Ellbogendysplasie aus der Sicht des praktischen Tierarztes
Unter Ellbogendysplasie versteht man eine Miss- oder Fehlentwicklung im Bereich des Ellbogengelenkes, welche durch das nicht Zusammenpassen der gelenkbeteiligten Knochen zu einer Erkrankung des Gelenkes führt. Diese kann von verschiedenen Ursachen ausgelöst werden: Einerseits gibt es eine genetische Komponente, welche dazu führen kann, dass die verschiedenen am Ellbogengelenk beteiligten Knochen miss- oder fehlgebildet werden. Andererseits gibt es überlastungs- oder unfallbedingte Ursachen für eine Ellbogendysplasie. Beide Komponenten können separat oder gemischt auftreten, was nicht immer einfach zu unterscheiden ist.
Wichtig ist dabei, dass die genetische Komponente nur durch gezielte Zucht, die überlastungsbedingte Komponente durch eine gute Aufzucht und Haltung im jugendlichen Alter verhindert oder minimiert werden kann.
Grund dafür ist das enorme Knochenwachstum im Alter von 5 - 9 Monaten. Somit ist es nicht erstaunlich, dass die klinischen Symptome in eben diesem Altersabschnitt auftreten und einem jungen Hund das Erwachsenwerden erschweren.
Bis vor einiger Zeit hat man angenommen, dass die Ellbogendysplasie mit dem Auftreten der Hüftgelenkdysplasie gekoppelt sein könnte. Studien haben aber gezeigt, dass die beiden Erkrankungen keine genetische Korrelation haben und somit ausser einem ähnlichen Vererbungsmodus nichts miteinander zu tun haben.
Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 8/2000
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Dr. med. vet. FVH Thomas Baumgartner
Tierklinik Sonnenhof AG, Derendingen
Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin *** Association Suisse pour la Médecine des petits Animaux
Associazione Svizzera per la Medicina dei Piccoli Animali *** Swiss Association for Small Animal Medicine
Was ist HD? - Hüftdysplasie (HD) beim Hund
Einleitung
Der folgende Artikel vermittelt einen Einblick in die Problematik der Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Hund. Beim Lesen wird klar, dass HD langfristig nur durch eine sorgfältige Auslese von geeigneten Zuchthunden bekämpft werden kann. Der Erfolg hängt ganz wesentlich von der vorurteilslosen Mitarbeit der Züchter und der Hundebesitzer ab. Sie allein haben es in der Hand, den Anteil der Hunde mit HD weiter zu senken.
Was ist HD? Welche Anzeichen deuten auf HD?
Unter Hüftgelenksdysplasie (HD) verstehen wir eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die beiden gelenksbildenden Knochen, die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf passen nicht korrekt aufeinander. Die Fehlbildung tritt in der Regel beidseitig auf und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. HD entwickelt sich in den ersten 15 Monaten des Lebens eines Hundes, später verändert sich nur noch das Ausmass der Arthrose. Junge Hunde mit ausgeprägter HD zeigen v.a. Schmerzen als Folge der unüblich starken Lockerheit der Hüftgelenke. Bei älteren Hunden überwiegen die Schmerzen als Folge der Abnützung (Arthrose) der Hüftgelenke. Bei leichteren Formen der HD können Krankheitsanzeichen fehlen, solange der Hund nicht stark beansprucht wird. Auch die Schmerzempfindung zwischen den einzelnen Hunden ist recht unterschiedlich: Während der eine Hund mit leichter HD bereits hinkt, hat der andere Hund mit fortgeschrittener Arthrose eine spezielle Bewegungstechnik entwickelt, um Schmerzen zu vermeiden, so dass der Besitzer von der Behinderung möglicherweise gar nichts bemerkt.
Was ist die Ursache für HD?
Die Ursache der HD ist noch nicht abschliessend aufgedeckt. Die neusten Forschungs¬ergebnisse erlauben aber den Schluss, dass die Stabilität des Hüftgelenkes und damit die korrekte Ausbildung des Bindegewebes, welches die Gelenkskapsel bildet, eine ganz entscheidende Bedeutung hat. Die wichtigste Grundlage für HD liegt damit in der Erbanlage eines Hundes. Welche Gene eine Rolle spielen, ist bis heute nicht abschliessend geklärt.
Wie entwickelt sich ein dysplastische Hüftgelenk?
Die Entwicklung der Hüftgelenke wird massgeblich durch zwei Komponenten beeinflusst:
- durch die Erbanlage und
- durch die Ernährung des Hundes.
Zur Erbanlage: Erwiesen ist, dass sich HD häufig in Form einer übermässigen Lockerheit oder Instabilität des Hüftgelenkes zeigt, welche die Entwicklung von Arthrose begünstigt. So wie wir beim Tragen von zu grossen Schuhen bald Blasen oder einen tüchtigen Muskelkater einfangen, nimmt auch das Hüftgelenk Schaden, wenn der Oberschenkelkopf dauernd in der Gelenkspfanne herum rutscht. Technisch ausgedrückt, erfährt ein lockeres Hüftgelenk dieselben Veränderungen wie ein lockeres Radlager: Es wird ausgeschlagen. Beim jungen Hund zeigen sich deshalb die stärksten Veränderungen an der Gelenkspfanne: sie weitet sich auf und flacht sich ab. Damit wird der Oberschenkelkopf nicht mehr korrekt geführt, es entwickelt sich eine Arthrose. Ein straffes Gelenk entwickelt keine HD.
Zur Ernährung: Eine Fütterung, welche den Hund sehr schnell wachsen und insbesondere schnell an Gewicht zunehmen lässt, fördert die fehlerhafte Entwicklung der Gelenke nachweislich, wenn der Hund auf Grund seiner genetischen Anlage zu HD neigt. Ein Hund mit einer Veranlagung zu HD kann sich also die Hüftgelenksarthrose geradezu anfressen! Diese Erkenntnis ist theoretisch für einen Züchter von grossem Nutzen. Durch Überfütterung seiner Hunde könnte er jene entdecken, die trotz übermässiger Gewichtszunahme gute Gelenke entwickeln, also genetisch unterdurchschnittlich stark mit HD-Genen belastet sind. Denn ein genetisch HD-gesunder Hund wird auch durch unsachgemässe Fütterung kaum je HD entwickeln.
Umgekehrt ist es bei einem Hund mit Veranlagung zu HD möglich, durch eine kalorienmässig zurückhaltende und ausgewogene Fütterung das Ausmass der Krankheit zu mildern. Es ist erwiesen, dass Hunde, die langsam wachsen, weniger schwer an HD erkranken als ihre schneller wachsenden und damit schwereren Wurfgeschwister. Besonders wichtig ist dabei, im Futter ein Überangebot von Kalzium (Futterkalk) zu vermeiden. Heutige Fertigfutter enthalten genügend Kalzium, so dass kein Futterkalk zugefüttert werden sollte. Hazewinkel erachtet 0.8% Kalzium auf Trockengewichtsbasis (0.76 g Kalzium pro 400 kcal. bzw. 1700 kJ.) als ausreichend. Das Kalzium/Phosphor-Verhältnis sollte etwa 1:1 betragen (zit. Wess). Optimierte Fütterung hilft zwar, dass ein einzelner Hund trotz ungünstigen Erbanlagen eine grössere Chance hat, akzeptable Hüftgelenke zu entwickeln und ein weit¬gehend normales und schmerzfreies Leben zu führen. Für zukünftige Zuchttiere ist diese Taktik aber nicht geeignet, da die genetische Belastung für HD damit nicht aufgedeckt werden kann. Kommen derart aufgezogene, erblich aber belastete Hunde zum Zuchteinsatz, wird die Veranlagung zu HD an die nächste Generation weitergegeben. Die Folge ist, dass unter den Nachkommen von Hunden mit guten Hüftgelenken dysplastische Nachkommen auftreten.
In Züchterkreisen wird vermutet, dass die jugendliche Aktivität der Welpen HD verursachen könne. Bis heute konnte diese Theorie nicht bewiesen werden. Ein gesundes Hüftgelenk wird durch die normale Bewegung und durch Spielen mit Artgenossen nicht geschädigt. Sicher ist es vernünftig, eine massive Überbeanspruchung des noch unreifen Skeletts des Junghundes zu vermeiden, da ein Knochen im Wachstum weniger belastbar ist, als das Skelett eines ausgewachsenen Tieres.
Welche Folgen hat HD?
Bei Bewegung werden die Hüftgelenke regelmässig zyklisch belastet. Ein stabiles Gelenk erträgt diese lebenslange Belastung problemlos, es bleibt gesund. Die regelmässige Belastung ist sogar notwendig für die Ernährung des Gelenkknorpels. Bei einem instabilen oder fehlgebildeten Hüftgelenk jedoch führt die wiederkehrende Fehlbelastung zu Zerrungen der Gelenkskapsel, der Bänder und zur Schädigung, des Gelenkknorpels und der gelenksbeteiligten Knochen. Es entwickeln sich knöcherne Zubildungen und Verformungen am Gelenk, welche auf dem Röntgenbild als bleibende Arthrose sichtbar sind. Die Folgen sind Schmerzen im Hüftgelenk. Die Hunde versuchen die Hintergliedmasse zu entlasten. Diese beiden Mechanismen führen zu Muskelschwund, was die Arthrose weiter fördert, weil dadurch die stützende Funktion der Muskulatur am Hüftgelenk wegfällt. Hunde mit mittel- bis hochgradiger HD sind deshalb meist weniger aktiv. Sie legen sich häufig hin, zeigen Mühe beim Aufstehen und lahmen in der Hinterhand, insbesondere nach längerem Liegen. Im Frühstadium der Krankheit kann die Lahmheit nach den ersten Schritten noch verschwinden. Später zeigen dysplasiegeplagte Hunde bei körperlichen Aktivitäten immer deutlicher Lahmheitsanzeichen. Nicht selten verändert sich unter chronischen Schmerzen auch der Charakter des Hundes. Aus dem fröhlichen Lebensgefährten kann ein missmutiger, mitunter sogar bissiger Zeitgenosse werden.
Wie wird die Diagnose HD gestellt?
Die Diagnose HD lässt sich anhand von Röntgenaufnahmen des Hüftgelenks stellen. Sichtbare Veränderungen können an der Gelenkspfanne, am Oberschenkelkopf oder an beiden Knochen auftreten. Bei jungen Hunden ist gelegentlich nur ein auffällig lockeres Hüftgelenk zu beobachten, bei dem der Oberschenkelkopf nicht korrekt in der Gelenkspfanne liegt.
Aufgrund der Veränderungen auf dem Röntgenbild werden fünf Schweregrade von HD unterschieden.
Abb. 1: Verschiedene Hüftgelenke, von A, normal bis E, hochgradig dysplastisch (Bildfolge Dr. A. Vezzoni, mit bestem Dank).
Abb. 2: Exzellente Hüftgelenke (Grad A) bei einem 15 Monate alten Labrador Retriever der Blindenführhundeschule Allschwil. Bei beiden Hüftgelenken sitzt der runde Oberschenkelkopf tief in der Pfanne. Der Vorderrand der Pfanne (oben) liegt dem Kopf exakt an, der Gelenkspalt ist schmal, der vordere Pfannenknochen gleichmässig schmal. Durch umfassende Nachzuchtkontrolle mit rigider Auslese der Zuchttiere aufgrund der Qualität der Nachkommen weisen weit über 90% der Hunde der Schule hervorragende Hüftgelenke (und Ellbogengelenke) auf.
Abb. 3: Englischer Setter mit HD Grad C. Der Oberschenkelkopf ist zwar rund, rutscht aber etwas aus der Pfanne. Der vordere Pfannenrand läuft horizontal aus. Solche Hunde neigen im Laufe des Lebens zu Hüfgelenksarthrose.
Abb. 4: 8 Monate alter Mischlingshund mit hochgradiger HD (Grad E). Der Kopf ist kantig, oben abgeflacht und weitgehend aus der Pfanne herausgerutscht, die Pfanne selber oben stark abgeflacht, sogar fliehend. Am Vorderrand der linken Pfanne (im Bild rechts) hat sich eine Randzacke ausgebildet, ein untrügliches Zeichen von schwerer Arthrose.
Abb. 5: Derselbe Hund im Alter von 5 Jahren. Die Oberschenkelköpfe sind nun hochgradig verformt und berühren die Pfannen nur noch knapp. Die Oberschenkelhälse sind massiv verdickt und verformt, die Morganlinien sind als breite Knochenleiste erkennbar. Beide Pfannen sind stark abgeflacht und haben insbesondere rechts hochgradige arthrotische Zubildungen entwickelt.
Wie häufig kommt HD bei den untersuchten Hunden vor?
Zwischen 1991 und 1994 wurden von den beiden HD-Kommissionen 3749 Hunde untersucht. Die HD-Resultate sind in Abbildung 6 dargestellt. HD trat bei Rüden und Hündinnen gleich häufig auf, das Auftreten hängt also nicht vom Geschlecht des Tieres ab. Ein Viertel der untersuchten Hunde wurde als HD-frei, und ein Drittel als Übergangsform beurteilt. Damit gehörten beinahe 60% der Hunde zu den beiden Graden, die mit gutem Gewissen zur Zucht verwendet werden können. Mehr als ein Viertel der Hunde wurde als leicht dysplastisch (HD-Grad C) bewertet, sie sollten nicht oder nur in begründeten Fällen zur Zucht verwendet werden. Rund jeder 7. Hund fiel sogar in die HD-Grade D und E mit ausgeprägten Gelenksveränderungen. Derartige Tiere sind von der Zucht ausgeschlossen.
Die neueren Daten von der HD-Kommission Zürich aus den Jahren 1995 bis 2000 zeigen einen deutlichen Rückgang der HD-Häufigkeit und auch des Schweregrades (Abbildung 6). Rund 70% der Hunde können zur Zucht empfohlen werden. Nur noch jeder 11. Hund leidet an einer mittel- oder hochgradigen HD, was aber immer noch zu viel ist. Die langjährigen Bemühungen der Hundebesitzer und Züchter beginnen trotzdem Früchte zu tragen!
Abb. 6: HD-Verteilung von 3749 Hunden der Jahre 1991-1994 (dunkel) und von 7394 Hunden der Jahre 1995-2000 (hell) in %
Kommt HD bei allen Rassen gleich häufig vor?
Der Anteil dysplastischer Hunde ist bei den verschiedenen Rassen sehr unterschiedlich, die Verteilung ist in Abbildung 7 dargestellt. Die besten Hüftgelenke wies der Siberian Husky auf, gefolgt von den Collies und den Belgischen Schäferhunden. Dysplasiefrei waren rund zwei Drittel aller Hovawarte, Flat Coated Retriever, Leonberger und Rottweiler, über die Hälfte der Labrador Retriever und Berner Sennenhunde, die Hälfte der Golden Retriever, Neufundländer und der Deutschen Schäferhunde, aber weniger als die Hälfte der untersuchten Boxer. Bei Bernhardinern, sowie English und Gordon Settern lag die HD-Rate bei erschreckend hohen 60-70%. Durch die intensiven Bemühungen der Züchter in den vergangenen Jahren ist die Zahl dysplastischer Hunde insbesondere bei den Bernhardinern aber stark zurückgegangen.
Abb. 7: HD-Verteilung in % in den 10 häufigsten Rassen (1991-1994)
Wieso bestehen derartige Rassenunterschiede in der HD-Häufigkeit?
Bei verschiedenen Rassen kam die Krankheit schon zu Beginn der HD-Bekämpfung selten vor. Besonders Schlittenhunde oder Jagdhunde, die seit jeher auf eine lebenslange Leistungsfähigkeit gezüchtet worden sind, zeigen kaum HD; Hunde, die nach anstrengender Arbeit lahmten, wurden gar nicht erst zur Zucht verwendet. Beim Hovawart waren schon vor der Einführung der HD-Kontrolle viele Hunde dysplasiefrei, deshalb konnte seit jeher eine strenge Selektion durchgeführt werden.
Die wichtigsten Gründe für den hohen HD-Anteil in verschiedenen Rassen sind die Verwendung dysplastischer Elterntiere (HD Grad C) zur Zucht und das weitgehende Fehlen einer Nachzuchtkontrolle. Beim Bernhardiner rächte es sich, dass die Zuchttiere jahrelang nicht auf HD untersucht und Hunde trotz ausgeprägter HD zur Zucht verwendet worden sind. Bei vielen Rassen wurde bei der Auswahl von Zuchthunden zudem lange Zeit zu stark dem Exterieur und dem Kampftrieb Bedeutung zugemessen. Gesundheitliche Aspekte wurden kaum berücksichtigt. Durch die intensive Aufklärungsarbeit hat sich diese Sichtweise aber wesentlich geändert, heute wird der Gesundheit der Tiere mehr Beachtung geschenkt.
Der Anteil dysplastischer Hunde ist vermutlich höher als es die Zahlen in Abbildung 6 widerspiegeln. Röntgenbilder von schwer dysplastischen Hunden werden nur selten zur offiziellen Beurteilung eingesandt, da die Züchter um ihren guten Ruf als HD-freie Zuchtstätte fürchten. Auch Bilder von dysplastischen Tieren, die vor der Körung wegen Bewegungsstörungen geröntgt werden, gelangen kaum je zur Auswertung. Dieses Vorgehen behindert den Fortschritt enorm, da es dadurch nicht möglich ist, die Zuchterfolge zu überprüfen und die Zuchtvorschriften anzupassen. Zudem werden Berechnungen zur Erblichkeit (Heritabilität) der HD verfälscht. Die Züchter und Hundebesitzer betrügen sich so selber um ihre Bemühungen, die HD-Häufigkeit nachhaltig zu senken.
Wieso kommt die HD immer noch häufig vor?
Wenn eine Krankheit in einer Rasse bekämpft werden soll, dürfen Träger der Krankheit nicht zur Zucht verwendet werden. Der Einsatz von dysplastischen Tieren zur Zucht ist somit unverantwortlich. Sie widerspricht dem Gedanken des Tierschutzes, der besagt, nur Tiere zu züchten, die frei sind von Krankheiten, welche die Lebensqualität einschränken. Dazu gehört auch die schmerzhafte HD. Jeder Käufer eines rassereinen Hundes hat grundsätzlich Anrecht auf einen gesunden und damit dysplasiefreien Hund. Solange jedoch C-Hunde als zuchttauglich erklärt werden, lässt sich die HD-Häufigkeit bei den Nachkommen nicht weiter senken. Erschwerend kommt dazu, dass der Zuchtwert eines Tieres für das Merkmal HD nicht nur allein von der Qualität seiner eigenen Hüftgelenke abhängt, sondern auch von derjenigen seiner nahen Verwandten wie der Eltern und der Geschwister. Nur wenn ihre HD-Ergebnisse auch berücksichtigt werden, lässt die Hüftgelenksqualität der Nachkommen schätzungsweise voraussagen.
Wie kann HD verhindert werden?
Bei einem einzelnen Hund kann jeder Züchter und Hundebesitzer durch eine sorgfältige Fütterung des jungen Hundes direkten Einfluss auf die Entwicklung der Hüftgelenke nehmen. Es ist nachgewiesen, dass eine zu schnelle Gewichtszunahme in den ersten 10 Lebensmonaten die Fehlentwicklung der Gelenke fördert. Zu grosse Mengen von Kalzium im Futter begünstigen die Ausbildung der HD nachweislich. Vermutlich sind auch zu grosse Futterrationen nachteilig. Wird ein HD-gefährdeter Hund im Wachstum noch übermässig beansprucht, kann sich die HD weiter verschlimmern. Hingegen scheinen weder die endgültige Körpergrösse noch das endgültige Körpergewicht des Hundes einen wesentlichen Einfluss auf die Hüftgelenke zu haben. Starkes Übergewicht bei einem dysplastischen Hund verschlimmert aber die Schmerzen noch.
Unter den Hundebesitzern machen viele „Geheimrezepte" die Runde, die eine Heilung versprechen. Leider entpuppen sich diese Versprechen fast immer als wirkungslos. So kann z.B. Vitamin C eine HD nicht verhindern. Auch die allermeisten gängigen Futtermittelzusätze haben keine nachweisbaren Wirkungen auf ein dysplastisches Gelenk. Zufütterung von Glukosaminsulfat kann bei gewissen Hunden die Schmerzen lindern, die Arthrose kann aber nicht geheilt werden. Die Substanz wirkt nicht bei allen Hunden und auch nicht bei allen gleich gut. Nebenwirkungen sind keine bekannt. Chondroitinsulfat wirkt weniger gut, da es nicht unverändert durch die Darmwand aufgenommen werden kann. Goldimplantate um die Hüftgelenke sind nach neusten Erkenntnissen ebenfalls unwirksam. Im besten Fall kann Gold die Entzündung, nicht aber die bestehenden Veränderungen lindern. Grössere seriöse Doppelblindstudien sind bis heute aber nicht durchgeführt worden.
Die langfristig wirksamste Massnahme zur Verringerung der HD ist die Einführung und Durchsetzung von Paarungsbeschränkungen. Der Anteil gesunder Nachkommen steigt an, wenn nicht nur der HD-Grad des Tieres selber (die sogenannte Eigenleistung), sondern auch die HD-Resultate seiner Geschwister und insbesondere seiner bereits geborenen Nachkommen mit berücksichtigt werden. Mit Hilfe einer derartigen Zuchtwertschätzung könnte der Züchter für sein Zuchttier einen geeigneten Partner auswählen, ohne seinen Hund wegen HD-Belastung von vorne herein aus der Zucht nehmen zu müssen. Dieses Konzept wird als strategische Paarung bezeichnet und hat zum Ziel, nur noch Welpen zu züchten, die ein unterdurchschnittliches Risiko haben, an HD zu erkranken. Die Zuchtzulassung wird damit nicht mehr vom HD-Resultat des Einzeltieres abhängig gemacht, sondern vom HD-Risiko für die Nachkommen einer Paarung. Diese Methode der Zuchtselektion hat sich in der Nutztierzucht als äusserst erfolgreich erwiesen. Sie wurde in den vergangenen Jahren von vielen Hunderasseklubs eingeführt. In Deutschland haben bereits über 50 Rassehundeklubs diesen Weg beschritten. Der Erfolg hängt von der zu bekämpfender Krankheit ab. Die strategische Paarung ist nur erfolgreich, wenn zuvor eine klare Zuchtstrategie erarbeitet und die Paarungsbeschränkungen konsequent eingehalten werden.
In neuester Zeit sind Ansätze zur molekulargenetischen Aufklärung der HD ins Zentrum des Interesses gerückt. Erfasst und analysiert werden unzählige Genmarker (sogenannte Mikrosatelliten) mit Hilfe des sogenannten Single Nucleotide Polymorphismus (SNPs). Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass die Entwicklung des Hüftgelenks beim Hund von vielen Genen beeinflusst wird, die auf verschiedenen Chromosomen lokalisiert sind. Gewisse Gene scheinen einen deutlich grösseren Einfluss auf die Gelenksentwicklung zu haben als andere. Sie werden als Dominanzgene bezeichnet. Ziel dieser Studien ist es, den Entscheid, ob ein Tier zur Zucht verwendet werden kann, nicht mehr allein auf den Röntgenbefund des erwachsenen Tieres, sondern auch auf seine genetischen Eigenschaften abzustützen, also seine genomischen Zuchtwert zu bestimmen. Da die Gene schon bei der Geburt unveränderlich vorliegen, könnten Welpen jeden Alters darauf hin untersucht werden. Der Züchter müsste also nicht mehr den Röntgenbefund abwarten, um zu erfahren, welche seiner Tiere später wahrscheinlich zur Zucht (zumindest was die HD betrifft) geeignet sein werden. Wenn die Prognosen zutreffen, sollen derartige Tests schon in Kürze zur Verfügung stehen. Sie müssen aber für jede Rasse gesondert entwickelt werden, was mit einigem finanziellen Aufwand verbunden ist. Molekulargenetische Analysen werden aber zunehmend auch in der Humanmedizin von Bedeutung, weniger, um unsere "Abstammung" zu verifizieren, als vielmehr um das Risiko, an einer bestimmten Krankheit zu erkranken und individuelle Medikamentenempfindlichkeit festzustellen. Und da sich die Pharmazie für uns westliche Zivilisationsmenschen darin ein gewaltiges Gewinnpotential sieht, wird der Fortschritt in der Bedeutung der oben erwähnten SNP nicht lange auf sich warten lassen.
Zurück zum Röntgenbild der Hüftgelenke. Auf einer korrekt erstellten Aufnahme ist auch der Übergang der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein ersichtlich. An diesem Übergang treten bei 0-20% der Hunde Missbildungen in Sinne eines Schaltwirbels oder Übergangswirbels auf. Es hat sich gezeigt, dass derartige Schaltwirbel das Risiko einer späteren Schädigung der Nerven im Rückenmark deutlich erhöhen. Auch eine ungleiche Entwicklung der Hüftgelenke wird damit in Zusammenhang gebracht. Es lohnt sich also, dieses Gebiet in Zukunft auch zu bewerten und im Befundblatt festzuhalten. Details dazu werden in einem weiteren Artikel folgen.
Der stärkste Ansporn zur Verbesserung der HD-Situation bei den Rassehunden wird ohne Zweifel vom kritischen und fordernden Käufer kommen. Er akzeptiert immer weniger, dass in gewissen weitverbreiteten Rassen jeder sechste Hund von fortgeschrittener HD betroffen ist. Bei dysplastischen Tieren verlangt er eine Kaufpreisminderung und die Übernahme der Behandlungskosten oder fordert gar den vollen Kaufpreis vom Züchter oder Verkäufer zurück. Ein Züchter fährt günstiger, wenn er eine wirksame Zuchtplanung einführt, als weiter nach eigenem Gutdünken Hunde zu paaren und die Augen vor den schlechten Resultaten zu verschliessen. Äusserst nachteilig für die Gesundheit einer Rasse ist es, die Röntgenbilder dysplastischer Hunde nicht offiziell beurteilen, sondern einfach verschwinden zu lassen. Damit betrügt der Besitzer nicht nur den Züchter um die jahrelangen Bemühungen um eine Verbesserung, sein Verhalten führt dazu, dass die HD-Statistiken völlig falsch ausfallen und damit weitgehend wertlos werden. Entsprechend wirkungslos sind dann natürlich auch die daraus abgeleiteten Vorschläge der Zuchtkommissionen. Noch übler schädigen jene Züchter ihre Rasse, die einen nicht gekörten Rüden zur Zucht verwenden und einen anderen als Vatertier angeben. Damit machen sie sich klar strafbar. Zudem wird die jahrelange Aufbauarbeit der anderen Züchter geschädigt. Der Schäferhunde-Klub ist solchen schwarzen Schafen auf die Schliche gekommen und verlangt deshalb einen Abstammungsnachweis mittels Blutuntersuchung (DNA-Analyse) der Zuchthunde.
Schliesslich kann der Gesetzgeber durch ein wirksames Tierschutzgesetz segensreiche Änderungen des Zuchtverhaltens auslösen. Im weiteren sind die Rasseklubs dazu aufgerufen, die unsinnige Ehrung eines einzelnen Champion of Champions abzuschaffen und dafür diejenigen Züchter zu belohnen, gesunde und langlebige Hunde züchten, die einem vernünftigen Rassestandard entsprechen. Nicht ein einsamer Spitzenhund garantiert eine gesunde Rasse, sondern eine breite Basis von gesunden und ausgewogen entwickelten Tieren.
HD und ED
Diagnose HD … und wie geht es weiter? Können Traumeel und Zeel helfen?
Immer mehr Hundehalter stehen vor der Frage: Wie kann ich meinem Hund bei HD. ED, Arthrose oder Spondylose helfen? Gibt es unterstützende Mittel, die Schmerzlinderung bringen? Was ist zu beachten?
Foto: Wikipedia
Erklärung zum Foto:
Hüftdysplasie_des_HundesRöntgenaufnahme einer HD beim Hund. Der Femurkopf ist bereits subluxiert, das Acetabulum(Hüftgelenkspfanne) umgreift ihn nicht mehr (rote Pfeile). Die Femurköpfe zeigen Abweichungen von der Halbkugelform (gelbe Pfeile); rechts im Bild sind deutliche arthrotische Veränderungen des Femurkopfes erkennbar.
HD und ED sind die häufigsten Gelenkerkrankungen beim Hund. Allerdings lassen sich nur 20 – 30% der Erkrankungen erblich erklären.
HD = Hüftgelenksdyspalsie bedeutet, dass das Tier keine ausreichend ausgebildeten Hüftegelenke hat ( oft fehlen die Hüftpfannen sogar ganz) und somit durch die Bewegung Schmerzreize entstehen.
Optisch ist häufig ein leicht schaukelnder Gang zu beobachten, die Tiere kommen schwer hoch und laufen sich mühsam ein, lahmen, leiden unter einer geringeren Belastbarkeit.
ED = Ellenbogendysplasie bedeutet, dass die Ellenbogengelenke miss- oder fehlentwickelt sind, sozusagen nicht zusammen passen. Dies führt unweigerlich zu einer Erkrankung des Gelenks.
HD und ED sind voneinander unabhängig, beide Krankheiten können einzeln oder zusammen auftreten. Vor allem die größeren Hunderassen sind betroffen. Wegen der Belastung durch die Körpermasse und der höheren Stoffwechselintensität während der Wachstumsphase, ist das Skelettsystem dieser Tiere anfälliger für Entwicklungsstörungen, als das von kleineren Rassen.
Bei beiden Krankheiten tritt aber unweigerlich im Verlauf auch die Arthrose ein.
Arthrose = als Arthrose bezeichnet man die Abnutzung des Gelenkknorpels, die Folge ist eine Verformung des Gelenks durch bereits „verformte“ Gelenke wie bei HD/ED tritt sie als Folgeerkrankung auf.
Da doch einige Hunde mit diesen Krankheiten leben müssen, werde ich das Thema umfassend verständlich darstellen und auch Möglichkeiten der Hilfe sowie die verschiedenen Möglichkeiten der Medikamente (chemisch wie homöopathisch) aufzeigen.
Die Diagnosen treffen die Hundehalter meist völlig überraschend und unvorbereitet, ist ihnen doch in der Vergangenheit nichts an der Bewegung ihrer Hunde aufgefallen. Das hat natürlich Gründe. Zum Einen ist es für das ungeübte Auge fast unmöglich, aus dem Gangbild des Hundes auf eine derartige Erkrankung zu schließen, zum Anderen kündigen sich diese Erkrankungen schleichend an. Meist ist es ein Vorfall, der den Hundehalter zum Gang zum Tierarzt veranlasst, weil der Hund plötzlich humpelt.
Ein Sprung von Sofa, nachdem der Hund ungünstig aufgekommen ist oder eine Verrenkung in einem Spiel können ausschlaggebend dafür sein, dass der humpelnde Hund (weil es nicht wieder nachlässt) beim Tierarzt geröngt wird. Bei vielen Tieren wird die HD/ED erst sehr spät diagnostiziert, weil sie sich nicht „bemerkbar“ gemacht hat.
MERKE: HD und ED lassen sich zweifelsfrei nur über ein Röntgenbild diagnostizieren!
Bei Arthrose liegt der Fall ein wenig anders, je nach Sitz ist es durchaus möglich, dass der Tierarzt diese ertasten kann, da die Gelenke i. d. R. auch eine Schwellung sowie Verhärtungen aufweisen.
HD / ED sowie Arthrosen sind nicht altersabhängig und können jeden Hund treffen.
Die Diagnose ist gestellt … und nun?
Noch vor vielen Jahren bedeutete diese Diagnose das Todesurteil für den Hund. Nun, das ist heute alles ganz anders und Hunde mit diesen Krankheitsbildern können ebenso sehr alt werden, wie gesunde Hunde.
Was kann man nun tun und wie soll man sich als Hundehalter mit seinem Hund bewegen?
Zunächst mal gilt:
Das Tier keinesfalls in Watte packen und weiterhin bewegen, um die Gelenke in Gang zu halten. Ruhe kann für ein paar Tage in akuten Schmerzfällen angebracht sein, aber das entscheidet der Tierarzt.
Wie soll sich das betroffene Tier bewegen und was ist Tabu?
Absolut tabu sind ab sofort alle Sprünge sowie das Treppenlaufen. Der Hund sollte ins Auto gehoben werden und auch das Anspringen von Besuchern muss unterbunden werden, um nur 2 Beispiele zu nennen. Auch Stop- and Go- Spiele sind nicht mehr erlaubt. Ein „sich in die Leineschmeißen“ sollte ebenfalls vermieden werden.
Was aber ist nun gut und richtig?
Was der Hund nun noch darf und vor allem sollte, hängt sehr stark von der Erkrankungsschwere und dem Allgemeinzustand ab. Grundsätzlich ist zunächst mal das Schwimmen eine sehr sehr gute Maßnahme.
Ein Tier mit einem soliden Muskelaufbau hat es sehr viel „leichter“ bei Gelenkserkrankungen, als ein Tier ohne nennenswerte Muskeln. Diese müssen mühsam aufgebaut werden, denn sie gleichen einiges aus, was das Gelenk nicht mehr leistet. So erklärt sich auch, dass sich bei sportlich aktiven und durchtrainierten Hunden erst im Alter die Erkrankung zeigt, bzw., dass es bei jüngeren Hunden länger dauert, bis erste Anzeichen sichtbar werden.
Den Hund im gemäßigten Tempo am Fahrrad laufen lassen ist auch erlaubt … natürlich nicht unendlich lange.
Sozialkontakte mit anderen Hunden sind auch erlaubt (und notwendig); auch hier sollte die Zeit des Spielens nun deutlich kürzer ausfallen.
Fährtenarbeit (hier scheiden sich die Geister der Veterinärzunft) ist ebenfalls in Maßen erlaubt.
Für sportbegeisterte Hunde ist sicher Obedience ein Ausgleich, HD Hunde dürfen auch die Begleithundeausbildung ablegen.
Es gilt: Weniger ist mehr! Das bedeutet, dass der Hund seine z. B. gewohnten zwei Stunden Auslauf durchaus haben kann und soll … aber nicht mehr wie bisher an einem Stück, sondern dosiert über den Tag verteilt. Bei Gelenkerkrankungen zählt die Qualität der Bewegung mehr, als die Quantität der einzelnen Abläufe.
Für Hundehalter, die aus organisatorischen Gründen Vieles vielleicht nicht machen können, empfiehlt es sich, eine qualifizierte Physiotherapiepraxis aufzusuchen mit dem Ziel der Schmerzlinderung, Muskelentspannung, Muskelkräftigung, Ausdauer- und Konditionsaufbau, sowie Belastungsphasen beüben.
In der Vorbeugung kann die Physiotherapie den Hund so lang wie möglich symptomfrei beziehungsweise bestehende Beschwerden auf einem geringen Level halten.
Auch kann ein Muskelaufbautraining unter Umständen in Verbindung mit Massagen wahre Wunder wirken und dem Hund eine möglichst lange beschwerdefreie Zeit ermöglichen. Das bedeutet weiterhin eine hohe Lebensqualität des Tieres und damit Ausgeglichenheit und Zufiedenheit bei Hund und Halter.
Futterzusätze und Medikamente.
Futterzusätze, die bei Gelenkserkrankungen unterstützend helfen: Alle Zusätze sollte zu 100% rein sein, um eine uneingeschränkte Wirkung zu erzielen.
Grünlippmuschelextract (überwiegend bei Arthrose sinnvoll): Gewonnen wird das Pulver aus der Grünlippmuschel, die ihr Vorkommen in Neuseeland hat.
Sinn und Zweck des Einsatzes dieses Präperates: Der Wikstoff Glukosaminglykane (GSG), der in der Muschel (neben einigen weiteren) vorhanden ist, verbessert den Stoffwechsel, der noch vorhandenen Knorpelsubstanz und verzögert das Fortschreiten der Arthrose.
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MSM ( Methylsulfonylmethan ): MSM Ist eine organische Schwefelverbindung. Schwefel kommt im Körper hauptsächlich in Nägeln, Haaren und Knorpelsubstanz in hochkonzentrierter Form vor. MSM unterstützt aktiv den Stoffwechsel und regeneriert die Knorpelmasse…angegriffene Knorpelmasse hat gerade mal ein drittel der Schwefelkonzentration eines gesunden Knorpels.
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Teufelskralle: Die Teufelskralle benötigt zwischen drei und sechs Wochen, um die volle Heilwirkung zu erzeugen. Das Indikationsspektrum von Teufelskralle umfasst deshalb hauptsächlich chronisch-entzündliche Prozesse des Bewegungsapparates, wozu auch in Studien untersuchte Erkrankungen wie durch Spondylosen (knöcherne Zubildungen an den Wirbeln), chronisch-entzündliche Polyarthritis (PCP) oder der therapeutisch oft nur schwer zu erreichende Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie) gehören. Die stark bittere Wirkung der Teufelskralle stärkt und stimuliert auch das Verdauungssystem. Da viele arthritische Beschwerden mit einer schlechten Verdauung und einer mangelhaften Aufnahme der Nahrung verbunden sind, trägt die anregende Wirkung der Pflanze auf Magensäure und Gallenproduktion zu ihrem Wert bei der Behandlung von Arthritis bei.
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Homöopathische/ pflanzliche Medikamente
Traumeel (von Heel) ist ein pflanzliches Schmerzmittel und wirkt bei Verletzungen wie Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen, Blut- und Gelenkergüssen, Knochenbrüche, postoperative und posttraumatische Schwellungszustände und Weichteilschwellungen. Ferner wirkt Traumeel bei allen entzündlichen und mit Entzündungen einhergehenden degenerativen Prozessen an den verschiedensten Organen und Geweben (Stütz- und Bewegungsapparat) wie z. B. Schleimbeutelentzündungen, Sehnenscheidenentzündung, Abnutzung an Hüft- Schulter- Knie- und kleinen Gelenken. Traumeel erzielt ein gutes Ergebnis und ist ohne nenneswerte Nebenwirkungen. Traumeel gibt es als Salbe, Tabletten, Tropfen und Ampullen. Es ist rezeptfrei aber apothekenpflichtig. Die Tropfen enthalten 35 % Alkohol, die Tabletten werden mit Milchzucker versetzt und lösen sich so hervorragend im Maul auf.
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Zeel ( von Heel): anzuwenden bei: Rheumatischen Gelenkbeschwerden, sowie Arthrosen, HD/ED. Zeel ist ein homöopathisches Komplexmittel und erhältlich als Tablette, Salbe und Ampullen. Zeel kann hervorragend als Kur gegeben werden. In Kombination mit Traumeel bewirkt es kleine Wunder. Traumeel gibt man bei Schmerzen, Zeel jedoch als Kur bei chronischen Erkrankungen, eben gerade bei Arthrose. Viele Hundebesitzer schwören auf diese Kombi.
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Vermiculite D6 : Anzuwenden bei Tieren mit: Hüftgelenks-Dysplasien, Arthrosen, Arthritis. Kur etwa für die Dauer von 3-4 Wochen. Bei Bedarf eine zweite oder dritte Kur anschließen. Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt. Als nette Beigabe wurde in Versuchsreihen festgestellt, daß die Personen oder die Tiere Zahnstein verloren oder wackelige Zähne wieder fest wurden.
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Rhus toxicodendron C 30: Anzuwenden bei: Gelenkschmerzen, aber auch bei Schmerzen in den Bändern und Sehnen. Da es sich hier um C Potenzen handelt, muss die Dosierung mit einem Homöopathen abgestimmt werden.
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Merke: Auch bei homöopathischen Mitteln gilt…niemals über einen längeren Zeitraum ohne ärztliche Kontrolle!
Die Mittel der Schulmedizin:
Rimadyl: Rimadyl ist eines der am häufigsten verwendeten Schmerzmittel bei Hunden. Es ist mit ca. 1 € pro Tablette auch nicht gerade günstig. Die Nebenwirkungen sind bei einer Langzeitgabe auch nicht unerheblich, denn Rimadyl greift Magen, Leber und Nieren an. Dennoch ist es oft das einzige Mittel, das den Hund schmerzfrei hält. Rimadyl ist nicht in Versandapotheken erhältlich, es ist nur auf Rezept oder beim Tierarzt erhältlich. Rimadyl ist von der Fa. Pfitzer und auch als Kautabletten erhältlich
Alternativ gibt es ein Generika zu Rimadyl.
Rimifin ( von der Fa. Albrecht): Das ist ein nichtsteroidales Antiphlogistikum (entzündungshemmendes Medikament), das den Wirkstoff Carprofen ebenso wie das Rimadyl enthält. Rimifin gibt es in 20 mg / 50 mg und 100 mg Carprofen je nach Körpergewicht. Die Nebenwirkungen sind bei einer Langgzeitanwendung die selben wie bei Rimadyl. Rimifin soll deutlich günstiger sein als Rimadyl.
Metacam: Metacam ist wie Rimadyl und Rimifin auch, ein schmerzlinderndes und entzündungshemmendes Medikament mit dem Wirkstoff Meloxicam. Es ist als 1 mg und 2,5 mg Kautablette erhältlich. Auch Metacam kann Magen, Darm, Nieren und Leber bei Langzeitgaben angreifen.
Phen Pred: Phen Pred ist ein Schmerzmittel, das Cortison enthält. Auch dies ist nicht frei von Nebenwirkungen. Zu Phen Pred werde ich nichts weiter schreiben, das muss im Einzelfall mit dem Tierarzt besprochen werden … eben weil es ein Corticoid ist.
Diese Liste ist eine Beispielliste und ganz sicher nicht vollständig. Es ist eine kleine Auswahl, der gängigsten Medis und Arzneien.
Alle Dosierungen müssen vom Tierarzt selbstverständlich auf das einzelne Tier angepasst werden!
Mein abschließendes Fazit:
Gelenkerkrankungen, wie auch immer sie aussehen, sind nicht schön, aber durchaus mit vielen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, sodass der Hund ein großes Maß an Lebensqualität zurückbekommt, was zunächst einmal bedeutet, ihn dauerhaft schmerzfrei zu bekommen.
Ich möchte aber auch nicht verhehlen, dass auch diese Maßnahmen möglicherweise alle nicht mehr greifen, weil die Erkrankungen nicht geheilt werden können, sondern nur verzögert und eingedämmt. Dann ist es an der Zeit, dass der verantwortungsvolle Hundehalter entsprechend handelt.
Hinzufügen möchte ich noch, dass ich sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht habe mit den Futterzusätzen MSM, Teufelkralle und Grünlippmuschelextrakt.
Ich bekam eine Hündin (12 Jahre) mit schwerer Arthrose, die sich nur sehr schwerfällig bewegen konnte. Nach der regelmäßigen Gabe der Zusätze trat nach ca. 4 Wochen eine deutlich bessere Bewegung ein und noch einige Wochen später lief sie zeitweise wie ein Junghund und war ihrem Alter gemäß völlig beweglich. Es gelang mir, sie noch lange schmerzfrei zu halten. Mit 13 Jahren musste ich ab und zu mal Traumeel geben, da ging es nicht mehr ganz ohne Schmerzmittel.
Dies ist natürlich der Idealfall …
Grundsätzlich kann ich nur empfehlen, alles erdenklich Mögliche zu tun, um das betroffene Tier so lange als möglich, ohne chemische Schmerzmittel auskommen zu lassen, denn je länger das geht, umso später treten die Nebenwirkungen auf.
Wenn es gelingt, ein Tier durch Gabe der Zusätze und durch ein gutes Allgemeinbefinden ohne oder mit minimalen Schmerzmittelgaben stabil zu halten, ist sehr, sehr viel gewonnen, denn die Nebenwirkungen sind nicht unerheblich bei Dauereingabe.
Allen betroffenen Patienten auf diesem Wege…Gute Besserung!
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About Sabine Maack
Zu Sabines Leidenschaft gehören Tiere und die Musik. Als Pflegestelle für viele Hunde, als Endstelle für Tiere, die keine Chance haben/hatten, engagiert sie sich mit großem Herzen und Wissen für den Tierschutz. Lange Zeit hat man von ihrem Wissen und das ihrer Mitstreiter und Mitstreiterinnen im Tierschutz-Hundeforum profitieren können. Für Dog Wishes näht sie für Ihre Vierbeiner von Halsungen über Leinen bis zu Hundekissen selbst, damit Ihr Hund sich wohl fühlt. Als Sängerin und Gitaristin begeistert sie in der Gruppe "Seven O" mit Rock, Pop und Country.
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Ed beim hund
Verschiedene Erkrankungen des Ellbogengelenkes, deren Auftreten auf einer genetisch bedingten Veranlagung beruht. Ob diese jedoch zum tragen kommt, hдngt von vielen Faktoren ab.
Unter dem Begriff ED werden verschiedene Erkrankungen des Ellbogengelenkes zusammengefasst, deren Auftreten auf einer genetisch bedingten Veranlagung beruht .
Starke Ьberbelastung in der Wachstumsphase, zu lange Spaziergдnge, Fahrradfahren, Ballspielen oder ьbermдЯiges Treppensteigen, zu energiereiche Fьtterung, "hochwertiges" Welpenfutter ьber zu lange Zeit oder Zusatzfьtterung von extra Mineralstoffprдparaten: All das kann dem genetisch vorbelasteten Hund zusдtzlich schaden. Zeigt der Vierbeiner eine gemischte Lahmheit und sonderbare Auswдrtsstellung der Vorderpfoten und nennen Sie ihn deshalb gerne "Charlie Chaplin", liegt der Verdacht einer Ellenbogengelenk-Dysplasie (ED) nahe.
Immer mehr mittelgroЯe und groЯe Hunde wie zum Beispiel Rottweiler, GroЯer Schweizer Sennenhund, Berner Sennenhund, Schдferhund und Retriever leiden an Ellenbogengelenk-Dysplasie (Skelettentwicklungsstцrung). Unter dem Begriff ED werden drei verschiedene Erscheinungsformen von Ellenbogengelenkserkrankungen zusammengefasst:
1. OCD (Ostechondrosis dissecans) Ursache der OCD ist eine Knorpelwachstumsstцrung mit mangelhafter Ausreifung, zum Beispiel durch eine zu hohe Wachstumsgeschwindigkeit. Dann wird die Knorpelschicht zu dick. Die Folge sind Ernдhrungsstцrungen des Knorpels. Die Knorpelzellen an der Grenze zum Knochen sterben ab, so dass Risse im Knorpel entstehen. Gelenkflьssigkeit gelangt in Kontakt mit dem unter dem Knorpel gelegenen Knochen und den abgestorbenen Knorpelzellen, was zu einer Entzьndung des Gelenks fьhrt. Durch die Ansammlung der Flьssigkeit im Gelenk (Gelenkerguss) wird die Kapsel gedehnt, es entsteht Schmerz und der Hund lahmt. Teilweise kцnnen sich vom Gelenkknorpel ganze Schuppen ablцsen, die in den meisten Fдllen an ihrem Platz bleiben, aber auch als freie Gelenkkцrper im Gelenk vorliegen kцnnen. Im Bereich des Ellenbogengelenks tritt die OCD an der Trochea lumeri (Oberarmrolle) auf. Hдufig ist auch eine OCD im Schultergelenk. Als Ur-sache fьr die OCD gilt eine energie- und kalziumreiche Fьtterung. Klinisches Symptom: Die GliedmaЯe werden vom Ellenbogengelenk an abduziert, nach auЯen gedreht.
2. FPC (Fragmentierter Processus cronoideus medialis) , auch gebrochener Kronenfortsatz genannt: Bei dem Processus coronoideus medialis ulnae handelt es sich um den inneren Kronfortsatz der Elle, welcher bei Hunden groЯwьchsiger Rassen erst im Alter von vier bis fьnf Monaten verknцchert. Bis zu diesem Zeitpunkt ist er sehr empfindlich gegenьber jeglicher Ьberbelastung. Kommt es durch unterschiedliches Lдngenwachstum von Elle und Speiche, d.h. verzцgertes Radiuswachstum, zu einer Stufenbildung mit zu kurzer Speiche im Ellenbogengelenk, kann der Kronfortsatz durch Ьberbelastung von der zu langen Elle partiell abbrechen. Ein typisches Symptom ist eine Gelenkabduktion, d.h. ein nach auЯen gedrehter Ellbogen.
FPC und OCD treten bei vielen Hunden an beiden VordergliedmaЯen auf. Eine beiderseits bestehende geringere Lahmheit ist schwierig zu erkennen. So bedarf es oft eines zusдtzlichen Traumas (mechanischer Einwirkung) an einer der beiden VordergliedmaЯen, bis der Hundehalter an dem stдrker schmerzhaften Bein eine Lahmheit erkennt. Zu diesem Zeitpunkt haben die Hunde nicht selten schon ein Alter von 10 bis 14 Monaten erreicht, und die Arthrosen sind entsprechend weit fortgeschritten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bei beiden Erkrankungen eine genetische Disposition vorliegt. Allerdings sind unterschiedliche Familien betroffen. Daher ist beim Kauf eines Hundes immer darauf zu achten, ob in der Zucht bereits ED-Fдlle vorlagen. Dies gilt auch fьr den im Folgenden besprochenen IPA.
3. IPA (Isolierter Processus anconaeus) Beim Processus anconaeus (PA) handelt es sich um einen Knochenvorsprung der Elle, dessen Wachstumsfuge im Alter von 16 bis 20 Wochen geschlossen sein sollte. Fehlt diese knцcherne Verbindung, liegt ein Krankheitsbild vor, das folgende Ursachen haben kann: Ein verzцgertes Lдngenwachstum der Elle, dadurch Druckverдnderung und Irritationen, fьhrt in seiner Wachstumsfuge zu Stцrungen der Verknцcherung und zum Isolierten PA. Bei einer zu engen Gelenkpfanne (Incisura trochlearis) der Elle entsteht Druck auf den PA und dem medialen Kronfortsatz. IPA tritt hдufig bei Deutschen Schдferhunden auf. Bis zum Alter von sieben Monaten kann versucht werden den PA mit einer Schraube zu fixieren. Danach ist eine Entnahme angezeigt.
Die Hunde zeigen oft eine typische Schonhaltung mit nach auЯen gedrehten Pfoten und Unterarmen und nach innen gedrehten Ellenbogen.
Bei allen drei Erscheinungsformen der ED treten als Folgeerscheinungen meist schmerzhafte Arthrosen auf. Die betroffenen Hunde zeigen Bewegungsunlust und Lahmheit. Mit zunehmender Belastungsdauer steigen die Schmerzen, die durch passives Beugen und Stre-cken des Ellenbogens hervorgerufen werden kцnnen.
In seltenen Fдllen ohne Auftreten von freien Gelenkkцrpern kann die Krankheit durch absolute Schonung und Futterumstellung ausheilen. In der Regel mьssen die freien Gelenkstьcke bzw. die abgebrochenen Knochenstьcke (z.B. bei FPC) operativ entfernt werden. Je frьher Diagnose und Operation erfolgen, um so grцЯer sind die Aussichten auf langfristige Heilung. Wenn einen Operation nicht in Frage kommt, bieten sich als alternative Behandlungsformen der ED eine frьhzeitige Krankengymnastik sowie die Goldakupunktur (Goldimplantation) an.
Rцntgenbild DSH, 12 Monate, linkes Ellbogengelenk, seitlicher Strahlengang, gebeugtes Gelenk. IPA. Nicht dislozierter isolierter Processus anconaeus . Eine Stufenbildung zwischen Radius und Ulna ist nicht erkennbar.
Das Ellbogengelenk, ein so genanntes Scharniergelenk, wird von drei Knochen gebildet. Der Oberarmknochen (Humerus) formt die Gelenkwalze. Die Gelenkpfanne wird zum grцЯten Teil von der Gelenkflдche der Speiche gebildet, die etwa 80 Prozent der Last ьbernimmt. Von hinten wird die Gelenkwalze von einer halbmondfцrmigen Aussparung der Elle (Incisura trochlearis) umfasst. Das obere Ende dieses Gelenkabschnittes wir vom Processus anconaeus gebildet, der als zapfenfцrmiger Fortsatz in eine entsprechende Aussparung des Oberamknochens reicht. Am unteren Ende finden sich der kleinere дuЯere und der erheblich grцЯere innere Kronfortsatz (Processus coronoideus lateralis und medialis), die den Kopf der Speiche von hinten umfassen.
Berater: Dr. Bernd Tellhelm, Justus-Liebig-Universitдt GieЯen, Fachbereich Veterinдrmedizin, Chirurgische Veterinдrklinik
Was ist ED? - Ellbogengelenksdysplasie (ED) beim Hund
Einleitung
Erkrankungen des Ellbogengelenks (Abb.1) werden in den letzten Jahren immer häufiger als Lahmheitsursache im Bereich der Vordergliedmaße bei Hunden besonders mittelgroßer und großwüchsiger Rassen diagnostiziert.
Abbildung 1: Lokalisation des Ellbogengelenks (Kreis) beim Hund
Allen voran stehen die unter dem Oberbegriff „Ellbogengelenksdysplasie - ED“ zusammengefassten Veränderungen, zu denen im engeren Sinne der isolierte Processus anconaeus (IPA), der fragmentierte Processus coronoideus medialis der Elle (FPC), die Osteochondrosis dissecans der inneren Gelenkwalze des Oberarms (OCD), Stufenbildung zwischen Speiche (Radius) und Elle (Ulna) sowie Fehlbildungen der Gelenkflächen (Inkongruenzen) zählen. Die beiden letztgenannten können entweder allein oder auch zusammen mit einem IPA, FPC oder einer OCD vorliegen. Auch das gemeinsame Vorliegen eines FPC mit einer OCD oder mit einem IPA in einem Gelenk wird beobachtet. Im weiteren Sinne kann eine umschriebene Verkalkung (Metaplasie) in den am inneren Bandhöcker der Gelenkrolle des Oberarms ansetzenden Beugesehnen und eine unvollständige Verknöcherung (inkomplette Ossifikation) der Gelenkwalze des Oberarms (IOCH) zur ED gerechnet werden.
Als Folge der Veränderungen entstehen Arthrosen (bleibende Gelenksveränderungen) mit Schmerzen und unterschiedlich stark ausgeprägte chronische Lahmheiten.
All diesen Erkrankungen ist gemein, dass sie während des Wachstums entstehen, und neben Fütterungs- und Bewegungseinflüssen bei bestimmten Rassen eine genetische Disposition zugrunde liegt. Um die genetischen Einflüsse der Ellbogengelenkserkrankungen zu bearbeiten und die Zusammenarbeit und Forschung weltweit zu koordinieren, wurde im April 1989 die „International Elbow Working Group“ (IEWG) in Davis/Kalifornien gegründet.
Entwicklung und Anatomie des Ellbogengelenks
Wie bei allen Knochen der Gliedmaßen, entwickelt sich das Ellbogengelenk aus mehreren knorpeligen Vorstufen oder Kernen, die sich im Laufe des Wachstums zu Knochen umbilden, miteinander verwachsen und so den endgültigen Knochen bilden. Das Wachstum des Knochens findet besonders in den knorpeligen Wachstumsfugen, den Epiphysenfugen statt und im Bereich der Übergänge von Knochen zu Knorpel. An den Gelenkflächen ist der Knochen mit Knorpel bedeckt. Das Gelenk wird von einer Gelenkkapsel umschlossen, welche die für den reibungslosen Bewegungsablauf erforderliche Gelenkflüssigkeit (Synovia) bildet.
Abbildung 2: Anatomie des Ellbogengelenks: 1-Gelenkwalze des Oberarms, 2-Speiche (Radius), 3-zapfenförmiger Fortsatz der Ulna (Processus anconaeus), 4-Kronenfortsatz (Processus coronoideus), 5-Elle (Ulna)
Abbildung 3: Aufsicht auf die Gelenkfläche des Ellbogengelenks mit Speiche (Radius) und Elle (Ulna) mit den beiden Kronenfortsätzen: (1) äußerer Kronenfortsatz - Processus coronoideus lateralis und (2) innerer Kronenfortsatz – Processus coronoideus medialis
Das Ellbogengelenk wird von insgesamt drei verschiedenen Knochenteilen (Abb.2) gebildet und funktioniert als sogenanntes Scharniergelenk. Die obere Gelenkfläche wird von der Gelenkwalze des Oberarmknochens gebildet und die gegenüberliegende von der Elle (Ulna) und der Speiche (Radius).
Der obere Anteil der Ulna formt den hinteren Teil des Gelenks und besitzt eine halbmondförmige Aussparung, die die Gelenkwalze des Oberarms aufnimmt. Im oberen Bereich dieser Gelenkfläche befindet sich der Processus anconaeus als zapfenförmiger Fortsatz der Ulna, der bei Streckung des Gelenks in eine Aussparung über der Oberarmgelenkwalze hineinragt und das Gelenk dabei stabilisiert (Abb2). Im unteren Bereich der Gelenkfläche der Ulna befinden sich die beiden Kronenfortsätze, die den Radiuskopf umgreifen und auf einer Höhe mit der Radiusgelenkfläche abschließen (Abb.2, 3). Der außen gelegene kleinere Kronenfortsatz wird als Processus coronoideus lateralis bezeichnet und der innen liegende, größere Kronenfortsatz als Processus coronoideus medialis (Abb.3). Der Hauptteil des Körpergewichts (ca. 80%) wird vom Oberarm auf den Radius übertragen und die Ulna übernimmt die restlichen 20% des Körpergewichtsanteils, wobei der Processus coronoideus medialis den größten Anteil hat.
Entstehung der ED
Der IPA, der FPC und die OCD treten bei Hunden im Alter von vier bis fünf Monaten während des stärksten Wachstumsschubes auf. Männliche Hunde sind häufiger betroffen, da sie in der Regel schneller wachsen als weibliche Tiere.
Die Erkrankungen werden dem Komplex der Osteochondrose zugerechnet. Als auslösender Mechanismus für die Entstehung der Osteochondrose wird eine Reifungsstörung des Knochens (Störung der enchondralen Ossifikation) verantwortlich gemacht, wobei sowohl der Knorpel der Wachstumsfugen (beim IPA) als auch der Gelenkknorpel (beim FPC und der OCD) betroffen sein kann. Die gelenkbildenden Knochen wachsen ungleichmäßig und es kann zur Überlastung besonders exponierter Bereiche im Gelenk kommen, mit der Folge einer Schädigung oder Ablösung von Knorpel- oder Knochenteilen.
Für den Processus anconaeus existiert bei großwüchsigen Hunden ein eigener Verknöcherungskern, der sich zwischen der 10. bis 14. Lebenswoche entwickelt. Die Fusion mit der Ulna erfolgt in Abhängigkeit von der Rasse zwischen der 13. und 20. Lebenswoche. Bei kleinen Hunden verläuft die Verknöcherung dagegen in der Regel von der Basis zur Spitze des Processus anconaeus. Liegt eine Störung der Verknöcherung dieser Wachstumsfuge vor, kann der Verknöcherungskern des Processus anconaeus nicht mit der Ulna verwachsen und die Fuge kann durch andauernde Belastung zerstört werden. So kommt es zur Loslösung des Processus anconaeus mit daraus resultierenden freien Gelenkkörper (Corpus librum) und Arthrosebildung.
Für den Processus coronoideus medialis der Ulna hingegen wurde bisher noch kein eigener Verknöcherungskern nachgewiesen, sondern es wird angenommen, daß die Verknöcherung von der Basis zur Spitze hin stattfindet, die mit der 20. bis 22. Woche abschließt. In dieser Zeit ist der mediale Kronenfortsatz besonders empfindlich gegenüber einer Überbelastung. Zur Überlastung kann es auch in Folge einer Stufenbildung im Gelenk kommen, nämlich dann, wenn die Ulna etwas länger ist als der Radius. Dadurch sind die Gelenkflächen dieser beiden Knochen nicht mehr auf einem Niveau und auf dem Processus coronoideus medialis der Ulna lastet vermehrt Gewicht, so dass er abbrechen kann. Gleiches kann auch passieren, wenn die Aussparung der Ulna, die die Oberarmgelenkwalze aufnimmt zu klein oder zu eng ausgebildet ist. Dadurch wird die Gelenkwalze nach vorne verlagert und es kann ebenfalls zu einer Überbelastung im Bereich des Processus coronoideus medialis der Ulna, aber auch des Processus anconaeus kommen.
Bei der OCD liegt eine lokale Spaltbildung bzw. Abtrennung des Gelenkknorpels vom darunterliegenden Knochen infolge einer gestörten Zelldifferenzierung im Gelenkknorpel vor. Betroffen ist immer der mediale (innere) Abschnitt der Oberarmgelenkwalze. Durch mechanische Beanspruchung entstehen Risse am Übergang zum gesunden Knorpel und es kann zur teilweisen oder vollständigen Ablösung der Knorpelschuppe kommen. Als Folge einer vollständigen Ablösung entsteht ein freier Gelenkkörper.
Fragmentierter Processus coronoideus medialis der Ulna (FPC) und Osteochondrosis dissecans der Trochlea humeri (OCD)
Der FPC ist eine häufige Erkrankung des Ellbogengelenks mittelgroßer und großwüchsiger Hunderassen, aber auch kleinwüchsige Hunde können erkranken. Besonders oft sind Rottweiler, Retriever, Berner Sennenhunde, Deutsche Schäferhunde und Neufundländer betroffen. Aber auch andere mittelgroße und große Rassen und Mischlinge können erkranken. Gleichzeitig mit einem FPC kann eine OCD in einem Gelenk vorliegen, wobei hierfür Labrador und Golden Retriever, Berner Sennenhunde, Deutsche Schäferhunde und Neufundländer disponiert sind. Das alleinige Vorliegen einer OCD im Ellbogengelenk wird seltener beobachtet. Betroffen sind hier besonders Golden und Labrador Retriever. In der Mehrzahl der Fälle sind sowohl beim FPC als auch bei der OCD beide Ellbogengelenke betroffen.
Symptome und Diagnostik
Der Erkrankungsbeginn liegt für den FPC und die OCD im vierten bis fünften Lebensmonat. Erste Lahmheitssymptome können mit etwa vier bis sieben Monaten beobachtet werden. Am häufigsten beginnt die Lahmheit jedoch zwischen dem siebten und zwölften Lebensmonat. In manchen Fällen können die Symptome jedoch auch erst später auftreten. Bei alleiniger oder zusätzlicher OCD beginnt die Lahmheit meist etwas früher und tritt deutlicher in Erscheinung. Der FPC und die OCD verursachen ähnliche Beschwerden.
Es tritt eine ein- oder beidseitige gemischte Lahmheit unterschiedlicher Schwere auf, die oft nach Ruhe oder Belastung deutlicher sichtbar ist. In manchen Fällen ist nur eine Steifheit nach dem Liegen vorhanden oder die Lahmheit ist intermittierend (immer wiederkehrend). Insbesondere bei beidseitiger Erkrankung ist für den Besitzer das Erkennen von Beschwerden schwierig. Im Stand wird zur Entlastung des innen liegenden Gelenkabschnittes das Ellbogengelenk an den Körper herangezogen und die Vorderpfote nach außen gedreht. In der Vorführphase wird der Unterarm in Auswärtsstellung vorgeführt. Im weiteren Verlauf der Erkrankung als Folge der Lahmheit bildet sich die Muskulatur des Oberarms zurück (Muskelatrophie). Häufig ist eine vermehrte Gelenksfüllung vorhanden, und die passive Beugung und Streckung des Gelenks sowie Druck auf den inneren Gelenkabschnitt ist schmerzhaft. Bei längerer Erkrankungsdauer entwickeln sich sekundäre Arthrosen, wodurch das Gelenk verdickt und die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Bei Bewegung des Gelenks können Reibegeräusche hörbar sein.
Zur Eingrenzung der klinischen Verdachtsdiagnose muß eine Röntgenuntersuchung des betroffenen Ellbogengelenks durchgeführt werden, wobei grundsätzlich beide Ellbogengelenke vergleichend in mindestens zwei Ebenen geröntgt werden sollten. Die Röntgendiagnostik des FPC ist jedoch oft sehr schwierig, da der Processus coronoideus medialis der Ulna von anderen Knochenstrukturen überlagert wird (Abb.4).
Abbildung 4: Röntgenaufnahmen von einem gesunden rechten Ellbogengelenk in (a) seitlichem (medio-lateral) Strahlengang und (b) von vorne (kranio-kaudal). Der Bereich des Processus coronoideus medialis der Ulna (Kreis) ist von anderen Knochenstrukturen überlagert
Die direkte Diagnose ist nur dann zu stellen, wenn der FPC deutlich verlagert ist. Ansonsten basiert die Verdachtsdiagnose eines FPC auf dem Vorliegen von anderen röntgenologischen Veränderungen, wie beispielsweise Stufenbildung, sekundäre Verdichtungen in der Knochenstruktur oder den im weiteren Verlauf der Erkrankung entstehenden Arthrosen. Diese sind etwa ab einem Alter von sieben bis neun Monaten röntgenologisch zunächst nur dezent zu erkennen und treten ab dem 12. Lebensmonat an verschiedenen Lokalisationen im Gelenk meistens deutlicher in Erscheinung (Abb.5).
Abbildung 5: Röntgenbilder vom rechten Ellbogengelenk eines 4-jährigen Deutsch Drahthaar-Rüden mit FPC. Auf den Röntgenaufnahmen in seitlichem Strahlengang (a) und von vorne (b) sind deutliche Arthrosen an verschiedenen Lokalisationen erkennbar.
Die OCD kann dagegen meist frühzeitig direkt auf dem Röntgenbild von vorne dargestellt werden (Abb.6). Jedoch gibt es auch Fälle wo dieses nicht gelingt, so dass wie beim FPC, auch in diesen Fällen die sekundären Arthrosen zur Diagnosestellung herangezogen werden müssen
Abbildung 6: Von vorne angefertigte Röntgenaufnahme des linken Ellbogengelenks eines 5-monatigen Golden Retriever-Rüden mit OCD. Der Defekt an inneren Gelenkwalze des Oberarmknochens ist als deutliche Abflachung der Knochenkontur (Pfeile) zu erkennen.
Allerdings sind die Arthrosen nicht für einen FPC oder eine OCD spezifisch, so dass die Verdachtsdiagnose durch weitere Untersuchungsverfahren, wie das Anfertigen von Schichtaufnahmen mit Hilfe der Computertomographie, der als Schlüssellochtechnik bekannten Arthroskopie (Abb.7) oder einer operative Darstellung bestätigt werden muß.
Abbildung 7: Jeweils ein rechtes Ellbogengelenk in arthroskopischer Darstellung von der Innenseite her. In der Mitte ist zur Orientierung als Skizze der einzusehende Gelenkabschnitt (Kreis) abgebildet: (a) gesundes Ellbogengelenk mit intaktem Gelenkknorpel über dem (1) Processus coronoideus medialis der Ulna, (2) der inneren und (3) der äußeren Gelenkwalze des Oberarms und (4) der angrenzenden Gelenkfläche des Radius. (b) Ellbogengelenk eines 4-monatigen Berner Sennenhundes mit einem FPC (*): im Bereich der Gelenkfläche des Processus coronoideus der Ulna (1) ist ein deutlich abgehobenes, mit Knorpel überzogenes Knochenstück zu erkennen. Der Gelenkknorpel der gegenüberliegenden inneren Gelenkwalze (2) ist noch intakt.
Zur Therapie des FPC und der OCD wird in den meisten Fällen die möglichst frühzeitige operative Entfernung empfohlen. Beim Vorliegen einer Stufenbildung zwischen Radius und Ulna kann zusätzlich eine operative Durchtrennung der Ulna entlastend wirken. Im weiterenVerlauf der Erkrankung kommt es jedoch trotz des chirurgischen Eingriffs zu einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Fortschreiten der Arthrose.
Die Prognose nach operativer Behandlung hinsichtlich der Lahmheit ist abhängig vom Zeitpunkt des Eingriffs und den bereits bestehenden Arthrosen und variieren zwischen 30 – 70 % lahmheitsfreier Fälle. Als günstig wird die Prognose betrachtet, wenn die Operation frühzeitig erfolgt, also noch keine oder nur minimale Arthrosen vorliegen. Liegen dagegen bereits deutliche Arthrosen vor, verschlechtert sich die Prognose zunehmend. Jedoch kann es bei Vorliegen einer starken Lahmheit durch einen operativen Eingriff mit Entfernung des FPC und/oder der OCD auch bei schweren Arthrosen zumindest zu einer Verbesserung der Symptome kommen.
Da die frühzeitige Diagnose des FPC röntgenologisch schwierig zu stellen ist, befürworten einige Autoren bei disponierten Rassen mit entsprechender Lahmheit und Schmerzhaftigkeit im Ellbogengelenk, auch ohne oder mit nur dezenten Röntgenbildveränderungen eine diagnostische Gelenkeröffnung bzw. Arthroskopie vorzunehmen. Der Vorteil der Arthroskopie für die Diagnostik ist sicherlich der minimalinvasive Charakter dieses Verfahrens. Gleichzeitig ist bei Bestätigung der Verdachtsdiagnose auch die arthroskopische Entfernung des FPC und der OCD möglich.
Isolierter Processus anconaeus (IPA)
Auch vom IPA sind schnellwachsende, schwere Hunde mittelgroßer und großwüchsiger Rassen besonders betroffen, wobei der Deutsche Schäferhund in der Häufigkeit herausragt. Aber auch andere Hunderassen, wie beispielsweise Amerikanische oder Belgische Schäferhunde, Weimaraner, Mastiff, Bassett, Bernhardiner, Mastino und Deutsche Dogge sowie Mischlinge aus den betroffenen Rassen können darunter leiden. Die Erkrankung kann sowohl ein- als auch beidseitig vorkommen.
Symptome und Diagnostik
Das Krankheitsgeschehen beginnt mit dem Ausbleiben der Fusion des Processus anconaeus mit der Ulna zwischen dem vierten und fünften Lebensmonat. Das Auftreten der ersten Symptome ist jedoch unterschiedlich, und bei vielen Hunden wird die Diagnose erst viel später gestellt.
Die betroffenen Hunde zeigen eine ein- oder beidseitige, zeitweise oder ständige Lahmheit unterschiedlicher Deutlichkeit. Bei einseitiger Erkrankung bemerkt der Besitzer die anfangs meist nur leichte Lahmheit jedoch oft frühzeitiger als bei beidseitigem IPA. Gelegentlich wird als Ursache der Lahmheit ein leichtes Trauma beobachtet.
Im Stand wird die erkrankte Gliedmaße im Ellbogengelenk meist vom Körper weg gehalten. In einigen Fällen kann auch eine gewisse X-Bein Stellung des Vorderfußes vorliegen. Beim Betasten ist das Gelenk vermehrt gefüllt und schmerzhaft, insbesondere wenn man von oben auf die Gelenkkapsel drückt. In chronischen Fällen ist das Gelenk durch die Arthrosen knöchern verdickt und es kann bei Bewegung ein sogenanntes „Schneeballknirschen“ verspürt oder gehört werden. Zusätzlich ist der Bewegungsradius eingeschränkt und es kann eine Streckhemmung des Ellbogengelenks vorliegen.
Auch beim Vorliegen eines IPA kann klinisch nur eine Verdachtsdiagnose erhoben werden, die anhand einer Röntgenuntersuchung abgesichert werden muß. Dafür sind grundsätzlich Aufnahmen in zwei senkrecht zueinander stehenden Ebenen anzufertigen. Besonders bei jungen Hunden empfiehlt es sich, das Ellbogengelenk in seitlichem Strahlengang extrem zu beugen, da hier noch Wachstumsfugen an anderen Gelenkbereichen vorliegen, die zur Verwechslung führen können. Bei über acht Monate alten Hunden ist der Grad der Gliedmaßenbeugung für die Diagnose nicht mehr entscheidend, da durch das Fehlen der Wachstumsfugen die Röntgenbildinterpretation auch bei Überlagerung des Processus anconaeus durch andere Knochenstrukturen möglich ist. Auch bei dieser Erkrankung sind immer beide Ellbogengelenke zu röntgen, da die Erkrankung trotz einseitiger Lahmheit beidseitig vorliegen kann.
Im Anfangsstadium ist nur eine lineare Aufhellungszone (dunkle „Linie“) zwischen dem Processus anconaeus und der Ulna durch das Ausbleiben der knöchernen Verbindung zu sehen (Abb. 8). Ein Verbleiben der Zone über ein Lebensalter von viereinhalb bzw. fünf Monate hinaus ist als krankhaft anzusehen. Bei längerem Bestehen des IPA kommt es zur Bildung einer Arthrose (Abb. 9). Gleichzeitig mit der Entstehung der Arthrose kann sich der Processus anconaeus loslösen und umgestalten.
Abbildung 8: Röntgenbild vom rechten Ellbogengelenk eines 20 Wochen alten Deutschen Schäferhundes im seitlichen Strahlengang. Der Bereich der Wachstumsfuge zwischen dem Processus anconaeus und der Ulna ist als deutlich verbreiterte dunkle „Linie“ (Pfeile) zu erkennen.
Abbildung 9: Linkes Ellbogengelenk im seitlichen Strahlengang von einem 5-jährigen Deutschen Schäferhundes mit IPA und deutlichen Arthrosen
Zur Behandlung des IPA können konservative und chirurgische Maßnahmen angewendet werden. Das konservative Vorgehen beschränkt sich allerdings nur auf Junghunde im Alter zwischen drei und vier Monaten. Durch Käfigruhe muß es spätestens nach zwei bis vier Wochen zu einer Vereinigung des Processus anconaeus mit der Ulna gekommen sein. Bleibt diese Verwachsung aus, ist eine operative Therapie angezeigt.
Die operativen Behandlungsmethoden des IPA erstrecken sich zum einen auf die Entfernung des losgelösten Knochenstücks und zum anderen auf die operative Befestigung des Processus anconaeus an die Ulna.
Die allgemein empfohlene Therapie ist die Entfernung des isolierten Processus anconaeus mit dem Ziel, die von dem isolierten Knochenstück ausgehende Irritation auszuschalten (Abb.10). Dadurch kommt es in der Mehrzahl der Fälle zunächst zu einer Verbesserung der Beschwerden. Die Langzeitresultate sind jedoch unbefriedigend, da bei vielen Patienten erneut eine Lahmheit auftritt. Außerdem entwickeln viele operierte Gelenke eine fortschreitende Arthrose. Eine Ursache dafür ist die sich aufgrund des Fehlens des Processus anconaeus ergebende Gelenkinstabilität, denn der Processus anconaeus stabilisiert das Ellbogengelenk während der Streckung.
Abbildung 10: Linkes Ellbogengelenk einer 2-jährigen Deutschen Schäferhündin mit IPA (a) vor und (b) nach Entfernung des isolierten Knochenstücks
Aufgrund der überwiegend schlechten Langzeitergebnisse nach Entfernung des isolierten Knochenstücks ist es somit sinnvoll, den Processus anconaeus zu erhalten. Eine Verschraubung wurde bereits in den achtziger Jahren versucht, sie war jedoch nicht immer erfolgreich. Erst später hat sich herausgestellt, dass neben der Verschraubung des Knochenfortsatzes eine Durchtrennung der Ulna erforderlich ist, um eine Verwachsung des Processus anconaeus zu erzielen (Abb.11).
Abbildung 11: (a) IPA bei einem 21 Wochen alten männlichen Deutschen Schäferhund in seitlichem Strahlengang nach Fixierung mittels einer Schraube und einem Bohrdraht. Zusätzlich wurde zur Vermeidung einer Stufenbildung im Gelenk eine Knochenstück aus der Ulna entfernt. (b) Bei der Kontrolle 15 Wochen nach der Operation war der Processus anconaeus mit der Ulna verwachsen und die Implantate wurden entfernt. (c) Bei einer weiteren Kontrolluntersuchung 30 Monate später waren keine Arthrosen erkennbar und auch das klinische Ergebnis war gut. Auch nach längerer Belastung lief der Hund lahmheitsfrei.
In bestimmten Fällen reicht auch eine alleinige Durchtrennung der Ulna aus. Die Erhaltung des Processus anconaeus bringt jedoch nur bei frühzeitiger Behandlung gute Ergebnisse. Liegen bereits deutliche Arthrosen vor, ist die Durchführung dieser Therapie nicht sinnvoll und das Knochenstück sollte besser entfernt werden.
Unvollständige Verknöcherung der Wachstumsfuge der Oberarmgelenkwalze - Inkomplette Ossifikation des Condylus humeri (IOCH)
Entstehung
Die Entstehung dieser Erkrankung ist noch nicht vollständig geklärt. Es gibt aber Hinweise dafür, dass es sich, wie beim IPA, um eine Störung der Knochenreifung im Bereich der Wachstumsfuge der Gelenkwalze des Oberarmknochens unklarer Ursache handelt. Dieses wird dadurch unterstützt, dass sich die röntgenologisch sichtbare Aufhellungslinie genau an der Stelle befindet, an der beim wachsenden Hund die Wachstumsfuge zwischen dem inneren und äußeren Anteil der Gelenkwalze befindet. Als begünstigend werden Fehlbildungen im Ellbogengelenk durch unterschiedliches Wachstum von Radius und Ulna angesehen, wodurch die ungleiche Kräfteverteilung auf den inneren und äußeren Anteil der Gelenkwalze ein Verwachsen der Fuge verhindert. Für den männlichen Cocker-Spaniel wird ein polygener rezessiver Erbgang vermutet.
Eine IOCH wird in der Literatur vorwiegend bei verschiedenen Spanielrassen gesehen. Aber auch anderen Rassen wie Bayerischer Gebirgsschweißhund, Deutsche Wachtel, Deutscher Schäferhund, Rottweiler oder Labrador Retriever können betroffen sein. Beim Spaniel tritt die IOCH häufig beidseitig auf. Bei den anderen Hunderassen ist sowohl ein einseitiges als auch ein beidseitiges Vorkommen beschrieben. Hinsichtlich der Geschlechtsverteilung scheinen männliche Tiere häufiger zu erkranken als weibliche. Im Vergleich zu den anderen zur ED gehörenden Erkrankungen, kommt die IOCH seltener vor.
Symptome und Diagnostik
Die IOCH entsteht in der Wachstumsphase. Der Wachstumsfugenschluß des äußeren an den inneren Teil der Gelenkwalze des Oberamknochens erfolgt normalerweise zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat. Beschwerden werden jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten danach beobachtet. Durch die verbleibende Wachstumsfuge resultiert eine Schwächung der Oberarmgelenkwalze und eine vermehrte Beweglichkeit der beiden Anteile während starker Belastung. Der Gelenkknorpel entlang der verbliebenen Fuge reist durch die vermehrte Beweglichkeit ein und durch Eindringen von Gelenkflüssigkeit in den Spalt kann eine Schmerzhaftigkeit mit Lahmheit resultieren. Meist ist die bestehende Lahmheit nur leicht bis mittelgradig und sie kann intermittierend vorliegen. Eine Schmerzreaktion ist besonders bei Überbeugung und Überstreckung des Ellbogengelenks auslösbar.
Bedingt durch die Schwächung der Gelenkwalze kann es in Folge eines Bagatelltraumas (z.B. Springen über einen Graben), leicht zu einem Bruch der Oberarmgelenkwalze kommen.
Abbildung 12: Röntgenaufnahme (von vorne) vom Ellbogengelenk eines sechs Monate alten männlichen Neufundländer mit unvollständige Verknöcherung der Wachstumsfuge der Oberarmgelenkwalze (schwarze Pfeile) und zusätzlicher OCD (weißer Pfeil) an der inneren Gelenkwalze des Oberarmknochens.
Die röntgenologische Diagnose der IOCH ist manchmal schwierig und ist nur auf einer exakt gelagerte Aufnahme von vorne zu stellen, da die Röntgenstrahlen genau parallel auf die verbliebene Fuge treffen müssen (Abb.12).
Die Aufnahme in Seitenlagerung ist für die Diagnose der Erkrankung selbst nicht unbedingt erforderlich, dient aber der Erkennung von Begleitveränderungen, wie beispielsweise der Darstellung von Arthrosen. Zusätzlich zur IOCH kann ein FPC oder eine OCD (Abb.12) im Gelenk vorliegen.
Andere Untersuchungsverfahren
Am sichersten kann die Erkrankung mit Hilfe der Computertomographie diagnostiziert werden (Abb.13). Im Schnittbild durch die Gelenkwalze des Oberarmknochens ist die IOCH als eine deutliche dunkle Linie mit angrenzender Verdichtung des Knochens repräsentiert. Gleichzeitig läßt sich mit der Computertomographie ein eventuell vorliegender FPC diagnostizieren. Da diese Untersuchung jedoch aufwendiger ist als das Röntgen und eine Narkose erfordert, ist dieses Verfahren für die Diagnose nur Mittel der zweiten Wahl. Auch arthroskopisch ist die IOCH zu erkennen und zeigt sich als Kontinuitätsunterbrechung im Gelenkknorpel (Abb.14). Diese Technik kommt aber nur dann zum Einsatz, wenn die Erkrankung bereits diagnostiziert wurde und chirurgisch versorgt werden soll.
Abbildung 13: Computertomographische Darstellung der unvollständigen Verknöcherung der Wachstumsfuge der Oberarmgelenkwalze im transversalen Schnittbild durch die linke Oberarmgelenkwalze eines 2 Jahre alten Hütehundes. Die den inneren vom äußeren Anteil der Gelenkwalze vollständig separierende, hypodense Zone (Pfeile) ist deutlich erkennbar.
Abbildung 14: Arthroskopisches Bild einer unvollständigen Verknöcherung der Wachstumsfuge der Oberarmgelenkwalze im rechten Ellbogengelenk einer 7 Monate alten Deutschen Wachtelhündin. Die Kontinuitätsunterbrechung im Gelenkknorpel (Pfeile) zwischen dem inneren (1) und äußeren (2) Anteil der Gelenkwalze des Oberarms ist deutlich erkennbar. Am Rand des Bildes ist noch die Gelenkfläche der (3) Ulna und des (4) Processus anconaeus zu sehen. Rechts daneben ist zur Orientierung als Skizze der einzusehende Gelenkabschnitt (Kreis) abgebildet
Abbildung 15: Ausheilungergebnis des Hundes mit unvollständiger Verknöcherung der Wachstumsfuge der Oberarmgelenkwalze und zusätzlicher OCD aus Abbildung 13. Bei der Kontrolle 7 Monate post operationem war der Spalt röntgenologisch durchbaut, die OCD abgeheilt und der Hund lief auch nach längerer Belastung lahmheitsfrei.
Die Behandlung mit anti-entzündlichen Medikamenten ist dauerhaft nicht erfolgreich. Daher wird bei entsprechender Symptomatik ein operativer Eingriff mit Verschraubung der beiden Knochenanteile der Gelenkwalze (Abb.15) mit guten Ergebnissen vorgenommen. Dadurch ist in den meisten Fällen eine Verwachsung des Knochens zu erreichen. Bei stark beanspruchten Hunden wird sogar ohne Vorliegen einer Lahmheit die Versorgung mit einer Schraube empfohlen, um einem Bruch der Gelenkwalze vorzubeugen.
Umschriebene Verkalkung (Metaplasie) in den am inneren Bandhöcker der Gelenkrolle des Oberarms ansetzenden Beugesehnen
Entstehung
Die Entstehung der Metaplasie ist noch weitgehend ungeklärt. Neben einer fehlenden Verschmelzung des Verknöcherungskerns des inneren Bandhöckers der Gelenkrole des Oberarmknochens wird eine unfallbedingte Absprengung desselben als Ursache vermutet. Auch die Entstehung aus einem vorgebildeten Verknöcherungszentrum, vergleichbar mit einem Sesambein oder eine Umbildung von Bindegewebe in den Beugesehnen zu Knochen wird diskutiert. Als weitere Entstehungsmöglichkeit der Metaplasie wird eine sekundäre stoffwechselbedingte Verkalkung durch eine assoziierte chronische Arthrose diskutiert.
Eine Metaplasie am Ellbogengelenk wird bei mittelgroßen und großen Hunderassen, wie beispielsweise Labrador Retriever, Englischer Setter, Neufundländer, Rottweiler, Airedale Terrier, Basenji, Border Collie oder Deutscher Schäferhund beobachtet. Sie kann ein- oder beidseitig auftreten und befindet sich in den am inneren Bandhöcker ansetzenden Beugesehnen der verschiedenen Beugemuskeln des Unterarms. Die Metaplasie kann sich auch in der Gelenkkapsel befinden oder mit ihr in Verbindung stehen und somit in direktem Kontakt zum Binnenraum des Ellbogengelenks stehen. Die Erkrankung tritt überwiegend bei weiblichen Hunden auf, aber auch Rüden können betroffen sein. Im Vergleich zu den anderen zur ED gehörenden Erkrankungen, kommt die Metaplasie seltener vor.
Symptome und Diagnostik
Die Metaplasie wird sowohl bei Junghunden unter einem Jahr, als auch bei älteren Hunden beobachtet. Klinisch wird eine steife, staksige Bewegung der betroffenen Vordergliedmaße beobachtet bei nur leichter bis mittelgradiger Lahmheit. Die Lahmheit kann intermittierend auftreten und ist im Trab am deutlichsten zu sehen bzw. kann dann erst erkennbar sein. Im weiteren Verlauf kann sich die Lahmheit verstärken und dann ständig vorliegen. In manchen Fällen ist ein Muskelschwund im Bereich der Schulter zu erkennen. Das Gelenk selbst weist oft keine Schwellung auf, jedoch ist die passive Beugung und Streckung des Ellbogengelenks und Druck auf den inneren Gelenkabschnitt schmerzhaft. In einigen Fällen ist die knöcherne Zubildung am inneren Ellbogengelenksbereich direkt fühlbar und kann verschieblich sein. Liegen arthrotische Veränderungen vor, ist das Gelenk deutlich verdickt und eingeschränkt beweglich.
Die Diagnose der Metaplasie erfolgt anhand einer Röntgenuntersuchung des Ellbogengelenks in zwei Ebenen. Am besten sind die umschriebenen Verkalkungen auf einer von vorne angefertigten Röntgenaufnahme darzustellen (Abb.16). In Abhängigkeit von der Lage können sie aber auch im seitlichen Strahlengang erkennbar sein (Abb.17). Die Metaplasien haben eine ovoide bis spindelförmige Gestalt und variieren in ihrer Größe. Zusätzlich zu der Metaplasie können gleichzeitig Arthrosen unterschiedlichen Ausmaßes vorliegen.
Abbildung 16: Röntgenbild vom linken Ellbogengelenk (von vorne) eines 13 Monate alten Rottweilers mit einer umschriebenen Verkalkung (Metaplasie) in den am inneren Bandhöcker der Gelenkrolle des Oberarms ansetzenden Beugesehnen auf Höhe des Gelenkspaltes.
Abbildung 17: Röntgenbild im seitlichen Strahlengang vom Ellbogengelenk eines 4 Jahre alten Mastinos mit einer Metaplasie in den am inneren Bandhöcker der Gelenkwalze des Oberarms ansetzenden Beugesehnen.
Als Therapie der Metaplasie wird überwiegend die chirurgische Entfernung mit recht guten Ergebnissen empfohlen. Bereits bestehende degenerative Veränderungen im Ellbogengelenk können jedoch eine vollständige Genesung verhindern.
Ellbogendysplasie (ED) beim Hund
Unter dem Begriff Ellbogengelenkdysplasie - kurz auch ED oder Ellenbogendysplasie genannt – fasst man beim Hund eine Reihe von Krankheiten des Ellenbogengelenkes zusammen, die durch Fehlbildungen oder Fehlentwicklungen der am Gelenk beteiligten Knochen entstehen. Es handelt sich bei dieser Erkrankung um ein so genanntes multifaktorielles Krankheitsgeschehen: Mehrere Faktoren sind an der Entstehung einer Ellenbogendysplasie bei einem Hund beteiligt. Wachstumsstörungen, genetische Veranlagung, falsche oder übermäßige Ernährung, Überlastung oder Verletzungen sind häufige Faktoren, die die Entstehung einer ED begünstigen. All diese Faktoren führen dazu, dass das Gelenk bei der Bewegung nicht reibungslos gleitet und es zur Bildung von schmerzhaften Arthrosen kommt.
Symptome einer Ellbogengelenkdysplasie beim Hund
Hunde mit einer Ellbogengelenkdysplasie sind lahm – jede Bewegung des Gelenks bereitet ihnen Schmerzen. Diese Lahmheit kann plötzlich auftreten oder sich auch schleichend entwickeln. Sind beide Ellbogengelenke gleichzeitig betroffen, zeigt der Hund häufig einen steifen Gang. Auch sehr junge Hunde können bereits an einer ED leiden. Lahmende Hunde sollten deswegen immer schnell einem Tierarzt vorgestellt werden, da arthrotische Veränderungen im Gelenk nicht wieder rückgängig gemacht werden können und dem Hund zeitlebens Schmerzen bereiten.
Behandlungsmöglichkeiten bei der Ellbogendysplasie des Hundes
Grundsätzlich gilt die ED bei Hunden als unheilbar. Je nach Alter des Hundes und Schwere der Veränderungen im Gelenk stehen dem Tierarzt allerdings verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um weitere Veränderungen im Gelenk zu verhindern und dem Hund die Schmerzen bei der Bewegung zu nehmen. Es können sowohl konservative (also Medikamente, Krankengymnastik u.a.) als auch chirurgische Maßnahmen zum Einsatz kommen. Die Behandlungskosten für einen an Ellbogengelenkdysplasie erkrankten Hund können sehr schnell sehr hoch werden – mit einer rechtzeitig abgeschlossenen Kranken- und OP-Versicherung können sich Tierhalter schützen.
Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.
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Ellbogengelenkdysplasie (Ellbogendysplasie, ED)
Die Ellbogengelenkdysplasie (ED oder Ellbogendysplasie) beinhaltet mehrere wachstumsbedingte Erkrankungen des Ellbogengelenkes beim Hund. Sie ist, ähnlich wie die Hüftgelenkdysplasie, erblich. Sie führt - je nach Erkrankung und Ausprägung - zu einer leichten bis schweren Lahmheit und zur Ellbogenarthrose. Für die verschiedenen Erkrankungen des Komplexes stehen Therapieverfahren zur Verfügung. Hierdurch verbessern sich in der Regel die Symptome. Da das Gelenk jedoch durch keine derzeit verfügbare Methode "geheilt" werden kann, wird auch die Bildung einer Arthrose durch keine Behandlungsmethode verhindert. Der Erkrankungsprozess kann jedoch häufig hinausgezögert werden, so dass viele Hunde über lange Jahre ein normales Leben führen können.
Drei Knochen sind an der Bildung des Ellbogengelenkes beteiligt: der Oberarmknochen (Humerus), die Elle und die Speiche. Damit die Bewegung reibungsfrei verläuft, müssen die Gelenkflächen dieser Knochen exakt zusammen passen und mit einer intakten Knorpelschicht bedeckt sein.
Die Abbildung zeigt die Röntgenaufnahme eines normalen Ellbogengelenkes.
Kommt es zur Bildung einer Stufe im Gelenk und/oder wird der Knorpel auf andere Weise geschädigt, ist die Folge eine Gelenkentzündung und langfristig die Bildung einer Arthrose. Die Tiere haben Schmerzen und lahmen.
Die Ellbogengelenkdysplasie ist eine Fehlbildung des Gelenkes. Die Ursachen sind vielfältig und nicht vollständig geklärt. Als wesentlicher Faktor wird eine Stufenbildung, also ein nicht exaktes Zusammenpassen der Gelenkflächen zueinander, angenommen. Die Erkrankung kann verschiedene Erscheinungsformen haben. Die häufigsten sind: „Fragmentierter Processus coronoideus“ (FCP oder FPC), „Isolierter Processus Anconaeus“ (IPA), „Osteochondrosis dissecans“ (OCD) und die „Inkongruenz“.
Ursachen und Alltagskonsequenzen
Ob ein Hund eine ED entwickelt und welchen Verlauf die Erkrankung nimmt, hängt von vielen Faktoren ab, von denen hier nur einige genannt werden. Vieles in der Entstehungsgeschichte der Erkrankung ist auch noch ungeklärt. Gesichert ist, dass die erbliche Komponente am wichtigsten für die Entstehung der Ellbogendysplasie ist. Der Erbgang ist komplex und nicht jeder Hund, dessen Elterntiere ED-Träger sind, entwickelt selbst eine ED. Umgekehrt können auch Elterntiere, die selbst ED-frei sind, die Anlage vererben und erkrankte Nachkommen bekommen.
Ein weiterer Faktor ist das schnelle Wachstum der betroffenen Hunde, woran die Fütterung einen wesentlichen Anteil hat. Viele Hunde werden viel zu lange mit energiereichen „Welpenfuttern“ versorgt. Das führt zu Wachstumsimbalancen zwischen Knochen und zwischen Knochen und Knorpel sowie zwischen Muskeln und Knochen.
Auch die Fettleibigkeit spielt eine wichtige und häufig unterschätzte Rolle. Es sind vor allen Dingen großwüchsige Hunde eher kompakter Körperform betroffen, während tendenziell muskulösere, weniger zur Adipositas neigende Tiere seltener an Ellbogendysplasie erkranken. Auch der häufig anzutreffende Wunsch, dass bestimmte Rassen möglichst schnell wachsen um frühzeitig ein möglichst großes Körpermaß zu erreichen, ist für den Bewegungsapparat, auch für die Ellbogengelenke, schädlich.
Die Überversorgung mit Futtermittelzusätzen wie Kalzium oder bestimmten Vitamine kann verschiedene Skeletterkrankungen auslösen oder verschlimmern – auch mit der Ellbogendysplasie wird ein Zusammenhang vermutet.
Ständige Überbeanspruchung des Bewegungsapparates kann Skeletterkrankungen verschlimmern oder auslösen und wird auch als Faktor bei der Entstehung von Ellbogenerkrankungen diskutiert.
Es bestehen zahlreiche weitere Faktoren, die wahrscheinlich an der Ausprägung einer Ellbogendysplasie beteiligt sind. Die Entstehung der Erkrankung ist also komplex. Eine erbliche Grundlage wird jedoch immer angenommen, alle anderen Faktoren sind eher zusätzliche Faktoren, die an der individuellen Ausprägung der Erkrankung beim einzelnen Patienten beteiligt sind. Fakt ist dass es Fälle gibt, bei denen trotz optimaler Haltung eine schwere Ellbogendysplasie auftritt. Genauso gibt es Hunde, bei denen die Erkrankung nur sehr milde verläuft, obwohl entsprechen den genannten Theorien eigentlich alles falsch gemacht wurde. Es ist im Einzelfall also nicht vorherzusagen, ob ein Hund eine Ellbogendysplasie entwickelt und welchen Verlauf sie nimmt.
Formen der Ellbogengelenkdysplasie
1. Isolierter Processus Anconeus
Bei dieser Form der ED ist ein Knochenfortsatz (Processus anconaeus) der Elle im Rahmen des Wachstums nicht angewachsen. Verschiedene Ursachen werden diskutiert. Die Verbindung zur Elle kann relativ fest oder aber gar nicht vorhanden sein. In jedem Fall kommt es jedoch durch den beweglichen Gelenkfortsatz zu einer andauernden Reizung des Gelenkes mit zügiger Bildung einer meist starken Arthrose. Die meisten Hunde mit IPA lahmen deutlich und haben erhebliche Schmerzen im betroffenen Gelenk.
Die Abbildung zeigt die Röntgenaufnahme eines Ellbogengelenkes mit einem isolierten Processus anconaeus (IPA). Rot umrandet ist der Bereich, in dem die Verknöcherung nicht stattgefunden hat.
2. Osteochondrosis dissecans
Die Erkrankung entsteht, wenn es durch eine Entwicklungsstörung zur Bildung einer zu dicken Knorpelschicht und einer Störung der Nährstoffversorgung der tiefen Knorpelschicht kommt. Wenn diese abstirbt, spricht man von einer „Osteochondrose“. Das abgestorbene Knorpelareal löst sich vom darunterliegenden Knochen. Es kommt zur Gelenkentzündung. Hebt sich eine Knorpelschuppe ab, spricht man von der „Osteochondrosis dissecans“. In dem betroffenen Areal des Gelenkes liegt der Knochen frei. Der veränderte oder auch abgelöste Knorpel kann die wichtigen Aufgaben wie Stoßdämpfung, Bildung einer Gleitfläche bei der Gelenkbewegung etc. nicht mehr erfüllen. Es kommt in der Regel zu einer schnell voranschreitenden Arthrose und Gelenkzerstörung.
Die Abbildung zeigt eine Röntgenaufnahme eines Hundes mit OCD des Ellbogengelenkes. Die normalerweise glatte Gelenkkontur weist im Bereich der roten Markierung einen Defekt auf.
3. Fragmenterter Processus Coronoideus
Diese Erkrankung entsteht vermutlich, wenn Elle und Speiche keine gleichmäßige Kontur haben, sondern die Elle etwas „übersteht“. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Aussparung für den Oberarm zu eng ist. In beiden Fällen kommt es zu einer Überlastung eines Fortsatzes der Elle, des „Processus Coronoideus“. Es gibt noch viele weitere Entstehungstheorien. Die Folge ist jedoch immer die gleiche: In der Spitze des Processus Coronoideus werden Knorpel und Knochen geschädigt, häufig kommt es zur Bildung kleiner Knochen-Knorpel-Fragmente. Dann liegt ein „Fragmentierter Processus Coronoideus“ im eigentlichen Sinne vor. Wiederum kommt es zur Entzündung des Gelenkes mit der Folge von Schmerzen, Lahmheit und Arthrose.
Bei keiner anderen Form der Ellbogendysplasie sind die Symptome bei verschiedenen Patienten so unterschiedlich ausgeprägt wie beim FCP. Es gibt Tiere, die über viele Jahre symptomfrei sind, und bei denen erst spät leichte Veränderungen im Röntgenbild auffallen. Andere Tiere zeigen schon in frühem Alter eine schwere Lahmheit und starke Arthrose des Gelenkes. Meist werden die Patienten aber als junge Hunde gegen Ende des Wachstums vorgestellt und haben zu dieser Zeit bereits deutliche Veränderungen – sowohl im Gang als auch im Röntgenbild.
Die Abbildung zeigt das arthroskopische Bild (Arthroskopie = Gelenkspiegelung) eines Ellbogengelenkes mit fragmentiertem Processus coronoideus (FCP, FPC). Die Knorpeloberflächen sind in diesem Fall nur wenig verändert.
4. Inkongruenz
Unter diesem Begriff wird eine Stufenbildung zwischen Elle und Speiche verstanden. In geringer Form ist eine Stufenbildung wahrscheinlich auch an der Entstehung des FCP und eventuell auch des IPA beteiligt. Im Falle der „Inkongruenz“ als eigenständiges Erscheinungsbild des FCP ist die Stufe jedoch erheblich und eigentliche Ursache der Lahmheit. Betroffene Tiere müssen keinen FCP oder IPA haben, Durch die Stufenbildung kommt es jedoch zur ungleichmäßigen Belastung der Gelenkflächen und damit zu Überlastungszonen, in denen Knorpel und unterliegender Knochen geschädigt werden. Dadurch kommt es wiederum zur Entzündung des Gelenkes und in der Folge zur Lahmheit, Schmerzen und Arthrose.
Die Abbildung zeigt die Röntgenaufnahme eines Hundes mit einer deutlichen Stufe im Ellbogengelenk. In diesem Fall ist die Diagnose eindeutig. Häufig wird eine Stufe im Röntgenbild jedoch nur vorgetäuscht, da sich mehrere Knochenstrukturen überlagern.
Alle Erscheinungsformen sind im Prinzip eigenständige Erkrankungen. Dennoch werden sie durch den Sammelbegriff der „Ellbogengelenkdysplasie“ zusammengefasst, da sie alle Ausdruck einer Fehlbildung des Gelenkes sind. Außerdem haben sie alle ähnliche Folgen für das Gelenk: Entzündung und Arthrose. Auch ist allen Formen gemein, dass sie nicht „heilbar“ sind. Das bedeutet, dass ein betroffenes Gelenk immer erkrankt bleiben wird, auch wenn durch eine adäquate Therapie meist eine Verbesserung der Lahmheit und Reduktion der Schmerzhaftigkeit erreicht werden kann.
Meist stellen Besitzer ein betroffenes Tier wegen einer Lahmheit der Vordergliedmaßen oder aber zur für einige Zuchtverbände vorgeschriebenen ED-Zuchtuntersuchung vor. Teilweise wird die Diagnose aber auch als Zufallsbefund gestellt. Zur Diagnosestellung sind Röntgenaufnahmen erforderlich. Meist kann man die Diagnose bereits anhand gut gelagerter und belichteter Röntgenaufnahmen stellen. In einigen Fällen wird zusätzlich zu einer Computertomographie geraten, meist ist das jedoch nicht notwendig. Auch die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) kann Teil der Diagnostik sein. Allerdings wird sie aufgrund ihrer Invasivität nur durchgeführt, wenn man auch eine chirurgische bzw. arthroskopische Therapie in Erwägung zieht. Denn auch bei einer Gelenkspiegelung handelt es sich um eine Operation, die mit (wenn auch geringen) Risiken für den Patienten einhergeht.
Über die geeignete Behandlung der Ellbogengelenkdysplasie gibt es unterschiedliche Ansichten. Zum einen hängt die Behandlung von der Erscheinungsform der Erkrankung ab. Ein IPA wird anders behandelt als eine OCD und diese wiederum anders als ein FCP. Zum anderen hängt die Entscheidung vom Grad der Symptome des Hundes und von der Art und dem Grad der Röntgenbefunde ab.
Grundsätzlich steht man vor der Entscheidung, ob eine chirurgische oder eine nicht chirurgische Behandlung durchgeführt wird. Egal was man tut – die Arthrose des Gelenkes kann durch kein derzeit verfügbares Therapieverfahren verhindert werden, da aus betroffenen Gelenken keine „gesunden“ Gelenke gemacht werden können.
Bei der OCD und beim IPA entscheidet man sich fast immer für eine Operation. Der Isolierte Processus Anconeus wird entweder entfernt oder (bei jungen Hunden mit ansonsten nur geringen Gelenkveränderungen) angeschraubt. Die OCD kann auf verschiedene Arten operiert werden, das gängigste Verfahren ist derzeit jedoch das Auffrischen des Defektes, damit ein „Ersatzknorpel“ gebildet werden kann. Dieser ist zwar von seinen Eigenschaften nicht so gut wie der ursprüngliche Knorpel, aber immer noch besser als der freiliegende Knochen. In der Regel kann die Operation minimalinvasiv über eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durchgeführt werden.
Beim FCP ist die Entscheidung für ein chirurgisches oder konservatives Vorgehen am schwierigsten. Viele Hunde laufen trotz FCP und trotz relativ deutlichen Veränderungen in den Röntgenaufnahmen sehr gut. Es ist umstritten, ob eine Operation bei Hunden, die nur hin und wieder Lahmheitsphasen zeigen oder nur nach dem Aufstehen ein paar Schritte lahmen, wirklich notwendig ist. Ein lahmheitsfreier Hund wird nach der Operation nicht besser laufen, es besteht sogar das Risiko der Verschlechterung. Die Arthrose wird sich trotz Operation bilden. Es konnte bisher durch wissenschaftliche Untersuchungen nicht nachgewiesen werden, dass in sehr milden Fällen eine Operation wirklich entscheidende Vorteile für das Tier bringt. Daher raten wir bei Tieren ohne Lahmheit meistens nicht zur Operation. Im Falle einer Verschlechterung oder bei Tieren mit deutlicher Lahmheit sollte man die Operation jedoch durchführen. In den meisten Fällen lässt sich ein FCP gut über eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) operieren.
Der geschädigte Gelenkfortsatz wird entfernt, eventuell freiliegende Knochenfragmente ebenfalls. Dadurch ist die Gelenkfläche zwar nicht wieder hergestellt. Aber die Entzündung und damit die Reizung des Gelenkes sowie die Reibung zwischen den Knochen wird geringer, was meist zu einer deutlichen Reduktion der Schmerzen und zur Verbesserung des Gangbildes führt.
Bei Hunden, die aufgrund der Erkrankung bereits eine schwere Arthrose des Gelenkes gebildet haben, ist die Lahmheit häufig nicht mehr durch den eigentlichen FCP, sondern durch die Arthrose bedingt. Hier erreicht man teilweise zwar eine deutliche Reduktion der Lahmheit direkt nach einer Arthroskopie. Diese Verbesserung ist jedoch fast immer von relativ kurzer Dauer. Wahrscheinlich kommt die kurzzeitige Verbesserung durch die mit der Arthroskopie verbundene Gelenkspülung zustande. Einen gewissen Anteil am kurzfristigen Erfolg der Arthroskopie schwerarthrotischer Patienten hat wahrscheinlich auch die Entfernung von freien Knochen-Knorpelfragmenten aus dem Gelenk. Die Arthrose wird in der Operation jedoch nicht behoben und führt schnell wieder zur Lahmheit.
Die Abbildung zeigt die Röntgenaufnahme eines Ellbogengelenkes mit schwerer Arthrose, in diesem Fall hervorgerufen durch einen Fragmentierten Processus Coronoideus (FPC)
Die nichtchirurgischen Behandlungsmethoden gleichen denen eines Arthrosepatienten und sind im Abschnitt Arthrose auf dieser Homepage zu finden.
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Wie kann die Ellbogendysplasie behandelt werden?
Leider sind beim Auftreten der klinischen Symptome bereits Veränderungen vorhanden, welche in der Regel nicht mehr rückgängig gemacht werden können.
Ziel der Therapie ist es, eine Verschlechterung des Gelenkzustandes zu verhindern. Dies geschieht zum Teil operativ durch Entfernung abgesprengter oder nicht angewachsener Knochenstücke, mittels Durchtrennung der Elle bei krummen Vorderbeinen oder mittels Entfernung des losgelösten Knorpels bei Knorpelschäden.
An zweiter Stelle steht die Schmerzbekämpfung mittels Entzündungshemmern in Kombination mit knorpelaufbauenden und knorpelschützenden Präparaten. Dies um dem Hund ein einigermassen schmerzfreies und angenehmes Leben zu ermöglichen und um das Fortschreiten der Arthrose zu verlangsamen.
An dritter Stelle steht die möglichst rasche Gewichtsabnahme bei übergewichtigen Hunden, was manchmal ein schwieriges Unterfangen darstellen kann. Das Wichtigste ist dabei sicher die Reduktion der Futtermenge oder das Einführen eines Fastentages pro Woche. Gelingt die Gewichtsreduktion mit diesen Methoden nicht (Mitleid, verschiedene Personen, die füttern, andauerndes Betteln usw.), ist es manchmal notwendig, dem Hund eine Diät zu verschreiben, die jedoch auf Grund des noch nicht ausgewachsenen Skelettes vorsichtig zusammengestellt werden muss.
An vierter Stelle wird eine Einschränkung der Bewegung angeordnet. Dies führt zu weniger Belastung des geschädigten Gelenkes und somit zu weniger Arthrose. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der Hund einerseits nicht unter Bewegungsarmut leidet, andererseits nicht zu dick wird und die Muskulatur nicht schwindet. Aus diesen Gründen empfehlen wir an unserer Klinik, die Hunde häufiger, aber weniger lange zu bewegen.
Sicher gibt es Hunde, die eine Ellbogenarthrose besser ertragen als andere, und solche, die weniger arthrotische Zubildungen machen. Grundsätzlich ist aber eine Arthrose eine ernst zu nehmende Gelenkerkrankung, die dem Hund Schmerzen bereitet und ihn leiden lässt. Kann die Arthrose nicht unter Kontrolle gebracht werden, kann es im schlimmsten Fall zu einem steifen Ellbogen führen, was für den Hund ein erhebliches Problem im Bewegungsablauf darstellt. Andererseits können die Schmerzen so stark sein, dass sie auch mit den heute sehr potenten Medikamenten nicht unter Kontrolle gebracht werden können und der Hund sogar eingeschläfert werden muss.
Damit dies alles nicht oder erst im hohen Alter geschieht, ist es unbedingt notwendig, möglichst früh und kompetent eine Therapie einzuleiten. So kann dem betroffenen Hund geholfen und ein hundewürdiges Leben ermöglicht werden.
Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 8/2000
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35
Dr. med. vet. FVH Thomas Baumgartner
Tierklinik Sonnenhof AG, Derendingen
Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin *** Association Suisse pour la Médecine des petits Animaux
Associazione Svizzera per la Medicina dei Piccoli Animali *** Swiss Association for Small Animal Medicine
KLEINTIERPRAXIS ROSSBACH WIED
Ellbogendysplasie des Hundes – ED
Bei ED handelt es sich um Entwicklungsstörungen des Ellbogengelenks, die verschiedene Gelenkbestandteile betreffen können.
Man geht nach heutiger Lehrmeinung von einer vererbbaren Neigung zur Bildung einer ED aus und versucht folgerichtig, durch Röntgen von Zuchttieren ED-belastete Hunde aus der Zucht auszuschließen.
Betroffen von ED sind insbesondere große, schnell wachsende Hunderassen wie beispielsweise Berner Sennenhunde, Labrador Retriever, Bordeaux-Doggen, Deutsche Schäferhunde und Neufundländer.
Die ersten Symptome einer ED sind ein steifer Gang oder Lahmheiten der Vordergliedmaßen, die nach längerer Ruhe oder starker Belastung am deutlichsten sind. Sie treten erstmals im Alter von vier bis acht Monaten auf.
Zeigt ein Junghund einer großwüchsigen Hunderasse im Alter ab vier Monaten bereits Lahmheiten der Vordergliedmaßen, sollte er umgehend geröntgt werden, da jede Behandlung umso bessere Erfolgsaussichten hat, je früher man sie beginnen kann.
Ist eine ED diagnostiziert, kann – ebenfalls nach heutiger Lehrmeinung– nur ein chirurgischer Eingriff die schlimmste Folge der ED verhindern: Dauerschmerz mit chronischer Lahmheit durch Entzündungen und fortschreitende Arthrosebildung bereits bei Junghunden.
Die ED gilt als nicht heilbar. Alle anerkannten Behandlungsmethoden zielen auf ein langsameres Fortschreiten der Erkrankung und ein größtmögliches Maß an Schmerzfreiheit für den Patienten ab.
Unterformen der ED beim Hund
1. OCD* des Ellbogengelenks – Osteochondrosis dissecans der Trochlea humeri
Das Ellbogengelenk ist die (bewegliche) Verbindung zwischen Oberarmknochen (Humerus) und Elle (Ulna) und Speiche (Radius). Die Trochlea humeri bildet die Gelenkfläche auf der Seite des Oberarmknochens und ist wie alle Gelenkflächen mit Knorpel überzogen.
Spricht man von einer Osteochondrosis dissecans der Trochlea humeri , so heißt das, dass der Gelenknorpel des Oberarmknochens durch eine Osteochondrose im Oberarm geschädigt wird.
Bei Schädigungen des Gelenkknorpels kommt es zu Entzündungen und später Arthrosen im Gelenk.
Die OCD des Ellbogengelenks tritt häufig gemeinsam mit dem fragmentierten Processus coronoides medialis ulnae auf.
Eine Osteochondrose ist eine Störung der Umwandlung von Knorpel zu Knochen im Wachstum, „dissecans“ heißt „zerschneidend“. Bei der OCD führt dies zum Absterben von Knochengewebe direkt unterhalb des – gesunden - Gelenkknorpels. Erst als Folgeerscheinung der Knochenzersetzung kommt es später auch zu Schädigungen des Gelenknorpels. Die OCD tritt bei Hunden v.a. in der Schulter auf, ist aber auch in anderen Gelenken – z.B. im Ellbogengelenk – möglich.
2. Fragmentierter Processus coronoides medialis ulnae - FCP
Der Processus coronoides medialis ulnae ist ein Knochenvorsprung an der Elle, der sich infolge einer Wachstumsstörung der beiden Unterarmknochen Elle und Speiche (z.B. ein zu langsames Wachstum der Speiche) von der Elle ablöst und in der Folge zu Schmerzen, Lahmheit und Arthrosen führt.
Beim fragmentierten Processus coronoides medialis ulnae ist es möglich, dass die Lahmheit anfangs so gering ausgeprägt ist, dass sie dem Besitzer erst im Laufe des 2. Lebensjahres auffällt.
3. Isolierter Processus anconaeus - IPA
Der Processus anconaeus ist ein Knochenvorsprung an der Elle, der dem Ellbogengelenk Stabilität gibt. Dieser Knochenvorsprung verknöchert im Alter von fünf Monaten.
Geschieht dies nicht, löst er sich von der Elle und führt zu Instabilität und Entzündungen im Gelenk. Diese Entzündungen führen zu Lahmheiten und später zu schweren Arthrosen.
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