sicherlich geholfen. Wir bekommen solche Fälle, wenn wir sie nicht gerade mal bei facebook lesen, nämlich überhaupt nicht mit! Und ich denke da kann auf jeden Fall geholfen werden, aber eine gute Zusammenarbeit ist einfach Voraussetzung.
Zur Halterin selber, wir haben im Moment selbst einen ähnlichen Fall und ein Tierhalterverbot auszusprechen ist gar nicht so einfach :-((( man muss viele Beweisse vorlegen. Ich finde das auch nicht in Ordnung daß hier solange gezögert wird. Mehr kann ich zu dem Fall nicht sagen weil ich keine weiteren Details weiß.
Wir würden gerne Vermittlungshilfe leisten, aber es müsste jemand mit uns in Kontakt treten, man braucht ja schließlich Anpsrechpartner!
Liebe Sabine, ich bin selbst ja auch nicht vor Ort, sondern über 60 Kilometer entfernt. Das einzige, was ich tun kann, ist es öffentlich zu machen. Infos bekommt man unter http://www.protectier.de. Dort stehen auch die Kommunikationsdaten der Hundehalterin. Sie kann man kontaktieren, obwohl ich inzwischen gehört habe, dass das nicht immer so klappt. Viele Grüße, Inga
Dieser Artikel über das “Tierdrama im Westerwald” macht mich doch etwas sauer. Es wird behauptet, einiges, was die Besitzerin der Hunde (Vanessa) sagte, würde nicht stimmen. Da würde mich doch interessieren, wer sich da die Info eingeholt hat denn was hier nicht stimmt ist, das sie beim Tierheim Troisdorf unbekannt ist !Sie hat sehr wohl dort als Tiertrainerin gearbeitet und war von ALLEN sehr geachtet. Ich selber war in diesem Jahr einige Zeit Tierheimleitung im Troisdorfer Tierheim und als ich anfing, war Vanessa dort schon als Trainerin tätig. Sowohl der gesamte Vorstand als auch Mitarbeiter plus Ehrenamtliche waren von ihrer Arbeit begeistert! Vanessa hat sich um die “Problemfälle” gekümmert und hat die Hunde allesamt sehr gut sozialisieren können. Die Tiere zeigten schnell positive Veränderungen! Selbst noch als sie hochschwanger war, kam sie regelmässig und hat die Hunde nicht im Stich gelassen. Ich weiß nicht, wie ihr Hof aufgestellt ist, wie es dort aussieht. Aber ich weiß, das sie kein schlechter Mensch ist und die Hunde, die bei ihr sind tatsächlich vorher sehr schwierig waren! Sie hat keinen zurück gewiesen was ihr nun leider zum Verhängnis wird bzw wurde. Sie wurde irgendwann alleine gelassen und war schließlich nun auch mit einem Baby, wohl überfordert. Wenn solche Artikel verfasst und veröffentlicht werden, dann doch bitte erst NACH korrekter Recherche! Und sollte der Vorstand des Tierheimes Troisdorf tatsächlich Vanessa verläumdet haben, finde ich es eine Dreistigkeit schlechthin, erst die Dienste zu einem so niedrigen Sonder-Lohn in Anspruch zu nehmen um bei auftretenden öffentlichen “Problemen” plötzlich so zu tun, als sei diese Trainerin niemals dort gewesen…!
Natürlich soll nachgeforscht werden, sobald Hunde freilaufend und ohne Aufsicht in der Umgebung laufen. Völlig richtig ! Aber ich möchte darum bitten, diesen “Unehrlichkeitsstatus” zu entfernen und einfach um Vermittlungshilfe zu bitten . Vanessa hat ihre ganze Kraft in die Hunde gesetzt, niemals einen Hilferuf abgeschmettert wie es doch so viele machen bei “Problemhunden”…sie wurde alleine gelassen und war schließlich überfordert! Davor ist NIEMAND gefeit! Und nun zeigt sie sich kooperativ was auch zeigt, das sie einen *Klaps* benötigte um zu realisieren, das sie es nicht mehr alleine schafft! Ich hoffe, für sie und die Hunde geht alles gut aus und es wird ihr kein schlechter Ruf nachhängen!
Und ich hoffe, der Artikel wird überarbeitet. Danke!
(Ich habe Vanessa umgehend meine Hilfe angeboten und hoffe, es werden noch mehr Hilfsangebote folgen OHNE Verurteilung! )
Hallo Anja, wie schon in einer PN geschrieben, habe ich die Informationen auf mehrfache Rückfragen so erhalten und hatte keinen Grund, sie anzuzweifeln. Jedenfalls waren die Aussagen über den Kreisveterinär definitiv falsch. Ich kann nicht beurteilen, was wahr und unwahr ist, sondern mich nur auf die Fakten stützen, die ich herausfinden konnte. Mich würde vielmehr mal interessieren, was mit dem Baby geworden ist bei den vielen Hunden? IS
Ich finde es eine Frechheit solche Zustände auf Auslandshunde zu schieben!! Hier hat ein Verein die Frau in Stich gelassen und sie hat sich nicht früh genug um Hilfe bemüht.
Die Webseite ist offline. Gibt es eine konkrete Adresse, um vor Ort Kontakt auf zu nehmen?
Sozialisierung: wie wird aus dem Welpen ein souveräner Hund?
Eine gute Sozialisierung bedeutet, dass der Hund den Umgang mit Artgenossen und mit Menschen gelernt hat. Er kann die Signale und Kommunikation deuten und reagiert angemessen, ohne übertriebene Aggressionen oder Angst. Ebenfalls gehört zu einer guten Sozialisierung, dass der Hund seiner Umwelt souverän und gelassen zu begegnen lernt. Ein vorbei donnernder LKW ist kein Weltuntergang und Bus fahren kein Grund sich zu übergeben. Ein gut sozialisierter und an seine Umwelt gewöhnter Hund, ist ein angenehmer Begleiter im Alltag. Ein Hund, der auf vieles ängstlich oder gar angstaggressiv reagiert, schränkt den Alltag dagegen oft sehr ein.
Junge Welpen reagieren meist sehr unvoreingenommen und neugierig auf Neues. Alles, was sie jetzt positiv oder neutral kennen lernen, wird ihnen für den Rest ihres Lebens keine Schwierigkeiten mehr bereiten. Dazu kommt, dass der Welpe durch viele Umwelterfahrungen auch fürs Leben abspeichert, dass es keine große Sache ist, sich mit neuen Dingen auseinander zu setzen. Mindestens ebenso wichtig ist die Lernerfahrung, dass sein Mensch ihm dabei immer zur Seite steht und der Hund sich auf seinen Menschen und dessen Einschätzungen verlassen kann.
Bis zu einem Alter von ungefähr 4 Monaten ist die Prägung auf Neues besonders leicht. Allerdings hinterlassen in dieser Zeit auch die negativen Erlebnisse einen sehr tiefen Eindruck. Mit etwa 4 Monaten wird der Welpe dann deutlich eigenständiger, was die Gefahr mit sich bringt, dass sich unerwünschte Verhaltensweisen und Ängste festigen, die durch frühere Erfahrungen entstanden sind. Man spricht jetzt von einem Junghund, nicht mehr von einem Welpen. Der Hund unterscheidet nun auch zwischen „Rudel“ und Fremden und lässt sich auch an andere Tiere nicht mehr ganz so leicht gewöhnen. In der Natur ist dies die Phase, in der sich die Welpen langsam vom Wurfplatz entfernen und selbständiger werden. Ein gesundes Misstrauen und Vorsicht sind da überlebenswichtig.
Leider gibt es in der modernen Welt Unmengen von Eindrücken, Gerüchen, Geräuschen, Gegenständen und Situationen, immer wieder neue Menschen (mit Krückstock, betrunken oder im Rollstuhl), Aufzüge, flatternde Markisen, Mofas und lebensechte Tierfiguren… Ein unsicherer Hund, und ebenso seine Besitzer, sind da schnell überfordert. Glücklich ist der Welpenbesitzer, dessen Neuzugang schon beim Züchter viel kennen lernen durfte. Je abgeschotteter der Welpe aufwuchs, umso größer sind meist die Mühen, ihn umweltsicher zu bekommen.
Am Anfang steht die Überlegung, worauf der Welpe in seinem späteren Leben gelassen reagieren sollte. Wird er später öfter mit in die Innenstadt müssen? Wird er Bus und Bahn fahren müssen? Wird er viel unter immer wieder neuen Menschen sein? So kann man sich eine Prioritäten-Liste erstellen. Wichtig ist nämlich auch, dass der Welpe nicht mit Eindrücken überflutet und überfordert wird. Er braucht Zeit, alles zu verarbeiten. Nur wenn er Neues positiv oder neutral kennen lernt, hilft es ihm tatsächlich fürs Leben. Wichtig ist es ebenfalls, dass der Hund ein Grundvertrauen zu seinem Menschen aufbaut, falls es doch einmal zu beängstigenden Situationen kommen sollte (siehe hierzu auch „Bindung“). Meist ist das beste, was der Mensch machen kann, viel Gelassenheit und Ruhe auszustrahlen.
ein paar Vorschläge, was der junge Hund positiv oder neutral kennen lernen sollte:
Menschen: Junge Welpen gehen meist ohne jede Scheu auf fremde Menschen zu. Üben kann man, dass auch Rollstuhlfahrer, betrunkene (torkelnde) Menschen, Menschen mit wallenden Mänteln, Spazierstock oder großen Hüten keine Bedrohung darstellen. Auch, dass es große und kleine Menschen gibt, joggende und hüpfende, und dass Menschen manchmal so seltsame Dinge tun wie z.B. einen Regenschirm aufzuspannen. Wichtig ist, dass der Hund auch auf Rollschuh- und Fahrradfahrer gelassen reagiert. Begegnet der Hund erst im Junghundealter das erste mal einem solchen, kann die Angst oder auch der Jagdtrieb zu unliebsamen Reaktionen führen.
Kinder: Welpen finden Kinder meist unwiderstehlich, vor allem kleine Kinder. Erwachsene Hunde, die nie viel Kontakt mit Kindern hatten, finden Kinder dagegen oft eher beängstigend oder nervig, mit ihren ungestümen Bewegungen, den unvorhersehbaren Reaktionen und der Lautstärke. Umso wichtiger, dem Welpen Kinder positiv näher zu bringen. Wichtig ist dabei natürlich, dass der Welpe keinesfalls schlechte Erfahrungen mit Kindern macht. Hat man keine eigenen, kann man Kontakt zu Hunde erfahrenen oder ruhigen Kindern im Verwandten- und Bekanntenkreis suchen. Da sowohl Welpen, als auch Kinder zu Überreaktionen und stürmischen Handlungen neigen, ist es absolut tabu, den Welpen mit kleinen Kindern alleine zu lassen. Vielmehr sollte man den Welpen unter Kontrolle halten und auch dem Kind erklären, welches Verhalten angemessen ist.
Spaziergänge und Spiele in der Nähe von Kindergärten, Schulhöfen oder Spielplätzen ermöglichen, dass der Welpe die schreienden, spielenden, rennenden Kinder zu ignorieren lernt. Dies ist mindestens genau so wichtig, wie eine positive Reaktion des Hundes auf eine Kontaktaufnahme Seitens des Kindes.
Straßenverkehr: Erste Spaziergänge macht man vorzugsweise an etwas ruhigeren Straßen, reagiert der Welpe dort gelassen auf den Verkehr, steigert man dies langsam. Falls der Welpe unsicher auf den Straßenverkehr reagiert, kann man probieren, in der Nähe einer stärker befahrenen Straße mit dem Welpen zu spielen. Er hört und sieht im Hintergrund die Autos, Mofas und LKWs, da er sich aber auf den mit ihm spielenden Menschen konzentriert, wird der Verkehr unwichtig für ihn.
Zug- und Busfahrten: Hilfreich ist es, die erste Fahrt nicht im Feierabendverkehr vorzunehmen. Es reicht völlig, wenn der Welpe sich vorerst nur an das Schaukeln, die Gerüche und seltsamen Geräusche gewöhnt. Menschenmengen oder spielende, schreiende Schulkinder sind eine andere Baustelle.
andere Hunde: Ein Grundproblem bei der Sozialisierung mit Hunden ist, dass man oft nicht einschätzen kann, wie der fremde Hund reagiert.
Einige erwachsene Hunde mögen keine Welpen, empfinden sie als aufdringlich, unberechenbar oder schlicht nervtötend. Welpenschutz außerhalb des eigenen Rudels existiert nicht. Vielmehr können vor allem Hündinnen fremde Welpen als unliebsame Konkurrenz zu möglichem eigenen Nachwuchs sehen, mit entsprechenden Reaktionen. Auch angeleinte Hunde neigen teils zu übertriebenem Aggressionsverhalten.
So ist es ein Zwiespalt: einerseits soll der Welpe den Umgang und die Kommunikation mit anderen Hunden lernen, andererseits sind schlechte Erfahrungen dabei natürlich absolut kontraproduktiv. Mit schlechten Erfahrungen ist dabei allerdings nicht die Zurechtweisung durch einen erwachsenen Hund gemeint, wenn der Welpe sich daneben benimmt, z.B. zu aufdringlich ist. Das soll und muss er lernen. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt Kontakt in der ersten Zeit nur zu bekannten, souveränen erwachsenen Hunden und zu anderen Welpen zu.
Foto: ROVER_JP/flickr Ein Spiel unter Junghunden, lernen fürs Leben
Wenn ein anderer Hund den eigenen Welpen massiv bedrängt, trotz, dass dieser sich schon unterworfen hat, ist ein Eingreifen des Halters gefragt. Auch hier soll der Welpe die Erfahrung machen, dass er sich auf seinen Menschen verlassen kann und dieser ihm Schutz bietet. So kann man auch verhindern, dass der Hund mit zunehmendem Alter dazu übergeht, sich selbst zu verteidigen oder gar „präventiv“ nach vorne zu gehen.
Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man seinen Welpen die Erfahrung machen lassen, dass es verspielte und ernste Hunde gibt, geduldige und aufbrausende, Hunde mit kurzem Fang, Zottelfell, Schlappohren oder Stummelrute, große und kleine Hunde. So lernt der Welpe, andere Hunde zu „lesen“ und welche Reaktionen wann angemessen sind. Auf den Kontakt zu unsicheren, sehr aggressiven oder selbst der Hundesprache nicht mächtigen Hunde, verzichtet man aber besser.
Die Grundfrage bei allen Hundebegegnungen sollte immer sein: was lernt mein Welpe hier gerade?
andere Tiere: Ein Ausflug aufs Land, an Kühen und Schafen vorbei, lässt den Welpen lernen, dass es Tiere in allen möglichen Größen gibt, auf die gelassen reagiert werden kann. Vorsicht bei Stromzäunen! In einigen Tierparks oder Zoos sind ebenfalls Hunde willkommen. Vor allem Zoos können allerdings eher unsichere Welpen auch völlig überfordern. Im Zweifelsfall beginnt man mit einem ruhigeren kleinen Wildpark, damit der Schuss nicht nach hinten los geht.
Innenstadt: Innenstädte bieten eine ganze Flut von Eindrücken. Ein Feuerwerk an Gerüchen und Geräuschen, Menschenmengen und die seltsamsten Objekte. Auch Aufzug fahren, das Betreten glatter Böden und das ignorieren von Brötchen-Resten und Tauben kann der Hund hier lernen. Der Welpe braucht aber unbedingt Zeit, sich in seinem eigenen Tempo darauf einzulassen.
Man beginnt an einem ruhigen Werktag, etwas abseits vom Trubel und beobachtet, wie sein Welpe sich gibt. Ein einziger Platz oder kurzer Straßenabschnitt bietet genug Neues und Abenteuer für eine ganze Woche. Der Welpe darf sich ruhig erst mal hinsetzen und staunend alles beobachten. Je nach Charakter fängt der Welpe früher oder später von selbst an, die Umgebung zu erkunden. Sobald der Welpe bei weiteren Besuchen etwas gelassener auf den Trubel reagiert, kann man gezielt Abschalttraining machen. Man sucht sich eine Bank oder ein ruhiges Cafe und lässt in Ruhe die Umgebung auf sich wirken. Man wartet, bis der Welpe völlig entspannt ist, sich freiwillig hinlegt, dann geht man wieder Nachhause. Es geht dabei nicht um das Erkunden, sondern darum, dass der Hund lernt, auch in belebter Umgebung zur Ruhe zu kommen und abzuschalten. Ein solches Training kann man z.B. auch an Bahnhöfen oder in Parks durchführen.
Tierarzt und Postbote: Es scheint sich bei diesen beiden um eine Art natürlichen Feind vieler Hunde zu handeln. Möchte man nicht, dass der Hund später den Postboten verbellt, kann man am Anfang gezielt gegen arbeiten. Man passt den Postboten ab und bittet ihn, den Welpen freundlich zu begrüßen und ihm Futter zu geben. Macht der Postbote das in den nächsten Wochen ein paar mal, ist der Grundstein für eine positive Beziehung gelegt. Die meisten Postboten werden sich gerne darauf einlassen, bedeutet es doch ein Hund weniger, vor dem sie Angst haben müssen, wenn er ihnen mal freilaufend begegnet. Den Tierarzt lernen viele Welpen eher negativ kennen. Das Wartezimmer ist voller Gerüche, die Angst und Stress signalisieren; auch viele Hunde dort sind völlig aufgeregt, bellen oder janken. Der Tierarzt selbst öffnet das Maul, tastet und piekst, was es nicht besser macht.
Für den ersten Tierarzt- Besuch kann man um einen Termin ganz am Anfang oder am Ende der Sprechstunde bitten, wenn das Wartezimmer möglichst leer ist. Dort lässt man den Welpen alles erkunden und beschäftigt sich positiv mit ihm. Der Tierarzt selbst spielt natürlich auch eine große Rolle. Ein guter Tierarzt weiß, wie wichtig der erste Eindruck ist, und wird freundlich Kontakt aufnehmen und erst mal Vertrauen aufbauen. Vielleicht lässt es sich auch so handhaben, dass beim ersten Besuch keine Spritze gegeben wird, sondern nur ein fröhliches Kennen lernen ansteht.
Untergründe: Viele erwachsene Hunde haben ein Problem mit dem Laufen auf Gitterrosten (einige Treppen oder z.B. der Aufgang zu Gondeln in den Bergen bestehen daraus), mit Aufzügen, mit Treppen, durch deren Stufen man hindurch sehen kann, mit engen Brücken, glatten Böden oder schwankenden Untergründen. In guten Welpenstunden wird all dies nachgestellt, so dass der Welpe es in fröhlicher Spiellaune kennen lernen kann. Ansonsten ist man selbst gefragt, dem jungen Hund möglichst viele dieser Eindrücke zu gewähren. Sie stärken auch allgemein das Körpergefühl und das Selbstvertrauen des Hundes.
Alltagsgeräusche: Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Geräusche, die der Hund zufällig immer wieder hört, so dass kaum gezieltes Training notwendig ist. Vor allem auf plötzliche laute Geräusche, Donnergrollen, Schüsse oder herunterfallende klirrende Gegenstände, reagieren dennoch viele Hunde mit Angst. Es gibt Geräusch-CDs im Handel zu kaufen, auf denen eine Vielzahl dieser Geräusche aufgenommen sind. Diese CD kann man bei einem schreckhaften Hund immer mal wieder im Hintergrund laufen lassen, vorzugsweise, wenn der Hund gerade mit etwas Positivem, einem Spiel z.B., beschäftigt ist. Zu Anfang nur ganz leise, dann langsam immer lauter, in dem Maße, in dem der Hund noch einigermaßen entspannt bleibt.
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Hundesport – der Malinois

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Der Malinois ist ein beliebter Sporthund, der in vielen Disziplinen glänzen kann. Allerdings ist der Malinois bereits als Haushund ein anspruchsvoller Zeitgenosse. Wer gar einen Sporthund ausbilden möchte, der wird noch mehr Zeit und Geld investieren müssen. Bereitschaft, und nicht nur der Wille, ist ein absolutes Muss!
Der Malinois als Sporthund
Der Letzte, der etwas gegen eine Ausbildung zum Sporthund hat, ist sicherlich der Malinois selbst. Kommt doch die körperlich und geistig anspruchsvolle Ausbildung sehr dem Naturell dieses ambitionierten Vierbeiners entgegen. Doch ist es natürlich umso wichtiger, den Hund dann schon von klein auf gut zu sozialisieren und zu disziplinieren. Schließlich bedeutet eine Ausbildung zum Sporthund regelmäßigen Umgang mit anderen lebhaften Hunden und ihren Haltern. Überdies ist ein höchstmögliches Maß an Gehorsam notwendig. Ein früher Besuch in der Hundeschule liefert, um beides angemessen zu entwickeln, ein unabdingbares Fundament. Erst nach erfolgreichem Abschluss der Hundeschule und der entsprechenden Haltung macht es Sinn, eine Ausbildung zum Sporthund zu erwägen. Wichtig ist außerdem, dass der Hund ausgewachsen ist, ehe man diesen Schritt geht, da es bei zu frühen und zu starken Belastungen zu Haltungs- und Gelenkschäden kommen kann.

Disziplinen des Hundesports, in den denen Malinois erfahrungsgemäß eingesetzt werden können, sind Agility, Discdogging, Dogdancing, Flyball, Obedience sowie Schutzhundesport und Turnierhundesport allgemein. Auch Ausbildungen zum Rettungshund, Schutzhund oder zur Fährtenarbeit können wahrgenommen werden. Wichtig ist, dass man die sportlichen Ausbildungen von den Ausbildungen als Arbeitshund abgrenzt. Ein Hund, der im Schutzhundesport glänzt, ist deswegen nicht zwangsläufig ein guter Schutzhund für seinen Halter. Die Ausbildung zu einem dienstlichen und echten Schutzhund läuft nämlich ganz anders ab. Abhängig davon, wie man seinen Hund also ausbilden möchte, wendet man sich an einen entsprechenden Verein mit sportlichem Schwerpunkt oder an die Ausbildungsträger der Exekutive, wenn man wirklich einen echten Spür- oder Schutzhund ausbilden will
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