Cushing syndrom hund zittern
Was ist die Lebenserwartung von Hunden mit Cushing- Krankheit
Morbus Cushing können Hunde von fast jedem Alter betreffen , ist aber am häufigsten bei Hunden über neun Jahre alt. Symptome des Cushing- werden oft für normale Alterserscheinungen verwechselt , und dies kann eine Verzögerung bei der Behandlung führen. Die Zeitspanne ein Hund lebt nach einer Diagnose von Morbus Cushing , hängt von der Art der Erkrankung und die Behandlung Pfad
Cushing -Krankheit ist eine Erkrankung, bei der die Nebennieren Cortisol produzieren . einer der mit Hormonen notwendig, Leben zu erhalten. Dieses Hormon ist bekannt, den Körper auf Stress reagieren helfen. Überproduktion des Hormons kann lebensbedrohlich werden , da es eine Reihe von Körperfunktionen zu beeinflussen. ( Eine Liste der Funktionen, die durch Cortisol beeinflusst , finden Sie unter " Referenzen ". )
Hypophyse Tumoren verursachen Morbus Cushing 85 Prozent der Zeit . Der Tumor bewirkt, dass die Hypophyse ACTH überproduzieren , die Stimulierung der Nebennieren, die wiederum überproduzieren Cortisol. Der Tumor gutartig oder bösartig sein und ist häufig sehr klein. Iatrogene Cushing-Syndrom wird durch hohe Dosen von synthetischen Kortison verursacht , die oft Hunde mit Allergien oder andere Bedingungen benötigen Steroid-Behandlung verabreicht. Schließlich kann das Cushing- das Ergebnis einer Tumor der Nebenniere , die gutartig oder bösartig sein kann.
Es gibt viele Symptome , die die Existenz von Signal können Cushing Krankheit bei Ihrem Hund. Er kann es zu übermäßiger Durst oder Hunger. Er kann vermehrtes Wasserlassen haben und nicht in der Lage , seine Blase zu kontrollieren . Er kann einen aufgeblähten , schlaffe Bauch aufgrund einer Zunahme von Fett im Bauchbereich zu entwickeln. Seine Haut kann dünn sein , wie Papier. Er kann lethargisch , zeigt keine Begeisterung für Aktivitäten , und er übermäßig hecheln . (Weitere Symptome finden Sie unter " Referenzen ". )
Die Prüfung ist notwendig, da es schwer zu diagnostizieren Cushing sein kann. Ein komplettes Blutbild , eine Urinanalyse , eine ACTH-Stimulationstest und eine Dexamethason Unterdrückung Test durchgeführt werden . Eine Ultraschalluntersuchung kann notwendig sein, für einen Tumor der Nebenniere zu überprüfen.
Um Iatrogene Cushing , Ihren Tierarzt behandeln wird schrittweise Verringerung der Menge an Kortison für Vorbedingung Ihres Hundes gegeben . Die Behandlung kann auch erforderlich sein, die Nebennieren , die möglicherweise betroffen sind heilen. Das Cushing- umgekehrt werden kann , aber der Grund für die Behandlung sie mit Kortison-Injektionen in den ersten Platz zurückkehren kann . Wenn ein Nebennierentumor ist die Ursache von Cushing , muss sie durch eine Operation entfernt werden . Wenn der Tumor gutartig und erfolgreich entfernt , kann der Hund zu einem normalen Leben zurückzukehren. Behandlung für einen Hypophysentumor kann bedeuten, teure Strahlung , wenn der Tumor übt Druck auf das Gehirn , und Medikamente , um die Cushing-Syndrom zu verwalten. Tumore werden in diesen Fällen nicht entfernt . Einige Medikamente können schwere Nebenwirkungen haben . (Weitere Informationen finden Sie unter " Referenzen ". )
Die meisten Fälle von Cushing- bei älteren Hunden auftreten . Wenn die Krankheit frühzeitig behandelt , oder ob es umgekehrt werden kann , die Lebenserwartung kann in der Nähe normal sein. Einige Hunde können produktives Leben für zwei bis drei Jahre zu leben , und manchmal mehr , mit gelungen Behandlung des Cushing- Krankheit, die durch einen Hypophysentumor ist .
Cushing-Syndrom, Hund einschläfern lassen. Was habt ihr für Erfahrungen?
Unsere Hündin (6 Jahre alt) leidet schon längere Zeit an einigen Symptomen (zittern, Fieber, erbrechen, keine Futteraufnahme, teilnahmslos) .In ihrem Blutbild zeigte sich dann, dass in ihrem Blut keine weißen Blutkörperchen zu finden waren. Der Tierarzt konnte uns nie eine genaue Diagnose stellen. Wir bekamen immer neue Tabletten, nichts schlug an. Ihr ging es unserer Ansicht nach immer schlechter. Vor ein paar Tagen waren wir dann beim Ultraschall. Dort wurde der Verdacht einer Bauchspeicheldrüsenentzündung aufgestellt. Wir bekamen wieder unmengen an Tabletten die wieder einmal nicht anschlugen. Heute bekamen wir das Ergebnis des zweiten Blutbildes. Die Diagnose war das Cushing-Syndrom. Unsere Hündin hat einen Tumor in der Nebennierenrinde. Der Tierarzt gab uns für 5 Tage ein Medikament (Vetoryl) zum testen mit. Nun sind wir am überlegen ob dieses Medikament nicht nur eine Lebensverlängerung des Hundes ist. Wir sehen wie sie sich jeden Tag quält und auch schmerzen hat, fressen tut sie ja auch nicht mehr. Wir denken nun über Einschläferung nach.. hat jemand Erfahrungen mit der Krankheit und dem Medikament?
11 Antworten

An deiner Stelle würde ich eine Tierklinik aufsuchen, damit du eine gute und fachlich fundierte Zweitmeinung bekommst. Vielleicht ist ja noch was zu retten.
Ehe du den Entschluß triffst, daß deinem Hund nicht mehr geholfen werden kann, solltest du wirklich noch mal Spezialisten schauen lassen.
Nichts ist im Nachhinein schlimmer, als ein Selbstvorwurf, nicht alles getan zu haben. Glaub es mir, ich spreche in diesem Punkt aus Erfahrung.
Wenn auch die Spezialisen in der Klinik keine positiven Optionen haben, dann such einen Termin mit deinem TA, zu dem er nach Hause kommt und euren Hund im Körbchen auf die letzte Reise schickt.
Ich drücke dir alle Daumen und Zehen, daß der Kelch noch mal an euch vorübergeht. Sollte er es nicht tun: Ehe der TA das Narkotikum gibt, schau deinem Hund noch mal tief in die Augen. Sprich mit ihm und sage ihm danke, verabschiede dich und dann lass es geschehen.
Ich kenn dich nicht, aber ich drück dich in Gedanken ganz fest.

Ich habe leider keine Erfahrung mit der Krankheit und dem Medikament, möchte aber nur sagen, dass man von sich aus weiß, wann ein Hund in den Himmel möchte. Wenn du das Gefühl hast, dass es noch nicht so ist, gehe sofort zu einem anderen Arzt oder einem, der auch noch Spezialist für Homöopathie oder chinesischer Medizin ist und versuche etwas anderes aus, um ihr das Leben leichter und besser zu machen. Hol dir auf jeden Fall noch eine 2. Meinung von einem Spezialisten (am besten einer Tierklinik) und das schnell.
Vielleicht ist der Tumor gutartig und kann operativ entfernt werden!
Alles erdenklich Gute wünsche ich von Herzen .

Au weih! Aber Cushing ist in dem Alter schon ungewöhnlich. tut mir sehr leid dass es die Süße schon so früh so böse erwischt hat :( Cushing ist ein Tumor, und bisher gibt es keine Heilungsmethoden für diese Krankheit. Alles was man machen kann ist, dem Tier das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten und es so lange leben zu lassen wie es eben geht. Manche Hund und Pferde werden auch mit Cushing noch sehr alt, andere haben nur noch wenige Wochen nach der Diagnose.
Da der Hund nichts mehr frisst und apathisch rumliegt würde ich dir aber wirklich den Gedanken der Euthanasie ans Herz legen. Es ist kein leben für einen Hund nur rumliegen zu können und immer schwächer zu werden. Sollte der Hund noch Fellprobleme haben wird er es bei dieser Hitze, die ja oftmals aufkommt, noch schwieriger haben. du sagst selbst, der Hund liegt nur noch rum und ist teilnahmslos. Ein Hund will aber laufen und springen, kuscheln du schmusen und mit anderen Hunden toben, er will gutes Futter fressen und Spaß haben. Das kann dein Hund nicht. Ich weiß, der Gedanke ist hart und der Entschluss zum Einschläfern noch viel schlimmer, aber denke einfach darüber nach, ob der Hund so glücklich ist. Die Wahrscheinlichkeit dass es plötzlich besser wird ist leider sehr, sehr gering.
Stell dir vor du wärst an der Stelle deines Hundes. Würdest du so leben wollen? Wenn du es mit Nein beantworten würdest, dann erlöse ihn.

Niemand hat es verdient, sich zu quälen. Das haben die Tiere uns voraus:Man kann sie von ihren Leiden erlösen. Du bist traurig, wenn das passiert, aber Dein Tier leidet! Auch das ist ein Zeichen von Liebe, wenn Du das einzige tust, was noch zu tun ist. Bleib bei ihr, bis sie eingeschlafen und wirklich tot ist, das bist Du ihr schuldig. Streichle sie, sprich mit ihr, das wird ihr den Übergang zur Regenbogenbrücke erleichtern. Sei stark, ich wünsche Dir Stärke!

Es sind ja jetzt schon 2 Jahre her aber mich würde interessieren was mit deinem Hund geworden ist?
Die Symptome hören sich für mich nicht wie Cushing an sondern nach dem Gegenteil nach der Addison Krise wenn wenig Kortisol gebildet wird,denn meiner hat cushing und schon alleine das die sehr viel saufen und futtern spricht schon dagegen,
ich weiss es natürlich nicht aber würde doch gerne wissen ob sich hier das cushing bestätigt hat,
Meiner wird jetzt diese Vetoryl Therapie erhalten nach den Tests und dann wird eine ständige Kontrolle wichtig sein das da auf einmal dann nicht zu wenig Kortisol vorhanden ist denn das wäre lebensgefährlich,ich hoffe deinem Hund geht es gut.

Ist denn bei der Hündin definitiv ein Tumor festgestellt worden, oder ist das wieder nur eine Annahme aufgrund diverser Untersuchungen ?? Die Symptome bei einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung sind nämlich die gleichen. Bevor ich meinen Hund einschläfern lasse, würd ich mir schnellstens noch eine 2 Meinung in einer guten Tierklinik holen. Es hört sich auch so an, als ob bei eurem Hund halt nur mit div.Tabletten versucht wurde, das Problem irgendwie in den Griff zu bekommen. Bei Erkrankungen der Bauspeicheldrüse ist die Behandlung aber viel komplexer, z.B. muß eine Umstellung der Ernährung erfolgen. Zusätzlich gibt es ein Enzym was unters Futter gemischt wird, um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten (Pancrex vet.),. Wenn allerdings die ganzen Probleme nur vom Tumor ausgehen, sieht die Diagnose schlecht aus. Aber ein Tumor müßte erst einmal 100 % bestätigt werden, alles andere wäre Kaffeesatz lesen.

Also das Cushing-Syndrom kommt dann wohl von dem Tumor der Nebenniere so wie ich das verstanden habe. Das Cushing-Syndrom kann man medikamentös behandeln, aber die Nebenniere also die Ursache mit dem Tumor kann man auch entfernen lassen.
Bei dem ganzen durcheinander im ersten Post ist ein wenig schwer zu erkennen was nun eigentlich tatsächlich gesicherte Diagnosen sind. Ihr solltet zu einer guten Tierklinik fahren und dort nochmal prüfen lassen was nun eigentlich tatsächlich alles vorliegt und ob eine Operation das Problem nicht eher lösen könnte als immer nur Tabletten.

Ich würde mal den Tierarzt wechseln oder gleich mal in eine Tierklinik gehen vielleicht können die eurer Hündin helfen.Und je nachdem was da rauskommt könnt ihr ja dann weiter sehen.

Weder noch was die Erfahrung betrifft , allerdings hab ich meinen Hund letztes Jahr auch einschläfern lassen müssen .
Stell dir vor es wäre ein Mensch, der genau diese Symptome zeigt , das macht das Leid für die meisten Menschen noch einmal deutlicher.
Du sagst Selbst, dass dein Tier sich quält
Lass es gehen, auch wenns dir schwer fällt

Ich muss sagen, dass es sich bei eurem Hund nicht gut anhört. Ich habe meinen letzte Woche gehen lassen müssen. Allerdings hatte er noch zwei Jahre nach erkennen der Erkrankung eine schöne Zeit. Ich musste das Futter etwas umstellen weil er sich auch erbrach aber dann war es gut. Erst das letzte halbe Jahr sah man wie er in sich zusammen fiel. Wir haben ihn noch geröngt und man erkannt, zwei gestreute Tumore in der Lunge, Magen und Darm waren zusätzlich betroffen. Als er dann Anfang letzter Woche sein Futter verweigerte, immer träger wurde, seine Augen waren müde und ja. Hunde können weinen, habe ich ihn erlöst. Es tut schrecklich weh, aber für ihn war es das beste

Hallo,ist noch jemand in diesem Forum?
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Vor 2 Monaten wurde meine 3 jähr. Toy-Pudelhündin von einem größeren spielenwollenden Hund am Rücken/Hinterfuß "verletzt" wo sie aufgeheult hat. Allerdings hat sie keine Verletzungserscheinungen gezeigt, sodass ich deswegen zum Tierarzt gegangen bin. In der Zwischenzeit haben wir schon längere Wanderungen unternommen, wo sie munter und ohne Probleme mitmarschiert ist. Seit Dienstag plötzlich, hinkt unser Pudelchen sehr stark, obwohl in der letzten Zeit keine längere/anstrengende Wanderung stattgefunden hat um dieses vielleicht zu erklären. Wir waren gleich am nächsten Tag in der Tierklinik wo eine jüngere Tierärztin einen Kreuzbandriss festgestellt hat. Diese Diagnose wurde am nächsten Tag (wo sie operiert werden sollte) von der operierenden älteren Tierärztin stark angezweifelt. Nelly kann sich mit dem kranken Fuß ohne Probleme kraftvoll kratzen, kann auf den Hinterfüßen stehen, sitzt normal, hat keine Schwellung. Die Tierärztin ist mehr oder weniger ratlos und meint, dass wir noch eine Woche mit strikter Schonung abwarten sollen. Die Röntgenbilder zeigen keine Auffälligkeiten. Mittlerweilen sind insgesamt 4 Tage vergangen und ich merke -trotz Tabletten - keine wirkliche Verbesserung - sie hinkt - trotz Schonung - immer noch. Würde sie so "länger" laufen, würde sie in Folge wieder nur auf 3 Füßen gehen. Habe mir schon überlegt, erstmalig in die Universitätsklinik zu fahren um ein MRT oder ähnliches machen zu lassen. Habe aber im Internet gelesen, dass dies bei einem Kreuzbandriss nicht wirklich aussagekräftig ist und bei einem anderen Beitrag, wurde dortiger Besuch als letzt empfehlenswerten erwähnt. Habe mich auch schon telefonisch bei einem anderen Tierarzt erkundigt, der sich auf Kreuzbandriss speziaisiert hat, nur ist leider dieser noch 10 Tage auf Urlaub. Nun meine Frage, wie lange kann es eigentlich dauern, wenn es sich um eine "harmlose" Bänderdehnung handelt, bis der Hund nicht mehr humpelt? Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich in Sorge um meinen Hund bin und bedanke mich sehr für Eure Antworten Liebe Grüße Ilse
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Hallo zusammen, unser 8 Jahre alter Golden Retriever Rüde hat leider gleich 3 typische Rassekrankheiten.
Zum einen ED, da vor Allem im linken Ellbogen, wurde da auch bereits mal operiert, Arthrose. Da er nun leider öfter mit den Hinterläufen zittert und zwar noch gut aber nicht mehr so flott wie früher hoch kommt, hat er u.U. auch HD.
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Meine Katze ist 11 Jahre alt, hat eine Niereninsuffizienz und starken Zahnstein. Den Zahnstein kann man nichtmehr entfernen, da sie aufgrund ihrer schlechten Nierenwerte keine Narkose mehr überleben würde.
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Anfangs ging es ja noch, aber sie pinkelt jetzt auf Teppiche, auf den Schreibtisch mit wichtigen Dokumenten und Büchern, auf Schuhe, Taschen und meine Kleidung. Auf den Esstisch, aufs Essen, in den Adventskranz und über Schubladen, in die dann alles hineinläuft. Meine Eltern drohen jetzt fast täglich damit, dass wir sie bald einschläfern lassen wenn das nicht aufhört, aber ich finde es ihr gegenüber einfach unfair nur deswegen "umgebracht" zu werden. Sonst geht es ihr ja gut, sie ist zwar ziemlich dünn, aber kommt immer noch zum kuscheln, spielt, frisst und ist wie eine normale Katze. Für mich ist sowas einfach kein Einschläferungsgrund, aber es macht einen schon fertig, vorsllem wenn man nicht weiß wie man sie zum aufhören bewegt und es immer schlimmer wird. Würden wir sie weggeben würde sie das nur unglücklich machen, da sie sehr personenbezogen und anderen gegenüber sehr scheu ist, mal abgesehen davon dass keiner eine ältere Nierenkranke Katze nehmen würde. Sogar der Tierarzt hat schon angeboten sie einzuschläfern, aber es muss doch noch einen anderen Weg geben oder?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen, Tipps oder Ratschläge für mich?
Vor fast zwei Jahren wurde mein Hund eingeschläfert. Er war sehr krank und es ging leider nicht anders, aber eins frage ich mich dennoch: er hat erst eine Beruhigungsspritze bekommen und dann die Spritze, die zum Tod führt. Er war also noch wach und ist dann ganz müde geworden, wie von einer Narkose und dann sind ihm die Beine weggesackt und er hat kurz die Augen verdreht, dann hatte er es überstanden und musste nicht mehr leiden.
Aber seit neustem gucke ich ganz gerne "Menschen, Tiere und Doktoren" und habe einigermaßen entsetzt festgestellt, dass alle Tiere, die dort eingeschläfert wurden, vorher in Narkose gelegt wurden und erst dann die Spritze, die zum Tod führt, bekommen haben.
Jetzt habe ich große Angst, dass mein Hund gelitten hat. Wäre toll, wenn mir das jemand beantworten könnte, der sich mit sowas auskennt. Ich hoffe, dass er keine Schmerzen hatte :'(
Habe eine 15 Jährige Mischlings Hündin seit Geburt. Nun bin ich in einer sehr heikelen notlage. Wir müssen dringenst aus unsere wohnung umziehen in ((Hamburg)) wir haben eine neue Wohnung per Makler gott sei dank bekommen nur ist dort strickstes Haustier verbot. Ich möchte meine Hünding nicht noch die letzten jahre wenns es welche geben sollte ins Tierheim abgeben.Deshalb habe ich mich entschlossen meine Hündin einzuschläfern. Darf man das einfach so beim Tierarzt? oder weis einer eine Andere lösung ausser Tierheim?
Vorgeschichte: Wir haben den Hund erst seit einigen Wochen. Sie stammt aus keiner schlechten Haltung, wurde allerdings etwas vernachlässigt
Unsere 11 jährige Hündin leidet zurzeit an einer akuten Pyometra. Entweder wird sie heute Abend operiert oder sie muss eingeschläfert werden. Wir sind uns leider nicht im Klaren was wir tun sollen. Soweit ist sie noch fit(also..sie war es bis vor kurzem) Ihr Herz schlägt kräftig , laut TA wäre eine Op die Lösung um den Hund noch eine Weile zu haben. Momentan ist sie allerdings in einem sehr instabilen Zustand, was ja auch nicht gerade die besten Voraussetzungen sind. Außerdem hat sie noch Gesäugeleistentumore, Grauen Star(was ja nicht so schlimm ist) und sehr schlechte Zähne hat. Die meisten davon wurden bereits entfernt. Trotzdem blutet das Zahnfleisch stark usw., die restlichen müssten auch entfernt werden usw.
Wir fragen uns jetzt eben, ob die Behandlung der Pyometra nicht der Anfang eines langen Leidensweges für den Hund darstellt und es nicht sinnvoller ist sie einfach zu erlösen.
Logisch, dass WIR den Hund behalten wollen, wir haben ihn ja noch nicht lange. Die Frage ist nun eben, ob das für den Hund auch schön und gut ist?
Hallo, unser Dackel leidet an dem Cushing- Syndrom. Leider sind die Medikamente , VETORYL 30mg Hartkapseln, sehr teuer. Auf Dauer nur schwer finanzierbar für uns. Weiß jemand einen Rat ? Wo kann man dieses Medikament billiger beziehen ? Wir hängen sehr an unserem kl.Liebling. freue mich über jede hilfreiche Antwort. Danke schön .
Mein Hund ist jetzt 13 Jahre alt, bekommt seit Jahren Schmerzmittel wegen seinem Rücken (metacam) und hat jetzt in den letzten Wochen und Monaten stark abgebaut - ich muss ihn die Treppe rauf und runter tragen, das Aufstehen fällt ihm immer schwerer, das Gassi gehen hat sich auf 3 x 20 Minuten am Tag reduziert, da er nicht weiter kann ( oder will), neuerdings kann er das Wasser nicht mehr richtig halten und ich frage mich, ob es nicht besser für ihn ist, ihn ein zu schläfern. Ich gehe am Montag zum Tierarzt und will seine Meinung dazu, aber jetzt meine Frage bzw. meine Bedenken: kann ich zum Tierarzt gehen und sagen respektive darauf Bestehen, das er eingeschläfert wird oder kann der Tierarzt sagen, das ziehen wir raus bis es nicht mehr geht? Ich liebe meinen Hund und will ihm Leid ersparen, ich will nicht, das er wie ein Mensch künstlich am Leben gehalten wird - aber wer darf das entscheiden? Hat der Tierarzt das letzte Wort? Ich rede von einem kranken, alten Hund, kein junger Welpe, sondern von einem Hund der mir sehr viel Freude bereitet hat und es verdient hat schmerzfrei von dieser Welt zu gehen.
Hallo, unser Hund (Labrador-Mischling; 12 Jahre ) hat schon seit längerem Probleme beim Gehen. Zuerst humpelte er weil er wohl etwas mit dem hinteren rechten Bein hatte und nun schon tritt ähnliches bei seinem hinteren linken Bein auf. Daher steht er kaum noch auf und seine beiden hinteren Beine zittern sehr. Manchmal hat er nicht mehr die Kraft zu stehen und deswegen klappen seine hinteren Beine ein und wir müssen ihm helfen wieder aufzustehen bzw. tragen. Heute wollte er das erste Mal nicht mehr nach draußen und ist einfach beu der Haustür steheb geblieben. Zudem trinkt und isst er nicht mehr sehr viel. Er ist schin 12 Jahre alt, Freitag wollen wir erbeut zum Tierarzt gehen. Ist es zu früh um ihn einzuschläfern ? Er soll sich schließlich nicht quälen und keine Schmerzen haben. Vielen Dank für alle Antworten.
Mein Hund leidet wahrscheinlich an einem Cushing-Syndrom,
daazu kommt vllt noch eine Leberkrankheit, da die Leber sehr groß ist.
Ist seit 2 tagen beim tierarzt, diese anzeichen habe ich von meinem tierarzt bisher
Es sieht schlecht für meinen Hund aus meinten die.
Cushing Syndrom beim Hund: Diagnose & Behandlung
Artikelinhalte
Das Cushing Syndrom kann sich bei Hunden durch unterschiedlichste Symptome äußern und ist für Hundebesitzer daher oft nicht leicht zu erkennen. Zur eindeutigen Diagnose des Cushing Syndroms sowie zur Bestimmung der vorliegenden Form kann der Tierarzt verschiedene Tests durchführen. Im Folgenden erfahren Sie, anhand welcher Anzeichen und Untersuchungen das Cushing Syndrom bei Hunden festzustellen ist und wie die Behandlung aussieht.
Welche Hunde sind vermehrt betroffen?
Besonders häufig kommt das Cushing Syndrom beim Pudel, Dackel, Boston Terrier, Boxer und Beagle vor, jedoch kann jede Rasse erkranken. Meist sind Hunde mittleren Alters und alte Hunde vom Cushing Syndrom betroffen.
Wie erkennt man das Cushing Syndrom beim Hund?
Das Cushing Syndrom kann beim Hund zu verschiedenen Symptomen führen. Nicht jeder Hund zeigt die gleichen Anzeichen, allerdings zeigen die Erfahrungen, dass einige Symptome bei Hunden relativ häufig vorkommen:
- erhöhte Wasseraufnahme und vermehrte Urinproduktion (Polyurie und Polydipsie): Entwickeln eines starken Durstes, vermehrtes Trinken, Wasserlassen auch in der Wohnung, auch gepaart mit Inkontinenz
- Heißhunger: damit verbunden auch gesteigerter Appetit und Gewichtszunahme
- kein Nachwachsen der Haare / "Haarausfall": Haarverlust an Hinterbeinen, in der Schwanzregion und am Rücken, selten auf dem Kopf und an den Pfoten
- dünne, pergamentartige Haut: häufig auch vermehrt pigmentiert und gepaart mit Hauterkrankungen (beispielsweise Demodikose)
- Muskelschwäche und Muskelschwund: Mattigkeit, schlechteres Springen ins Auto, mangelhafte Kondition bei Spaziergängen, Zittern
- dicker Bauch ("Pendelbauch"): Zunahme des Bauchumfangs, Stammfettsucht (Fettleibigkeit am Körper mit weiterhin dünnen Beinen) durch vermehrte Fetteinlagerung
- Hodenverkleinerung ("Atrophie") oder bei Hündinnen eine verzögerte oder schwache Hitze
- vergrößerte Leber (Hepatomegalie) durch vermehrtes Einlagern von langen Zuckerketten (Glycogen) in der Leber
- Entzündung der Pankreas (Pankreatitis) und damit verbundenes Zittern und Schmerzen
- Atemprobleme und vermehrtes Hecheln
- Infektionen der Haut und des Urogenitaltraktes (infolge von Immunsuppression durch vermehrtes Kortisol)
- Augenveränderungen
- Steroiddiabetes (das Cushing Syndrom kann die Bildung von Diabetes mellitus fördern)
Diagnose des Cushing Syndroms beim Hund
Die Diagnose des Cushing Syndroms bei Hunden erfolgt durch den Tierarzt. Um die Ursache und das genaue Problem beim Cushing Syndrom zu finden, muss zuvor die definitive Diagnose "Cushing Syndrom" stehen.
Generell müssen dem Hund deshalb Blut abgenommen und der Urin untersucht werden (Urintest). Diese Proben werden im Labor auf spezielle Werte untersucht:
- Blutwerte: Das Blut wird auf eine Veränderung der im Blut enthaltenen Zellen untersucht ("Stressblutbild"). Außerdem sind bestimmte Werte häufig erhöht (Leberwerte, Blutcholesterin, Blutzuckerspiegel).
- Urintest: Der Harn des Hundes ist meist schlecht konzentriert und weist einen erhöhten Gehalt an Protein auf. Nicht selten leidet der Hund auch an einer Blasenentzündung (Cystistis).
Diagnostik via Ultraschall
Außerdem können mittels Ultraschall sowohl ein Tumor der Nebennierenrinde (Mineralisation kann einen Hinweis geben) als auch bei Morbus Cushing die vergrößerte Nebenniere dargestellt werden. Die Nebennieren werden hier nach Größe, Form und Symmetrie beurteilt.
Auch eine vergrößerte Leber lässt sich mittels Ultraschall darstellen. Zudem kann ein Röntgenbild des Brustkorbs notwendig sein, etwa um Metastasen von einem Karzinom zu erkennen.
Spezielle Hormontests zum Nachweisen des Cushing Syndroms
Neben den genannten Methoden zur Untersuchung des Hundes können auch spezielle Hormontests den Nachweis des Cushing Syndroms beim Hund ermöglichen. Die Diagnosefindung erfolgt in zwei Schritten: Einem Screeningtest und einer darauffolgenden Differenzierung zwischen den verschiedenen Cushing-Formen. Dazu gehören folgende Tests:
- Kortisol/Kreatinin-Quotient (UCC) als Screeningtest: Hierzu muss vom Besitzer morgens einmalig Urin des erkrankten Hundes aufgefangen werden. Der Urin wird auf eine erhöhte Ausscheidung von Kortisol im Urin untersucht. Ist der Test positiv, so kann man von einem Cushing Syndrom ausgehen und weiter untersuchen, um die Diagnose zu sichern. Ist dieser Test negativ, so kann das Cushing Syndrom relativ sicher ausgeschlossen werden.
- Low-Dose-Dexamethason-Suppressionstest (LDDS): Der LDDS gilt als sogenannter "Goldstandard" ("bester Test") zur Diagnose des Cushing Syndroms beim Hund. Hier werden dem Hund von außen Glukokortikoide (Dexamethason) zugeführt und sowohl vor der Injektion als auch vier und acht Stunden danach der Blutkortisolspiegel gemessen. Gesunde Hunde reagieren meist mit einem Abfall des Blutkortisolspiegels (Suppression), da die Hypophyse "erkennt", dass vermehrt Kortisol im Körper vorhanden ist und die ACTH-Ausschüttung senkt. Bei an Morbus Cushing erkrankten Hunden bleibt der Spiegel jedoch erhöht. Anhand der Messungen nach vier und acht Stunden lässt sich der adrenale vom hypophysären Cushing unterscheiden.
- High-Dose-Dexamethason-Suppressiontest (HDDS): Dieser Test wird verwendet, wenn Morbus Cushing vermutet wird, der Hund jedoch nicht auf den LDDS reagiert hat. Auch hier muss dreimal Blut abgenommen werden (vor der Injektion, vier und acht Stunden nach der Injektion von Dexamethason).
- ACTH-Stimulationstest: Für diesen Test wird dem Hund Blut abgenommen, danach das Hormon ACTH gespritzt und eine Stunde später erneut Blut abgenommen. Mithilfe dieses Testes lassen sich ein Cushing Syndrom diagnostizieren oder ein iatrogenes Cushing Syndrom von einem Morbus Cushing abgrenzen. Außerdem wird der Test zur Verlaufskontrolle bei einer Therapie mit Vetoryl® verwendet.
Bei Verdacht auf Hyperkortisolismus werden meist zuerst ein ACTH-Stimulationstest, ein UCC und ein LDDS gemacht. Will der Tierarzt dann zwischen hypophysärem und adrenalem Hyperkortisolismus unterscheiden, verwendet er den HDDS, misst das endogene ACTH und nutzt Bildgebungsverfahren (Ultraschall). Eine feste Reihenfolge für die angewendeten Tests gibt es nicht.
Kosten beim Cushing Syndrom
Die Diagnostik des Cushing Syndroms beim Hund kann aufgrund der vielzähligen Ursachen relativ kostenintensiv werden. Wie beschrieben sind viele Untersuchungen notwendig, um die Ursache des Cushing Syndroms zu finden. Außerdem können auch bei der Behandlung einige regelmäßige Kosten (Medikamente, Kontrolluntersuchungen) entstehen.
Alle Leistungen durch Tierärzte werden in Deutschland nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) abgerechnet. So können zur definitiven Diagnosefindung eine Blutuntersuchung, eine Urinuntersuchung, verschiedene bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall) und die speziellen Hormontests durch den behandelnden Tierarzt in Rechnung gestellt werden. Es gilt auch zu beachten, dass jeder Test je nach Ergebnis möglicherweise wiederholt werden muss.
Außerdem kann je nach Ursache eine lebenslange Medikation notwendig sein, die insbesondere bei großen Hunden sehr teuer werden kann. Besprechen Sie am besten frühzeitig mit Ihren Tierarzt die zu erwartenden Kosten.
Therapie des Cushing Syndroms
Ein nichtbehandeltes Cushing Syndrom beim Hund ist eine fortschreitende Erkrankung mit schlechter Prognose. Je nach Ursache für das Cushing Syndrom kommen entweder eine medikamentöse Therapie oder einer Operation infrage. Hier werden zwei Methoden der Behandlung vorgestellt, die besonders verbreitet sind:
- Behandlung eines adrenalen Cushing Syndroms
- Behandlung von Morbus Cushing mit Vetoryl®
Behandlung eines adrenalen Cushing Syndroms
Ein Tumor, der von Zellen der Nebennierenrinde ausgeht (adrenales Cushing Syndrom) ist bei Hunden häufig heilbar. Er kann beispielsweise operativ entfernt werden, allerdings sollte man hierzu einen Spezialisten konsultieren. Im Rahmen dessen kann auch eine Untersuchung mittels anderer bildgebender Verfahren (CT oder MRT) notwendig sein.
Für eine chirurgische Therapie muss zuvor eine Metastasierung des Tumors beziehungsweise eine Invasivität (Einwachsen ins umliegende Gewebe) ausgeschlossen werden. Auch eine medikamentöse Therapie kommt infrage, beispielsweise wenn der Tumor operativ nicht mehr entfernt werden kann – sich also im Endstadium befindet.
Behandlung von Morbus Cushing mit Vetoryl®
Bei Morbus Cushing ist eine Behandlung des Hundes mit dem Wirkstoff "Trilostan" (Handelsname Vetoryl®) in Betracht zu ziehen. Dieses Medikament ist in Form von Hartkapseln zugelassen. Es wirkt als Anticorticosteriod in der Nebennierenrinde und hemmt sowohl ein Enzym, das an der Bildung von Kortisol im Körper beteiligt ist, als auch die Bildung von Mineralcorticosterioden (Aldosteron). So senkt es den Glukokortikoidspiegel im Blut, hat aber keine eigene hormonelle Wirkung auf den Organismus.
Es muss beachtet werden, dass der Hund die Medikation mit Vetoryl® jeden Tag erhalten muss und jeder Hund einzeln auf das Medikament eingestellt werden muss. Es darf anfangs nicht überdosiert werden.
Außerdem können regelmäßige Kontrollen mittels Blutwerten notwendig sein. Nachkontrollen mittels Hormontests sind meist unerlässlich. Die Medikation erhält der Hund lebenslänglich, jedoch besteht dann meist eine gute Prognose.
Außerdem ist eine Therapie mit dem Medikament Mitotane (Lysodren®) sowohl bei hypophysärem als auch adrenalem Cushing Syndrom möglich. Da es derzeit keine Zulassung hat, ist es allerdings nur Medikament zweiter Wahl.
Mein Hund hat das Cushing Syndrom – muss ich ihn behandeln lassen?
Ob eine Therapie für einen Hund mit Cushing Syndrom infrage kommt, sollte man nach einer endgültigen Diagnose mit dem Tierarzt absprechen. Unbehandelte Hunde können aufgrund des hohen Kortisol-Spiegels einen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) – ein sogenannter Steroiddiabetes – entwickeln, leiden unter einer chronischen Immunsuppression und sind deshalb anfälliger für Infektionskrankheiten (zum Beispiel Hautinfektionen, beispielsweise durch Pilze, Bakterien oder Parasiten, sowie Blaseninfektionen).
Das Cushing Syndrom beim Hund hat unbehandelt eine schlechte Prognose mit relativ kurzer Lebenserwartung. Es kann versucht werden, mittels Ernährung – einer speziellen leberschonenden Diät – gegenzusteuern. Eine ausschließlich auf Homöopathie basierende Therapie kann versucht werden, jedoch ist ihre Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt.
Ist die Krankheit zu weit fortgeschritten oder die Behandlung eines Hundes mit Cushing Syndrom aus anderen Gründen nicht möglich, sollte der Besitzer gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt über die Möglichkeit des Einschläferns (Euthanasie) sprechen.
Hunde zittern
Hallo, in den letzten Tagen ist mein Hund komisch. Ich hab große Angst das sie irgendwas schlimmes hat . Sie ist ein 5 Jahre alter Mops mischling und in den letzten Tagen bekommt sie immer zitteranfälle und zieht sich nur noch zurück . Vorher war sie so anhänglich . Ich habe das Gefühl das sie möglicherweise Schmerzen hat oder Angst vor etwas . Wenn ihr Dinge darüber wisst , bitte helft mir .
6 Antworten

in den letzten Tagen bekommt sie immer zitteranfälle und zieht sich nur noch zurück .
dazu hättest Du schon vor ein paar Tagen einen Tierarzt aufsuchen müssen. Zittern ist meist ein Anzeichen von Schmerzen. Da morgen ein Feiertag ist, kannst Du jetzt nur eine Tierklinik aufsuchen. Bitte nicht länger zögern, Dein Hund leidet!

Der Hund hat Schmerzen, geh bitte morgen zum Tierarzt/Tierklinik. Es gibt Notdienste.

Zittern ist oft ein anzeichen von schmerzen! Google den notdienst der tieraerzte bei euch,

Am besten einen Termin beim Tierarzt machen

Ich würde auch sofort morgen zum Notdienst gehen!

wir sollen DIR helfen ?? und warum hilfst DUUUU DEINEM HUND nicht-- .
das tier hat womöglich seit 5 . Tagen große schmezren und du bist verzweifelt ??
-- warum gehst du nicht mit ihm zum TIERARZT . MORGEN SAMSTAG 2.5. haben die tierärzte auch auf ---also bitte--- morgen früh zu 9.00 oder auch früher zu eurem haustierarzt -- ruf vorher an . wenn er keinen dienst hat, dann hat er eine telefonansage mit der nummer des diensthabenden arztes.
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Hey Zusammen von Heu auf morgen ging es meinem Hund sehr schlecht,ich Fang mal an zu berichten . Gestern abend war noch alles in Ordnung aber heute morgen find es an das mein Hund nicht mehr die Treppe hoch konnte seit dem wissen wir nicht was los ist sie bellt nicht und ist ganz ruhig sie zieht oft ihren schwanz ein was drauf deutet das sie schmerzen haben könnte. Es sind wie lehmungs Erscheinungen sie kann schlecht ihre vorderen und hinter Pfoten bewegen..sie kann nicht sitzen nur liegen und das in einer sehr komischen Position machen uns alle große Sorgen haben auch später einen Termin bei einer Ärztin wollte trotzdem mal fragen an was das liegt mein Hund ist übrigens 10 Jahre alt. Danke im voraus
Ich habe 4 Hunde, meine Hündin eineinhalb, Anna, fing an mit Durchfall, daraufhin habe ich das Futter auf Pellkartoffeln umgestellt. Ungefähr zwei Tage später fing meine zweite Hündinnen an, auch mit Durchfall und erbrechen. Anna ging es bis dahin schon besser. Lilliy bricht seit zwei Tagen, trotz MCP isst sie nichts. Sie ist aber noch heiß. Zwischendurch, wenn die MCP tropfen helfen geht's ihr gut. Aber wenn die Wirkung nachlässt , ist sie sehr müde . Und bricht auch. Eben habe ich Urin gefunden der Blutig aussah, was aber auch durch die Hitze sein kann. Meine Frage, soll ich den Notdienst anrufen, oder reicht es wenn ich morgen mit ihr zum Arzt gehe? Sie reagiert, hat kein Fieber, sie hat auch ausreichend Flüssigkeit, wie gesagt, ihrer Schwester geht es schon wieder besser. Danke für Tipps und einen ehrlichen Rat, ich habe etwas Angst, aber eigentlich macht sie auf mich einen guten ein Druck.
Mein Hund ist ein mischling aus terier und bernersen
wir haben vor 10 tagen eine hündin aus einer auffangstation in berlin aufgenommen, die uns in wenigen tagen wieder verlassen wird. wir haben sie nur übergangsweise für eine liebe freundin aus einer anderen stadt "vorgeholt", bis sie uns in berlin besucht um den hund mitzunehmen.
diese hündin scheint wohl aus einer familie mit einem behinderten kind gekommen zu sein, und die alten halter waren mit 3 kindern und der hündin total überfordert. ich gehe davon aus das der hündin nicht viel gutes wiederfahren ist.
sie braucht eine ganze weile mit anderen menschen, ist sehr schüchtern. gerade bei männern. wenn wir mit unserem hund spielen, kommt sie aber auch langsam gerne an um zu schmusen.
nun das problem :
sie zittert so gut wie immer und hechelt dabei. wenn ich ihr die hand auflege richtet sie ihre ohren auf, schaut dabei hin und her, und zittert am ganzen körper. der vibriert richtig, und zwar phasenweise ca 30 sekunden zittern, 5 sekunden ruhe, wieder zittern.
das hecheln ist schon etwas lauter für so einen kleinen hund, und es nervt nach ein paar stunden auch irgendwie. aber mir tut sie so leid : es geht gar nicht darum wie man das abstellt. es geht mir darum herrauszufinden, was sie wohl haben könnte, und wie man sie etwas beruhigen kann.
habe schon kleine hundemassagen, gutes zureden, liebevolle momente probiert, in der ich sehr zugänglich mit ihr war. gebracht hat es leider gar nichts.
kann das eventuell sein das der hund nicht nur angst hat, sondern körperliche schmerzen, herzfehler, geschwollene zunge. das sie schlecht luft bekommt, oder irgendwelche anfälle hat ?
die freundin die den hund mitnehmen will ist schon da, die beiden verstehen sich gut. allerdings hat die freundin gerade mal harz4 - und ich befürchte einen tier-arzt und teuere medikamente kann sie sich kaum leisten.
ihre ohren sehen etwas angefressen aus, aber sie hört gut wenn ich sie anspreche.
ich bin kein hunde-experte. ich habe selber erst 3 monate etwas erfahrung mit unserem total ruhigen ausgeglichenen welpen.
sie ist vielleicht 35 zm hoch, und ca 3 jahre alt.
was könnte ich versuchen um herrauszufinden was die arme nur hat, und was wirkt besonders beruhigend auf hunde ?
Ich habe einen kleinen Hund, gerade mal 4 Jahre alt, einen Mischling. Er liebt es auf Spaziergängen durch die Wiesen zu streifen, und er nimmt immer so viele Zecken mit. Er bekommt sein Zeckenmittel immer pünktlich, trotzdem hat er Zecken. Wir haben das Mittel schonmal gewechselt, trotzdem hat es nichts geholfen. Gerade eben habe ich eine Zecke entdeckt, die war schon sehr groß, kurz vorm runterfallen, ich bemühe mich sowieso schon so ihn immer zu untersuchen, aber an bestimmten Stellen findet man es eben erst so spät. Ich hab immer Angst dass irgendetwas schlimmes übertragen werden könnte, meine Freundin meint dass sich das auf Hunde nicht so schlimm auswirkt wie bei Menschen. Stimmt das ? Und wenn nicht, welche Krankheiten kann er bekommen und wie kann ich diese erkennen oder vorbeugen ? Muss ich, wenn ich eine Zecke finde und entferne, irgendetwas beachten ? Vielen herzlichen Dank schonmal im Vorraus, Milena :) :)
Unsere 9-jährige Podenco-Mix Hündin Hermine ist seit ca einer Woche krank. In den letzten drei Tagen hat sich ihr Zustand massiv verschlechtert. Die bislang konsultierten Tierärzte tappen alle ein wenig im Dunkeln. Die Symptome passen alle nicht zusammen und niemand weiß so recht wie man Herminchen helfen kann. Nun hoffen wir hier jemanden zu finden, der ähnliche Erfahrungen mit seinem Hund gemacht hat, oder sogar jemanden der eine passende Krankheit dazu kennt. Wir machen uns unglaubliche Sorgen um unsere kleine Maus, denn ihr Zustand ist so schlecht, dass wir schonend darauf vorbereitet wurden, dass sie diesen Zustand nicht lange überstehen kann, und wir sie eventuell erlösen müssten. =(
- wässriges, schwallartiges Erbrechen mit Druck aber ohne würgen . eher Schwallartig bricht es aus ihr heraus . ( OHNE Durchfall seit ca einer Woche )
- übermäßiges Wassertrinken ( seit ca 2 Wochen )
- Anorexie ( verweigert seit 3 Tagen ihr Essen )
- Bauchkrämpfe und Zittern ( seit 3 Tagen )
- KEIN Fieber
- erhöhter Cortisolspiegel
- innerhalb einer Woche massive Verschlechterung der Blutwerte ( jetzt zu wenig rote Blutkörperchen und zu viele weiße )
- schlechte Nierenwerte
- ein ca 1cm großes,kugelrundes und nicht genauer definierbares "Gebilde" in der Bauchspeicheldrüse
- Durchfluss Speiseröhre-Magen-Darm unauffällig
- Cushing- Syndrom ist im Verdacht, kann jedoch in ihrem schlechten Zustand momentan nicht final getestet werden. Jedoch ist es auf keinen Fall verantwortlichen für ihren bedrohlichen Zustand
- das "Gebilde" in der Bauchspeicheldrüse sei bislang auch zu klein um so massive Symptome hervorzurufen
- operative Entfernung eines bösartigen Milz-Tumors vor 10 Monaten (war nicht geplatzt, eventuelle Metastasen hätten früher Probleme bereitet)
Jeden Rat und Hinweis nehmen wir dankend entgegen!* Ein riesen Dankeschön schon einmal im Vorraus =) .
hoffnungsvolle und verzweifelte Grüße. Lisa ( alias Erdbeerketchup )
Seit ungefähr 3 Tagen hechelt meine Hündin (8Jahre) alt, obwohl sie nicht schwitzt etc. Ich habe mir nicht viel Gedanken bis jetzt darüber gemacht. Außerdem ist sie so anhänglich was ich nicht von ihr gewohnt bin. Als ich eben von der Arbeit kam hörte ich sie schon von weitem bellen und piensen. Ich wollte sofort mit ihr spazieren gehen aber sie nicht. Sie verfolgt mir jeden Schritt den ich mache und hechelt dabei. Wenn ich mich aufs Sofa setze fängt sie an zu piensen und zu zittern. Sobald ich sie auf meinen Schoß setze ist sie ruhig nur fällt mir ihr Herzschlag auf der etwas schneller ist. Wenn ich sie 2 Sekunden nicht auf dem Schoß habe dreht sie komplett durch und ansonsten war sie nie so anhänglich sondern sprang gleich wieder runter.normalerweise verfolgt sie auch nicht jeden Schritt von mir. Ich habe gerade kein Auto und kann nicht sofort zum Tierarzt aber ich denke ich komm nicht drum rum. Was könnte das sein ? Jemand schon ähnliche Erfahrung ? Bitte dringend um Hilfe ! Danke im Vorraaus!!
Mein Hund ist zwei Jahre alt und verhält sich eigentlich ganz normal und ist glücklich, aber in den letzten Tagen verhält sie sich ganz komisch heute ist es wirklich extrem. sie ist so ruhig, hat iwie Angst und läuft ganz komisch also bzw. mit dem schweif unten. sie frisst zwar, aber schläft nur noch. wir wollen jetzt nicht zum tierarzt vlt ist ja nicht schlimme. hat jemand vlt ne idee was sie haben könnte und wie ich ihr gerade helfen kann.. mach mir sorgen . ;(
Vielen Dank im voraus. Lg Isabel
Hallo! Leider ist gestern etwas sehr schlimmes passiert. Meine Katze ist gestorben. Was allerdings wirklich sehr komisch ist, ist dass das ganze innerhalb von zwei Tagen passiert ist. Am Freitag hat sie in der Früh gebrochen. Zuerst dachte ich mir, dass es eben "normal" ist, weil Katzen ja hin und wieder brechen. Beispielsweise wenn sie Gras gefressen haben. Allerdings fiel mir auf, dass das Erbrochene sehr flüssig (fasst schon wie Wasser) und etwas gelblich war. Ich habe mir dann aber keine weiteren Sorgen gemacht, da es der Katze recht gut ging und sie keine Anzeichen von Schmerzen oder Ähnliches gemacht hat. Als ich dann aber am Abend nach Hause kam, hab ich schon wieder Erbrochenes gefunden. Wieder die gleiche Konsistenz. Danach hab ich mich auf die Suche nach ihm gemacht und habe ihn dann im Bad völlig erschöpft auf dem Teppich liegen sehen. Da wurde mir dann klar, dass mit ihm etwas nicht stimmte. Ich hatte den Verdacht, dass meine andere Katze ihn möglicherweise angesteckt hat, da dieser erst vor wenigen Tagen die Grippe hatte. Ich hatte leider auch keine Möglichkeit den Tierarzt zu kontaktieren. Ich dachte mir, ich warte nun mal ab. Leider verschlechterte sich sein Zustand von einem Tag auf den anderen wirklich extrem so dass er gestern Abend kaum noch laufen konnte. Er hat nichts gefressen aber Wasser getrunken und ist dann auch nach wenigen Stunden gestorben. Ich kann nicht fassen, dass das alles so extrem schnell ging. Das ist doch nicht normal was mit ihm passiert ist? Ich weine schon den ganzen Tag und verstehe einfach nichts mehr. Mir ist aber auch noch aufgefallen, dass als er tot war, noch eine Flüssigkeit aus seinem Mund herauströpfelte, die etwas rötlich war (glaube nicht, dass es Blut war. :-/). Nun habe ich mir die Frage gestellt, ob er vielleicht vergiftet wurde (ich hoffe nicht mit Absicht. ). Es ist nämlich urkomisch, dass eine Katze, die sonst immer sehr aufgeweckt und fröhlich ist, innerhalb von nicht mal zwei Tagen so erschöpft und krank wird, dass sie schließlich stirbt. Ich kann das einfach nicht verstehen. Ich habe auch schon im Internet recherchiert und werde morgen beim Tierarzt anrufen (Wie schon gesagt, es ist leider alles viel zu schnell gegangen sonst wäre ich auch sofort direkt dorthin gefahren :(. ). Nun wollte ich wissen, was einige von euch davon halten. Haltet ihr eine Vergiftung für möglich??
vor 4 tagen fing es an. mein hund hat sich immer mehr zurück gezogen, auch beim rufen kam/kommt er nicht her.. dann habe ich gedacht das er vielleicht etwas mit dem magen/darm hat!! aber er hat sich immer schlechter verhalten. er hat nichts gefressen,sogar seine leckerlis die er so liebt hat er nicht angenommen. gestern sind wir dann zum tierarzt gegangen, der konnte aber leider auch nichts genaues feststellen! er verschrieb dann schmerztabletten die er nehmen soll und über das wochenende soll mein hund dann nur leichtes futter bekommen (reis,huhn mit diätfutter)und sich schonen(keine treppen steigen,nicht springen und toben und alles was ihn belasten könnte). dienstag soll mein hund geröngt werden wenn er keine besserung zeigt! der tierarzt hat beim untersuchen die hinterbeine gezogen und dabei hat es auch geknackt. jetzt vor knapp 3 stunden fing es an das mein hund anfängt mit sein rechten hinterbein beim laufen wegzuknicken. also als wenn seine beine bzw mehr sein rechtes bein hinten labbrig ist beim laufen. ich habe angst das es wirklich was schlimmes ist!! wenn jemand sowas ähnliches erlebt hat mit sein hund oder weiß vielleicht was das sein kann,würde ich mich freuen wenn ihr mir eure erfahrungen wissen laßt.
-natürlich wird mein hund weiterhin in ärztlicher behandlung sein!
Hund RR Rüde hat Ausschlag im Intimbereich und Pojucken. Wurde schon auf Milben, Würmer, Analdrüse und momentan auf Schilddrüse behandelt. Aber nix hilft.
Mein Onkel hat einen Mischling - er ist ca 6 Jahre alt. Seit 1 Woche haben wir das Problem, dass er den Schwanz hängen lässt und nicht glücklich aussieht. Morgen wird er von der Ärztin untersucht. Nun - habe Angst das es was schlimmes ist, da der Hund einem ja schon ans Herz gewachsen ist. An die Hundekenner - was könnten das für Probleme sein die der Hund hat. Was schlimmes.
Guten Morgen ! Mein kleiner Mops zehn Wochen alt, hat sich gestern am Abend so gegen 23 Uhr übergeben ! . habe ihm neues Futter gegeben etwas Nass und dann noch eine Hand voll trocken. Meine Mutter meinte das ich der kleinen Lotte zu wenig gegeben habe . daraufhin hat sie hier zu viel gegeben ihr Bauch war richtig dick und hart . . an der Futterumstellung hat es sicher nicht gelegen sondern an der Menge. und jetzt war ich vor knapp 20 min draußen sie ist ganz schlapp und will kaum laufen (liegt wohl daran das sie Müde ist und nicht in die Kälte will. !)
Sie schläft gerade und zittert macht dabei komische Geräusche . und das merke ich heute zum ersten mal ! Ich würde mich über Tips freuen ! Danke im Voraus ! :)
Das Cushing-Syndrom beim Hund
Das Cushing-Syndrom beim Hund – Ursachen, Symptome, Diagnose, Behandlung, Vorbeugung und Prognose
Das Cushing-Syndrom, auch als Hyperadrenokortizismus bezeichnet, ist eine der häufigsten hormonell bedingten Erkrankungen beim Hund. Die Krankheit wird durch eine Überproduktion von Kortisol im Körper oder eine längere Gabe von Cortison in hoher Dosierung hervorgerufen und kann sich durch eine Reihe von körperlichen Beschwerden und Verhaltensauffälligkeiten bemerkbar machen.

Die Ursachen des Cushing-Syndroms
Das Hormon Kortisol beeinflusst viele lebenswichtige Stoffwechselfunktionen. Gebildet wird das Hormon in den Nebennieren, die von einem in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildeten Botenstoff zur Produktion von Kortisol angeregt werden. In Stresssituationen wird vermehrt Kortisol ausgeschüttet: Der Körper befindet sich dadurch in einem „Alarmzustand“ und bereitet sich durch das Freisetzen von Energiereserven auf das Bewältigen einer Gefahrensituation vor. Ein in der Regel gutartiger Tumor an der Hirnanhangsdrüse bewirkt eine dauerhaft erhöhte Kortisolproduktion, der Organismus befindet sich damit in einem permanenten Stresszustand. Eine weitere Ursache der Erkrankung beim Hund kann ein Tumor in der Nebenniere oder die längere Gabe von cortisonhaltigen Arzneimitteln in hoher Dosierung sein.
Welche Symptome sind typisch für die Erkrankung?
Als erstes fällt dem aufmerksamen Hundehalter meist auf, dass der Hund wesentlich mehr trinkt als normalerweise und entsprechend öfter Wasser lassen muss. Viele Hunde entwickeln dazu einen übermäßigen Appetit und hecheln auffällig stark. Struppiges Fell, Haarausfall, eine dünne Haut, verstopfte Talgdrüsen und schlecht heilende Wunden sind weitere Symptome, die auf die Erkrankung hindeuten können. Die hohe Kortisolkonzentration im Blut bewirkt einen Abbau der Muskelmasse, was zur Minderung der körperlichen Leistungsfähigkeit führt. Gleichzeitig setzt sich Körperfett am Bauch an, es entsteht der für die Krankheit typische „Hängebauch“. Zu viel Kortisol schwächt auch das Immunsystem, Infektionskrankheiten und Entzündungen haben leichtes Spiel. Auf die Fruchtbarkeit nimmt die Erkrankung ebenfalls Einfluss: Bei Hündinnen kann die Läufigkeit ausbleiben, beim Rüden kommt es oft zum Schrumpfen der Hoden. Zu den körperlichen Symptomen gesellen sich Verhaltensauffälligkeiten wie zunehmende Trägheit, Lustlosigkeit oder erhöhte Ängstlichkeit.
Wie diagnostiziert der Tierarzt die Krankheit?
Die Verdachtsdiagnose ergibt sich bereits aus dem klinischen Bild und den Schilderungen des Tierhalters. Zum Nachweis der Erkrankung wird der Tierarzt Blut- und Urintests sowie gegebenenfalls einen Hormonstimulationstest durchführen. Ultraschalluntersuchung, Röntgen, Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) können weitere Aufschlüsse liefern.
Wie wird die Erkrankung behandelt?
Die Behandlung erfolgt in der Regel durch ein Medikament mit dem Wirkstoff Trilostan, der die Bildung von Kortisol in der Nebenniere hemmt. Eine engmaschige Kontrolle der Blutwerte ist dabei überaus wichtig, da ein zu starkes Absinken des Kortisolspiegels zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann. Die Therapie wirkt nur auf die Symptome ein, beseitigt aber nicht die Ursache der Erkrankung: Die Behandlung muss daher lebenslang erfolgen. Sitzt der Tumor in der Nebenniere, ist in vielen Fällen eine erfolgreiche Operation möglich. Die Entfernung eines Tumors an der Hirnanhangsdrüse gestaltet sich problematisch und wird nur in Ausnahmefällen durchgeführt. Alternativ kann eine Strahlentherapie zur Rückbildung des Tumors führen.
Vorbeugung und Prognose
Warum sich ein Tumor an der Hirnanhangsdrüse oder in den Nebennieren bildet, ist nicht bekannt, eine Vorbeugung daher nicht möglich. Einige Rassen sind dafür allerdings anfälliger als andere: Dazu zählen etwa Pudel, Dackel, Terrier und einige Hütehunde. Die Erkrankung tritt meist im höheren Lebensalter auf, Hündinnen sind häufiger betroffen als Rüden. Besitzer dieser Hunderassen sollten in diesem Punkt besonders auf die Gesundheit ihrer Vierbeiner achten und bei ersten Auffälligkeiten wie vermehrtem Trinken, Fellveränderungen oder unerklärlicher Gewichtszunahme den Tierarzt aufsuchen. Hunde, bei denen das Cushing-Syndrom frühzeitig entdeckt und behandelt wird, können bei guter Lebensqualität ein annähernd normales Lebensalter erreichen. Liegt der Erkrankung eine zu hoch dosierte Cortisongabe zugrunde, muss dieses langsam ausgeschlichen werden. In der Regel bilden sich die Symptome mit der Zeit zurück, so dass keine weitere Behandlung notwendig ist.
Macht den schönsten Hund hässlich: Cushing-Syndrom bzw. Morbus Cushing
Von Ralph Rückert, Tierarzt
Meine Endokrinologie-Serie wäre natürlich nicht annähernd vollständig, wenn wir uns jetzt nicht mal um das Cushing-Syndrom, die häufigste Endokrinopathie (hormonelle Störung) des Hundes, kümmern würden.
In Bezug auf die Häufigkeit ist das Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus, Nebennierenüberfunktion) der große Bruder des schon besprochenen Morbus Addison (Hypoadrenokortizismus, Nebennierenunterfunktion). Der M. Addison ist nur in seiner Tücke irgendwie medizinisch faszinierender und wurde medizinhistorisch früher entdeckt, weshalb ich ihn zuerst aufs Korn genommen habe.
Wie beim Morbus Addison stellen wir uns als Erstes die Frage: Wer hat's erfunden bzw. zum ersten Mal medizinisch beschrieben? Natürlich hieß der Mann Cushing. Der Amerikaner Harvey Williams Cushing lebte von 1869 bis 1939 und war einer der bedeutendsten Neurochirurgen des 20. Jahrhunderts. Die Medizin verdankt ihm viel. Selbst das meinen Kunden wohlbekannte Narkoseprotokoll, das sie nach operativen Eingriffen an ihren Tieren ausgehändigt bekommen, wurde als gedankliches Konzept von Cushing entwickelt.
Das Cushing-Syndrom kann bei allen Hunderassen vorkommen, ist aber häufiger bei kleinwüchsigen Rassen und älteren Tieren (8 - 10 Jahre im Mittel). Weibliche Tiere sind vermehrt betroffen. Eine genetische Veranlagung wird unterstellt.
Will man einen für medizinische Laien verständlichen Artikel über das Cushing-Syndrom schreiben, steht man erstmal wie erschlagen vor einem Berg an Fakten, die man der Vollständigkeit halber eigentlich alle erwähnen müsste, obwohl man sich darüber im Klaren ist, dass dann keiner mehr durchblickt. Also muss das über Vereinfachung funktionieren, was auch in Ordnung geht, weil dadurch rein statistisch die allermeisten Cushing-Fälle abgedeckt werden. Natürlich wird bei der Diskussion des Artikels auf Facebook wieder der eine oder andere Tierbesitzer auftauchen, bei dessen Hund alles ganz anders war. Das kann man ja dann in diesem Rahmen diskutieren. In einem Blog-Artikel, der noch halbwegs lesbar sein soll, kann ich jedenfalls nicht alle der vielen möglichen Eventualitäten des Cushing-Syndroms erschöpfend behandeln.
Beim Morbus Addison ist es grundsätzlich sehr einfach, die Krankheitsursache zu benennen: Die Hormondrüsen, um die es geht, also die Nebennieren, werden durch eine Autoimmunreaktion zunehmend zerstört und produzieren deshalb immer weniger Hormone, was über kurz oder lang zu Symptomen führt. Diese Symptome sind - wie Sie gelesen haben - häufig schwierig einzuordnen, weshalb der Morbus Addison meist recht spät - manchmal auch zu spät - als solcher erkannt wird.
Beim Cushing-Syndrom ist es genau andersrum: Die voll ausgeprägte Symptomatik ist recht aufdringlich und schwer zu übersehen, aber dafür die Krankheitsursache nicht so einfach festzunageln. Wo beim Morbus Addison zu wenig Hormone produziert werden, sind es beim Cushing-Syndrom zu viel. Das liegt aber in über 80 Prozent der Fälle nicht an den Nebennieren selbst. Fast alle Hormondrüsen des Körpers stehen unter der Fuchtel eines zentralen Kontrollorgans, einer gerade mal erbsengroßen Mehrzweck-Super-Drüse an der Hirnbasis, der Hypophyse, die unter anderem die Funktion der Nebennieren über das adrenokortikotrophe Hormon (ACTH) steuert. Und genau da ist in den meisten Cushing-Fällen sozusagen der Hund begraben, nämlich in einem gutartigen (häufig) oder bösartigen (selten) Hypophysentumor, der zu einer gesteigerten ACTH-Sekretion führt, die wiederum die Nebennieren in ihrer Funktion als Befehlsempfänger zur vermehrten Hormonausschüttung buchstäblich zwingt.
Also: In bis zu 85 Prozent der Cushing-Patienten haben wir es mit einem sogenannten hypophysären Hyperadrenokortizismus zu tun, und nur in diesen Fällen reden wir terminologisch korrekt und analog zum Morbus Addison von einem Morbus Cushing. Der M. Cushing löst als Krankheitsbild das Cushing-Syndrom aus, für das es aber noch zwei andere wichtige Ursachen geben kann:
- Den adrenalen Hyperadrenokortizismus, bei dem das Problem tatsächlich in den Nebennieren selbst zu finden ist, und zwar in Form eines gut- oder bösartigen (gleich häufig!) Tumors einer oder beider Nebennieren.
- Den iatrogenen Hyperadrenokortizismus. Iatrogen ist ein vornehmer altgriechischer Ausdruck für „vom Arzt erzeugt“. Hier liegt die Ursache des Cushing-Syndroms also in zu hohen und/oder über zu lange Zeiträume verabreichten Kortisongaben, die dem Patienten aus diesem oder jenem Grund verschrieben wurden.
Wie oben schon erwähnt, ist das sogenannte Vollbild der Cushing-Symptome so aufdringlich und typisch, dass man es eigentlich nicht übersehen kann. So ein Hund kommt zur Tür rein, und als Tierarzt denkt man sofort: Oha, ein Cushing! Zu diesem Vollbild kommt es allerdings im Rahmen einer allmählichen, sich manchmal über Jahre ziehenden Entwicklung. In den Frühphasen braucht es schon ein gutes diagnostisches Gespür des betreuenden Tierarztes oder den Glücksfall eines Zufallsbefundes (typischerweise eine anders nicht zu erklärende und drastische Erhöhung der Alkalischen Phophatase AP bei einer Routineblutuntersuchung), um der Sache auf die Spur zu kommen.
Auf welche Symptome müssen wir achten? Was den Besitzer meist zum Tierarzt treibt, sind Lustlosigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit mit Kurzatmigkeit und Hecheln, vermehrte Wasseraufnahme und -ausscheidung (Polydipsie / Polyurie), massive Fresslust (Polyphagie), Figurveränderungen mit Muskelabbau an den Gliedmaßen und einem fetten Körper mit Hängebauch und oftmals wirklich auffällige Haut- und Fellveränderungen mit Haarlosigkeit (Alopezie) am Körperstamm, Pergament-Haut mit deutlich durchscheinenden Venen und lokalen Kalkeinlagerungen (Calcinosis cutis).
Wer sich ansehen will, wie man sich das vorzustellen hat, der muss ja nur bei der Google-Bildersuche „Cushing Hund“ eingeben. Die vielen Fotos lassen einen verstehen, wie ich auf die Überschrift des Artikels kam.
Nun, wie gesagt, so heftig sind die Symptome natürlich nicht von Anfang an. Wiederholte bakterielle Hautinfektionen, der Ausbruch einer Demodexräude bei einem erwachsenen Hund, dünne Haut mit lichter werdendem Haarkleid und/oder eine deutliche Anfälligkeit für Infektionen aller Art sollten einen als Tierarzt dazu bringen, mal gezielt in Richtung Cushing zu ermitteln.
Wie in der Endokrinologie üblich, laufen diese Ermittlungen unter Zuhilfenahme von Stimulations- oder Suppressionstests. Der ACTH-Test, dem wir schon im Zusammenhang mit dem M. Addison begegnet sind, spielt auch in der Cushing-Diagnostik und Therapiekontrolle eine gewichtige Rolle. Dazu kommen der Low-Dose- und der High-Dose-Dexamethason-Suppressionstest und noch so einige labordiagnostische Verfahren, die ich im Rahmen des Artikels nicht weiter erläutern werde. Eine wichtige Rolle kann auch (speziell als Einstieg) eine recht einfache diagnostische Untersuchung spielen, nämlich die Bestimmung des Cortisol-Kreatinin-Verhältnisses aus zu Hause (!) möglichst stressfrei durch den Besitzer gewonnenem Harn.
Womit wir bei einem wichtigen Punkt wären, den ich auch schon im Addison-Artikel angesprochen hatte: Diese endokrinologischen Testverfahren sind mit gewissen Kosten und mit einem gewissen Aufwand verbunden. Für einen Dexamethason-Suppressionstest müssen Sie und Ihr Hund beispielsweise an einem einzigen Tag drei Mal im Abstand von vier Stunden zur Blutentnahme antreten. In den sozialen Netzwerken klingeln einem schon die Ohren von dem ständigen Mimimi über hohe Tierarztkosten einerseits und andererseits von dem lautstarken Verfluchen von Tierärzten, die irgendeine Krankheit vermeintlich zu spät entdeckt haben. Endokrinologische Tests werden meist aufgrund eines (leisen) Verdachts durchgeführt. Deshalb kommt auch häufiger nichts dabei raus. Das liegt in der Natur der Sache und kann kein Anlass sein, dem betreffenden Tierarzt Geldschneiderei vorzuwerfen, wie ich das schon gelegentlich lesen musste. Es muss also von vornherein klar sein, dass auch ein negatives Ergebnis eines solchen Tests ein Ergebnis darstellt, und zwar in der Regel ein erfreuliches. Wer in Bezug auf endokrinologische Testverfahren seinem Tierarzt aus finanziellen Gründen Knüppel zwischen die Füße haut, sollte sich später nicht beschweren, wenn es mit dem Hund gesundheitlich den Bach runtergegangen ist.
Apropos „den Bach runtergegangen“: Es wird bezüglich des Cushing-Syndroms gern mal die Frage gestellt, was passieren könnte, wenn man jetzt gar nichts unternehmen würde. Davon abgesehen, dass wir beim Cushing durchaus von einem beträchtlichen Leidensdruck für den Hund ausgehen müssen (der fühlt sich einfach so richtig mies!), hat dieses Syndrom unbehandelt ein klares Potenzial für ganz hässliche Entwicklungen. Es ist kein derartig heimtückischer Killer wie der Morbus Addison. Man hat meist eine beträchtliche Vorwarnzeit, bis es richtig ernst wird. Bei zu langem Zuwarten können sich aber doch lebensbedrohliche Komplikationen ergeben. Die ständige Hypertonie (Bluthochdruck) führt zu Blutungen in den Augen, zur Netzhautablösung, mithin zur Erblindung, weiterhin zum Nieren- und letztendlich zum Herzversagen. Durch einen bestimmten Mechanismus (Antithrombin-III-Verlust) ist die Gefahr tödlicher Thromboembolien drastisch erhöht. Weiterhin richtet das Cushing-Syndrom auch in anderen hormonellen Regelkreisen Chaos an, so dass es nicht selten zur Fortpflanzungsunfähigkeit, zum Diabetes (Zuckerkrankheit) und zur sekundären Schilddrüsenunterfunktion kommt.
Das Cushing-Syndrom muss also fraglos behandelt werden. Aber wie? Wer bis hierher aufmerksam gelesen hat, ist sich darüber im Klaren, dass in so gut wie allen Fällen ein Tumor hinter der Sache steckt, und zwar in 80 - 85 Prozent ein meist gutartiger Tumor der Hypophyse (Mikro- oder Makroadenom) und in 15 - 20 Prozent ein jeweils zu 50 Prozent gutartiger (Adenom) oder bösartiger (Adenokarzinom) Tumor der Nebenniere(n). Da liegt der Gedanke nahe, das Problem mit einer den verantwortlichen Tumor beseitigenden Operation an der Wurzel zu packen.
In Bezug auf die Hypophyse stoßen wir da auf eine Kombination von hochgradig problematischer, extrem teurer, nur ganz wenigen spezialisierten Einrichtungen vorbehaltener und deshalb unüblicher Chirurgie mit in der Regel schon weit fortgeschrittenem Alter, weshalb diese Vorgehensweise in so gut wie allen Fällen als nicht praktikabel angesehen werden muss. Hunde mit hypophysärem Cushing-Syndrom werden fast ausnahmslos nur medikamentös behandelt, siehe weiter unten. Problem dabei: Diese Therapie beseitigt zwar meist sehr effektiv die Symptome des Cushing-Syndroms, das eigentlich verantwortliche Hypophysen-Adenom wächst aber munter weiter. Einem Standardwerk der Tiermedizin (Innere Medizin der Kleintiere von Richard Nelson und Guillermo Couto) zufolge kann zum Zeitpunkt der Diagnosestellung eines hypophysären Cushings bei etwa 50 Prozent der Patienten mittels CT oder MRT ein Hypophysentumor nachgewiesen werden. Bei wiederum der Hälfte dieser Tiere wächst das Adenom so zügig, dass bereits ein bis zwei Jahre nach Diagnosestellung neurologische Symptome entstehen. An diesem Punkt kann nur noch eine Bestrahlungstherapie der Hypophyse weiterhelfen. Nicht solcherart behandelte Hunde mit neurologischen Symptomen haben nur noch eine mittlere Überlebenszeit von fünf Monaten. Patienten, die bestrahlt werden, überleben dagegen im Mittel 25 Monate, wenn die neurologischen Symptome noch nicht zu stark waren. Patienten mit hypophysärem Cushing hätten also einen Vorteil davon, wenn man (ohne allzu große Eile) nach Diagnosestellung und Therapiebeginn mal ein MRT des Gehirns anfertigen lassen würde, um die Situation der Hypophyse zu peilen.
Das eine Fünftel der Cushing-Patienten mit einem Tumor der Nebenniere(n) hat dagegen durchaus eine gewisse Chance, chirurgisch geheilt zu werden. An die Nebennieren, die sich in der Bauchhöhle befinden, kommt man ja ganz gut ran. Aber auch hier stoßen wir wieder auf Probleme. Meist lassen sich nur relativ kleine Adenome oder Adenokarzinome chirurgisch erfolgreich entfernen. Durch die verzwickte anatomische Lage in unmittelbarer Nähe zu lebenswichtigen Strukturen können tumorös entartete Nebennieren ab einer gewissen Größe selbst sehr geübte Chirurgen vor eine unlösbare Aufgabe stellen. Dazu kommt: Das weiter oben erwähnte und mit dem Cushing-Syndrom einhergehende Risiko einer potenziell tödlichen Thromboembolie ist nie höher als in den ersten Tagen nach einer eigentlich erfolgreichen Entfernung einer Nebenniere (Adrenalektomie). Eine Adrenalektomie hat selbst in spezialisierten Einrichtungen mit sehr erfahrenen Chirurgen eine intra- und postoperative Sterberate von bis zu 30 Prozent! Einer solchen Operation muss eine sehr eingehende bildgebende Diagnostik vorausgehen, damit entschieden werden kann, ob der Eingriff überhaupt machbar ist oder man nicht besser darauf verzichten sollte.
Vom iatrogenen Cushing-Syndrom abgesehen, das durch Reduktion der von außen zugeführten Kortikosteroid-Dosierungen gemildert oder behoben werden kann, ist es in jedem Cushing-Fall sinnvoll, erst mal in eine medikamentöse Therapie einzusteigen. Beim häufig vorliegenden hypophysären Cushing verschafft man sich dadurch Zeit, in der es dem Patienten um Welten besser geht und in der man unter Berücksichtigung verschiedener Gesichtspunkte (Alter des Patienten, finanzielle Situation der Besitzer, etc.) darüber beraten und nachdenken kann, ob man diagnostisch weiter gehen möchte in Richtung Hirn-MRT und eventueller Strahlentherapie. Sehr viele dieser Patienten haben bei Diagnosestellung bereits ein Alter erreicht, das sie allein durch die medikamentöse Therapie ohne weitere Maßnahmen die normale Lebensspanne erreichen lässt. Beim selteneren adrenalen Cushing verschafft man sich ebenfalls Zeit für die weiterführende Diagnostik und verbessert die Lebensqualität des Patienten und (ganz wichtig!) seine Aussichten, eine evenuell mögliche Adrenalektomie ohne die gefürchtete Komplikation Thromboembolie zu überleben.
Bezüglich des zur medikamentösen Therapie verwendeten Präparats hat man in Deutschland aus rechtlicher Sicht keine Wahlmöglichkeiten, weil es nur einen einzigen für diese Indikation zugelassenen Wirkstoff gibt, das Trilostan, bekannt unter den Markennamen Vetoryl und Modrenal. Im Gegensatz zu manch anderen Krankheitsbildern, wo man über die arzneimittelrechtlichen Beschränkungen oft genug in Verzweiflung verfallen kann, ist mit Trilostan das tatsächlich auch aus tiermedizinischer Sicht am besten geeignete Medikament für Cushing-Patienten auf dem Markt. Trilostan hemmt die Steroidsynthese in den Nebennieren, und zwar vollständig reversibel. Gibt man es, erfüllt es seinen Zweck, gibt man es nicht mehr, ist alles wie zuvor. Im Vergleich zu der früher üblichen Therapie mit Mitotane, bei der man die Nebennieren immer weiter zerklopft hat, so dass man oft genug das Cushing-Syndrom gegen einen Morbus Addison ausgetauscht hat, ist das eine tolle Sache. Trilostan macht nix kaputt. Man muss es halt nur andauernd, in der Regel für den Rest des Lebens, eingeben.
Auch die Nebenwirkungen halten sich in engen Grenzen und sind meist durch Änderungen der Dosis oder des Eingabeintervalls (zweimal täglich eine geringere Dosis statt einmal täglich eine höhere) gut beherrschbar. Wenn man ein so komplexes Krankheitsbild wie das Cushing-Syndrom mit der Gabe eines einzigen (und noch dazu gut verträglichen) Medikaments so schön unter Kontrolle bringen kann, so könnte man das fast als Traumtherapie bezeichnen. Aber - und das gilt es nicht zu vergessen - es handelt sich genau genommen um eine symptomatische Therapie, die nicht heilt, sondern nur die Symptomatik verbessert. Die Grunderkrankung, in den meisten Fällen also ein Hypophysenadenom, lungert da nach wie vor rum und ist aktiv.
Deshalb muss diese Therapie für den Rest des Lebens weitergeführt werden, außer natürlich nach erfolgreicher Entfernung eines für den Cushing ursächlichen Nebennierentumors. Aufgrund der Gefahr einer zu starken Hemmung der Steroidsynthese und dem daraus resultierenden Risiko eines Addison-ähnlichen Zustands, sollte die Trilostan-Dosierung in regelmäßigen Abständen durch Laboruntersuchungen kontrolliert werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei wieder der schon bekannte ACTH-Stimulationstest. Dieser sollte zum ersten Mal bereits ca. 14 Tage nach Therapiebeginn mit Trilostan zum ersten Mal durchgeführt werden, dann wieder vier Wochen später und im weiteren Zeitverlauf alle drei Monate. Bei diesen Gelegenheiten müssen immer auch Natrium und Kalium bestimmt werden, um einen iatrogenen (vom Arzt verursachten) Morbus Addison frühzeitig erkennen zu können.
So, das sollten alle wichtigen Fakten gewesen sein. Oops, halt, was ist mit der Katze? Wie schon bezüglich des Morbus Addison erwähnt, scheinen die Nebennieren der Katze irgendwie solider konstruiert zu sein als die des Hundes. Nebennierenstörungen, seien es Unterfunktion (Morbus Addison) oder Überfunktion (Cushing-Syndrom) sind bei der Katze geradezu extrem seltener als beim Hund. Zwei, drei Sachen sollten aber erwähnt werden: Ein Cushing-Syndrom bei der Katze geht meist mit dem Feline Fragile Skin Syndrome einher. Die Haut wird so dünn und fragil, dass man bereits durch etwas festeres Zupacken Risswunden verursachen kann. Wenn Sie durch sowas bei Ihrer Katze schockiert werden, steckt gern ein Cushing-Syndrom dahinter. Und auch bei einem Diabetes mellitus sollte daran gedacht werden, dass sich dahinter ein Cushing verbergen kann. Auf jeden Fall sind Cushing-Katzen fast ausnahmslos klapperdürr.
Ob Sie sich als Katzenbesitzer das jetzt merken sollten, weiß ich auch nicht so recht. Ich habe in meinen dreißig Berufsjahren jedenfalls noch kein Felines Cushing-Syndrom diagnostiziert.
Bleiben Sie uns gewogen, bis bald, Ihr
© Kleintierpraxis Ralph Rückert, Römerstraße 71, 89077 Ulm
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Das Cushing Syndrom bei Hunden
Beim Cushing Syndrom handelt es sich um eine hormonelle Erkrankung, unter denen viele Hunde leiden. Bei dieser ernsten Hormonstörung wird ein Überschuss des Hormons Kortisol produziert. Man spricht medizinisch vom Morbus Cushing. Das Gegenstück zu der Erkrankung ist der Morbus Addison, Kortisol wird dabei in zu geringem Umfang oder nicht mehr ausgeschüttet. Die Hormonveränderung beim Cushing-Syndrom kann auf inneren Ursachen beruhen oder durch eine längere Zuführung von Kortison, medizinisch eher Cortison geschrieben, durch äußere Faktoren entstehen. Das Cushing Syndrom äußert sich in verschiedenen, schwerwiegenden körperlichen Veränderungen, von denen die Ausbildung des charakteristischen "Hängebauchs" ebenso hervorsticht wie typische Hautveränderungen. Betroffene Hunde sind schwer krank.
Definition des Cushing Syndroms
Um das Cushing Syndrom zu verstehen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Funktionen des Hormons Kortisol im tierischen Organismus. Kortisol ist für viele lebenswichtige Stoffwechselfunktionen zuständig. Man spricht bei Menschen wie bei Hunden von einem "Stresshormon". Diese Bezeichnung bezieht sich darauf, dass Kortisol in bestimmten Anspannungssituationen ausgeschüttet wird und im Körper einen besonderen Alarmzustand hervorruft. Dabei werden durch Kortisol körperliche Vorgänge gedämpft und abbauende Prozesse im Stoffwechsel in Gang gesetzt. Seine wesentliche Aufgabe besteht darin, dem Körper im Notfall Energiereserven zur Verfügung zu stellen. Dabei werden Muskulatur und Fettgewebe abgebaut. Man bezeichnet seine Funktion deshalb als katabol (abbauend). Unter anderem dämpft Kortisol die Immunantwort des tierischen Organismus. Medizinisch wird diese Dämpfung des Immunsystems gern gezielt eingesetzt, um etwa Entzündungsvorgänge zu unterbrechen oder überschießende Immunreaktionen zu dämpfen. Kortisol zählt zu den sogenannten Steroidhormonen, weil es aus Cholesterin gebildet wird. Hergestellt wird das Hormon in den Nebennieren, die den Nieren benachbart sind.
Exakt findet die Hormonbildung in den Nebennierenrinden statt. In seine Produktion involviert ist ferner die Hirnanhangdrüse, die Hypophyse. Dieses kirschkernförmige Gebilde hängt als kleine Gewebefortbildung am Gehirn und produziert seinerseits Botenstoffe, die die Nebennieren zur Hormonproduktion anregen. Beim Cushing-Syndrom kommt es zur Überproduktion von Kortisol. In den meisten Fällen - über 80 Prozent der Fälle - führen Tumoren im Bereich der Hypophyse zu dieser vermehrten Ausschüttung des Hormons. Auch tumoröse Veränderungen in den Nebennieren selbst können diese Veränderung in der Hormonproduktion hervorrufen. Die Gabe hoher Dosen von kortisonhaltigen Arzneimitteln kann ebenfalls das Cushing-Syndrom begründen. Der Körper befindet sich unter verstärkter Kortisol-Ausschüttung in einer ständigen physischen und psychischen Ausnahmesituation, in der einige Funktionen unterdrückt, während andere massiv verstärkt werden.
Hunderassen mit einer Veranlagung für das Cushing-Syndrom
Bestimmte Hunderassen wie Dackel, Yorkshire-Terrier und Pudel zeigen eine erhöhte Prädisposition für die Ausbildung eines Cushing-Syndroms. Dabei sind ältere, weibliche Tieren überdurchschnittlich häufiger von der Erkrankung betroffen als Rüden. Einige Hütehund-Rassen wie Collies haben einen seltenen Gen-Defekt, der ebenfalls das Zusammenspiel zwischen Hypophyse und Nebennieren stört. Auch in diesem Fall sind die Tiere sehr stressanfällig und weisen Teile der Cushing-Symptome auf.
Symptome des Cushing-Syndroms
Aufgrund der großen Bedeutung von Kortisol im tierischen Organismus führt eine Überproduktion sowohl zu körperlichen Auffälligkeiten als auch starken Verhaltensänderungen beim Hund. Letztere können besonders dramatische Formen annehmen und sind deshalb für den Hundehalter sehr beunruhigend. Betroffene Tiere verhalten sich wie unter starkem, lang anhaltendem Stress. Sie reagieren mit ungewohnter Passivität, mit Schlafstörungen, mit Futteraggressivität und allgemeiner Aggressivität bei gesteigertem Angst- und Selbstschutzverhalten, mit sozialer Unterwürfigkeit und mit Depressionen. Auch Orientierungslosigkeit wie unter altersbedingter Demenz kann beobachtet werden. Der Hund gerät in einen regelrechten Prozess sich im hormonellen Regelkreis rückkoppelnder und damit aufschaukelnder Stress-Symptome. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass Kortisol relativ lange braucht, um wieder abgebaut zu werden. Das Tier wird extrem anfällig für Stresssituationen und zeigt die geschilderten, auffälligen Verhaltensstörungen.
Diagnose von Morbus Cushing
Ein Cushing-Syndrom ist nicht einfach zu diagnostizieren, da eine einmalige Blutuntersuchung keine klare Indikation erlaubt. Es ist daher eine ganze Reihe von Untersuchungen notwendig. Eine davon ist der sogenannte Dexamethason-Screening-Test, der die Nebennierenfunktion und deren Steuerung durch die Hypophyse prüft. Eine andere ist der ACTH-Stimulationstest, bei dem die Ausschüttung von Botenstoffen im Bereich der Hypophyse getestet wird. Weitere Blut- und Urinuntersuchungen sowie Ultraschall, MRT und Röntgen kommen meist hinzu. Cortisol lässt sich außer im Blut auch im Urin gut nachweisen.
Behandlung des Cushing-Syndroms
In der Therapie gibt es verschiedene Ansätze. Medikamentös bekämpfen moderne Arzneimittel wie "Vetoryl" mit dem Wirkstoff Trilostane durch Hemmung der Kortisol Bildung in den Nebennierenrinden viele Symptome der Erkrankung bei relativ guter Verträglichkeit. Allerdings ist die Behandlung sehr vorsichtig und umsichtig durchzuführen. Dabei muss insbesondere der Blut-Kortisol-Gehalt laufend überwacht werden. Sinkt der Kortisol-Wert zu schnell ab, drohen Herzrhythmusstörungen und plötzlicher Herztod. Grundsätzlich kann das Medikament bei beiden Formen eines Cushing-Syndroms, also sowohl bei Tumoren in der Hirnanhangsdrüse, als auch Tumoren in den Nebennieren eingesetzt werden. Das Arzneimittel heilt den Morbus Cushing nicht, sondern verlängert das Leben des Hundes - bei guter Einstellung der Dosierung - auch mit ansprechender Lebensqualität. Werden zugrundeliegende Tumore nicht entfernt, müssen betroffene Hunde lebenslang medikamentös behandelt werden.
Alternative Behandlungsmethoden
Bei einem Verdacht auf Morbus Cushing ist eine tierärztliche Diagnostik und Behandlung unverzichtbar. Naturheilkundlich können zusätzlich einzelne Symptome gelindert werden. Eine homöopathische Konstitutionsbehandlung mit individueller Auswahl der Mittel steigert häufig Wohlbefinden und Lebensqualität des betroffenen Tieres. Ebenso sollte das Futter der Erkrankung angepasst werden. Hierbei ist besonders der latente oder ausgebildete Diabetes Mellitus im Fokus, Cushing-Hunde sollten also ähnlich ernährt werden wie zuckerkranke Tiere. Es gibt in diesem Bereich spezielle Diätfutter, die der Tierarzt empfehlen kann. Grundsätzlich sollte die Ernährung bei Morbus Cushing fettfrei, salzarm und leicht sein. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Tiere oft großen Appetit haben und Energie brauchen. Gut verdauliche Eiweiße wie gekochtes Hühnchen mit ebenso gut verdaulichen Kohlehydraten werden empfohlen. Reis und Gemüse kommen also in Frage. Manche Tierärzte empfehlen die Zugabe von wertvollem, pflanzlichen Rohöl, andere sind auch hier insgesamt von der Rohfütterung (Barfen) überzeugt. Wichtig ist, dass die Blutwerte auch in Bezug auf den Blutzucker ständig überwacht werden und das Gewicht des Tieres ebenfalls regelmäßig überprüft wird. Häufig hilft im Übrigen eine Kastration ebenfalls, den bereits ausgebildeten Diabetes zu mildern oder auch die Ausbildung ganz zu unterbinden.
Prognose / Lebenserwartung
Medikamentös gut eingestellte Tiere können Jahre bei ordentlicher Lebensqualität ihr annähernd normales Lebensalter erreichen. Noch besser ist die Prognose, wenn es gelingt, die Ursachen der Erkrankung zu beseitigen. Unbehandelte Tiere leben nicht lang und leiden sehr unter der Erkrankung.
Vorbeugung
Eine Vorbeugung gegen Tumore ist nur schwer möglich. Allerdings sollten insbesondere Hunde mit einer möglichen, entsprechenden erblichen Veranlagung regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt werden. So kann die Erkrankung schnell erkannt und behandelt werden.
Bei einer Behandlung mit kortisonhaltigen Arzneimitteln sollte das Tier engmaschig vom Veterinär überwacht werden, um die Ausbildung eines Morbus Cushing möglichst zu unterbinden. Dabei ist die Toleranz gegen von außen zugeführtes Kortison sehr unterschiedlich ausgeprägt: Einzelne Tiere reagieren nach kurzer Zeit, andere bilden auch unter jahrelanger Kortison-Behandlung keinen Morbus Cushing aus.
Etwa 8 Mio. Hunde leben in deutschen Haushalten - gesorgt wird sich um die Vierbeiner wie um das eigene Kind. Mit dieser Seite möchte ich euch gern leicht verständliche Informationen rund um die Hundegesundheit zur Verfügung stellen. Zur Seite steht mir eine Tierheilpraktikerin, die das ganze fachlich abrundet.
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Morbus Cushing: Ein Tumor macht starke Beschwerden
Beim Morbus Cushing führt ein Tumor der Hirnanhangdrüse dazu, dass das „Stresshormon“ Kortisol im Übermaß gebildet wird. Dies führt zu unterschiedlichsten Beschwerden, u.a. zu einer deutlichen Gewichtszunahme.
Gewichtszunahme, verminderte Leistungsfähigkeit, Zyklusstörungen bei der Frau, erhöhter Blutdruck. All das sind häufige Beschwerden, von denen viele Menschen betroffen sind. Morbus Cushing hingegen ist sehr selten. In Deutschland erkranken pro Jahr ca. 80-100 Personen daran. Das Haupterkrankungsalter liegt zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr, Frauen sind 5-mal häufiger betroffen als Männer.[1, 4] Dass sich die Erkrankung in Symptomen äußert, die auch bei vielen anderen Krankheiten vorkommen können, lässt den Arzt nicht zuerst an einen Morbus Cushing denken. Die Diagnose wird deshalb oft erst spät gestellt.
Morbus Cushing oder Cushing-Syndrom – was ist der Unterschied?
Die Begriffe Morbus Cushing und Cushing-Syndrom werden oft nicht eindeutig voneinander getrennt und können leicht verwechselt werden. Vereinfacht kann man sagen, dass der Begriff Cushing-Syndrom das Krankheitsbild, Morbus Cushing einen bestimmten Entstehungsmechanismus der Erkrankung beschreibt.
Ein meist gutartiger Tumor der Hirnanhangdrüse stimuliert die Nebennieren
Der medizinische Fachbegriff Hypophysärer Hyperkortisolismus für den Morbus Cushing gibt sehr genau wieder, welcher Mechanismus der Erkrankung zugrunde liegt. Er ist aber für den medizinischen Laien schwer verständlich. Hyperkortisolismus beschreibt das Cushing-Syndrom, also den Überschuss an Kortisol (griech.: hyper = über das Maß hinaus), der zu verschiedensten Symptomen führt. Hypophysär weist auf den Ursprung der Erkrankung in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) hin. Ein meist gutartiger Tumor bildet ein Hormon ( ACTH ), das die Nebennieren zur Bildung von Kortisol anregt. Gutartig heißt, dass der Tumor keine Tochtergeschwülste (Metastasen) bildet.
Die Hormone regulieren sich gegenseitig
Kortisol wird in den Nebennieren gebildet, genauer gesagt, in der Nebennierenrinde (von lat. cortex = Rinde) Die Nebennieren sitzen den Nieren am oberen Pol wie kleine Kappen auf.
- Im Hypothalamus wird CRH (Corticotropin-releasing Hormon; releasing = engl. freisetzend) freigesetzt
- CRH stimuliert in der Hypophyse die Freisetzung von ACTH (Adrenokortikotropes Hormon = Korticotropin)
- ACTH stimuliert in der Nebennierenrinde die Freisetzung von Kortisol
- Kortisol reguliert über einen Rückkopplungsmechanismus die Freisetzung von CRH und ACTH

Kortisol mobilisiert Reserven bei Stress
Beim Morbus Cushing setzt nun ein Tumor der Hirnanhangdrüse vermehrt ACTH frei. Dies führt dazu, dass in den Nebennieren immer mehr Kortisol produziert wird. Kortisol wirkt auch beim Gesunden als sogenanntes "Stresshormon". Es gehört zu seinen Hauptaufgaben, in Zeiten höherer Beanspruchung Energiereserven bereitzustellen. Um dies zu gewährleisten, nimmt Kortisol Einfluss auf zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper. Dazu gehören z. B. der Stoffwechsel von Fett- und Muskelzellen und der Blutzuckerspiegel. In hohen Dosen wirkt Kortisol entzündungshemmend und unterdrückt die Immunabwehr. Deshalb wird synthetisch hergestelltes Kortisol ("Kortison") z. B. bei entzündlichen Erkrankungen und Allergien eingesetzt.
Die Überproduktion von Kortisol beim Morbus Cushing verstärkt die Stoffwechselwirkungen und kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen.
Symptome beim Morbus Cushing
Zu den häufigsten Symptomen beim Morbus Cushing gehören:
- Starke Gewichtszunahme mit "Stammfettsucht": Fettansatz v. a. am Körperstamm (= in der Körpermitte, am Bauch)
- Rundes "Vollmondgesicht"
- Muskelschwund: sehr dünne Arme und Beine, Muskelschwäche
- Knochenschwund (Osteoporose)
- Bläulich-rote Streifen am Körperstamm, breiter als 1 cm (Dehnungsstreifen)
- Stärkere Blutungsneigung, v.a. "blaue Flecken" der Haut
- Vermehrte Behaarung (v.a. bei Frauen)
- Zyklusstörungen
- Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)
- Bluthochdruck
- Anstieg des Blutzuckers
- Psychische Probleme, z. B. Depressionen
Nicht all diese Symptome müssen immer vorhanden sein; sie können von Patient zu Patient in unterschiedlicher Aufprägung auftreten.
Diagnose und Behandlung des Morbus Cushing
Bei Verdacht auf Morbus Cushing kann durch Laboruntersuchungen die Konzentration der verschiedenen Hormone aus Hirnanhangdrüse, Hypothalamus und Nebennierenrinde bestimmt werden. Um einen Tumor der Hirnanhangdrüse nachzuweisen, werden bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT)und Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt.
[1] Stalla: Therapieleitfaden Hypophysenerkrankungen, Uni-med-Science Verlag, 2. Auflage, 2006
[2] Herold: Innere Medizin, 2010
[3] Gekle et al: Taschenlehrbuch Physiologie, Thieme Verlag, 2010
Morbus Addison - The Great Pretender
Von Ralph Rückert, Tierarzt
Jeder Hund hat mal Erbrechen und/oder Durchfall, in schwereren Fällen sogar mit Blutbeimengungen. Das ist erst mal nicht so beunruhigend wie bei uns Menschen. Ein Abfallsammler wie der Hund, der buchstäblich überall seine Nase reinsteckt, muss sowas abkönnen. Es gibt aber auch Hunde, die nicht nur einmal, sondern immer wieder mit solchen Symptomen beim Tierarzt aufschlagen, die monate- und sogar jahrelang Verdauungsprobleme, reduzierten Appetit und allgemeine Kraft- und Energielosigkeit zeigen, und die dann urplötzlich buchstäblich zusammenklappen und zu sterben drohen. Diese Hunde könnten eine Addison-Krise haben, und ihr Überleben hängt in erster Linie davon ab, ob diese heimtückische Erkrankung rechtzeitig erkannt wird.
1855 veröffentlichte Thomas Addison, Chefarzt des heute noch bestehenden Guy's Hospitals in London, mit der Arbeit "On the Constitutional and Local Effects of Disease of the Supra-renal Capsules" die allererste Beschreibung der Symptome der Nebennierenrindeninsuffizienz (NNRI, Hypoadrenokortizismus) beim Menschen, und machte damit seinen Namen in der Krankheitsbezeichnung Morbus Addison unsterblich.
Die Nebennieren sind paarig angelegte Hormondrüsen, die sich an den cranialen (kopfwärts gewandten) Pol der Nieren anschmiegen. Sie produzieren verschiedene und für eine ungestörte Körperfunktion ungemein wichtige Hormone, von denen uns für dieses Thema aber nur das Mineralokortikoid Aldosteron und das Glukokortikoid Cortisol beschäftigen sollen.
"Huch! Cortisol!" werden manche jetzt denken. "Das klingt ja wie Kortison, das die bösen Tierärzte unseren Schatzis reindrücken, um sie langsam zugrunde zu richten!". Stimmt! Der Körper produziert und braucht unbedingt eine gewisse Menge körpereigenes Kortison, eben das Cortisol, um länger anhaltende Stresssituationen überhaupt erfolgreich bewältigen zu können.
Und was macht das Aldosteron? Es regelt über komplizierte und hier nicht näher zu erläuternde Regelkreise unter anderem den Blutdruck, den Natrium-Kalium-Stoffwechsel und die Wasserausscheidung. Letzteres hat dem Aldosteron auch den Namen "Dursthormon" eingebracht, weil es bei Flüssigkeitsmangel vermehrt ausgeschüttet wird, um Wasser im Körper zurück zu halten.
Laufen die Nebennieren heiß und produzieren zu viele Hormone (Nebennierenüberfunktion, Hyperadrenokortizismus), bekommt man einen Morbus Cushing, eine Krankheit, die deutlich häufiger als der M. Addison ist und die bei weitem genug Stoff für einen eigenen Artikel hergibt. Schwächeln die Nebennieren aber und produzieren zu wenig der genannten Hormone, kommt es eben zum Morbus Addison.
Der wahrscheinlich bekannteste Addison-Patient der Welt dürfte der US-Präsident John F. Kennedy gewesen sein, der gleichzeitig auch ein fast perfektes Beispiel dafür ist, was diese Krankheit im Körper für ein Chaos anrichten kann. Kennedy wurde jahrelang wegen eines angeblichen Reizdarmes behandelt, der ihn auf regelmäßiger Basis mit schweren Bauchschmerzen und blutigen Durchfällen plagte, bis er endlich 1947 im Alter von 30 Jahren (ironischerweise in London, Addisons früherer Wirkungsstätte) seine Diagnose erhielt. Damit nicht genug, kann uns Kennedy gleich für noch eine weitere unangenehme Sache als Modell zur Verfügung stehen, nämlich das sogenannte Schmidt-Syndrom. Kennedy hatte neben dem Morbus Addison auch eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), und diese problematische Kombination wird durchaus auch bei Hunden gesehen.
Nun, für den Moment genug von Medizingeschichte und toten Präsidenten (später kommt erstaunlicherweise auch noch Ronald Reagan ins Spiel), sehen wir uns die Sache bei unseren Patienten an. Es geht dabei vor allem um den Hund, bei dem der Morbus Addison zwar grundsätzlich selten (1 - 3 Fälle pro 1000?), aber doch regelmäßig auftaucht. Hündinnen stellen mit etwa 70 Prozent die Mehrzahl der Fälle. Die Krankheit tritt vorwiegend bei größeren Rassen im jungen bis mittleren Alter auf. Bezüglich Katzen kann man die Fallberichte in der internationalen tiermedizinischen Literatur fast an den Fingern abzählen. Eventuell braucht man noch die Zehen dazu, aber Katzen scheinen wirklich extrem selten betroffen zu sein.
Beim Hund ist eine scheinbar steigende Inzidenz in den letzten Jahrzehnten fast mit Sicherheit darauf zurück zu führen, dass die Krankheit inzwischen deutlich häufiger erkannt wird als früher. Nichtsdestotrotz gehört der Morbus Addison nach wie vor sicher zu den Top Five der nicht oder fehldiagnostizierten Krankheiten in der Kleintierpraxis. Der Begriff "The Great Pretender" in der Überschrift bezieht sich genau darauf. Inzwischen sind Schätzungen im Umlauf, dass sich hinter jedem dreißigsten Fall von schwerem Durchfall ein Morbus Addison verstecken könnte.
Man sollte also - nicht nur als Tierarzt, sondern auch als Hundebesitzer - immer im Kopf behalten, dass ein futtermäkeliger Hund mit immer wiederkehrenden Bauchbeschwerden inklusive Erbrechen/Durchfall, der Probleme hat, sein Gewicht zu halten, der einem außerdem müde, kraft- und lustlos vorkommt und eventuell Muskelzittern zeigt, dessen Fellstruktur sich verändert hat und der vielleicht auch vermehrt trinkt und pinkelt, durchaus an einem Morbus Addison leiden könnte. Normalerweise bin ich kein Freund davon, dass man als Laie versucht, einem Mediziner seinen Beruf zu erklären, aber in solchen Fällen könnte es sich auszahlen, den Begriff Addison einfach mal zu erwähnen.
Warum? Ganz einfach: Die Krankheit ist trotz der inzwischen unterstellten höheren Häufigkeit doch so selten, dass sie manche Kolleginnen und Kollegen einfach nicht auf dem Schirm haben. Sie ist immerhin so rar, dass man unter Umständen Tausende von Laborbefunden gelesen hat, bis man mal wieder auf einen M. Addison stößt. Und wenn man ihn nicht auf dem Schirm hat, wird man nie einen diagnostizieren, und dann hat man ihn erst recht nicht auf dem Schirm.
Die Frage dabei ist natürlich: Woran mag es liegen, dass es so einigen Hunden, die mit einem nicht diagnostizierten M. Addison an Erbrechen, blutigem Durchfall und anderen Störungen leiden, nach dem Tierarztbesuch trotz nicht korrekt gestellter Diagnose besser geht? Es gibt unter Medizinern einen sarkastischen Spruch, der mehr als nur ein Körnchen Wahrheit enthält: "Wenn du nicht weiter weißt, gib ein Antibiotikum und Kortison. Eines von beiden wird schon helfen." Und genau das stimmt natürlich bei einem Addison-Patienten, der ja unter einem schweren Mangel an Cortisol leidet. Dem geht es tatsächlich entschieden besser, wenn man ihm einen Schuss Methylprednisolon oder Dexamethason verpasst. Und da viele Praktiker zu solchen Kortisonpräparaten mit langer Wirkungsdauer neigen, hält diese Besserung sogar einige Zeit lang an. Hat der Patient dann mit etwas Glück ein paar Wochen keine besonderen Stresssituationen zu bewältigen, wird der nächste Krankheitsanfall nicht mehr mit dem vorhergehenden in Verbindung gebracht, so dass kein wirkliches Gesamtbild entsteht.
Es gibt dazu keine Statistik, aber man kann annehmen, dass nicht wenige Hunde auf diese Weise über Monate oder sogar Jahre vor sich hineiern, bis es urplötzlich brandgefährlich wird: Sie kommen in die sogenannte Addison-Krise. Um es mal volkstümlich auszudrücken: Dabei haut's den Hund so richtig aus den Latschen. Da ist dann alles geboten, was schlecht und teuer ist: Erbrechen, Durchfall, schwere Schmerzen, völlige Entkräftung, erhöhte Nierenwerte, niedriger Blutdruck, Austrocknung, Bradykardie (verlangsamter Herzschlag), Schocksymptome und so weiter. Es droht akute Lebensgefahr. Wird die Diagnose an diesem Punkt immer noch nicht gestellt, hat der Patient ein sehr hohes Sterberisiko. Selbst bei korrekter Diagnose ist der Ausgang der Krise ungewiss und kann oft erst nach tagelanger Intensivtherapie abgesehen werden.
Eine Addison-Krise lässt einem als Tierarzt nicht viel Zeit. Der bestürzend schnelle Verlauf mag gern mal an eine Vergiftung denken lassen, so dass ich fest davon ausgehe, dass es viele tote Addison-Hunde gibt, auf deren Grabstein sozusagen eingemeißelt steht, dass sie vergiftet wurden. Bei wahrscheinlich eben so vielen wurde fälschlicherweise von einem Nierenversagen ausgegangen. Das ist bedauerlich, denn der klassische M. Addison ist in meinen Augen eigentlich nicht so schrecklich schwer zu diagnostizieren. Man muss ihn nur - wie oben erwähnt - auf dem Schirm haben. Und da gibt es keine Ausreden: Das ist keineswegs nur eine Aufgabenstellung für spezialisierte Endokrinologen, sondern für jeden Praktiker da draußen, denn nur dort kann der Verdacht entstehen und dann bestätigt werden. Es ist meiner Meinung nach nicht notwendig, dass wir Praktiker alle Virtuosen in der doch nicht ganz einfachen Therapie der Addison-Patienten sind. Das kann man ja nach Diagnosestellung ruhig den Spezialisten überlassen oder auch denen, die sich mit besonderem Interesse der Endokrinologie widmen. Aber den Verdacht schöpfen, die Anzeichen erkennen - das sollten wir alle drauf haben. Allerdings mit einer Ausnahme, den atypischen Addison-Fällen, bei denen eventuell vorwiegend ein Mangel an Cortisol vorliegt und für deren Entdeckung man schon eine ordentliche Spürnase und relativ viel endokrinologisches Fachwissen benötigt. Dieser Fallbericht der Universität Zürich bringt ein wenig "real life" in diese Aussage.
Wie erkennt man nun einen typischen Morbus Addison? Man achtet bei jedem Laborbefund, der von einem Hund stammt, der auch nur andeutungsweise die oben genannten Symptome zeigt, ganz besonders auf die Natrium- und Kaliumwerte. Durch den Mangel an Aldosteron ist der Körper eines Addison-Patienten in der Mehrzahl (zu 90 Prozent?) nicht mehr in der Lage, diese Werte korrekt einzustellen. Man stößt dann in der Regel auf erhöhte Kalium- und erniedrigte Natrium-Werte. Ist der Natrium-Kalium-Quotient unter 27, besteht Verdacht auf einen M. Addison, unter 25 könnte bereits eine Addison-Krise vorliegen. In der Hälfte der Fälle liegen zusätzlich eine Anämie (Blutarmut, Mangel an roten Blutkörperchen) und eine Azotämie (erhöhte Nierenwerte) vor, und ein Drittel der Patienten zeigt außerdem Besonderheiten im weißen Blutbild (Eosinophilie und Lymphozytose). Zusätzlich mag es Sinn machen, in Verdachtsfällen den Cortisol-Basalwert zu bestimmen. An sich ist dieser Wert sowohl in Bezug auf Überfunktion (M. Cushing) als auch Unterfunktion (M. Addison) chronisch unzuverlässig, aber er kann doch zum Gesamtbild beitragen.
Da gibt es schon noch das eine oder andere Anzeichen mehr, aber so sehr müssen wir jetzt im Rahmen eines Blog-Artikels nicht in die Tiefe gehen. Wichtig ist, dass wir bei einem sich aus den Laborwerten und dem klinischen Bild ergebenden Verdacht eine sehr zuverlässige diagnostische Methode zur Verfügung haben, den ACTH-Stimulationstest. Dabei wird zuerst eine Blutprobe entnommen, um daraus den Cortisol-Basalwert zu bestimmen. Danach bekommt der Patient eine bestimmte Dosis adrenocorticotrophen Hormons (ACTH) gespritzt, das die Nebennieren zur Produktion anregen soll. Aus einer danach entnommenen Blutprobe wird wieder der Cortisol-Wert ermittelt, der dann bei einem gesunden Hund stark, bei einem Addison-Patienten aber nur wenig angestiegen wäre.
Der Test gilt wie gesagt als sehr aussagekräftig. Man kann dieses Verfahren als Tierarzt aber auch vermasseln, und zwar durch die voreilige Gabe von Kortikosteroiden wie zum Beispiel Prednisolon. Das passiert nicht selten bei Hunden in der Addison-Krise, denen es leicht erkennbar so richtig dreckig geht. Da wird gern reflexartig zu Prednisolon gegriffen, was auch häufig zu einer schnellen Verbesserung des Befindens führt. Die Möglichkeit der Durchführung eines ACTH-Tests zur sicheren Diagnosestellung wird dadurch allerdings für längere Zeiträume zunichte gemacht. Nicht gut! In solchen Fällen ist Besonnenheit ein guter Ratgeber.
Bei Verdacht auf eine Addison-Krise sollte also erst mal zackig mit einer schnell laufenden Dauertropfinfusion begonnen werden, vorzugsweise mit physiologischer Kochsalzlösung, der bei sehr hohen Kaliumwerten Glukose hinzugefügt wird, weil Glukose durch eine Verstärkung der Insulinausschüttung die Aufnahme von Kalium in die Zellen fördert. Dann wird sogleich der ACTH-Test durchgeführt. Das dauert nur eine Stunde, danach kann bedenkenlos Prednisolon verabreicht werden.
Gerade mal eine Stunde dauert es aber nur, wenn die Praxis das für den ACTH-Test notwendige Präparat Tetracosactid (Synacthen) vorrätig hält, was ich für sehr sinnvoll halte. Mit einem Hund in der Addison-Krise auf dem Tisch bleibt in der Regel keine Zeit, erst noch das Präparat zu besorgen. Wenn Sie also als Patientenbesitzer eine leicht boshafte Ader und die dazugehörige Chuzpe haben, könnten Sie in Ihrer Tierarztpraxis ja mal spontan fragen, ob man dort jederzeit ein, zwei Ampullen Synacthen vorhält.
Ganz kurios wird es übrigens, wenn sich Besitzer abfällig (Geldschneiderei!) über Kollegen äußern, die einen ACTH-Test bei ihrem Hund durchgeführt haben, der dann keine Addison-Diagnose ergab. Ich halte es für ein Zeichen großer Sorgfalt und Sachkunde, also nachgerade für eine Empfehlung, wenn beim geringsten Verdacht so ein Test durchgeführt wird. Sicherlich wird nur maximal einer von zehn ACTH-Tests einen M. Addison aufdecken, aber dass überhaupt daran gedacht wird, nach dieser Krankheit zu suchen, kann absolut nur positiv gewertet werden.
Wenn man nun einen Morbus Addison diagnostiziert hat - idealerweise bevor der Hund eine Addison-Krise erleidet - was dann? Wie wird die Krankheit behandelt? Ich möchte an dieser Stelle nur einen kurzen Überblick über die Therapie geben, weil mir sonst jeder Leser abspringt, dessen Hund keinen M. Addison hat, und zusätzlich auch noch jeder, dessen Hund bereits in Behandlung ist und der sich deshalb zwangsläufig selber schon sehr gut auskennt. Wie bereits angedeutet, ist der Zweck des Artikels nicht, eine erschöpfende Abhandlung über den M. Addison zu schreiben, was sowieso nur in Buchform möglich wäre. Es geht mir in erster Linie darum, ein gewisses Bewusstsein für diese eventuell doch nicht ganz so seltene Erkrankung zu wecken.
Wie immer bei Unterfunktionen von endokrinen Drüsen wird substituiert (von außen in Form von Medikamenten hinzugefügt), was die Drüsen nicht ausreichend produzieren: Beim Diabetes mellitus (der Zuckerkrankheit) wäre es das Insulin der Bauchspeicheldrüse, bei der Hypothyreose das Thyroxin der Schilddrüse. Beim Morbus Addison müssen wir unglücklicherweise gleich zwei Hormongruppen substituieren, nämlich die Gluko- und die Mineralokortikoide, und die beiden auch noch in ein immer etwas prekäres Gleichgewicht zueinander bringen.
Für die glucokortikoide Wirkung wird der Wirkstoff Prednisolon (in Tablettenform) verabreicht, für den mineralokortikoiden Effekt (bis vor Kurzem, siehe weiter unten) das Fludrocortison (ebenfalls als Tabletten). Fludrocortison hat eine begrenzte Glucokortikoid-(Neben)Wirkung, so dass manche Patienten auch ohne Prednisolongabe zurecht kommen. Auf den in vielen Fällen reichlich diffizilen Prozess der richtigen Einstellung und der fortlaufenden Kontrolle mit etwaigen Dosisveränderungen werde ich hier nicht eingehen.
Hochinteressant sowohl für Neu- als auch Altpatienten ist eine aktuelle Entwicklung auf dem Medikamentenmarkt. Vor kurzem wurde der Wirkstoff Desoxycortonpivalat unter der Produktbezeichnung Zycortal für den deutschen Markt zugelassen. Wenn Sie weiter oben dem Link zu der Patientengeschichte von Chessy gefolgt sind, haben Sie schon gelesen, was das Besondere an diesem Medikament ist: Es reicht in der Regel eine Injektion alle 25 Tage aus, um den Aldosteron-Mangel eines Addison-Hundes auszugleichen. Die Wirkung scheint (wie auch in dem Bericht über Chessy beschrieben) bei den meisten Patienten deutlich befriedigender zu sein als die tägliche Substitution mit Fludrocortison-Tabletten, so dass schon vor der Zulassung von Zycortal in Deutschland viele Besitzer von Addison-Hunden monatlich in die Schweiz gefahren sind, wo das Präparat (wie in einigen anderen Ländern, z.B. den USA) unter dem Namen Percorten-V schon lange zugelassen war.
Zu Percorten (bzw. hierzulande Zycortal) gibt es eine interessante Geschichte zu erzählen, und an dieser Stelle kommt - wie weiter oben schon beiläufig angekündigt - der zweite ehemalige US-Präsident, nämlich Ronald Reagan, ins Spiel. Der Addison-Patient John F. Kennedy wurde seinerzeit mit genau diesem Medikament behandelt. Sein Leben hing von Percorten-Injektionen alle 25 Tage ab. Ende der 60er-Jahre aber wurde das Fludrocortison in Tablettenform entwickelt. Eine tägliche Tabletteneinnahme ist natürlich für einen Menschen weit komfortabler als alle drei, vier Wochen für eine Injektion zum Arzt pilgern zu müssen. Demzufolge gingen die Verkaufszahlen von Percorten in den nächsten 20 Jahren so drastisch zurück, dass der Hersteller Ciba-Geigy in den 80ern beschloss, es vom Markt zu nehmen.
Diese Nachricht führte aber zu einem Aufschrei von Tierärzten, die Percorten die ganze Zeit und sehr erfolgreich zur Behandlung von Hunden verwendet hatten. Wie es der Zufall wollte, litt der Hund der Tochter von Ronald Reagan an M. Addison und wurde mit monatlichen Percorten-Injektionen behandelt, so dass auch die Präsidentenfamilie ihrer Sorge angesichts der Produkteinstellung öffentlich Ausdruck verlieh. Angeblich war die tiermedizinische Verwendung von Percorten Ciba-Geigy bis zu diesem Moment nicht bewusst. In Absprache mit der amerikanischen Kontrollbehörde FDA (Food and Drug Administration) stellte Ciba Geigy (heute Novartis) unter der Überschrift "Compassionate Use" ("mitfühlende Anwendung") Percorten weiterhin provisorisch für die Anwendung beim Hund zur Verfügung und begann gleichzeitig mit dem langwierigen Prozess der Zulassung für den Veterinärbereich. 1998 erteilte die FDA Novartis schließlich die Genehmigung, Percorten-V (V für Veterinär) offiziell auf den Markt zu bringen.
Compassionate Use! Wenn man das liest, kann man sich der bitteren Frage nicht erwehren, ob so etwas heutzutage überhaupt noch denkbar wäre. Die auf Shareholder-Value getrimmten Pharmakonzerne des neuen Jahrtausends nehmen schon seit Jahren ohne jede Rücksicht immer wieder Produkte vom Markt, die zwar für viele Tiere lebensnotwendig sind, aber keine befriedigende Rendite abwerfen. Aber das nur nebenbei.
Die Zulassung von Zycortal für den deutschen Markt hat auch die rechtlichen Rahmenbedingungen der Addison-Therapie entscheidend verändert. Die sogenannte Kaskadenregel verpflichtet uns Tierärzte gesetzlich, bei der Behandlung eines bestimmten Krankheitsbildes bei einer bestimmten Tierart immer in erster Linie ein Produkt zu verwenden, das genau für diese Krankheit bei genau dieser Spezies offiziell zugelassen ist. Vor Zycortal gab es kein zur Aldosteron-Substitution beim Hund zugelassenes Präparat, so dass der Zugriff auf Fludrocortison-Tabletten aus dem Human-Sektor im Sinne des sogenannten Therapie-Notstandes gestattet war. Damit ist jetzt Schluss. Ein neu diagnostizierter Addison-Hund ist rechtlich bindend mit Zycortal-Injektionen zu behandeln. Allenfalls bei Alt-Patienten, die befriedigend auf Fludrocortison eingestellt sind, kann eventuell (mit der einen oder anderen juristischen Verrenkung) eine fortgesetzte Verschreibung des Human-Medikaments argumentiert werden. Ich lese ab und an wütende Äußerungen von Patientenbesitzern in dem Sinne "Ich entscheide, was mein Hund für ein Addison-Medikament bekommt!". Das ist NICHT korrekt! Mit dem Zeitpunkt der Zulassung von Zycortal ist die Verschreibung von für den Menschen zugelassenen Fludrocortison-Tabletten bei der Behandlung von Hunden ILLEGAL geworden.
Ich sehe das allerdings nicht als schlimm an. Nach den mir vorliegenden Informationen ist Zycortal (bzw. Percorten) bei den allermeisten Hunden der Anwendung von Fludrocortison klar überlegen. Zudem wird das Präparat zu einem offenbar recht vernünftigen Preis angeboten, so dass auch in dieser Hinsicht keine großen Nachteile für die Tierbesitzer entstehen dürften. Weiterhin ist durch die langjährigen Erfahrungen auf anderen Märkten wie den USA bekannt, dass viele Hunde abweichend von den Herstellerangaben auch mit einer deutlich niedrigeren Dosis gut eingestellt werden können, was die Attraktivität des Medikaments weiter steigert.
So! Für den eigentlich beabsichtigten kurzen Überblick ist der Artikel reichlich lang geworden, aber der M. Addison ist halt kein Thema, das man mal schnell im Vorbeigehen abhandeln könnte. Jetzt gilt es, noch eine ungewöhnliche Tatsache zu erwähnen. Wie Sie wissen, halte ich viele auf tiermedizinische Themen spezialisierte Facebook-Gruppen für dringend zu meidende Schlangengruben der Panikmache, des Halbwissens und entsetzlicher Profilneurosen. Dieser Artikel aber ist - für mich ein absolutes Novum - in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Facebook-Gruppe "Morbus Addison beim Hund" entstanden. Die Gruppe zeichnet sich in meinen Augen durch ein kompetentes Moderatoren-Team und einen dementsprechend sehr zivilisierten Umgangston aus. Die Adminstratoren haben meinen Artikel vor der Veröffentlichung gegengelesen und mir mit Anregungen geholfen, wofür ich mich ganz herzlich bedanke. Den Besitzern eines Addison-Hundes sei diese Gruppe - ebenso wie die dazugehörige Website Addisonhun.de - also ausdrücklich ans Herz gelegt. Die Krankheit ist beileibe kein leichtes Schicksal und wird Sie und Ihren Hund ab Diagnosestellung bis ans Ende seines Lebens begleiten. Da kann man sich ruhig mal von Leuten mit Erfahrung helfen lassen, und sei es nur nach dem Motto "Geteiltes Leid ist halbes Leid".
Bleiben Sie uns gewogen, bis bald, Ihr Ralph Rückert
© Kleintierpraxis Ralph Rückert, Römerstraße 71, 89077 Ulm
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Cushing – ein Erfahrungsbericht
Wir mussten der uns bis 2010/2011 völlig unbekannten Krankheit stellen, uns damit beschäftigen und auseinandersetzen. Ich habe hier ein paar Dinge zusammengefasst, die vielleicht ein wenig helfen können Cushing möglichst früh zu erkennen und sich einem kompetenten Tierarzt anzuvertrauen.
Ist eine relativ weit verbreitete, jedoch häufig nicht, nicht korrekt und/oder nicht schnell genug diagnostizierte Erkrankung meist älterer Hunde. Auch wird gesagt, dass kleine Rassen eher an Cushing erkranken als große Rassen. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.
Bei dieser Krankheit produziert die Nebennierenrinde zu viel Kortisol. Die erhöhte Kortisolbildung führt zu weitergehenden Schäden der inneren Organe wie Leber, Nieren und/oder Bauchspeicheldrüse und hat u.a. Auswirkungen beispielsweise auf die Haarfollikel.
Welche Arten von Cushing gibt es?
Man unterscheidet grundsätzlich das Cushing-Syndrom und Morbus Cushing sowie den “latrogenen” Cushing.
Was ist der Unterschied zwischen den drei Formen?
Einfach ausgedrückt befindet sich in der Nebennierenrinde (NNR) ein Adenom (Geschwulst, Tumor) oder ein Adenokarzinom (Krebsgeschwulst). Dieses regt die NNR dazu an, vermehrt Kortisol zu produzieren. Diese Form des Cushing kommt laut Studien in etwa 15% aller Erkrankungen vor. Man spricht auch von einem “adrenalen Cushing”.
Hierbei ist der Auslöser ein -meist- gutartiger Tumor, der in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) sitzt. Der Tumor stimuliert die Hypophyse, ein Hormon namens ACTH in sehr hohen Mengen auszuschütten. Dieses ACTH wiederum veranlasst die NNR zu der erhöhten Kortisolbildung.
Die Ursache für diese Form des Cushing ist die kurzfristige, sehr hochdosierte externe Gabe von Kortikosteroiden, also Cortison von außen. Manche Krankheiten können – wie beim Menschen auch – die Applikation von Cortison erforderlich machen. Unter Umständen führt das zu einem Cushing.
Woran erkennt der Besitzer, ob der Hund evtl. Cushing haben könnte?
Cushing ist klinisch (also das, was man als Besitzer beobachten kann) nicht immer erkennbar. Es gibt eine Reihe von Anzeichen, die für Cushing, aber auch für viele andere Krankheiten sprechen können. An den klinischen Beobachtungen lässt sich erst einmal kein Rückschluss ziehen, denn nicht bei jedem Hund müssen die bzw. alle Symptome auftreten.
Woran erkennt der Tierarzt, ob der Hund evtl. Cushing haben könnte?
Um eine Krankheit zu diagnostizieren muss man erst einmal an sie denken.
Dieser weise Satz trifft haargenau auf Cushing zu. Die möglichen Folgen der Krankheit (Leber- und Nierenvergrößerungen, unter Umständen akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, Infektionen des Urinaltraktes, Gebärmutterentzündungen bei der Hündin usw.) können die eigentliche Ursache häufig verschleiern. Bei manchen Hunden mit Cushing-Syndrom sind die Symptome sehr stark ausgeprägt, während andere Tiere nur wenige und schwache Symptome zeigen. Zusätzlich zum Cushing-Syndrom können andere Erkrankungen auftreten, manchmal entwickelt sich ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) beim Hund.
Es muss mittels einem großem Blutbild mit Kortisolbestimmung ermittelt werden, ob der Hund an Cushing erkrankt ist.
Was ist, wenn die Laborwerte auf Cushing hindeuten?
Deuten die bisher erlangten Erkenntnisse auf Cushing, so wendet der Tierarzt mehrere der verschiedenen Testverfahren (ACTH-Stimulationstest, Dexamethason-Suppressionstest – low dose oder high dose -, in selteneren Fällen auch eine ACTH-Bestimmung), an. Denn bis zu diesem Zeitpunkt ist zwar vielleicht die vorläufige Diagnose gestellt, die Ursache – also welche Cushingform vorliegt – ist aber noch nicht klar. Die o.g. Tests zeigen einem erfahrenen Tierarzt meist die ganze Wahrheit. Aber Achtung : Studien belegen, dass etwa 15% der erkrankten Hunde durch die Tests trotzdem nicht zweifelsfrei diagnostiziert werden können.
Wie sieht die Behandlung der Krankheit aus?
Abhängig von der Form des Cushing (ohne iatrogene Form), gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:
Welche Medikamente gibt es?
Vetoryl hemmt die Bildung von Progesteron und dadurch die Synthese verschiedener Steroide, darunter auch Cortisol und Aldosteron. Die vorher übermäßige Kortisolproduktion wird so unterdrückt. Vetoryl ist in England derzeit das einzig zugelassene Medikament in der Cushingbehandlung, während es in den USA keine Zulassung hat. Sein Vorteil besteht darin, dass die oben beschriebene Blockade der Enzymsynthese reversibel ist und das Ziel der Therapie – im Gegensatz zu Lysodren – nicht die gewollte, dauerhafte Zerstörung der eigentlich “gesunden” Nebennierenrinde ist. Ein weiterer Vorteil ist die kurze Wirkdauer im tierischen Körper, die es ermöglicht, evtl. auftretenden Nebenwirkungen durch Absetzen der Medikation rasch entgegenzuwirken. Vetoryl wird i.d.R. 1x täglich verabreicht, eine Aufteilung der Tagesdosis auf 2 Gaben kann helfen, wenn das Tier zwar gute post-ACTH-Werte, aber nach wie vor klinische Symptomatik aufweist.
Bei Eingabe von Vetoryl wird in klinischen Studien nur in seltenen Fällen von Nebenwirkungen berichtet. Komplikationen, speziell beim Vorliegen weiterer Erkrankungen, können jedoch wie bei jeder Krankheit bzw. jeder Medikation nie ganz ausgeschlossen werden.
Wie sieht die Lebenserwartung aus?
Grundsätzlich ist die Lebenserwartung eines gut medikamentös eingestellten Cushing-Hundes mit der eines gesunden Tieres nahezu vergleichbar. Natürlich kann es im Verlauf der Therapie immer wieder zu Problemen kommen, die durch Begleiterkrankungen verursacht werden und Dosisanpassungen erforderlich machen. Wichtig ist ein gutes Auge des Besitzers und eine optimierte tierärztliche Überwachung. Selbst bei problemlosen Verläufen ist eine Überwachung mittels ACTH-Tests im Abstand von 3 Monaten, in Ausnahmefällen auch 6 Monaten, angeraten.
Stellen Sie sich bei dem Verdacht auf Cushing bei Ihrem Hund folgende Fragen :
Die finanzielle Seite:
Cushing ist eine sehr kostspielige Krankheit. Die Medikamente, die anfänglich sehr engen Kontrolltermine, die umfangreichen Tests usw. kosten eine Menge Geld. Darüber muss man sich im Klaren sein.
Die persönliche Seite:
Einen Cushing-Hund optimal zu betreuen und versorgen, bedeutet eine große Verantwortung auf lange Zeit zu übernehmen. Es stehen viele Tierarztbesuche, Kontrolltermine usw. an. Die Tabletten müssen täglich zeitlich genau verabreicht werden, um den gewünschten Erfolg langfristig erzielen und festigen zu können. Auch wird es im Verlauf der Krankheit immer wieder Höhen und Tiefen ihres Hundes geben, die natürlich die gesamte Familie psychisch an ihre Grenzen bringen können.
In unserem Fall hat das Cushing einen dramatischen Verlauf genommen, dem wir nichts entgegensetzen konnten.
Die Krankheit Cushing an sich ist zwar nicht heilbar aber behandelbar und es gibt viele Hunde, die ein weitestgehend normales Leben damit führen.
Anmerkung des Teams: Möglicherweise bestehen inzwischen Möglichkeiten neuer Medikamente oder Behandlungsmöglichkeiten. Besprechen Sie sich immer ausführlich mit Ihrem Tierarzt darüber. Sollten Sie einen Experten in dem Gebiet suchen, dann sprechen Sie uns gerne an und wir können Ihnen da weiterhelfen.
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