четверг, 17 мая 2018 г.

calciumbedarf_hund

Calciumbedarf hund

Mandeln Ca 234mg/100g

Mandeln Ph 454mg/100g

Amaranth Ph 582mg/100g

Vollmilch 3,5% Ph 102mg/100g

Wer also als Rohfütterer, statt Knochen zu füttern, nach einem weiteren Calciumlieferanten sucht, der sollte besser auf gepulverte Eierschalen oder Calciumcitrat ausweichen:

1 Teelöffel sind ca. 5g und entsprechen ca. 1,75g Calcium

ca. 1 Teelöffel entsprechen also 1g Calcium

Hundohneleine: Infos zum Hund

Mengenelemente der Mineralien

Calcium / Kalzium und Phosphor im Hundefutter:

Calcium und Phosphor sind die wichtigsten Mineralstoffe im Hundeorganismus, um die Stabilität und die Funktion der Körperstrukturen aufrecht zu erhalten. Es befinden sich 10 - 15g Calcium ( 98% davon im Skelett ) und 5-8g Phosphor ( 80% davon im Skelett ) im Hundekörper.

Steigt der Calciumspiegel dagegen im Blut an, wird vermehrt Kalzitonin ausgeschüttet, welches die Einlagerung von Calcium in das Skelett fördert und somit den Calciumspiegel im Blut senkt. Dies zeigt uns auch, dass das Calcium der Knochen einem ständigen Auf- und Abbau unterliegt.

Daneben sorgt auch eine übermässige Vitamin D Zufuhr bei gleichzeitigem Calciummangel auch zu diesen Störungen.

Genaue Angaben schwanken je nach Quelle und die Meinungen gehen dabei weit auseinander, eine der verbreitesten liegt bei 1,3 : 1.

Genauso schwanken die Angaben zum täglichen Bedarf an Calcium: hier reichen die Empfehlungen von 50 - 100 mg pro kg Körpergewicht. Im Zweifelsfall, weil man mit Sicherheit irgendwann total verunsichert ist, frage einfach mal den Tierarzt Deines Vertrauens oder wie Freunde es handhaben, die sich mit der Ernährung auskennen.

Infos zum Thema:

Uih, gerade beim Thema Calcium und Phosphor findet man die unterschiedlichsten Meinungen bezüglich Menge, Konzentration etc. Ich möchte darum hier keine feste Werte angeben, sondern habe bewusst diese breiten Angaben gemacht. Die Entscheidung liegt darum ganz bei Dir, wem Du Glauben schenken magst.

Magnesium im Hundefutter:

Magnesium gehört zu den sogenannten Mengenelementen und kommt im Hundeorganismus zu gleichen Teilen im Weichgewebe und im Skelett vor. Im Vergleich zu Calcium und Phosphor liegt der Anteil aber deutlich niedriger.

Ein paar Nahrungsmittel, die relativ viel Magnesium enthalten pro 100g rohem Bestandteil:

Sojamehl 235 mg

Reis unpoliert 201mg

Haselnüsse 150 mg

Fleisch je nach Art 15-30mg

Fisch je nach Art 25-50mg

Infos zum Thema:

Manchmal nützt eine kurzfristig erhöhte Gabe an Magnesium unserem älteren Hund, wenn er an Muskelkrämpfen leidet. Dies solltest Du aber zur Sicherheit mit einem Tierarzt abklären, damit es nicht zu einer Überversorgung kommt, je nachdem was Du fütterst.

Kalium im Hundefutter:

Kalium zählt auch zu den Mengenelementen und kommt im Körper vorwiegend in den Zellen vor, wo es für den osmotischen Druck ( = Konzentrationsausgleich ) der Zellen verantwortlich ist. Daneben ist Kalium auch für die Enzymaktivität bestimmter Vorgänge wichtig, stabilisiert den Wasserhaushalt und das Säure- Basengleichgewicht, leitet Nervenimpulse weiter und unterstützt die Muskelarbeit.

Im Normalfall deckt die normale Nahrung den Bedarf an Kalium im Hundeorganismus, es sei denn man füttert überwiegend Weissmehl, Fett, Zucker oder polierten Reis. Der Kaliumgehalt kann aber durch zu starkes Wässern oder Waschen in den Nahrungsmitteln verringert werden.

Ein paar Nahrungsmittel, die relativ viel Kalium enthalten pro 100g rohem Bestandteil:

Petersilie 1000 mg

Fleisch je nach Art 280-350mg

Infos zum Thema:

Durch die Kaliumdüngung in unseren Regionen sind die Gemüse und Obstsorten meist sehr reichhaltig an Kalium, darum kommt es hier auch selten zu einem Kaliummangel.

Natrium und Chlor im Hundefutter:

Natrium und Chlor sind wichtig für den Elektrolythaushalt des Körpers. Sie liegen hauptsächlich ausserhalb der Zellen in den extrazellulären Flüssigkeiten vor und unterstützen die Aufrechterhaltung der Druckverhältnisse der Zellen. Natrium findet sich neben Blut auch im Skelett des Hundes. Chlor findet man auch in der Magensäure, wo es durch Bindung mit Wasserstoff die Salzsäure bildet.

Infos zum Thema:

Die Aussage das Salz grundsätzlich nichts im Hundefutter zu suchen hat, ist schlichtweg falsch! Gerade bei der Rohfütterung sollte darauf geachten werden, dass der Bedarf des Hundes gedeckt wird, will man Mangelerscheinungen ausschliessen.

Calciumbedarf hund

Bei der Produkteinführung des Lunderland-Algenkalk standen wir vor dem Problem, eine Fütterungsempfehlung selbst entwickeln zu müssen, da das Produkt aus der Lebensmittel-Branche stammt und somit keine Vorgaben vom Hersteller mitgeliefert wurden. Gleiches gilt fьr die neu ins Sortiment genommenen Lunderland Bio-Eierschalen. Wir stießen auf folgende Unstimmigkeit, die für alle Kalzium-Präperate (Lunderland-Algenkalk, Lunderland Bio-Eierschalen, Knochenmehl, Calcium Carbonat, Calcium Citrat und was sonst noch alles zum Rohfleisch gegeben wird. ) gleichermaßen gilt:

Wir haben festgestellt, das die verschiedenen Fleischsorten über SEHR unterschiedliche Kalzium- und Phosphorwerte verfügen.

Darüber hinaus haben Hunde in den verschiedenen Lebensphasen (Welpe, tragende oder säugende Hündin, erwachsener Hund) einen höchst unterschiedlichen Kalziumbedarf.

Mithin kann es keine genaue Dosierungsempfehlung geben, wenn man die verfütterte Fleischsorte und die Lebensphase des Hundes nicht berücksichtigt.

Mit diesem Kalzium-Rechner zur Fleischfütterung können Sie

  1. den Bedarf an Lunderland-Algenkalk oder Lunderland Bio-Eierschalen zur Neutralisierung des Phosphor-Überschusses in der Fleischration ermitteln,
  2. und den individuellen Gesamt-Tagesbedarf an Kalzium für Ihren Hund berechnen

Artgerechte Rohfütterung - Häufige Fehler beim Barfen - Calcium/Phosphor-Verhältnis

6 e.) Calcium/Phosphor-Verhältnis

Kalzium und Phosphor spielen eine entscheidende Rolle im Knochen- und Zahnaufbau. Der Körper ist stets bemüht, den Blutspiegel auf gleichem Niveau zu halten, weshalb man einen Mangel oder einen Überhang eines der beiden Mineralien nicht durch eine Blutanalyse aufdecken kann. Erst wenn extreme Verhältnisse herrschen und die Aufrechterhaltung des Blutspiegels nicht mehr gelingt, zeigen Blutanalysen veränderte Werte. Zu diesem Zeitpunkt hat aber der Knochen in seiner Struktur schon starken Schaden genommen. Deshalb muss eine Kontrolle über die Berechnung der Futterration erfolgen. Das Verhältnis von Ca zu P sollte in der Nahrung bei 1,3:1 bis bis zu 2:1 liegen. Laut LMU-München ist sogar 1:1 akzeptabel. Calcium sollte die doppelte Menge von Phosphor nicht überschreiten; Welpen u. Junghunde sollen bei ausgeglichenem Ca:P Verhältnis nicht mehr als das 1,5-fache, adulte Tiere nicht mehr als das zweifache der empfohlenen Mengen erhalten.

Junghunde haben ein gestörtes Knochenwachstum und werden durchtrittig in den unteren Gelenken. Die Knochen werden porös.

Wachstumskurve

Die Wachstumskurve zeigt, dass der Junghund zu schnell wächst. Das kann die Folge einer zu energiereichen Fütterung sein. Probleme im Bewegungsapparat können die Folgen sein. Hier sollte die Fütterung angepasst werden.

Calciumrechner für Welpen

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Risiko Calciumьberversorgung

Warum Risiko Calciumьberversorgungen?

Die Frage nach der Glaubwьrdigkeit, Plausibilitдt und Vergleichbarkeit von Nдhrstoffbedarfswerten erregt immer wieder die Gemьter. Dazu gehцrt ganz besonders der Calciumbedarf beim Hund. Vergleicht man die Bedarfsempfehlungen, so bleiben entscheidende Fragen ungeklдrt. Warum kommt es teilweise zu erheblichen, nicht nachvollziehbaren Unterschieden? Warum wird je nach Gutdьnken auf angenommene Mindestbedarfswerte eine willkьrlich festgelegte Sicherheitszulage gerechnet? Und – sind die angefьhrten Studien zur Bedarfswertermittlung ьberhaupt ethisch zu verantworten? Welche Werte entsprechen eigentlich tatsдchlich einer natьrlichen und artgerechten Fьtterung? Welche Calciumwerte sind innerhalb einer FRISCH-Fьtterung zu wдhlen?

Calciumьberversorgungen vermeiden

Leider agierte man frьher frei nach dem Motto „viel hilft viel“ . So wurden lange Zeit Empfehlungen gegeben, die zu den stark mit Calcium angereicherten Hundealleinfuttermitteln (meist in Verbindung mit Vit. D3) noch die Zugabe von Futterkalk, Calciumampullen etc. anpriesen – insbesondere fьr tragende bzw. laktierende Hьndinnen und wachsende Hunde. Die Folge hiervon war nicht, wie von vielen Futterexperten, Tierдrzten und Futtermittelherstellern versprochen, ein Rьckgang, sondern eine Steigerung der Rate an Hunden mit Wachstumsstцrungen, HD, Eklampsie, Knochenstoffwechselstцrungen und anderen Erkrankungen.

Marengo geht hier schon seit Jahren mit Erfolg einen konsequent anderen Weg. Wir wдhlen moderate Calciumgehalte (erwachsene Hunde ca. 0,63%, Welpen und Junghunde ca. 0,73% in der Gesamtration) sowohl in unserer Trocken- als auch in unserer FRISCH-Fьtterung (siehe unter FRISCH-Fьtterung. So bieten wir eine bereits bewдhrte Alternative, die konsequent naturbelassen und artgerecht bleibt.

Aufgaben von Calcium im Organismus

Calcium ьbernimmt im Organismus nicht nur entscheidende Aufgaben innerhalb des Knochenstoffwechsels (Funktion und Stabilitдt des Skeletts), sondern es wird auch fьr die Blutgerinnung, fьr Muskelkontraktionen und innerhalb des Zellstoffwechsels benцtigt. Der Calciumstoffwechsel ist naturgemдЯ eng mit dem Phosphorstoffwechsel verbunden. Der Calciumspiegel im Blut wird ьber die Hormone der Schilddrьse (Calcitonin) und der Nebenschilddrьse (Parathormon) streng einreguliert.

Generell kann man sagen, dass jede nachhaltige Irritation bzw. jeder nachhaltige unnatьrliche Eingriff in dieses Regulationssystem – z. B. in Form von hohen Calciumgaben in Verbindung mit Vit. D3 – zu erheblichen Problemen fьhren und im Endeffekt Ursache fьr verschiedenste Erkrankungen sein kann.

Was passiert bei einer Calciumьberversorgung?

Durch hohe Calciumwerte im Futter in Verbindung mit synthetischem Vit. D3 kommt es zu einer allgemeinen, unnatьrlichen Forcierung des gesamten Calciumstoffwechsels im Kцrper. Dadurch bedingt wird u. a. die Resorption von Calcium im Darm gesteigert. Der streng einregulierte Calciumspiegel kann durch eine stдndige Calciumьberversorgung erheblich gestцrt werden, so dass es hдufig zu generellen hormonellen Dysfunktionen kommt.

Kommt es zu einem Calciumьberschuss im Blut, reagiert der Organismus anfangs mit einer vermehrten Einlagerung von Calcium in dafьr vorgesehenen Depots mit Hilfe der sogenannten Osteoblasten, um den Blutcalciumspiegel zu senken. (Aus diesen Depots kann das Calcium durch die Aktivitдt der sogenannten Osteoklasten bei Bedarf wieder reaktiviert werden.) Zudem wird dann hдufig ьberschьssiges Calcium an ungeeigneten Stellen im Kцrper eingelagert, z. B. in der Muskulatur oder dem Unterhautzellgewebe, um den Blutcalciumspiegel wieder zu senken.

Wie kann es zu einer Schдdigung des Skeletts kommen?

Bei einer anhaltenden Calciumьberversorgung in Verbindung mit synthetischem Vit. D3 kann es zu einer nachhaltigen Dysfunktion der Schilddrьse und der Nebenschilddrьsen kommen, die sich z. B. in einer fortdauernd verstдrkten Calciumausscheidung ьber den Urin дuЯert. Dies fьhrt nicht nur zur Leerung der Calciumdepots, sondern zieht letztendlich eine aktive, gefдhrliche Entmineralisierung der Knochen nach sich.

Darьber hinaus wird bei einer permanenten Calciumьberversorgung die Bildung von Osteoklasten eingeschrдnkt bzw. eingestellt, da der Calciumbedarf ьbersдttigt ist. Kommt es nun zu einer Stresssituation fьr den Hund, wird er krank oder stehen Ereignisse wie z. B. eine Geburt an, steigt der Calciumbedarf schnell ьber die im Blut zur Verfьgung stehende Menge an. Da die Anzahl der Osteoklasten nicht ausreicht bzw. keine Osteoklasten mehr zur Verfьgung stehen, um Calciumreserven aus den Depots zu holen, entsteht in diesem Moment ein akuter Calciummangel, den der Organismus allein nicht mehr ausgleichen kann. Dieser Fall liegt z. B. bei der Eklampsie der Zuchthьndinnen vor. (Hier kommt es durch eine permanente Calciumьberversorgung wдhrend der Trдchtigkeit zu einem hochgradigen Calciummangel wдhrend bzw. kurz nach der Geburt, der in der Regel nur durch Calciuminfusionen aufzufangen ist.) Nebeneffekt einer permanenten Calciumьberversorgung kann darьber hinaus eine erhцhte Zellwanddurchlдssigkeit sein, da in Stresssituationen nicht schnell genug Calcium zur Verfьgung gestellt werden kann. Chronische Allergien, die auf Calciumgaben positiv ansprechen, sind in der Regel durch eine Calcium/Vit. D3 Ьberversorgung ausgelцst worden.

Auswirkung auf die Zinkversorgung

Entscheidend an Zink ist: es dient als Paradebeispiel fьr die komplexen Zusammenhдnge und Wechselwirkungen innerhalb des Mineralstoffwechsels. Die Zinkabsorption, die unter normalen Umstдnden unproblematisch ist, kann durch hohe Mengen an Calcium, Eisen und Kupfer entscheidend gestцrt bzw. erheblich eingeschrдnkt werden. Wird z. B. ein Futter mit einem hohen Gehalt an Calcium, Eisen oder Kupfer gefьttert oder ergдnzt man die Fьtterung noch zusдtzlich mit Vitamin- und Mineralstoffprodukten, Calciumprдparaten etc., kann dies in der Folge leicht zu Wachstumsverzцgerungen, Hodenatrophie, Fortpflanzungstцrungen, Haut- und Fellproblemen und zu Dysfunktionen im Immunsystem fьhren.

Eingedenk dieser Tatsache sollte man sich an dieser Stelle fragen, ob man durch die jahrelange Befolgung der Empfehlung, Futtersorten mit hohen Calciumwerten zu wдhlen und zusдtzlich Calciumprдparate an Zuchthьndinnen und Welpen bzw. Junghunde zu verabreichen, nicht letztendlich Fruchtbarkeitsprobleme, Wachstumsstцrungen und einen Haufen anderer Probleme selbst provoziert hat – im guten Glauben, das Beste zu tun.

Weiterfьhrende Infos finden Sie unter

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Aktualisiert April 2016

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Calciumbedarf und Knochen.

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Calciumbedarf und Knochen. Gesundheitliche Risiken von Eierschalenmehl und Algenkalk.

Calcium ist für Menschen wie Hunde ein (lebens)wichtiger Mineralstoff. Bekannt ist seine Bedeutung für gesunde Knochen und Zähne. Aber auch der Rest des Körpers kommt nicht ohne Calcium aus: Bei der Erregung der Muskeln und Nerven wird es ebenso gebraucht, wie bei der Zellteilung, der Blutgerinnung und der Aktivierung einiger Enyzme und Hormone.

(K)Eine Wissenschaft: Calciumbedarf beim Hund.

Calcium befindet sich im Körper zu 90% in den Knochen und den Zähnen in einer Verbindung mit Phosphor. Durch die wechselnden Verbindungen mit anderen Elementen ändert sich der Name: z.B. Calciumcitrat, Calciumsulfat oder eben auch Calciumphosphat.

Der Bedarf von Calcium als auch von Phosphor ändert sich je nach Alter, Aktivität, Fütterung und Lebensumständen. Das ist übrigens nicht nur bei Hunden, sondern auch beim Menschen so. Nicht alles Calcium wird resorbiert. Stattdessen wird – angepasst an den tatsächlichen Bedarf - ein größerer oder eben kleinerer Teil direkt wieder ausgeschieden. Dafür sorgt ein gesteuerter Kreislauf des Calciums an dem unterschiedliche Teile des Körpers beteiligt sind. Der Magen-Darmtrakt dient der Aufnahme und der Ausscheidung, die Knochen dienen als Zwischenspeicher und die Nieren scheiden schon im Körper befindliches überschüssiges Calcium aus.

Was fördert oder verhindert die Aufnahme von Calcium?

Damit Calcium überhaupt vom Körper aufgenommen werden kann, ist in erster Linie eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 und K2 notwendig (diese kommen z.B. in Leber und Eigelb vor). Der Name von Vitamin D3 „Cholecalciferol“ hat in sich, auf Latein, schon seine Aufgabe verschlüsselt: calci = calcium. ferre = tragen. Während das Vitamin D3 als „Calciumträger“ für die Calciumaufnahme aus dem Darm sorgt, kümmert sich „K2“ um die Regulation des Calciumhaushaltes.

Sogenannte „Anti-Nährstoffe“ (der Name sagt es bereits) hemmen die Aufnahme von Calcium. Dies sind insbesondere Phytate und Oxalate, die Mineralstoffe wie Calcium binden und vom Körper nicht mehr aufgenommen werden können. Diese befinden sich in verschiedenen Nahrungsmitteln. Hier eine kleine Übersicht:

Oxalate:

  • Getreide
  • Soja
  • Mais
  • Quinoa
  • Bohnen
  • Erdnüsse
  • Rhabarber
  • Spinat
  • Sauerampfer
  • Amaranth
  • Weizenkleie
  • Rote Beete

Daher haben Hunde, die mit getreidehaltigem Futter gefüttert werden, auch einen höheren Calciumbedarf.

Futtermittel für den Calciumbedarf: Rohe Knochen.

Zunächst der Steckbrief: Knochen bestehen zu etwa 50 Prozent aus Mineralien, zu 25 Prozent aus Wasser und zu weiteren 25 Prozent aus organischer Substanz. Auf die Mineralien wollen wir mal einen genaueren Blick werfen: Denn sie bestehen zu einem großen Teil aus Calciumverbindungen. Mit 85 Prozent am stärksten vertreten ist Calciumphosphat und mit bis zu 10% Calciumcarbonat (der Anteil steigt mit zunehmendem Alter der Knochen an, bis er ungefähr 10 Prozent erreicht). Außerdem sind weitere essenzielle Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten, wie: Natrium, Magnesium, Kalium, Zink, Eisen, Kupfer und Mangan. Die 25 Prozent organische Substanz besteht größtenteils aus Kollagen, Proteinen und Fetten – das sorgt für Elastizität.

Klingt gut, denkt sich der Hundekenner, und schmeißt seinem Liebling ein Rinderskelett vor die Pfoten. Bitte nicht! Knochen ist nicht gleich Knochen. Tragende Knochen größerer Tiere und Knochen älterer Tiere eignen sich nicht für die Fütterung. Besser sind rohe, fleischige Knochen von jüngeren Tieren (diese sind elastischer und splittern deshalb nicht). Dazu gehören:

Generell gilt, dass Knochen immer roh verfüttert werden sollen: Denn durch den Kochprozess werden sie spröde und der Hund kann sich durch die scharfen Splitter verletzten. Bei kleineren Hunden oder Hunden, die Probleme beim Kauen haben, können die rohen Knochen gewolft oder in kleineren Stücken gefüttert werden.

Barf ohne Knochen? Eierschalenmehl und Algenkalk.

Was aber tun, wenn der Hund Knochen nicht verträgt oder der Hundehalter sich Sorgen bei der Knochenfütterung macht? Woraus soll der Hund dann seinen Calciumbedarf decken? Hundebesitzer greifen bei der Zufütterung von Calcium oftmals auf Eierschalenmehl oder Algenkalk zurück, die sie dann unter die täglichen Futterrationen mischen. Auf diese beiden Stoffe möchte ich hier genauer eingehen. Sehen wir uns die beiden Zusätze einmal näher an, stellen wir fest, dass sie zu einem sehr großen Teil aus Calciumcarbonat bestehen. Eierschale besteht zu ganzen 97 Prozent daraus. Algenkalk immerhin noch zu 70 bis 80 Prozent. Knochen jedoch nur aus bis zu 10 Prozent. Und das hat einen guten Grund.

Was genau ist Calciumcarbonat?

Jetzt wird es kurz wissenschaftlich: Calciumcarbonat ist ein weißer Feststoff, der in Salzsäure im Magensaft löslich ist und dabei Gase entwickelt (genauer: Kohlendioxid). Die chemische Reaktion ist ungefähr folgende: Sobald die Salzsäure im Magensaft mit Calciumcarbonat reagiert entsteht ein Salz (Calciumchlorid), Wasser und CO2, welches die Gase sind.

Besondere Aufmerksamkeit bekam Calciumcarbonat lange Zeit in der Humanmedizin: Denn hier wurde es unter anderem als Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure (Antazidum) eingesetzt. Inzwischen ist seine Verwendung aber deutlich zurückgegangen, was vor allem daran liegt, dass es durch die Kohlendioxidentwicklung zu gesteigerter Gasbildung im Magen führt. Das macht auch Hunden Verdauungsprobleme. Der Biologe Rainer Töllner und der Diplom-Ökologe Manfred Heßel schreiben dazu:

„Solche Hunde schmatzen und leiden nach einiger Zeit an saurem Aufstoßen. Im Magen reagiert das Calciumcarbonat mit Salzsäure, dabei entsteht Calciumchlorid und CO2 - Gase (Rülpsen). Da die Salzsäure bereits im Magen neutralisiert wird, was zeitweise positiv sein kann, denn der Körper wird entsäuert, führt das langfristig dazu, dass ständig mehr Salzsäure abgerufen und produziert wird. Es kommt zu einer anhaltenden Übersäuerung des Magens und einem gefährlichen Ungleichgewicht im Säure - Basen - Haushalt. Die Salzsäure steigt hoch bis ins Maul, die Hunde schmatzen. Folgen sind: Verätzung der Schleimhäute in der Speiseröhre und im Maul, Zerstörung der Zähne.“

Hinzu kommt, dass bei einem solchen Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt der Körper vermehrt Mineralstoffe wie Calcium aus den Knochen mobilisiert, um eine Übersäuerung des Organismus zu vermeiden.

Gesundheitliche Risiken und Fazit:

Die Neutralisierung der Magensäure durch Calciumcarbonat bleibt für den Organismus nicht ohne Folgen:

  • Bakterien und Keime werden nicht ausreichend abgetötet
  • keine Bildung des intrinsic factors (Vorstufe von B12)
  • unvollständige Eiweiß- und Fettvorverdauung
  • verminderte Aufnahmefähigkeit von Vitaminen und Mineralstoffen
  • verlangsamte oder unvollständige Zersetzung der Nahrung
  • Fehlgärungen
  • Hormonelle Störungen
  • Sodbrennen, Erbrechen
  • Magenschleimhautentzündung

Eierschalenmehl und Algenkalk sind nicht als dauerhafter Knochenersatz geeignet, wenn man die Calciumversorgung seines Hundes sicherstellen will. Die Neutralisierung der Magensäure und die Gasbildung im Magen können langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Algenkalk liefert an einigen Stellen zu geringe, an anderen Stellen viel zu hohe Mengen an bestimmten Mineralien, die sonst natürlich in Knochen vorkommen.

Bei gesunden Hunden sollte der Calciumbedarf also über rohe fleischige Knochen gedeckt werden. Bei Kleinhunden oder Hunden mit Einschränkungen des Zahnapparates können die Knochen gewolft oder in kleineren Stücken gefüttert werden. Wichtig für die Produktion der Magensäure ist die gleichzeitige Gabe von Fleisch, da die Verdauung erst auf diesen Schlüsselreiz hin die Magensäure bereitstellt. Knochen sollten daher in Maßen roh zusammen mit Fleisch gefüttert werden. Je nach Verträglichkeit kann die wöchentliche Knochenration auf 3-7 Tage verteilt gefüttert werden. An die Fütterung von Knochen müssen Hunde langsam und schonend gewöhnt werden, zum Einstieg eigenen sich beispielsweise Hälse.

Calciumversorgung bei Unverträglichkeit und Krankheiten.

Wenn der Hund Knochen nicht verträgt und davon erbrechen muss, die Knochen unverdaut ausscheidet oder sogenannten „Knochenkot“ absondert, sollte an erster Stelle nach der Ursache gesucht und vorerst keine Knochen gefüttert werden. Um trotzdem den Calciumbedarf ihres Hundes zu decken, können Hundehalter jedoch auf Knochenmehl zurückgreifen. Das wird meist aus Rinder- oder Schweineknochen hergestellt, es gibt aber auch Produkte auf Geflügel-, Kaninchen- oder Ziegenbasis. Verschiedene Fleischer und Online-Shops bieten auch frische gemahlene Knochen unterschiedlicher Tierarten an. Bei Erkrankungen wie einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, Blasensteinen oder Niereninsuffizienz sollte in Absprache mit dem behandelnden Tiermediziner eine entsprechende Mineralstoffmischung ergänzt werden.

Nach dieser spannenden Reise durch die Welt der Nährstoffe, klären wir jetzt noch eine abschließende Frage:

Barf, Kochen oder Trockenfutter: Wie kann die Calciumversorgung meines Hundes überprüft werden?

Calcium liegt im Blut in freier Form (ca. 50 Prozent) und an Proteine gebunden (ca. 50 Prozent) vor. Bei Blutuntersuchungen zur Bestimmung des Calciumspiegels kann aber nur das in freier Form im Blut vorhandene Calcium gemessen werden. Deshalb ist eine Blutuntersuchung nicht unbedingt das Mittel der Wahl. Denn es kann trotz normaler Werte sein, dass der Organismus den Mangel über Calcium aus den Knochen ausgleicht und hier ein Mangel vorliegt. Blutbilder sind deshalb immer nur eine Momentaufnahme, die bei Verdacht auf eine Krankheit zur weiteren Diagnostik sinnvoll sind. Tiefer geht eine Rationsüberprüfung durch einen spezialisierten Tierarzt oder Ernährungsberater: Er kann helfen, die Barf-Ration und den Barf-Plan, gekochte Mahlzeiten sowie industrielles Futter auf ausreichende Versorgung zu überprüfen.

Ankьndigung

Geдnderte Suchfunktion

Calcium-Bedarf des Welpen

  • Dabei seit: 20.09.2011
  • Beitrдge: 4

Calcium-Bedarf des Welpen

Zur optimalen Kalzium-Versorgung habe ich aber noch Fragen, die mir hier hoffentlich beantwortet werden kцnnen.

Wie sieht es denn im 3. und 4. Lebensmonat aus?

"Wieviel Calcium braucht mein Goldi-Welpe?"

  • Dabei seit: 18.07.2007
  • Beitrдge: 5491

Nadine mit CKCS Alastair & RR Bayo sowie Seelenhund Neo im Herzen

  • Dabei seit: 10.09.2011
  • Beitrдge: 621

Nach Meyer-Zentek sollen Welpen im 3. und 4. Lebensmonat zwischen 355mg und 520mg Calcium pro Kg Kцrpergewicht erhalten sollen. Das sind bei einem 3-4 Monate alten Labradorwelpen zwischen 3550mg - 5200mg Calcium.

Ich frage mich allerdings, welcher Wert ist nun richtig? Wenn ich lt. Fьtterempfehlung einem 3-4 Monate altem Hund 350 Gramm pro Tag eines Futters fьttere, mit 1,47% Calcium und 0,9% Phosphor, dann bekommt der Welpe 5145 mg Calcium gefьttert. Wenn man nun die Empfehlung vom NRC in Hцhe von 1300 mg Calciumbedarf dem durch das Welpenfutter tatsдchlich gefьtterten Calcium in Hцhe von 5145 mg gegenьber stellt, dann hat der Welpe eine starke Ьberversorgung von Calcium erhalten. Sogar nur die Hдlfte dieses Futters bei Teilbarf verfьttert, lдsst den Welpen knapp 2600 mg Calcium aufnehmen. Das sind 1300 mg = mehr als 50% zuviel an Calcium. Und das macht mir Sorge, denn ich bin mir noch nicht sicher, wieviel Einfluss im negativen Sinne eine solche Ьberversorgung von Calcium auf das Knochenwachstum/ die Knochenentwicklung vom Welpen hat!!

Ich verlasse mich mehr auf das, was in der Barfbroschьre steht, also achte ich, dass mein Welpe nicht zuviel Calcium erhдlt, denn die meisten Trockenfutter enthalten viel zuviel Calcium.Mir ist allerdings aufgefallen, dass die guten Feuchtfutter nur ganz wenig Ca enthalten!

Wie schon geschrieben wurde, erhдlt der Hund beim Barfen mit 15 % RFK genьgend Calcium.

Mein 15 Wochen alter Hund bekommt 2 mal Trockenfutter (darin sind 2500 mg Ca) und 1 Barfmahlzeit. Ich habe aber vor, voll zu barfen!

  • Dabei seit: 18.07.2007
  • Beitrдge: 5491

Ich frage mich allerdings, welcher Wert ist nun richtig?

Nadine mit CKCS Alastair & RR Bayo sowie Seelenhund Neo im Herzen

  • Dabei seit: 10.09.2011
  • Beitrдge: 621

Wenn mein Hund ausgewachsen ist und ca. 30 kg wiegt, dann mьsste er von diesem Futter ca. 350 Gramm bekommen und wьrde dann 8785 mg Ca zu sich nehmen :-(

  • Dabei seit: 18.07.2007
  • Beitrдge: 5491

Wenn mein Hund ausgewachsen ist und ca. 30 kg wiegt, dann mьsste er von diesem Futter ca. 350 Gramm bekommen und wьrde dann 8785 mg Ca zu sich nehmen :-(

Nadine mit CKCS Alastair & RR Bayo sowie Seelenhund Neo im Herzen

  • Dabei seit: 20.09.2011
  • Beitrдge: 4

Die Abhдngigkeit der Ca-Menge vom Getreideanteil in der Nahrung war mir ehrlich gesagt noch nicht bekannt. Ich habe so viele Internetseiten zu diesem Thema bemьht und bisher noch keinen Hinweis darauf gefunden.

Da ich ohne Getreide barfen mцchte, werde ich mich auf jeden Fall mit RFK beschдftigen, um eine natьrliche Ca-Quelle zu nutzen.

Gibt es denn so eine Art Nдhrwert-Tabelle, um den Ca-Gehalt z.B. von Hьhnerknochen oder Kalbsknochen zu erfahren?

Sind Zдhne, Hьfte und Ellenbogen unauffдllig?

Hast Du ihn von Anfang an gebarft?

  • Dabei seit: 22.05.2008
  • Beitrдge: 2126

Er ist zum einen abhдngig vom Hund selbst (groЯe Rasse/Kleine Rasse. ) und zum anderen davon, WIE gefьttert wird bzw. durch WAS Kalzium ergдnzt wird.

-Phosphor ist ebenfalls ein groЯer 'Kalziumrдuber' - d.h. je mehr Phosphor im Futter steckt, desto hцher der Kalziumbedarf.

-Fьttere ich oft oxalsдurehaltige Lebensmittel, erhцht sich der Bedarf ebenfalls.

-Der Kalziumbedarf steigt/fдllt aber auch mit der zugefьhrten Energie. D.h. je mehr Kalorien nцtig sind, desto mehr Nдhrstoffe (inkl. Kalzium) werden benцtigt und umgekehrt.

Beim erwachsenen Hund orientiere ich mich bei den RFK-Mengen am Kalziumgehalt der jeweiligen RFK. D.h. je kalziumreicher sie sind, desto weniger Prozent muЯ ich davon fьttern. Beim Welpen wьrde ich es genauso machen. Fьttere ich z.B. ьberwiegend harte RFK wie Brustbein, Rippen, Ochsenschwanz usw. reichen davon 10-15% vom tierischen Anteil, bei Hдlsen lande ich bei +/- 25% und bei ьberwiegend Karkassen, Flьgeln usw. kцnnen es dann schon mal 30-35% werden.

  • Dabei seit: 18.07.2007
  • Beitrдge: 5491

Sind Zдhne, Hьfte und Ellenbogen unauffдllig?

Hast Du ihn von Anfang an gebarft?

Nadine mit CKCS Alastair & RR Bayo sowie Seelenhund Neo im Herzen

  • Dabei seit: 10.09.2011
  • Beitrдge: 621

Darf ich mal fragen, ob du deinem Welpen die Hьhnerflьgel/hдlse gewolft gefьttert hattes, oder im Ganzen? Die haben ca. 1200 mg Calcium pro 100 Gramm.

Rinderbrustbein hat die doppelte Menge Ca.

Wenn man davon ausgeht, dass ein 10 kg Welpe max. 10% seines Kцrpergewichtes bekommen soll, so sind das 600 Gramm pro Tag, mal 7 Tage, das sind 4200 Gramm in der Woche. Wenn 80% davon tierischen Ursprungs sein soll, so benцtigt der 10 kg Welpe pro Woche 3360 Gramm Fleisch. Davon sollen es 15 % RFK sein, dass sind 504 Gramm RFK in der Woche. Wenn man nun nur Hьhnerhдlse-flьgel fьttert, nimmt der Hund ca. 5 mal 1200 mg Ca auf, das sind 11000 mg Ca in der Woche, also 1571 mg pro Tag.

In dem Fall wьrde ich etwas mehr Flьgel oder Hдlse fьttern, bzw. Rinderbrustbein fьttern, denn das hat etwas mehr Ca. - oder gemahlene Eierschale zufьttern!

So langsam arbeite ich mich in das Thema ein :-)

Es ist aber so, wie hier schon geschrieben wurde: es hдngt von der Hunderasse ab! Bei groЯwachsenden Hunden sollte man genauer berechnen, als bei kleinen!

  • Dabei seit: 18.07.2007
  • Beitrдge: 5491

Darf ich mal fragen, ob du deinem Welpen die Hьhnerflьgel/hдlse gewolft gefьttert hattes, oder im Ganzen? Die haben ca. 1200 mg Calcium pro 100 Gramm.

Rinderbrustbein hat die doppelte Menge Ca.

Wenn man davon ausgeht, dass ein 10 kg Welpe max. 10% seines Kцrpergewichtes bekommen soll, so sind das 600 Gramm pro Tag, mal 7 Tage, das sind 4200 Gramm in der Woche. Wenn 80% davon tierischen Ursprungs sein soll, so benцtigt der 10 kg Welpe pro Woche 3360 Gramm Fleisch. Davon sollen es 15 % RFK sein, dass sind 504 Gramm RFK in der Woche. Wenn man nun nur Hьhnerhдlse-flьgel fьttert, nimmt der Hund ca. 5 mal 1200 mg Ca auf, das sind 11000 mg Ca in der Woche, also 1571 mg pro Tag.

In dem Fall wьrde ich etwas mehr Flьgel oder Hдlse fьttern, bzw. Rinderbrustbein fьttern, denn das hat etwas mehr Ca. - oder gemahlene Eierschale zufьttern!

So langsam arbeite ich mich in das Thema ein :-)

Es ist aber so, wie hier schon geschrieben wurde: es hдngt von der Hunderasse ab! Bei groЯwachsenden Hunden sollte man genauer berechnen, als bei kleinen!

Nadine mit CKCS Alastair & RR Bayo sowie Seelenhund Neo im Herzen

  • Dabei seit: 10.09.2011
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  • Dabei seit: 20.09.2011
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Das mit der Excel-Tabelle finde ich eine tolle Idee, ich werde mal versuchen, mir auch eine zu stricken.

Aber dazu mьsste man einige Eckdaten kennen, wie z.B. wieviel Calcium hat ein Hьhnerhals, Putenhals oder sonst. RFK.

Woher bekomme ich denn solche Angaben.

  • Dabei seit: 18.07.2007
  • Beitrдge: 5491

Das mit der Excel-Tabelle finde ich eine tolle Idee, ich werde mal versuchen, mir auch eine zu stricken.

Aber dazu mьsste man einige Eckdaten kennen, wie z.B. wieviel Calcium hat ein Hьhnerhals, Putenhals oder sonst. RFK.

Woher bekomme ich denn solche Angaben.

Nadine mit CKCS Alastair & RR Bayo sowie Seelenhund Neo im Herzen

  • Dabei seit: 05.09.2003
  • Beitrдge: 912

Smoky(Aussie/2Jahre)wird etwa seit der 10-11ten Woche voll gebarft,vorher bekam er alle 2Tage 1x TF(Rest vom Zьchter aufgebraucht).Ich habe 30% Gemьse/Obst/Getreide und 70% tierisches gegeben,den RFK-anteil habe ich nach Bedarf gerechnet(wobei ich von 130mg/kg KM bis zum 7-8 Monat ausgegangen bin)da ich nur Geflьgel-RFK gebe liegt der Anteil bei ca 35-40% vom tierischen,den Rest habe ich auf Fleisch,Innereien und Pansen aufgeteilt.Mipros gab/gibt es ohne Berechnung,auch andere Ca.-lieferanten berechne ich nicht mit ein.

Seine HD/ED-auswertung ist super(beides "frei"),er sieht gesund aus und sein Blutbild bestдtigt das.(Anscheiend habe ich nicht viel/alles verkehrt gemacht)

(mit Dusty und Mounty im Herzen)

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Calciumbedarf hund

Rationsberechnung Hund: Woher weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe?

Ist in der Futterration tatsächlich genug Calcium enthalten? Oder muss ich bald damit rechnen, dass meinem Hund die Zähne ausfallen? Stimmt denn das Calcium-Phosphor-Verhältnis? Bekommt Bello auch genug Rohfaser? Wie viele braucht er überhaupt? Habe ich richtig gerechnet? Diese und noch Tausend mehr Fragen gehen so manchen Hundebesitzer durch den Kopf. Immer mehr Hundehaltern wird bewusst, dass man den Tierfutterherstellern nicht blind vertrauen darf und diese leider viel zu oft den eigenen Gewinn auf den Rücken – oder besser gesagt den Mägen – unserer Hunde erzielen. Doch eine Frage bleibt: Woher weiß ich denn nun, ob mein Futter optimal für den eigenen Liebling ist oder nicht?

Bekommt mein Hund wirklich alles was er braucht? Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie einen erfahren Tierernährungsspezialisten

Individuelle Futterzusammenstellung für jedes Tier

In Zeiten des Internets kann man viele Sachen schnell mal über Dr. Google rausfinden, leider finden sich darunter auch viele falsche Aussagen. „1 Knochen pro Woche für den Hund deckt den Wochen-Calciumbedarf“ – diese Aussage mag richtig sein – für einen erwachsenen Schäferhund. Doch was ist mit meinem Chihuahua? Gebe ich diesem dieselbe Knochengröße wie einem Bernhardiner ist dieser mit Calcium überversorgt. Doch auch der Schäferhund kann mit dem einem Knochen Probleme bekommen: Der Wochen bedarf mag gedeckt sein, aber leider sind Hasso & Co nicht so schlau, dass sie 1/7 des Knochens jeden Tag fressen, sondern in der Regel wird er an einem Tag verschlungen. An diesem einen Tag haben wir dann eine massive Überversorgung mit Calcium, während an den anderen Tagen kaum bis kein Calcium zugeführt wird, ergo der Hund eine Mangelversorgung erleidet.

Ist das wirklich so tragisch?

Ein erwachsener, gesunder Hund mag das schon über einen längeren Zeitraum verkraften, auch wenn es nicht gesund ist. Richtig problematisch wird es aber, wenn wir einen Welpen haben – vorzugsweise einen schnell wachsenden. Dieser benötigt das Calcium zum Knochenaufbau. Eine Unter- oder Überversorgung kann hier massive Probleme im Wachstum mit Folgeschäden verursachen. Dies ist einer der Gründe, warum ich bei Barf von Welpen eher skeptisch bin – wer seinen Welpen barfen möchte, der soll sich bitte bis ins Detail über die richtige Futterzusammensetzung informieren. Dazu gehört auch, dass man sich die Inhaltsstoffe der einzelnen Futtermittel heraussucht und mit dem Tagesbedarf seines Welpen abgleicht.

Bei Welpen müssen Sie bei der Bedarfsberechnung noch viel genauer sein als bei erwachsenen Tieren.

Wie kann ich den Bedarf meines Hundes berechnen?

Herausfinden kann man dies z.B. in den Supplementen der Tierernährung. Dort finden sich die Inhaltstoffe vieler Futter, wie Kalbsknochen, Muskelfleisch, Kopffleisch und Co. Auch das Calcium-Phosphor-Verhältnis der Produkte und die Bedarfszahlen für viele Tierspezies kann man in den Supplementen nachschlagen. Nicht jede Tierart kann aber aus jedem Nahrungsmittel dieselbe Menge an Nährstoffen „herausfiltern“, also muss man auch immer die Verfügbarkeit und Aufnahmekapazität mit einbeziehen. Allerdings gehört hierzu einiges an Rechnerei, in einem der nächsten Beiträge werde ich Ihnen eine Beispielrechnung zeigen. Wem das zu viel Arbeit ist, der kann die Futterrationen auch von einem erfahrenen, auf Tierernährung spezialisierten, Tierarzt berechnen lassen. Übrigens kann man auch sein Fertigfutter überprüfen und analysieren lassen, zum Beispiel beim Institut für Tierernährung der LMU München. Ich empfehle das jedem, der sich nicht sicher ist, ob er der Rechnerei gewachsen ist und/oder der wissen will, was wirklich in seinem Futter steckt.

Warum Friss-die-Hälfte keine gute Diät ist

Schon in einem der letzten Beiträge habe ich über zu dicke Hunde geschrieben. Wenn der Hund zu dick ist, wird er gerne auch mal auf FDH – Friss-die-Hälfte – gesetzt. Der Hund wird zwar abnehmen, aber wir haben dabei ein großes Problem: Nehmen wir einmal an, unser Hund wiegt 40 kg, aktuell bekommt er auch Futter für einen 40 kg Hund, sein Idealgewicht wäre aber bei 30 kg und nun bekommt er laut FDH nur noch genug zu essen für einen 20kg Hund. Damit bekommt er auch nur noch die Versorgung mit Mineralien, Protein, Fett, Vitaminen und Co für einen 20 kg Hund. Dabei ist es egal, ob ich herkömmliches Fertigfutter verfüttere oder ihn selbst das Futter für einen 20 kg Hund zusammenstelle.

Übergewicht beim Hund ist genauso schädlich wie beim Menschen. Deswegen sollten ein zu dicker Hund unbedingt abspecken – aber bitte nicht mit FDH

Wie berechne ich denn dann die Diät Ration meines Hundes?

In der Diätetik zieht man die Bedarfszahlen des Idealgewichts heran.. Bei unserem Beispielhund wäre das also das Futter für einen 30 kg Hund. Aber Moment? Fehlen ihm dann nicht wieder Nährstoffe, weil er ja 10 kg schwerer ist? Hier lautet die Antwort nein. Das ist so, weil die 10kg „zuviel“ hauptsächlich aus Fett bestehen. Dieses ist nicht sehr stoffwechselaktiv, weswegen wir es bei der Bedarfsberechnung vernachlässigen können. Allerdings sollten wir den Proteinwert im Futter ein wenig erhöhen, weil wir ja wollen, dass unser Hund nicht nur Fett ab baut, sondern idealerweise auch Muskeln auf baut. In guten Fertigfuttern sind sowohl die Bedarfszahlen, als auch der Proteingehalt angeglichen, wer also während einer Diät nicht frisch füttern will, der kann darauf zurückgreifen. Eine getreidefreie Variante bietet z.B. das Hundefutter von wunschfutter.de. Dieser Shop hat außerdem den Vorteil, dass man die Zutaten selbst auswählen kann, so stellt es einen Kompromiss zwischen frisch füttern und Fertigfutter dar.

1 © Makarova Viktoria / Shutterstock.com

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3 © Phatthanit / Shutterstock.com

Unsere Empfehlung für Barf-Fleisch: Tackenberg

Barf Blog

Du hast Dich schlau gemacht. Und Dich dazu entschieden, Deinen Hund oder Deine Katze roh zu füttern. Sehr gut! Aber irgendwie lässt Dich die Frage nach dem Calcium nicht los.

Sollst Du ganze Knochen füttern? Obwohl Dir bei dem Gedanken nicht so richtig wohl ist, weil Dein Hund ein starker Schlinger ist? Also lieber gewolft?

Und dann gibt es ja noch die Möglichkeit, einen Calciumzusatz zu füttern.

Aber da ist die Auswahl so groß, dass Du unsicher bist, was geeignet ist.

Kommt Dir das bekannt vor?

Calcium ist ein elementarer Bestandteil der Fütterung. Ohne geht es nicht.

Calcium ist ein elementarer Baustein, ihm kommen im Körper eine Vielzahl von Funktionen zu:

  • es trägt maßgeblich zu einer ausreichenden Mineralisierung und der damit verbundenen Stabilität von Knochen und Zähnen bei
  • in Zusammenspiel mit Kalium und Magnesium reguliert Calcium die Erregbarkeit von Nerven, Herz und Muskeln: Die spezifische Calciumkonzentration nimmt Einfluss darauf, ob ein Aktionspotential (also z.B. eine Muskelkontraktion) ausgelöst wird oder eben nicht.
  • die Aktivität einiger Enzyme sind Calcium-abhängig

Calcium und Phosphor bedingen sich gegenseitig (Gegenspieler), der Körper ist physiologisch also stets bemüht, beide in einem bestimmten Verhältnis zu einander zu halten. Diese sehr feine Abstimmung geschieht über die Hormone Parathormon und Calcitonin / Vitamin D.

Fällt der Calciumspiegel im Blut, wird in den Nebenschilddrüsen verstärkt das Parathormon gebildet und im Gegenzug die Produktion von Calcitonin in der Schilddrüse gedrosselt.

Aber wenn der Parathormongehalt im Blut dauerhaft zu hoch ist, z.B. weil die Fütterung nicht genug Calcium liefert, dann wird Calcium auch aus den Knochen und den Zähnen abgebaut. Nur so kann der notwendige Calciumspiegel im Blut aufrecht erhalten werden.

Diese Mechanismen laufen in umgekehrter Richtung ab, sobald ein Zuviel an Calcium im Blut registriert wird. Bis zu einem gewissen Grad kann Calcium von ausgewachsenen Hunden und Katzen über den Kot ausgeschieden werden.

Bei Welpen ist allerdings Vorsicht angezeigt: Diese Art der Calcium-Regulation funktioniert bei ihnen noch nicht in dem Umfang, wie es bei ausgewachsenen Hunden und Katzen der Fall ist.

Bis zu einem Alter von etwa 6 Monaten haben heranwachsende Hunde wie auch Katzen einen deutlich erhöhten Bedarf an Calcium, bedingt durch das in Relation starke Wachstum.

Auch trächtige / laktierende Hündinnen haben einen erhöhten Calciumbedarf.

Welche Calciumquellen kommen in Frage?

In welcher Form Calcium zugefüttert wird, ist immer eine individuelle Entscheidung. Grundsätzlich kann man natürlich Calcium in allen Varianten füttern, aber je nach Bedarf und Situation Deines Hundes oder Deiner Katze können bestimmte Calciumquellen sinnvoller sein als andere.

Aber der wesentliche Punkt ist: Calcium muss in irgendeiner Form zugefüttert werden. Der Körper ist auf die regelmäßige Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Muskelfleisch und Innereien allein reichen aber nicht aus, um den Calciumbedarf zu decken.

Gleiches gilt für Milchprodukte, immer noch ein gängiger Irrtum. Als alleiniger Calcium-Lieferant sind sie nicht geeignet, weil sie in Relation viel zu wenig Calcium enthalten.

100 g Quark enthalten etwa 100 mg Calcium.

Der Calciumbedarf eines 20 kg – Hundes liegt bei 1600 mg pro Tag – er müsste also 1,6 kg Quark am Tag fressen, um den Calciumbedarf alleine daraus decken zu können.

Knochenfütterung: Was spricht dafür, was dagegen?

Rohe fleischige Knochen sind der natürlichste Calciumlieferant. Sie liefern nicht nur Calcium, sondern auch eine Vielzahl an anderen Mineralstoffen und Spurenelementen: z.B. Natrium, Magnesium, Zink und Mangan. Und (bzw. aber) vor allem auch Phosphor.

Der grosse Vorteil von Knochen: Sie liefern diese Stoffe in optimaler Bioverfügbarkeit und einer natürlich ausgewogenen Menge.

Bei Hunden und Katzen im Wachstum sind Knochen als Calciumlieferant aus diesem Grund unumgänglich, denn für ein gesundes Knochenwachstum wird nicht nur ausreichend Calcium benötigt, sondern eben auch Phosphor und weitere Mineralstoffe.

Was tun bei Schlingern?

Hunde sind Schlingfresser. Und genau das kann bei der Knochenfütterung ein grosses Problem sein.

Werden zu große oder zu massive Knochen einfach herunter geschlungen, kommen sie im besten Fall direkt wieder rückwärts zum Vorschein, werden also erbrochen.

Es kann aber auch dazu führen, dass die Knochen länger im Magen- / Darm-Trakt verweilen, als nötig ist. Wenn die Knochen im Magen nur sehr langsam zersetzt werden können, weil eben sehr massiv, sehr groß oder der Hund zuwenig oder nicht ausreichend konzentrierte Magensäure ausbildet, ist das natürlich für den Hund unangenehm.

Zum anderen kann das zu Knochenkot oder zu Verstopfungen führen – auch das ist nicht unbedingt angenehm.

Wenn Dein Hund Schlingen neigt, solltest Du also in Relation zur Hundegrösse lieber eher kleinere oder gewolfte Knochen füttern.

Tragende bzw. sehr massive Knochen sind als Ganzes gefüttert generell nicht geeignet, hier besteht eine nicht unerhebliche Verletzungsgefahr durch Splitterbildung oder in Form von Zahnfrakturen.

Bei Katzen sollte man auf relativ feingliedrige Knochen zurück greifen wie Hühnerflügel oder Hühnerhälse. Im Vergleich zu den sehr zarten Knochen der natürlichen Beutetieren sind die Knochen von Rind, Lamm, etc. aber zum Teil auch von Geflügel deutlich massiver. Einer der Gründe, warum Katzen bei der Fütterung von ganzen Knochen oft zu Verstopfungen neigen.

In solchen Fällen solltest Du auf gewolfte Knochen zurück greifen.

Wann besser, gar keine Knochen füttern?

Bei einigen Erkrankungen ist es ratsam, auf Knochen zu verzichten, weil der enthaltene hohe Phosphor- bzw. Magnesium-Anteil ein Problem darstellen kann.

Auch bei Pankreas-Erkrankungen sollte auf die Fütterung von Knochen verzichtet werden.

Und dann gibt es noch den Fall, dass Knochen schlichtweg nicht vertragen werden.

Das ist dann der Fall, wenn Knochen wegen mangelnder Magensäure-Produktion nur schlecht verdaut werden können, wenn der Hund grundsätzlich nach der Fütterung von stückigen RFK erbricht oder es permanent zu Knochenkot oder Verstopfung kommt, sobald Knochen gefüttert werden.

[bctt tweet=”Gekochte Knochen dürfen nie verfüttert werden.”]

Gekochte Knochen dürfen nie verfüttert werden. Wenn Du also für Deine Katze oder Deinen Hund selbst kochst, dürfen (gekochte) Knochen kein Teil der Fütterung sein.

Ebenfalls ein Grund, keine Knochen zu füttern: Wenn Dir die Knochenfütterung Unbehagen bereitet.

Sei es, weil Dein Hund sehr schlingt und Du Angst davor hast, dass er sich verletzt oder sei es, weil Du schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht hast. Es nutzt weder Dir noch Deinem Hund, wenn Du Knochen immer mit einem unguten Gefühl und Magengrummeln fütterst.

Um trotzdem genug Calcium ins Futter zu bekommen, musst Du auf andere Calciumquellen zurück greifen.

Knochenmehl

(Fleisch-) knochenmehl besteht aus gemahlenen Knochen, gflls mit kleineren Fleischanteilen. Das enthaltene Calcium liegt in Form von Calciumphosphat vor.

Als Futterergänzung für Hunde und Katzen wird entweder Fleischknochenmehl oder kristallines Knochenmehl angeboten.

Der Unterschied? Fleischknochenmehl wird aus Knochen hergestellt, die einen geringen Fleischanteil besitzen. Im Gegensatz dazu wird Knochenmehl aus reinen Knochen gewonnen.

Die Knochen werden zunächst im Autoklav sterilisiert, d.h. sie werden für mind. 20 Minuten bei einer Temperatur von 133 Grad und unter Einwirkung von Druck haltbar gemacht.

Danach werden sie gemahlen. Der Körnung kann dabei je nach Knochenmehl sehr unterschiedlich sein, Knochenmehl ist normalerweise etwas feiner vermahlen als Fleischknochenmehl.

Auch Farbe und Geruch unterscheiden sich: Während Knochenmehl gräulich-weißlich und relativ geruchsneutral, Fleischknochenmehl ist durch den enthaltenen Fleischanteil bräunlich und hat einen geringen Eigengeruch.

Worauf Du unbedingt achten solltest: Dass der Calcium-Anteil des Knochenmehls den Phosphor-Anteil überwiegt und zwar um etliche Prozent.

Bei einigen (Fleisch-)Knochenmehlen überwiegt der Phosphor-Anteil oder ist fast genauso hoch wie der Calcium-Anteil. Das entspricht jedoch nicht dem natürlichen Calcium-Phosphor-Verhältnis eines Knochens.

Die Nachteile, die daraus entstehen: Zu hohe Phosphor-Gesamtwerte in der Fütterung und dadurch ein verschobenes Verhältnis der Mineralstoffe untereinander.

Verwendest Du ein Knochenmehl mit einem ungünstigen Calcium-Phosphor-Verhältnis als alleinigen Calciumlieferanten, kann das auf Dauer unter anderem zu einer übermäßigen Belastung der Niere führen.

Das Knochenmehl sollte außerdem sortenrein sein (also von einer einzelnen Tierart stammen) und es sollten keine weiteren Zusätze enthalten sein, d.h. keine künstlichen Vitamine oder andere zugesetzten Inhaltsstoffe. Bei Welpen kann es angezeigt sein, ein Knochenmehl mit insgesamt höheren Ca-/Ph-Werten zu nutzen.

Calcium: Je nach Sorte etwa zwischen 25-35%

Phosphor: Je nach Sorte etwa zwischen 7-25%

Eierschalenmehl

Hierbei handelt es sich tatsächlich ganz einfach um fein gemahlene Eierschalen.

Dass die Eierschalen wirklich fein vermahlen sind, ist in diesem Fall wesentlich, um eine gute Bio-Verfügbarkeit gewährleisten zu können.

Je besser Calcium vom Köper aufgenommen werden kann, desto höher ist der Wirkungsgrad. Grössere Stücke Eierschale werden mitunter wieder ausgeschieden, ohne dass das enthaltene Calcium herausgelöst werden konnte.

Eierschalen bestehen in erster Linie aus Calciumcarbonat, andere Mineralien und Spurenelemente sind in kleinen Mengen enthalten. Der Phosphor-Gehalt liegt im Normalfall um 1%, ist also für die Fütterung so gut wie irrelevant.

Das kann genauso von Vorteil sein, wie es eher ungünstig sein kann – dabei kommt es immer auf den Einzelfall an.

Durch den relativ hohen Calciumgehalt bei zeitgleich geringem Phosphor – Gehalt erzielt man im Hinblick auf Ca / Ph insgesamt niedrige Gesamtwerte.

In welchen Situationen ist das wichtig?

  • bei Hunden und Katzen mit Nierenerkrankungen / chronischer Niereninsuffizienz (CNI)
  • Neigung zu Harnwegserkrankungen
  • bei alten und sehr alten Tieren (abhängig von den Nierenwerten – bei alten Katzen sollte man durchaus prophylaktisch den Phosphorgehalt im Futter aufgrund der erhöhten Anfälligkeit der Nieren etwas reduzieren)

Umgekehrt sollte man bei heranwachsenden Tieren keinesfalls ausschließlich Eierschalenmehl als alleinigen Calciumlieferanten nutzen.

Hier wären die Gesamtwerte zu niedrig, denn im Wachstum besteht z.B. auch ein höherer Phosphor-Bedarf. Knochen und / oder Fleischknochenmehl ist da wesentlich besser als Calciumquelle geeignet.

Das Phosphor-arme Eierschalenmehl kann man auch mit rohen fleischigen Knochen oder (Fleisch-) Knochenmehl kombinieren bzw. abwechseln, in diesem Fall erzielt man Werte im mittleren Bedarfsbereich, was gerade für Katzen von Vorteil sein kann.

Weitere enthaltene Spurenelemente am Beispiel von Lunderland Bio-Eierschalenmehl (Angaben pro Kilogramm):

Magnesium: 3660 mg Kalium: 370 mg Natrium: 870 mg Eisen: 12 mg Kupfer: 1,3mg Zink: 2,4mg

Genau wie Eierschalenmehl ist Algenkalk ein reines Naturprodukt, das sehr gut resorbierbares Calcium in Form von Calciumcarbonat liefert.

Algenkalk wird aus mineralisierten, sedimentierten Ablagerungen der Rotalgen gewonnen, gefüttert wird es als fein gemahlenes Pulver.

Der Unterschied zum Eierschalenmehl: Algenkalk verfügt über einen höheren Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen. Bemerkenswert ist hierbei vor allem der Gehalt an Magnesium, der mit 7-10% relativ hoch liegt. Aber auch Kieselsäure, Jod, Selen, Zink, und Kupfer finden sich im Algenkalk. Was hingegen nicht vorhanden ist: Phosphor. Der Gehalt liegt im Regelfall bei nicht mal 0,1 %.

Verzichten sollte man auf Algenkalk als alleinigen Calciumlieferanten bei der Neigung zu Struvitsteinen. Grund ist eben jener erhöhte Gehalt an Magnesium.

Bei Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten wird Algenkalk hingegen sehr häufig gut und reaktionslos vertragen. Benötigt man ein Calciumzusatz, weil man keine Knochen einer Tierart findet, die vertragen wird, ist Algenkalk evtl. eine Alternative.

Bei Schilddrüsenüberfunktionen oder medikamentös behandelten Schilddrüsenunterfunktionen musst Du berücksichtigen, dass Algenkalk auch Jod enthält, wenn auch in geringer Menge (nicht zu verwechseln mit dem hohen Jodgehalt im Seealgenmehl).

Calciumcitrat

Calciumcitrat ist das Calcium-Salz der Citronensäure.

Es fällt bei der Gewinnung von Citronensäure an – in der Natur kommt Calciumcitrat in Reinform nicht vor.

Calciumcitrat ist für den Körper sehr einfach resorbierbar. Bei der Aufspaltung im Magen wird nicht nur das Calcium herausgelöst, sondern es entsteht auch Citronensäure. Diese wiederum kann zur Energiegewinnung in den Citronensäurezyklus verwertet werden.

Calciumcitrat ist ein sogenannter “reiner” Calciumzusatz.

Außer Calcium sind keine anderen Mineralstoffe oder Spurenelemente enthalten, die bei der Fütterung eine Rolle spielen – auch kein Phosphor.

D.h. auch hier: Ergänzt Du Calcium ausschließlich über Calciumcitrat, hast Du eher niedrige Gesamtwerte. Das gilt für Phosphor, aber natürlich genauso für andere Mineralien und Spurenelemente.

Calciumcitrat wird daher meistens dann eingesetzt, wenn ein niedriger Phosphorgehalt oder ein niedriger Mineralstoffgehalt in der Fütterung sinnvoll ist: Hier wären in erster Linie Nieren- und Harnwegserkrankungen zu nennen.

Was in Bezug auf Harnwegserkrankungen aber nicht stimmt: Dass Calciumcitrat den Urin ansäuert, obwohl man diesen Ratschlag bei Struvitsteinen immer noch oft liest.

Calciumcitrat ist auch dann ein besonders geeigneter Zusatz, wenn Calcium besonders gut und schnell resorbiert werden soll, z.B. bei einem festgestellten Calciummangel.

Außerdem ist es ein guter Calciumlieferant, wenn Du keine Knochen füttern kannst oder möchtest und Dein Hund mit Calciumcarbonaten Probleme hat (Bei Katzen ist dies deutlich seltener zu finden), z.B. nach der Fütterung von Calciumcarbonat häufig aufstoßen muss oder mit Aufgasungen reagiert.

Falls auschließlich Calciumcitrat der Calciumlieferant in der Fütterung, solltest Du kontrollieren, ob der Gehalt an anderen Mineralstoffen und Spurenelementen ausreichend ist.

Dicalciumphosphat

Dicalciumphosphat wird auch mineralischer Knochenmehlersatz bezeichnet. Es liefert ähnlich wie (Fleisch-) Knochenmehl Calcium und Phosphor in grösseren Mengen, insbesondere der Calciumgehalt liegt im Bereich von Fleischknochenmehl.

Der Unterschied: Der Phosphoranteil im Dicalciumphosphat ist höher, d.h., der Phosphor- und Calciumgehalt liegen prozentual näher zusammen. Je nach Ausgangssituation kann es also sinnvoll sein, Dicalciumphosphat mit einem Calcium-Zusatz zu kombinieren, der viel Calcium, aber kein oder nur minimal Phosphor enthält.

Dicalciumphosphat wird oft von Tierärzten für Ausschlußdiäten oder bei Allergien empfohlen, weil es gut verträglich ist.

Allerdings solltest Du auch bei Dicalciumphosphat im Hinterkopf haben, dass es so gut wie keine weiteren Spurenelemente enthält. Wenn Dicalciumphosphat also regelmäßiger Bestandteil Deiner Fütterung ist bzw. Du nur Dicalciumphosphat als Calciumlieferant einsetzt, lohnt ein Blick auf die sonstige Versorgung mit Spurenelementen und Mineralstoffen.

Calcium: etwa zwischen 23 und 26%

Phosphor: etwa zwischen 17 und 22%

    • In welcher Form Du Calcium zufütterst, ist immer auch von der Bedarfssituation Deines Hundes bzw. Deiner Katze abhängig. Die Bedürfnisse sind je nach Lebensalter unterschiedlich, genauso, wie sie es bei Hunden und Katzen sein können.Macht es z.B. durchaus Sinn, Katzen ab einem gewissen Alter etwas phosphorreduzierter zu füttern, also evtl. ein Calciumpräparat ohne zusätzlichen Phosphor-Anteil zu wählen, ist das bei (gesunden) Hunden meistens nicht notwendig.
    • Knochen / Fleischknochenmehl sind die natürlichesten Calciumquellen, der hohe Phosphor- bzw. Mineralstoffgehalt kann jedoch ein Grund sein, der gegen die Fütterung von Knochen spricht. Genauso oft kommt es vor, dass eine Knochenfütterung schlecht vertragen wird.
    • In diesen Fällen kann man den Calciumbedarf problemlos über andere Calciumzusätze decken, die Auswahl ist so vielfältig, dass man jeden Bedarf individuell abdecken kann.
    • Fütterst Du hauptsächlich Calciumpräparate, die wenig andere Spurenelemente enthalten, solltest Du prüfen, ob die Versorgung über andere Komponenten in der Ernährung ausreichend abgedeckt ist.
    • Ein längerfristiges oderdauerhaftes Zuviel von Calcium in der Ernährung ist genauso problematisch wie ein Zuwenig. Da die Calcium-Phosphor-Regulierung sehr sensiblen Mechanismen zugrunde liegt, solltest Du den Calciumbedarf eines Hundes bzw. Deiner Katze kennen und diesen nicht längere Zeit über- oder unterschreiten. Bei Welpen kann dies sehr schnell irreversible Schädigungen und dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen.
    • Verschiedene Calciumquellen können auch kombiniert gefüttert werden, um ggflls Bedarfswerte ideal abzudecken.

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Ausbildung zum Ernährungsberater

Im Juli 2018 startet die Ausbildung zum Ernährungsberater für Hunde und Katzen erneut.

Wenn Du mehr dazu erfahren möchtest: Am 21.03.2018 um 19 Uhr gibt es ein Infowebinar zur Ausbildung.

Mehr zu Inhalten und Ablauf der Ausbildung findest Du auch hier.

Du möchtest dabei sein?

Die Fachfortbildung "Phytotherapie für Hunde" mit der Möglichkeit zur Erlangung eines Zertifikats in fünf Modulen.

Wer schreibt hier?

Du bist hier genau richtig, wenn Du die Fütterung Deines Hundes oder Deiner Katze optimieren möchtest. Als Ernährungsberaterin und ausgebildete Tierheilpraktikerin unterstütze ich Dich nicht nur bei der Umstellung auf BARF und der Anpassung der Fütterung aufgrund von Allergien oder chronischen Erkrankungen, sondern helfe Dir auch bei der Erstellung eines bedarfsgerechten Futterplans oder der Überprüfung Deiner bisherigen Fütterung.

Bekommt Ihr Welpe genug Calcium?

Das Skelett besteht ьberwiegend aus Calcium und Phosphor. Eine bedarfsgerechte Versorgung mit diesen Nдhstsoffe ist daher wдhrend des Wachstums besonders wichtig. Drastische Fehlversorgungen – sei es zuviel oder zu wenig – kцnnen die Skelettentwicklung erheblich stцren.

Besonders empfindlich sind Welpen groЯwьchsiger Rassen. Denn gerade sie wachsen extrem schnell. Bedenken Sie nur, dass zum Beispiel eine Dogge mit zwei Jahren bereits genauso viel wiegt wie ein erwachsener Mensch. Der Bedarf an Calcium eines Welpen unterscheidet sich somit logischerweise erheblich von dem eines Kindes. Wдhrend ein Kleinkind zwischen dem 4. und 12. Lebensmonat lediglich 330 mg Calcium am Tag braucht, benцtigt ein fьnf Monate alter Welpe mit einem Endgewicht von 60 kg ьber 8500 mg Calcium tдglich!

Damit Sie wissen, was Ihr Welpe braucht, kцnnen Sie nachstehend den tдglichen Bedarf an Calcium und Phosphor ausrechnen *. Geben Sie hierfьr das aktuelle Kцrpergewicht und das zu erwartenden Endgewicht ein. Als Orientierung dient das (Ideal-)Gewicht des gleichgeschlechtlichen Elternteils an, also bei Rьden das Gewicht des Vaters und bei Hьndinnen das Gewicht der Mutter. Bei Mischlingen geben Sie das geschдtze Endgewicht ein.

*Quelle: NRC, 2006 (National Research Council, Nutrient Requirements of Dogs and Cats)

ACHTUNG! Sollte der Bedarf Ihres Welpen nicht gedeckt sein, fьttern Sie bitte auf KEINEN Fall einfach mehr Futter! Dies erhцht die Energieaufnahme, was ebenfalls zu schlimmen Wachstumsstцrungen fьhren kann. Auch sollten Sie bei einer Ьberversorgung nicht einfach weniger Futter geben, denn das wьrde auch die Energieaufnahme und andere Nдhrstoffe reduzieren.

Bei Abweichungen von ьber dem Doppelten oder weniger als 80% des Bedarfs, melden Sie sich bitte bei mir, damit wir die Versorgung - sie es durch einen Futterwechsel oder eine passende Ergдnzung - optimieren kцnnen.

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