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bio-TV: Eichenprozessionsspinner selber bekämpfen - So gehts!

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Da bleibt kein Haar dran und gefährlich.

aus wikipedia: Die Raupen ernähren sich von den Blättern ihrer Wirtsbäume. Sie fressen die gesamte Gewebefläche der Blattspreite und verschmähen dabei lediglich die Mittelrippe und stärkere Seitenrippen des Blattes. Sie gelten als Schädlinge, da sie Lichtungs- oder Kahlfraß verursachen. Bei mehrjährigem starkem Auftreten kann der Baum direkt oder durch Folgeerscheinungen geschädigt werden. Natürliche Feinde des Eichen-Prozessionsspinners sind Wanzen, Schlupfwespen, Raupenfliegen und räuberische Käfer wie zum Beispiel der Puppenräuber. Aus forstwirtschaftlichen Gründen sind Maßnahmen zur Regulierung der Populationen des Eichen-Prozessionsspinners nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt. In der Nähe von Siedlungen und Erholungseinrichtungen werden die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners aus gesundheitlich-hygienischen Gründen bekämpft. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist dabei insbesondere bis zum zweiten Raupenstadium vor Ausbildung der Brennhaare sinnvoll.

toxische irritative (Reiz auslösende) Dermatitis (Hautentzündung)

anhaltende Papeln (Knötchen), die an Insektenstichreaktionen erinnern.

Eichenprozessionsspinner – Gefahr für Hunde

Immer Ende Mai, Anfang Juni ist es wieder soweit: die Raupen der Eichenprozessionsspinner haben ihre beste Zeit – und damit auch die Gefahr für unsere Hunde (und uns selbst auch).

Das Problem sind ja nicht die Raupen, sondern deren Haare – die können erstens von der Raupe abgeschossen werden, bleiben aber auch sonst lange gefährlich. Man kann sich das etwa so vorstellen wie Brennnesseln, nur leider ist das Gift der Raupe viel stärker. Das Blöde ist zudem, dass die Haare bis zu einem Jahr lang wirksam bleiben und somit die eigentliche Gefahr nicht gebannt ist, nachdem sich die Raupen verpuppt haben.

Wie gefährlich sind Eichenprozessionsspinner für Hunde?

Ziemlich bis sehr gefährlich – zwar sind Hunde durch das Fell recht gut geschützt, aber durch das Schnuppern, Ablecken des Fells und das Stöbern kommen bei ihnen vor allem die Schleimhäute in Kontakt mit dem Gift. Dadurch kann es zu starken Schwellungen der Kopfhaut kommen, aber auch zu starken Bindehautentzündungen – im schlimmeren Fall kann die Zunge anschwellen, und es kann zu Erstickungsgefahr führen. Auch ein allergischer Schock ist möglich und sogar Bronchitis oder Asthmaanfälle wenn die Gifthaare in die Lunge geraten.

Wie kann man vorbeugen

Ganz ehrlich: nur sehr schwer. Die Gebiete, die vom Eichenprozessionsspinner befallen sind werden von den Behörden beschildert. Lassen Sie Ihren Hund in diesen Gebieten entweder nicht von der Leine oder behalten Sie ihn nahe bei sich – lassen Sie ihn nicht durchs Unterholz stöbern und achten Sie auf die Gespinste an den Bäumen. Falls Sie eines sehen: den Hund großräumig drum herum führen.

Was tun wenn es passiert ist?

Erstens möglichst schnell zum Tierarzt – der kann mit einer Infusion und/oder Cortison das Schlimmste verhindern. Hilfreich ist auch das Abspülen des Fells mit warmem Wasser oder man kann versuchen, die Gifthaare mit Klebeband oder sogar einem Staubsauger zu entfernen, ein Tierarztbesuch bleibt aber ein Muss.

Wenn der Hund einen allergischen Schock hat besteht Lebensgefahr – sofort den Tierarzt verständigen und erste Hilfe leisten: Den Hund auf die Seite legen, wenn er noch wach ist etwas zu Trinken geben, den Kopf leicht (!) in den Nacken legen um das Atmen zu erleichtern, den hinteren Teil höher lagern, zudecken um Wärmeverlust zu vermeiden…

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Falschmeldung: Swiffer Bodentücher sind nicht giftig für Hunde

Dieser Artikel erklärt leider nicht mal annähernd gut über die Gefahren dieser Raupen auf!

Die Haare bewirken nicht nur schlicht das anschwellen der Zunge sondern vor allem bewirken sie das absterben der Zunge wie auch Lippen. Dies kann dazu führen das ein hundegerechtes Leben nicht mehr möglich ist. Weiter können diese Haare in Luft-, Speiseröhre wie auch Magen gelangen was den sicheren und extrem qualvollen Tod des Hundes bedeutet!

Die Schmerzen treten unmittelbar nach Kontakt mit den Raupen ein und sind in Worten kaum zu beschreiben!

Bitte verharmlosen Sie die Wirkung dieser Raupen nicht und klären Sie vollständig au.

Haben es erst gerade erlebt. Es war grausam. Der Hund spuckt Schaum, weint und jammert vor schmerzen. Der Tierarzt hat sofort die Ursache erkannt und gehandelt. Es dauerte ca. 3 Tage bis unser Dackel aus der Apathie zu sich kam. Den ersten Tag nach der Behandlung hat er den ganzen Tag und Nacht Wasser getrunken und gespuckt,dazu die ganze Zeit geweint. Es ist so schrecklich das mitzuerleben. Wir dachten er stirbt. Nach drei Tagen fängt er langsam an zu fressen und läuft schon Schwanzwedelnd Gassi,jedoch merke ich dass er Geräusche beim Atmen macht und die Zunge sehr weit immer rausstreckt. Ich möchte jeden Hundebesitzer davor warnen und nicht zu verharmlosen.es ist wirklich schrecklich .

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Peter Dvorak
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Eichenprozessionsspinner sind gefährlich für Hunde

ACHTUNG ZWISCHEN MAI UND JUNI – TREIBT DIE EICHENSPINNERPROZESSIONSRA UPE IHR UNWESEN – Neugierige Junghunde, und unverbesserliche “Ich-ess-Alles-Hunde” sind besonders gefährdet.

Was ist eine Eichenspinnerprozessionsraupe?

Ein kleiner, eher unscheinbarer Schmetterling, böse Zungen würden wohl Motte sagen, dessen Nachwuchs recht unsympathisch gekleidet ist. Gefährlich sind die Haare – die Häärchen der Prozessionsspinnerraupen können leichte bis massive und in seltenen Fällen sogar lebensbedrohliche Kontakterkrankungen bei Mensch und Tier verursachen.

Gefährlich ist nur die Raupe des Eichenprozessionsspinners, sie trägt feine Brennhaare, die bei Kontakt ein Nesselgift absondern, welches besonders an der Schleimhaut von Hunden schwere Schäden anrichten kann. Gefährdet ist die Hundezunge, wo der Kontakt mit dem Nesselgift schwere Verätzungen hervorruft, die in weiterer Folge sogar zum Absterben von Teilen der Zunge führen können.

Der Eichenprozessionsspinner war früher nur in südlichen Ländern wie Spanien, Portugal und Südfrankreich beheimatet. In den letzten Jahren konnte die gefährliche Raupe auch in Österreich vor allem im Wiener Raum, speziell in der Gegend rund um den Lainzer Tiergarten und auch dem Wiener Prater beobachtet werden. Verbreitet ist sie aber auch in Deutschland. Normalerweise gibt es Warnschilder wenn diese Raupen im einen Gebiet anzutreffen sind, da nicht nur Hunde, sondern auch Menschen davon betroffen sind. Menschen können ebenfalls allergische Reaktionen bekommen, wenn ein Kontakt mit dieser Raupenart stattfindet.

Hunde sind nach einer Behandlung zwar schnell wieder fit, trotzdem ist Vorsicht geboten – wenn Schwellungen im Hals auftreten, kann es passieren, dass die Tiere keine Luft mehr bekommen. Auf die Vierbeiner solle man deswegen ähnlich gut aufpassen, wie auf Kinder. Bekannt sind allerdings nur Einzelfälle, in denen Haustiere nach dem Kontakt mit den Raupen behandelt werden mussten. Meist läuft die Vergiftung, ähnlich einer allergischen Reaktion ab, wird sie zügig behandelt, geht es dem Hund schnell wieder gut. Also Vorsicht ja – Panik nein.

Die Nester nicht selbst entfernen

Wenn Gartenbesitzer die Nester des Eichenprozessionsspinners auf ihrem Grundstück entdecken, sollten sie diese nicht auf eigene Faust entfernen, sondern sich an dafür spezialisierte Firmen wenden.

KLEINER LEITFADEN ZUR PROBLEMLÖSUNG-UND ERKENNUNG:

Wie der Name schon sagt, ist der Falter bei Eichen zu finden, denn dort legt er seine Eier ab, aus denen die kleinen Raupen schlüpfen. Bevorzugt werden Eichen befallen, die einzeln oder am Waldrand, vor allem auf der Südseite in zum Beispiel öffentliche Grünanlagen, Freibäder, Parks, Friedhöfen stehen, da diese mehr Sonne abbekommen und er bzw. seine Brut es warm mag.

Wann besteht Gefahr?

Grundsätzlich eigentlich das ganze Jahr über, da die Haare sich leicht von den Raupen lösen und bspw. durch eine Windböe bis zu 200 Meter weit entfernt Probleme verursachen können und auch nach Häutungen an der abgelegten Puppe weiter haften und bis zu einem Jahr lang hochwirksam bleiben. So kann in betroffenen Gebieten auch im Herbst oder Winter durch das Stöbern im Unterholz oder des Laubteppichs sowie durch den Kontakt mit verlassenen Nestern eine Kontakterkrankung ausgelöst werden. Allerdings ist die Hochsaison der Mai und der Juni, wenn die Raupen geschlüpft sind und auf Futtersuche “prozessieren”, anders als bei der saisonalen Raupendermatitis im Mittelmeerraum, die im Januar/ Februar stattfindet, da es dort viel früher warm wird.

Wer ist in Gefahr?

Beide – Mensch und Tier. Den Unterschied macht primär das Fell. Während beim Mensch hauptsächlich Hautsymptome zum Tragen kommen, sind Hund und Katze durch ihr Fell geschützter, allerdings kommen sie dafür durch neugieriges Beschnuppern oder Stöbern, die geringere Distanz von Augen, Nase und Mund zum Boden sowie durch das Ablecken des Felles viel häufiger und schwerwiegender über die Schleimhäute der Bindehäute, des Mund- und Rachenraumes und der Atemwege in die Bredouille. Es kann auch Pferde und Wiederkäuer auf den Weiden betreffen – nicht nur Hund oder Katze.

Wie kann ich meinen Hund schützen?

Letztendlich gibt es keinen hundertprozentigen Schutz vor Kontakt. Oftmals bleiben die Folgen zum Glück zwar kurzzeitig sehr unangenehm aber langfristig vergleichsweise harmlos. Allerdings ist es von großem Vorteil, sich über das Vorkommen und das Aussehen der Raupen sowie die typischen Anzeichen zu informieren, so dass man endemische Gebiete in der Hochsaison meidet.

Welche Symptome gibt es?

Von der lokalen Quaddel bis zum lebensbedrohlichen Allergieschock reicht die Palette der Anzeichen. Bei Hund und Katze ist davon auszugehen, dass eine typische allergische/ pseudoallergische Reaktion der Haut sich eher im Kopfbereich zeigen wird, da wo die Haut kaum oder gar nicht von Fell geschützt wird. Besonders die “Brokkoli Reaktion – das sogenannte Angio-Quincke-Ödem, eine allergische Sofortreaktion der Haut und Unterhaut im Kopfbereich ist zu erwarten. Hierbei schwillt das Gewebe der Haut und Unterhaut besonders um die Augen, um die Schnauze herum und auf dem Nasenrücken massiv und sehr schnell an und sieht aus wie ein Brokkoli. Bei Kontakt mit den Bindehäuten ist eine stark juckende und massive Bindehautentzündung typisch.

Durch Einatmen oder Ablecken der Raupenhaare wiederum kommt es zu heftigen allergischen und entzündlichen Reaktionen der Schleimhäute der Atemwege und des vorderen Verdauungstraktes. Bedrohlich wird dies unter Umständen, wenn die Atemwege durch Schwellung der Zunge oder des Rachenbereichs verlegt werden. Auch bleibende massive Schäden an Zunge und Mundschleimhaut sind möglich. In den Atemwegen kann eine Bronchitis und Asthma ausgelöst werden. Auch ein allergischer Schock und andere systemische Krankheitsanzeichen wie Fieber und Erbrechen sowie Lethargie kommen vor.

Die giftigen Raupenhaare sollten so bald und so gründlich wie möglich von der Haut und auch aus dem Fell entfernt werden – allerdings mit Handschuhen und Mundschutz – denn auch der Mensch reagiert auf den Eichenprozessionsspinner …

Wenn man glaubt der Hund ist mit dem Eichenprozessionsspinner in Kontakt gekommen – das Fell gründlich mit warmem Wasser auswaschen. Vorsichtiges Absaugen mit einem Staubsauger oder wenn vorhanden, Tischsauger kann hilfreich sein. Mit Tape oder anderem Klebeband kann ebenfalls versucht werden, die Nesselhäärchen von Haut und Fell zu entfernen. Anschließend muss ein ständiges Kratzen besonders im Augenbereich verhindert werden, da zusätzliche Verletzungen entstehen und die Reizwirkung verstärkt wird. Ein Tierarztbesuch ist unumgänglich und sollte schnellstmöglich erfolgen – also nicht zuwarten – Hund einpacken und ab zum Tierarzt …

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Nicht anfassen! Eichenprozessionsspinner: Raupe gefährlich für Hund und Mensch!

Eichenprozessionsspinner melden und bekämpfen lassen! Hautreizungen, allergische Schocks - giftige Haare der Raupe sind gefährlich für Hund und Mensch. Alles, was du über den Eichenprozessionsspinner wissen musst.

Eichenprozessionsspinner – wie sehen die Raupen aus?

Aus diesen Raupen schlüpfen keine hübschen Schmetterlinge. Eichenprozessionsspinner sind die Vorläufer von später harmlosen Nachtfaltern. Aber im Raupenstadium sind die Insekten gefährlich für Mensch und Tier.

  • Zu finden sind die knapp zwei Zentimeter langen Eichenprozessionsspinner an den Ästen von Eichen-Bäumen.

Warum ist diese Raupe für Hund und Mensch gefährlich?

Die feinen Haare des Eichenprozessionsspinners sind extrem giftig, denn sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Darum können sie allergische Reaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen allergischen Schock auslösen.

➤ Mit kleinen Widerhaken können sich die Härchen in den Schleimhäuten von Mensch und Tier wie etwa Hunden verfangen und so Augenreizungen, Husten, Hautreaktionen, Fieber oder einen Schock auslösen.

➤ Auf der Haut verursacht das Nesselgift des Eichenprozessionsspinners Rötungen, Quaddeln und Pusteln - ähnlich wie beim Berühren von Brennnesseln, nur schlimmer. Der Juckreiz ist unerträglich.

➤ In den Atemwegen führen die Gifthärchen zu Entzündungen wie bei einer Bronchitis. Asthmatiker können sogar Anfälle bekommen.

➤ Wenn Härchen ins Auge gelangen, kann es tränen, anschwellen - bis hin zur Hornhautentzündung.

Auf keinen Fall anfassen!

Deshalb: die Raupen

  • nicht berühren
  • nicht genauer ansehen (Einatmungsgefahr)
  • nicht in der Nähe von befallenen Bäumen auf den Boden setzen!

So wirkt das Nesselgift auf Hunde und andere Tiere

Auch Hunde und andere Tiere sollten beim Spaziergang in der Natur unbedingt vor einem Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner geschützt werden! Denn kommen die Schleimhäute von Tieren mit dem Nesselgift Thaumetopoein in Kontakt, kann es schlimmstenfalls zu einem Absterben der betroffenen Bereiche kommen.

Wie schlimm die Auswirkungen sein können, zeigt dieses Beispiel aus einer Tierarztpraxis – dem betroffenen Hund, der nach Kontakt mit der Prozessionsraupe stark speichelt, wurde unter der Narkose das Maul ausgespült – dennoch werden die schwarzen Teile der Zunge wohl absterben.

Nehmen Tiere die Härchen des Eichenprozessionsspinners über die Nahrung auf, kann es außerdem zu Magenschleimhautentzündungen kommen.

Was tun nach Kontakt mit Eichenprozessionsspinner?

Nach Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner sofort komplett ausziehen, Kleidung waschen und sorgfältig duschen.

Danach trocken föhnen. Nicht abtrocknen, das kann übrige Härchen in die Haut einreiben.

Ist der Hund mit den Raupen in Kontakt gekommen, möglichst schnell zum Tierarzt, damit dieser das Maul fachmännisch und geschützt ausspülen kann!

Was hilft bei Hautausschlag nach Kontakt mit Eichenprozessionsspinner?

Kommt es nach Kontakt mit dem Nesselgift zu Reizungen der Haut, können entzündungshemmende Cremes und Antihistaminika helfen. Bei Atemnot braucht es wahrscheinlich Arzneimittel, die die Atemwege erweitern.

Welche Behandlung notwendig ist, kann der Hausarzt entscheiden.

Eichenprozessionsspinner bekämpfen - Wo kann ich Raupen-Befall melden?

Auf keinen Fall versuchen, die Raupen selbst zu entfernen! Besser ist es, die Gemeindeverwaltung zu informieren, sie schickt Schädlingsbekämpfer, die das betroffene Areal absperren oder auch mittels Insektiziden die gefährlichen Raupen bekämpfen. Auch das Umwelt- oder Gesundheitsamt kann helfen.

Bitte auch keinesfalls die Gespinste der Raupen mit Flammen oder Wasser bekämpfen – dabei werden die giftigen Haare nur noch stärker aufgewirbelt und verbreitet!

Video: Juckende Augen - Ursachen und was dagegen hilft

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Eichenprozessionsspinner: Die Raupe ist auch für Hunde gefährlich

23. Februar: Milliardenpoker in Brüssel, Moloch Stuttgart, Jennifer Lawrence

Eichenprozessionsspinner auch für Hunde gefährlich

23.08.2013, 15:34 Uhr | dpa/tmn

Nur wenige Zentimeter groß und doch so gefährlich: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners. (Quelle: imago/Becker&Bredel)

In diesen Tagen schlüpfen die kleinen unscheinbaren Falter des Eichenprozessionsspinners. Sie schaden niemandem, ihre Nachkommen im nächsten Frühjahr aber umso mehr. Denn sie fressen nicht nur die Baumkronen kahl. Ihre giftigen Brennhaare können bei Mensch und Hunden starke Hautreizungen und Atembeschwerden verursachen und lebensgefährliche Schockreaktionen auslösen.

Auch Hunde sind gefährdet

"Die meisten Menschen wissen nicht, dass auch Hunde allergisch reagieren können", sagt Karl-Christian Bergmann, Lungenarzt an der Charité in Berlin. Das starke Eiweißgift der Schmetterlingsraupen kann dabei vor allem die Schleimhäute der Nase und Augen sowie das Maul der Tiere angreifen. In diesem Fall sollte der Hund gründlich abgeduscht werden, um die giftigen Haare auch aus dem Fell zu entfernen.

50 Meter Abstand von Nestern halten

Für Menschen genau wie für Tiere gilt: Mindestens 50 Meter Abstand von den watteartigen Nestern halten, die sich meistens an Eichen befinden. Denn Haare, die sich von den Eichenprozessionsspinnern gelöst haben, können über viele Meter durch die Luft fliegen. Menschen sollten bei Kontakt möglichst schnell die Kleidung ausziehen, duschen und die Augen unter fließendem Wasser ausspülen. Der Giftstoff wird erst bei einer Waschtemperatur von mindestens 60 Grad zerstört.

Eichenprozessionsspinner in Deutschland

Allergischer schock droht

Besonders empfindlich reagieren Allergiker. (Pollen und Hausstaub) Bei ihnen kann der Eichenprozessionsspinner sogar einen allergischen Schock auslösen - die Beschwerden können mit Kortison und Antihistaminika behandelt werden. Manchmal treten Schwindel und Fieber durch das Nesselgift Thaumetopoein auf, in Ausnahmefällen droht ein lebensgefährlicher allergischer Schock.

Eier werden im Herbst abgelegt

Die Falter legen die Eier im Herbst bevorzugt in den Kronen von Eichen ab. Etwa im April schlüpfen die Larven. Zunächst schädigen sie nur die Bäume durch ihren enormen Hunger. Ende Mai/Anfang Juni bilden sie die gefährlichen Brennhaare. Ab Mitte Juni ziehen die Raupen aus ihren Nestern in langen Prozessionen mit bis zu mehreren tausend Insekten auf Nahrungssuche - daher der Name.

Immer mehr Larven in Deutschland

In den vergangenen Jahren ist der Eichenprozessionsspinner, der vor allem in Südeuropa lebt, in Deutschland vermehrt aufgetreten. Experten vermuten, dass der Klimawandel und die ansteigenden Temperaturen für die Ausbreitung mitverantwortlich sind. Erstmals in diesem Jahr wurde der Bacillus thuringiensis zur Bekämpfung der giftigen Larven für den Einsatz in Städten freigegeben. "Wir wissen, dass dieses Mittel gut wirkt, Gewissheit werden wir allerdings erst nächstes Frühjahr gewinnen", sagt Diplomforstwirtin Nadine Bräsicke vom Braunschweiger Bundesforschungsinstitut Julius Kühn (JKI).

Neu ist das Mittel zwar nicht, es durfte bislang aber vor allem nur in unbewohnten Gebieten gegen den Eichenprozessionsspinner (kurz EPS) eingesetzt werden.

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Eichenprozessionsspinner hund

Um einen kleinen, eher unscheinbaren Schmetterling (böse Zungen würden wohl Motte sagen;-), dessen Nachwuchs recht unsympathisch gekleidet ist.

Die Häärchen der Prozessionsspinnerraupen können leichte bis massive und im seltenen Fall sogar lebensbedrohliche Kontakterkrankungen bei Mensch und Tier verursachen.

Da sich der Eichenprozessionsspinner in den letzten Jahren in NRW wieder stark ausbreitet und v.a. Ende Mai und im Juni am zahlreichsten in seiner gefährlichen Raupenform unterwegs ist, möchte ich hier einmal darüber informieren.

Der Falter legt im Herbst bis zu 200 Eier in Eichen- (oder Hainbuchen-)kronen ab. Die Larven schlüpfen Anfang Mai. Die Raupen durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstadien bis zur Verpuppung und werden bis zu fünf Zentimeter lang. Sie haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, langbehaarten Warzen. Sie leben gesellig und gehen in Gruppen von 20 bis 30 Individuen im „Gänsemarsch“ auf Nahrungssuche, daher der Name „Prozessionsspinner“. [Quelle Kursiv-Text: wikipedia]

Die Raupe kann ihre Nesselhaare "abschießen", wenn sie sich bedroht fühlt. Dies hat den ursprünglichen Sinn, Fressfeinde abzuwehren. Die Reichweite beträgt bis zu drei Meter und die Nesselhaare haften durch Widerhaken an der Haut/ am Fell des Opfers. Die Häärchen beinhalten einen Cocktail aus Nesselgiften, primär Thaumetopoein, ein histaminfreisetzendes Protein (Molmasse 28 kDA), welches (vermutlich im Zusammenwirken mit weiteren aktiven Substanzen) eine allergische und/ oder pseudoallergische sowie neurotoxische Reaktion auslöst. Zunächst lokal, je nach individueller Immunreaktion und Dosis auch systemisch, d.h., der Gesamtorganismus ist betroffen.

Prinzipiell kann man sich dies vorstellen, wie die Reaktion auf eine Brennessel. Auch hier handelt es sich um eine lokale Schadwirkung durch (in diesem Fall pflanzliche) Nesselhaare, die eine lokale Reaktion (Urticaria = Nesselsucht) hervorrufen: Brennen, Juckreiz, Rötung, Quaddel.

Allerdings ist das Nesselgift der Prozessionsspinnerraupen weitaus potenter und die Reaktion ist viel nachhaltiger. Ferner kommen die schwebenden Nesselhäärchen oft auch mit den Schleimhäuten (Bindehaut, Mundschleimhaut, Atemwege) in Kontakt und verursachen dort ebenfalls heftige allergische und entzündliche Reaktionen.

Verwirrung herrschte bisweilen über die Herkunft dieser Baumschädlinge mit Gesundheitsgefahrenpotential. Da Unterarten der Prozessionsspinner (bspw. der Kiefernprozessionsspinner und der Pinienprozessionsspinner) bereits seit längerer Zeit im Mittelmeerraum (v.a. Südfrankreich, Spanien, Balearen) zu übler Pein bei Mensch und Tier führten und die Plage alljährlich im Frühjahr gefürchtet war und ist, dachte mancher zoologischer Halbwissende (so auch ich;-), diese Arten und ihre Probleme seien eingeschleppt und kämen nun aufgrund der klimatischen Veränderungen endemisch auch in Deutschland vor. Dem ist aber nicht so. Zwar gibt es mittlerweile auch endemisches Vorkommen der eher mediterran beheimateten Unterarten auch in Deutschland, jedoch ist der Eichenprozessionsspinner nach Information des Landesministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz seit mindestens 170 Jahren hier beheimatet, wobei er allerdings über ein Jahrhundert lang kaum noch gesichtet wurde, bis er seit der Jahrtausendwende wieder auf der Bildfläche erschien und sich seitdem kontinuierlich ausbreitete.

Zur Jahrtausendwende zunächst am Niederrhein beobachtet (wäre er doch dort geblieben;-), vollzieht sich seine Expansion bis heute in östlicher Richtung über halb NRW, wie auf folgender graphischen Darstellung gut ersichtlich:

Die Waldgebiete um Köln und möglicherweise sogar innerstädtische Bereiche sind mittlerweile Aufenthaltsort des Falters!

Wie der Name schon sagt, ist der Falter Eichenbewohner, bzw. dort legt er seine Eier ab, aus denen die Plagegeister schlüpfen. Bevorzugt werden Eichen befallen, die einzeln oder am Wald-/ Parkrand, v.a. Südseite (möglicherweise auch öffentliche Grünanlagen, Freibäder, Parks, Friedhöfe) stehen, da diese mehr Sonne abbekommen und er bzw. seine Brut es warm mag. Um die Gefahr zu erkennen, sehe man sich die weiter unten angegebenen Bilddateien an, besonders die Nester (Gespinnste) und die Prozessionen sind im wahrsten Sinne des Wortes eine haarige Angelegenheit.

Grundsätzlich eigentlich das ganze Jahr über, da die Haare sich leicht von den Raupen lösen und bspw. durch eine Windböe bis zu 200 Meter weit entfernt schadhaft werden können (oder von ihr aktiv abgeschossen werden s.o.) und auch nach Häutungen an der abgelegten Cuticula weiter haften und bis zu einem Jahr lang hochwirksam bleiben. So kann in betroffenen Gebieten auch im Herbst oder Winter durch das Stöbern im Unterholz oder des Laubteppichs sowie durch den Kontakt mit verlassenen Nestern eine Kontakterkrankung ausgelöst werden. Allerdings ist die Hochsaison der Mai und der Juni, wenn die Raupen geschlüpft sind und auf Futtersuche "prozessieren", anders als bei der saisonalen Raupendermatitis im Mittelmeerraum (Januar/ Februar), da es dort viel früher warm wird.

Mensch und Tier. Zu den Gefahren für die menschliche Gesundheit (die sich allerdings prinzipiell nicht wesentlich von denen für die Tiere unterscheiden) schauen Sie bitte in den unten beigefügten PDF-Dateinen (Faltblättern) des Landesministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nach.

Den Unterschied macht primär das Fell. Während beim Mensch hauptsächlich Hautsymptome zum Tragen kommen, sind Hund und Katze durch ihr Fell geschützter, allerdings kommen sie dafür durch bspw. neugieriges Beschnuppern oder Stöbern, die geringere Distanz von Augen, Nase und Mund zum Boden sowie durch das Ablecken des Felles viel häufiger und schwerwiegender über die Schleimhäute der Bindehäute, des Mund- und Rachenraumes und der Atemwege in die Bredouille.

Auch Pferde und Wiederkäuer sind auf den Weiden in Gefahr und bereits oftmals Opfer der Raupenhaare geworden.

Wie kann ich meinen Hund/ meine Katze schützen?

Letztendlich gibt es keinen hundertprozentigen Schutz vor Kontakt. Oftmals bleiben die Folgen zum Glück zwar kurzzeitig sehr unangenehm aber vergleichsweise harmlos. Allerdings ist es von großem Vorteil, sich (bspw. durch das Lesen dieses Beitrages) über das Vorkommen und das Aussehen der Raupen sowie die typischen Anzeichen (s.u.) zu informieren, so dass man endemische Gebiete in der Hochsaison meidet (einen großen Bogen um bekannte Nester/ Populationen macht, s.a. unten angegebene Info-Adressen), Katzen im Zweifelsfall zum Stubenarrest verurteilt, Nester im heimischen Garten beseitigt (Vorsicht! Schädlingsbekämpfer einschalten!) und im Verdachtsfall der Kontamination die unten aufgeführten Massnahmen ergreift.

Von der lokalen Quaddel bis zum lebensbedrohlichen Allergieschock ist eine breite Palette an Schadwirkungen möglich und beschrieben.

Beim Mensch ist neben den auch bei Hund und Katze auftretenden Erkrankungen/ Schädigungen der Schleimhäute v.a. eine zunächst typische Nesselsucht (Brennen der Hautkontaktstelle, Quaddel/ Hautödem mit Rötung) bekannt, die später oder auch ohne vorherige Sofort-Anzeichen zu einer bis zu zwei Wochen andauernden papulösen Dermatitis führt (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d7/Raupendermatitis.jpg/449px-Raupendermatitis.jpg).

Bei Hund und Katze ist davon auszugehen, dass eine typische allergische/ pseudoallergische Reaktion der Haut sich vornehmlich im Kopfbereich zeigen wird, bzw. dort, wo die Haut kaum oder gar nicht von Fell geschützt wird. Besonders das sogenannte Angio-Quincke-Ödem, eine allergische Sofortreaktion der Haut und Unterhaut im Kopfbereich ist zu erwarten. Hierbei schwillt das Gewebe der Haut und Unterhaut besonders um die Augen, um die Schnauze herum und auf dem Nasenrücken massiv und sehr schnell an ( http://www.lyssbachvet.ch/typo3temp/pics/9d40975503.jpg).

Bei Kontakt mit den Bindehäuten ist eine stark juckende und massive Bindehautentzündung (Rötung/ Schwellung) typisch.

Durch Einatmen oder Ablecken der Raupenhaare wiederum kommt es zu heftigen allergischen und entzündlichen Reaktionen der Schleimhäute der Atemwege und des vorderen Verdauungstraktes. Bedrohlich wird dies unter Umständen, wenn die Atemwege durch Schwellung verlegt werden (Zunge/ Rachenbereich). Auch bleibende massive Schäden an Zunge und Mundschleimhaut habe ich bei einem Hund (aus dem Mittelmeerraum) bereits gesehen. In den Atemwegen kann eine Bronchitis und schwere Asthmasymptomatik ausgelöst werden. Auch ein allergischer Schock und andere systemische Krankheitsanzeichen wie Fieber und Erbrechen sowie Lethargie sind beschrieben.

Erste Hilfe? Wie wird behandelt? Was tun?

Grundsätzlich gelten in lebensbedrohlichen Situationen die "Erste Hilfe-Massnahmen" für den allergischen Schock und lokale allergische Reaktionen bspw. im Maul und den Atemwegen, siehe:

Die giftigen Raupenhaare sollten so bald und so gründlich wie möglich von der Haut/ dem Fell entfernt werden. Doch Vorsicht! Handschuhe und gegebenenfalls Mundschutz anziehen und den eigenen Gesundheitsschutz nicht außer Acht lassen!

Im Verdachtsfall die Haut/ das Fell gründlich mit warmem Wasser abspülen/ auswaschen. Auch ein (vorsichtiges) Absaugen mit dem Staubsauger/ Tischsauger kann hilfreich sein. Mit Tape oder anderem Klebeband kann ebenfalls versucht werden, die Nesselhäärchen von Haut und Fell zu entfernen (im Augenbereich nur Wasser oder isotonische Kochsalzlösung verwenden!).

Unbedingt muss ein ständiges Bekratzen (besonders der Augen!) verhindert werden, da zusätzliche Verletzungen entstehen und die Reizwirkung verstärkt wird.

Ein Tierarztbesuch ist unumgänglich und sollte as soon as possible erfolgen.

In der Regel muss vom Tierarzt zumindest lokal behandelt werden, oftmals ist auch eine systemische (Kortison-)Behandlung oder Infusionstherapie vonnöten.

© Frank Lausberg, Tierarzt

weiterführende Links/ Bilddateien/ Info-Material:

Nicht anfassen! Eichenprozessionsspinner: Raupe gefährlich für Hund und Mensch!

Eichenprozessionsspinner melden und bekämpfen lassen! Hautreizungen, allergische Schocks - giftige Haare der Raupe sind gefährlich für Hund und Mensch. Alles, was du über den Eichenprozessionsspinner wissen musst.

Eichenprozessionsspinner – wie sehen die Raupen aus?

Aus diesen Raupen schlüpfen keine hübschen Schmetterlinge. Eichenprozessionsspinner sind die Vorläufer von später harmlosen Nachtfaltern. Aber im Raupenstadium sind die Insekten gefährlich für Mensch und Tier.

  • Zu finden sind die knapp zwei Zentimeter langen Eichenprozessionsspinner an den Ästen von Eichen-Bäumen.

Warum ist diese Raupe für Hund und Mensch gefährlich?

Die feinen Haare des Eichenprozessionsspinners sind extrem giftig, denn sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Darum können sie allergische Reaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen allergischen Schock auslösen.

➤ Mit kleinen Widerhaken können sich die Härchen in den Schleimhäuten von Mensch und Tier wie etwa Hunden verfangen und so Augenreizungen, Husten, Hautreaktionen, Fieber oder einen Schock auslösen.

➤ Auf der Haut verursacht das Nesselgift des Eichenprozessionsspinners Rötungen, Quaddeln und Pusteln - ähnlich wie beim Berühren von Brennnesseln, nur schlimmer. Der Juckreiz ist unerträglich.

➤ In den Atemwegen führen die Gifthärchen zu Entzündungen wie bei einer Bronchitis. Asthmatiker können sogar Anfälle bekommen.

➤ Wenn Härchen ins Auge gelangen, kann es tränen, anschwellen - bis hin zur Hornhautentzündung.

Auf keinen Fall anfassen!

Deshalb: die Raupen

  • nicht berühren
  • nicht genauer ansehen (Einatmungsgefahr)
  • nicht in der Nähe von befallenen Bäumen auf den Boden setzen!

So wirkt das Nesselgift auf Hunde und andere Tiere

Auch Hunde und andere Tiere sollten beim Spaziergang in der Natur unbedingt vor einem Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner geschützt werden! Denn kommen die Schleimhäute von Tieren mit dem Nesselgift Thaumetopoein in Kontakt, kann es schlimmstenfalls zu einem Absterben der betroffenen Bereiche kommen.

Wie schlimm die Auswirkungen sein können, zeigt dieses Beispiel aus einer Tierarztpraxis – dem betroffenen Hund, der nach Kontakt mit der Prozessionsraupe stark speichelt, wurde unter der Narkose das Maul ausgespült – dennoch werden die schwarzen Teile der Zunge wohl absterben.

Nehmen Tiere die Härchen des Eichenprozessionsspinners über die Nahrung auf, kann es außerdem zu Magenschleimhautentzündungen kommen.

Was tun nach Kontakt mit Eichenprozessionsspinner?

Nach Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner sofort komplett ausziehen, Kleidung waschen und sorgfältig duschen.

Danach trocken föhnen. Nicht abtrocknen, das kann übrige Härchen in die Haut einreiben.

Ist der Hund mit den Raupen in Kontakt gekommen, möglichst schnell zum Tierarzt, damit dieser das Maul fachmännisch und geschützt ausspülen kann!

Was hilft bei Hautausschlag nach Kontakt mit Eichenprozessionsspinner?

Kommt es nach Kontakt mit dem Nesselgift zu Reizungen der Haut, können entzündungshemmende Cremes und Antihistaminika helfen. Bei Atemnot braucht es wahrscheinlich Arzneimittel, die die Atemwege erweitern.

Welche Behandlung notwendig ist, kann der Hausarzt entscheiden.

Eichenprozessionsspinner bekämpfen - Wo kann ich Raupen-Befall melden?

Auf keinen Fall versuchen, die Raupen selbst zu entfernen! Besser ist es, die Gemeindeverwaltung zu informieren, sie schickt Schädlingsbekämpfer, die das betroffene Areal absperren oder auch mittels Insektiziden die gefährlichen Raupen bekämpfen. Auch das Umwelt- oder Gesundheitsamt kann helfen.

Bitte auch keinesfalls die Gespinste der Raupen mit Flammen oder Wasser bekämpfen – dabei werden die giftigen Haare nur noch stärker aufgewirbelt und verbreitet!

Video: Juckende Augen - Ursachen und was dagegen hilft

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Zecke, Milbe, Eichenprozessionsspinner – die Plagegeister des Frühlings

Kaum lässt die Sonne sich wieder einmal länger blicken und heizt dem gefühlt ewigen Winter endlich ein, da beginnt es, mit unbändiger Macht zu grünen und zu blühen, zu krabbeln und zu fleuchen. Die Vögel trällern lautstark ihre Rückkehr ins Land hinaus und auch andere Wald- und Wiesenbewohner räkeln und recken sich, bereit, Mensch und Tier zu piesacken:

Zu Zecke und Milbe gesellt sich seit wenigen Jahren noch ein anderer Plagegeist, der Hundehalter in Alarmbereitschaft versetzt: die mit üblen Brennhaaren ausgestattete Raupe des Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea). Eingewandert aus Spanien, Portugal und Frankreich, macht sich diese Falterart daran, die Eichenwälder (vereinzelt auch Buchen) im Norden Europas zu erobern. Die großflächigen, zuckerwatteähnlichen Gespinste, die Bäume und Sträucher einhüllen, sind ein untrügliches Anzeichen für die Anwesenheit des giftigen Eindringlings. Noch bevor die Raupen sich einspinnen, sorgen sie schon auf ihren langen Wanderungen aus und in ihre Wipfelnester für reichlich Unmut.

Giftiges Haarkleid

Mit dem Austreiben der Blätter Ende April/Anfang Mai beginnen die Larven des Eichenprozessionsspinners zu schlüpfen und sich dann in wahren Prozessionen (daher der Name) auf Futtersuche zu begeben. Bis aus der stark behaarten Raupe der unscheinbare braungraue Falter geworden ist, hat sie sechs Entwicklungsstadien durchlaufen. Ab der dritten Phase trägt sie ihr üppiges, giftiges Haarkleid. Die unzähligen feinen Härchen enthalten das Eiweissgift Thaumetopoein, das allergische Reaktionen wie einen heftig juckenden Hautausschlag (Raupendermatitis), Augenreizungen, asthmatische Anfälle, aber auch Allgemeinsymptome wie Benommenheit, Schwindel oder Fieber auslösen kann. In den meisten Fällen verlaufen die Kontakte zwar unangenehm, sind jedoch von eher flüchtiger Natur. Leider endet die Gefahr nicht mit der Verpuppung der Raupen, denn auch in den Gespinsten stecken die fiesen Brennhaare und diese werden, oftmals nach Jahren noch und zu anderen Jahreszeiten, vom Wind umher gewirbelt und gehen dann mitunter wie ein regelrechter Giftpfeilhagel auf Mensch und Tier nieder.

Armer Hund, was nun?

Vermehrt werden auch Schleimhautverätzungen bei Hunden gemeldet, deren allzu intensiver Kontakt mit Raupen und Gespinsten sogar zu verbrennungsähnlichen Verletzungen an Nase und Zunge führen kann. Vorsorgemaßnahmen: Meidung der vom Eichenprozessionsspinner befallenen Gebiete (unbedingt die Warnhinweise beachten!) oder sogar Maulkorbeinsatz.

Während der Zweibeiner sich wohlweislich von den beschriebenen Zuckerwatte-Spinnerreien fernhält, stromert der Vierbeiner schon mal daran entlang oder sogar hindurch oder befindet die in langen Prozessionen wandernden Puschelraupen einer genaueren Betrachtung für würdig – mit unangenehmen Folgen. Auch wenn der nächste Tierarzt weiß, wie er dann dem vierbeinigen Patienten Linderung und Heilung verschaffen kann, steht der veterinärmedizinisch weniger bewanderte Zweibeiner zunächst recht hilflos seinem winselnden und fiependen Hund gegenüber. Leider gibt es nur weniges, was im ersten Moment getan werden kann.

Wichtig: Bevor nun der Halter die möglicherweise noch am Hund befindlichen Raupenhärchen oder Gespinstreste entfernt, muss er sich selber gegen die Brennhaare schützen! Umwickeln Sie deshalb Ihre Hände mit Jacke oder T-Shirt und halten Sie sich dann nach Möglichkeit eine Hand vor Mund und Nase, während Sie mit der anderen Hand die Raupenhaare von Ihrem Hund abstreifen. Eine Spülung mit Wasser wäre nun ideal – doch wer hat schon immer welches dabei? Ein naher Bach oder See kann Abhilfe schaffen.

Vor dem nun wahrscheinlich fälligen Tierarztbesuch verstauen Sie die verwendeten, mit Raupenhaaren behafteten Kleidungsstücke am besten in einem undurchlässigen Beutel oder wickeln Sie sie in ein anderes Kleidungsstück ein, bis Sie zuhause angekommen sind und dann alle Kleidungsstücke sofort in die Waschmaschine stecken, um die Raupenhärchen los zu werden. Schuhe, Leine, Halsband oder Geschirr müssen ebenfalls genauestens inspiziert und gereinigt werden. Ein anschließender Duschgang mit Haarwäsche verhindert, dass die fiesen Giftfusseln auch noch den Weg auf Ihr Kopfkissen finden..

Gut gerüstet – gut gewandert

Auf längeren Outdoor-Touren sowieso immer dabei: Wasser und Zeckenzange oder –karte. Nur wenig mehr Platz benötigen Sie außerdem für ein Paar Einweghandschuhe, einen Müllbeutel und einen Mundschutz (gibt es für kleines Geld in der Apotheke). Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, ob und wann es sinnvoll ist, eine Kortison-haltige Notfallsalbe mitzunehmen und wie diese dann anzuwenden ist.

Abwehr oder Notwehr?

Ob Sie sich bei der Abwehr von Zecken (im Volksmund „Holzbock“ genannt) und Milben auf Spot-ons, Sprays oder Bernstein, Kokosöl und Knoblauch verlassen, ist fast schon zu einer persönlichen Glaubensfrage geworden. Doch, bitte, vermeiden Sie den Einsatz von Teebaumöl! Vor allem Katzenbesitzer sollten sich intensiv mit den Nebenwirkungen dieses auf das vegetative Nervensystem wirkenden Öls auseinander setzen. Stichwort: Verstoffwechslung.

Wer seinen Hund (und/oder sich selbst) gegen die von der Zwecke übertragbare Borreliose impfen lässt, muss sich bewusst sein, dass dies nur einen unzureichenden Schutz darstellt, da es unzählige Borrelienstämme gibt, die längst nicht alle durch die Impfung abgedeckt werden. Wer bei sich und/oder seinem Hund um die Bissstelle herum die für den infizierenden Zeckenbiss charakteristische ringförmige Rötung feststellt, deren Durchmesser sich über wenige Tage zunehmend vergrößert (so genannte Wanderröte), sollte umgehend ärztlichen Rat einholen.

Grab- und Grasmilben nutzen kleinste Hautverletzungen, die beispielsweise durch scharfe Grashalme verursacht werden können, um ihre Wirte zu befallen. Haben sie vorzugsweise Gelenkbeugen und Achselhöhlen erreicht, beißen sie sich dort fest und verursachen durch Absonderung eines Sekrets in eine Hautschicht starken Juckreiz. Auch der Mensch ist beliebtes Opfer dieser kleinen Plagegeister. Oftmals setzen die Milben sich auch zwischen den Zehen fest (warmes und feuchtes Millieu, dünne Haut, schnell erreichbar). An anderen Körperstellen werden die auftretenden Rötungen häufig mit Mückenstichen verwechselt. Ein Besuch beim Hautarzt sorgt für Klarheit. Beim Hund treten durch Kratzen und Lecken verursachte starke Hautirritationen auf, die bis zu massivem Haarausfall führen können.

Nach ausgiebigem Lauf durch Feld, Wald und Wiese empfiehlt es sich deshalb, die Fellnase nicht nur nach Zecken, sondern auch nach kleinen Hautrissen oder –schnitten abzusuchen und diese dann entsprechend zu versorgen. Das gilt natürlich auch für den Menschen, vornehmlich für dessen Füße.

Manch ein Hundehalter schwört für sein Pfotentier auf die „Dusche danach“, die fix im Garten oder im heimischen Bad erledigt ist. Macht nicht nur „die Haare schön“ und spült unerwünschtes, noch nicht verbissenes Krabbelgetier aus dem Fell – es dient auch der manchmal notwendigen Geruchsentfernung..

Bitte beachten: Da der ph-Wert von Mensch- und Hundehaut nicht identisch ist, verwenden Sie für Ihren Vierbeiner nur Pflegemittel, die auch auf dessen Hautbeschaffenheit abgestimmt sind.

Schön– und gut!

Man kann sich verrückt machen – muss man aber nicht. Gut informiert und mit wenigen Hilfsmitteln „an Bord“ genießen Sie Ihre sonnigen Frühlings- und Sommertouren! Plagegeister hin oder her, lassen Sie sich Ihre gute Laune nicht madig machen.

Madig? Äh, da war doch was… 😉

Kommentare

Meine Hundenanny hatte ihren Hund mal mit Menschen-Shampoo gewaschen. Nur ein gaaaaanz kleiner Klecks auf eine Stelle am Hinterteil, das normale Hundeshampoo war aus.

Fazit: Eine riesige, verschorfte Stelle. Böses Menschenshampoo! Nicht verwenden, macht nur Ärger und Juckreiz und Schorf und alles.

Oje, hört sich nicht so gut an. Ich habe für meinen ein spezielles Hundeshampoo gekauft, das funktioniert ganz gut und hat keine Nebenwirkungen.

Milben sind etwas fieses! Vor allem bei den unterschiedlichen Arten von Milben muss man ja auch immer passend behandeln.

Tolles Magazin übrigens 🙂

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[…] ist, wenn es doch zu einem Kontakt kommt, erfahren Hundehalter im ausführlichen Fachartikel des Hund-Unterwegs-Onlinemagazins […]

[…] Welche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden können und was zu tun ist, wenn es doch zu einem Kontakt kommt, erfahren Hundehalter im ausführlichen Fachartikel des Hund-Unterwegs-Onlinemagazins. […]

[…] Nützliche Infos zu weiteren Plagegeistern des Frühlings […]

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Ruppi-Struppi - Hund sein in Ruppin

Sonntag, 13. November 2016

Aus der Fahrradwerkstatt

Ui, einige Rückmeldungen besagen, das der Weg auf der anderen Uferseite, über den ich beim letzten Mal berichtet habe, tatsächlich auch von anderen als sehr schön und urig empfunden wird. Das freut mich!

Nun denn, auf dem Rückweg nach einer wirklich supertollen Tour durch Bechlin bin ich dann mit Joey an einer Fahrradwerkstatt vorbei gekommen und da einfach mal reinmarschiert mit Hund und Rad, weil ich dachte, ich brauche zumindest erst mal Luft auf den Reifen und dann könnte ich ja auch mal nach der Speiche fragen. Ich sage mal so. aus „die Speiche ist gebrochen, die müsste bitte zeitnah gewechselt werden. “ ist dann „oh, und die Feder hier hinten ist auf, und die Lager sind auch ausgeschlagen. und, und, und. “ geworden. Da habe ich echt nicht schlecht gestaunt. Ich meine, nach wie vor ist das Rockhopper ein Rad, das einfach hammergeil ist und eines, das ich mir nie hätte träumen lassen. Aber weil ich rund 20 Jahre lang kein MTB bzw. ATB mehr hatte, bin ich aus dem Metier halt ziemlich raus und habe ich dann beim Kauf ziemlich über den Tisch ziehen lassen. Aber – das ist ok so, ich habe daraus gelernt. Als ich zwei Tage später das Rad in der Werkstatt besucht habe, war es grad am „Marterpfahl“ und sah echt erbärmlich „nackig“ aus. Die Reperaturen wurden noch ein bisschen umfangreicher als erst gedacht. OK, aber letztlich ist ein gut funktionierendes Rad bei dem Sport den ich mache und wie ich den mache, ein großer Sicherheitsaspekt.

Gelernt habe ich, dass das vordere Steckblech (ist zwar aus Kunststoff, nennt sich aber Steckblech und ist ein Schutzblech, dass recht einfach an- und abmontiert werden kann) sich nicht so ganz mit der Zugleine verträgt und nach einiger Zeit aus der Verankerung gedreht wird. Na ja, ich wollte ja Steckbleche haben, weil jetzt die matschige Zeit kommt und so ganz ohne Schutzblech sehe ich halt dann auch mal von unten bis oben ziemlich gesprenkelt aus. Aber ich bin sicher, es gibt fast nichts, was sich nicht fixieren lässt. Weil es hier ja viele "Urban-Radfahrer" gibt, möchte ich euch ein recht aktuelles Video zum Thema Zughundesport nicht vorenthalten, das so wundervoll zum Thema "gesprenkelt" passt: Die Dryland-Meisterschaften in Frankreich! (klick mich, ich bin ein Link) :-D . Leider, leider nur für Facebook-Nutzer, weil das Video nur dort zu finden ist. Denen aber viel, viel Spaß!

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Giftige Raupen lösen heftige Allergien aus

Im Juni kriechen Eichenprozessionsspinner zu Tausenden aus den Baumkronen herab. Beim Kontakt mit ihren Gifthärchen drohen heftige allergische Reaktionen. Vor allem Spaziergänger und Schwimmbadbesucher sollten aufpassen.

hat in Deutschland und den USA Lateinamerikanistik und Journalismus studiert. Sie arbeitet als freie Redakteurin in Berlin.

Bild: Katrin Neubauer

"Vor den Eichen sollst du weichen" - in Zeiten des Prozessionsspinners ist dieser Spruch, der sich eigentlich auf Gewitter bezieht, ein wertvoller Ratschlag. Wenn die Raupen des eigentlich harmlosen Nachtfalters im Juni zu Tausenden aus den Baumkronen herabkriechen und ihre giftigen Härchen ausbilden, sollte man die Bäume tatsächlich meiden, wo es geht. Die Brennhaare der Raupen lösen oft unerträglich juckende Hautexzeme aus und können auch für Augen und Atemwege gefährlich werden.

Der aus der Mittelmeerregion stammende Eichenprozessionsspinner (EPS) hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem gefürchteten Allergieträger entwickelt. In Gespinstnestern, die wie Zuckerwatte aussehen, bevölkern die Raupen mancherorts ganze Alleen, Schulhöfe, Sportplätze und Schwimmbäder. Am stärksten sind Gebiete entlang des Rheins, Deutschlands Süden und der Nordosten betroffen. Verschont blieben laut dem Braunschweiger Bundesforschungsinstitut Julius Kühn bislang nur das Saarland, Thüringen und Bremen.

"Besonders gefährdet sind Menschen und Tiere, die unter befallenen Eichen spazierengehen oder die Raupennester gar berühren", sagt Gudrun Luck-Bertschat, Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales in Berlin. In der Stadt waren 2013 mehr als 10.000 Bäume befallen.

Mit Widerhaken in die Haut

Die 0,1 bis 0,3 Millimeter großen Härchen der Raupen setzen sich mit kleinen Widerhaken leicht in der Haut fest. Das darin enthaltene Nesselgift Thaumetopoein kann eine sogenannte Raupendermatitis hervorrufen. Meist bilden sich auf unbedeckten Hautpartien wie Arme, Gesicht oder Nacken innerhalb kurzer Zeit starke Rötungen, Quaddeln und Pusteln. "Die ähneln vielen kleinen Insektenstichen oder Ausschlägen, wie man sie von Brennnesseln kennt", sagt Luck-Bertschat. Je nach Empfindlichkeit und Menge der Härchen verschwinden Ausschlag und Juckreiz auch ohne Behandlung spätestens nach zwei Wochen wieder. Der starke Juckreiz bringt dennoch viele dazu, zum Arzt zu gehen.

Mehr als 7000 Menschen ließen sich 2012 allein in Berlin und Brandenburg wegen Symptomen, wie sie das Raupengift hervorruft, vom Arzt behandeln. Das ergaben stichprobenartige Umfragen von Landesbehörden. Bundesweite Zahlen fehlen, da die Erkrankung nicht meldepflichtig ist. In Brandenburg war jeder vierte Patient ein Kind oder Jugendlicher. In den meisten Fällen litten die Patienten unter Ekzemen auf der Haut, bei fast jedem Fünften waren Augen und bei jedem Zehnten die Atemwege betroffen. Knapp 25 Prozent der Patienten wurden krank geschrieben.

"Der Juckreiz von Kontaktekzemen lässt sich mit verschreibungspflichtigen kortisonhaltigen Cremes gut lindern", sagt Ulrich Klein, niedergelassener Dermatologe aus Witten im Ruhrgebiet, der bereits mehrere EPS-Patienten behandelt hat. Allerdings ist die Diagnose oft schwierig, da der Ausschlag häufig mit der durch Hautmilben verursachten Krätze verwechselt wird. "Der Hinweis, dass man sich zuvor im Wald oder unter Bäumen aufgehalten hat, ist meist hilfreich", so Klein.

Tränendes Auge: Bloß nicht reiben

Im Auge können die Raupenhaare zu Rötungen der Bindehaut, Lichtscheuheit und Schwellungen führen. Augenärzte raten dazu, das tränende Auge möglichst nicht zu reiben. "Sonst könnten Härchen die Hornhaut durchbohren und eine Hornhautentzündung hervorrufen", sagt Christian Ohrloff, Direktor der Universitäts-Augenklinik in Frankfurt am Main und Sprecher der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft.

Wird der Fremdkörper nicht durch Tränen herausgeschwemmt, sollte ein Augenarzt helfen. "Durch eine Untersuchung mit der Spaltlampe lässt sich feststellen, ob sich das Härchen auf der Hornhaut oder unter dem Lid festgesetzt hat", sagt Ohrloff. Dann wird es mit einer Spülung oder einen Tupfer entfernt.

Gelangen die Gifthärchen in die Atemwege, drohen Entzündungen. Das Krankheitsbild kann einer Bronchitis, einer Rachen- oder einer Kehlkopfentzündung ähneln. Bei Asthmatikern können die Härchen Anfälle auslösen. Mittel erster Wahl sind in beiden Fällen Kortisonsprays und Antihistaminika. Allergiker und wiederholt Betroffene sind besonders gefährdet. "Aufgrund der Sensibilisierung des Immunsystems werden allergische Reaktionen nach jedem Kontakt schlimmer", sagt der Hautarzt.

Auch Haustiere von den Bäumen fernhalten

Leiden Patienten zusätzlich unter Atemnot, können bronchienerweiternde Mittel (Bronchodilatatoren) notwendig sein. In seltenen Fällen hat das Raupengift Schwindel, Übelkeit, Fieber oder einen anaphylaktischen Schock mit Kreislaufversagen zur Folge.

Die beste Vorsichtsmaßnahme ist, den Kontakt mit dem Insekt zu vermeiden, insbesondere wenn befallene Waldgebiete oder Bäume bereits mit Warnhinweisen versehen sind. "Das gilt auch für Haustiere, die die Gifthärchen im Fell mit einschleppen können", sagt Luck-Bertschat. Wer doch ein Raupenhaar aufgesammelt hat und erste Symptome spürt, sollte die Kleidung sofort wechseln und sich selbst von Kopf bis Fuß abduschen. Betroffene Hautpartien lassen sich am besten mit Wasser und Seife reinigen und sollten anschließend gefönt werden, um Härchen nicht einzureiben. Eine kalte Kompresse lindert den Juckreiz und etwaige Schwellungen.

Auch wenn sich die Raupen Ende Juni verpuppen, ist die Gefahr nicht komplett gebannt. Die Gifthärchen bleiben bis zu zehn Jahre in den Gespinsten hängen.

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