воскресенье, 20 мая 2018 г.

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Darmverschluss: Untersuchung und Behandlung

Ein Darmverschluss kann sich plötzlich und dramatisch äußern (wenn z.B. ein Darmstück in einem Bruchsack eingeklemmt wird) oder sich schleichend und diskret ausbilden (z.B. bei einem langsam wachsenden, einengenden Tumor) - medizinisch heißen die Krankheitsbilder "akutes Abdomen" und "Subileus".

Symptome bei einem Darmverschluss

  • Der Darminhalt staut sich bis in den Magen, was zum Erbrechen von Kot führt (der Fachausdruck dafür lautet Miserere).
  • Schmerzen entstehen durch krampfartige Darmkontraktionen (deutlich vermehrte Darmperistaltik bei mechanischem Ileus) oder eine gleichzeitig bestehende Bauchfellentzündung.
  • Stuhl- und Windverhalt tritt besonders beim paralytischen Ileus auf.
  • Als Folge der Darmerweiterung ist der Bauch aufgetrieben (Meteorismus).

Oftmals entwickelt sich ein Ileus jedoch schmerzfrei und über Wochen bis Monate. Beim mechanischen Darmverschluss kann bei hoher Verschlusslokalisation im Bereich des Dünndarms durchaus normaler Stuhlgang abgesetzt werden, da in diesem Darmabschnitt der Stuhlgang noch flüssig ist und die Flüssigkeit gut den eingeengten Darmabschnitt passieren kann. Ist ein Mesenterialinfarkt Ursache eines Ileus, weisen immer wieder nach dem Essen auftretende Bauchschmerzen auf eine verminderte Durchblutung der Mesenterialarterien hin.

Darmverschluss: Diagnose

Wenn es der Zustand des Patienten zulässt, erfolgt eine ausführliche Erhebung der Krankenvorgeschichte (Anamnese). Hinweise auf wiederholte Magengeschwüre, krampfartige Schmerzen, die unmittelbar nach dem Essen auftreten (Hinweis auf einen Mesenterialinfarkt) oder Schmerzen im rechten Unterbauch (z.B. durch eine Blinddarmentzündung) können hilfreich sein, die verschiedenen Ursachen einzugrenzen und die notwendigen Untersuchungen einzuleiten.

Die Befragung nach der Art der Schmerzen gibt Aufschluss darüber, welches Organ betroffen sein könnte. Plötzlich auftretende, heftige und stechende Schmerzen im rechten Oberbauch weisen eher auf eine Gallenblasenentzündung oder auf ein Zwölffingerdarmgeschwür hin. Strahlen diese Schmerzen in den rechten Rücken aus, dann kann es sich um eine Gallenblasenentzündung handeln. Daher ist die genaue Beschreibung der Schmerzausdehnung ebenso wichtig wie die Beschreibung der Art der Schmerzen.

Untersuchung durch den Arzt

Nach der Krankengeschichte folgt der körperliche Untersuchungsbefund. Oft wirkt ein von einem Darmverschluss Betroffener unruhig, seine Beine können angewinkelt sein, um die Spannung im Bauch zu verringern und eine Entlastung zu ermöglichen. Bei der Untersuchung lässt sich eine Abwehrspannung des Bauches feststellen. Diese tritt entweder an einem bestimmten Punkt auf oder ist über den ganzen Bauch verteilt. Der Bauch ist oft allgemein druckschmerzhaft.

Mit dem Stethoskop lassen sich die Darmgeräusche beurteilen. Metallisch klingende Darmgeräusche weisen auf einen mechanischen Ileus hin. Fehlende Darmgeräusche (absolute Stille im Bauch) weisen dagegen auf einen lähmenden Darmverschluss hin (paralytischer Ileus). Die rektale Untersuchung (Abtastung des Enddarms mit dem Finger) kann schmerzhaft sein, insbesondere dann, wenn eine Blinddarmentzündung zu einer Reizung des Bauchfells geführt hat.

Weitere Untersuchungen

Zur Beurteilung des Bauches werden Röntgenaufnahmen im Stehen oder in Linksseitenlage gemacht. Bei einem Darmverschluss lassen sich sichelförmige Luft- und Flüssigkeitsansammlungen erkennen. Je nach Beteiligung werden sie als Dünn- oder Dickdarmspiegel bezeichnet. Freie Luft unter dem Zwerchfell ist ein Zeichen für ein "Leck" im Magen-Darm-Trakt, oft tritt die Luft durch einen entzündeten und undichten Schleimhautbereich aus.

Mit der Ultraschalluntersuchung (Sonographie) lässt sich die Ursache des Darmverschlusses eingrenzen. Pendelperistaltik (Darminhalt wird nicht mehr transportiert) spricht für einen mechanischen Darmverschluss und fehlende Peristaltik für einen lähmenden Darmverschluss. Die Computertomographie wird als ergänzende Untersuchung zur Beurteilung der inneren Organe durchgeführt.

Je nach Ursache des Darmverschlusses können viele Blutwerte krankhaft verändert sein. Das Blutbild ermöglicht die Bestimmung weißer (Leukozyten) und roter (Erythrozyten) Blutkörperchen, des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) und der Blutplättchen (Thrombozyten). Blutverlust führt zu einer Verringerung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin). Eine Entzündung dagegen verursacht einen deutlichen Anstieg der weißen Blutkörperchen. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit, das C-reaktive Protein und die Laktatdehydrogenase (LDH) sind erhöht.

Außerdem können die Leberwerte und Bauchspeicheldrüsenwerte krankhaft ansteigen. Bei Fortschreiten der Erkrankung verschlechtern sich auch die Gerinnungswerte.

Hund mit Darmverschluss behandeln: Symptome erkennen

Ein Darmverschluss ist eine ernst zu nehmende Erkrankung beim Hund. Ist der Darmschlauch verstopft oder verengt, passiert die Nahrung nicht mehr ungehindert den Verdauungstrakt, was schlimmstenfalls zum Tod führen kann. Wie Sie die Symptome rechtzeitig erkennen und richtig handeln, lesen Sie hier.

Vor allem junge Hunde, die immer wieder Gegenstände verschlucken, sind gefährdet, einen Darmverschluss zu erleiden. Kleines Spielzeug kann die Darmschlingen verstopfen und zu der tödlichen Erkrankung führen. Bemerken Sie entsprechende Symptome bei Ihrem Hund, suchen Sie sofort den Tierarzt auf.

Darmverschluss: Symptome

Medizinisch werden zwei Formen der Erkrankung unterschieden: der unvollständige und der vollständige Darmverschluss. Bei Ersterem sind die Symptome deutlich milder und schwerer zu deuten. Der Hund hat nur noch selten oder gar nicht mehr Appetit und leidet immer wieder unter Erbrechen und Durchfall. Auch das allgemeine Wohlbefinden scheint angeschlagen: der Hund wirkt lethargisch, nimmt ab und verliert an Ausdauer.

Bei einem vollständigen Darmverschluss sind die Symptome stärker. Oftmals können die Tiere gar nicht aufhören, sich zu erbrechen, lassen sich nicht mehr am Bauch berühren und leiden unter Fieber oder Untertemperatur und Herzrasen. Fassen Sie den Bauch Ihres Schützlings an, fühlt er sich fest an und sehen die Mundschleimhäute hochrot aus, suchen Sie sofort einen Notarzt auf.

Eine schnelle Behandlung ist lebenswichtig

Sowohl beim vollständigen als auch beim unvollständigen Darmverschluss ist schnelles Handeln gefragt. Anderenfalls können weite Teile des Darmes absterben oder einreißen – beides lebensbedrohliche Situationen. Kommen Sie beim Tierarzt an, wird er eine Röntgenuntersuchung durchführen und bei positivem Befund eine sofortige Operation in die Wege leiten. Der Darmverschluss wird behoben, nachhaltig beschädigte Darmteile werden entfernt und die gesunden Partien miteinander verbunden.

Nach der Operation steht vor allem eines auf der Tagesordnung: Ruhe. Damit die Wunden gut verheilen, wird der Hund für einige Tage in der Klinik beobachtet und schließlich mit einer Halskrause nach Hause geschickt – damit er die Wunden nicht anleckt oder aufkratzt. Handeln Sie schnell und verläuft die Operation erfolgreich, wird Ihr Vierbeiner sicher bald wieder auf die Pfoten kommen.

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Tierarztpraxis Nidderau Dr. Rogalla & Dr. Rummel

Ileus – Darmverschluss beim Hund

Definition

Ist die Darmpassage behindert – egal ob die Ursache mechanisch oder funktionell ist – spricht man von einem Ileus .

Der Ileus kann akut oder chronisch sein, komplett oder partiell, einfach oder kompliziert.

Der Darmverschluß kann je nach Ursache harmlos verlaufen, machmal ist eine spontane Lösung der Blockierung möglich, oder er kann zu schweren Komplikationen führen, die sogar tödlich enden können.

Ätiologisch unterscheiden wir grundsätzlich zwischen einem funktionellen oder einem mechanischen Ileus.

Funktioneller Ileus

Ein funktioneller Ileus (Darmlähmung) kann aufgrund sehr vieler Störungen auftreten, sie reichen von einer harmlosen Darmentzündung über starke Bauchschmerzen unterschiedlichster Ursache (Trauma, Blutung, Organschädigung, (Peritonitis)) bis hin zu metabolischen Störungen aufgrund von Elektrolytverlust oder Azidose. Aber die Darmlähme kann auch entstehen als Folge einer Blockade durch einen Fremdkörper im Darm oder einer Strangulation von Darmanteilen.

Mechanischer oder Obstruktionsileus

Eine Darmobstruktion kann ausgelöst werden durch Fremdkörper

(Bälle, Gummitiere, Lametta, Bindfäden, Steine..) Neoplasien, Strikturen, Verklebungen, Strangulation, Darmverschlingung

(Volvolus) oder Invagination.

In unserem akuten Fall hatten wir es mit einem Strangulationsilieus

Unter Strangulationsileus versteht man eine Ileusform, bei der die blutversorgenden Darmgefäße (Mesenterialgefäße) abgeschnürt werden. Eine STI ist zwar selten, aber wenn sie auftritt ist sehr schnelles Handeln erforderlich, da sie innerhalb weniger Stunden tödlich verläuft.

Zunächst kommt es durch die Abschnürung des Darms zur Stauung der Blutgefäße und zu einer Mangeldurchblutung des betroffenen Darmabschnittes.

Es kommt zunächst zu einem Darmwandödem und dann zur Ischämie und Hypoxie. Darmwand und Blutgefäße werden durchlässiger, nach 3 – 4 Stunden treten Plasma, Erythrozyten und Leukozyten ins Darmlumen, im betroffenen Darmabschnitt sammelt sich blutiger Inhalt.

Nach 6 – 8 Stunden wird die Darmschleimhaut nekrotisch, d.h., sie stirbt ab. Nun gelangen das blutige Sekret und die Darmbakterien in die Bauchhöhle. Gleichzeitig – und das ist das Gefährliche – vermehren sich die Darmbakterien schlagartig und produzieren Exo – und Endotoxine.

Diese Toxine (=Giftstoffe) werden nun resorbiert und gelangen über die Blutbahn in den gesamten Körper.

Es kommt zu einem septo-toxischem Schock (Blutvergiftung), zunächst mit einem erhöhtem Blutdruck und erhöhter Herzfrequenz, dann jedoch fällt der Blutdruck plötzlich ab und es kommt zum Kreislaufversagen, Folgen davon sind multiples Organversagen, Verbrauchskoagulopathie, systemisches Entzündungssyndrom, was alles innerhalb von 5 bis maximal 35 Stunden unweigerlich zum Tod führt.

Außer beim Volvolus, der Darmverschlingung, die immer hochakut verläuft, beobachten wir bei der Invagination am Patienten oft nur einen sich langsam verschlechternden Allgemeinzustand.

Er zeigt Bauchschmerzen – mehr oder minder stark, nimmt dann die typische Gebetshaltung ein, speichelt, erbricht immer wieder, wird schwächer, läßt sich ungern am Bauch anfassen – ein Zeichen von Schmerz. Es gibt immer wieder Perioden der Besserung, doch der Patient erbricht immer wieder und zeigt immer wieder Durchfall. Außerdem verliert er langsam an Gewicht.

So ein Invaginationsgeschehen kann sich bis zu 3 Wochen hinziehen und endet dann plötzlich in einer gefährlichen hochakuten Phase mit paralytischem Ileus und/oder Schock.

Deswegen ist bei einem Verdacht auf Ileus unverzügliches Handeln angesagt.

Röntgenbilder und Ultraschall können bei der Diagnosefindung hilfreich sein, doch in der Regel besteht keine Zeit

für eine ausführliche Diagnostik.

Besteht ein Verdacht auf Ileus, so muß sich mithilfe der Laparotomie

(Eröffnung des Bauches um eine Sichtkontrolle zu ermöglichen) Klarheit verschafft werden.

Bestätigt sich der Verdacht, wird gleich lebensrettend operiert.

Zuwarten oder Unterlassen der Laparotomie könnte als Kunstfehler betrachtet werden.

Es ist bei Verdacht auf Ileus immer besser einen Patienten einmal zuviel laparotomiert zu haben als einmal zu wenig, denn dann ist er unweigerlich tot.

Darminvagination

Frische Darminvagination (hier Doppelinvagination)

Bei einer Darminvagination stülpt sich der Darm in einen benachbarten Darmabschnitt, wie auf unserem Foto ersichtlich, und es kommt zur Abschnürung oder Teilabschnürung der versorgenden Gefäße.

Sie kommt meist bei jungen Hunden im Alter von 4 – 12 Monaten vor. Der Grund ist eine vermehrte Darmperistaltik (z. B., bei Durchfall), dabei schiebt sich der vordere Teil des Darms in ein hinteres Darmstück, manchmal lösen sich diese Übereinanderstülpungen wieder spontan, kommt es aber zu Verklebungen, so ist kann sich die Invagination nicht mehr lösen und es muss operiert werden.

Artikel über

Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Arkadenhof

Dr. Rogalla & Dr. Rummel

Am Steinweg 18 - 20

61130 Nidderau (Heldenbergen)

Tel. 06187 - 27 300

Fax 06187 - 27 301

8.00 - 13.00 Uh und 15.00 - 18.00 Uhr

Mittwoch nachmittags geschlossen

Sondertermine nach Vereinbarung

Aktuelle Neuigkeiten aus der Praxis

Februar 2018

Wau, da bin ich wieder und freue mich darüber, das.

Darmverschluss Hund: Ursachen, Symptome & Behandlung

Du hast nicht gewusst, dass es auch Darmverschluss beim Hund gibt? Dieses Problem kann sogar.

Du hast nicht gewusst, dass es auch Darmverschluss beim Hund gibt? Dieses Problem kann sogar zu einer lebensbedrohlichen Situation für deinen Vierbeiner werden! Erfahre jetzt alles rund um Ursachen, Symptome und Behandlung, um richtig reagieren zu können!

Ein Darmverschluss, auch Ileus genannt, bezeichnet eine Behinderung der Darmpassage. An dieser Stelle kann das Futter nicht weiter durch den Darm befördert werden. Die Nahrung staut sich und eine lebensbedrohliche Situation entsteht. Dabei unterscheidet man zwischen einem unvollständigen Darmverschluss, bei dem Teile der Nahrung das Hindernis im Darm noch passieren und einem vollständigen Darmverschluss, wo kein Futter mehr befördert werden kann.

Ursachen von einem Darmverschluss beim Hund

Ein Darmverschluss kann viele Ursachen haben wie beispielsweise:

  • Mechanische Behinderungen: Der Hund kann versehentlich Fremdkörper schlucken wie z.B. Spielzeug, Haarballen, Holz, Obstkerne, Steine, Knochen o.ä.
  • Parasitenbefall
  • Verstopfung
  • Darmdrehungen
  • Einstülpung des Darms, auch Darminvagination genannt: Entsteht vor allem bei jungen Hunden nach einer Durchfallerkrankung
  • Darmlähmung
  • Tumoren

Es gibt viele Krankheitsanzeichen, die auf einen Darmverschluss hindeuten können:

  • Bauchschmerzen
  • Futterverweigerung
  • Fieber
  • Erbrechen und
  • fehlender Kotabsatz

Bei einem unvollständigen Darmverschluss können die Anzeichen anfangs unauffälliger sein. Manchmal sind sogar Durchfall, Abmagerung und Schwäche die einzigen Symptome, die sich über mehrere Tage bis Wochen hinziehen. In Ausnahmefällen können sogar Schockanzeichen auftreten und die Tiere werden ohne Behandlung innerhalb weniger Stunden sterben.

Die beschriebenen Anzeichen müssen jedoch nicht unbedingt wie beschrieben auftreten. Abhängig vom Instinkt, kann dein Vierbeiner sein Gebrechen auch erst sehr spät zeigen. Bei Erkennen einiger beschriebener Anzeichen, solltest du aber so rasch wie möglich einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann womöglich nicht sofort eine Diagnose stellen und muss erst weitere Untersuchungen durchführen – trotzdem hast du am Ende Gewissheit!

Behandlung

Bei einem Darmverschluss handelt es sich meist um einen Notfall, der schnellstmöglich operiert werden muss. Dabei werden beispielsweise Fremdkörper o.ä. entfernt. Ist ein Darmabschnitt bereits nachhaltig geschädigt, muss er leider entfernt werden. Anschließend können jedoch die gesunden Darmabschnitte wieder zusammengenäht werden. Im Anschluss an die Operation wird der Hund einige Tage in der Tierklinik verbringen müssen, damit er dort mit Infusionen, Schmerzmittel und Antibiotika versorgt werden kann.

Tipps nach Darmverschluss beim Hund

Nach der Operation ist es notwendig, dass der Hund bis zum vollständigen Abheilen der Wunde (also bis die Fäden gezogen werden) einen Halskragen trägt. Damit wird das Lecken und Kratzen verhindert. Da die Maulhöhle sehr stark von Bakterien besiedelt ist, kann durch das Lecken an der Naht das Zusammenwachsen des Gewebes verhindert werden. Dadurch verzögert sich natürlich auch der Heilungsprozess und es kann sogar zu einer Nachoperation führen. Vor allem dann, wenn die Wunde abheilt und zu jucken beginnt, ist der Drang zu kratzen sehr stark.

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Darmverschluss beim Hund

Geschrieben von Veteri am 4. Januar 2012 in Hundekrankheiten

Ein Darmverschluss beim Hund kann lebensbedrohlich werden! Die Ursachen sind vielfältig.

Oft entsteht ein Darmverschluss durch verschluckte Fremdkörper, durch Darmverdrehung bei starkem Durchfall oder in Folge einer Darmlähmung bei Bauchspeicheldrüsen- oder Bauchfellentzündung. Der Hund zeigt starke Unruhe, zittert, speichelt und erbricht sich stark. Ein Kotabsatz ist nicht mehr möglich. Denn der Nahrungsbrei kann den Darmschlauch nicht mehr passieren.

  • Bauchbeschwerden/Schmerzen
  • Würgen und starkes Erbrechen
  • Zittern
  • kein Kotabsatz möglich
  • kalte Gliedmaßen

Treten solche Komplikationen auf, muss sofort operiert werden. Die anschließende Therapie ist aufwendig: Der Hund erhält Infusionen und muss künstlich ernährt werden.

Veteri-Tipp

Ein vollständiger Darmverschluss ist ein Notfall, der unbehandelt innerhalb weniger Stunden zum Tod des Hundes führen kann. Daher bei Symptomen sofort zum Tierarzt

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Darmverschluss beim Hund

Ursachen, Symptome und Behandlung

Der Darmverschluss beim Hund ist ein ernstzunehmender Notfall. Bleibt er unbehandelt, besteht Lebensgefahr. Welche Symptome ein Darmverschluss hat und wie Ihr ihm vorbeugen kцnnt, lest Ihr hier.

Bei einem Darmverschluss (Ileus) kommt es zu einer Blockade der Darmpassage. Die Vorwдrtsbewegung des zu verdauenden Nahrungsbreis ist teilweise oder vollstдndig gestцrt, sodass er den Darm nicht passieren kann.

Man unterscheidet zwei Arten: Bei einem paralytischen Ileus liegt eine Lдhmung des Darms vor. Ein obstruktiver Ileus beschreibt einen Darmverschluss durch ein mechanisches Hindernis.

Ein Verschluss des Darms kann durch verschiedene Umstдnde ausgelцst werden. Die wohl hдufigste Ursache ist das Verschlucken von Fremdkцrpern wie Steinen, Bдllen, Holz, Obstkernen, Kastanien oder Knochen. Oft kцnnen Fremdkцrper den Magen noch passieren, setzen sich aber aufgrund des geringen Durchmessers im Dьnndarm fest und fьhren zu einem mechanischen Verschluss. Dieser Zustand ist lebensbedrohlich fьr Euer Tier und muss umgehend behandelt werden.

Ursдchlich fьr einen Verschluss des Darms kцnnen aber auch Drehungen und Verschlingungen von Darmteilen sowie starker Wurmbefall beim Hund sein. Ebenso ist es mцglich, dass eine Darmentzьndung zur Lдhmung des Darms fьhrt. Auch Stцrungen der Nerven, die fьr die Darmbewegung zustдndig sind, kцnnen dazu fьhren, dass der Nahrungsbrei nicht weitertransportiert wird und im Darm verbleibt.

Ursachen eines Darmverschlusses:

• Verschlucken von Fremdkцrpern

• Nerven- und Durchblutungsstцrungen, die zur Lдhmung des Darms fьhren

• Knochenkot (Koprostase/ Verstopfung)

Symptome - woran erkenne ich einen Darmverschluss?

Weil ein vollstдndiger Darmverschluss ein medizinischer Notfall ist, solltet Ihr grundlegendes Wissen ьber mцgliche Symptome haben. Anhaltendes Erbrechen, Schmerzempfindlichkeit im Bereich des Bauches, Verstopfung beim Hund und ein sich verschlechternder Allgemeinzustand kцnnen auf einen Verschluss des Darms hindeuten. Auch Fieber, eine harte Bauchdecke, eine flache Atmung und Durchfall sollten Euch alarmieren - Euer Hund braucht dringend Hilfe. In manchen Fдllen verlдuft ein unvollstдndiger Darmverschluss zunдchst unauffдllig. Der gesundheitliche Zustand des Hundes verschlechtert sich ьber Tage oder Wochen und geht hдufig mit einem deutlichen Gewichtsverlust einher. Teile des Darms kцnnen absterben. Es besteht auЯerdem die Gefahr, dass die Darmwand reiЯt.

Risiko der Koprostase

Hдufiges Drдngen, ohne dass Kot abgesetzt werden kann, ist ein typisches Anzeichen fьr eine Koprostase. Hierbei handelt es sich um eine schwere Form der Verstopfung, bei der es zu einer Kotanstauung im Dickdarm kommt. Als Folge der Kotanstauung kцnnen sich sogenannte Kotballen oder Kotsteine bilden: Der Darminhalt des Hundes kann nicht vollstдndig entleert werden, wodurch Kot im Darm verbleibt und nicht weitertransportiert wird. Durch den voranschreitenden Wasserentzug im Darm werden die verbleibenden Kotmengen eingedickt und es bilden sich harte Kotsteine, die unter Umstдnden vom Tierarzt ertastet werden kцnnen. Eine spontane Entleerung des Darms ist in diesem Stadium nicht mehr mцglich.

Um eine Koprostase zu behandeln, werden rektale Spьlungen und Einlдufe zur Aufweichung der Kotmassen verordnet. Unter Umstдnden ist auch ein manuelles Ausrдumen des Enddarms notwendig. Dies ist fьr den Hund дuЯerst unangenehm und mit starken Schmerzen verbunden. In schweren Fдllen ist eine Operation Hund unumgдnglich. Wird die Koprostase nicht behandelt, kann sie zu einem Darmverschluss fьhren.

Ursachen einer Koprostase kцnnen anatomische Hindernisse im Verdauungstrakt, fehlende Bewegung und fehlende Gelegenheit zum Kotabsatz des Tieres sein. Auch eine ballaststoffarme Ernдhrung des Hundes oder eine zu geringe Aufnahme von Flьssigkeit kцnnen zu einer Koprostase fьhren. Bei Hunden wird auЯerdem hдufig sogenannter Knochenkot beobachtet: Durch die ьbermдЯige Fьtterung von Knochen fьr den Hund kann ebenfalls eine Koprostase entstehen. Dabei sammelt sich unverdauter Knochen-brei im Dickdarm, wo ihm das Wasser entzogen wird. Die Folge: Es entsteht eine harte, zementartige Masse, die den Darm blockiert. Eine Behandlung ist dringend notwendig. Nicht immer kann die daraus resultierende Koprostase freigespьlt werden. Dann ist eine Darmoperation notwendig. Neigt ein Hund zu Knochenkot, sollte seine Ernдhrung angepasst und der Anteil der Knochen in der Nah-rung reduziert werden.

Diagnose und Behandlung

Solltet Ihr eines oder mehrere dieser Symptome bei Eurem Hund beobachten, ist eine tierдrztliche Untersuchung dringend notwendig.

Um einen Darmverschluss zu diagnostizieren, erstellen Tierдrzte in der Regel eine Rцntgenaufnahme, unter Umstдnden in Kombination mit der Gabe eines Kontrastmittels, das auf dem Rцntgenbild sichtbar wird und weitere Informationen liefert. Auch eine Ultraschalluntersuchung kann bei der Diagnose helfen. Hinweise geben auch die Blutwerte.

Liegt ein vollstдndiger Verschluss vor, beginnt jedoch ein Wettlauf mit der Zeit - fьr aufwдndige Voruntersuchungen bleibt dann oft keine Zeit. Es muss eine Notoperation eingeleitet werden, bei der der Bauchraum geцffnet wird. Bestдtigt sich der Verdacht, muss gehandelt werden. Ein mцglicher Fremdkцrper wird operativ entfernt. Sind Teile des Darms infolge des Verschlusses geschдdigt, mьssen diese ebenfalls entfernt werden. Die gesunden Darmabschnitte werden wieder zusammengenдht.

Hunde, die wegen eines Darmverschlusses operiert wurden, bleiben nach der OP einige Tage zur Beobachtung in der Tierklinik oder Tierarztpraxis. Eine Behandlung mit Schmerzmitteln, Infusionen und Antibiotika ist notwendig. Auch nach Entlassung mьssen sich vierbeinige Patienten unbedingt schonen und sollten anfangs rund um die Uhr beaufsichtigt werden.

Im Notfall auf der sicheren Seite

Ist eine Notoperation nцtig, zцgert man nicht lange - das Hundeleben zu retten hat dann oberste Prioritдt. Die lebensrettende Behandlung kann jedoch schnell sehr teuer werden. OP- und Krankenversicherungen decken die dabei entstehenden Kosten und nehmen Hundehaltern zumindest die finanziellen Sorgen. Die Hunde-OP-Versicherung der Uelzener Versicherungen erstattet zum Beispiel Kosten fьr Medikamente, Rцntgenbilder, Verbandsmaterial, eine stationдre Unterbringung und die Nachsorge.

Tipps, wie Ihr vorbeugen kцnnt

Um einem Darmverschluss vorzubeugen, sollte auf eine ausgewogene Ernдhrung des Hundes geachtet werden. Der Anteil von Knochen in der Nahrung sollte mit Bedacht gewдhlt werden, Knochen sollten zudem nur unter Aufsicht gefьttert werden.

Hunde sollten auЯerdem das Kommando „Aus“ zuverlдssig beherrschen. Frьhzeitiges Training schьtzt vor dem Ernstfall! Hat Euer Hund einen Gegenstand gefunden und ins Maul genommen, sollte er ihn Euch nach Aufforderung ohne Schwierigkeiten zur Begutachtung geben. Hunden, die sich mit einer gefundenen „Beute“ von ihrem Menschen entfernen und diese hektisch fressen und herunterschlingen, droht grцЯere Gefahr, einmal an einem Darmverschluss durch einen verschluckten Fremdkцrper zu erkranken.

Beim Kauf von Spielzeug und Bдllen solltet Ihr darauf achten, die richtige GrцЯe zu wдhlen. Kauartikel sollten Tiere nur unter Aufsicht bekommen. Verschluckt sich ein Hund an einem grцЯeren Stьck Knochen, kцnnt Ihr den Tierarzt darьber informieren. AuЯerdem solltet Ihr stets im Blick haben, ob Euer Hund seine Mahlzeiten wie gewohnt zu sich nimmt und die Verdauung des Hundes geregelt verlдuft. Bei Futterverweigerung und Stцrungen der Verdauung kцnnt Ihr Eurem Tierarzt wichtige Anhaltspunkte liefern.

Ob ihr Euren Hund gegen Darmverschluss versichern kцnnt, erfahrt ihr hier.

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NOTFALL-CHECKLISTE : Darmverschluss

Der Hundehalter kann beim Verdacht auf einen Darmverschluss dem Tierarzt nur durch Beobachtung seines Hundes oft wertvolle Hinweise geben. Hat der Hund einen Fremdkörper verschluckt? Wird ein Spielzeug vermisst? Wann hatte der Hund das letzte Mal Stuhlgang? Wann hat er sich übergeben?

Ein Darmverschluss ist ein Wettlauf mit dem Tod. Wenn ihr Hund einen Fremdkörper verschluckt hat oder an Knochenkot leidet, wenn er bereits einen aufgeblähten Bauch zeigt und dabei unruhig hin und her läuft, wenn ihm kein Platz recht ist - wenn er häufig zwischen Liegen, Stehen und Umhergehen wechselt oder gar schon einen gekrümmten Rücken zeigt - kann der dramatische Notfall bereits eingetreten sein. Warten Sie nicht weiter ab, ob sich das Ganze noch bessert. Wenn es ein Darmverschluss ist, läuft dem Hund die Zeit davon. Es droht ein Absterben und Zerreißen des betroffenen Darmbereichs mit akuter Lebensgefahr. Ihr Hund vertraut Ihnen - handeln Sie bevor es zu spät ist!

A. AUSGANGSLAGE

Die nachfolgenden Anzeichen eines Darmverschlusses können je nach Einzelfall sehr verschieden stark ausgeprägt sein:

  • der Hund kann keinen Kot mehr absetzen, es kommt zu Kotverhaltungen bis zum kompletten Kotstau
  • der Hund erbricht sich, auch bereits nach der Wasseraufnahme
  • der Hund verweigert die weitere Futter-Aufnahme
  • der Allgemeinzustand des Hundes verschlechtert sich ständig immer weiter
  • der Hund zeigt eine typische Schmerzhaltung, die sogenannte Gebetsstellung: die Vorderbeine und der Vorderkörper liegen dabei flach auf dem Boden, die Hinterbeine stehen und der Hinterkörper ist oben (ähnlich wie die Gebetsstellung im Islam)
  • der Bauch fühlt sich beim Abtasten verhärtet an
  • möglicherweise starke Schmerzreaktionen beim Abtasten (erst einmal ganz extrem behutsam den Bauch streicheln, wenn keine Schmerzreaktion erfolgt ganz leicht abtasten, wenn dann keine Schmerzreaktion erfolgt normal abtasten. Dabei immer mit dem Hund sprechen!)
  • möglicherweise hat der Hund einen Fremdkörper verschluckt, Details siehe auch Fremdkörper

Ein Darmverschluss muss sich nicht sofort (!) am ausbleibenden Stuhlgang zeigen. Wenn der Darmverschluss hoch im Dünndarm im Bereich nach dem Magenausgang liegt, kann der Nahrungsbrei nicht mehr aus aus dem Magen in den Darm weiter geleitet werden. Der Hund wird sich dann zunächst erbrechen müssen, bevor ein Kotstau erkennbar wird. Selbst nach der Wasseraufnahme wird er sich dann schon übergeben - und gleichzeitig bei dieser Ausgangslage noch solange noch Darminhalt da ist, eine Zeit lang Stuhlgang haben können. Bis der weiter oben blockierte Darm schließlich leer ist. Wenn bekannt ist, dass der Hund einen Fremdkörper verschluckt hat und sich danach selbst nach der 'einfachen' Wasseraufnahme bereits übergeben muss, ist das ein sehr ernstes Anzeichen für einen möglichen Darmverschluss.

Tödliche Kastanien - oder warum der Hund nicht mit allem spielen darf, was in seinen Mund passt. Ein Negativbeispiel: Kastanien scheinen für den Hund ein tolles Spielzeug zu sein. Sie kullern lustig herum, der Hund kann sie mit den Pfoten tapsig herumschubsen und ihnen dann hinterherjagen. Und wenn er beim Fangspiel mal eine verschluckt? Nicht so schlimm - denken wir - und irren uns gewaltig. Bestenfalls bleiben die größeren Kastanien in seinem Magen hängen und der Hund erbricht sie irgendwann wieder. Kastanien sind für den Hund unverdaubar. Schlimmstenfalls sind sie aber gerade so groß, dass sie den Magen in den Dünndarm gerade noch passieren können und aber schon wieder so groß, dass sie im Dünndarm angekommen diesen als Fremdkörper gleich blockieren. Leider ist dies beim Hund anatomisch so möglich. Der Darmdurchgang ist damit gestört, der Nahrungsbrei kann nicht mehr ordnungsgemäß weiter geführt werden und verfault. Eine Katastrophe bahnt sich an.

B. HINTERGRUND-INFO's ZUM DARMVERSCHLUSS

B.1 Hintergrund-Infos: Was ist ein Darmverschluss?

  • ein Darmverschluss ist eine Störung der Darmfunktion, bei der die Durchgängigkeit des Darmes ganz oder teilweise blockiert ist
  • dadurch gerät der durchfließende Nährstoffbrei ins Stocken
  • der Darminhalt beginnt zu vergären und zu verfaulen
  • dabei werden extrem schädliche Prozesse im Körper in Gang gesetzt
  • der Hund leidet schwerste Schmerzen

B.2 Hintergrund-Infos: Arten des Darmverschlusses

  • tiermedizinisch wird grundsätzlich in zwei Arten von Darmverschluss unterschieden: dem mechanischen und dem funktionellen Darmverschluss
  • beim mechanischen Darmverschluss ist der Darm gequetscht, verschlungen oder es 'sitzt' etwas im Darm, das den Durchgang innerlich verstopft - zum Beispiel ein verschluckter, unverdaulicher Fremdkörper wie Plastikspielzeug
  • beim funktionellen Darmverschluss werden durch Entzündungen, Gifte, Durchblutungsstörungen, nervliche Störungen, u.a. die Funktionen des Darmes außer Kraft gesetzt
  • ein Darmverschluss kann dabei als vollständige Blockade oder auch 'nur' Teilblockade auftreten, also noch teilweise durchlässig sein
  • der tiermedizinischen Fachbegriff für den mechanischen Darmverschluss ist Obstruktionsileus

B.3 Hintergrund-Infos: Verstopfung (Obstipation) oder Darmverschluss (Ileus)

  • eine starke Verstopfung durch verhärteten Kot (Knochenkot) im Darm kann sich wie ein unauflöslicher Darmverschluss durch einen Fremdkörper äußern
  • diese Form von Darmverschluss wird auch als mechanischer Ileus bezeichnet
  • die Folge ist u.a. eine [[Darmkolik]]

B.4 Hintergrund-Infos: Fremdkörper als Ursache für einen Darmverschluss

  • anatomische Gegebenheiten des Hundes am Übergang vom Magen zum Dünndarm wirken sich sehr ungünstig aus
  • verschluckte Fremdkörper passen zwar durch den Magenausgang und verlassen den Magen, bleiben dann aber im engeren Dünndarm stecken
  • dazu kommt noch, dass manche Fremdkörper im Röntgenbild und Ultraschall schlecht bis gar nicht zu entdecken sind (z.B. Spielzeug aus Gummi, Weichplastik)
  • wenn der Fremdkörper den Darm nur teilweise blockiert, sind auch bildgebende Verfahren, z.B. Aufnahmen mit Röntgenkontrastmittel nicht sehr aufschlussreich

C. SYMPTOME DES DARMVERSCHLUSSES BEIM HUND

C.1 allgemeine Symptome

  • anhaltendes Erbrechen
  • Schmerzen beim Berühren des Bauches
  • eine verspannte, harte Bauchdecke
  • allgemeine Schwäche des Hundes
  • schlechter Allgemeinzustand
  • hochrote Schleimhäute (z. B. Maulschleimhaut), siehe -> Vitalwerte
  • Fieber oder Untertemperatur, siehe -> Fieber
  • Herzrasen, Details siehe -> Puls messen
  • schnelle, flache Atmung , siehe -> Atmung prüfen

C.2 Symptome aus dem Verhaltensbereich

  • erkennbare Verhaltensänderungen, zum Beispiel durch verstärktes Grasfressen
  • Verweigerung jeglicher Nahrungsaufnahme
  • Wasser wird u.U. zwar aufgenommen, aber auch wieder erbrochen
  • der Hund bemüht sich erfolglos um Kotabsatz, er tut zwar so, es kommt aber nichts (genau beobachten!)
  • möglicherweise wird statt dem Kot nur Blut oder blutiger Schleim abgesondert

C.3 Hinweise durch die Abfolge der Symptome im zeitlichen Verlauf

  • das Erbrechen erfolgt unter bestimmten Umständen bereits vor den ersten Problemen mit dem Kot absetzen
  • damit ist auch das Erbrechen ein möglicher Hinweis auf einen Darmverschluss - dies scheint im ersten Moment unlogisch - ist es aber nicht!
  • Erbrechen ist dann ein Symptom, wenn der Darmverschluss sehr nahe am Magenausgang erfolgt
  • der Darm arbeitet dann zunächst noch weiter, die aufgenommene Nahrung kann den Magen aber nicht mehr verlassen
  • wenn der Hund hat Durst hat, erbricht er sogar das aufgenommene Wasser wieder

C.4 Schmerzsymptomatik

  • der Darmverschluss ist mit ganz erheblichen Schmerzen verbunden
  • dies führt schmerzbedingt zur sogenannten [[Gebetsstellung]] : der Hund liegt vorne und steht gleichzeitig auf den Hinterpfoten, der Hinterkörper ist dabei hoch

SOFORTMASSNAHMEN: Was tun, wenn man bei seinem Hund einen Darmverschluss vermutet?

  • bei einem Darmverschluss kann ihrem Hund nur der Tierarzt helfen
  • wenn Sie starke Hinweise auf einen Darmverschluss haben, wenn ihr Hund zum Beispiel ein Spielzeug verschluckt hat und dazu Symptome (siehe oben) zeigt, gehen Sie von einem medizinischen Notfall aus
  • bringen Sie ihren Hund sofort zu einem Tierarzt, Tierarztpraxis oder einer Tierklinik mit 24-Stunden-Verfügbarkeit
  • Details zum Transport finden Sie hier unter Transport zum Tierarzt
  • Die Situation wird jetzt nicht mehr von alleine besser!
  • Im Gegenteil: die Situation kann sich kurzfristig ganz rapide verschlechtern!

D. URSACHEN FÜR EINEN DARMVERSCHLUSS

  • verschluckte Fremdkörper ( Tennisball, Spielzeug, Verpackungsmaterial, Steine, Kastanien, Nüsse, Pfirsichkern, Maiskolben, Haarballen, etc., siehe -> Fremdkörper )
  • hochgradiger Befall von [[Endoparasiten]] wie [[Würmer]], insbesondere bei Welpen kann durch starken Wurmbefall der Transport des Nahrungsbreis durch den Darm behindert werden
  • physiologische Besonderheiten, Verwachsungen, Vernarbungen im Darmbereich
  • nervliche Störungen bei der vegetativen Steuerung des Darms (Eigenbewegungen, Peristaltik des Darms zum Weitertransport des Nahrungsbreis)
  • Drehung oder Verschlingen von Darmteilen (Volvulus), die Folge einer [[Darmverschlingung]]: mangelnde Blutversorgung, Absterben von Darmteilen
  • Einstülpung, Überstülpung eines Darmabschnitts, Invagination (wenn sich Darmteile ineinanderschieben und sich überstülpen, Folge: mangelnde Blutversorgung, Absterben von Darmteilen)
  • ein Darmtumor (Krebsgeschwulst) blockiert zunehmend den Darm bis zum Verschluss
  • ein lähmender Darmverschluss (paralytischer Ileus), Nerven- und Durchblutungsstörungen, Lähmung der Darmmuskulatur aufgrund entzündlicher Krankheiten (z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung)

D.1 Weitere mögliche Ursachen

  • Knochenfütterung kann zu betonhartem Knochenkot führen (der Kot wird hart, gräulich, steinhart), Details siehe Knochenkot
  • verschluckte, größere Stücke Büffelhaut quellen im Magen stark auf bis hin zum Darmverschluss
  • auch das kommt vor: beim Spiel verschluckte Kastanien blockieren den Darm

D.2 Hintergrund-Infos: Komplikationen und Folgen eine Darmverschlusses

  • mangelnde Durchblutung führt zum Absterben von Darmteilen
  • Giftstoffe aus dem Darm wandern ins Blut, es kann zum septischen Schock kommen ([[Blutvergiftung]])
  • im Extremfall kommt es zum akut lebensbedrohlichen Aufreißen des Darms (Darmdurchbruch)
  • durch das Zerreißen des Darms können Fäkalien und Bakterien aus dem Darm in den Bauchraum gelangen mit der Folge schwerster Entzündungen
  • die Folge ist eine [[Bauchfellentzündung]] (Peritonitis), das Bauchfell (Peritoneum) ist der medizinische Fachbegriff für die innere (!) Haut des Bauchraums

E. DIAGNOSTIK DES DARMVERSCHLUSSES

E.1 Anamnese: Einzelheiten zur Krankengeschichte - oder was der Tierarzt wissen muss

  • um mögliche Ursachen der Symptome einzugrenzen, muss der Tierarzt die Krankheitsgeschichte des Hundes kennen
  • gerade auch wenn es um verschluckte Fremdkörper geht, kann der Hundehalter oft die entscheidenden Hinweise geben
  • der Tierarzt erkundigt sich dabei besonders nach dem zeitlichen Auftreten und dem Verlauf der einzelnen Symptome (siehe oben, Punkt C. Symptome)
  • gibt es Anzeichen für starke Schmerzen (Jaulen, macht der Hund einen [[Katzenbuckel]] oder zeigt die sogenannte [[Gebetsstellung]], etc.)
  • wann hat der Hund das letzte Mal erfolgreich Kot abgesetzt
  • wie war der Kot beim letzten erfolgreichen Absetzen beschaffen
  • falls sich der Hund erbrochen hat, wie sah das Erbrochene aus
  • gibt es Hinweise darauf, dass der Hund einen Fremdkörper verschluckt haben könnte (Details siehe auch -> Fremdkörper)
  • falls es einen Fremdkörperverdacht gibt, um was für einen Fremdkörper könnte es sich handeln, wird etwas vermisst
  • hatte der Hund schon einmal einen Darmverschluss

Wenn der Darmverschluss sehr hoch im Darm sitzt, z.B. oben am Eingangsbereich des Dünndarms, kann es sein, dass der Hund trotz der gegebenen Blockade noch einige Zeit 'normal' Kot absetzen kann. Dies kann zu einer Fehlinterpretation führen, weil der Hund ja noch kotet. Das wesentliche Symptom ist hier, dass sich der Hund erbricht, nach ggf. dem Fressen und sogar nach der Wasseraufnahme. Letzteres Anzeichen, wenn der Hund nach dem Trinken das Wasser wieder erbricht, ist ein echtes Alarmzeichen.

E.2 Untersuchung des Hundes durch den Tierarzt

  • Abtasten auf einen verhärteten Bauch bzw. Magen (Kotansammlungen, Fremdkörper)
  • Abtasten des Enddarms
  • vorsichtiges Abtasten des Bauches auf schmerzhafte Stellen
  • nach rektaler Austastung des Enddarms oft blutiger Schleim am Untersuchungshandschuh
  • Ermittlung der Vitalwerte
  • glasiger und zäher Schleim am Thermometer nach rektalem Temperatur messen
  • bei [[Roentgenaufnahmen]] ist zu beachten: verschluckte Fremdkörper aus Gummi, Plastik oder Stoff sind im Röntgenbild nicht oder nur schwer zu erkennen
  • eine [[Kontrastmittelaufnahme]], kann aufzeigen, dass große Stuhlmengen im Darm sind, vorab erfolgt dazu die orale Gabe von Kontrastmittel
  • Ermittlung der Blutwerte ([[Blutbild]], [[großes Blutbild]] (Labor))
  • [[Ultraschalluntersuchung]] des Bauchraums
  • Endoskopie zur inneren Inspektion des gesamten Verdauungsbereiches
  • diagnostische Bauchoperation (Laparotomie, Probelaparotomie)
  • wenn schwere, lebensbedrohliche Symptome vorliegen, die Ursache aber immer noch nicht klar ist, kann eine kurzfristig angesetzte diagnostische Bauchöffnung mit ggf. sofortigem operativem Eingriff lebensrettend für den Hund sein!
  • der Tierarzt kann dann sofort mit der Diagnose Gegenmaßnahmen direkt im Bauchraum einleiten, z.B. bei eine[[Bauchfellentzündung]]

Wenn starke Symptome und Hinweise auf einen Darmverschluss vorliegen, wird der Tierarzt aufgrund der extrem bedrohlichen Gefahr eine sofortige [[diagnostische Bauchöffnung]] in Betracht ziehen. Durch diese Laparotomie (Probelaparotomie), also die Öffnung des Bauchraums, erhält der Tierarzt eine Sichtkontrolle auf den Darm und kann im Bedarfsfall sofort am Darm operativ eingreifen.

F. THERAPIE DES DARMVERSCHLUSSES (ILEUS)

F.1 medikamentöse Therapie

  • Injektion krampflösender Mittel
  • Injektion von Abführmittel
  • prophylaktische Spritze gegen Darmentzündungen

F.2 operative Therapie des Darmverschlusses

  • Notoperation: Öffnen des Bauchraums, Öffnen des Darms, Entfernen der Verschlussursache (z.B. Fremdkörper)
  • Endoskopie (unter Narkose), im Einzelfall auch zur Entfernung von Fremdkörper

F.3 weitere therapeutische Maßnahmen

  • Absaugung von Magen- und Darminhalt vor der blockierten Stelle
  • je nachdem wo die Blockade sitzt, wird mit einer Darmzange und Spülungen versucht, die Blockade zu lösen
  • bei Knochenkot : oral Paraffin, Einlauf, Klistierflüssigkeit
  • der Einsatz eines Klistier erfolgt dann, wenn sich der Darmverschluss im Enddarm befindet

G. PRÄVENTION EINES DARMVERSCHLUSSES

  • die Prävention eines Darmverschlusses ist nur bei wenigen Ursachen (s.o. URSACHEN PUNKT D.) möglich
  • eine ausgewogene Ernährung hilft bei der Vermeidung der Bildung von Knochenkot
  • keine Fangspiele mit Gegenständen die der Hund verschlucken kann und die zum Darmverschluss führen können, näheres zur Prävention auch unter Fremdkörper
  • den Hund nicht mit Kastanien, Eicheln, Nüssen (z.B. Walnüsse, Haselnüsse) oder Steinen spielen lassen. Wenn sie der Hund bei Fangspielen verschluckt, sind sie unverdaubar und werden leicht gefährlich, wenn sie den Darmdurchgang verstopfen
  • grundsätzlich kein zerkaubares Hundespielzeug herumliegen lassen, wenn der Hund das Spielzeug zerkaut und im Ganzen oder auch nur in Teilen verschluckt, kann es leicht zum Darmverschluss kommen
  • nach der Kastration einer Hündin ist das Risiko eines Darmverschlusses erhöht, deshalb muss der erfolgreiche Kotabsatz nach der Kastration besonders überwacht werden

H. HAUSMITTEL

  • Achtung! Es gibt keine Hausmittel bei einem Darmverschluss! Der Hund muss immer sofort zum Tierarzt!
  • Nur bei Knochenkot kann man durch Gabe von einigen Esslöffeln Öl versuchen den Knochenkot aufzuweichen. Im Zweifel aber immer sofort zum Tierarzt!
  • unmittelbar nach einer Fremdkörperaufnahme kann mit Sauerkraut versucht werden, den Fremdkörper zu umhüllen. Ansonsten sofort zum Tierarzt!

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Jeder Hundehalter sollte über die elementaren Grundkenntnisse verfügen.

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Darmverschluss (Ileus): Symptome

Die mit einem Darmverschluss (Ileus) verbundenen Symptome können – je nach Art und Ursache des Verschlusses – sehr unterschiedlich sein.

Mechanischer Darmverschluss (Ileus)

Ein mechanischer Darmverschluss (Ileus) ist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

  • Erbrechen
  • kolikartige Bauchschmerzen
  • vermehrte Gasansammlung im Darm (auch Meteorismus genannt)
  • Stuhlverhalt (fehlender Stuhlgang

Wenn sich ein mechanischer Darmverschluss entwickelt, weisen die Symptome zunächst meist auf einen in seinen Bewegungen überaktiven Darm hin, denn: Der Darm versucht, den Nahrungsbrei durch die Engstelle hindurchzudrücken. Die Überaktivität der Darmbewegungen bezeichnet man als Hyperperistaltik. Hört der Arzt den Bauch mit dem Stethoskop ab, vernimmt er sogenannte spritzende oder pfeifende Darmgeräusche. In diesem Stadium löst ein mechanischer Ileus meist kolikartige Schmerzen aus. Durch die Bauchdecke fühlt sich der Darm hart und steif an und tritt manchmal als Kontur sichtbar hervor. Eine fortdauernd erregte Muskulatur führt über Reflexe dazu, dass der Darm lahmgelegt ist.

Wann ein mechanischer Darmverschluss welche Symptome auslöst, hängt auch davon ab, wo genau im Darm der Verschluss liegt. Ob der Dünndarm oder Dickdarm vom Ileus betroffen ist, lässt sich anhand der Symptome grob unterscheiden:

  • Bei einem höher gelegenen Dünndarmverschluss können die sonst für einen mechanischen Darmverschluss typischen Symptome – wie Blähungen, vermehrte Gasansammlung im Darm und ausbleibender Stuhlgang – fehlen. Dafür erbrechen die Betroffenen schon früh und viel.
  • Bei einem tief gelegenen Dünndarmverschluss setzt das Erbrechen eventuell später ein, das Erbrochene ist dann meist braun und riecht übel. Die Schmerzen sind in beiden Fällen meist kolikartig und treten im Bereich des Bauchnabels auf.
  • Ein mechanischer Ileus im Bereich des Dickdarms verursacht weniger starke Schmerzen, die aber allmählich zunehmen. Da der Darm weder den Stuhl noch die Darmgase weiterbefördern kann, verursacht dieser Darmverschluss als typisches Anzeichen schnell einen Blähbauch. Erbrechen müssen die Betroffenen in diesem Fall erst sehr spät.

Funktioneller Darmverschluss (Ileus)

Ein funktioneller paralytischer Darmverschluss (Ileus) verursacht als wichtigste Symptome einen langsam beginnenden, mäßigen Dauerschmerz, Übelkeit, schwallartiges Erbrechen und Aufstoßen. Im Gegensatz zum mechanisch bedingten Darmverschluss stellt der Arzt beim Abhören des Bauchs verminderte oder fehlende Darmgeräusche fest, Letzteres bezeichnet man auch als "Totenstille".

Entwickelt sich ein funktioneller paralytischer Ileus, ist der Bauch anfangs weich und stark mit Gas gefüllt. Erst wenn auch das Bauchfell bei dieser Form von Darmverschluss entzündet ist, ändern sich die Symptome: Dann ist der Bauch hart und gespannt (sog. Trommelbauch).

Gemischter Ileus

Ein gemischter Darmverschluss (Ileus) zeigt Symptome sowohl des mechanischen als auch des funktionellen Darmverschlusses in unterschiedlich starker Ausprägung.

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Woran erkennt man Darmverschluss beim Hund?

Ein Darmverschluss beim Hund kann von Fremdkörpern im Darm kommen oder die Darmmuskulatur ist gelähmt.

Klassisches Symptome für einen Darmverschluss sind anhaltendes Erbrechen und Verstopfung. Achten Sie stets darauf, dass Ihr Hund regelmäßig Kot absetzt.

Im Ernstfall geht es um Minuten

Ein Darmverschluss ist in jedem Fall lebensbedrohend und muss sofort behandelt werden.

Woran erkennt man Darmverschluss beim Hund? Symptome sind Erbrechen und Verstopfung

Drängt der Hund und will ins Freie, kann aber keinen Kot absetzen ist dies schon ein Alarmsignal. Je länger dieser Zustand andauert, desto mehr Wasser wird dem Kot entzogen. Dieser verfestigt sich immer weiter und blockiert den Darm.

  • Zumeist ist der Hund bei einem Darmverschluss im Bauchbereich schmerzempfindlich.
  • Der Allgemeinzustand des Tieres kann sich relativ rasch verschlechtern. Die Atmung wird flach, es kann zu Fieber kommen und die Bauchdecke ist sehr hart.

Ist der Darmverschluss unvollständig, geht es dem Hund schlecht und er verliert Gewicht. In diesem Fall können Teile des Darms absterben oder die Darmwand reißen.

Bei Knochenkot besteht die Gefahr, dass spitze Knochenteile die Darmwand zerstören.

Symptome erkennen

Beim geringsten Verdacht auf einen Darmverschluss sollten Sie sofort den Tierarzt aufsuchen. Dieser wird eine Röntgenaufnahme empfehlen. In einigen Fällen wird das Röntgenbild mit einem Kontrastmittel gemacht.

Auch eine Ultraschalluntersuchung kann in diesem Fall hilfreich sein.

Besteht der Verdacht auf einen vollständigen Verschluss, hilft nur mehr eine Notoperation, in der der Bauchraum geöffnet wird und der Fremdkörper entfernt wird. Sollten bereits Teile des Darms in Mitleidenschaft gezogen worden sein, werden auch diese entfernt.

Es handelt sich dabei um eine schwere Operation, die auch sehr kostspielig ist.

Wie kann es zu einem Darmverschluss kommen?

Die Gründe für einen Darmverschluss können sehr unterschiedlich sein. Die häufigste Ursache sind verschluckte Fremdkörper, wie Spielzeug, Socken oder großen Knochenstücke.

Darmverschluss beim Hund vorbeugen, mit diesen 7 Tipps

So mancher Vierbeiner verschlingt beinahe alles, was ihm in den Weg kommt.

Nun könnte man denken, das wäre halb so schlimm. Schließlich kommt nach einer Weile alles hinten wieder heraus. Das ist leider ein Irrtum.

Ursache große Fremdkörper

Frisst der Hund Fremdkörper, kann es zu einem Darmverschluss kommen. Und jeder Darmverschluss ist sehr ernst zu nehmen. Das Leben des Hundes steht auf dem Spiel. Sie sollten unbedingt die Symptome genau kennen und im Notfall sofort den Tierarzt aufsuchen.

Schluckt der Hund zum Beispiel ein zu großes Knochenstück, dann kann es den Magen und den Dickdarm gerade noch passieren kann. Für den Dünndarm ist der Knochen allerdings zu groß. Jetzt droht ein Darmverschluss, weil der Nahrungsbrei nicht mehr am Knochenstück vorbeikommt.

Etwas Ähnliches passiert auch, wenn Ihr Hund zu viele Knochen frisst. Im Darm wird dem Knochenbrei das Wasser entzogen und er verdickt sich zementartig und verstopft den Darm.

Neben diesem mechanischen Verschluss kann sich der Darm auch Drehen oder Verschlingen. Eine weitere Ursache für einen Darmverschluss kann ein starker Wurmbefall sein. Zu einer Darmlähmung kommt es dagegen in Folge einer Darmentzündung oder durch eine Störung der Nerven.

Wie funktioniert das Verdauungssystem beim Hund?

Bei einem gesunden Hund wird der Nahrungsbrei durch die Bewegungen des Darms durch das Verdauungssystem transportiert. Dabei werden alle benötigten Nährstoffe aufgenommen, bis letztendlich die Abfallprodukte als Kot ausgeschieden werden.

Wird dieser Vorgang gestört und der Nahrungsbrei kann im Darm nicht weiter transportiert werden, spricht man von einem Darmverschluss.

Dabei werden zwei Arten unterschieden:

Beim paralytischen Darmverschluss besteht eine Lähmung des Darms.

  • Obstruktiver Darmverschluss

    Bei einem obstruktiven Verschluss wird der Darm durch ein Hindernis blockiert. In der Fachsprache wird der Darmverschluss als Ileus bezeichnet.

  • So können Sie einfach vorbeugen

    Um Ihrem Tier mögliches Leid zu ersparen, können Sie einiges tun.

    Füttern Sie Knochen stets nur in Maßen und achten Sie darauf, dass diese nicht splittern.

    Auch Kauartikel sollte der Hund nur unter Aufsicht erhalten.

    Kontrollieren Sie stets, ob der Hund regelmäßig Kot in der richtigen Menge absetzt.

    Beim Kauf von Spielzeug sollten Sie ein Augenmerk auf die richtige Größe und auf die Qualität haben. Billige Stofftiere haben in der Nähe von Hunden nichts verloren. Es ist viel zu gefährlich, dass sich Teile lösen und der Hund diese verschluckt.

    Kontrollieren Sie das Hundespielzeug regelmäßig auf Beschädigungen. Fehlt ein Teil, kann es sein, dass der Hund dieses verschluckt hat.

    Unmittelbar nach dem Verschlucken eines Fremdkörpers können Sie dem Hund als Erste-Hilfe-Maßnahme Sauerkraut verabreichen. Es wickelt sich um das verschluckte Teil und der Hund kann alles gut ausscheiden.

    In diesem Fall müssen Sie den Kot unbedingt nach dem verschluckten Teil durchsuchen. Setzt der Hund nicht wie gewohnt Kot ab, müssen Sie sofort den Tierarzt zurate ziehen.

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    Darmverschluss beim Hund – Ursachen | Symptome | Behandlung | Vorbeugung

    Totale Blockade – bei Darmverschluss sofort zum Tierarzt!

    Gesund, froh und munter, so wünscht sich jeder Hundehalter seinen Liebling. Doch es gibt Situationen, die zu schnellem Handeln auffordern, weil sie das Leben des Fellfreundes bedrohen. Ein Darmverschluss (Ileus) ist solch eine Notfallsituation. Nicht jede Verstopfung ist gleich eine lebensgefährliche Erkrankung. Doch je besser Halter und Hund sich kennen, desto schneller wird klar, ob eine echte Gefahr durch Verschluss des Darms vorliegt.

    Es werden zwei Blockadeformen des Verdauungssystems unterschieden. Es handelt sich um die funktionelle, sowie die mechanische Blockade.

    Mechanischer Verschluss: Fremdkörper als Ursache

    Die häufigsten Ursachen für einen Ileus beim Hund sind Fremdkörper im Verdauungssystem. In diesem Sinne also jeder feste Gegenstand, der kein Nahrungsmittel darstellt. Einige Beispiele dafür sind kleine Spielzeuge, Holzstücke, Steine, Papier oder Plastikverpackungen.

    Hunde sind nicht wählerisch bei der Nahrungsaufnahme. Unbekanntes wird gerne in Einzelteile zerkaut. Nicht selten wird davon auch etwas herunter geschluckt. Insbesondere dann, Frauchen oder Herrchen zur Herausgabe auffordern.

    Nicht jeder verschluckte Fremdkörper bedeutet auch den Ernstfall eines Darmverschlusses. Häufig wird der Gegenstand nach einiger Zeit erbrochen, oder gelangt auf natürlichem Weg wieder heraus. Dies ist besonders interessant bei Kordel oder Stoffstücken anzusehen. Hier wird sich beim Abkoten oft lange gequält und manchmal muss sich Frauchen oder Herrchen auch erbarmen und besagte Schnüre vorsichtig aus dem After ziehen.

    Es gibt jedoch auch Fremdkörper, die wirklich großen Schaden anrichten können. Knochenstücke, Angelhaken und Ähnliches können im Verdauungssystem stecken bleiben und den Darm verschließen.

    Bei einem funktionellen Verschluss sind häufig Entzündungen oder Durchblutungsstörungen verantwortlich. Auch einige Gifte können Auslöser sein.

    Weitere Gründe für einen Darmverschluss sind ein starker Parasitenbefall, eine Darmdrehung, oder ein Tumor. Zu einer Einstülpung des Darms (Darminvagination) kann es bei Welpen nach einer Durchfallerkrankung kommen.

    Jede Form von blockiertem Darmsystem ist ein Notfall! Das Tier muss umgehend untersucht und behandelt werden. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen totalen, oder teilweisen Verschluss handelt.

    Je nachdem, was für ein Gegenstand verschluckt wurde und wo genau er platziert ist, sind folgende Erscheinungen ein Alarmsignal zum sofortigen Handeln:

    • Erbrechen
    • Würgen
    • Bauchraum ist dick und angeschwollen
    • Verstopfung und häufige Versuche des Abkotens
    • Appetitlosigkeit
    • Fieber

    Nicht immer treten alle Symptome auf. Es macht auch einen Unterschied, ob es sich um einen kompletten oder um einen teilweisen Verschluss handelt. Bei Letzterem können sich die Symptome über Wochen aufbauen und nur langsam wird der Ernst der Lage deutlich.

    Erste Hilfe und Behandlung

    Bei Verdacht auf Verschluss sollte sofort der Tierarzt eingeschaltet werden. Die Situation ist für den Hund lebensbedrohlich. Je schneller der Arzt das Tier untersuchen kann, desto größer die Chance auf Genesung.

    Nach einer ersten Untersuchung wird der Tierarzt entscheiden, ob eine Röntgenaufnahme sinnvoll ist. So kann nicht nur festgestellt werden, ob ein Fremdkörper im Hund steckt, sondern auch, wo er positioniert ist. Unter Umständen muss der Fremdkörper unverzüglich heraus operiert werden. In anderen Fällen wird es der Arzt mit Einläufen und Gleitmitteln versuchen.

    Sollte der Hund viel Erbrochen haben, wird er zusätzlich über eine Infusion direkt mit Flüssigkeit versorgt. Zur Nachbehandlung wird das Tier in der Regel mit Antibiotikum behandelt.

    Gerade bei Hunden mit großer Neugier, sowie bei leidenschaftlichen Aas- und Müllfressern ist es besonders schwer, dass Kommando “AUS” wirksam in den Alltag einzubauen. Es ist aber im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig! Räumen sie ihren Wohnraum immer soweit auf, das keine verschluckbaren Gegenstände herumliegen. Auch mit Kindern sollte über die Verantwortung gesprochen werden, das Tier nicht mit Plastikfiguren, Murmeln oder Ähnlichem zum Spiel aufzufordern. Bei der Auswahl des Küchenmülleimers sollte daran gedacht werden, ob er einbruchsicher ist. Das wird ihrem Hund vermutlich nicht gefallen, aber es kann sein Leben retten.

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