Hunde impfen mit Verstand
In Deutschland gibt es keine Impfpflicht: Niemand braucht sein Tier oder sich selbst gegen irgend etwas impfen zu lassen, wenn er und sein Tier die deutschen Grenzen nicht verlässt.
Die AGT empfiehlt jedoch eine Grundimmunisierung mindestens gegen Staupe, Parvo und Hepatitis. Dabei muss das Tier gesund sein. Die Impfung gegen Tollwut sollte entsprechend den Vorschriften der deutschen Tollwutverordnung erfolgen. Tollwutwiederholungsimpfungen sind auch in Deutschland in dreijährlichen Abständen zulässig.
Immer noch werden sie verschickt, die Einladungskarten der Tierärzte zur „jährlichen Wiederholungsimpfung“. Dabei entspricht die jährliche Impferei nicht einmal mehr der offiziellen „Leitlinie“ der Tierarztverbände. Aber das interessiert viele Tierärzte nicht, sie möchten auf den schönen Umsatz nicht verzichten.
Kein Mensch geht jährlich zum Impfen. Die einzige Ausnahme ist die Grippeimpfung (falls man an deren Wirksamkeit glaubt). Grippeimpfstoffe werden fast jedes Jahr neu entwickelt, weil sich Grippeviren ständig verändern und die Impfstoffe dann nicht mehr zu den zirkulierenden Erregern passen. Aber sonst sind jährliche Wiederholungsimpfungen in der Humanmedizin unbekannt.
In der Tiermedizin ist das anders, da wird so getan, als hätten Hunde (oder Katzen) kein Immungedächtnis. Das ist natürlich Unfug, alle Säugetiere haben Immungedächtniszellen, ob Mensch, Katze, Hund oder Maus.
Welche Impfungen sollten alle Hunde bekommen?
Sinnvolle und wichtige Impfungen beim Hund sind die gegen Staupe und Parvovirose (Parvo). Beide Infektionskrankheiten kommen auch in Deutschland noch vor, vor allem Parvo. Dagegen sollten möglichst alle Hunde als Welpen geimpft werden. Auch gegen Hepatitis sollten alle Hunde grundimmunisiert sein. Der Erreger kommt zwar in Deutschland kaum noch vor, kann aber wieder eingeschleppt werden. Wenn viele Hunde dagegen Immunität besitzen, kann er sich nicht von neuem ausbreiten.
Tollwut: Deutschland ist seit Herbst 2008 offiziell frei von Fuchstollwut. In den letzten Jahren wurde nur noch Fledermaustollwut festgestellt. Fledermaustollwut wurde bei Hunden in Europa unseres Wissens noch nie diagnostiziert, Katzen können allerdings – sehr selten - daran erkranken. Auf jeden Fall nötig ist eine gültige Tollwutimpfung bei grenzüberschreitenden Reisen mit dem Hund. Gültiger Impfschutz ist jedoch auch im Inland sinnvoll, und zwar für das Restrisiko, dass der Hund mit einem tollwutinfizierten Import-Hund in Kontakt kommt. Das ist zwar sehr selten, aber nicht völlig auszuschließen. Die meisten Tollwutimpfstoffe für Hunde haben eine Zulassung für drei Jahre. Impfstoffe, die nur für ein oder zwei Jahre zugelassen sind, sollte man nicht geben lassen.
Wie oft sollten Hunde gegen Staupe, Parvo und Hepatitis (SHP) geimpft werden?
Wenn es nach der Mehrheit der Tierärzte ginge: Jährlich. Wenn man sich nach den Impf-„Leitlinien“ richtet: Alle drei Jahre. Wenn man sich nach Wissenschaftlern wie etwa Professor Ronald Schultz richtet: Grundimmunisierung und basta. Also zwei- oder dreimalige Impfung im Welpenalter und dann Schluss. Die letzte Impfung sollte nicht zu früh sein, also mit 16 Wochen oder später, zum Beispiel mit sechs Monaten. Die Impfstoffe gegen Staupe, Parvo und Hepatitis gelten als gut wirksam. Es handelt sich um Viruslebendimpfstoffe, die ähnlich wie die Masernimpfstoffe für Menschen sehr dauerhaften Schutz verleihen. Das ist der Grund, weshalb Menschen weder jährlich noch alle drei Jahre gegen Masern nachgeimpft werden. Treten Masern auf, werden nur diejenigen Personen zur Impfung aufgerufen, die noch gar keinen Impfschutz haben. „Nachgeimpft“ oder „aufgefrischt“ wird nicht!
2013 hat der Weltverband der Kleintierärzte (WSAVA) in seinen Impfempfehlungen dankenswerterweise klargestellt, dass ein Hund, der als Welpe richtig gegen SHP geimpft wurde (letzte Impfung mit 16 Wochen oder später), für den Rest seines Lebens immunisiert ist. Ähnlich so wie Menschen mit ihrer Masern-Mumps-Röteln-Impfung im Kleinkindalter.
Wie oft sollten Hunde gegen Tollwut geimpft werden?
Für die amtliche Gültigkeit der Tollwutimpfung ist der Nachimpf-Abstand maßgeblich, den der Hersteller im Beipackzettel angibt. Eine Impfung zum Beispiel mit einem Zweijahrestollwutimpfstoff gilt amtlich nur zwei Jahre, auch wenn der Hund damit länger als zwei Jahre geschützt ist. Hundebesitzer sollten sich Tierärzte suchen, die Dreijahres-Tollwutimpfstoffe verwenden und die drei Jahre in den Heimtierpass eintragen.
Sind Impfungen gegen Zwingerhusten sinnvoll?
Gegen Zwingerhusten gibt es zwei Impfstoffe: Den Impfstoff gegen das Parainfluenzavirus, der oft in Kombination mit Staupe-Parvo-Hepatitis gegeben wird, und den Impfstoff gegen den bakteriellen Erreger Bordetella bronchiseptica (einzeln oder als Zweier-Kombi Parainfluenzavirus). Zwingerhusten kann durch viele verschiedene Erreger verursacht werden, daher erkranken auch regelmäßig gegen Zwingerhusten geimpfte Hunde an dieser in den allermeisten Fällen undramatischen Erkältungskrankheit. Professor Ronald Schultz impft deshalb seine Hunde nie gegen Zwingerhusten.
Was ist mit der Lepto-Impfung?
Leptospiren sind Bakterien, die bei Hunden schwere und sogar tödliche Erkrankungen auslösen können. Die meisten Lepto-Infektionen verlaufen jedoch ohne Symptome oder mild. Auch geimpfte Hunde können an Lepto erkranken, weil die älteren Impfstoffe nur zwei der bei uns vorkommenden Lepto-Arten abdecken, die etwas neueren Produkte decken drei, bzw. vier Arten ab. Lepto-Impfstoffe gelten als nebenwirkungsträchtig, weil sie aus ganzen Bakterien hergestellt werden. Wer gegen Lepto impfen lässt, sollte beachten, dass der Schutz erstens nicht sicher und zweitens relativ kurzlebig ist. Professor Ronald Schultz impft seine Hunde nicht gegen Lepto.
Borreliose, Leishmaniose, Babesiose
Vor allem die Borreliose-Impfstoffe werden hierzulande ziemlich aggressiv vermarktet. Kritische Experten wundern sich darüber; denn die allerwenigsten Hunde, die sich per Zeckenstich mit Borrelien infizieren, werden davon krank. Und wenn, lässt sich die Krankheit gut mit Antibiotika behandeln. Viel häufiger und viel schwerer erkranken Hunde in Deutschland an Anaplasmose, doch darüber erfahren Hundehalter wenig; denn da gibt es keinen Impfstoff zu vermarkten. Borreliose-Impfstoffe gelten als nebenwirkungsträchtig, weil sie genauso krude hergestellt werden wie die Lepto-Impfstoffe, also aus ganzen Bakterien.
Beim relativ neuen Impfstoff gegen Babesiose ist die Frage, ob er wirklich schützt. Hundehalter sollten lieber auf guten Zeckenschutz achten. Auch beim Impfstoff gegen Leishmaniose (der, wenn überhaupt, nur bei Reisen in Leishmaniose-Länder sinnvoll wäre) kann man Zweifel hegen, ob er wirkt.
Können Impfungen schaden?
Die meisten Hunde stecken Impfungen einigermaßen gut weg, auch wenn sie viel zu oft geimpft werden. Manche aber erleiden Nebenwirkungen. Besonders betroffen sind Welpen und kleine Hunderassen, sie haben ein höheres Risiko als ausgewachsene Hunde und größere Rassen. Die Nebenwirkungen können mild und vorübergehend sein: Fieber, Mattigkeit, Appetitverlust, (Gelenk-) Schmerzen u.ä.. Sie können aber auch gravierender sein, etwa wenn allergische Impfreaktionen auftreten mit Kopfschwellung, juckenden Quaddeln auf der Haut, Atemnot, Durchfall, Erbrechen u.ä.. In schweren Fällen kann eine allergische Impfreaktion (anaphylaktischer Schock) den Tod zur Folge haben, wenn der Hund nicht unverzüglich dagegen behandelt wird. Sehr gravierend und sogar manchmal tödlich sind impfbedingte Autoimmunerkrankungen wie Thrombozytopenie und autoimmunhämolytische Anämie, die allerdings sehr selten sind.
Gesundheitsuntersuchungen statt Jahresimpfung
Vor allem ältere Hunde sollten regelmäßig vom Tierarzt untersucht werden. Aber auch für jüngere Hunde ist ein regelmäßiger Check-up sinnvoll, damit die so häufigen Erkrankungen von Gebiss und Maulhöhle rechtzeitig behandelt werden.
Mit ausdrücklicher Genehmigung von Monika Peichl für die AGT
Alle Rechte vorbehalten. - All rights reserved.
Buch “Hunde impfen/Der kritische Ratgeber”
Einzelpreis: 14,80 EURO.
Veröffentlich im Norbert Höpfinger Verlag
Die AGT empfiehlt ausdrücklich das Buch von Monika Peichl.
Jährliche Impfungen bei Haustieren sind medizinisch größtenteils nicht gerechtfertigt. Sie nützen den Tieren nichts und können ihnen sogar schaden, bis hin zum Tod. In diesem Buch wird erläutert, wie Impfungen funktionieren, welche Impfungen für Hunde sinnvoll sind und welche nicht, und es wird die Forschung über Impfschäden dargestellt. Ziel ist es, Tierhaltern eine informierte Entscheidung über Art und Häufigkeit der Impfungen zu geben.
Tollwutimpfung beim Hund: Ist sie notwendig?
Tollwutimpfungen sollen eine Infektion mit dem Tollwutvirus verhindern. Deutschland gilt zwar seit 2008 als nahezu tollwutfrei, dies ist aber nur das Resultat einer jahrzehntelangen konsequenten Schutzimpfung möglichst vieler Tiere. Daher empfiehlt die ständige Impfkommission des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (BPT) eine regelmäßige Tollwutimpfung beim Hund. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um diese Impfung.
Viele Hundehalter fragen sich, ob eine Tollwutimpfung wirklich nötig ist – schließlich ist die Ansteckungsgefahr für Hunde verschwindend gering. Die Folgen einer Tollwutinfektion sind jedoch immer tödlich. Daher sollten Sie ganz genau abwägen und die Impfung mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens besprechen.
Tollwutimpfung: Darum sollten Sie Ihren Hund impfen lassen
Auch wenn die Tollwut in Deutschland als ausgerottet gilt, besteht die Gefahr, dass die Krankheit aus anderen Ländern eingeschleppt wird. Ein dauerhafter Impfschutz bei Hunden ist daher notwendig, um die dauerhafte Eindämmung der tödlichen Infektionskrankheit zu gewährleisten. Denn hat sich der Hund mit dem Tollwutvirus infiziert, und bricht die Krankheit bei ihm aus, dann verläuft sie immer tödlich. Eine sanftere Methode wäre es, gleich nach Identifizierung des Virus', den Hund einschläfern zu lassen. Darüber hinaus kann die Krankheit auf Menschen übertragen werden. Auch hier endet der kurze Krankheitsverlauf tödlich, da es bislang keine wirksame Möglichkeit der Behandlung gibt.
Die Übertragung des Tollwutvirus erfolgt durch Wildtiere, in Deutschland waren dies meist Füchse, inzwischen sind jedoch vor allem Fledermäuse Träger der Viren. Dass tollwütige Fledermäuse Ihren Hund anstecken, ist allerdings sehr unwahrscheinlich, da Hunde so gut wie nie unter normalen Umständen mit Fledermäusen in Kontakt kommen. Immer noch sehr gering, aber trotzdem größer ist die Gefahr einer Infektion über Hunde, die aus dem Ausland illegal eingeführt wurden, aus Regionen, in denen die Krankheit noch nicht als ausgerotttet gilt. Ist Ihr Hund nicht gegen Tollwut geimpft und wird von einem kranken Tier gebissen, dann fordert die nationale Tollwutverordnung das Einschläfern Ihres Haustiers; denn hier besteht ein begründeter Verdacht auf eine Infektion. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich daher eine Tollwutimpfung beim Hund.
Wann und wie oft ist die Tollwutimpfung notwendig?
Zunächst ist eine Grundimmunisierung Ihres Hundes notwendig. Bereits nach dem dritten Lebensmonat sollte Ihr Welpe die erste Impfung erhalten. Einen Monat später bringen Sie ihn zur zweiten und ein Jahr später zur dritten Impfung für den Aufbau des Immunschutzes. Danach ist eine regelmäßige Auffrischung des Impfschutzes notwendig. Heute ist es nicht mehr erforderlich, den Hund jährlich gegen Tollwut impfen zu lassen, die meisten Impfstoffe halten drei Jahre.
Fragen Sie Ihren Tierarzt am besten um Rat, dass er Ihren Hund mit einer drei Jahre gültigen Tollwutimpfung vor einer Infektion schützt und dies auch so in den Impfpass hineinschreibt. Wenn Sie zum Beispiel mit Ihrem Vierbeiner in ein Land verreisen wollen, in dem noch eine erhöhte Gefahr zur Tollwutinfektion besteht, braucht Ihr Hund einen gültigen Impfschutz.
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Hunde richtig impfen
Niemand käme auf die Idee sich jährlich gegen alle möglichen Krankheiten impfen zu lassen, aber bei Hund und Katze ist das Gang und Gäbe. Aber warum ist das so? Was ist der Grund dafür, dass man noch immer dazu angehalten wird jährlich alles auffrischen zu lassen? Und wie lang hält der Impfschutz wirklich vor?
Alles Wichtige zum Thema „Hunde richtig impfen“ erfahren Sie hier!
Inhalt dieses Artikels
Wie oft und gegen welche Krankheiten impfen

Natürlich wollen Sie, dass es Ihrem Liebling gut geht. Damit dies auch über Jahre hinweg gewährleistet ist und Ihr Hund sich nicht mit gefährlichen Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Parvovirose, ansteckt, sollte er geimpft werden. Beim richtigen Zeitpunkt und der Anzahl der Wiederholungen sind sich die Tierärzte nicht einig und Hundehalter oft verunsichert. Zu oft wird man vom Tierarzt dazu angehalten den Hund jedes Jahr erneut zu impfen. Doch ist das wirklich nötig? Wie oft und gegen welche Krankheiten Sie Ihren Vierbeiner wirklich impfen lassen müssen erfahren Sie im folgenden Artikel.
Impfungen für Hunde halten mehrere Jahre - Wissenschaftlich belegt
Mittlerweile ist wissenschaftlich belegt, das auch die Impfungen für Hunde mehrere Jahre halten und nicht, wie von vielen Tierärzten gepredigt, nur ein Jahr lang. Doch warum raten Tierärzte dann noch immer zum jährlichen impfen? Und kann man einen Hund überimpfen? Was sind die Nebenwirkungen? Und was hat es mit den adjuvanshaltigen Impfstoffen auf sich?
Impfungen für Hunde halten mehrere Jahre und nicht nur ein Jahr lang!
Es hat sich sogar der „WSAVA“ (der Weltverband der Kleintierärzte) zu diesem Thema geäußert.
Was ist der WSAVA? - World Small Animal Veterinary Association
Die WSAVA ist der Weltverband für Kleintierärzte. Aktuell gibt es 93 Mitgliedsverbände mit über 180.000 einzelnen Tierärzten aus der ganzen Welt. Dieser Verband hat im Jahre 2013 neue Richtlinien zur Welpenimpfung herausgebracht.
Und diese Äußerung ist ganz im Sinne der Tiere und auch im Sinne Ihres Geldbeutels. Denn der WSAVA hat ein Impfschema veröffentlicht, der ganz klar darlegt, dass viele Impfungen mehrere Jahre und teilweise sogar ein Hundeleben lang anhalten! Es wird dringend davon abgeraten Hunde (und auch Katzen!) zu oft zu impfen. Ständige Wiederholungsimpfungen belasten den Körper der Tiere immens, erhöhen die Gefahr auf Impfsarkome und erhöhen den Impfschutz NICHT!
Doch warum pochen Tierärzte dann immer noch so vehement darauf, die Tiere jedes Jahr komplett durchimpfen zu lassen? Sind sie einfach nur übervorsichtig? Oder spielt das Geld eine Rolle?

Es ist… das Geld! Die Pharmaindustrie kauft Tierärzte quasi schon in ihrer Ausbildung. Ebenso wie die Futtermittelindustrie (mehr zu diesem Thema unter „Ernährung“). Die Pharmaindustrie hat längst erkannt wie viel Geld sich mit der Übervorsicht der Tierbesitzer machen lässt und macht den Tierärzten das jährliche Impfen schmackhaft durch Vorteilspakete (umso mehr Impfstoff – umso günstiger im Einkauf – umso mehr Gewinn für den Tierarzt!).
Welche Impfungen sind sinnvoll?
Welche Impfungen vorgenommen werden müssen ist auch vom Alter des Hundes abhängig. Haben Sie einen Welpen zuhause hat dieser von seiner Mutter bereits Antikörper bekommen. Diese sind etwa bis zur 10. Lebenswoche aktiv.

Dann, mit 10 Wochen, sollten Sie zum ersten Mal impfen. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Kombinationsimpfung sehr sinnvoll, bestehend aus: Staupe, Hepatitis und Parvovirose. Danach erfolgt mit 4 Wochen Abstand die Auffrischungsimpfung. Wieder die Kombinationsimpfung aus Staupe, Hepatitis und Parvovirose und dazu zusätzlich Leptospirose. Die nächste Impfung erfolgt im Abstand von erneut 4 Wochen. Dabei muss lediglich Leptospirose aufgefrischt werden.
Was sind das für Infektionskrankheiten, gegen die geimpft werden soll?
Mehr Informationen zu den einzelnen Infektionskrankheiten finden Sie Artikel Infektionskrankheiten.
Tollwutimpfung
Weiterhin ist die Tollwutimpfung sinnvoll, auch wenn Deutschland als Tollwutfrei gilt. Eine generelle Impfpflicht gibt es nicht, auch nicht für Tollwut. Sollten Sie jedoch vorhaben mit Ihrem Hund Ausstellungen, Hundeshows oder das Ausland zu besuchen ist eine gültige Tollwutimpfung Pflicht! Die erste Tollwutimpfung sollte frühestens mit 3 Monaten, besser mit 6 Monaten erfolgen, bzw. erst nach abgeschlossenem Zahnwechsel (EMPFOHLEN!).
Sollten Sie wie oben erwähnt Hundeausstellungen oder das Ausland besuchen wollen muss die Tollwutimpfung alle 3 Jahre aufgefrischt werden. Ansonsten ist eine Auffrischung der Tollwutimpfung nicht notwendig.
Nach diesen Impfungen ist Ihr Hund grundimmunisiert. Ab diesem Zeitpunkt brauchen Sie vorerst nicht mehr zum Impfen zum Tierarzt. Die Impfungen halten nach neuesten Studien bis zu 9 Jahre!
Titerbestimmung
Dennoch ist es sinnvoll alle 2-3 Jahre eine sogenannte „Titerbestimmung“ vornehmen zu lassen. Dabei wird dem Hund Blut abgenommen und die Menge der Antikörper wird bestimmt. Ist der Titerwert in Ordnung muss nicht nachgeimpft werden. Ist der Titerwert zu niedrig (Länge der Impfwirkung ist vom Impfstoff abhängig) muss die Impfung aufgefrischt werden.
Somit lässt sich also folgendes Impfschema für Welpen erstellen:
- 10.-12. Lebenswoche: Staupe + Hepatitis + Parvovirose
- 14.-16. Lebenswoche: Staupe + Hepatitis + Parvovirose + Leptospirose
- 18-20. Lebenswoche: Leptospirose
- 6. Monat oder nach Abschluss des Zahnwechsels: Tollwut als Einzelimpfung
- Bei Bedarf: alle 3 Jahre Tollwut nachimpfen
- Titerbestimmung alle 2-3 Jahre
Warum erzählt Ihnen der Tierarzt, sie sollten besser jedes Jahr nachimpfen?
Viele Tierärzte raten leider noch immer zum jährlichen Impfen, da sie es entweder nicht besser wissen oder einfach aus reiner Profitgier! Hinter der Impfstoffherstellung steht eine milliardenschwere Pharmaindustrie, welche natürlich daran interessiert ist so viel Impfstoff wie möglich an den Mann zu bringen. Leider zum Leidwesen der Tiere!
Denn wieso sollten Impfstoffe beim Menschen 10 Jahre oder gar Lebenslang halten und die von Tieren nur 1 Jahr? Oder würden Sie auf die Idee kommen sich jedes Jahr erneut gegen alle möglichen Krankheiten impfen zu lassen? Was viele nicht wissen: Impfstoffe für Mensch und Tier sind ähnlich aufgebaut und kommen oftmals aus derselben Herstellungsfirma.
Kann man einen Hund überimpfen?
Ganz klar: JA! Ständiges Nachimpfen kann das Immunsystem des Hundes sogar schädigen. Außerdem treten häufig Unverträglichkeiten auf, wie beispielsweise Durchfall, Erbrechen, bis hin zu Autoimmunerkrankungen, Lähmungen und Hirnhautentzündungen. Hin und wieder treten auch sogenannte „Impfsarkome“ auf. Das sind Tumore die an der Impfstelle auftreten. Außerdem stehen Impfungen im Verdacht Allergien, Immunschwächen, Arthrosen und Diabetes hervorzurufen. Leider ist die Forschung in diesem Gebiet mehr als mangelhaft.
Oftmals werden Reaktionen im Körper nur in einem Zeitraum von 2-3 Tagen erforscht. Spätfolgen werden so gut wie nie in die Forschung einbezogen! Doch genau diese Spätfolgen, die oftmals nicht mehr mit der Impfung in Zusammenhang gebracht werden, sind tückisch und gefährlich.
Zum Abschluss ist zu sagen: Lassen Sie sich nichts von Ihrem Tierarzt aufquatschen und lassen Sie sich nicht zu unnötigen Impfungen überreden. Sie handeln damit zum Wohle Ihres Tieres! Wenn Sie die Möglichkeit haben wechseln Sie den Tierarzt. Suchen Sie sich einen Tierarzt, der beim Thema Forschung auf dem neuesten Stand ist und das neue empfohlene Impfschemata umsetzt!
Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Impfschutz für viele Krankheiten über Jahre hinweg gegeben und somit ein jährliches Nachimpfen absoluter Unsinn ist! Ausnahmen in der Wirkdauer sind durch Bakterien verursachte Krankheiten wie Leptospirose oder Zwingerhusten. Diese Krankheiten sind aber gut therapierbar und somit ist die Impfung absolut gegenstandslos! Denn bei diesen Impfungen ist das Risiko der Schädigung des Immunsystems deutlich höher, als der Nutzen!
Hier noch einige Zitate von anerkannten Professoren zum Thema Impfen:
Professor Alice Wolf (Texas A&M University, Austin, Veterinary Proceedings, 1998):
“Kinder oder Erwachsene werden nicht jährlich neu geimpft, und es werden auch keine Titer gemessen, ob sie noch einen angemessenen Schutz haben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das der Fall ist. Humanimpfstoffe sind nicht anders als Tierimpfstoffe und das Immunsystem von Hund und Katze ist auch nicht anders als das Immunsystem des Menschen.“
T.R.Philipps / R.D. Schultz (Kirk´s Current Veterinary Therapy, 1992):
“Eine Praxis, die vor vielen Jahren einsetzte und der es an wissenschaftlicher Gültigkeit oder Rechtfertigung mangelt, sind jährliche Wiederholungsimpfungen. Für jährliche Revakzinierungen besteht fast ohne Ausnahme keine immunologische Notwendigkeit. Die Immunität gegen Viren hält über Jahre oder das ganze Tierleben lang an. Eine wirksame Impfung gegen die meisten bakteriellen Krankheitserreger ruft ein immunologisches Gedächtnis hervor, das über Jahre anhält und es dem Tier ermöglicht, eine protektive anamnestische Antwort zu entwickeln, wenn es virulenten Erregern ausgesetzt ist…“
Prof. Roland Friedrich, Virologe an der Universität Gießen:
„Jährliche Impfungen sind überflüssig.“
„Die Impfung gegen Leptospirose sollte vermieden werden… Zwingerhustenimpfung halte ich ebenfalls für unnötig. Entscheidend für den Schutz vor Zwingerhusten ist nicht die Impfung, sondern die Art der Haltung.“
Buch- und Leseempfehlungen:
- Dr. Jutta Ziegler - Hunde würden länger leben, wenn… Schwarzbuch Tierarzt
- Dr. Jutta Ziegler – Tierärzte können die Gesundheit Ihres Tieres gefährden: Neue Wege der Therapie
WSAVA Impfrichtlinien für neue Welpeneigentümer
Impfempfehlungen für Hunde und Katzen
Alle aufgeführten Richtlinien wurden durch die "accination Guideline Group (VGG)" der "World Small Animal Veterinary Association (WSAVA)" zusammengestellt.

WSAVA Richtlinien für die Impfung 2015

Infektionskrankheiten Hund
In diesem Artikel finden Sie eine Liste von Infektionskrankheiten mit Informationen zu dieser Krankheit und wie oft Sie wirklich zur Prevenzion dieser Krankheit impfen müssen.
Dieser Beitrag wurde am 08.12.2013 21:16 verfasst.
Impfungen A-Z
Alle Impfungen
- Definition
- Erreger
- Infektionsweg(e)
- Verlauf
- Verbreitung
- Impf-Mцglichkeiten
- Nebenwirkungen
- Schutz und VorbeugemaЯnahmen
Allgemeine Impf-Infos
Unter "Allgemeine Impf-Infos" erfahren Sie
. welche Impfkosten von der Krankenkasse erstattet werden
. wann eine Impfung sinnvoll ist
. wo Sie sich in Deutschland gegen Gelbfieber impfen lassen kцnnen
. ob es Vorschrifen bzgl. Impfungen bei der Einreise in andere Lдnder gibt
. wie eine Impfung ьberhaupt funktioniert
02.05.2017, Dr. med. Andrea Gontard (AG), Fachдrztin fьr Allgemeinmedizin
Tier gegen Tollwut impfen lassen
Tollwut wird übertragen durch Wildtiere. Der Begriff Tollwut ist den meisten Menschen in Deutschland wohl im Zusammenhang mit der Erkrankung von Füchsen bekannt, die das Virus übertragen.
Doch auch andere Tiere wie Katzen, Hunde, Frettchen und Fledermäuse können die Krankheit weitergeben, weshalb es das Tierseuchengesetz gibt. Wie das geschieht und wie die Tollwut bei Hund und Katze vermieden werden kann, lesen Sie in diesem Ratgeber. Er gibt Ihnen zahlreiche Informationen an die Hand.
Worum handelt es sich bei Tollwut?
Bei der Tollwut handelt es sich um eine der Krankheiten, die durch ein Virus ausgelöst werden. Dieser ist in der Regel sehr gefährlich und führt dazu, dass sich das Gehirn entzündet. Für betroffene Personen und Tiere geht das meist tödlich aus – wenn keine Impfungen vorliegen.
Die Tollwut wird durch Erreger wie das Rabiesvirus oder das Mokola-Virus übertragen, weshalb sie auch unter dem Namen Rabies bekannt ist. Es gelangt durch den Biss oder Kratzer eines infizierten Tieres binnen einer Inkubationszeit von bis zu acht Wochen in den Blutkreislauf und das Zentralnervensystem des Menschen und sorgt dafür, dass er binnen weniger Wochen an der Infektion verendet. Grundsätzlich kann die Tollwut-Übertragung jedoch auch über den Kontakt mit Speichel über die Schleimhäute geschehen.
An folgenden Symptomen ist eine Tollwut-Erkrankung erkennbar:
- Fieber
- Durchfall
- Erbrechen
- Lähmungserscheinungen
- Aggressivität
- Krämpfe
- Gleichgewichtsstörungen
- Ruhelosigkeit
Tollwut bei Hunden
Die Tollwut beim Hund äußert sich nicht nur durch Schaum vorm Maul. Hunde können sich in freier Wildbahn mit Tollwut anstecken – der Biss eines Nagers oder einer Fledermaus reicht aus und er trägt das Virus in sich.
Dabei muss es noch nicht mal zu einem Kampf kommen, auch der Kontakt mit den Ausscheidungen infizierter Tiere kann die Viren ins System schleusen und zahlreiche schlimme Symptome verursachen.
Wie die Tollwut beim Hund verläuft, ist maßgeblich davon abhängig, an welcher Stelle der Infektionsherd entstand. Die Krankheit wird umso später ausbrechen, je später das Virus das Zentralnervensystem erreicht.
Grundsätzlich durchläuft ein Hund mit Tollwut drei verschiedene Phasen:
- die Prodomal-Phase (dauert ca. zwei bis fünf Tage): Ist Ihr Hund an Tollwut erkrankt, erkennen Sie erste Änderungen zunächst am ungewohnten Verhalten Ihres Vierbeiners. Er zeigt Symptome wie Ängstlichkeit, Aggressivität, Fieber, vermehrten Speichelfluss und Schaum vorm Maul.
- die Exzitationsphase (dauert ca. zwei bis sieben Tage): Es kommt eine zunehme Unruhe hinzu, die zusammen mit Beißsucht und Muskelkrämpfen auftritt. Selbst, wenn Ihr Liebling bisher immer eine Wasserratte war: Schaut er jetzt aufs Wasser, treten die genannten Symptome noch heftiger auf (Hydrophobie). Unter Umständen kann ein Hund mit Tollwut schon in dieser Phase sterben.
- die Paralyse-Phase (dauert ca. drei bis sieben Tage): Das deutlichste Anzeichen für Tollwut bei Hunden in dieser Phase sind die auftretenden Lähmungserscheinungen. Sie führen dazu, dass irgendwann die Atmung ausbleibt.
Nicht immer zeigt sich die Tollwut bei Tieren in genau der beschrieben Reihenfolge oder mit allen erwähnten Anzeichen. Einige haben zum Beispiel mit Symptomen wie bei einer Magen-Darm-Entzündung zu kämpfen. Ist Ihr Hund erst einmal infiziert, besteht keine Chance auf Heilung. Vermuten Sie, dass Ihr ungeimpfter Hund an Tollwut erkrankt ist, müssen Sie dies beim Tierarzt und dem Veterinäramt melden, das schreibt das Tierseuchengesetz vor:
Bricht eine auf Grund einer Rechtsverordnung nach Absatz 4 anzeigepflichtige Tierseuche aus oder zeigen sich Erscheinungen, die den Ausbruch einer solchen Tierseuche befürchten lassen, so hat der Halter der betroffenen Tiere dies unverzüglich der nach Landesrecht zuständigen Behörde (zuständige Behörde) unter Angabe seines Namens und seiner Anschrift sowie des Standortes und der Haltungsform der betroffenen Tiere und der sonstigen für die jeweilige Tierseuche empfänglichen gehaltenen Tiere unter Angabe der jeweiligen Tierzahl anzuzeigen.“ (§ 4 Tiergesundheitsgesetz)
Der Vorbeugung der tückischen Krankheit kommt deshalb eine große Bedeutung zu. Auch, wenn Tierhalter nicht dazu verpflichtet sind, eine Tollwutimpfung vornehmen zu lassen, sollten Sie dieser tödlich verlaufenden Erkrankung vorbeugen.
Die Tollwutimpfung beim Hund
Die Tollwutimpfung: Ein Welpe sollte das Serum in der 12. Lebenswoche erhalten. Auch um die eigene Gesundheit als Halter einer Fellnase nicht zu gefährden, sollte eine Tollwutimpfung bei Hunden vorgenommen werden.
Und zwar bevor sie in Kontakt mit anderen infizierten Tieren kommen. Nachher ist eine Impfung schließlich verboten.
Eine Tollwutimpfung für Hunde erfolgt vorbeugend und zwar bereits ab einem Alter von ca. drei Monaten, also 12 Wochen. Sie ergänzt die Grundimmunisierung, die das erste Mal bereits am Ende des zweiten Lebensmonats durchgeführt wird und gegen Staupe, Parvovirose, Zwingerhusten und Leptospirose immunisiert. Zusammen mit der Tollwutimpfung für Hunde erfolgt schließlich die Zweitimpfung.
Die Erstimpfung muss nicht zwingend erst nach 12 Wochen erfolgen, sondern kann schon vorher vorgenommen worden sein. In diesem Fall sollten die Halter darauf achten, dass die Welpen eine zweite Tollwutimpfung nach ca. drei bis vier Wochen erhalten. Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, geht aus dem Impfpass hervor, den Sie beim seriösen Tierhandel zusammen mit den Tier erhalten. Und wie lange hält beim Hund eine Tollwutimpfung vor? Ist die Grundimmunisierung hergestellt und vier Wochen später die Auffrischungsimpfung erfolgt, müssen Sie den Impfschutz alle drei Jahre auffrischen.
Die Tollwutimpfung für den Hund – wichtig im Ausland
Gerade, wenn Sie vorhaben, Ihren Hund auch mal mit in den Urlaub zu nehmen, sollten Sie sich rechtzeitig mit dem Thema Tollwutimpfung beschäftigen. Schließlich fordern die Einreisebestimmungen anderer Länder zum Teil die Einhaltung genauer Vorgaben.
- Niederlande: Neben Mikrochip bzw. Tätowierung, muss die Impfung gegen Tollwut beim Hund frühestens ab einem Alter von 12 Wochen vorgenommen werden. Bei der Einreise ins Land muss sie mindestens vor drei Wochen erfolgt sein, damit sich der Impfstoff bereits ausgiebig verbreiten konnte.
- Italien: Hinsichtlich der zeitlichen Vorgaben gelten hier die gleichen Bestimmungen. Welpen, die ein Alter von 12 Wochen noch nicht erreicht haben und ungeimpft sind, bleibt die Einreise ins Land verwehrt .
- Frankreich: Vor dem Urlaub in Frankreich muss der Hund vor mindestens 30 Tagen (Grundimmunisierung) gegen Tollwut geimpft worden sein. Beläuft sich ihr voraussichtlicher Aufenthalt auf mehr als drei Monate, sind Halter dazu verpflichtet, ihre Vierbeiner in ein bestimmtes Register eintragen und vor Ort gegen Tollwut impfen zu lassen.
- Kroatien: Auch in diesem Land muss die Erstimpfung vor mindestens 30 Tagen vorgenommen worden sein, bevor es zur Einreise kommt. Darüber hinaus benötigen Sie ein sogenanntes Gesundheitszeugnis Ihres Tierarztes, das beweist, dass Ihr Hund keine Tollwut oder andere ansteckende und meldepflichtigen Krankheiten aufweist.
Wichtigstes Dokument im Zusammenhang mit der Ausreise eines Haustieres ist der internationale Impfpass. Hier wird vom Tierarzt festgehalten, um welches Tier es sich handelt, wie es um seine Gesundheit bestellt ist und welche Schutzimpfungen wann bereits vorgenommen wurden. Er ist daher sorgsam aufzubewahren und kontinuierlich zu führen.
Dass gegen Tollwut eine Impfung beim Hund erfolgte, ist nicht nur im Impfpass festgehalten. Zusätzlich wird häufig auch eine Impfplakette am Halsband befestigt, die darüber Auskunft gibt, dass der Hund geimpft wurde. Den Nachweis im Impfpass ersetzt diese nicht.
Damit die Tollwutimpfung beim Hund richtig wirkt, gilt es, Folgendes zu berücksichtigen:
- der Hund ist zum Zeitpunkt der Impfstoff-Verabreichung kerngesund und befindet sich in einem guten Ernährungszustand
- er ist in jeglicher Hinsicht völlig frei von Parasiten, gegebenenfalls ist eine vorherige Entwurmung nötig
- nach der Grundimmunisierung müssen regelmäßige Wiederholungsimpfungen gegen Tollwut erfolgen, um das das Risiko zu senken
Geht die Tollwutimpfung mit Nebenwirkungen beim Hund einher?
Die Tollwutimpfung beim Hund: Wie oft sollte sie aufgefrischt werden? Es kommt auf den Impfstoff an. Impfungen stellen einen gezielten Eingriff in das Immunsystem eines Lebewesens dar. Nur wenige Erreger werden dazu in den Körper des Tieres eingebracht und es dadurch zur Produktion von Antikörpern animiert, die sie beim tatsächlichen Kontakt mit dem Tollwut-Virus schützen.
Kurzfristig können daher Nebenwirkungen bei der Tollwutimpfung vom Hund auftreten, obwohl die Arzneimittelhersteller ihre Produkte regelmäßig auf Unbedenklichkeit testen. Grundsätzlich sind eher Hunde mit einer geringen Körpergröße und junge Tiere von unerwünschten Nebenfolgen betroffen.
Bei der Tollwutimpfung von Welpen können folgende Nebenwirkungen auftreten:
- Fieber
- Appetitlosigkeit
- Gelenkschmerzen
- Kraftlosigkeit
- Durchfall
- Erbrechen
- Atemnot
- allergische Reaktion
In der Regel tritt eine Nebenwirkung nach der Tollwutimpfung beim Hund kurz bzw. einige Stunden nach der Verabreichung auf. Sie ist überwiegend nicht sehr spezifisch, sondern eher mit einem allgemeinen Unwohlsein vergleichbar, das bis zu drei Tage anhalten kann.
Beobachten Sie in den ersten zwei Tagen nach der Impfung hingegen schwerere Nebenwirkungen (z. B. geschwollenes Gesicht, Ohren, Probleme beim Atmen, Erbrechen), dann sollten Sie schnellstens den Gang zum Tierarzt aufnehmen. In den meisten Fällen geht eine Tollwutimpfung beim Hund jedoch glimpflich aus.
Auch, wenn die Tollwutimpfung mit Nebenwirkungen einhergehen sollte, bedenken Sie: Meist muss sich Ihr Liebling nur kurz mit wenigen lästigen Begleiterscheinungen auseinandersetzen. Langfristig jedoch, ist er selbst und indirekt auch alle anderen Individuen vor einer Tollwuterkrankung geschützt.
Was kostet die Tollwutimpfung beim Hund?
Damit Ihr Vierbeiner vor der tödlich verlaufenden Krankheit Tollwut geschützt ist, muss er zunächst grundimmunisiert werden und vier Wochen später eine Auffrischungsimpfung erhalten. Das passiert in Deutschland überwiegend in bereits jungen Jahren und zusammen mit anderen Impfstoffen, die vor weiteren ansteckenden Krankheiten bewahren. Entscheiden Sie sich einen Hund zu adoptieren, ist das meist schon geschehen.
Im sogenannten Impfschema wird gerade am Anfang des Hundelebens also auch gegen diese Erkrankungen geimpft:
Die Tollwutimpfung beim Hund geht mit Kosten einher. In der Regel belaufen sie sich auf mindestens 30 Euro. Je nachdem gegen wie viele Stämme von Erregern pro Impfstoff vorgegangen wird, sprechen Experten von 5-fach-, 6-fach- und 8-fach-Impfungen. Und was kostet so eine Tollwutimpfung für Hunde nun?
Häufig hängen die zu zahlenden Preise davon ab, in welcher Region Sie leben. Aufgerufen werden in der Regel Preise zwischen 30 Euro und 65 Euro. Werden gleich mehrere potenzielle Krankheiten mit einer Impfung angegangen, steigen bei der Tollwutimpfung die Kosten. Für den Hund muss tiefer in die Tasch gegriffen werden.
Tollwut bei Katzen – wie häufig muss eine Impfung erfolgen?
Auch Katzen können sich bei ihren Streifzügen durch die Natur mit Tollwut-Viren anstecken, in dem sie z. B. mit anderen Wildtieren kämpfen. Die sich äußernden Symptome ähneln denen bei Hunden:
- Nervosität
- vermehrte Speichelproduktion (Schaum vor der Schnauze)
- Wasserphobie
- Angst/Scheu
- Schluckbeschwerden
- Lähmungen
Tollwut bei Katzen ist nicht nur für das Tier selbst gefährlich. Durch einen simplen Kratzer werden auch Menschen schnell infiziert. Woran Sie unter anderem auch erkennen können, ob Ihre Katze Tollwut hat, ist: häufiges Mauzen. Das Geräusch verlässt sie laut und energisch. Die Symptome treten ungefähr zwei bis drei Wochen nach dem Kontakt mit dem infizierten Tier auf.
Besonders, wenn Kinder in Ihrem Haushalt leben, sollten Sie vorsichtig sein, könnte der Stubentiger mit Freigang die eingesammelten Viren beim Spielen doch weitergeben und damit auch den Mensch anstecken. Wenn die Krankheit sich erst einmal mit ihren Symptomen zeigt, dann hilft auch keine Therapie mehr.
Ein Kratzer ist schließlich schnell geschehen. Im Gesicht erwischt, müssen die Viren keinen allzu langen Weg bis zum Gehirn mehr zurücklegen.
Impfen Sie insbesondere Freigänger-Katzen deshalb gegen Tollwut. Der beste Zeitpunkt hierfür ist die zwölfte Lebenswoche. Im Rahmen der Grundimmunisierung erhält die Katze zu diesem Zeitpunkt das erste Mal den entsprechenden Impfstoff. Vier Wochen später wird das erste Mal aufgefrischt, im 15. Lebensmonat das zweite Mal. Und wie lange hält eine Tollwutimpfung danach?
Wann Sie mit Ihrem Stubentiger wieder zum Tierarzt müssen, hängt davon ab, welcher Impfstoff verabreicht wurde. Während manche Auffrischungen jährlich vorzunehmen sind, ist bei anderen die Tollwutimpfung bei Katzen nur alle vier Jahre nötig. Sprechen Sie bei Unsicherheiten diesbezüglich deshalb mit Ihrem Tierarzt.
Darf eine Tollwutimpfung auch nach einem Biss noch erfolgen? Hat sich eine Katze bereits mit der Seuche Tollwut infiziert, darf sie nicht mehr behandelt werden.
Impfungen seuchenkranker oder verdächtiger Tiere gegen die Tollwut sind verboten.“ (§ 2 Verordnung zum Schutz gegen die Tollwut)
Ist die Tollwut bei Ihrer Katze erst einmal ausgebrochen ober besteht auch nur der Verdacht, ist es der zuständigen Behörde erlaubt, das Tier zu töten und unschädlich zu beseitigen (§ 7 Tollwut-Verordnung).
Tollwut bei Katzen verhindern – welche Kosten kommen auf Sie zu?
Katzen können Tollwut genauso bekommen wie Hunde auch. Um zu vermeiden, dass Ihr Tier erkrankt, daran verendet und sogar noch andere Individuen ansteckt, sollte deshalb rechtzeitig eine Tollwutimpfung bei Ihrer Katze erfolgen. Die Kosten, die hierbei entstehen, variieren.
Katzen mit Auslauf benötigen in regelmäßigen Abständen eine Impfung gegen die Tollwut auslösenden Viren.
Preislich beläuft sich die Leistung des Tierarztes dabei in der Regel auf knapp 30 Euro. In Abhängigkeit vom Impfstoff und seiner Wirksamkeit gilt: Die Kosten für die Tollwutimpfung ergeben sich aus der Lebensdauer der Katze.
Gerade der Prophylaxe der Tollwut kommt eine große Bedeutung zu, führen die entsprechenden Viren nicht zur zum Verenden des geliebten Tieres, sondern gefährden unter Umständen auch ungeimpfte Spielpartner und andere Tiere in der Umgebung.
Grundsätzlich gilt: Sie sollten die Tollwutimpfung schon bei Welpen vornehmen. Ab wann? Tierärzte und die Tollwut-Verordnung betrachten ein Lebensalter ab der 12. Woche als empfehlenswert. Zu diesem Zeitpunkt sollte mit der Grundimmunisierung begonnen werden, die danach – gemäß Impfplan – aufzufrischen ist. Scheuen Sie sich hier nicht vor den Kosten einer Tollwutimpfung bei Hund oder Katze, schließlich wollen Sie doch, dass es Ihrem Liebling so lange wie möglich gut geht.
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das Erwachen der Valkyrjar

Tollwutimpfung
Impfungen bei Hund und Katze ausleiten
Tierärzte achten akribisch darauf, dass ihre Patienten ordentlich durchgeimpft sind. Nicht selten aber geht es Hund und Katze – ähnlich wie uns Menschen – nach dem Impfen gar nicht gut. Was ist dann zu tun? Und wie kann man die Impf-Giftstoffe wieder aus dem Körper von Hund und Katze ausleiten?

Überimpfte Haustiere?
Hunde und Katzen dürfen nur ausgestattet mit einem so genannten EU-Heimtierausweis, einem Mikrochip und einer Tollwut-Schutzimpfung innerhalb der EU mitreisen.
Auch in eine Pension, in Hundeausläufe, auf den Hundeplatz und auf die Rennbahn darf Hund meist nur mit dem Nachweis einer ganzen Reihe verschiedener Impfungen.
Und auch wenn eine Tollwutimpfung in Wirklichkeit für mehrere Jahre Schutz gewährt, wird diese mehrjährige Gültigkeit nicht immer vom Tierarzt auch in den Impfpaß eingetragen und eine erneute Impfung ist nach Ablauf eines Jahres nötig.
Achtet man jedoch darauf, dass die dreijährige Gültigkeit eingetragen wird, dann wird dies in der EU sowie in Norwegen und der Schweiz auch anerkannt.
Oft jedoch werden die meisten Hunde und Katzen vorsorglich jedes Jahr geimpft – und zwar leider nicht nur gegen Tollwut, sondern genauso gegen viele weitere Krankheiten, die eigentlich ebenfalls einen mehrjährigen Impfschutz haben.
Mögliche Impffolgen für Hund, Katze & Pferd
Impfungen gehen jedoch nicht bei jedem Tier spurlos vorüber. Beim einen kommt es vielleicht „nur“ zu einer schmerzhaften Schwellung an der Impfstelle, so daß sich das Tier (je nach Ort der Impfstelle) am Impftag z. B. gar nicht mehr hinlegen möchte oder aufgrund des Schmerzes verschreckt und panisch reagiert.
Doch vermutet man, daß es auch langfristige Folgen der zahlreichen Impfungen und Manipulationen des Immunsystems gibt. Dazu zählen in erster Linie Allergien und chronische Hautprobleme, chronische Bindehautentzündungen, Verdauungsbeschwerden, chronische Zahnfleischentzündungen, chronischer Schnupfen und Epilepsie, sowie beim Pferd eine erhöhte Anfälligkeit für Koliken,
Keine Impfpflicht für Hund und Katze
Stellt sich nun die Frage, was Sie für ihr Tier tun können, damit es durch Impfungen so wenig wie möglich belastet wird.
Es gibt nach wie vor zum Glück auch für Tiere keine Impfpflicht – weder in der Schweiz noch in der EU. Sie sind also generell frei in Ihrer Entscheidung, ob Sie Ihr Tier impfen lassen wollen und wie viele Impfungen Sie für nötig halten.
Es sei denn, Sie möchten mit Ihrem Hund oder Ihrer Katze ins Ausland reisen. Hier ist dann – wie oben erklärt – die Tollwutimpfung Pflicht.
Titerbestimmung kann Impfung überflüssig machen
Sollte Ihr Tierarzt auf eine bestimmte Impfung drängen, gegen die Ihr Tier in seiner Jugend oder in den letzten Jahren bereits geimpft wurde, dann könnten Sie mit einer Blutuntersuchung den Titer – also den Status des Impfschutzes – feststellen lassen.
Ist der Titer noch hoch genug, wird auch Ihr Tierarzt keinen vernünftigen Grund für eine Impfung mehr vorbringen können.
So kann z. B. der Tollwuttiter auch dann noch hoch genug sein, wenn die letzte Tollwut-Impfung vor mehr als fünf Jahren verabreicht wurde – was sich erst kürzlich ganz konkret beim Hund eines unserer ZDG-Redaktionsmitglieder gezeigt hat.
Wenn eine Impfung aus den oben genannten Gründen (Reise, Pension, Hundeplatz etc.) aber nicht zu umgehen ist, dann wäre es klug zu wissen, was man tun kann, um mögliche belastende Impfreaktionen so gering wie möglich zu halten.
Herkömmliches Ausleiten bei Hund und Katze schwierig
Während man aus vielen Human-Impfstoffen das Quecksilber bereits entfernt hat, ist es noch in fast jeder Heimtierimpfung in Form des altbekannten Thiomersals enthalten.
Eine Schwermetallausleitung mit Chlorella-Algen und Co. könnte da natürlich dem ein oder anderen Tierhalter in den Sinn kommen. Die Algen könnten in Pulverform dem Futter beigemischt werden, was generell eine gute Idee im Sinne einer ganzheitlichen Nahrungsergänzung darstellt.
Doch werden Katzen sicher nicht die zur Schwermetall-Ausleitung erforderliche Chlorella-Dosis zu sich nehmen wollen, und auch nicht jeder Hund ist begeistert vom plötzlichen Chlorella-Geschmack in seinen Mahlzeiten.
Da ferner noch weitere Komponenten zur erfolgreichen Quecksilber-Ausleitung gehören, zu denen Tiere erfahrungsgemäss kaum überredet werden können und es ausserdem keine Hinweise dazu gibt, ob die Ausleitung beim Tier auf dieselbe Weise durchgeführt werden sollte wie beim Menschen, sollte man hier besser auf den Instinkt des Tieres achten und ihm keine beliebigen Ausleitungsmittelchen gegen seinen Willen aufdrängen.
Bieten Sie Ihrem Hund also Chlorella-Algen-Tabs an. Wenn er sie mag, ist das fein. Wenn nicht, dann muß er sie auch nicht nehmen.
Silicium zur Ausleitung von Aluminium
Aluminiumhydroxid ist ein Wirkverstärker, der in sehr vielen Impfstoffen enthalten ist. Das Spurenelement Silicium kann zur Ausleitung von Aluminium eingesetzt werden. Details dazu haben wir hier beschrieben: Ausleitung von Aluminium
Silicium kann Hunden und Katzen sehr leicht ins Futter gegeben werden – zumal heutzutage die Lebensmittel und so auch die Tiernahrung oft sehr siliciumarm sind.
Hunde mögen Silicium oft sogar gern und nehmen es mit Begeisterung auch pur direkt aus einem Schälchen.
Impfungen bei Hund und Katze ausleiten mit Homöopathie
Treten konkrete Impffolgen auf, kann oft die Homöopathie sehr gute Dienste leisten, denn sie wirkt bei Mensch und Tier gleichermassen. Richtig angewandt können homöopathische Mittel helfen, akute und auch chronische Folgen einer Impfung günstig zu beeinflussen.
Im Folgenden möchten wir Ihnen einige ausgesuchte Mittel vorstellen, die Sie auch als Laie problemlos nach einer Impfung anwenden können. Bitte verwenden Sie die Mittel nur in niedrigen Potenzen wie D6 oder D12.
Für eine Behandlung chronischer Impffolgen ist es ratsam, wenn Sie eine/n erfahrene/n homöopathisch arbeitende/n Heilpraktiker/in oder Tierheilpraktiker/in hinzuziehen.
Akute Impffolgen sollten Sie ferner umgehend auch mit Ihrem Tierarzt besprechen!
Dosierung und Verabreichung
Treten nun nach einer Impfung gesundheitliche Probleme auf, dann gibt man das ausgewählte homöopathische Mittel grundsätzlich zwei Wochen lang – und zwar 3-mal täglich 5 Globuli (Kügelchen). Die Globuli schiebt man am besten unauffällig seitlich in das Mäulchen.
Nun kann es aber sein, dass Ihr Hund oder Ihre Katze die Globuli genauso unauffällig wieder ausspuckt.
Globuli können dann auch in einer winzigen Menge Wasser aufgelöst werden. Das Wasser wird dann in eine Spritze (ohne Nadel!!) aufgezogen und seitlich ins Maul gegeben.
Notfalls können die Kügelchen auch unter das Essen gemischt werden. Manche Hunde nehmen Globuli jedoch gerne selbständig ein, was man vorher abchecken sollte, bevor man aufwändige Verabreichungszeremonien vorbereitet.
Bitte geben Sie immer nur EIN Mittel, welches Ihnen passend erscheint. Verbessern sich die Symptome innerhalb zweier Wochen nicht, sollten Sie das Mittel absetzen und ein anderes Mittel wählen.
Bei Besserung der Symptome können Sie nach zwei Wochen die Dosierung auf einmal täglich 5 Globuli herabsetzen, so lange, bis die Symptome verschwunden sind.
Nachfolgend eine Auswahl an möglichen homöopathischen Mitteln, die sich für Impffolgen besonders gut eignen und dem Tier helfen, die verursachenden Gifte besser auszuscheiden:
Homöopathische Mittelauswahl
Das homöopathisch aufbereitete Schwarzpulver enthält Salpeter, Schwefel und Kohle. Es wird oft als „homöopathisches Antibiotikum“ bezeichnet, weil es in der Lage ist, infizierte Wunden zu heilen.
Bei Abszessen, Furunkeln und Stichen ist es hilfreich und sogar bei einer Blutvergiftung leistet es gute Dienste.
Der große Arzt und Homöopath des 19. Jahrhunderts – J. C. Burnett – hatte einst gesagt: „Jede Impfung verursacht eine Vakzinose.“ Mit Vakzinose ist die Impfkrankheit gemeint, wobei diese wiederum nicht nur die unerwünschten Impffolgen beschreibt, sondern ganz allgemein die Auswirkungen des Impfstoffes auf den Körper. Die Impfkrankheit ist also eine Krankheit, die der Körper infolge des Impferregers durchlebt.
Laut Burnett ist eine Vakzinose ein durch den Impferreger ausgelöster krankhafter Zustand der Konstitution,
Gerade aber Gunpowder ist in der Homöopathie – neben Thuja – DAS Mittel bei Vakzinosen, das gegeben wird, um die schädlichen Impfbegleitstoffe auszuleiten und Impf-Nebenwirkungen gering zu halten.
Gunpowder ist daher nach jeder Impfung ratsam und sollte grundsätzlich zwei Wochen lang verabreicht werden.
Antimon tartaricum
Wenn nach einer Impfung nun asthmaähnliche Zustände auftreten oder das Tier mit hörbarem Schleimrasseln atmet, ist Antimon tartaricum angebracht.
Auch „Brechweinstein“ genannt, hat es eine starke Wirkung auf die Atemwege, insbesondere wenn der Schleim schon fast zu Erstickungsanfällen führt. Dieses Mittel kann sogar ein Lungenödem heilen.
Wenn es besonders nach einer Tollwutimpfung zu epileptischen Zuckungen durch blendendes Licht oder den Anblick laufenden Wassers kommt, kann Lyssin seine heilende Wirkung entfalten.
Auch wenn das Tier plötzlich vermehrt speichelt, ist dieses Mittel angebracht.
Lyssin ist eine sogenannte Nosode – also ein homöopathisch aufbereitetes Mittel aus tierischem oder menschlichem Material – und wird in diesem Fall aus dem Speichel eines tollwütigen Hundes gewonnen.
Malandrinum
Wenn sich nach einer Impfung trockene, rissige und schuppige Ausschläge zeigen, die das Tier zu ständigem Jucken veranlassen, bringt oft diese Nosode aus der Pferdemauke (bakterielle Hautentzündung in der Fesselbeuge des Pferdes) Erleichterung – und das nicht nur bei Pferden.
Malandrinum gilt als eines der wichtigsten Mittel neben Thuja und Silicea, um Impffolgen zu beseitigen!
Manchmal bilden sich nach einer Impfung dicke, krustige Ausschläge, aus denen Eiter sickert und die furchtbar jucken. Hier kann die Pflanze Mezereum – auch „Seidelbast“ genannt – Abhilfe schaffen.
Allerdings wirklich nur in homöopathischer Aufbereitung, da der Seidelbast – wie viele Ausgangsstoffe in der Homöopathie – hochgiftig ist. Schon zehn seiner Beeren können für ein Kind tödlich sein, während manche Vogelarten gegen das Gift unempfindlich zu sein scheinen, da sie die Beeren genüsslich verspeisen.
Wenn Sie zudem das Gefühl haben, Ihr Tier leidet unter Knochenschmerzen und möchte nicht an die kalte Luft, kann das ein zusätzlicher Hinweis für dieses Mittel sein.
Mezereum ist auch bekannt als wichtiges Mittel bei Herpes Zoster (Gürtelrose) und den damit in Zusammenhang stehenden schlimmen Nervenschmerzen.
Sarsaparilla
Die sogenannte „Sarsaparillawurzel“ ist ein Liliengewächs aus Südmexiko, das nach einer Impfung angebracht ist, wenn sich juckende, trockene oder auch nässende Hautausschläge zeigen.
Auch wenn plötzlich schmerzhafte Risse an den Pfoten auftauchen oder das Tier beim Urinieren unter Schmerzen leidet, kann die Wahl auf dieses Mittel fallen.
Der feingepulverte „Bergkristall“ kommt nach Impfungen dann in Frage, wenn sich zum Beispiel ein eitriger Abszess an der Impfstelle bildet.
Auch wenn es zu epileptischen Zuckungen kommt und/oder es zu unwillkürlichem Kotabgang nach der Impfung kommt, kann es hilfreich sein, dieses Mittel zu geben.
Ein Tier, das Silicea braucht, ist meist von magerer Statur und oft etwas ängstlich in seinem Charakter.
Wie bereits oben erwähnt, gehört Thuja (der Lebensbaum) zu den wichtigsten Mitteln, die nach Impfungen verabreicht werden können.
In seinem Buch „Vakzinose und ihre Heilung mit Thuja“ hat J. C. Burnett Thuja als wirksames Heilmittel gegen Vakzinosen beschrieben.
Auch wenn Lähmungserscheinungen nach einer Impfung auftreten oder es zu Durchfall kommt, kann Thuja gute Dienste leisten.
Genauso ist Thuja angezeigt, wenn das Tier seit der Impfung unter einer chronischen Ohrentzündung leidet oder sich immer mehr Warzen bilden. In diesem Fall ist es aber ratsam, professionelle, homöopathische Hilfe hinzuzuziehen.
Tollwut
Beschreibung
Eine schwere Virusinfektion, die fast ausnahmslos tцdlich endet - mit einer Tollwutimpfung kann man jedoch mцgliche Risiken minimieren. Tollwut wird durch den Speichel infizierter Tiere (z.B. Fьchse, Fledermдuse, Hunde, Katzen) ьbertragen und fьhrt zu Krampfanfдllen, aggressivem Verhalten, Koma und Tod durch Atemlдhmung. Die Erkrankung beginnt oft erst Monate, manchmal sogar erst Jahre nach dem Viruskontakt .
Tollwutvirus, ein Rhabdovirus aus der Familie der Lyssaviren
Tollwut bei Tieren kommt in vielen Lдndern weltweit vor. Die WHO geht von ca. 50.000 Tollwut-Toten pro Jahr aus. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungslдndern (s. aktuelle Lдnderinfos >> Ihr Reiseziel) - ein GroЯteil hiervon in Indien. 99% der menschlichen Tollwutfдlle werden von Hunden ьbertragen. Besonders hдufig sind Welpen unter sechs Monaten betroffen. Auch Affen kцnnen die Tollwut ьbertragen - hier sind die Fallberichte aber vergleichsweise selten.
Die Wildtollwut unter Fьchsen, Waschbдren oder Fledermдusen ist ebenfalls nur selten Auslцser der Tollwut beim Menschen. Vorsicht ist in Deutschland und in den Niederlanden z.B. bei Hцhlenwanderungen (Fledermдuse) oder im Tierschutz geboten.
Infektionsweg
Der Mensch infiziert sich hauptsдchlich durch Speichelkontakt: Nach Belecken von verletzten Hautstellen, durch BiЯ- oder Kratzverletzungen, oder wenn Speichel des Tieres durch ungewaschene Hдnde an die Augen-, Nasen-, oder Mundschleimhaut gelangt. Ansteckend ist auch die Inhalation von Viren. Das Virus wird nicht durch Belecken von gesunder Haut ьbertragen - Schleimhдute sind hingegen auch in unverletztem Zustand durchlдssig. Der sicherste Schutz vor Tollwut ist daher eine intakte Haut! Da das Virus widerstandsfдhig gegen Kдlte und Fдulnis ist, sind Tierkadaver auch noch nach Wochen infektiцs.
Inkubation
In den meisten Fдllen betrдgt die Inkubationszeit 20 bis 70 Tage, Tollwut kann aber auch schon nach vier Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Tollwut ist eine akute Virusenzephalomyelitis, die fast ausnahmslos tцdlich endet. Ist das Virus einmal in den Kцrper gelangt, wandert es entlang der Nervenbahnen ins Rьckenmark und von dort ins Gehirn. Hier vermehrt es sich und breitet sich weiter im Organismus aus.
Zu den ersten Krankheitszeichen zдhlen eine gewisse Дngstlichkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Unwohlsein und die Verдnderung der Wahrnehmung im Bereich der BiЯstelle. Gewцhnlich kommt es zu Nervositдt, Halluzinationen und einer Aerophobie, in einigen Fдllen gefolgt von Angstzustдnden vor Wasser (Hydrophobie) aufgrund von Spasmen der Schluckmuskeln. Nach Delirium und Krдmpfen tritt wenige Tage nach Krankheitsbeginn der Tod ein.
Eine weniger hдufige Form, die paralytische Tollwut, ist durch Stцrungen der Sinnesempfindung, Schwдche, Schmerzen und Paralysen charakterisiert.
Bei unklarem oder nicht vorhandenem Impfschutz muss unverzьglich (Stunden!) nach dem fraglichen Viruskontakt (Biss, blutiger Kratzer oder Kontakt mit den Schleimhдuten) eine aktive und passive Immunisierung erfolgen! Diese besteht aus fьnf aktiven Impfungen innerhalb von 28 Tagen. Je nach Schwere der Verletzung ist neben der aktiven Impfung auch eine passive Impfung in den Arm und in das Wundgebiet notwendig. Dieses Immunglobulin ist teuer in der Herstellung und nicht ьberall vorrдtig. Es sollten von der WHO lizensierte humane und equine Immunglobuline zum Einsatz kommen.
Bei bestehendem Impfschutz kann auf die passive Impfung (Immunglobuline) verzichtet werden, die erneute aktive Impfung am ersten und dritten Tag ist jedoch trotzdem notwendig.
Eine Tollwutimpfung sollte bei beruflicher Exposition (Fцrster, Jдger, Tierarzt) und bei Reisen in Risikogebiete z.B. China, Indien, Thailand, Vietnam, Bali, Nepal, Bangladesch oder Pakistan erwogen werden; s. aktuelle Lдnderinfos >> Ihr Reiseziel
Bei entsprechender Exposition (Trekking, Fahrrad- oder Motorradtouren, Hцhlenwanderungen, Tierschutz, besonders Kinder) sollte eine Tollwutimpfung vor Abreise erfolgen. Im Rahmen des Pauschaltourismus (Hotelanlage) kann auf eine Tollwutimpfung eventuell verzichtet werden. Fьr einen nahezu 100%igen Schutz ist eine dreimalige Impfung innerhalb 4 Wochen, sowie Auffrischung zunдchst nach einem Jahr, dann nach drei bis fьnf Jahren notwendig.
Ein sehr schlecht vertrдglicher, auf Nervenzellen gezьchteter Impfstoff, wird seit 1984 nicht mehr von der WHO empfohlen. Auch in den meisten Reiselдndern wird auf dessen Einsatz verzichtet, lediglich in manchen Entwicklungslдndern findet er immer noch Verwendung. Als besser vertrдgliche Alternative werden stattdessen hochgereinigte auf Zellkulturen gezьchtete Impfstoffe (purified chick embryo cell) oder auf humanen Zellen gezьchtete Imfpstoffe (Human Diploid Cells sog. HDC) verwendet, die sich beide durch eine bessere Vertrдglichkeit auszeichnen. Wer eine nachgewiesene HьhnereiweiЯallergie hat, sollte die hьhnereiweiЯfreien HDC-Impfstoffe verwenden.
Man unterscheidet zwischen der Tollwutimpfung als Vorsorge und der Impfung, die nach Tollwutkontakt vorgenommen wird. Die Vorsorgeimpfung besteht fьr Erwachsene und Kinder aus drei Injektionen in den Oberarmmuskel an den Tagen 0, 7 und 21-28. Der Impfschutz muss bei fortbestehender Gefдhrdung alle zwei bis fьnf Jahre aufgefrischt werden.
Nach Kontakt mit einem tollwutverdдchtigen Tier muss jeder Mensch geimpft werden. Bei Patienten, die bereits ьber einen Impfschutz verfьgen, ist das Erkrankungsrisiko geringer, es sind weniger Impfungen notwendig (s.o.). Wer noch nie oder unvollstдndig geimpft wurde, erhдlt die vollstдndige Therapie. Sie besteht aus fьnf bis sechs Impfungen sowie aus einer passiven Immunisierung mit einem Antitollwutserum. Bei Kontakt mit Impfflьssigkeiten oder Impfkцdern wird gleichermaЯen verfahren.
Impfschutz
Beginn des Schutzes ca. 2 Wochen nach der ersten Impfung - Dauer bis 5 Jahre, Kontrolle ьber Bestimmung der Antikцrper.
Nebenwirkungen / Gegenanzeige
Moderne Tollwutimpfstoffe werden gut vertragen. Hдufige Nebenwirkungen sind Rцtung und Schwellung der Einstichstelle, seltener kommt es zu grippeдhnlichen Symptomen oder Magen-Darmbeschwerden. In Einzelfдllen wurden allergische Reaktionen bis zum allergischen Schock beschrieben. Gelegentliche systemische Reaktionen (Unwohlsein, generelle Schmerzen und Kopfschmerzen) wurden sowohl nach intramuskulдrer als auch nach intradermaler Impfung beobachtet.
Bemerkungen
Bei Exposition sollte nach der 3. Impfung eine Antikцrperbestimmung durchgefьhrt werden, um die weitere Dosierung ggf. zu erhцhen. Abstand zu anderen Impfungen nicht erforderlich. Vorsicht: Tollwut endet fьr den Menschen immer tцdlich!
Risikogebiete
Bei den Reiselдndern unterscheidet man vier verschiedene Risikokategorien:
Kategorie 1: Lдnder mit keinem Tollwut-Risiko
Kategorie 2: Lдnder mit geringem Tollwut-Risiko
Reisende in diese Lдnder sollten bei einem mцglichen Kontakt mit Fledermдusen eine Tollwut-Impfung als Vorsorge erhalten.
In diesen Lдndern sollten Reisende, die einen mцglichen Kontakt mit Fledermдusen oder anderen wilden Tieren nicht ausschlieЯen kцnnen, eine Tollwut-Impfung als Prophylaxe erhalten.
Kategorie 4: Lдnder mit hohem Tollwut Risiko
In diesen Lдndern sollten Reisende, die sich in lдndlichen Gebieten aufhalten oder Aktivitдten wie Jogging, Radfahren, Wandern oder Camping geplant haben, eine vorsorgliche Tollwut-Impfung erhalten.
Eine prophylaktische Tollwutimpfung empfiehlt sich auch fьr Personen die einen Kontakt zu Tieren (bspw. Hunde oder Katzen) nicht ausschlieЯen kцnnen oder einem beruflichen Risiko ausgesetzt sind (bspw. Veterinдre oder Jдger). Darьber hinaus sind auch Kinder in diesen Lдndern vorsorglich zu impfen, da man insbesonderen bei Ihnen nicht den Kontakt zu streunenden Tieren ausschlieЯen kann.
Weitere Informationen siehe auch
01.02.2017, Dr. med. Andrea Gontard (AG), Fachдrztin fьr Allgemeinmedizin
Reisemedizinische Beratung
Fьr Ihre reisemedizinische Beratung steht Ihnen online ein Fragebogen zur schriftlichen Reiseberatung zur Verfьgung - gerne beraten wir Sie auch telefonisch:
Ankündigung
Wie oft gegen Tollwut impfen?
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Hältst Du diese für überflüssig oder fürchtest Du Impfkomplikationen oder -schäden?
Ich habe einmal darüber gelesen und dann meinen Tierarzt gefragt, ob die jährlichen Impfungen überhaupt nötig wären. Er hat aber ganz entsetzt reagiert und bemerkte, man ließe ja sich und seine Kinder auch impfen.
- Dabei seit: 09.11.2007
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Mit der Tollwutimpfung ist es so, dass ich meinen Hund trotzdem jährlich dagegen impfe, aus dem einfachen Grund weil es ein riesen Durcheinander gibt. Jetzt mit Tollwut impfen oder nicht, die anderen wohl, ach ne, die andere ist auch drei Jahre gültig, und die nur zwei! Nee nee, meine beiden sind jetzt 13 Jahre und haben keine "Impfschäden" die ja bekannterweise höchst selten sind.
Und warum die jährlichen Impfungen nötig sind? Na, damit sich die Hunde nicht an diesen tödlich verlaufenden Krankheiten anstecken. Und wenn sich jemand fragt: Na, die Tollwut gibts doch garnicht mehr so oft! Der hat absolut recht: WEIL EBEN GEIMPFT WIRD.
Und leider waren im Frühjahr ein paar Füchse und zwei Hunde an Tollwut in Rheinland-Pfalz erkrankt.
dass Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen,
dass Menschen nicht denken!
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Hältst Du diese für überflüssig oder fürchtest Du Impfkomplikationen oder -schäden?
Ich habe einmal darüber gelesen und dann meinen Tierarzt gefragt, ob die jährlichen Impfungen überhaupt nötig wären. Er hat aber ganz entsetzt reagiert und bemerkte, man ließe ja sich und seine Kinder auch impfen.
- Dabei seit: 01.03.2008
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Ich finde es einfach fahrlässig in der heutigen zeit, in der das impfen eigentlcih kein problem und für die allermeisten nur ein ganz kleiner schritt ist, dies ienfach mal kathegorisch abzulehnen.
Dass es diese Krankheiten nur noch selten gibt, gegen die geimpft wird, ist nunmal der verdienst der impfung. wer seinen hund nicht impfen lässt gefährdet dadurch nicht nur sich selbst bewusst, sondern auch alle um den hund rum..(und wenns nur der andere hund ausm ort ist, der dann am haufen schnüffelt..)
lasst ihr eure kinder eigentlich auch nicht impfen?
da besteht auch das risiko eines impffehlers.
Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, dass Du die Mahlzeit mit ihm teilst; er sorgt lediglich dafür, dass Dein Gewissen so schlecht ist, dass sie Dir nichtmehr schmeckt.
- Dabei seit: 01.03.2008
- Beiträge: 393
Das KANN so sein, aber es ist eben nicht immer so!! und deshalb kann man sich auch nicht darauf verlassen..
- Dabei seit: 07.12.2008
- Beiträge: 2233
versteh ich nicht. Wir stimmen dann doch vollinhaltlich überein.
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Die Tollwutimpfung

Weil Deutschland als tollwutfrei gilt, ist die Tollwutimpfung für deinen Hund hierzulande zwar empfohlen, aber keine Pflicht. Für Reisen innerhalb der EU gehört die Tollwutimpfung allerdings zum Standard in Sachen Hundegesundheit.
Die Impfung gegen Tollwut soll deinen Hund vor der Infektion mit dem Tollwutvirus oder auch Rabiesvirus schützen. Der Tollwutvirus greift das Nervensystem an und führt zu einer normalerweise tödlich endenden Gehirnhautentzündung. Die Übertragung des Virus erfolgt über den Speichel eines Tieres. Als Resultat jahrzehntelang konsequent durchgeführter Schutzimpfungen ist Deutschland nahezu tollwutfrei. Gerade deshalb empfiehlt die ständige Impfkommission des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (BPT) weiterhin auch für in Deutschland lebende Hunde eine regelmäßige Tollwutimpfung.
Wer sich zusammen mit seinem Hund innerhalb der EU aufhält beziehungsweise in einen ihrer Mitgliedsstaaten einreist, ist gesetzlich dazu verpflichtet für einen gültigen Tollwutschutz seines Vierbeiners zu sorgen. Und diesen auch mit einem entsprechenden tierärztlichen Eintrag im EU-Heimtierausweis belegen zu können.
Impfbestimmung innerhalb der EU
Während die Impfung im Normalfall mindestens im 3-Jahres-Takt aufgefrischt werden muss, wird in den Ländern Griechenland, Frankreich, Kroatien, Rumänien und Zypern der dreijährige Impfschutz nicht anerkannt. Dort ist seine jährliche Auffrischung obligatorisch.
Ein gültiger Tollwutschutz liegt vor, wenn dein Hund bei der Erstimpfung mindestens 12 Wochen alt war, und diese mindestens 21 Tage zurückliegt, aber den Zeitraum, den der Impfstoffhersteller für eine Wiederholungsimpfung angibt, nicht überschritten hat. In den Ländern Frankreich, Tschechien, Kroatien und Zypern wird gefordert, dass die Erstimpfung 30 Tage zurückliegt. In Griechenland muss die Impfung mindestens 15 Tage zurückliegen. Im Zweifelsfall solltest du also lieber mit einem Impfvorlauf von 30 Tagen rechnen. Erfolgt eine Wiederholungsimpfung nicht innerhalb des vom Impfstoffhersteller angegebenen Zeitspanne, wird ihr der Status einer Erstimpfung zugeschrieben.
In Großbritannien, Irland und Malta ist vor der Einreise übrigens auch eine Bandwurmbehandlung verpflichtend, die nicht weniger als 24 Stunden und nicht länger als 120 Stunden zurückliegen und die in den EU-Heimtierausweis eingetragen werden muss. In Rumänien dagegen ist ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis, das nicht älter als 10 Tage sein darf, unbedingt erforderlich.
Tollwut - Erkrankungen bei Hunden, gegen die nicht routinemäßig geimpft werden sollte
Tollwut (Rhabdovirus):
Tollwut ist eine fast immer tödlich verlaufende Viruserkrankung, bei der Symptome wie Wesensveränderungen (Aggression, Drangwandern, Unruhe, Zerbeißen von Gegenständen) mit Speichelfluss typisch sind. Aber auch atypische Verlaufsformen kommen vor und erschweren die Diagnose. Diese Erkrankung kann auf den Menschen übertragbar sein und dann auch tödlich verlaufen.
Bei Verdacht auf eine Tollwuterkrankung eines Tieres darf bei nicht geimpften Tieren kein Behandlungsversuch unternommen werden. Der Verdacht muss dem Amt gemeldet und das ungeimpfte Tier getötet werden.
Die Tollwutimpfung ist im Prinzip nur noch nötig, wenn Hunde mit ins Ausland genommen werden sollen (Einreisebestimmungen). Deutschland gilt seit April 2008 als tollwutfrei, deshalb ist keine direkte Infektionsgefahr durch Füchse mehr vorhanden. Diese Tatsache ist das Ergebnis einer breit angelegten Impfaktion von Füchsen. In afrikanischen Ländern, Südamerika, Indien und Südostasien, aber auch in Osteuropa und der Türkei ist die Tollwut allerdings nach wie vor unter verwilderten Haustieren verbreitet. In Norddeutschland breitet sich in den vergangenen Jahren die Fledermaustollwut aus. Diese Viren sind eng mit dem klassischen Erreger verwandt und können sich durch einen Biss auch auf den Menschen übertragen. Wie groß das Risiko eines Fledermausbisses ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Bei der Erstimpfung muss der Hund mindestens 3 Monate als sein, besser 6 Monate. Die Impfung sollte möglichst als Einzelimpfung vorgenommen werden. Vor der Einreise nach Norwegen und Schweden wird eine Blutuntersuchung verlangt, die einen ausreichenden Tollwutschutz nachweist. Dieser geforderte Tollwutschutz (so genannter Tollwut-Titer = Menge der Abwehrzellen gegen Tollwutviren im Blut) wird nach Impfung mit Mehrfachimpfstoffen öfters nicht erreicht. Eine Auffrischimpfung mit einem Einzelimpfstoff erzielt einen besser nachweisbaren Tollwut-Titer.
Wenn der Hund mit ins Ausland genommen werden soll, müssen die landeseigenen Vorschriften beachtet werden. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig über die aktuellen Anforderungen.
► Impfstoffe
Einzel-Impfstoffe und Kombinationsimpfstoffe
(Für mehr Details bitte Bild anklicken)
Dr. Danja Klüver
Alternative Impfpraxis für Hunde und Hundewelpen
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