пятница, 18 мая 2018 г.

chemische_kastration_hund_vor_nachteile

Kastration - Ja oder Nein?

Vor dieser Entscheidung stehen viele Hundebesitzer im Laufe eines Hundelebens. Und bei kaum einem anderen Thema rund um den Hund sind die Gemüter so gespalten. Nach Paragraph 6 des deutschen Tierschutzgesetzes ist eine Kastration nur nach tierärztlicher Indikation zulässig, was bedeutet, dass die Kastration mit dem Tierarzt besprochen werden und dieser auch einwilligen muss.

Bis heute halten sich einige Mythen über veränderte Verhaltensweisen eines Rüden oder einer Hündin nach der Kastration, welche sich jedoch wissenschaftlich bis heute gar nicht belegen lassen. Es gibt aber einige belegte Vor- und Nachteile einer begründeten Kastration, die so manchen Hundebesitzer vielleicht noch gar nicht geläufig waren.

Die Entscheidung für eine Kastration stellt so gut wie alle Hundebesitzer erstaunlicherweise zunächst vor ein moralisches Dilemma. Erfahrungsgemäß haben Männer meist die größeren Skrupel als Frauen, den Hund kastrieren zu lassen. Bei Hündinnen steht meistens primär der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund bei den meisten Hundebesitzern, während beim Rüden in der Regel eine Kastration aufgrund von Fehlverhalten in Betracht gezogen wird. Ob das Fehlverhalten vom Besitzer oder anderen Menschen verursacht wird, spielt in den meisten Fällen aufgrund von Unwissenheit leider selten eine Rolle.

Wer jedoch meint, dass alleine die Kastration den aggressiven Hund in ein Lamm verwandelt, der wird sich nach dem Eingriff vermutlich ziemlich überrascht oder enttäuscht zeigen.

Natürlich gibt es in der heutigen Zeit sowohl Anhänger als auch Gegner eines solch invasiven Eingriffs, doch realistisch gesehen muss jeder Fall einzeln und sehr individuell betrachtet werden. Bei Krankheit ist ein solcher Eingriff selbstverständlich unumgänglich, da es das Leben des Tieres entweder rettet, verlängert oder dessen Lebensqualität verbessert. Aber es existieren manchmal auch "nicht-medizinische" Argumente für eine Kastration.

Sexualtrieb

Einer der häufigsten Argumente ist der, wenn Rüden aufgrund des Geruchs einer läufigen Hündin regelmäßig durchbrennen oder sich an der Leine plötzlich nicht mehr beruhigen lassen, nachdem sie Witterung aufgenommen haben. Ist das Leben des Hundes hierdurch gefährdet, beispielsweise in der Stadt durch den Autoverkehr, dann ist eine Kastration sicherlich nicht verkehrt. Wahrscheinlich ließe sich auch mit einem guten Gehorsams-Training dieses Fehlverhalten oft mehr oder weniger in den Griff bekommen.

Doch was hat der triebgesteuerte Rüde davon, seinen Fortpflanzungsapparat zu behalten, wenn er ihn nie einsetzen darf. Männer wissen eigentlich am besten, was passiert, wenn man für einige Wochen oder Monate enthaltsam lebt. Hormone beeinflussen unser Verhalten ebenso wie die Erziehung. Der kognitive und freie Mensch allerdings kann seinen Sexualtrieb ziemlich gut kontrollieren und den Körper alternativ beschäftigen, z.b. durch Fernsehen, Freunde, Arbeit oder letzten Endes schlichtweg durch Selbstbefriedigung.

Ein Hund, dessen primäres Sinnesorgan die Nase ist, hat es dagegen im Vergleich sehr schwer, dem verführerischen Geruch eines Weibchens zu widerstehen. Selbst Männern der Rasse Mensch fällt es sichtlich schwer, sich nicht nach der verführerisch aussehenden Frau im knappen Kleidchen umzudrehen, auch wenn dies in der Regel so unauffällig wie möglich geschieht.

Zuletzt sollte erwähnt werden, dass ein Rüde nach der Kastration dennoch Hündinnen beglücken kann. Er verliert nicht seine Männlichkeit! Lediglich die Samenproduktion wird eingestellt und der Testosteronspiegel wird stark gesenkt. Seine Sexualität bleibt aber erhalten, wenn jedoch vermindert frei nach dem Motto: Ich kann, aber ich muss nicht zwangsläufig.

Aggression

Als weiterer guter Grund wird beim Tierarzt sehr oft die Aggression gegen Artgenossen angefГјhrt, welche sich in der Regel auch noch gerne gegen das gleiche Geschlecht richtet.

Zugegebenermaßen stimmt es sogar, dass die fehlende Kastration mitunter zu einem "dominanten" und infolgedessen zu einem "aggressiven" Verhalten führen kann, jedoch trägt in erster Linie der Mensch und dessen fehlende oder fehlerhafte Führung Schuld für derartige Verhaltensweisen. Zusätzlich durch fehlende Beschäftigungsalternativen, falsche Hundeführung oder Ausbildung, zu wenig Auslauf, etc. fühlt der Hund sich für sein Rudel immer mehr verantwortlich. Hierbei liegen auch die Fortpflanzung und der Schutz aller Mitglieder in seiner Verantwortung.

Da bleibt für "Spielen" und sich sozial verhalten irgendwann bei so viel Stress einfach keine Zeit mehr. Normalerweise verläuft es wie bei einer Krankheit dann schon fast symptomatisch. Der Besitzer lässt den Hund in der nächsten Zeit besser nicht von der Leine, was erfahrungsgemäß aber nicht nur bei "nächster Zeit" bleiben wird. Im Gegenteil, wahrscheinlicher ist es, dass der Hund gar nicht mehr von der Leine genommen wird, schon gar nicht wenn sein dominantes Verhalten sich nun auch bald an der Leine zeigt. Fortan wird der Hund von anderen Rüden sicherheitshalber fern gehalten, bis der Hund schlimmstenfalls irgendwann nicht mehr in der Lage ist, soziale Kontakte zu seinen Artgenossen zu pflegen, unabhängig davon ob es sich um Rüden oder Hündinnen handelt. Das Vertrauen des Hundebesitzers zu seinem Hund nimmt stetig ab, aber auch umgekehrt verliert der Hund das Vertrauen zum Besitzer und übernimmt immer mehr die Führung.

Dies, der Frust und der Ärger, sowie das Misstrauen der Halter plus der über die Jahre angestaute Hormon-Stau beim Hund führen irgendwann zu einer "emotionalen Explosion", welche wir als Aggression erkennen, aber aus Sicht des Hundes jedoch völlig nachvollziehbar ist. Trotzdem wird hier nahezu immer als Notlösung die Kastration empfohlen, aber in den meisten Fällen dadurch kaum eine Verhaltensänderung ohne "postoperatives Gehorsams-Training" eintreten wird.

Schwangerschaft

Inzwischen nicht am Wichtigsten, aber durchaus ein sehr logischer Grund für die Kastration bei einer Hündin, ist die Vermeidung einer >Trächtigkeit, bzw. einer Scheinträchtigkeit.

Durch Leine und kontrollierten Auslauf schaffen Hundebesitzer zwar in der heutigen Zeit eine ungewollte Hundeschwangerschaft zu verhindern, aber wir wären nicht in Deutschland wenn leider nicht immer und überall gelten würde: "Sicher ist Sicher!"

Die Scheinträchtigkeit ist keine Krankheit! In der Natur ist dies z.b. unter Wölfen eine wichtige Funktion. Sie verursacht eine Schwellung der Milchdrüsen und die Produktion von Milch. Heute kann Scheinträchtigkeit zudem ein Sympton für Stress beim Hund sein. In scheinträchtigen Zustand treten im Normalfall veränderte und nicht wünschenswerte Verhaltensweisen auf, wie z.b. Bauen von Schlafplätzen, Sammeln von Spielzeugen oder Plüschtieren, Horten von Futter, Beschützen von Gegenständen, Appetitlosigkeit, Schutz vor Eindringlingen, etc.

Schutz vor Krebs

Die Kastration bei Hündinnen und Rüden dient aus medizinischer Sicht zudem der Krebsprophylaxe. Seit langer Zeit ist hinreichend bekannt, dass die Kastration bei Hunden die Gefahr von Krebs und Tumoren auf ein Minimum senkt. Jedoch ist weniger bekannt, dass dies bei Hündinnen vor der ersten Läufigkeit geschehen sollte, da schon nach der ersten Läufigkeit das Risiko im Vergleich um ein Vielfaches steigt.

Eine Kastration im Erwachsenenalter hat laut wissenschaftlichen Ergebnissen kaum eine senkende Auswirkung auf das Krebsrisiko von HГјndinnen.

Bei Rüden hingegen gibt es keine Empfehlungen bezüglich des Zeitpunkts für eine Kastration. Jedoch wurde beobachtet, dass jung kastrierte Rüden seltener Probleme mit der Prostata bekommen als Hunde die gar nicht oder erst sehr spät kastriert wurden.

Ferner ist bei unkastrierten Rüden der Präputialkatarrh weit verbreitet. Es handelt sich hierbei um Störung des Milieus im Bereich der Vorhaut, welche einen milchig-gelben Ausfluss verursacht, der zwar nicht krankhaft oder gesundheitsgefährdend für den Rüden ist, aber oft aus hygienischen Gründen im Haus oder in der Wohnung vom Hundebesitzer nicht erwünscht ist und zudem ziemlich unangenehm riecht. Hinsichtlich der Hygiene ist für den Halter die Kastration die einfachste Methode dies zu behandeln, da so der Ausfluss komplett gestoppt wird.

Zusammenfassung:

  • Sexualtrieb wird eingestellt
  • kein ungewollter Nachwuchs mГ¶glich
  • keine ScheintrГ¤chtigkeit
  • LГ¤ufigkeitsnebenerscheinungen wie Blutung oder Hormonschwankungen verschwinden
  • besserer Umgang mit Hunden des gleichen Geschlechts
  • keine BelГ¤stigung durch RГјden
  • lГ¤ngere Lebenserwartung
  • grГ¶Гџere Ausgeglichenheit
  • verbesserte Konzentration

  • eventuell VerГ¤nderung des Fells
  • allgemeines Operationsrisiko durch invasiven Eingriff
  • Infektionsrisiko nach der Operation
  • einige Tage eingeschrГ¤nkte Bewegungsfreiheit
  • preislich sehr teuer
  • etwas gesteigerter Appetit mit besserer Futterverwertung (damit ist nicht Verfettung gemeint, fГјr das Gewicht eines Hundes trГ¤gt alleine der Halter die Verantwortung)

MГ¶gliche gesundheitliche Risiken:

  • Harninkontinenz
  • BindegewebsschwГ¤che
  • SchilddrГјsenunterfunktion
  • Herztumore
  • Harnleitertumore
  • verlГ¤ngertes Knochenwachstum

  • Sexualtrieb wird eingestellt
  • keine triebbedingte Frustration
  • besserer Umgang mit Hunden des gleichen Geschlechts
  • lГ¤ngere Lebenserwartung
  • grГ¶Гџere Ausgeglichenheit
  • verbesserte Konzentration
  • kein Markierungsdrang

  • eventuell VerГ¤nderung des Fells
  • allgemeines Operationsrisiko durch invasiven Eingriff
  • Infektionsrisiko nach der Operation
  • einige Tage eingeschrГ¤nkte Bewegungsfreiheit
  • etwas gesteigerter Appetit mit besserer Futterverwertung (damit ist nicht Verfettung gemeint, fГјr das Gewicht eines Hundes trГ¤gt alleine der Halter die Verantwortung)

MГ¶gliche gesundheitliche Risiken:

  • Harninkontinenz
  • BindegewebsschwГ¤che
  • SchilddrГјsenunterfunktion
  • Herztumore
  • Harnleitertumore
  • verlГ¤ngertes Knochenwachstum

Missverständnisse hinsichtlich der Kastration

  • BeeintrГ¤chtigung der LernfГ¤higkeit (Fakt ist, der Hund bleibt genau so lernfГ¤hig wie vorher)
  • psychische Stagnation (Fakt ist, der Hund wird wie jeder andere Hund auch psychisch erwachsen)
  • kastrierte RГјden riechen wie HГјndinnen und werden "bestiegen" oder "aufgeritten" (Fakt ist, dass das Besteigen ein dominantes Fehlverhalten des unkastrierten RГјden darstellt, und dieser mit ziemlicher Sicherheit genauso bei anderen Hunden vorgeht, egal ob kastriert oder unkastriert)
  • der Hund wird fauler oder inaktiver (Fakt ist, dass der Hund einfach nur ausgeglichener wird)
  • der Welpe wird spГ¤ter grГ¶Гџer oder kleiner als normal (Fakt ist, auch ohne Kastration gibt es normale GrГ¶Гџenunterschiede innerhalb jeder Rasse)

Chemische Kastration / Kastrations-Chip

Wir müssen darauf hinweisen, dass es bei obigen Thema um die chirurgische Kastration geht. Alternativ wird von Tierärzten die chemische Kastration, auch Kastrations-Chip genannt, empfohlen. Nach Erfahrungsberichten macht eine chemische Kastration das Verhalten eines Hundes nahezu unberechenbar und sollte aus unserer Sicht nie bei aggressiven, ängstlichen oder unsicheren Hunden angewendet werden. Hinzu kommt eine kurze Wirkungsdauer von meist angegebenen 3 - 6 Monaten (welche selten tatsächlich solange anhalten wird), die einen Hundebesitzer zu sehr hohen Ausgaben im Laufe eines Hundelebens zwingen. Abgesehen davon findet ein gefährlicher und nicht steuerbarer Eingriff in den Hormonhaushalt des Hundes statt.

Die Kastration beim Rüden – Diese Vor- und Nachteile verbergen sich dahinter

Es ist mitten in der Nacht und Bud, der Dackelrüde, steht mit allen vier Pfoten auf mir und singt. Es ist Herbst und viele Hundedamen sind läufig und Bud ist schwer verliebt. Schon bei der letzten Gassirunde, war er total neben der Spur und hat nur noch die Hündinnen im Kopf. Appetit hat er auch kaum, sein Abendessen, auf das er sonst schon sehnsüchtig wartet, isst er ohne jegliche Begeisterung. Viel lieber wäre er jetzt draußen und würde an den verheißungsvollen Duftmarken schnüffeln. “Reiß dich zusammen oder du wirst kastriert.”, warne ich Bud. Jedoch ist das eine leere Drohung, denn eine Kastration kommt für uns nicht in Frage, außer aus gesundheitlichen Gründen. Wann eine Kastration notwendig ist und welche Auswirkungen sie auf Euren Hund hat, erfahrt Ihr heute bei uns.

Für wen ist eine Kastration sinnvoll?

Eine Kastration bedeutet nicht nur, dass euer Rüde nun von hinten etwas anders aussieht, sie bringt auch grundlegende Änderungen in seinem Verhalten mit sich. Es sollte also genau überlegt werden, ob dieser Eingriff medizinisch notwendig ist. Einfach so, weil Ihr es so möchtet, darf ein Tierarzt nämlich gar keine Kastration durchführen.

Das sagt das Tierschutzgesetz

Kastrationen gehören zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen am Tier und werden vielleicht deswegen, fast schon als etwas ganz Normales angesehen. Doch mittlerweile verbietet das Tierschutzgesetz §6 das Amputieren von Körperteilen des Tieres ohne medizinischen Grund – und genau das, ist eine Kastration oftmals. Noch vor ein paar Jahren, sah das ganz anders aus, so galt eine Kastration als Lösung für Erziehungsschwierigkeiten junger Rüden und sollte nicht in erster Linie die Fortpflanzung verhindern, sondern ihn einfach ruhiger, gefügiger und leichter erziehbar machen. Heute geht man mit diesem Thema sensibler um, es wird nicht sofort jeder Hund kastriert.

Medizinische Gründe für eine Kastration

Natürlich gibt es auch den umgekehrten Fall: Ihr wolltet Euren Rüden einen ganzen Kerl bleiben lassen, doch plötzlich legt Euch der Tierarzt nahe, eine Kastration durchführen zu lassen. Wann kann das der Fall sein? Manche Rüden legen eine hormonbedingte Hypersexualität an den Tag, das heißt, sie finden keine Ruhe mehr, verweigern in der Läufigkeitssaison ihr Futter und versuchen, überall aufzureiten. Das finden andere Rüden gar nicht witzig und schon wird aus spielen Ernst. Hormonstörungen wie Hyperöstrogenie, können sogar zur Bildung von Mammatumoren führen. Bei Tumorerkrankungen wie Hodenkrebs oder Tumore an den Perianaldrüsen ist die Kastration unabdingbar. Auch Prostataerkrankungen, Bindegewebsschwächen oder chronische Vorhautentzündungen können zur Notwendigkeit einer Kastration führen. Viele Rüden leiden während der Pubertät unter einer Fehlentwicklung des Hodens, diese befinden sich dann nicht an der richtigen Stelle, sondern wandern in den Bauchraum ab. Auch Verletzungen des Hodens können dazu führen, dass der Rüde kastriert werden muss, um Schlimmeres zu verhindern.

Zusammenleben von Hund und Hündin

Leben Rüde und Hündin gemeinsam unter einem Dach, besteht ganz besonders die Gefahr einer ungeplanten Trächtigkeit. Nicht nur, dass die beiden Hunde einen unbeobachteten Moment nutzen könnten, auch der Stress für beide Hunde ist enorm. Der Rüde ist den Duftstoffen der läufigen Hündin unmittelbar ausgesetzt und findet keine Ruhe mehr. Wer keine Möglichkeit hat, die Hunde für diesen Zeitraum getrennt zu halten, wird nicht darum herumkommen, einen der beiden kastrieren zu lassen. Sind beide Hunde gesund, fällt das Los oft auf den Rüden, da der Eingriff beim Rüden weniger aufwendig ist als bei einer Hündin.

Nicht vom Tierschutzgesetz akzeptierte Gründe

Weil ein Rüde besonders dominant gegenüber seiner Besitzer oder Artgenossen ist, muss er noch längst nicht auf den Operationstisch. Ungehorsam und Aufmüpfigkeit zeigen sich oft in der Pubertät des Rüden, der nur noch Hündinnen im Kopf hat und sich so gar nicht für sein Herrchen oder Frauchen interessiert. Ein Grund für die Kastration? Nein. Die Pubertät mag anstrengend sein, aber irgendwann legt sich das Hormonchaos des jungen Hundes von ganz alleine. Die Läufigkeitszeit treibt ebenfalls viele Rüdenbesitzer zur Weißglut, doch wenn der Rüde nicht extrem darunter leidet, so dass er gar nichts mehr frisst, ist auch das kein Grund für einen Eingriff.

Ab welchem Alter sollte man den Hund kastrieren?

In welchem Alter man seinen Rüden kastrieren lassen sollte, lässt sich nicht so einfach pauschalisieren, da die Gründe für eine Kastration unterschiedlich sind und auch jeder Hund sich unterschiedlich schnell entwickelt. Generell gilt, dass der Hund ausgewachsen sein sollte, da seine Entwicklung durch die Hormone, die zur Fortpflanzung benötigt werden, beeinflusst wird. Unter einem Jahr führen Tierärzte generell nur ungern Kastrationen durch. Würde man zu früh kastrieren, kann dies nicht nur Folgen auf seinen Körper haben, sondern auch auf sein Sozialverhalten mit anderen Hunden. Anders sieht es aus, wenn akuter Handlungsbedarf besteht, wie bei Tumoren oder Verletzungen. Alte Hunde sollten ebenfalls nicht mehr kastriert werden, da diese Belastung für sie zu hoch ist.

Ablauf der Kastration

Vorbereitung des Halters

Wie bei jeder Operation muss der Hund nüchtern sein, das heißt, er darf zwölf Stunden vor dem Eingriff nichts mehr fressen. Trinken ist erlaubt, direkt vor der OP sollte aber auch darauf verzichtet werden. Unmittelbar bevor es zum Tierarzt geht, ist es gut, wenn der Rüde das Beinchen nochmal hebt, denn die nächsten Stunden wird er dazu keine Gelegenheit mehr haben.

Vorbereitung des Tierarztes

Beim Tierarzt angekommen wird der Rüde ein letztes Mal durchgecheckt. Die Narkose wird durch eine Injektion oder, je nach Praxis, auch durch eine Inhalation herbeigeführt. Spätestens jetzt müsst Ihr das Feld räumen, nur die wenigsten Tierärzte erlauben Zuschauer bei Operationen. Während Ihr wartet, geht es nun richtig los. Das Fell im Operationsbereich wird entfernt, der Operationsbereich selbst wird desinfiziert, danach beginnt die Operation.

Die Operation

Je nach Körpergewicht des Rüden gibt es zwei unterschiedliche Formen, um einen Rüden zu kastrieren. Bei der Orchidektomie wird der Hoden aus dem Hodensack entfernt, das ist die Standardkastration und geht im Vergleich zur anderen Methode schneller. Bei der Skrotektomie wird der Hodensack mit den Hoden entfernt, diese Kastrationsform hat den Vorteil, dass keine funktionslose Hülle übrig bleibt, was den Heilungsprozess vereinfacht. Die Orchidektomie wird noch in bedeckte und unbedeckte Kastration unterschieden, ausschlaggebend dabei ist hier das Körpergewicht. Wiegt der Rüde unter 20 Kilogramm, wird eine bedeckte Kastration durchgeführt, dabei muss die Bauchhhöhle nicht geöffnet werden, um die Samenstränge abzutrennen. Hunde mit einem Körpergewicht über 20 Kilogramm werden durch die unbedeckte Kastration unfruchtbar gemacht, hier wird die Bauchhöhle geöffnet. Wurden die Hoden entfernt, muss die Wunde vernäht werden, der Eingriff dauert je nach Methode um die dreißig Minuten. Bis die Narkose nachlässt, dauert es jedoch noch ein bis zwei Stunden. Meistens erhält der Halter, wenn er nicht vor Ort gewartet hat, nun den Anruf der Praxis zur Abholung seines Hundes.

Nach der Operation

Wie nach jeder mit einer Narkose verbundenen Operation braucht der Hund nun erstmal Ruhe und sollte warm gehalten werden. Ein warmes Körbchen in einem dunklen, ruhigen Zimmer sind am besten schon vor dem Abholen vorzubereiten. Wasser darf bereit gestellt werden, fressen sollte der Hund erst, wenn er wieder vollkommen munter ist. Besonders gut verdauliches Futter oder Schonkost ist von Vorteil, die Wunde wird in der nächsten Zeit empfindlich sein und Knochenkot oder Durchfall wären gleichermaßen ungünstig. Lange Spaziergänge, springen und wildes Spielen sollte vermieden werden, ebenso ist es ratsam, den Rüden an der Leine zu behalten und auf Hundekontakt erstmal zu verzichten. Zum einen ist die Gefahr mit Keimen in Berührung zu kommen für den frisch operierten Hund zu riskant, da schon die Operation eine gesundheitliche Belastung darstellt und der Hund jetzt gerade besonders anfällig ist. Zum anderen kann es vorkommen, dass der Rüde nach der Kastration verwirrt reagiert. Es fehlen von jetzt auf gleich Hormone und bis sich sein Körper an die neue Situation gewöhnt hat, kann der Rüde leicht reizbar reagieren. Andere Rüden werden ihn durch veränderten Körpergeruch anders behandeln und vielleicht sogar aufdringlich sein. Besser ist es also, zunächst Abstand zu halten, andere Hundehalter vorzuwarnen und als zusätzlichen Warnhinweis eine gelbe Schleife am Hund oder der Leine zu befestigen. (Da nicht alle Hundehalter diesen Warnhinweis, bitte nicht näher zu kommen, kennen, sollte dieses Signal wirklich nur zusätzlich zur verbalen Warnung eingesetzt werden.) Damit der Vierbeiner nicht an seiner frischen Wunde leckt oder gar an den Fäden zieht, bekommt er noch einen Kragen oder manchmal auch einen OP-Body. Ungefähr sieben bis zehn Tage nach der Operation werden die Fäden vom Tierarzt gezogen, dann wird auch der Trichter beziehungsweise der OP-Body entfernt.

Kosten einer Kastration

Die Kosten für eine Operation sind je nach Praxis unterschiedlich, meistens liegt der Preis zwischen 120 und 200 Euro. Abgesehen von den Kosten des Eingriffs selbst, ergeben sich noch weitere Kosten durch die Nachsorge. Der finanzielle Aspekt der Kastration sollte bei der Wahl der Praxis nicht im Vordergrund stehen.

Auswirkungen

Die beabsichtigte Auswirkung des Kastration ist natürlich die Hemmung des Sexualtriebes, läufige Hündinnen sind nun nicht mehr so interessant. Aufgepasst werden muss besonders beim Futter, denn nach der Kastration neigen viele Hunde dazu, schneller zuzunehmen. Die körperliche Auslastung des Hundes und eine Anpassung seiner Mahlzeiten können helfen. Gerade bei älteren Hunden ist es schwer, da diese nach einer Kastration besonders schnell zunehmen, aber eine Trägheit macht sich auch bei jüngeren Rüden bemerkbar, der Hund ist oft weniger aktiv.Bei manchen Hunden kann es zum Harnträufeln kommen, bei Hündinnen besteht sogar ein Risiko zur Inkontinenz. Rassebedingt können auch Veränderungen des Fells auftreten, es wird weicher und erinnert etwas an Welpenfell. Bei Rassen wie Golden Retrievern, Spaniel- oder Setterarten tritt dieses Phänomen häufig auf, bei Hündinnen jedoch häufiger als bei Rüden.

Alternativen zur Kastration

Die wohl bekannteste Alternative zur operativen Kastration ist die chemische Kastration durch einen Hormonchip. Ein wenig mag das an die hormonelle Empfängnisverhütung beim Menschen erinnern, denn hier wirkt ein Hormonchip dem Trieb des Rüden entgegen. Das Suprelorin-Implantat enthält Deslorelin, ein Hormon, das die Hirnanhangsdrüse anregt, die für die Ausschüttung von Hormonen, die die Eierstöcke von Hündinnen oder die Hoden des Rüden anregen. Diese Ausschüttung der Hormone erfolgt jedoch in geringer, aber beständiger Dosis, wodurch die Aktivität in Eierstock oder Hoden reduziert wird und damit den Fortpflanzungstrieb und -fähigkeit verhindert. Der Chip hält sechs bis zwölf Monate, je nach Dosierung des Deslorelin, und benötigt circa sechs Wochen, bis die chemische Kastration wirkt, da sich solange noch bereits produziertes Sperma im Nebenhoden hält. Ein kurzzeitiger Anstieg des Testosteronspiegels ist möglich, da zunächst die Hormonproduktion angeregt wird. Es wird keine Operation durchgeführt und auch eine Narkose ist nicht notwendig, stattdessen wird das Implantat wie eine übliche Injektion mit einer Spritze eingesetzt. Nach der Wirkungsdauer zersetzt sich der Chip selbst und bleibt dadurch nicht im Körper. Die chemische Kastration hat ähnliche Konsequenzen wie die operative Kastration, so kann es zu einer Gewichtszunahme, geringerer Aktivität, Inkontinenz oder Fellveränderungen kommen. Außerdem kann es auch hier zu Verwirrung im Kontakt mit Artgenossen kommen. Der entscheidende Unterschied zur operativen Kastration ist jedoch, dass die Hoden nicht amputiert werden müssen und die Kastration rückgängig gemacht werden kann. Wird der Chip wieder entfernt, normalisiert sich der Hormonhaushalt des Rüden und er ist wieder in der Lage, sich fortzupflanzen. Jedoch kann es gerade bei kleinen Rassen unter 5 Kilogramm auch dazu kommen, dass die Hemmung der Fortpflanzungsfähigkeit nicht mehr aufgehoben werden kann. Vor einer operativen Kastration wird die chemische Kastration gern erstmal ausprobiert, da so die möglichen Nebenwirkungen bemerkt werden können, bevor sie unumkehrbar sind. So mancher Hundehalter bereut spätestens bei der Inkontinenz seines Hundes vorschnell kastriert zu haben. Je nachdem ob Nebenwirkungen durch die Kastration auftreten oder nicht, kann der Hormonchip als Entscheidungshilfe vor einer operativen Kastration eingesetzt werden. Risiken gibt es auch beim Hormonchip, da das Implantat vom Körper durch den Stichkanal wieder abgestoßen werden kann oder im Fettgewebe liegt, was die Wirkstoffabgabe behindert. Ob Tumor-Erkrankungen durch die chemische Kastration begünstigt werden, ist bisher nicht bekannt. Spritzen und Tabletten mit ähnlichen Wirkungen gibt es auch, jedoch müssen diese meistens alle 6 Wochen gegeben werden.

Wenn Euer Rüde nicht an einer Erkrankung leidet oder sich eine Verletzung am Hoden zugezogen hat, ist eine chemische Kastration als Kastration auf Probe keine schlechte Sache. Ihre Folgen können beobachtet werden und zur Entscheidung über eine endgültige Kastration beitragen. Doch für welche Kastrationsvariante man sich auch entscheidet, man sollte sich im Klaren sein, dass es sich um einen Eingriff handelt, der das bisherige Leben des Rüden komplett auf den Kopf stellt. Für andere Rüden wird er sogar ganz anders riechen und auch anders von ihnen behandelt werden, er kann durchaus von einem Wildfang zu einer Couchpotato werden oder auch etwas zunehmen. Überdenkt diese Entscheidung also gut und holt Euch ggf. eine Zweitmeinung eines anderen Tierarztes, bevor Ihr etwas abschneiden lasst, das nicht wieder nachwächst.

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Hallo liebe Leser, ich bin Jasmin, das Frauchen von den Dackeln Buddy und Lucy. Während Lucy eine kleine Prinzessin ist, ist Bud ein kleiner Superschurke!

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    Nachteile, Vorteile und Risiken

    Kaum ein Thema wird in der Hundewelt so kontrovers diskutiert wie die Kastration. Wir erklдren, was bei einer Kastration passiert, in welchen Fдllen sie sinnvoll ist und warum die Entscheidung gut ьberlegt sein sollte.

    Halter junger Hunde hцren sie mit Sicherheit irgendwann im Laufe des ersten Lebensjahres ihres Tiers: die Frage nach einer Kastration. „Und, ist deiner schon kastriert?“ - es entsteht der Eindruck, es handele sich um einen ьblichen Routineeingriff. Dabei hat die Operation weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung und sollte deshalb nur in begrьndeten Fдllen vorgenommen werden.

    Rechtliche Grundlage

    Das deutsche Tierschutzgesetz legt in § 6 Abs. 1 fest, dass das „vollstдndige oder teilweise Amputieren von Kцrperteilen oder das vollstдndige oder teilweise Entnehmen oder Zerstцren von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres“ verboten ist.

    Jedoch gilt das Verbot nicht, wenn „der Eingriff im Einzelfall nach tierдrztlicher Indikation geboten ist (§ 6 Abs. 1 Nr. 1a) bzw. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierдrztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird“. (§ 6 Abs. 1 Nr. 5)

    Das Gesetz besagt also, dass Hunde nicht ohne medizinische Notwendigkeit kastriert werden dьrfen, auЯer zur Verhinderung einer unkontrollierten Fortpflanzung. Die OP sollte deshalb immer eine Einzelfallentscheidung sein und kann nicht pauschal empfohlen werden.

    Was wird bei einer Kastration gemacht?

    Eine Kastration kann sowohl bei Rьden als auch bei Hьndinnen vorgenommen werden. Die verbreitete Annahme, Hьndinnen wьrden sterilisiert und Rьden kastriert, ist falsch. Kastration und Sterilisation sind zwei unterschiedliche Operationen, die man bei beiden Geschlechtern durchfьhren kann.

    Bei der Kastration werden die Keimdrьsen unter Vollnarkose entfernt. Sie produzieren die Geschlechtshormone des Tieres, Testosteron beim Rьden und Цstrogen bei der Hьndin. Die Keimdrьsen sitzen in den Hoden bzw. in den Eierstцcken, weshalb die Hoden oder Eierstцcke entfernt werden. Der Kцrper bildet danach fast keine Geschlechtshormone mehr. Lediglich ein kleiner Anteil wird weiterhin in der Nebennierenrinde produziert.

    Das Sexualverhalten und der Sexualtrieb kastrierter Tiere ist unterbunden. Der Zyklus der Hьndin findet nicht mehr statt, eine Fortpflanzung ist nicht mehr mцglich.

    Im Unterschied dazu werden bei der Sterilisation die Keimdrьsen belassen. Lediglich die Transportwege werden durchtrennt: Beim Rьden sind das die Samenleiter, bei der Hьndin die Eileiter. Die Produktion der Geschlechtshormone und das Sexualverhalten bleiben bei einer Sterilisation erhalten, die Hunde sind jedoch unfruchtbar.

    Krebsrisiko reduzieren

    Einer der hдufigsten Grьnde fьr eine Kastration bei Hьndinnen ist die Reduzierung des Krebsrisikos. Gesдugetumoren zдhlen bei ihnen unter den Krebserkrankungen zu den hдufigsten Problemen.

    Eine Studie aus den 1960er Jahren kam zu dem Ergebnis, dass das Risiko fьr eine Hьndin, an einem Tumor in der Gesдugeleiste zu erkranken, durch eine frьhe Kastration sinkt. Der Einfluss auf das Krebsrisiko sei am grцЯten, wenn die Hьndin vor der ersten Lдufigkeit kastriert wird. Nach der zweiten Lдufigkeit oder spдter beeinflusse es das Risiko nicht mehr signifikant.

    Noch heute berufen sich viele auf die Ergebnisse dieser Studie und raten zur Frьhkastration der Hьndin, obwohl die Untersuchung zum Einen inzwischen als veraltet gilt und vernachlдssigt wird, dass ein operativer Eingriff mit Hunde-Narkose im Junghundalter eine ganze Reihe anderer Risiken mit sich bringen kann. Zudem ist die prophylaktische Entfernung eines gesunden Organs tierschutzrelevant und verboten.

    Auswirkungen auf das Verhalten

    Eine Kastration kann kein Ersatz fьr die Erziehung sein. In einigen Fдllen kann sie aus verhaltensbiologischer Sicht jedoch Sinn machen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Operation nur eine Дnderung von Verhalten bewirken kann, das mit den Sexualhormonen in Verbindung steht - erlernte Verhaltensweisen werden dadurch nicht beeinflusst!

    Dass kastrierte Rьden grundsдtzlich vertrдglicher werden, ist ein Irrglaube. Zum einen werden erlernte Verhaltensweisen durch die Kastration nicht verдndert und zum anderen wird Aggressionsverhalten auch durch das Stresshormon Cortisol beeinflusst.

    Wann macht ein Kastrationschip Sinn?

    Wird bei einem Hund eine Testosteron gesteuerte Aggression oder eine hormonell bedingte Hypersexualitдt vermutet oder gibt es aus verhaltensbiologischer Sicht andere Umstдnde, die fьr eine Kastration sprechen, sollte er zunдchst chemisch kastriert werden. Die chemische Kastration imitiert die Wirkung vorьbergehend. Sie erfolgt durch das Einsetzen des sogenannten Kastrationschips, der die Produktion der Geschlechtshormone fьr einen Zeitraum von sechs bzw. zwцlf Monaten unterbindet. Nach dieser Zeit lдsst die Wirkung des Chips nach.

    Erfolgt eine positive Verhaltensдnderung, kann eine chirurgische Kastration sinnvoll sein. Bleibt das Problemverhalten jedoch unverдndert oder verдndert es sich sogar ins Negative, ist davon abzuraten. Es ist dann wahrscheinlich nicht von den Geschlechtshormonen abhдngig.

    Die hдufigsten Indikationen fьr eine Kastration

    Richtig versichert mit Hund

    Die grцЯte Vorsicht kann nicht verhindern, dass wir mit unserem Hund manchmal in unerwartete Situationen geraten. Mit Tierversicherungen der Uelzener kцnnen Hundehalter ganz gelassen bleiben.

    Hunde mit einem ьbersteigerten Sexualverhalten (Hypersexualitдt) erleben erheblichen Stress, der ihnen in der Regel mit einer Kastration genommen werden kann. Aggressivitдt, die durch die Geschlechtshormone gesteuert wird, kann sich ebenfalls verbessern. Hund und Mensch profitieren davon.

    Medizinische Grьnde kцnnen eine Kastration ebenfalls erforderlich machen, zum Beispiel Hodentumoren, ein Hodenhochstand und Erkrankungen der Prostata. Bei erhцhtem Risiko fьr eine Entzьndung der Gebдrmutter ist die Kastration hдufig das Mittel der Wahl. Auch wiederholt auftretende Scheintrдchtigkeiten, die mit erheblichen Beschwerden fьr die Hьndin einhergehen, kцnnen ein Grund sein.

    • Hypersexualitдt - ьbersteigertes Sexualverhalten

    • Aggressivitдt, die durch Sexualhormone bedingt ist

    • Scheintrдchtigkeiten, die mit deutlichen Beschwerden auftreten

    • Verhinderung der Fortpflanzung

    • hormonell bedingte Haut- und Stoffwechselerkrankungen

    In welchem Alter kastrieren?

    Weil eine Kastration nicht als Pauschalbehandlung vorgenommen werden darf, gibt es auch keinen „richtigen“ Zeitpunkt. Wenn ein Hund kastriert werden soll, sollte die Entscheidung dafьr immer auf Basis einer individuellen Betrachtung erfolgen.

    Wann Hunde kastriert werden, ist wiederum aus medizinischer wie aus verhaltenstherapeutischer Sicht von erheblicher Bedeutung. Von einer Frьhkastration spricht man, wenn sie vor Entwicklung der Geschlechtsreife vorgenommen wird, also bei Hьndinnen vor der ersten Lдufigkeit zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat und bei Rьden in etwa dem gleichen Alter.

    Mit einer Kastration greift man in das komplexe Hormonsystem des Hundes ein. Dort lдsst sich nicht an einer Stellschraube drehen, ohne dabei andere Ablдufe zu beeinflussen. Werden kastrierten Hunden also frьhzeitig die Sexualhormone genommen, hat das nicht nur Einfluss auf ihr Verhalten und ihre Reife, sondern auch auf das Lдngenwachstum, den Muskelaufbau und die Gesundheit der Knochen. Jeder Junghundbesitzer weiЯ, welche Entwicklungssprьnge sein Tier wдhrend der Pubertдt Monat fьr Monat macht. Das Ende der Pubertдt durch das Skalpell kann zur Folge haben, dass betroffene Hunde ein kindliches Wesen beibehalten.

    Nachteile und Risiken

    Jede Operation birgt gewisse Risiken - dessen solltet Ihr Euch grundsдtzlich bewusst sein. Eine Kastration wird unter Vollnarkose vorgenommen. Darьber hinaus besteht bei Hunden ein erhцhtes Risiko fьr:

    • Ьbergewicht durch fehlende Anpassung der Ernдhrung

    • Verhaltensverдnderungen (Angst, Aggressionen, Unsicherheit)

    Kranken- und OP-Versicherung fьr den Fall der Fдlle

    Wenn eine Kastration notwendig wird, seid Ihr mit einer bestehenden Kranken- oder OP-Versicherung gut abgesichert. Anbieter wie die Uelzener Versicherungen bezuschussen die entstehenden Kosten und mindern damit Eure finanzielle Belastung. Tipp: Je frьher ein Hund versichert wird, desto grцЯer sind die Erstattungssдtze, die die Versicherer gewдhren.

    Buchtipp: „Kastration und Verhalten beim Hund“ von Sophie Strodtbeck und Dr. Udo GansloЯer

    Die Autorin und Tierдrztin Sophie Strodtbeck hat zusammen mit dem Zoologen Dr. Udo GansloЯer das Fachbuch ''Kastration und Verhalten beim Hund'' verцffentlicht. Es stellt das kontrovers diskutierte Thema sehr umfassend dar und gibt Antworten auf die hдufigsten Fragen.

    Aus dem Klappentext:

    „Soll ich meinen Hund kastrieren lassen? Diese Frage stellt sich irgendwann fast jeder Hundehalter, und so sieht er sich konfrontiert mit einer ganzen Reihe weiterer Fragen: Was spricht fьr eine Kastration, was dagegen? Wann sollte der Eingriff erfolgen? Wie lдuft er ab? Mit welchen Komplikationen muss gerechnet werden? Wie verдndert sich der Hund? Wird er dick und faul? Sдmtliche Antworten auf diese und viele weitere Fragen zu einem der unter Hundehaltern am heiЯesten diskutierten Themen liefern die Autoren in dieser Neuerscheinung.“

    Preis: 19,95 Euro

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    Gab es Grьnde, die eine Kastration bei Eurem Hund notwendig gemacht haben? War die Entscheidung richtig? Oder wьrdet Ihr heute anders entscheiden? Diskutiert mit uns!

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    Ich spiele seit 15.12.2017 im Hundehimmel.

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    Wir denken an Lilly und Maverick im RBL

    Lilly u. Maverick, wir schicken euch Knuddler.

    Kastration Hund – Vor- und Nachteile

    Erst kürzlich habe ich euch davon berichtet, dass unser Hund Tony kastriert wurde. Viele sehen diesen Eingriff bei Hunden kritisch und sind sich unsicher darüber, ob dieser notwendig ist oder nicht. Aus diesem Grund möchte ich euch heute die Vor- und Nachteile einer Kastration aufzeigen. Zudem habe ich mir kritische Meinungen näher angeschaut und einen interessanten Beitrag eines Tierarztes gefunden.

    Was passiert bei einer Kastration?

    An dieser Stelle gehe ich nicht weiter ins Detail, sondern erläutere den chirurgischen Vorgang nur grob: Während einer Kastration entfernt ein Tierarzt die hormonproduzierenden Geschlechtsdrüsen eines Tiers unter Vollnarkose.Während bei Hündinnen die Eierstöcke entfernt werden, sind es bei Rüden die Hoden. Eine Fortpflanzung ist anschließend nicht mehr möglich. Da keine geschlechtsspezifischen Hormone mehr produziert werden, kommt es zu diversen Veränderungen im tierischen Organismus.

    Kastration im Sinne des Tierschutzgesetzes

    Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Kastrationen vom Tierschutzgesetz verboten sind. Das wusste auch ich zuvor nicht. Vor dem Tierschutzgesetz handelt es sich bei der Kastration nämlich um eine Amputation, also eine Entnahme von Zellen bzw. Gewebe, die die Gewebefunktion stark beeinträchtigt. Und derartige Amputationen sind laut §6 Abs. 1 Tierschutzgesetz nicht erlaubt. Jetzt haben sicherlich einige von euch ein großes Fragezeichen über dem Kopf. Warum hat mein Tierarzt die Kastration dann durchgeführt ohne davon nur einen Piep zu sagen? Weil es eine Ausnahme gibt. Im Tierschutzgesetz heißt es:

    „das Verbot gilt nicht, wenn:

    1. Der Eingriff im Einzelfall

    a. Nach tierärztlicher Indikation geboten ist…

    5. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder- soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen- zur weitere Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird“

    Natürlich klingt das alles logisch und ich bin überzeugt, dass Kastrationen vielerorts einfach notwendig sind. Wie beispielsweise bei Straßenhunden in zahlreichen Ländern wie Rumänien, Ungarn und Co. wo sich die Tiere unkontrolliert vermehren und dadurch ein schreckliches Leben voller Hunger, Gewalt und Angst führen müssen. Zudem sind Kastrationen in einigen Fällen medizinisch sinnvoll bzw. notwendig. Aber das allgemeine Verbot sollte uns trotzdem etwas zu denken geben…

    Problematik allgemeiner gesellschaftlicher Meinungen

    Zunächst möchte ich kurz auf die Problematik der Kastration eingehen, betreffend der allgemeinen Meinungen zu Vor- und Nachteilen. Denn fragt man andere Hundebesitzer oder forscht im Netz nach bekommt man diverse Meinungen zum Thema. Nicht alle Vor- und Nachteile sind in Studien tatsächlich nachweisbar. Vieles hat sich über Jahrzehnte in der Gesellschaft festgesetzt, obwohl einige Fakten etwas anderes belegen. Nachfolgend habe ich nun erst einmal die Vor- und Nachteile für Hündinnen und Rüden aufgeführt, die von einer Kastration ausgehen. Weiter unten gehe ich dann aber auch auf kritische Faktoren und Meinungen ein.

    Allgemeine Vorteile der Kastration

    • Verhinderung der Fortpflanzung
    • Prophylaxe von Krankheiten
    • Erleichterung der Haltung

    Nachteile bei Hündinnen

    • Risiko für Harninkontinenz (Harnträufeln/Blasenschwäche), soll besonders oft bei Riesenschnauzen vorkommen
    • Risiko für Fettleibigkeit, wird der reduzierte Kalorienbedarf nach eine Kastration nicht bei der Fütterung beachtet, kann es vermehrt zur Fettleibigkeit kommen
    • Risiko zu Fellveränderungen, bei langhaarigen Rassen häufiger, z.b. Cockerspaniel und Setter
    • Schilddrüsen-Unterfunktion soll laut manchen Tierärzten hauptsächlich bei kastrierten Tieren vorkommen. Gründet allerdings auf Erfahrungen. Studien dazu sind mir persönlich nicht bekannt.
    • aufgrund der hormonellen Veränderungen ist ein Testosteron-Überhang möglich. Hündinnen können dadurch veränderte Wesenszüge aufweisen und sich „männlicher“ verhalten.

    Vorteile bei Hündinnen

    • keine ungewollte Fortpflanzung
    • keine Blutungen
    • abhägnig vom Zeitpunkte der Kastration soll das Risiko für Blutkrebs verringert sein
    • Eierstock-Tumore,- Zysten und Gebärmutter-Vereiterung wird vermieden
    • Risiko für Gesäugetumore gemindert: Achtung Zeitpunkt: Hierfür muss die Kastration vor der ersten oder zweiten Läufigkeit stattfinden.
    • hormonelle Schwankungen werden stark eingedämmt, Stabilisierung der Psyche
    • Reduzierung des evtl. aggressiven Verhalten bei Scheinträchtigkeit

    Nachteile bei Rüden

    • Risiko für Harninkontinenz, weniger häufig als bei Hündinnen
    • Risiko der Fettleibigkeit, wenn die Fütterung nicht an den reduzierten Kalorienbedarf angepasst wird. Genauso wie bei Hündinnen.
    • Risiko zu Fellveränderungen, bei langhaarigen Rassen häufiger, z.b. Cockerspaniel und Setter
    • Schilddrüsen-Unterfunktion soll laut manchen Tierärzten hauptsächlich bei kastrierten Tieren vorkommen. Gründet allerdings auf Erfahrungen. Studien dazu sind mir persönlich nicht bekannt.
    • Manchmal können sich verhaltenstypische „Probleme“ nach der Kastration durch das fehlende Testosteron sogar verschlimmern. Dazu gehört auch das Jagdverhalten. Einige Rüden neigen nach der Kastration noch mehr zum Jagen, weil sie dann außer dem Jagen „nichts mehr im Sinn“ haben (Der Sexualtrieb entfällt)

    Vorteile bei Rüden

    • das typische Rüdenverhalten verändert sich: Aggressionen aus sexueller Motivation heraus verringern sich, markieren lässt deutlich nach und auch das Streunern wird weniger.
    • Prophylaxe für Hoden-, Perianal- und Prostatatumore und gutartige Prostatavergrößerungen
    • weniger Stress mit männlichen Artgenossen während der Läufigkeit von Hündinnen aufgrund der Konkurrenz

    Übrigens habe ich zur Fragestellung ob eine Kastration eine Lösung für Verhaltensprobleme beim Rüden löst, einen sehr interessanten Beitrag unter drc.de gefunden. Dort berichtet die verhaltenstherapeutisch arbeitende Tierärztin Dr. Christiane Quandt über die Thematik und räumt mit einigen Vorurteilen auf.

    Was kostet die Kastration?

    Die Operation kostet meistens zwischen 180 und 220 Euro. Der genaue Preis hängt von der Tierarztpraxis und der Größe des Hundes ab. Gebühren für eine eventuelle Übernachtung beim Tierarzt zur Beaufsichtigung des Tiers nach der OP, sowie Kontrolluntersuchungen und die Entfernung der Fäden kommen extra oben drauf. Kommt es während der OP zu Komplikationen wird es noch teurer.

    Was ist das Suprelorin-Implantat?

    Um einen Rüden nicht direkt zu kastrieren, sondern erst einmal zu schauen, wie das Tier auf die Veränderung reagiert, wurde das sogenannte Suprelorin-Implantat erfunden. Es ermöglicht es Rüden zeitlich begrenzt zu kastrieren. Diese „Kastration“ ist reversibel und hormonell. Der Hund wird quasi „auf Probe“ kastriert. Genau genommen handelt es sich um eine chemische Kastration. Das Implantat wird, ähnlich wie man es von den Chips zur Identifizierung der Tiere kennt, unter die Haut gesetzt. Das Implantat setzt dort einen Wirkstoff frei, der die Produktion von Botenstoffen verhindert, die für die Testosteronbildung notwendig ist. Das Niveau der Geschlechtshormone sinkt bereits nach rund zwei bis drei Wochen drastisch. Nach sechs bis acht Wochen ist der Rüde vorübergehend unfruchtbar. Das Implantat wirkt zwischen 6 und 12 Monaten. Während dieser Phase können Halter prüfen wie sich der Hund in seinem Verhalten sowie anderweitigen Bereichen verändert. Vielleicht eine gute Alternative, um die Auswirkungen der hormonellen Veränderungen im Voraus zu prüfen. Genauer werde ich hierauf in einem separaten Beitrag eingehen.

    Kritik an der Kastration

    Seit einiger Zeit steht die Kastration von Hunden unter starker Kritik. Grundsätzlich finde ich es gut, dass sich die Medizin auch mal selbst hinterfragt und das Wissen, das seit Jahrzehnte hartnäckig behauptet wird auch mal auf den Prüfstand muss. Besonders geprägt hat mich persönlich der Artikel von Tierarzt Dr. Ralph Rückert. Natürlich kenne ich ihn nicht, aber während meiner Recherche zum Thema Kastration bin ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden, weil ich auch die kritische Seite zum Thema betrachten wollte. Der Artikel wurde im Oktober 2014 veröffentlicht, so dass der Inhalt auch durchaus als aktuell zu betrachten ist.

    Besonders markant finde ich seine Aussage in Bezug auf Krebs: „Mit der Kastration wird einerseits das Auftreten bestimmter Tumore verhindert, andererseits aber steigt das Risiko für andere Krebsarten, und zwar wahrscheinlich so deutlich, dass das gesamte bisherige Kastrationskonzept in Frage gestellt wird.“

    Weiter fasst Rückert das Ergebnis einer Studie („Risiko und Erkrankungsbeginn von Krebs und Verhaltensstörungen bei kastrierten Vizslas“) von Christine Zink zusammen, die im Februar 2014 veröffentlicht wurde und sich auf Daten von 2.505 ungarischen Vorstehhunden bezieht: „Es macht im Rahmen eines Blog-Artikels wie diesem keinen Sinn, detailliert auf Kollegin Zinks Ergebnisse einzugehen, aber alles in allem muss man feststellen, dass kastrierte Tiere beiderlei Geschlechts ein teilweise um ein Mehrfaches erhöhtes Risiko aufwiesen, an bestimmten Krebsarten (Mastzelltumore, Hämangiosarkom, Lymphosarkom) zu erkranken, und das auch noch zu einem deutlich früheren Zeitpunkt als intakte Artgenossen. Auch bestimmte Verhaltensstörungen, vor allem die Angst vor Gewittern, kamen bei kastrierten Tieren deutlich häufiger vor. Andere Studien belegen, dass das Risiko für die Entwicklung eines Osteosarkoms (Knochenkrebs) für kastrierte Hunde um das drei- bis vierfache erhöht ist.“

    Diese Ergebnisse sind natürlich zurecht erschreckend und ich bin dafür, dass auch die Kastration von Hunden näher durchleuchtet und die Vor- und Nachteile hinterfragt werden müssen. Ich kann euch nur empfehlen, den Artikel von Rückert mal in Ruhe durchzulesen. Dieser erlaubt es sachlich aber fachlich sinnvoll die Kastration als solche in Frage zu stellen.

    Mein Fazit

    Da viele Hundebesitzer die potenzielle positive Veränderung der Psyche der Tiere als Grund für die Kastration sehen, möchte ich vorallem hierzu Stellung nehmen: Eine Kastration darf niemals stattfinden, weil sich Hundebesitzer davon eine leichtere Erziehung versprechen. Allein dieses Argument rechtfertigt die Durchführung dieser Operation nicht! Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass eine Kastration insbesondere deshalb wichtig ist um die unkontrollierte Fortpflanzung von Hunden zu vermeiden, aber generell sollten sich Hundebesitzer vorher ausreichend informieren und nicht nur die Vorteile betrachten.

    Lasst euch von eurem Tierarzt ausführlich beraten und hört euch auch seine Meinung dazu an. Generell ist die Kastration kein Allheilmittel gegen Verhaltensprobleme. Nicht selten kann das Verhalten sich nach einer Kastration sogar verstärken. Zudem kann man nicht sagen, dass eine Kastration grundsätzlich dabei hilft den Umgang mit Hunden zu erleichtern. In jedem Einzelfall muss genau analysiert werden, ob eine Kastration Sinn macht oder nicht. Und das können meiner Meinung nach nur Tierärzte.

    Kastration auf Probe: Das Suprelorin-Implantat (Kastrations-Chip)

    Von Ralph Rückert, Tierarzt

    Während die Besitzer bei der Kastration weiblicher Tiere meist darauf hoffen, dass der Eingriff das Wesen der Hündin nicht großartig verändern möge, wird im Gegensatz dazu die Kastration von Rüden überaus häufig mit völlig unrealistischen Erwartungen bezüglich einer Verhaltensmodifikation verknüpft. Man möchte die Operation durchführen lassen, gerne auch auf Rat von "Experten" wie Hundetrainern und Gassibekanntschaften, weil man hofft, dass der Rüde dadurch "sanfter", "weicher" und leichter zu handhaben wird.

    Diese Erwartungen werden sehr häufig bitter enttäuscht, ohne dass sich dann noch etwas ändern ließe. Das Problem: Viele Leute glauben einfach lieber wer weiß wem als dem Tierarzt. Da kann man noch so deutlich davor warnen, dass durch die Kastration nur sexuell motiviertes Verhalten "gebessert" werden kann, aber zum Beispiel territoriale Aggression oder Ressourcenverteidigung völlig unberührt bleiben, es ändert rein gar nichts am festen Vorsatz mancher Rüdenbesitzer(innen). Und genau das ist der Hauptgrund, warum ich als Gegner pauschaler Kastrationen das Suprelorin-Implantat (gerne auch "Kastrations-Chip" genannt) zu schätzen gelernt habe, denn ich kann damit Rüden sozusagen auf Probe kastrieren und auf diese Weise so einige davor retten, ihre Hoden unwiederbringlich auf dem Altar völlig überspannter Erwartungen opfern zu müssen.

    Zeit für ein bisschen trockene Theorie: Das Suprelorin-Implantat enthält den Wirkstoff Deslorelin. Deslorelin gehört zur Gruppe der GnRH-Agonisten. GnRH ist die Abkürzung für Gonadotropin-Releasing-Hormon. Es wird im Hypothalamus gebildet und regt in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) die Ausschüttung von Gonadotropinen an, also von Hormonen, die wiederum die Keimdrüsen (Eierstöcke bei weiblichen, Hoden bei männlichen Tieren) stimulieren. Der Witz an der Sache ist der: Gebe ich eine einzelne Dosis eines GnRH-Agonisten wie Deslorelin, so kommt es in Folge zu einer vermehrten Ausschüttung von Gonadotropinen aus der Hypophyse und damit zu einer verstärkten Anregung der Keimdrüsen. Sorge ich aber dafür, dass ständig eine relativ kleine Menge eines GnRH-Agonisten im Körper zirkuliert, kommt es zum gegenteiligen Effekt, nämlich einer Übersättigung der Rezeptoren und damit zu einer sogenannten Downregulation, also einem Herunterfahren der Aktivität der Keimdrüsen. Und genau das macht das Suprelorin-Implantat: Es setzt ständig eine kleine, aber über einer gewissen kritischen Grenze liegende Menge an Deslorelin frei und legt damit die Hoden des Rüden lahm. Der Testosteronspiegel sowie die Libido und die Fortpflanzungsfähigkeit werden herabgesetzt.

    Die vom Hersteller genannte Wirkungsdauer beträgt für das Implantat mit 4,7 mg Deslorelin sechs und für das mit 9,4 mg zwölf Monate. Diese Angaben beziehen sich ausdrücklich nicht auf Hunde unter 10 und über 40 Kilogramm Körpergewicht, bei denen die Wirksamkeit deutlich verlängert bzw. verkürzt sein kann. Ich selbst habe bei einem Rüden mit 9,8 kg schon eine Wirkdauer des kleineren Implantats von 14 Monaten beobachten können. Bei sehr kleinen Rüden mit weniger als 5 kg wäre ich mit der Anwendung des Produkts sehr zurückhaltend und würde den Besitzer darüber aufklären, dass ich ein gewisses Risiko für eine irreversible Hemmung der Hodenfunktion sehe. Ebenso vorsichtig wäre ich bei der Anwendung an einem Rüden, der noch zur Zucht eingesetzt werden soll. Hierbei sollte der Besitzer darüber informiert sein, dass labordiagnostisch messbare Einschränkungen der Keimdrüsenfunktion (und damit auch der Zeugungsfähigkeit) weit über die angegebene Wirkungsdauer hinaus anhalten können. Das Implantat benötigt bis zu sechs Wochen, um die volle Wirksamkeit zu erreichen. In dieser Anflutungs-Phase kann es zu einem kurzzeitigen Anstieg des Testosteronspiegels kommen. Ob dabei auch mit Auswirkungen wie zum Beispiel gesteigerter Aggressivität zu rechen ist, wurde bisher nicht systematisch untersucht. Nach meiner persönlichen Erfahrung scheint das aber eher selten der Fall zu sein.

    Mit welchen Nebenwirkungen müssen wir rechnen? Von gelegentlichen lokalen Reaktionen des Unterhautbindegewebes am Implantationsort abgesehen, sehen wir uns mit den gleichen potentiellen Nebenwirkungen konfrontiert, wie sie auch durch eine Kastration ausgelöst werden können: Haarkleidveränderungen (besonders bei langhaarigen Rassen), gesteigerte Fresslust und entsprechende Gewichtszunahme, Harninkontinenz und Aktivitätsverminderung (Trägheit). Es muss auch damit gerechnet werden, dass es zu einer für andere Hunde bemerkbaren Geruchsveränderung kommt, die zu Verwirrungen in der innerartlichen Kommunikation führen kann. Andere Hunde vermögen nicht korrekt einschätzen, mit was sie es bei einem Kastraten oder einem mit Suprelorin behandelten Rüden zu tun haben, was gelegentlich Anlass zu Irritationen auf beiden Seiten bis hin zu Beißereien bieten kann. Weitere unerwünschte Nebenwirkungen im Verhaltensbereich können vermehrte Ängstlichkeit, Unsicherheit und sogar pauschal gesteigerte (statt gedämpfte) Aggression umfassen. Der Hersteller warnt in der Gebrauchsinformation ausdrücklich: "Hunde mit soziopathischen Störungen und mit Episoden intraspezifischer (Hund zu Hund) und/oder interspezifischer (Hund zu anderer Spezies) Aggression sollten daher weder chirurgisch noch mittels Implantat kastriert werden".

    Ob die im Vergleich zu einer tatsächlichen Kastration nur kurzzeitige Hemmung der Keimdrüsenfunktion irgendwelche langfristigen Negativ-Effekte wie die Begünstigung bestimmter bösartiger Tumor-Erkrankungen verursachen kann, ist bisher nicht bekannt. Der klare Vorteil des Implantats im Vergleich zur echten Kastration ist natürlich der, dass jedwede unerwünschte Nebenwirkung nur zeitlich begrenzt auftritt. Ich habe schon mehrfach Besitzer erlebt, die darüber sehr glücklich waren, zum Beispiel beim Auftreten von Harninkontinenz. Der Hormon-Chip ermöglicht also den Besitzern und mir die Durchführung eines Testlaufes, und dies nicht nur bezüglich der Hauptwirkung, sondern auch der Nebenwirkungen.

    Nicht selten kann man im Netz Erfahrungsberichte von Besitzern lesen, bei deren Hunden das Implantat keine erkennbare Wirkung gezeigt hat, weder was die Hodengröße noch das Verhalten anging. Hierfür gibt es zwei mögliche Erklärungen: Entweder wurde das Implantat innerhalb weniger Stunden oder Tage durch den Stichkanal hindurch wieder abgestoßen oder aber es wurde so implantiert, dass es in Fettgewebe zu liegen kam. Ist der Chip komplett von Fett umgeben, kann die Wirkstoffabgabe nie die kritische Grenze erreichen. Bei der Implantation, die wie eine normale Injektion (ohne irgendeine Betäubung) durchgeführt wird, ist also darauf zu achten, dass erstens der Einstichkanal nach dem Herausziehen der Nadel für mindestens 30 Sekunden komprimiert wird, um ihn zuverlässig zu verschließen, und dass zweitens das Implantat sauber subkutan und keinesfalls in einer Fettschicht zu liegen kommt.

    Speziell was die durch die Zulassungsbedingungen durchaus erlaubte wiederholte Applikation des Chips angeht, hält sich im Netz hartnäckig das Gerücht, dass das Implantat sich nicht komplett auflösen würde. Das ist nicht richtig. Es löst sich durchaus vollständig auf, allerdings erst lange nach Beendigung der Wirkungsdauer. Wiederholte Anwendungen des Produkts sind also problemlos möglich, machen aber in meinen Augen - von ganz speziellen Fallkonstellationen mal abgesehen - wenig Sinn. Innerhalb der Wirkungsdauer des Implantats sollte eigentlich klar werden, ob die dabei auftretenden positiven oder negativen Effekte eher für oder eher gegen eine endgültige Kastration sprechen. Bei einer Entscheidung für den operativen Eingriff sollte dieser meiner Meinung nach idealerweise noch vor dem Abklingen der Suprelorin-Wirkung durchgeführt werden, um dem Rüden eine hormonelle Achterbahnfahrt mit all ihren Auswirkungen zu ersparen.

    Thema Off-Label-Use: Mit diesem Begriff wird die Anwendung eines Medikaments außerhalb seiner Zulassungsbedingungen bezeichnet, für deren Folgen der durchführende Tierarzt die volle Verantwortung trägt. Das Implantat wird auch bei Hündinnen mit Erfolg zur Läufigkeitsunterdrückung eingesetzt, was angesichts des oben erläuterten Wirkprinzips nicht überraschen kann. Neben der dafür (noch?) nicht gegebenen Zulassung bringt dieser Anwendungsbereich allerdings einen weiteren wesentlichen Nachteil mit sich: Die Implantation löst in der Regel gleich zu Anfang eine Läufigkeit aus, bevor die die Keimdrüsen unterdrückende Wirkung dann zum Tragen kommt. Ein weiterer erwähnenswerter Off-Label-Use ist die Anwendung bei sowohl weiblichen als auch männlichen Frettchen. In manchen Ländern besteht sogar eine Zulassung des 9,4mg-Implantats für Frettchen-Rüden.

    Um es abschließend noch einmal auf den Punkt zu bringen: Die Zulassung des Suprelorin-Implantats nennt nur eine einzige Indikation, nämlich die "Erzielung einer vorübergehenden Unfruchtbarkeit bei gesunden, nicht kastrierten, geschlechtsreifen Rüden". Da ist also absolut nicht die Rede von der mühelosen, chemischen Lösung aller möglichen Verhaltensprobleme, wie sie aus Genetik, Prägung, Sozialisierung und Erziehung entstehen können. Das Implantat eröffnet uns aber die attraktive Möglichkeit, über einen mehr oder weniger präzise definierten Zeitraum die positiven und negativen Auswirkungen einer Kastration zu beurteilen, und erweitert damit ganz beträchtlich die Datenbasis, aufgrund derer dann eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann. Ich persönlich halte diese Vorgehensweise für so sinnvoll, dass ich mich in vielen Fällen weigere, einen Rüden zu kastrieren, bei dem die Auswirkungen nicht vorher durch die Implantation eines Suprelorin-Chips getestet worden sind.

    Bleiben Sie uns gewogen, bis bald, Ihr

    © Kleintierpraxis Ralph Rückert, Römerstraße 71, 89077 Ulm

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    Amygdala - Die VDTT Online-Zeitung

    Neues und Interessantes aus der Welt der Tiere

    Hunde: Pro & Contra Kastration

    • 23 März 2015
    • geschrieben von VDTT

    Die Entscheidung, ob ein Hund kastriert wird oder nicht, muss der Halter selbst treffen. Meistens wird bei dieser Frage der Tiertrainer oder der Tierarzt zu Rate gezogen.

    Eine pauschale Antwort auf die Frage “Kastration ja oder nein?” wird man nicht sicher geben können. Dies hängt stark von dem jeweiligen Hundetyp und den Gegebenheiten ab. Wichtig ist, dass der Hundehalter alle möglichen Informationen zu den Vor- und Nachteilen eines Eingriffes und auch über die Alternativmöglichkeiten erhält. Denn gut informiert kann man auch die Entscheidung sicherer treffen. Dieser Artikel soll dem Halter als Leitfaden dienen, der auch die Meinung von Wissenschaftlern (Biologen, Medizinern) über Chancen und Risiken der Kastration mit einbindet.

    Folgende Möglichkeiten stehen zur Entscheidung:

    Leider wird von vielen Tierärzten und Hundetrainern zur Frühkastration vor dem Höhepunkt der Pubertät geraten. Erklärung: geschlechtsspezifische Verhaltensweisen sollen so erst gar nicht erlernt werden. Der Slogan „Sexualhormone weg, Pubertät weg, Probleme weg“ ist jedoch zu einfach, um wahr sein zu können. Keine Kastration ersetzt den notwendigen Gehorsams- und Beziehungsaufbau.

    Abb.1: Chicco, 4 Jahre, wurde erst im Alter von 3 Jahren kastriert.

    Dr. Udo Gansloßer, Privatdozent für Zoologie an der Universität Greifswald, hält nichts davon, Hunde vor dem Höhepunkt der Pubertät kastrieren zu lassen: „In dieser Zeit eine ganz wichtige Komponente des Hormonhaushalts aus dem Hund herauszunehmen, kann in der Regel nur zu Chaos führen. Die Erfahrungen der Hundehalter und Hundetrainer zeigen, dass wir dabei überwiegend Kindsköpfe bekommen, Hunde, die keinen Sinn für den Ernst des Lebens und damit auch keine sinnvolle weitere planbare Ausbildungs- und Erziehungsmöglichkeit mehr haben.“

    Wer will schon einen für immer juvenilen Hund an seiner Seite haben, der nur noch spielen, spielen, spielen im Kopf hat? Na, dann fällt die Entscheidung umso leichter. Leider gibt es zurzeit noch keine aussagekräftigen Studien zu den Auswirkungen der Frühkastration auf das Verhalten der Hunde.

    Nachteile / mögliche körperliche Nebenwirkungen der Frühkastration

    Die Frühkastration kann langfristig verschiedene biologische Nebenwirkungen nach sich ziehen:

    • Wachstumsstörungen oder -verzögerungen: Durch den Hormonschub in der Pubertät wird das Längenwachstum der langen Röhrenknochen abgeschlossen. Befinden sich die entsprechenden Hormone in einem frühen Entwicklungsstadium in zu geringer Menge im Stoffwechsel, kann es, je nach Rasse, zu Größenwachstum oder Kümmerwachstum kommen.
    • Anfälligkeit für Skeletterkrankungen: Durch den Mangel des Sexualhormons Testosteron werden beim Rüden die Muskeln schwächer ausgebildet. Infolgedessen wird das Bindegewebe stärker beansprucht, was die Anfälligkeit für Erkrankungen des Bewegungsapparates erhöhen kann. Bei Hündinnen kann es (auch bei Kastration nach der Pubertät) zu Mineralstoffwechselstörungen bis hin zu Knochenveränderungen kommen. Einer Studie zufolge erkranken kastrierte Hunde beiderlei Geschlechts häufiger an Knochenkrebs als unkastrierte, wobei das Erkrankungsrisiko aber sehr gering ist.

    Kastration als Prophylaxe bei Hündinnen

    Häufig wird geraten, Hündinnen vor der ersten Läufigkeit kastrieren zu lassen, um Gesäugetumoren vorzubeugen. Unterschiedlichen Studien zufolge erkranken – je nach Alter und Rasse – zwischen 2 von 1.000 und 2 von 100 Hündinnen an solchen Mammatumoren. Wird vor der ersten Läufigkeit kastriert, sinkt das eh schon geringe Erkrankungsrisiko verschiedenen Studien zufolge gegen Null. Etwa die Hälfte der Tumore ist bösartig, 75 Prozent der Hündinnen überleben eine solche Operation. Je früher ein Mammatumor erkannt wird, desto besser. Deshalb sollte das Gesäuge wöchentlich auf Knoten untersucht werden, auch bei kastrierten Hündinnen.

    Ist ein Erkrankungsrisiko ein Argument für die Kastration?

    Dr. Axel Wehrend von der veterinärmedizinischen Universität Gießen gibt zu bedenken: „Im Gegensatz zur präpubertären Kastration ist der Ansatz, über die Ernährung eine Prävention zu betreiben, weder in der veterinärmedizinischen noch in der von Hundehaltern geführten Diskussion zu diesem Thema zu hören. Dies erstaunt, da im Gegensatz zur Kastration keine unerwünschten Effekte wie Harninkontinenz und Unterentwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale zu erwarten sind.“

    Vielen anderen Autoren zufolge konnte in einer Reihe von Studien nachgewiesen werden, dass eine fett- und eiweißreiche Ernährung beziehungsweise Übergewicht im ersten Lebensjahr zur Bildung von Mammatumoren führen können.

    Als Vorteil einer Kastration der Hündin wird oft die Verhinderung von Gebärmutterentzündungen und lebensgefährlichen Gebärmuttervereiterungen genannt. Denn wenn einer Hündin bei der Kastration nicht nur Eierstöcke, sondern auch die Gebärmutter entfernt wird, kann sich die Gebärmutter nicht mehr entzünden.

    Unterschiedlichen Studien zufolge erkrankt jede fünfte bis zehnte Hündin im Laufe ihres Lebens an einer Gebärmutterentzündung, wie viele daran sterben, ist unbekannt. Bei unkastrierten Hündinnen ist es wichtig, auf frühe Alarmzeichen zu achten. Wenn die Hündin dauernd Durst hat, oder sie sich öfter leckt, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Ein spätes Alarmzeichen ist ein dicker werdender Bauch bei geringer Nahrungsaufnahme.

    Abb. 2: Trixie, 18 Wochen: Sie darf ohne Kastration erwachsen werden.

    Kastration als Prophylaxe bei Rüden

    Über hormonell beeinflusste Erkrankungen beim Rüden redet kaum jemand, obwohl es solche durchaus gibt. Wenn Rüden aufgrund einer medizinischen Indikation kastriert werden, dann meist wegen chronischer Vorhautentzündung. Sie verschwindet nach einer Kastration. Dabei ist vorher zu bedenken, wie stark die Beschwerden sind und mit welchen Nebenwirkungen nach einer Kastration zu rechnen ist.

    Sterilisation / Alternative zur Kastration beim Rüden

    Wenn es nur um Verhütung geht, kann auch eine Sterilisation helfen. Bei dieser Methode werden die Keimdrüsen – beim Rüden die Hoden – nicht entfernt, sondern es werden nur die Leiter durchtrennt oder abgebunden, womit die Fortpflanzungsfähigkeit der Tiere dauerhaft und verlässlich unterbunden wird. Der Hormonhaushalt und die damit verbundenen Körperfunktionen und Verhaltensweisen werden nicht beeinträchtigt. Solange es nur um die Verhütung geht und nichts sonst für eine Kastration spricht, ist eine Sterilisation sinnvoller, denn sie hat keine Nebenwirkungen, und das Operationsrisiko ist auch nicht höher als bei der Kastration.

    Chemische Kastration als Entscheidungshilfe

    Der Kastrations-Chip ist eine denkbare Alternative, die auch als Entscheidungshilfe vor einer in Erwägung gezogenen Kastration gern gewählt wird.

    Seit einiger Zeit ist für Rüden ein Medikament zugelassen, das wie ein Kennzeichnungs-Transponder unter die Haut implantiert wird. Der Verhütungschip enthält einen synthetisierten, aber mit einem körpereigenen Stoff identischen Wirkstoff, der die Bildung von Testosteron und damit die Bildung von Samenzellen schrittweise reduziert, bis der Rüde nach circa vier bis sechs Wochen fortpflanzungsunfähig ist. Es wird unterschieden zwischen Transpondern, die mindestens sechs Monate wirken, und solchen, die 1 Jahr in ihrer sterilisierenden Wirkung anhalten. Die Kosten belaufen sich auf 60 bis 90 Euro.

    Die chemische Kastration ist ein gutes Mittel, um herauszufinden, ob unerwünschte Verhaltensweisen mit dem Testosteronspiegel des Tieres zusammenhängen, also verschwänden, wenn der Rüde kastriert würde. Das Verfahren wird schon seit Jahren bei Wildtieren angewendet. Lt. Aussage von Dr. Udo Gansloßer wird die chemische Kastration im Wildtierbereich erfolgreich und bislang auch ohne Langzeitnebenwirkungen durchgeführt.

    Sterilisation / Alternativen zur Kastration bei der Hündin

    Anders als beim Rüden ist sie eine weniger gute Alternative zur Kastration, da bei weiblichen Tieren die Operation (Durchtrennen der Eileiter) aufwendiger und mit größeren Risiken verbunden ist. Zudem kann hormonell beeinflussten Erkrankungen wie Gesäugetumoren mittels Sterilisation nicht vorgebeugt werden. Deshalb plädieren viele Tierärzte für Kastration statt Sterilisation.

    Andere geben zu bedenken, dass es nicht die Aufgabe eines Mediziners sein kann, gesunde Organe zu entfernen, um Krankheiten vorzubeugen. Das Tierschutzgesetz verbietet die Amputation gesunder Organe zur Prophylaxe, außerdem gibt es schonendere Möglichkeiten, der Tumorbildung vorzubeugen.

    Hormonspritze bei der Hündin

    Das gezielte Unterdrücken der Läufigkeit durch eine Hormonspritze ist keine Alternative zu Sterilisation oder Kastration. Neuere statistische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Hormonspritze der größte Risikofaktor für die Bildung von Mammatumoren ist.

    Natürliche Verhütung bei der Hündin

    Im Gegensatz zu Rüden sind Hündinnen nur ein- bis zweimal im Jahr für wenige Tage fruchtbar, nämlich dann, wenn der Eisprung stattfindet. An diesen kritischen Tagen („Stehhitze“) müssen sie von Rüden ferngehalten werden. Die Blutung bei der Hündin kann sich über 14 – 24 Tagen erstrecken.

    Wer seine Hündin gut beobachtet, kann die kritischen Tage gut erkennen. Die Hündin bietet sich dem Rüden an; die Rute wird dann bei Hundebegegnungen oft zur Seite gelegt. Zum Eisprung hin nimmt die Blutung ab, das Blut wird heller, außerdem schwillt die Scheide ab. Je näher der Eisprung ist, desto schneller klappt die Hündin die Rute zur Seite, auch wenn sie am Rutenansatz gekrault wird. Aber nicht jede Hündin muss so reagieren.

    • Neben medizinischen Indikationen – unter anderem Mammatumore oder schwere chronische Vorhautentzündungen gibt es auch Verhaltensauffälligkeiten, bei denen eine Kastration Abhilfe schafft:
    • bei Hündinnen, die ausschließlich während der Scheinschwangerschaft extrem aggressiv sind
    • bei aggressiven Rüden, wenn sich die Aggressionen ausschließlich gegen sexuelle Konkurrenten richten. Hierbei wäre es wichtig eine kompetente Meinung eines Tiertrainers/Verhaltenspsychologen zu Rate zu ziehen
    • bei hypersexualisierten Tieren, die nach einer Kastration endlich ein stressfreieres Leben führen können.

    Bei der Mehrhundehaltung von Hunden verschiedenen Geschlechts kann statt einer Kastration auch die Sterilisation gewählt werden. Denn Stress im Gruppenverband können weder der Mensch noch seine Hunde gebrauchen.

    Die Anzahl an bestimmten Erkrankungsrisiken lässt sich durch Kastration verringern, doch dafür sind auch Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen:

    • vermehrter Hunger und Gewichtszunahme nach der Kastration
    • Skeletterkrankungen bei frühkastrierten Hunden
    • Harninkontinenz, vor allem bei Hündinnen. Verschiedenen Studien zufolge tröpfeln zwischen 10 und 25 Prozent der kastrierten Hündinnen; einige große Rassen, wie beispielsweise Boxer sind besonders stark betroffen.
    • Kastration beeinflusst das Verhalten, wie stark, ist schwer vorhersagbar. Es ist daher sehr wichtig, vorher abzuklären, ob unerwünschtes Verhalten hormonell beeinflusst auftritt oder andere Ursachen hat.

    Bei Hunden, die umweltunsicher und ängstlich sind oder sogar eine vermehrte Angstaggression zeigen, ist eine Kastration nicht zu empfehlen, weil sich die Aggression verstärken kann. Als Ursache wird vermutet, dass kastrierte Hunde nicht mehr nach erwachsenem Hund riechen, von Artgenossen nicht mehr ernst genommen, ja sogar gemobbt werden und dadurch noch unsicherer werden.

    Abb. 3: Diva Donna: Nach der Kastration im Alter von 1 Jahr nahmen die Ängstlichkeit und Geräuschempfindlichkeit der Hündin deutlich zu.

    Gut zu beobachten bei nicht kastrierten Hündinnen ist, dass diese mit jeder Läufigkeit selbstsicherer und umweltstabiler werden.

    Wichtig: Eine Kastration beeinflusst auch stark das Jagdverhalten des Hundes. Neueste Untersuchungen (Uni Gießen) zeigen, dass das Fehlen von Testosteron bei Rüden (nach der Kastration), ein verstärktes Appetenzverhalten in Sachen Beutemachen/Jagen nach sich zieht.

    Abb. 4: Theo, 5 Jahre: Nach der Kastration nahm seine Vorliebe für Kaninchen & Co. deutlich zu. Dummy- und Objektsuchtraining sorgen heute als Ersatzbeschäftigungen für Ausgleich.

    Allgemeine Unruhe, Territorialaggressionen und Störungen in der Beziehung zwischen Hund und Halter unterliegen in seltensten Fällen dem Einfluss der Sexualhormone.

    Viele Hundehalter bauen auf der Hoffnung, dass die sexuell motivierten Verhaltensweisen bei Rüden nach einer Kastration verschwinden. Aber der Duft der läufigen Hündin wird mit der Kastration aus dem Erinnerungsspeicher des Hundes nicht gelöscht! Wen wundert es da, wenn der Rüder immer noch der Nachbarshündin nachstellt, obwohl er kastriert ist? Wenn ein Hund aus Langeweile streunen geht oder gelernt hat, durch „Rammeln“ Spannungen abzubauen oder Lust zu empfinden, hört er damit auch nach einer Kastration nicht auf.

    Meine persönliche Empfehlung an die Hundehalter:

    Lassen Sie Ihre junge Hündin mindestens zwei bis drei Läufigkeiten durchleben. Das macht sie stabil und lässt sie emotional reif werden. Der junge Rüde, je nachdem, wie stark Testosteron sein Verhalten steuert, kann im ersten Schritt den Kastrations-Chip bekommen, sodass Sie die Folgezeit für die Stabilisierung seiner Umwelttauglichkeit nutzen können. Nach dem Auslaufen der Chipwirkung können Sie immer noch entscheiden, ob es sinnvoll ist, ihn zu kastrieren.

    Ein Beziehungs- und Gehorsamsaufbau mit dem passend (rassebezogen) ausgerichteten Auslastungstraining (Hirn & Körper) schweißt das Team Mensch & Hund zusammen und bildet so eine solide Basis für ein harmonisches Zusammenleben auch ohne Kastration.

    Vorträge von Dr. Udo Gansloßer, Frau Dr. Ute Blaschke-Berthold, Dr. Axel Wehrend, ATN- Lernmaterial, WDR Servicezeit Tiere, Sendung Tiere suchen ein Zuhause vom 13.12.2009

    Autorin: Dorothea Gawol leitet seit 2008 ihre eigene Hundeschule „DG Hunde“ in Düsseldorf. Das Motto der ATN-Absolventin: Lernprozesse sind nur möglich, wenn wir uns die Zeit nehmen, unser Tun immer wieder zu hinterfragen und so neuen Ansätzen eine Chance zu geben. Ihre Homepage: www.dghunde.de.

    Der VDTT wurde 2005 durch Absolventen der ATN, der Akademie für Tiernaturheilkunde, gegründet. Die damaligen Gründungsmitglieder gehörten noch zu den Pionieren der angewandten Verhaltenskunde.

    Thema: Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

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  • Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

    Re: Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

    Re: Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

    Ich wьrd unseren Hund jetzt weder als Schisser noch als Draufgдnger bezeichnen. Bei kleinen Hunden die ihn anknurren reagiert er gar nicht (also ob das unter seiner Wьrde wдr,grins) und bei GroЯen ist er auch friedlich, wenn die friedlich sind. Kommt ihm da einer doof, kann er auch schon mal zurьckkeifen. Ansonsten hat er ein paar "Freunde" mit denen es bislang immer gut klappt u. wenn mal ne Meinungsverschiedenheit war, wurde das einmal kurz geregelt und dann war auch gut.

    Mein Mann leidet natьrlich mit (von wg. "Eierchen ab" und der arme Hund,grins) aber fьr mich seh ich nur Vorteile. Ich frag mich nur, ob das nicht zu egoistisch ist. Aber auf der anderen Seite kastriert man Hengste, Kater etc. ja auch!

    Hach, ich denke, es wird im Herbst auf eine Kastration hinauslaufen (allein schon, damit diese gelben Flecken im Wohnraum aufhцren) aber aus dem Mann ein Mдnnchen zu machen ist schon ein wenig "mitfьhlend"!!

    Re: Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

    Allein schon deshalb, weil ich als Tierhalterin auch eine gewisse Verantwortung fьr den Tierschutz habe, und fahrlдssige Vermehrung gehцrt mMn nicht dazu.

    Mein Hund darf besteigen wen er will (solange der andere Hund auch will, natьrlich ), mein Kater darf durch sein Revier streifen ohne tausende Nachkommen bei den Nachbarn zu zeugen oder mehrere Kilometer auf LandstraЯen herumzulaufen, auf der Suche nach einem Weibchen, um dann vom LKW ьberfahren zu werden.

    Du siehst, ich bin ein absoluter Kastrationsbefьrworter!!

    Achja, wenn man die Tiere noch in jungen Jahren kastriert, kann man natьrlich nicht sehen, ob sich ihr Charakter verдndert, aber ich kann bei meinen Tieren zumindest nichts negatives feststtellen.

    Re: Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

    Allein schon deshalb, weil ich als Tierhalterin auch eine gewisse Verantwortung fьr den Tierschutz habe, und fahrlдssige Vermehrung gehцrt mMn nicht dazu.

    Mein Hund darf besteigen wen er will (solange der andere Hund auch will, natьrlich ), mein Kater darf durch sein Revier streifen ohne tausende Nachkommen bei den Nachbarn zu zeugen oder mehrere Kilometer auf LandstraЯen herumzulaufen, auf der Suche nach einem Weibchen, um dann vom LKW ьberfahren zu werden.

    Du siehst, ich bin ein absoluter Kastrationsbefьrworter!!

    Achja, wenn man die Tiere noch in jungen Jahren kastriert, kann man natьrlich nicht sehen, ob sich ihr Charakter verдndert, aber ich kann bei meinen Tieren zumindest nichts negatives feststtellen.

    aus nem fahrenden auto kцnnte meiner sowieso niemals springen, da ich ihn grundsдtzlich nur gesichert (transportbox) transportiere.

    wir hatten nie probleme mit den unkastrierten rьden.

    sollte man ihn besser anleinen

    aber das wдre jetzt kein grund fьr mich ihn kastrieren zu lassen

    da geh ich halt woanders lang

    also wenn er z.b. dauernd verliebt ist, sobald nur eine einzige hьndin "gut" riecht und dann nдchtelang heult usw.

    aber diese fдlle sind ja wohl relativ selten :)

    Re: Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

    vorteile sehe ich wenige, auЯer natьrlich dass es fьr den halter sehr bequem ist, vor allem wenn intakte hьndinnen in der nachbarschaft oder sogar mit im haus leben.

    denn dann muss man natьrlich aufpassen

    er steht in der rangordnung ganz unten und jeder andere rьde wird erstmal versuchen ihn zu dominieren also aufzureiten .

    Re: Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

    Der 2. Hund war kastriert, als ich ihn bekam.

    Jetzt haben wir einen 2-jдhrigen Mix, der ist nicht kastriert. Ihc muss mal abwarten, wie er sich verhдlt, haben ihn auch erst seit gestern.

    Re: Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

    Re: Vor- bzw. Nachteile Kastration Rьde

    nachteile sind, dass der kastrierte rьde nicht mehr nach rьde riecht, sondern irgendwie anders und deshalb von anderen rьden nicht fьr voll genommen wird.

    er steht in der rangordnung ganz unten und jeder andere rьde wird erstmal versuchen ihn zu dominieren also aufzureiten .

    Da muss ich Dir ausnahmsweise mal widersprechen! Das stimmt nдmlich nicht. Ein kastratrierter Rьde steht nicht ganz unten; da er wegen des fehlenden Geruchs nach "Mann" nicht als Konkurrent angesehen wird, wird er in der Regel von anderen Rьden einfach ignoriert. Wird er nicht ernst genommen, so liegt das an seinem Verhalten und Rьden, die auf alles aufreiten was sich ihnen bietet haben ein Dominanzproblem oder gestцrten Sexualtrieb unter dem meist auch ihre (leider oft unfдhigen) Besitzer leiden.

    wenn dein hund keine probleme mit seinem sexualtrieb hat und ihr eigentlich auch nicht und ihn immer noch gut handeln kцnnt, dann lasst es doch einfach

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    I also asked for a specific medal count for a specific country and got a history of when they first started to compete in the Olympics. I asked for a medal count for 2018, as of today,

    not a history of that country.

    You don't even accept what I have asked.

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    Chemische Kastration mit Suprelorin-Implantat – Der Hormon-Chip für Rüden

    Im letzten Beitrag ging es um die Vor- und Nachteile der Kastration für Hunde. Dabei ging ich auch kurz auf die Thematik des Suprelorin-Implantats ein. Heute möchte ich ausführlich über die sogenannte chemische Kastration berichten und erläutern, wie das mit dem „Hormon-Chip“ funktioniert.

    Das Hormon-Implantat für Rüden gibt es seit ein paar Jahren. Es erlaubt es Rüden nicht chirurgisch zu kastrieren, sondern lediglich auf chemischer Ebene. Dafür wird dem Tier kein Gewebe entfernt, es handelt es demnach auch um keine Amputation nach §6 Abs.1 des Tierschutzgesetzes. Der Rüde bekommt unter die Haut ein kleine chipähnliches Implantat eingesetzt, das den Hormonhaushalt verändert. Der Rüde wird vorübergehend unfruchtbar. Dieses moderne Implantat ist eine Alternative zur operativen Kastration und erlaubt es Haltern zu beobachten, ob sich Verhaltensweisen und sonstige Aspekte beim Tier verändern. Zudem ist die chemische Kastration eine Alternative für Rüden, bei denen eine herkömmliche Kastration nicht möglich ist. Wie z.B. bei herzkranken Tieren, für die eine Operation mit Narkose ein erhöhtes Risiko darstellt.

    Was ist ein Suprelorin-Implantat im Detail?

    Ähnliche wie der Mikrochip zur Kennzeichnung von Hunden ist das Suprelorin-Implantat für Rüden ein chipähnliches kleines Ding. Das Implantat enthält Deslorelin, ein Wirkstoff der über die Dauer von sechs bis zwölf Monaten kontinuierlich an den Organismus abgegeben wird. Bei sechs Monaten sind es 4,7 Milligramm Deslorelin, bei zwölf Monaten 9,4 Milligramm.

    Die Wirkung im Detail: Das Hormon Gonadotropin-Releasing-Hormon, kurz GnRH, wird vom Körper normalerweise regelmäßig ausgeschüttet, um zu gewährleisten, dass aus einer Drüse (Hypophyse) im Gehirn bestimmte Botenstoffe ins Blut gesandt werden. Diese Botenstoffe steuern die Produktion von Geschlechtshormonen (v.a. Testosteron) im Hoden. Das im Implantat enthaltene Deslorelin hat eine starke Ähnlichkeit mit dem körpereigenen GnRH. Durch die kontinuierliche Abgabe dieses Stoffs wird der Organismus des Rüden quasi verarscht ; ) Entschuldigt den Ausdruck, aber so finde ich kann man das Ganze am besten beschreiben. Durch die Abgabe von Deslorelin werden an der Hypophyse gewisse Rezeptoren blockiert und der Körper des Rüden bekommt quasi vermittelt, dass von den Geschlechtshormonen bereits ausreichend vorhanden sind und er keine weiteren produzieren muss. Die Hypophyse stellt dann die Ausschüttung der Botenstoffe ins Blut ein. Anschließend stellen die Hoden keine Geschlechtshormone mehr her, die Spermien-Bildung wird eingestellt. Auf diese Weise kommt es zur vorübergehenden Unfruchtbarkeit.

    Die Kurzversion: Durch die ständige Abgabe von Deslorelin in kleinen Mengen wird der Rüde vorübergehend unfruchtbar. Sobald die Menge Deslorelin aufgebraucht ist, wird der Rüde wieder zeugungsfähig. Deslorelin verhindert die Produktion der Botenstoffe, die zur Testosteronbildung benötigt werden.

    Wie wird das Implantat platziert?

    Das Suprelorin-Implantat wird mit einer Kanüle im Nacken des Tiers unter die Haut gesetzt. Der Vorgang gestaltet sich im Grunde genauso wie beim Chippen. Für das Einsetzen ist keine Narkose notwendig. Der Vorgang geht ziemlich fix. Es ist für Hunde mäßig schmerzhaft, genau wie beim Chippen auch.

    Wann wirkt das Implantat und wie lange?

    Nach den ersten zwei bis drei Wochen sinkt das Niveau der Geschlechtshormone stark. Unfruchtbar ist der Hund aber erst nach sechs bis acht Wochen. Grund hierfür ist, dass zu Beginn ja noch Sperma vorhanden ist, womit der Rüde Nachwuchs zeugen könnte. Aus Erfahrungen einiger Halter geht hervor, dass es möglich ist dass sich das typische Rüdenverhalten in den ersten drei Wochen verstärken kann. Nach der Wirkungsdauer, die zwischen sechs und zwölf Monaten dauern kann, ist das Deslorelin leer und die Hoden nehmen die Produktion der Spermien wieder auf. Das Benehmen des Hundes wird langsam wieder wie vor der chemischen Kastration. Laut Studien soll sich bei 80% der Hunde der Testosteronspiegel ein Jahr nach der Implantation eines sechs-Monate-Implantats wieder normalisieren.

    Wie wirkt sich die chemische Kastration auf das Verhalten aus?

    Da mit dem Implantat das Niveau der Geschlechtshormone maßgeblich verringert wird und damit wesentlich weniger Testosteron zur Verfügung steht, werden von diesem Hormon verursachte Verhaltensweisen eingedämmt. Unter anderem betrifft das das Aufreiten, Urinmarkierungen und ständiges Schnuppern. Das Verhalten wird gleichermaßen verändert wie bei herkömmlich kastrierten Rüden. Verhaltensweisen wie territoriale Aggressionen oder Futterneid sind allerdings auf andere Ursachen zurückzuführen und werden vom Implantat nicht beeinflusst.

    Vor- und Nachteile des Implantats

    Generell sind die Vor- und Nachteile des Hormon-Chips ähnlich wie bei der herkömmlichen Kastration. Aufgrund der wegfallenden OP und des nur vorübergehenden Eingriffs in den Hormonhaushalt ergeben sich aber zusätzliche Vorteile. Nachfolgend wesentliche Fakten zusammengefasst:

    • Rüden sind während der Wirkdauer des Chips vorübergehend zeugungsunfähig
    • Hoden werden inaktiv und verkleinern sich aufgrund dessen
    • Veränderung im Stoffwechsel: Der Kalorienbedarf sinkt. Eine Anpassung/Reduzierung der Futtermenge ist notwendig um Übergewicht zu vermeiden
    • die exakten Auswirkungen auf Rüden lassen sich im Voraus nicht bestimmen

    Die Vorteile im Überblick:

    • unerwünschtes Sexualverhalten verschwindet teilweise oder ganz: chemisch kastrierte Rüden markieren und rammeln weniger, sie haben einen deutlich geringeren Ausfluss aus der Vorhaut und auch das jaulen kann abnehmen
    • Aggressionen gegenüber andern Rüden kann abnehmen
    • keine endgültige Kastration und damit Unfruchtbarkeit
    • unerwünschte Verhaltensweisen durch die Kastration müssen nicht für immer hingenommen werden. Haltern wird damit ermöglicht ihren Rüden zunächst zu beobachten und nach der Wirkung des Implantats darüber zu entscheiden, ob weiterhin implantiert wird, möglicherweise eine operative Kastration sinnvoller oder der Umgang mit dem nicht kastrierten Hund angenehmer ist. Das Implantat dient quasi als „Testlauf“
    • keine Narkose nötig

    Die Nachteile im Überblick:

    • Bei Hunden mit einem Körpergewicht von unter zehn Kilogramm kann die Wirkung länger anhalten als eigentlich vorgesehen.
    • Es wurde in Studien bislang nicht nachgewiesen, ob die Hunde nach der Wirkdauer der Hormon-Chips tatsächlich wieder zeugungsfähig sind. Der Einsatz bei Zuchtrüden ist deshalb bislang nicht empfehlenswert.
    • Fellveränderungen: insbesondere bei langhaarigen Rassen kann das Fell flusiger werden.

    Weitere mögliche Nachteile könnt ihr im Beitrag zum Thema „Kastration Hund – Vor- und Nachteile“ nachlesen. Übrigens: Bei Tumoren am Hoden oder Prostata-Veränderungen wird von einer chemischen Kastration abgeraten! Tierärzte empfehlen dann Alternativen.

    Bei welchen Hunden sind Implantate möglich?

    Gesunde und erwachsene Hunde können ein Implantat dieser Art erhalten. Bei kranken Hunde ist allerdings dringend davon abzuraten. Zu den Krankheiten gehören Hoden- und Prostatatumore und Hodenhochstand (Kryptorchismus). Wird ein Rüde gerade geimpft, darf das Implantat nicht zeitgleich eingesetzt werden. Dadurch könnten sowohl Immunsystem als auch Hormonsystem negativ beeinflusst werden.

    Was kostet das Suprelorin-Implantat?

    Suprelorin-Implantate für sechs Monate kosten ungefähr 90 Euro. Für zwölf Monate-Chips muss man rund 160 Euro hinlegen.

    Hier zum Vergleich die Kosten der chirurgischen Kastration: Die reine Operation kostet in der Regel zwischen 180 und 220 Euro, je nach Größe des Hundes. Hinzu kommen Gebühren für Kontrolluntersuchungen, Entfernung der Fäden und eventuell Übernachtungskosten beim Tierarzt für die Beaufsichtigung direkt nach der OP. Kommt es zu Komplikationen steigt die Rechnung weiter.

    Gibt es das Suprelorin-Implantat für Hündinnen, Katzen sowie Kater?

    Nein. Der Hormon-Chip ist ausschließlich für Rüden zugelassen.

    Update 3.08.2015 – Entfernung des Chips

    Eine Leserin hat mich auf einen wichtigen Punkt hingewiesen, auf den ich an dieser Stelle ergänzend eingehen möchte. Sie stellte die Frage, ob der Chip nach der Behandlung wieder entfernt werden muss! Eine gute Frage! Ich habe daraufhin nochmals recherchiert und auf der Internetseite für fachkundige Arzneimittelinformationen pharmazie.com die Antwort gefunden. Dort wird erklärt, dass das Suprelorin-Implantat biologisch verträglich ist und deshalb nicht entfernt werden muss. Er bleibt einfach im Körper des Hundes zurück und baut sich von selbst ab. Ungefähr nach der doppelten Zeit der eigentlichen Wirkdauer soll der Chip nicht mehr nachweisbar und damit abgebaut sein. Bei einem 6-Monate-Chip wäre das dann nach ungefähr einem Jahr der Fall.

    Sollte man die Behandlung abbrechen wollen oder der Chip aus anderen Gründen raus müssen, lässt er sich operativ entfernen. Mit Ultraschall können Tierärzte das Implantat lokalisieren und anschließend entnehmen. Allerdings soll das gar nicht so einfach sein, weil sich das kleine Implantat mit dem umliegenden Gewebe verbindet und „wandert“.

    Update 9.12.2015 – Wiederholung und Nebenwirkungen

    Eine Leserin (Conny) hatte mir unter diesem Artikel über einen Kommentar folgende Fragen gestellt:

    wie oft in Folge kann man die chemische Kastration vornehmen? Können Nebenwirkungen (z.B. erhöhtes Krebsrisiko) entstehen, wenn der Chip zu oft gesetzt wird?

    Ich habe heute endlich Zeit gehabt mich mit meiner Tierarztpraxis in Verbindung zu setzen. Dort bekam ich auf die Frage wie oft man die chemische Kastration vornehmen kann die Antwort, dass es generell zwar keine Begrenzung gibt für die Anwendung des Chips und man theoretisch mehrmals im Leben eines Hundes auf die chemische Kastration zurückgreifen könnte, es aber stets sinnvoller wäre, diese Möglichkeit als vorübergehende Maßnahme zu betrachten, um sich danach für oder gegen eine dauerhafte Kastration zu entscheiden. Denn man muss bedenken, dass mit der mehrmaligen chemischen Kastration für den Hund eine ständige hormonelle Veränderung einhergeht, die nicht unbedingt optimal für das Tier ist. Daher sollten Halter die chemische Kastration lediglich als „Testlauf“ betrachten (wie ich es oben schon erklärt hatte).

    Das sei auch deshalb besser, weil man ja den genauen Zeitpunkt der Wirkung nicht exakt festlegen kann. Möglicherweise wird beim Wiederholen der richtige Zeitpunkt verpasst und wenn es blöd läuft, kommt es doch zu einer ungewollten Befruchtung. Die Praxis wies mich außerdem darauf hin, dass die herkömmliche Kastration auf Dauer günstiger sei, als die ständige Wiederholung der chemischen Varianten. Auch das ist ein Faktor, den es zu beachten gilt. Akute Nebenwirkung einer mehrfachen Wiederholung der chemischen Kastration sind in dieser Praxis nicht bekannt. Aber: in dieser Praxis kommt das auch äußerst selten vor, sodass konkrete Erfahrungswerte fehlen.

    Zur Frage ob der Praxis Nebenwirkungen durch das Suprelorin-Implantat bekannt sind, wurde mir gesagt, dass außer den typischen Nebenwirkungen (z.B. dass der Hund ruhiger werden oder eine Gewichtszunahme folgen kann), die auch bei herkömmlichen Kastrationen auftreten können, keine weiteren Nebenwirkungen bekannt sind.

    Ich hoffe diese Infos helfen nochmals ein bisschen weiter. Bitte bedenkt, dass es sich hierbei um die Auskunft einer einzelnen Praxis handelt. Ich kann hier keine allgemeine Antwort dazu geben, aber ich denke, dass die Hinweise der Tierarztpraxis ein wenig die Angst nehmen können und zusätzlich aufklären.

    Update 2.03.2016 – Nebenwirkungen für Menschen und dauerhafte Unfruchtbarkeit

    Es ist Zeit für ein weiteres Update, denn ich habe gerade mit der medizinischen Fachberatung des Hersteller Virbac telefoniert, einem Hersteller für Tierarzneimittel. Grund für meinen Anruf waren zwei neue Kommentare von meinen Lesern:

    Iwanka hatte im Februar darüber berichtet, dass sie befürchtet ihr Hund sei aufgrund des Chips möglicherweise dauerhaft unfruchtbar.

    Zitat: „Mein Rüde hatte zweimal in Folge diesen Chip um bei meiner Hündin drei Läufikeiten zu überbrücken. Zuvor hatten wir 1 Wurf . Nun war ich vor ca 4 Wochen beim Tierarzt und ließ ein Spermiogramm von meinem Rüden machen.Resultat: nicht eine einzige Spermie zu erkennen-unfruchtbar.“

    Daraufhin fragte ich die Leserin noch: „Welcher Zeitraum lag denn zwischen dem Ende der Wirkungsdauer des Chips und dem Spermiogramm?“ Eine Antwort schrieb sie bislang nicht. Vielleicht folgt sie noch : )

    Ich habe der medizinischen Fachberaterin von Virbac von diesem Fall berichtet. Ihre Antwort: Es gäbe keinerlei Hinweise darauf, dass das Implantat zur chemischen Kastration eine dauerhafte Unfruchtbarkeit verursacht. Laut ihren Informationen beträgt die Wirkungsdauer bei 80 Prozent der durch diesen Wirkstoff durchgeführten chemischen Kastration 6 – 12 Monate, bei 18 Prozent zwischen 12 und 18 Monate und bei 2 Prozent noch länger. Die Wahrscheinlichkeit ist daher hoch, dass das Spermiogramm in diesem Fall zu früh durchgeführt wurde. Ich bin kein Experte und möchte das nochmals wiederholen. Ich versuche lediglich meinen Lesern die Daten von fachkundigen Stellen zu übermitteln und nach bestem Gewissen zu recherchieren.

    Man muss die Wirkungsdauer des Implantats genau im Auge behalten. Im Einzelfall sollte der behandelnde Tierarzt zurate gezogen werden. Aber grundsätzlich gilt: Hinweise darauf, dass das Suprelorin-Implantat dauerhafte Unfruchtbarkeit auslösen soll, gibt es keine. Lediglich während der Wirkungsdauer besteht Unfruchtbarkeit und die ist ja erwünscht.

    Thema Nebenwirkungen für Menschen

    Franziska schrieb mich ebenfalls im Februar an:

    „Meine Tierärztin ist derzeit schwanger und sagte mir, sie dürfe aus diesem Grund derzeit den Chip nicht persönlich einsetzen. Das Einsetzen des Chips müsste deshalb von ihrer Helferin durchgeführt werden.“ Sie fragte daraufhin: „Gibt es denn Untersuchungen oder Aussagen des Pharmaherstellers oder einer anderen Prüfstelle zu eventuellen Wirkungen des Chips auf den Hundebesitzer/die Hundebesitzerin. Kann ausgeschlossen werden, dass es hier zu einer Übertragung des Wirkstoffs auf den Menschen kommt?“

    Hier war die Antwort der medizinischen Fachberatung ebenfalls deutlich: Es gibt keinerlei Nebenwirkungen für den Menschen und somit kann eine Übertragung ausgeschlossen werden. Man muss keine Angst haben, dass es durch Streicheln des Hundes zu Hormonstörungen beim Menschen kommt. Das ist ausgeschlossen.

    Die Erklärung: Der Hinweis von der Tierärztin, dass sie aufgrund ihrer Schwangerschaft den Chip nicht einsetzen dürfte, hätte weniger etwas mit dem Wirkstoff, sondern vielmehr mit der Anwendung und dem Einsetzen des Implantats selbst zu tun. Denn mit dem Umgang der Gerätschaften zum Einsetzen des Chips gehen gewisse Risiken für den Tierarzt einher. Das dürfte der Grund für die Aussage gewesen sein. Gerade Schwangere stehen diesbezüglich unter besonderem Schutz.

    Definitiv lässt sich aber zusammenfassen, dass das Implantat KEINE Nebenwirkungen für Menschen hat.

    Ich hoffe ich konnte damit wieder etwas Licht ins Dunkel bringen : )

    Update 18.07.2016 – Hoden-Größe, Zuchtrüden, Harnträufeln

    Aufgrund weiterer Kommentare zu diesem Beitrag, habe ich nochmals mit der medizinischen Fachberatung des Herstellers Virbac telefoniert, einem Hersteller für Tierarzneimittel. Virbac ist derzeit der einzige Hersteller des Suprelorin-Implantats.

    Die Leserin „Corry“ hatte Anfang Juli 2016 gefragt:

    …werden die Hoden irgendwann wieder normal groß? Oder ist bekannt, dass sie klein bleiben und quasi einen Schaden davon tragen können?

    Mein Anruf bei Virbac ergab, dass es ganz normal ist, dass sich die Hoden verkleinern. Das liegt daran, dass die Bildung von Spermien zum Erliegen kommt. Hinweise darauf, dass die Hoden dauerhaft klein bleiben oder gar einen Schaden nehmen, gibt es laut Virbac nicht. Wenn die Produktion wieder auf normales Niveau steigt, passt sich auch die Größe der Hoden wieder an, da ja quasi wieder wie gewohnt Sperma-Masse vorhanden ist. Laut Virbac ist hier allerdings ebenfalls zu beachten, dass sich die tatsächliche Wirkungsdauer des Implantats nicht zu 100 Prozent exakt planen lässt. Wie bereits in einem vorangegangenen Update erwähnt, kann die Wirkungsdauer durchaus länger sein. Bei 18 Prozent liegt diese zwischen 12 und 18 Monaten und bei zwei Prozent sogar noch länger. Daher kann es eben vorkommen, dass die Hoden länger klein bleiben als „geplant“.

    Für Zuchtrüden ergibt sich daraus, dass Züchter diese zeitlichen Verschiebungen einplanen müssen. Ein Suprelorin-Implantat wirkt mindestens sechs Monate, kann aber eben auch deutlich länger „nachwirken“. Das müssen Züchter in jedem Fall beachten! Jeder fachkundige Tierarzt, der das Implantat einsetzt, wird darauf hinweisen.

    Die Leserin „Silvia Narovec“ berichtete folgendes:

    Der Chip wurde für die Dauer von einem halben Jahr eingesetzt. Mein Hund zeigte danach einige Gute aber auch Schlechte Reaktionen. Gut War, dass er nicht mehr ständig schnüffele, keine Apetitlosigkeit mehr hatte und läufigen Hündinnen nicht mehr hinterher rannte. ( Er hat 38 Kilo ).

    Leider wurde er sehr unsicher mit dem Hormonschub und zeigte ein aggressives Verhalten anderen Rüden gegenüber.

    Ein weiterer Punkt war, dass er anfing Harn zu träufeln. Was aber laut Tierärztin und Herstellers ( da zu wenig Erfahrungsberichte und Studien ) nicht vom Hormonchip sein musste.

    Die Wirksamkeit ließ nach 1 1/2 Jahren erst nach. Aufgefallen durch wieder häufiges schnuppern ,größeren Hoden und das beste- er verliert keinen Harn mehr.

    Ich bin mir ziemlich sicher,dass das Harn träufeln am Chip lag , hab aber unzählige Erfahrungsbericht gelesen und dieses Problem nicht gefunden.

    Ich schilderte Virbac das Problem mit dem Harnträufeln. Das Telefonat ergab: Es kann nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden, dass das Harnträufeln durch das Suprelorin-Implantat ausgelöst wird. Auch bei der klassischen Kastration kann Harnträufeln bzw. Harninkontinenz eine Folge sein. Es wäre daher durchaus möglich, dass bei Silvias Hund das Implantat das Harnträufeln ausgelöst hat. Wie Silvia aber auch selbst berichtete, muss das nicht am Implantat liegen. Es gibt auch weitere mögliche Ursachen. Jedoch kann man es eben auch nicht ausschließen. Ob das Harnträufeln bei einer Kastration nicht auftritt, lässt sich ebenfalls nicht sagen. Es wäre ebenfalls denkbar, dass der Hund kastriert wird und es dann gleichermaßen zum Harnträufeln kommt.

    Optimierung der Sperma-Qualität?

    Unabhängig davon informierte mich Virbac im Telefongespräch im Rahmen meiner Fragen zum Thema Zuchtrüden darüber, dass an der Uni Gießen untersucht wurde, dass sich das Suprelorin-Implantat sogar positiv auf die Qualität des Spermas von Rüden auswirken könne. Aus Berichten geht angeblich hervor, dass sich die Sperma-Qualität nach der Wirkungsdauer des Wirkstoffs verbessert zeigte, als vor dem Einsatz des Implantats. Dies könne an der Tatsache liegen, dass die Sperma-Produktion vorübergehend vollständig heruntergefahren wird, um diese anschließend optimiert fortzusetzen. Von einem Ankurbeln der Produktionsfähigkeit ist die Rede. Konkrete Zahlen zu diesen Berichten konnte Virbac nicht nennen.

    Ich hoffe euch damit weiterhelfen zu können und bin für weitere Fragen offen. Über Erfahrungsberichte freue ich mich natürlich wie immer, schließlich können sie dazu beitragen das Thema näher zu durchleuchten.

    Update 13.10.2016 – Größe des Suprelorin-Implantats

    Leserin Luise hat mich in einem Kommentar darauf aufmerksam gemacht, dass die Angabe fehlt, wie groß das Suprelorin-Implantat ist. Das möchte ich hiermit nachholen : ) Das Suprelorin-Implantat ist ca. ein Zentimeter lang und relativ schmal. Wie es eingesetzt wird und wo, steht bereits oben im Text.

    Über den Autor: Gaby

    weitere tierische Beiträge:

    91 Kommentare für “Chemische Kastration mit Suprelorin-Implantat – Der Hormon-Chip für Rüden”

    Muss der Chip wieder entfernt werden?

    das ist eine gute Frage und ich bin froh dass du sie gestellt hast. Denn diesen Punkt habe ich meinem Artikel nicht thematisiert. Werde ich direkt ergänzen. : )

    Ich habe dazu nochmals recherchiert und unter pharmazie.com eine offizielle Antwort gefunden. Dort heißt es, dass das Implantat „biologisch verträglich“ ist und deshalb nicht entfernt wird. Außerdem wird dort erklärt, dass der Chip heraus operiert werden kann, falls das aus irgendwelchen Gründen notwendig wäre um die Behandlung abzubrechen. Mit Hilfe von Ultraschall wird der Chip lokalisiert.

    Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen : )

    Ist zwar schon eine Weile her, aber ich habe gestern meinem Rüden den 6 Monats Chip setzen lassen. Der TA sagt, der Chip löst sich auf und muss nicht entfernt werden. Heißt also auch das kein „Rest“ im Körper des Hundes verbleibt.

    Ob das von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ist weiß ich nicht.

    vielen Dank für deinen Kommentar.

    Wenn es aktuell noch so ist, gibt es bislang nur einen Hersteller für das Suprelorin-Implantat

    Vielleicht kannst du mir und den anderen Lesern ja später ein Feedback zu deiner Meinung

    über das Implantat geben, wenn die Wirkungsweise beendet sein sollte.

    Würde mich interessieren, welche Erfahrungen du machst.

    Danke und dir und deinem Vierbeiner alles Liebe : )

    Kann der Chip auch mit örtlicher Betäubung entfernt werden, wenn eine Vollnarkose zu riskant ist?

    da würde ich dir empfehlen, das mit deinem Tierarzt des Vertrauens zu besprechen. Ich denke das hängt immer

    vom Einzelfall ab und ich möchte hierzu ungern Stellung nehmen, da ich das nicht mit Sicherheit beantworten kann.

    Ich würde einfach kurz beim Tierarzt nachfragen. Sicherlich findet sich eine Lösung.

    LG und alles Gute

    wie oft in Folge kann man die chemische Kastration vornehmen? Können Nebenwirkungen (z.B. erhöhtes Krebsrisiko) entstehen, wenn der Chip zu ift gesetzt wird?

    vielen Dank für deinen Kommentar. Entschuldige, dass ich mich erst jetzt melde.

    Ich habe leider noch keine konkrete Antwort auf deine Frage, wie oft in Folge man diese Art der Kastration durchführen kann. Ich werde mal bei meiner Tierärztin anrufen. Vielleicht kann sie mir das beantworten. Online finde ich keine plausible Erklärung. Ich melde mich an dieser Stelle wieder, falls ich neue Infos habe.

    Zu extremen Nebenwirkungen wie erhöhtem Krebsrisiko ist mir nichts bekannt und auch auf den tiermedizinischen Webseiten habe ich hierzu keinen Hinweis gefunden. Neben den oben genannten Nachteilen kann es beispielsweise zu Schwellungen an der Stelle auftreten, an welcher der Chip eingesetzt wird. Diese sollen aber nur vorübergehend sein und von allein wieder abschwellen.

    Einen Hinweis, der dir vielleicht weiterhilft, habe ich hier in einem Hundemagazin gefunden:

    In dem Artikel erklärt Professor Dr. Axel Wehrendt, Fachtierarzt für Reproduktionsmedizin, mehr zum Thema. Unter anderem heißt es darin: „In Einzelfällen berichten die Besitzer über Verhaltensänderungen, Reaktionen an der Injektionsstelle, Problemen beim Harnabsatz und Haarverlusten. Dies sind jedoch keine wissenschaftlich erhobene Daten sondern Einzelbeobachtungen.“

    Lese dir diesen Artikel am besten auch noch durch. Vielleicht findest du darin weitere Hinweise.

    Ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig weiterhelfen : )

    Liebe Grüße Gaby

    ich hätte noch eine Frage zu dem Thema oben. Welches Verhalten zeigt der Hund wenn der Chip nachlässt? Merkt man das, außer daran das die Hoden wieder größer werden? Unser sonst quirliger und liebenswerter Havanese knurrte mich an! Ein andern mal saß er zitternd unter der Bank und ließ sich mit nichts verlocken? Der Chip ist jetzt ca. 10 Monate drin und seine Hoden schwellen wieder an. Kann das untypische Verhalten von der Hormonumstellung kommen?

    Liebe Grüße Ilka

    der Chip kann verschiedene Verhaltensänderungen verursachen. Lässt die Ausschüttung der entsprechenden Stoffe nach Ablauf der Wirkungsdauer langsam nach, sollte sich das Tiers nach und nach wieder so verhalten, wie vor dem Einsatz des Chips.

    Aufgrund der Hormonumstellung sind Verhaltensänderungen somit durchaus möglich und normal. Den Chip nutzt man ja unter anderem

    auch dafür, um zu schauen, ob eine Kastration sinnvoll wäre oder ob die Verhaltensänderungen möglicherweise zu krass wären. Vielleicht ist das bei deinem Hund der Fall.

    Die von dir geschilderten Verhaltensänderungen würde ich an deiner Stelle umgehend bei dem entsprechenden Tierarzt abklären lassen, wo du den Chip hast einsetzen lassen. Er kann dir bestimmt mehr sagen, wenn er das Tier sieht und untersucht hat.

    Ich hoffe, dass sich das Verhalten deines Lieblings schnell wieder normalisiert!

    Ganz liebe Grüße,

    ich war sicherheitshalber auch schon beim Tierarzt und es hat sich herausgestellt, dass er eine Blockade zwischen zwei Rückenwirbeln hat. Das knurren war also ein Achtung, da nicht anfassen das tut weh. Das wusste ich ja nicht, sein Vorgänger hat sobald ihm was unangenehm oder gar schmerzhaft war alles „weggeknutscht“. Daher war ich es von der Rasse nicht gewohnt angeknurrt oder sogar geschnappt zu werden. Tja jeder Hund ist halt anders auch wenns die gleiche Rasse ist. Nun bekommt unser Puschel Schmerztabletten und siehe da das Futter schmeckt auch wieder. Das Zittern kam vom rumtoben, wie Kinder beim Spielen vergessen, dass man doch eigentlich Schmerzen hat. Montag wieder vorstellen und dann mal weiter gucken. Aber vielen lieben Dank, dass auch du dich schlau gemacht hast.

    Viele liebe Grüße Ilka 😊

    Dann war es ja umso besser, dass du gleich zum Tierarzt gegangen bist. Freut mich, dass das „Problem“ gelöst ist : ) Gute Besserung für deine Fellnase!

    Wünsche dir und deinem Vierbeiner alles Gute für das neue Jahr : ) Vor allem viel Gesundheit.

    Viele tierische Grüße,

    vielen Dank für deine gute Zusammenfassung bezüglich des Chips.

    Ich habe mich im Internet bereits umfangreich über das Thema informiert. Ein Punkt, den ich bislang nirgendwo erwähnt gefunden habe, sind mögliche Nebenwirkungen des Chips auf den Hundebesitzer.

    Meine Tierärztin ist derzeit schwanger und sagte mir, sie dürfe aus diesem Grund derzeit den Chip nicht persönlich einsetzen. Das Einsetzen des Chips müsste deshalb von ihrer Helferin durchgeführt werden. Diese Vorschrift steht so auch in der Arzneimittelbeschreibung des Herstellers.

    Meine Frage ist daher: Gibt es denn Untersuchungen oder Aussagen des Pharmaherstellers oder einer anderen Prüfstelle zu eventuellen Wirkungen des Chips auf den Hundebesitzer/die Hundebesitzerin. Kann ausgeschlossen werden, dass es hier zu einer Übertragung des Wirkstoffs auf den Menschen kommt? Das Medikament befindet sich ja in der Blutbahn des Hundes. Wenn es auch nur in kleinsten Mengen über die Haut in das Fell abgegeben wird, könnte es durch Streicheln des Hundes ja zu unerwünschten Wirkungen bzw. Hormonstörungen beim Hundebesitzer kommen.

    Vielen Dank für deinen Kommentar.

    Ich habe bereits mit meiner Tierärztin Kontakt aufgenommen, aber

    sie war leider gerade in einer Operation als ich anrief.

    Da ich mich derzeit im Ausland befinde, werde ich das klären, sobald ich zurück bin. Ich melde mich an dieser Stelle wieder, sobald ich weitere Informationen habe. Meine Tierärztin konnte mir bereits wegen etwas anderem Auskunft geben, daher habe ich Hoffnung, dass sie mir auch hierzu eine kompetente Antwort geben kann.

    Ich bitte um etwas Geduld, ich melde mich so schnell ich kann und hoffe, dass ich konkrete Antworten bekomme bzw. finde.

    Alles Liebe und bis bald : )

    wie versprochen, melde ich mich nochmals bei dir bezüglich deine Frage zur chemischen Kastration.

    Ich habe gerade mit der medizinischen Fachberatung eines Herstellers telefoniert. Die Ergebnisse findest du als Update in meinem Beitrag : )

    Ich hoffe dir damit weiterhelfen zu können.

    Vielen Dank, Gaby, dass du dich da nochmal so genau informiert hast. Da bin ich jetzt wirklich beruhigt, zumal ich diesbezüglich wirklich Bedenken hatte.

    habe ich sehr gerne gemacht : )

    Freut mich, dass ich dir weiterhelfen und dich beruhigen konnte.

    Wünsche dir alles alles Gute und vielleicht bis bald : )

    iwanka maier

    ich wollte dir gerne und natürlich auch vielen Interessierten mal über meine Erfahrungen über diesen Chip berichten.

    Mein Rüde hatte zweimal in Folge diesen Chip um bei meiner Hündin drei Läufikeiten zu überbrücken.Zuvor hatten wir 1 Wurf . Nun war ich vor ca 4 Wochen beim Tierarzt und ließ ein Spermiogramm von meinem Rüden machen.Resultat: nicht eine einzige Spermie zu erkennen-unfruchtbar. An seinem Verhalten deutete nichts darauf hin, bei einer läufigen Hündin dreht er nach wie vor völlig durch und will sie auch in der Standhitze besteigen.

    Da er nun ja schon einmal erfolgreich gedeckt hat und nach den Chips nur noch mit heißer Luft schießt,denke ich das das aufgrund der Chips zurückzuführen ist.

    herzlichen Dank für deinen Kommentar. Toll direkt von jemandem zu hören, der eigene Erfahrungen mit dem Chip gemacht hat. Weniger schön ist natürlich, dass du negative Erfahrungen damit machen musstest. So sollte das selbstverständlich nicht laufen.

    Was mich an dieser Stelle interessieren würde: Welcher Zeitraum lag denn zwischen dem Ende der Wirkungsdauer des Chips und dem Spermiogramm?

    Hast du schon mit dem Tierarzt darüber gesprochen, der den Chip eingesetzt hat? Würde mich auch interessieren, was er gesagt hat…

    Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.

    ich habe gerade mit der medizinischen Fachberatung eines Herstellers telefoniert. Die Ergebnisse findest du als Update in meinem Beitrag : ) Ich hoffe ich kann dir damit weiterhelfen. Vielleicht klärt sich das ja in deinem Fall noch auf und dein Hund ist nicht dauerhaft unfruchtbar. Ich drücke die Daumen und freue mich über weitere Erfahrungen von dir.

    vielen Dank für den tollen Beitrag!

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei meinem Hund einen Chip setzen lassen werde oder nicht. Wahrscheinlich ist er mit seinen 9 Monaten auch noch etwas zu jung dafür?

    Jedoch ist es derzeit mit ihm unerträglich raus zu gehen. Vor 2 Monaten ist er immer brav an der Leine gegangen, hat nicht gezogen (Anfangs schon, aber wir haben viel mit ihm geübt) und jetzt, sobald er auch nur die Hinterlassenschaften einer Hundedame riecht, habe ich das Gefühl einen 25kg schweren Hund an der Leine zu haben. Er wiegt 2,5kg (Langhaar Chihuahua). Wenn er dann mal zu so einer Stelle gekommen ist, leckt er sich quasi in Trance. Nicht Ansprechbar, nicht lockbar. Ich müsste ihn mit „Gewalt“ wegziehen, oder wegtragen. Wie ein Kind was seinen Schokoriegel nicht bekommt und sich in den Gang auf den Boden wirft, so macht mein Sammy das auch. Wir haben (leider) viele Weibchen in unserer Nachbarschaft.

    Außerdem ist er anderen Hunden gegenüber immer sehr aufdringlich und hängt ihnen am Po (schnüffelnd).

    Habe für morgen einen Termin beim Tierarzt ausgemacht und möchte mich mal beraten lassen.

    Sonst ist er ein super Hund und hört, aber draußen mutiert er wie gesagt zum 25kg Hund.

    Chip wohl für diese Problematik Empfehlenswert und ab welchem Alter?

    vielen Dank für deinen Kommentar.

    Tut mir sehr leid, dass du in dieser Hinsicht solche Probleme mit deinem Vierbeiner hast.

    Ich finde es gut, dass du dich von einem Tierarzt beraten lässt. Sicherlich kann er dir dabei weiterhelfen.

    Das Suprelorin-Implantat sollte grundsätzlich nur bei gesunden und erwachsenen Tieren eingesetzt werden. Mit neun

    Monaten ist dein Hund noch nicht ausgewachsen, daher glaube ich eher weniger, dass der Tierarzt den Chip jetzt schon

    Dein Hund befindet sich gerade in der pubertären Phase, die meist ungefähr zwischen dem 7. und 11. Monat liegt.

    Als grober Richtwert kann man sagen, dass ein Hund ab dem 12. Monat „erwachsen“ ist. Allerdings hängt der exakte Zeitpunkt

    des Erwachsenseins von mehreren Faktoren ab.

    Ab wann ein Tierarzt den Chip empfiehlt, kann ich persönlich nicht sagen. Das hängt individuell vom Hund und dessen Entwicklung ab.

    Lasse dich also beraten. Vielleicht gibt es ja noch andere Lösungen, um deinen Hund zu bändigen. Der Chip ist generell ideal als Testlauf, um herauszufinden, ob eine Kastration Sinn macht.

    Grundsätzlich kann ich dich aber beruhigen: Diese extreme Phase, die du gerade mit deinem Hund durchmachst, kennen die meisten Hundehalter und sie geht auch wieder vorbei. Die Pubertät kann sehr anstrengend werden, da die Tiere hier ihre Grenzen austesten und zum Chef mutieren ; )

    Lass dich nicht unterkriegen und sei weiterhin konsequent, um deine erzieherischen Maßnahmen bisher nicht zunichte machen zu lassen.

    unser Pudel frisst allgemein ziemlich wenig und ist, was das anbelangt sehr wählerisch. Er ist jetzt 3 Jahre alt und unsere Tierärztin tippt auf Liebeskummer, da er auch lange schnüffelt und während dem Gassi gehen stehen bleibt ect. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich ,auf den Rat der Tierärztin, ein Implantat setzen lasse. Normalerweise ist er verspielt,ängstlich und super verträglich mit anderen, jedoch kommt es in letzter Zeit schon häufiger vor, dass er andere Hunde anknurrt und stehen lässt obwohl sie nur mit ich, spielen wollen.

    Vielleicht hast du einen Rat 😉

    vielen Dank für deinen Kommentar : )

    Kann natürlich gut sein, dass dein Pudel gerade ziemlich auf die Mädels abfährt und deshalb

    so einiges um sich herum vergisst ; )

    Allerdings können auch sonstige gesundheitliche Beschwerden für eine Veränderung des allgemeinen Verhaltens

    verantwortlich sein. Das mit dem Fressen kann auch einfach an einer unvorteilhaften Nahrung liegen. Vielleicht

    enthält es Bestandteile, die euer Pudel nicht mag. Hier würde ich mir die Inhaltsstoffe mal genauer anschauen und vielleicht checken, ob es etwas geeigneteres gibt.

    Zum Implantat: Ich würde da grundsätzlich auf das Urteil deiner Tierärztin vertrauen. Sie kennt deinen Hund und

    weiß über das Implantat bestens Bescheid. Da das Implantat nur vorübergehend wirkt, kannst du damit

    gut prüfen, wie sich dein Hund anschließend verhält. Im Idealfall wird er wieder der Alte und wesentlich entspannter.

    Sollte es so sein, ist es gut möglich, dass sein Drang zur Fortpflanzung ihm Stress beschert und eine dauerhafte Kastration sinnvoll ist.

    Informiere dich gut über das Implantat und lasse dich in einem Gespräch mit deiner Tierärztin nochmals beraten. Sicherlich kann sie dir alle noch offenen Fragen beantworten : )

    In meinem Beitrag findest du bereits viele Fakten dazu.

    Ich wünsche dir und deinem Pudel alles Gute.

    Ich hatte meinen Rüden auch einen Hormon Chip verpassen lassen. den für 6 Monate, alles klappte super wie gewünscht. Statt 6 Monate hielt die Wirkung jedoch 9 Monate an was laut meiner Tierärztin bei sehr kleinen Hunderassen recht häufig vorkommt und mir war das auch recht. Dann war unsere Hündin vom Alter her soweit das ich mir eine Trächtigkeit wünschte und der Rüde mittlerweile wieder Zeugungsfähig. Aber da ging es uns dann genauso wie bereits von Ivanka beschrieben, da kam nämlich erst mal nur noch “ heiße Luft“ und das obwohl der Einsatz des Chips mittlerweile knapp über ein Jahr her war. Erst 2 weitere Hitzigkeitszyklen später hat der Deckakt dann Früchte getragen und unsere Emily hat 3 gesunde Chihuahuawelpen geboren. Insgesamt sind somit ca 2 Jahre vom Chip einsetzen bis zum erfolgreichen Deckakt vergangen. Da ich kein Züchter bin hat mich das nicht gestört jedoch sollten die Tierärzte darauf hinweisen das zwar die Wirkung der Hormone nur ca 6 bis max 9 Monate anhält aber es durchaus nochmal doppelt so lange (oder sogar mehr) dauern kann bis der Rüde wieder erfolgreich decken kann.

    vielen Dank für deinen Kommentar und deine Hinweise zu deinen Erfahrungen.

    Ist sicherlich nicht einfach zu sagen, ob das letztendlich am Chip liegt oder nicht.

    Aber wie du auch meintest, sollten sich Züchter besonders intensiv informieren …

    Freut mich auf jeden Fall, dass es bei euch wie gewünscht geklappt hat : )

    Hallo ich habe da noch eine frage zum Chip entfernen!

    Ist es denn besser die wirkung auslaufen zu lassen , da der stoff ja nicht sofort auf hört zu wirken , sondern immer weniger wird .

    Ich wollten den Chip nähmlich jetzt entfernen lassen , der ist seit Januar drin aber ich befürchte das wenn der Chip entfernt wird , damit ja die Wirkung sofort aufhört , er eventuell Probleme bekommt .

    Er hat ein jahres chip mit 6 monaten bekommen , er ist jetzt 10 monate !

    Der grund war , das ich noch ein rüde habe und eine intakte hündin die seine Schwester ist , damit da nichts passiert hatte ich den Chip setzten lassen

    Vielen Dank für deinen Kommentar.

    Die Frage ist natürlich hierbei, warum du den Chip früher rausnehmen lassen willst, als die Wirkung eigentlich besteht?

    Wenn du einen Chip für ein Jahr gewählt hast, warum willst du den jetzt schon wieder rausnehmen, nach nur wenigen Monaten?

    Willst du denn aktuell Hunde-Nachwuchs? Wenn nicht, würde ich ihn drin lassen. Du hast dir das zu Beginn ja sicherlich gut überlegt… Ansonsten einfach mal beim Tierarzt nachfragen, der den Chip verkauft hat. Der hat sicherlich den passenden Rat : )

    mein Rüde hat den 6 Monatschip im März 2015 gesetzt bekommen. Nach ca einem halben Jahr sind die Hoden wieder gewachsen, allerdings sind sie heute (15-16 Monate nach der Injektion) nach wie vor bei ca 25% der ursprünglichen Größe.

    Eigentlich war ein Zuchteinsatz 2017 geplant (gutes Spermiogramm vorausgesetzt), werden die Hoden irgendwann wieder normal groß? Oder ist bekannt, dass sie klein bleiben und quasi einen Schaden davon tragen können?

    Vielen Dank schon mal im Voraus

    vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe aufgrund deiner Frage erneut beim Hersteller angerufen.

    Die Ergebnisse des Telefonats findest du in meinem aktuellen Update des Artikels : )

    Ich hoffe dir weiterhelfen zu können. Solltest du weitere Fragen haben, einfach fragen : )

    Carolin Göpfert

    Hallo Corry, nach langem Suchen bin ich auf deinen Beitrag gestoßen. Wir haben unseren Rüden 1,5 Jahre , den homonchip setzen lassen. Seit die Wirkung da ist, tröpfelt er wenn er aufsteht und sich streckt. Sonst hat der Chip nur positive Wirkung und wir würden ihn gern kastrieren lassen. Hast du dann kastriert? War das Tröpfeln während der kompletten Wirkungdauer gleich? Würde mich über eine Antwort freuen. Gruß Caro

    Silvia Narovec

    würde hier auch gerne von meinen Erfahrungen bei meinem mittlerweile fast 9 Jahre alten Rüden berichten.

    Der Chip wurde für die Dauer von einem halben Jahr eingesetzt. Mein Hund zeigte danach einige Gute aber auch Schlechte Reaktionen. Gut War, dass er nicht mehr ständig schnüffele, keine Apetitlosigkeit mehr hatte und läufigen Hündinnen nicht mehr hinterher rannte. ( Er hat 38 Kilo ).

    Leider wurde er sehr unsicher mit dem Hormonschub und zeigte ein aggressives Verhalten anderen Rüden gegenüber.

    Ein weiterer Punkt war, dass er anfing Harn zu träufeln. Was aber laut Tierärztin und Herstellers ( da zu wenig Erfahrungsberichte und Studien ) nicht vom Hormonchip sein musste.

    Die Wirksamkeit ließ nach 1 1/2 Jahren erst nach. Aufgefallen durch wieder häufiges schnuppern ,größeren Hoden und das beste- er verliert keinen Harn mehr.

    Ich bin mir ziemlich sicher,dass das Harn träufeln am Chip lag , hab aber unzählige Erfahrungsbericht gelesen und dieses Problem nicht gefunden. Vielleicht hilft es ja jemandem bei der Entscheidung ob Chip ja oder nein.

    Ich würde ihn nicht mehr einsetzten lassen, sondern eher einer Kastration vorziehen.

    vielen Dank für deinen Kommentar und deine Erfahrungswerte. Ich habe aufgrund dessen erneut beim Hersteller angerufen.

    Die Ergebnisse des Telefonats findest du in meinem aktuellen Update des Artikels : )

    Ich danke dir für deine Informationen. Diese sind äußerst wertvoll. Vor allem wenn man bedenkt,

    dass die chemische Kastration noch sehr „jung“ ist und Erfahrungswerte Mangelware sind.

    Hallo, vielen Dank für die umfassenden Informationen zum Thema und die Zusatzrecherchen. Mein Hund hat einen angeborenen Herzfehler und wir mussten dadurch auf die klassische Kastration verzichten. Durch zu viele Hormone hat er sich sogar den Bauch aufgeschubbert, so dass wir handeln mussten. Sein 1. Chip hielt 3 Jahre, die zwei folgenden je 1 Jahr. Wir haben also schon einige Erfahrung mit dem Produkt. Worauf wir empfehlen würden hinzuweisen: nach Ablauf des Implantats kommt es beim Rüden zu einem Hormonstau, der sich erst nach einigen Wochen normalisiert. Es tritt demnach nach dem Ablauf KEINE Rückkehr zum normalen Hormonstatus ein, zumindest nicht unmittelbar, sondern sogar eine Verschlimmerung. Das unerwünschte oder dem Hund nicht gut tuende Verhalten wird also erstmal noch verstärkt. Meine Tierärztin hatte mich nach dem ersten Implantat darauf hingewiesen. Zurzeit versuchen wir es ohne Implantat. Nach unserer Erfahrung wird tatsächlich eine langfristige Beeinträchtigung durch die Implantate hervorgerufen, vielleicht unterscheidet sich dies nach Konstitution oder Alter des Hundes. Wir haben einen Havaneser, 8 Jahre.

    Kirsi Sander

    ich bin an dein Block gestolpert da ich Information über Chemische Kastration für mein Rüde suche. Und ich muss sagen, ich bin erschüttert mit welchen Leichtigkeit Menschen einen Chip für ihr angeblich so lieben Hund einsetzen! Nur wenn man eine Hündin und ein Rüde in gleichen Haushalt hat und es nicht zu einen „Unfall“ kommen soll! Das ist doch kein Grund!! Einziger Grund für eine Kastration – normal oder Chip – soll doch nur gesundheitliche Probleme sein. Unannehmlichkeiten für Besitzer gehören nicht dazu!

    Ich habe über 20 Jahre lang Hunde. Meistens nur Rüden, da ich ein Stress von Läufigkeit (die nun mal in Natur gehört) niemanden in mein Haushalt antun möchte. Jedoch gab es immer wieder Hündinnen zu Pflege, oder ich hatte vorübergehend Hündin und Rüden, aber nur deswegen wurde kein Hund kastriert. Wenn man Tiere in zwei unterschiedlichen Geschlecht zu sich nimmt, muss man doch klar sein, wohin es führt. Natürlich gibt es Ausnahmen, dass alles glatt läuft. Ich habe eine Freundin, die zwei Hündinnen und zwei Rüden hatte, und sie brauchte die Hunde nicht mal in Stehtagen trennen. Die Rüden wussten, dass Decken verboten ist und so blieb es ganzen leben lang. Aber das ist eine ziemliche Ausnahme.

    Eine Kastration ist natürlich immer gut, wenn es um Gesundheit des Tieres geht. Z.b. beim Prostata Problemen würde ich sofort den Hund kastrieren. Nur dann, verhindert man, das der Prostata sich wieder vergrößert und schlimme gesundheitliche Folgen hat.

    Jetzt muss ich leider meinen sehr jungen (1,5 Jahre) Rüden kastrieren lassen, weil er sexuell Hyperaktiv ist. Wenn er einen Hündin sieht, kann er nicht anders als nur „rammeln“. Und er hört nicht auf. „Normale“ Rüden hören schon spätestens in ei zwei Tagen auf, meiner leider nicht, er war gerade zwei Wochen in Pflege bei Freunden, die drei Hündinnen haben und er hat jeden Tag immer wieder versucht. Er selbst leidet sehr unter diesen Stress, ist auch sehr dünn, weil er kaum frisst. Leider wird sein Verhalten immer schlimmer, daher habe ich mich entschieden ihm zu kastrieren. Mein TA hat mir den Chip empfohlen und da ich selbst bei eigenen Hund schlechte Erfahrungen gemacht habe und bei vielen anderen Rüden viel negatives gehört habe, wollte ich noch mal recherchieren, vielleicht gibt es was neues und schließlich lernt man ja immer was neues. Jedoch habe ich bei Deinen Block auch gelesen das beim Kryptorchismus man kein Chip benutzen soll, hat sich der Thema Chip für mich erledigt. Wieder mal. 😉

    Vielen Dank für den sehr ausführlichen Bericht über Chip und toll wie viel du recherchiert hast! Mach weiter so!

    Kirsi Sander mit einen HormonMonster 😉

    Hallo Kirsi Sander,

    herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Freut mich sehr, wenn du in meinem Beitrag passende Informationen gefunden hast. Das Thema Kastration wird wahrscheinlich immer ein Streitthema bleiben ; ) Die einen sehen es so, die anderen so. Das ist auch völlig ok, solange kein Tier unter den Entscheidungen leiden muss. Ich denke, es gibt da keine pauschal richtige oder falsche Lösung. Man sollte immer individuell entscheiden und sich auch stets von einem kompetenten Tierarzt beraten lassen.

    Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin viel Freude mit Hunden : )

    Kirsi Sander

    Hallo Gaby und alle andere Leser,

    ich hatte mich hier im Oktober über den Chip informiert und meine Meinung dazu „ziemlich klar“ ausgedrückt. Ich hatte mich wirklich schon gegen den Chip bei meiner Rüde entschieden, aber wie es oft im Leben ist, kommt es oft anders als man denkt. Ich bin mit den Hund zum Tierarzt gefahren über die Kastration zu reden und sehe da! Er hat mir den Chip dringend empfohlen! Ich habe wieder mal meine Erfahrungen darüber raus gebracht, aber er sagte, dass beim meinem Hund würde er vor den Kastration gerne mit den Chip Kastration überhaupt eine Lösung für ihm ist. Ob seine Verhalten wirklich von Hypersexualität kommt, oder nicht. Außerdem ist der Kerl eine riesige Memme und schreit beim kleinsten Schmerzen wie eine Irre. Deswegen würde der Tierarzt ihm nicht „umsonst“ kastrieren. Dazu wäre es gut, wenn er beim Kastration nicht so hoch im Hormonrausch wäre. Also habe ich mich tatsächlich überreden lassen. O Wunder! 🙂

    Jetzt ist es vier Monate nach dem Chip und der Hund ist wie gewechselt! Ganz entspannt, ganz locker, frisst besser, schläft mehr, haut nicht mehr ab ständig und was am wichtigsten ist – er versucht gar nicht mehr die Hündinnen zu decken. Er kann wieder spielen und fröhlich sein, ohne ständigen Stress. Er war gerade vier Wochen bei meine Freunde mit den drei Hündinnen und hat kein einziges mal versucht zu decken.

    Bis jetzt habe ich nicht negatives bemerkt und hoffe, dass es so bleibt. Nächste Woche fahre ich zum Tierarzt und wir sprechen dann über seine Kastration. Das wird jetzt alle Fälle kommen. Mein Tierarzt hat auch davon abgeraten, den Chip mehrmals aufzusetzen, für ein Mal probieren ist es gut und wenn es wirkt, sollte man lieber kastrieren.

    Ich bin gespannt, ob es weiter so gut läuft mit den Wirkung von den Chip. Ich drücke die Daumen und werde hier berichten, wie der Lage sich entwickelt.

    Vielen Dank noch mal, für deine tolle Seite und dass du dich ständig weiter informierst. Weiter so!

    es freut mich sehr das zu lesen : ) Super dass es deinem Hund nun schon besser geht.

    Und was dein Tierarzt noch gesagt hat, nämlich dass man den Chip nur einmal probieren sollte

    und falls er positiv anschlägt, direkt kastrieren sollte, dem kann ich nur zustimmen. Genau

    das haben mir mein Tierarzt auf Nachfrage sowie auch der Hersteller des Chips ebenfalls gesagt.

    Der Chip ist kein Dauerzustand, sondern soll lediglich den Zweck erfüllen, dass man vor der

    endgültigen Kastration dessen Auswirkungen auf das Tier erkennen kann. Und anschließend lässt

    sich dann eher mit Hilfe des Tierarztes entscheiden, ob eine Kastration Sinn macht oder nicht.

    Schließlich muss dieser Eingriff immer gut überlegt sein.

    Ich wünsche dir und deinem Vierbeiner nun alles Gute.

    Würde mich freuen, wenn du wieder berichtest, wie es mit deinem Hund weitergeht.

    Denn nur konkrete Erfahrungen bringen die Leser weiter.

    Danke dir und vielleicht bis bald.

    Kirsi Sander

    ich kann dir beim allen Punkten zustimmen. 🙂

    Ja jeder Eingriff – egal ob Operation, Chip, oder was auch immer – soll immer gut überlegt sein. Eigentlich sollte man schon bei den Punkt ganz genau überlegen, wenn man einen Hund zu sich nimmt. Rüde, oder Hündin – was bedeutet das für mich? Wie kann ich mit eine Läufigkeit umgehen? Wie kann ich mit einer Rüde, wer hoch im Trieb steht, umgehen? Leider denken viele Menschen erst dann um diese Sachen, wenn es schon zu spät ist. Z.B. eine gemischte Rudel, das muss man schon vorher wissen, was es mit sich bringt. Habe ich die Möglichkeit die Hunde sicher zu trennen? Man muss auch immer bedenken, dass es besonderes beim Rüden, sehr stressig ist, mit läufige Hündin zusammen zu leben. Oft führt diese körperlicher Stress zum Prostata Probleme und die können schwere Schaden verursachen und sogar tödlich enden. Das sollte man nicht zu leicht abwinken.

    Jetzt zur meinem Hund. Er wurde erfolgreich im April kastriert. Der Op ging ohne Probleme und die Wundheilung ebenfalls ganz einfach und ohne Komplikationen. Er ist genau so fröhlich und lustig wie immer. Keine Gewichtszuname (ok, er ist ein sehr agiler Windhund 😉 ) und Fell ist auch genau so wie früher. Vielleicht ändert sich das noch, mal sehen.

    Jedoch war ich bei meiner Freundin vor zwei Wochen und ihr Hündin ist während unser Besuch läufig geworden. Mein unkastrieter, „normaler“ Rüde hatte sich noch gar nicht geäußert und da war schon zwei Tage vor erster Bluttropfen verrückt gespielt. Wollte nur decken und war wieder wie vor den Kastration. Zum Glück bin ich auch am nächsten Tag abgereist, da blieb uns viel Stress gespart. 🙂

    Jetzt bin ich bei anderen Freunden zu Hundesitten, sie sind im Urlaub und hier ist jetzt eine Hündin seit fünf Tage läufig und der kleiner reagiert noch gar nicht. Jedoch gebe ich für die Hündin Chlorophyll Kapseln – sie sind gegen Mundgeruch und helfen auch beim Hündin den Geruch vom Läufigkeit zu vermindern. 🙂 Fünf Tage müssen wir hier noch ausharren, ich hoffe es läuft alles glatt. 🙂

    Das ist die Lage im Moment, bin immer noch glücklich mit den Entscheidung mit Chip und danach Kastrieren.

    super das freut mich riesig, dass es mit der Kastration problemlos geklappt hat und dein Rüde noch „der Alte“ ist : )

    Und ich stimme dir zu: Man muss sich viele Gedanken machen, bevor man sich einen Hund anschafft und auch das Geschlecht überdenken. Absolut korrekt. Leider denken die Leute oft zu spät daran und sind dann mit der Situation überfordert. Viele Tiere landen im Tierheim, weil sie missverstanden werden bzw. die Besitzer nicht damit umzugehen wissen.

    Da kann man nur appellieren sorgfältig zu recherchieren und auch andere Halter nach ihren Meinungen und Erfahrungen zu fragen. Lieber macht man sich vorher etwas zu viele Gedanken, als hinterher nicht klar zu kommen. Wobei man aber natürlich auch sagen muss, dass man nie genau weiß, welchen Charakter das Tier entwickeln wird und wie es bei hormonellen Veränderungen reagieren wird. Man muss insgesamt einfach viel Geduld und vor allem Verständnis für die Tiere mitbringen.

    Hochwertige Literatur und gute Trainer können auch weiterhelfen in schwierigen Situationen. Aufgeben gilt nicht : )

    In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute und noch eine möglichst ruhige Hundesitting-Zeit : ) Bestimmt klappt alles! Positiv denken ; )

    Luise Berbig

    weißt du, wie groß der Chip ist? Dazu findet man keine Angaben. Angeblich soll er unter der Haut tastbar sein, ich kann aber nichts ertasten. Da die Tierärztin leider sturzbetrunken war (kein Witz!) als sie den Chip gesetzt hat, bin ich mir nicht ganz sicher, ob er auch wirklich drin ist…

    Deshalb wollte ich mal nachfühlen. Wirken kann er noch nicht, denn es ist erst zwei Wochen her. Ich gehe demnächst aber sowieso zu einer anderen Tierärztin – ohne Alkoholproblem 🙂 – möglicherweise weiß die ja, wie sich der Chip anfühlen muss, oder kann ihn per Ultraschall suchen…

    vielen Dank für deinen Kommentar. Gut, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, dass ich die Größenangabe vergessen habe : ) Habe das gleich Mal nachgeholt und die Antwort in den Text als Update integriert. Für dich aber hier nochmals die Angabe: Das Suprelorin-Implantat ist ca. ein Zentimeter lang und ziemlich schmal. Es ähnelt optisch dem Mikrochip, den man Tieren einsetzt, um sie zu kennzeichnen.

    Das mit deiner Tierärztin ist ja der Hammer! Die kann doch sowas nicht alkoholisiert machen!! Unfassbar echt. Die Ärztin würde auch umgehend wechseln. Das ist ja nicht tragbar.

    Lasse es auf jeden Fall kontrollieren, ob der Chip korrekt eingesetzt wurde!

    Ich hoffe es wurde anständig gemacht.

    Hallo, der Beitrag ist wirklich sehr informativ. Eine Frage habe ich dennoch. Wie lange muss man denn nach einer Impfung warten, bis man den Chip implantieren kann? Oder lieber erst Chip, dann impfen (und in welchem Abstand?)

    Danke und Grüße

    Hallo liebe Sonja,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass du den Artikel informativ findest : )

    Ich habe gerade mit der Fachberatung der Firma Virbac telefoniert, um deine Frage korrekt beantworten zu können.

    Verständlicherweise bekomme ich, weil ich keine Tierärztin bin und es sich beim Suprelorin-Implantat um ein verschreibungspflichtiges Präparat handelt, keine Auskunft über derartige Zusammenhänge. Das hängt einfach damit zusammen, dass nur fachkundige Tierärzte derartige Fragen beantworten sollten, um eine korrekte Anwendung und den Schutz der Gesundheit der Tiere zu gewährleisten. Daher verweise ich auf deinen Tierarzt. Lasse dich dort ausführlich beraten. Sicherlich kann er dir dazu mehr sagen.

    Vielen Dank für dein Verständnis.

    Heike Jankowsky

    Erstmal danke für Deine ausführlichen Informationen, sie waren für mich sehr aufschlussreich, aber ich habe noch eine Frage:

    Meine TA erklärte mir, es sei nicht erlaubt die chemische Kastration sofort für 12 Monate

    vorzunehmen. Erst muss der Chip für 6 und dann darf man den für 12 Monate setzen.

    Ich habe darüber im Netz und auch auf der Virbac Seite nichts finden können.

    Ich wollte einfach wissen warum das so geregelt ist, oder ab das ganze nur Geldmacherei

    Kannst Du mir bei dieser Frage weiterhelfen?

    Vorab vielen Dank

    Hallo liebe Heike,

    vielen Dank erst mal für deinen netten Kommentar : ) Freut mich, dass du passende Infos bekommen hast.

    Zu deiner Frage: Ich habe gerade aufgrund deiner Frage nochmals mit dem Hersteller Virbac telefoniert. Mir wurde erklärt, dass es grundsätzlich kein Verbot dafür gibt direkt den Chip für 12 Monate einzusetzen.

    Kunden die das möchten, könnten das tun.

    Jedoch wird empfohlen zunächst einen Chip für nur sechs Monate zu nehmen, da man nie voraussagen kann, wie das Tier auf das Präparat reagiert. Genauso wie es eben auch bei der herkömmlichen Kastration der Fall ist. Da weiß man auch nicht, ob es möglicherweise zu verhaltenstechnischen Auffälligkeiten oder sonstigem kommt. Ist zwar eher selten, aber man weiß es halt nie. Deshalb wird dazu geraten erst die kurze Wirkdauer zu nehmen.

    Es heißt zwar online unter anderem, dass Tierärzte den Chip via Ultraschall lokalisieren und entfernen können, doch in der Praxis scheint das schwieriger, weil sich der Chip im Nacken mit dem umliegenden Gewebe verbindet und „wandert“. Es ist wohl gar nicht so einfach den Chip wiederzufinden. Wenn alles normal läuft, wird er ja gar nicht mehr entfernt, sondern baut sich von allein ab (wie im Text bereits erklärt). Sollte ein Hund aber negativ reagieren, wäre es eben gut, wenn man nur einen 6-Monate-Chip implantiert hat, da die Wirkdauer dann deutlich kürzer ist.

    Ich könnte mir daher vorstellen, dass deine Tierärztin sich einfach dafür entschieden hat, keine 12-Monate-Chips einzusetzen, bevor ihre Kunden nicht den 6 Monate Chip probiert haben. Ich denke nicht, dass sie damit extra Geld verdienen will, sondern es ihr um das Wohl der Rüden geht.

    Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen : )

    Heike Jankowsky

    vielen lieben Dank für Deine ausführliche Recherche. Du hast mir damit sehr geholfen und meine Unklarheiten beseitigt.

    Toll das Du so ein Arangement an den Tag legst, mach weiter so.

    Viele liebe Grüße

    freut mich sehr, dass ich dir helfen konnte : )

    Vielen Dank. Klar, mir ist es sehr wichtig, den Lesern auch wirklich Mehrwert und Hilfe zu bieten.

    Falls du weitere Fragen hast, melde dich gerne wieder.

    danke für den tollen Bericht. Eins würde mich noch interessieren. Ab welchem Alter empfiehlt man denn den Chip zu setzen? Ich bin total verunsichert, da ich so viele verschiedene Meinungen dazu höre.

    z.B. sagt unser Tierarzt, dass er besonders bei großen Rassen keinen Chip setzt, bevor der Hund 15 Monate alt ist. Weißt du zufällig ob es da auch Angaben vom Hersteller gibt?

    vielen Dank für deinen Kommentar.

    Grundsätzlich ist der Chip nur bei erwachsenen und gesunden Hunden erlaubt. Ab welchem Zeitpunkt ein Hund als erwachsen gilt, hängt von verschiedenen Faktoren wie Rasse und Größe ab. Kleine Hunde sind oft etwas früher erwachsen, als große. Grundsätzlich ließt man häufig, dass Hunde frühestens ab dem 12. Monat als erwachsen bezeichnet werden können. Doch auch diese Angabe ist mit Vorsicht zu genießen, wenn es um die chemische Kastration geht. Denn es kann nochmals ein halbes Jahr dauern, bis das Tier sein endgültiges Gewicht erreicht.

    Hinzu kommt, dass es noch deutlich länger dauern kann, bis die emotionale und psychische Reife erreicht wird. Bei einer großen Rasse kann das erst mit rund 30 Monaten der Fall sein. Verhaltensweisen können sich daher erst viel später herauskristallisieren als viele annehmen.

    Die Aussage deines Tierarztes scheint mir also vernünftig, da er ja auch Bezug auf die Größe genommen hat… Er weiß, was er tut. Hole dir im Zweifelsfall doch einfach noch eine zweite Meinung von einem anderen Tierarzt ein. Das ist immer sinnvoll finde ich!

    Ich wünsche dir und deinem Vierbeiner alles Liebe : )

    Margot Emilio

    Deine Seite ist sehr informativ und hat mir schon enorm weiter geholfen. Ich sollte meinem Kleinen (12 Kg) auch diesen Chip einsetzen lassen aber leider ist nur ein Hoden wirklich draußen, der andere liegt weiter oben, doch, wie der Tierarzt sagt, nicht wirklich in der Bauchhöhle. Ich muss mich da nochmal direkt mit dem TA zusammensetzen. Wenn möglich würde ich eine Kastration vornehmen lassen, aber ein Testlauf zuvor wäre mir lieber. Mein Kleiner verhält sich gegenüber anderen Rüden zum Teil sehr aggressiv. Aber die gründe und seinen Werdegang zu erklären würde an dieser Stelle zu weit führen.

    Möchte nur noch erwähnen, dass ich seit55 Jahren Hunde habe, mit ihnen Agility mache all bis auf die ersten beiden ihre BH haben und ich meine Hunde auch homöopathisch behandele. bisher mit sehr gutem Erfolg und nie ohne auch mit meinem TA darüber zusprechen.

    Erstmal lieben Dank, dass Du Dir für uns und unsere Hunde soviel Mühe machst und uns so gute Informationen weiter gibst.

    Hallo liebe Margot,

    herzlichen Dank für deinen Kommentar.

    Freut mich sehr, dass du hier passende Infos für dich gefunden hast : ) Das ist mein Ziel.

    Klar, gerade für einen solchen Testlauf ist der Chip ja ideal. So kannst du schauen, wie sich sein Verhalten

    eventuell ändern würde usw. Aber spreche da in Ruhe alles mit dem Tierarzt durch. Er kann dir im individuellen Fall am besten weiterhelfen und dich fachkundig beraten.

    Homöopathie bei Hunden klingt sehr interessant! Das hab ich bis jetzt noch nicht probiert. Mich würde interessieren wo du da deine

    Infos her hast. Liest du das alles in Büchern nach oder wie gehst du hier vor? Ich als Neuling in diesem Gebiet bin für alles offen und vielleicht hast du ja einen Literaturtipp oder ähnliches? Würde mich freuen : ) Dann kann ich mir das mal anschauen. Für unsere Maya wäre das vielleicht auch hilfreich. Sie ist sehr ängstlich teilweise noch und unsicher. Es wird zwar von Tag zu Tag besser, aber vielleicht kann ich ihr mit Homöopathie ja helfen.

    Und weiterhin alles Liebe für dich und deinen Vierbeiner!

    Margot Emilio

    ich kann Dir dieses Buch:

    Hans Günter Wolff, Unsere Hunde gesund durch Homöopathie

    nur wärmstens empfehlen.

    Angefangnen hat alles vor etwa 20 Jahren als unser Kuvasz eine schlimmen Zeckenbiss in Ungarn erhalten hatte und innerhalb eines Tages derat viel Bilirubin im Urrin war, dass ganz braun wurde. Ich bin auf dem shcnellsten Weg nach Deutschland zu unserem Tierarzt gefahen und und es war eine schwere Hepatitis mit Lebrschaden. Der Hund wurde von stunde zu Stunde schwächer. Nach normaler behandlung beim TA rief ich eine Freundin an was ich noch tun könnte. Sie empfahl mir das Buch. Sunny bekam drei Tage und Nächte alle halbe Stunde, später jede Stunde Flor de Piedra. Sein Zustand besserte sich so schnell, dass der TA verwundert war und sagte seine Medikamente hätten noch nie so schnell angeschlagen. Von da n war ich von homöopathischen Mitteln sehr angetan und probierte sie weiter aus und nehme sie natürlich selbst.

    Meine Hunde können ja nicht sagen: ich glaube die Globuli die helfen mir bestimmt. Denen ist das völlig egal für sie sind das Bonbons.

    Du musst allerdings das Buch zu deinem Krankheitsbild genau durchlesen und auch die Symptome genauestens analysieren. Bei homöopathischen Mitteln ist die Regelmäßigkeit der Einnahme ganz wichtig. Nicht die Menge macht es.

    Ich habe jetzt nur noch zwei Pulis, natürlich aus dem Tierschutz bzw. zugelaufen. 11 Jahre und drei Jahre alt Meine liebste Blacky musste im August 2015 leider mit 18 Jahren von uns gehen.

    super herzlichen Dank für deine schnelle Antwort. Deine Erfahrungen klingen sehr überzeugend und ich bin offen für alles.

    Schlimm, was du da erleben musstest, aber manchmal passieren die blödsten Dinge. Auch unsere Hündin hat wegen eines Zeckenbiss in Rumänien eine ernste Krankheit gehabt. Glücklicherweise konnte sie mit herkömmlichen Medikamenten schnell geheilt werden.

    Ich werde mir das Buch anschauen und vielleicht hilft es ja auch unserer Maya : )

    Und dein Argument, dass Hunde nichts beurteilen, ist hierbei natürlich besonders entscheidend.

    Ganz lieben Dank nochmals für deine Empfehlung!! Super lieb.

    Alles Gute für dich und ein schönes Wochenende : )

    Margot Emilio

    schön, dass wir uns so gut austauschen können. Ich schätze Deine Art nicht sofort in gute Ratschläge zu verfallen, sondern erst die Antwort abzusichern. Bei der Homöopathie kann ich aber nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich wende sie auch bei mir an, mit gutem Erfolg.

    Solltest Du mal längere Zeit nichts von mir hören, kann es daran liegen, dass ich mich im Sommer überwiegend im Ausland aufhalte. Also nicht böse sein wenn eine Antwort mal länger dauert.

    lieben Dank. Das freut mich : )

    Danke nochmals auch für deine Tipps, ich kenne viele, die die Homöopathie ebenfalls bei sich selbst anwenden und sehr gute Ergebnisse damit erzielen. Ich bin überzeugt, dass man in vielen Fällen mit natürlichen Lösungen mehr erreicht und dabei schonender zum Körper sein kann. Aber klar ist auch, dass dabei jeder andere Erfahrungen macht. Ich finde, man sollte auf jeden Fall offen für Alternativen sein. Das kann nie schaden : )

    Kein Thema, ich wünsche dir schon mal vorab eine tolle Zeit im Ausland. : )

    Huhu, du schreibst ind einem Artikel, bei prostata veröndeurngen darf der chop nciht gesetzt werden, bzw, sollte nciht, mein hund hat eine vergrößerte prostata und ich wollte den genau deswgeens etzen um erstmal, eien kastration zu verhindern. gehört zu deinen prostataverönderungen krebs oder auch schin die vergrößerung? Mein TA hat nämlich nicht gesgat,dass man das nicht darf.

    herzlichen Dank für deinen Kommentar.

    Ich habe für diesen Artikel sehr sorgfältig recherchiert und mehrfach erfahren, dass „Bei Tumoren am Hoden oder Prostata-Veränderungen von einer chemischen Kastration abgeraten wird.“ Dies ist mein Zitat vom obigen Artikel. Zudem schrieb ich: „Bei kranken Hunden ist allerdings dringend davon abzuraten. Zu den Krankheiten gehören Hoden- und Prostatatumore und Hodenhochstand (Kryptorchismus).“

    Ich habe außerdem gelesen, dass bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata viele Tierärzte eine Kastration durchführen, weil die Prostata anschließend innerhalb weniger Monate schrumpft. Die chemische Kastration (also der Chip) ist dann eine Alternative, wenn die chirurgische Kastration abgelehnt wird. Auch hier kommt es dann im Idealfall zur Verkleinerung der Prostata.

    Aber ganz klar: ich bin kein Tierarzt und wenn dein TA meint, dass es in deinem Einzelfall möglich ist, sollte man hier denke ich in den Fachmann Vertrauen haben. Im Grunde kommt es darauf an, ob die Veränderung der Prostata gut- oder bösartig ist. Wenn ein bösartiger Tumor vorliegt, wird der Chip nicht empfohlen.

    Jeder Fall muss individuell behandelt werden. Eine pauschale Vorgehensweise gibt es nicht. Die Gesundheit des Tiers muss immer an erster Stelle stehen. Ist die Prostata bereits vergrößert, muss man finde ich schauen, ob die vorübergehende Hormonumstellung tatsächlich die richtige Wahl ist. Vielleicht wäre die direkte Kastration hier angebrachter, um eine weitere Vergrößerung zu verhindern. Aber wie gesagt, ich bin kein TA und mutmaße hier nur : ) Rede mit deinem TA und lasse dich gut beraten. Eine Zweitmeinung ist meiner Meinung nach auch immer anzuraten in solchen Fällen.

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen : )

    Ganz liebe Grüße und alles Gute für deinen Vierbeiner!

    Hallo alle zusammen, sehr interessiert habe ich alle Kommentare zum Hormon Chip gelesen…

    Leider für mich etwas spät da mein langjähriger Tierarzt mich nicht richtig beraten hat.Ich bin Züchter einer Windhunderasse und als ich für längere Zeit ins Krankenhaus müsste riet mir mein TA zum Chip damit in meiner Abwesenheit dem Hundesitter kein Unglück passiert da ich mehreŕe Hündinnen besitze.

    Ihm war bekannt das es ein Zuchthund war und gab ihm trotzdem einen 12 Monats Chip ohne mich über die genaue Auswirkung zu informieren

    Jetzt ist das 20 Monate her und mein Rüde ist immer noch unfruchtbar.

    Ich hoffe jetzt nur das er wieder bald Zeugungsfähig Ist…. also an alle Züchter macht das nicht

    vielen Dank für deinen Kommentar : ) Tut mir sehr leid, dass du da schlechte Erfahrungen machen musstest. Da sieht man mal wie wichtig eine umfassende Beratung ist. Ich hoffe, dass dein Rüde bald wieder zeugungsfähig wird! Super ärgerlich natürlich in so einem Fall…

    Ich werde berichten wenn es wieder soweit ist … abschließend sei noch erwähnt das der Hund nur 15kg gewogen hat und nach dem Chip erst mal Haar und Haut Probleme bekommen hat und Fressattacken bekam u ständig Futter geklaut hat…letztlich hat er 4 Kg zugenommen und wir kämpfen heute noch mit dem Gewicht… er bekommt jetzt eine Spezialdiät.Raten kann ich allen erst mal nur den 6 Monats Chip zu probieren und das auch vom Körpergewicht abhängig zu entscheiden

    LG und Danke Gaby für die tolle Seite

    solche negativen Folgen sind natürlich schlecht. Die Umstellung des Hormonhaushalts kann einiges durcheinander wirbeln…

    Man weiß es vorher leider nie.

    Ich gebe dir recht, dass es sinnvoll ist erst den 6 Monate Chip einzusetzen. Schließlich kann er durchaus noch eine Weile nachwirken. Diese zusätzliche Zeitspanne muss man einkalkulieren.

    Ich wünsche deinem Vierbeiner alles Gute und dass er schnell wieder sein Idealgewicht erreicht.

    Sehr gerne, danke Karo für deinen Kommentar. Freut mich, wenn dir mein Blog gefällt : )

    Bist immer willkommen!

    Ganze liebe Grüße

    Kirsi Sander

    Hallo Karo, (und Gaby natürlich auch. 😉 )

    ich habe selbst Barsois und habe von mehreren Barsoibesitzern und -Züchtern genau das gleiche gehört. Auch meiner Rüde sah richtig schäbig aus nach dem er ein mal den Chip bekommen hatte. Bei mir war es auch ein Notfall und der Tierarzt hatte mich auch nicht richtig informiert was er nun in den Hund reinspritzen wird. Damals war ich noch so naiv, die Tierärzte bodenlos zu vertrauen. Obwohl es ein Chip für sechs Monate war, hat es fast zwei Jahre gedauert, bis der Hund wieder Normal war.

    Jedoch hat der Chip bei unseren jüngsten Rüde wunderbar geholfen. Er hatte nur einen Hoden und war Hypersexuell. Er hatte nie ruhe zu spielen, fressen und schlafen, ist ständig abgehauen und und und. Nach langen hin und her, habe ich dann entschlossen für ihm den Chip zu geben einfach sicher zu sein, ob es sein Verhalten verbessert. Da es der Fall war, haben wir dann den Hund kastriert. Jetzt ist der glücklichste und entspannte Hund der Welt.

    Beim Barsois scheint der Chip nicht so harmlos zu sein, wie viele Tierärzte behaupten. Die Windhunde sind nun mal bei vielen Sachen anders und das sollte man immer bedenken.

    Hoffentlich wird dein Rüde wieder mal „der Alte“.

    vielen Dank für deinen Kommentar : )

    Das klingt ja leider weniger erfreulich mit deinen Erfahrungen : / Tut mir leid,

    dass es schlecht gelaufen ist. Sehr interessant zu lesen, dass es da vielleicht tatsächlich

    Zusammenhänge mit der Rasse geben könnte. Ist euer jüngster Rüde auch ein Windhund?

    Ich wünsche dir und deinen Vierbeinern alles Gute : )

    Kirsi Sander

    ja der Jüngste ist auch ein Barsoi. Einmal Windhund, immer Windhund. 😉

    Ich habe ja schon vor ein zwei Jahren über meine Erfahrungen mit Chip hier geschrieben. Aber keine Ahnung mehr, wann es war. Daher wird man es wahrscheinlich nie wieder finden. 🙂 Ist auch nicht schlimm…

    Ich bekomme immer eine Meldung in meine Email, wenn hier eine neue Kommentar erscheint. Komme nicht immer dazu, die auch zu lesen, aber manchmal schon. Ist sehr interessant und ich bin sehr beeindruckt über dein Mühe und Zeit die Du für diese Seite reinsteckst. Echt toll.

    Rowena WILKE

    ab welchem Alter kann man den Kastrations Chip einsetzen? Sollte man warten bis der Hund 1,5Jahre alt ist, ähnlich wie bei der Kastration? Oder reicht es aus, dass er geschlechtsreif ist?

    Mein Rüde ist nun 10Monate al, ein StaffMix, 30kg – mitten in der Pupertät. Leider entwickelt er sich zu einem potenten Rüden, der sich nicht gern die Wurst vom Brot nehmen lässt und jede Hündin verdreht ihm den Kopf.

    Ich möchte ausprobieren,ob sein Geprolle weniger wird und ob er im Training/Alltag besser händelbar wird.

    vielen Dank für deinen Kommentar.

    Ich habe diese Frage bereits beantwortet und zwar im Kommentar an Lisa.

    Hier nochmal die Angaben:

    „Grundsätzlich ist der Chip nur bei erwachsenen und gesunden Hunden erlaubt. Ab welchem Zeitpunkt ein Hund als erwachsen gilt, hängt von verschiedenen Faktoren wie Rasse und Größe ab. Kleine Hunde sind oft etwas früher erwachsen, als große. Grundsätzlich ließt man häufig, dass Hunde frühestens ab dem 12. Monat als erwachsen bezeichnet werden können. Doch auch diese Angabe ist mit Vorsicht zu genießen, wenn es um die chemische Kastration geht. Denn es kann nochmals ein halbes Jahr dauern, bis das Tier sein endgültiges Gewicht erreicht.

    Hinzu kommt, dass es noch deutlich länger dauern kann, bis die emotionale und psychische Reife erreicht wird. Bei einer großen Rasse kann das erst mit rund 30 Monaten der Fall sein. Verhaltensweisen können sich daher erst viel später herauskristallisieren als viele annehmen.“

    Spreche unbedingt in Ruhe mit deinem Tierarzt über den richtigen Zeitpunkt und hole im Zweifelsfall eine zweite Meinung ein.

    LG Gaby und alles Liebe für dich und deinen Vierbeiner

    Hallo Gaby! Unser Labbi hat seit 6 Monaten den Chip der 12 Monate wirken soll. Hab ich das richtig verstanden, dass es sein kann, das er nur 6 Monate halten könnte? Denn er fängt wieder an sehr häufig zu markieren und die Ohren auf durchzug zu stellen. Gruß Anna

    nein, das hast du eher falsch verstanden. Es gibt Chips mit unterschiedlich langer Wirkdauer, wie 6 und 12 Monate. Ein 12-Monate-Chip sollte auch über diese Zeitspanne hinweg wirken. Jedoch bin ich kein Tierarzt und im Grunde muss jeder Einzelfall individuell betrachtet werden. Die Verhaltensveränderungen lassen sich nicht pauschalisieren. Spreche am besten mit dem Tierarzt, der den Chip gesetzt hat und erläutere ihm die Veränderungen bei deinem Hund. Vielleicht gibt es ja andere Ursachen dafür?

    Manuela Friedl

    Wir haben einen Rottweilwerrüden und eine Americanbulldog Hündin. Beide 18monate alt. Die erste Hitze haben wir …Na ja ..So ollala überstanden. Jetzt haben wir den dicken chiPen lassen. Der is immerboch der alte 😂. .Wie auch immer. .Meine Frage :

    Wie ich hörte greift eine kastration in das Wachstum ein….Knorpel und Knochen können sich nicht so recht auswachsen…Was beim onehin schon schweren rottie sehr fatal wäre…stimmt das wirklich ? Er ist auch noch im Kopf ein kleines Kind. .Das wäre doch auch emotional nicht gut oder? Und zu guter letzt…wirkt sich der Chip genauso negativ auf das Wachstum meines 18monate alten Hundes aus?

    Bei der Hündin steht es i. Moment außer Frage …Sie ist auch emotional und physich noch nicht ausgewachsen. Außerdem habe ich etwas Angst vor Inkontinenz nach dem kastrieren . Ich hoffe du kannst uns weiter helfen …kastrieren ja oder nein? Wie wirkt sich der Chip auf das wachstum eines junghundes aus? Danke Manu und Alex

    lieben Dank für deinen Kommentar.

    Deine Frage habe ich in einem anderen Kommentar so ähnlich schon mal beantwortet:

    Das Suprelorin-Implantat sollte grundsätzlich nur bei gesunden und erwachsenen Tieren eingesetzt werden.

    Als grober Richtwert kann man sagen, dass ein Hund ab dem 12. Monat „erwachsen“ ist. Allerdings hängt der exakte Zeitpunkt

    des Erwachsenseins von mehreren Faktoren ab. Es kann deutlich länger dauern, bis die emotionale und psychische Reife erreicht wird. Bei einer großen Rasse kann das erst mit rund 30 Monaten der Fall sein! Auch Verhaltensweisen können sich daher erst viel später herauskristallisieren als viele annehmen.

    Ab wann ein Tierarzt den Chip empfiehlt, kann ich persönlich daher leider nicht sagen. Das hängt immer individuell vom Hund und dessen Entwicklung ab.

    Lasse dich daher am besten von deinem Tierarzt umfassend beraten. Der Chip ist generell ideal als Testlauf, um herauszufinden, ob eine Kastration Sinn macht. Aber nur dein Tierarzt kann dich dahingehend kompetent und zu deinem Hund passend beraten. Ob der Chip bei deinem Hund in Frage kommt und inwieweit das Wachstum beeinflusst wird, diese Fragen stellst du am besten deinem TA. Ich kann hier nur spekulieren ; ) Sorry

    Aber wie bereits erwähnt, ist der Chip nur für erwachsene Hunde geeignet. Dein TA sollte jetzt einschätzen, ob dein Hund schon alt genug ist oder ob man besser noch wartet. Im Zweifelsfall würde ich lieber etwas länger warten, um keinesfalls gesundheitliche Schäden zu riskieren. Das wäre es wirklich nicht wert.

    Ich hoffe ich konnte dir wenigstens ein bisschen helfen : )

    Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende : )

    Jessica Krögel

    Mit Interesse habe ich deinen Bericht gelesen. Vielen Dank dafür.

    Ich bin total hin- und hergerissen.

    Chip ja oder nein?

    Mein Old englisch Bulldog ist jetzt knapp 2,5 Jahre alt und zu Hause das liebste Tier.

    Draußen reagiert er schon recht garstig auf andere Rüden, die ihn schief angucken

    Am schlimmsten ist aber sein Verhalten beim Spielen und Toben. Er ist recht dominant und geht dem anderen Hund so lange auf den Wecker, bis die Stimmung kippt.

    So fühle ich mich immer mehr isoliert – ich will ja nicht, dass er andere Hunde angeht (was früher auch nie der Fall war, bis er auf dem Hundeplatz angefallen wurde und er sich das erste Mal nach drei Übergriffen gewehrt hat)

    Nach Information meines TA muss der Hund mit drei Leuten festgehalten werden und der Chip wird mit einer großen Spritze in der Nähe des Brustbeins implantiert??

    Für mich eine Horrorvorstellung.

    Oder bin ich zu sensibel?

    freut mich, dass du hier ein paar Infos für dich gefunden hast.

    Fakt ist, dass man vor der richtigen Kastration nie wissen kann, ob sich das Verhalten

    durch den veränderten Hormon-Haushalt nach der Kastration verbessert. Oft erfordert

    es entsprechendes Training, um dem Hund das unerwünschte Verhalten abzugewöhnen.

    Hast du schon mal mit einem seriösen Hundetrainer gesprochen? Vielleicht könnte er dir eher helfen.

    Wenn die Hunde spielen und dein Hund übermütig wird, greifst du dann rechtzeitig ein um das negative Verhalten zu unterbinden?

    Es ist schwierig ich weiß, oft verpasst man aber den richtigen Moment und dann steigert sich der Hund da immer tiefer rein. Ich denke

    ein guter Trainer könnte hier eine Alternative sein, um zu schauen, ob sich das nicht auf diese Weise regeln lässt.

    Ansonsten ist die chemische Kastration eine gute Möglichkeiten, um die Auswirkungen der Kastration abschätzen zu können.

    Was hat dir denn dein TA geraten? Er kennt deinen Hund…

    Ob der Hund von drei Leuten festgehalten werden muss, hängt von deinem Tier ab. Hunde, die nicht gerne zum TA gehen und dann noch

    relativ kräftig sind wie eine Bulldogge muss man schon gut festhalten, ansonsten geht das schief. Das hört sich aber schlimmer an als es ist und ist ja nur für dein Hund und die Personen eine Sicherheitsmaßnahme. Die Spritzen sind relativ groß ja, aber auch nicht viel anders als die, die beim Chippen zur Tierkennzeichnung zum Einsatz kommen.

    Das sieht dann vielleicht brutal aus und klar wird der Hund den Piekser auch spüren, aber eine Horrorvorstellung muss es für dich nicht sein : )

    Aber wenn sich das für dich nicht gut anfühlt, würde ich echt schauen zunächst mal mit einem Trainer an dem Problem zu arbeiten. Vielleicht wird es ja : )

    Ganz liebe Grüße,

    Hallo und guten Morgen,

    ich habe ein Aussie der 2,5 Jahre alt. ist. Seit 8 Wochen oder länger ist er bei den Spaziergängen ausser rand und Band weil ständig läufige Hündinnen in der Siedlung unterwegs sind. Er markiert 187 mal bei den

    Spaziergängen und schnüffelt sich sogar am Bürgersteigpflaster fest. Ich muss ihn dauernd überall wegziehen. Zuhause angekommen ist er noch rattendoll und sabbert rum und guckt bedeppert. Er jammert manchmal sogar nachts herum. Vor lauter Aufregung und Anspannung hat er sogar manchmal Durchfall.

    Kann ich es einfach mal mit einem Chip probieren? Ich habe Angst meinem Hund gesundheitlich zu schaden…

    vielen Dank für deinen Kommentar. Klingt so, als hätte dein Hund ziemlichen Stress. Das ist auch nicht

    gesund für ihn und viele Rüden leiden extrem dabei. Ich persönlich finde es richtig, wenn Rüden kastriert werden,

    um ihnen diese enorme psychische und körperliche Belastung zu nehmen. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

    Der Chip ist im Grunde ja genau dafür gedacht, um schauen zu können, wie der Hund auf die hormonelle Umstellung bei

    einer richtigen Kastration reagieren würde. Wenn alles passt, kann anschließend die Kastration folgen. Sprich doch

    einfach mal mit deinem Tierarzt über das Thema. Er kennt deinen Hund und kann dir sicherlich am besten weiterhelfen.

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Kannst Du mir noch bitte sagen, ob dieses Medikament im Chip irgendwelche schlimmen

    Nebenwirkungen haben kann (Herz- Kreislauf, innere Organe etc.) ? Das sind so meine Befürchtungen und Ängste….. Vielen Dank im voraus

    Zum Thema Nebenwirkungen habe ich bereits im Artikel zur chemischen Kastration einige Hinweise erläutert.

    Lies dir das am besten in Ruhe durch. Außerdem rate ich immer dazu direkt beim behandelnden Tierarzt nachzufragen.

    Jedes Tier ist individuell und bevor man den Schritt geht, muss konkret geprüft werden, ob der Chip aus irgendwelchen

    gesundheitlichen Gründen kritisch sein könnte.

    Sorina Speidel

    Hallo, mmemeimein kleiner Rüde(knapp 3 kg)hat vor 2 Wochen seinen ersten Chip bekommen.Heute fing er an sich sichtbar unwohl zu fühlen und hat gespuckt.Er suchte stärker als sonst meine Nähe.Mein Mann ddedenkt das evtl.der Chip anfängt zu wirken.Kann das sein?

    vielen Dank für deine Nachricht. Grundsätzlich kann das sein ja. Wie ich in meinem Artikel geschrieben habe, sinkt das „Niveau der Geschlechtshormone stark“ nach ca. zwei bis drei Wochen nach dem Einsetzen des Chips. Halte am besten Rücksprache mit dem Tierarzt, der den Chip gesetzt hat und erläutere ihm die Veränderungen. Generell kann man nie genau sagen, wie sich die hormonelle Umstellung auf ein Tier auswirkt. Daher wäre es denkbar, dass der Chip der Auslöser für die Änderungen am Verhalten usw. ist.

    Vielleicht pendelt sich das Ganze noch ein wenn sich der Körper an die Umstellung gewöhnt hat. Sprich mit deinem Tierarzt!

    Drücke euch die Daumen, dass euer Rüde nicht dauerhaft spucken muss (was ich nicht glaube) und es ihm schnell besser geht.

    Ganz liebe Grüße Gaby : )

    ich bin aber auf der suche nach einer hormonfreien methode, die es in der humnmedizin (GyneFix Kupferkette) brereits gibt. unsere TÄ hat sich darüber belesen, dass es das wohl inzwischen auch für hunde/ hündinnen geben soll, hat aber keine genaueren angaben machen können.

    ich würde diese methode bevorzugen, weil die hündin nicht mit hormonen oder einer größeren OP belastet werde müßte. der eingriff selbst würde lediglich unter sedierung stattfinden.

    gibt es dazu schon infos oder erfahrungen? welcher tierarzt/ klinik macht das?

    dazu kann ich dir leider nichts sagen. Davon habe ich noch nichts gehört.

    Tut mir leid. Wenn deine TÄ schon darüber gelesen hat, weiß sie vielleicht auch welcher Hersteller

    eine solche Alternative herstellt oder? Im Grunde würde ich da anfangen zu recherchieren. Wenn man weiß, welche Hersteller so etwas anbieten, könnte man direkt dort anrufen und sicherlich erfahren, welche Kooperationspartner / Kunden das verabreichen…

    Tut mir leid, dass ich dir nicht direkt weiterhelfen konnte. Hoffe du findest noch mehr heraus.

    PS: Es kann auch helfen in Tier-Foren zu fragen. Vielleicht findet sich jemand mit Erfahrung.

    Ich habe deinen Artikel mit Begeisterung gelesen..

    Mein Sam ist jetzt 1 Jahr und ich war bis jetzt immer hin und her gerissen ob ich ihn kastrieren lassen soll..

    Bei uns laufen viele Hündinen und es ist Stress für ihn und mich. Aber da können viele glaub ein Lied von singen

    Ich finde den Chip eine gute Alternative um es zu testen und zu schauen wie der hund sich verhält und verändert.

    Ich hoffe meiner konzentriert sich dann draußen besser auf mich^^.. Ich werde es im neuen Jahr auf jeden fall mal in Angriff nehmen und meine Erfahrung dann hier mitteilen. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen auch..

    Ich wünsche dir bis dahin noch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat : )

    Ich freue mich sehr darüber, wenn du deine Erfahrungen hier mit uns teilen magst. Das hilft immer und ist für jeden weiteren Leser nützlich. Ich bin gespannt und wünsche dir und deinem Schützling alles Liebe.

    Danke, ich hoffe auch du bist gut ins neue Jahr gerutscht und wünsche dir Gesundheit und Glück für 2018.

    Ulrich Weinert

    Unser Bolonka- Lhasa Mischling ist sehr dominant. Andere Rüden egal welcher Größe, werden erstmal verbellt. Er ist Vater von 8 Hundebabys. Wir haben uns für den Chip entschieden weil wir hofften, das sein Verhalten gegenüber anderen Rüden etwas moderater wird(einmal hatte sich eine Dogge auf ihn gestürzt). Unser TA setzte März 2016 den 9,4 Chip ein.

    Seine Hoden wurden kleiner und sein Fell wurde etwas stumpf (es verfilzte schneller) ansonsten :Rüden -volle Kante- und die Hündinnen liebt er. Schade um das Geld. Nochzumal er eigentlich ein lieber Kerl ist.

    Er wiegt 6kg und hat den Chip jetzt 22 Monate. Die Hündin (Bolanka) unserer Nachbarn ist heiß und er soll für Nachwuchs sorgen. Haben wir da eine Chance?

    vielen Dank für deinen Kommentar. Also normalerweise sollte die Wirkung des Chips bereits beendet sein. Allerdings ist es bei Hunden unter zehn Kilo so, dass die Wirkungsdauer länger sein kann, als eigentlich geplant. Im Grunde hilft nur eins: Der Check der Zeugungsfähigkeit durch den TA oder testen ; ) Frag also einfach mal beim behandelten TA nach. Der sollte das am besten einschätzen können, weil er deinen Hund kennt.

    wir haben zum Anfang den Chip für ein halbes Jahr machen lassen,waren begeistert und hatten jetzt schon den 3. Ganzjahres-Chip.

    Wir haben einen 32kg schweren 7 Jahre alten Staffordrüden,andere Rüden mochten ihn nicht und einige Damen auch nicht.

    Er mag fast jeden und lässt sich auch anbellen ohne selbst ein Mucks zu machen.

    Mit dem Chip verlor er die extremen männlichen Gerüche und wurde besser akzeptiert.

    Harntreufeln hatte er nie,zudem hört er besser.

    Ich wäre einer Kastration von Anfang an nicht abgeneigt,aber mein Mann tut sich da schwer(die fühlen ja immer mit) und somit wird bei uns der nächste Chip bald folgen.

    Wir hatten ihn damals setzen lassen,da er nicht nur dauerhaft schnüffelt sondern es ableckt und ich möchte nicht,dass er sich darüber Krankheiten holt.

    Er frisst mit dem Chip besser und bekommt immer die gleiche Menge.

    Am Anfang schwangt das Gewicht kurz,pendelt sich aber relativ gut ein.

    Also wir können nur positives berichten und werden wieder einen machen lassen,schon allein weil andere Hunde ihn nicht nur mit anbellen beachten.🐶👍

    ganz lieben Dank für deinen Kommentar. Freut mich sehr, dass ihr da positive Erfahrungen gemacht habt. Das ist

    schön zu hören. Auch für den Hund.

    Dennoch hab ich einen kleinen Einwand: Möchtet ihr nicht doch mal überlegen, ob ihr die Kastration dauerhaft machen wollt? Der Chip ist eher zum Testen der Auswirkungen gedacht und bringt ja auch hormonolle Schwankungen mit sich, die das Tier immer wieder erleben muss. Mich wundert es ein wenig, dass der TA da nicht was dagegen hat ; ) Aber klar, wenn ihr es als Besitzer nicht möchtet, wird er sich fügen : ) Mich würde einfach interessieren, ob der TA da etwas dazu gesagt hat? Und versteh mich nicht falsch, ich habe Verständnis für die Bedenken. Aber nur weil die lieben Männer da ein Problem damit haben (da ist dein Mann ja keinesfalls der Einzige ; ), sollte der Hund nicht ständig Hormonschwankungen ausgesetzt werden. Wie schon geschrieben: Ist keinesfalls böse gemeint, ich frag mich einfach, warum man es dann nicht gleich „ganz“ macht. Dann hat der Hund und ja auch ihr Ruhe. Zudem wäre es sogar dauerhaft günstiger.

    Vielleicht kannst du mir da ja mal ein Feedback geben, was die Meinung des TA ist. Danke dir : )

    Ganze liebe Grüße

    Unsere Tierärztin hat damit keine Bedenken,da unser Hund von

    Natur aus zu viele Hormone besitzt und sich das mit dem Chip eher einpegelt.

    Wir impfen ihn sonst bevor der alte aufhört zu wirken,damit es da nicht solche Schwankungen gibt.

    Wir haben ihn jetzt nurmal auswirken lassen,um zu sehen wir unser Hund sich benimmt, oder ob sich etwas geändert hat.

    Hat sich aber nichts verändert im Gegensatz zu vor dem Chip.

    Das Besteigen hatte vorher von allein schon aufgehört,das war wohl einfach die Jugend.

    Wir zahlen für den Einjahres-Chip 140€ bei unserer TÄ.

    Ja,wenn sich der Mann nicht so schwer tun würde wäre er direkt kastriert worden.

    vielen lieben Dank für deine Antwort!

    Ok dann ist gut, wenn eure TÄ keine Bedenken hat. Das freut mich : )

    Ist immer interessant die Erfahrungen anderer zu lesen, da den Chip nicht soooo viele verwenden. Vielen Dank dafür!

    Ich wünsch dir und deinem Vierbeiner alles Liebe. Und vielleicht lässt sich der Mann ja doch noch irgendwann auf eine Kastration des Tieres ein ; )

    Kirsi Sander

    ich bin sehr kritische Mensch was das dem Chip und den Tierärzten angeht, daher kann ich jetzt nicht meiner Klappe nicht zuhalten, obwohl es bei euch anscheinend gut läuft mit den Chip. 😉

    Natürlich freut sich euer Tierarzt über Jährliche 140€, verdient in weniger als fünf Minuten. Mit Kastrieren wäre diese einfache Geldquelle weg. Mit einmaligen fast gleichen Preis.

    Bitte versuche Deinen Mann zu überzeugen, euren Hund zu kastrieren. Der Chip beeinflusst auch andere Hormone, nicht nur den Testosteron. Außerdem greift es sehr aggressiv in den Hormonproduktion ein. Ein Kastration beeinflusst nur den Produktion in den Hoden. Die Hunde, genau wie wir Menschen, brauchen die Hormone in unseren Körper, die sind nicht um sonst da. Besonderes der Schilddrüsenhormon ist wichtig. Beim American Staffordshire kommt schon häufiger vor, dass sie in Schilddrüsenunterfuktion (Hypothyreose) erkranken. Dieser Krankheit bricht häufig erst im Alter aus. Daher wäre ich noch mehr vorsichtiger mit den Chip bei Deiner Hunderasse und beim Alter Deines Hundes.

    Ich möchte dir keinesfalls Angst einjagen, möchte nur dass Du deinen Hund möglichst lange und möglichst gesund genießen kannst.

    Unsere Hypersexuelle Barsoi Rüde wurde im Alter vom 2 Jahren erst ein mal mit den Chip behandelt und dann kastriert. Obwohl er keine Probleme mit den Chip hatte, würde ich es niemals mehr als einmal wenden. Mein Mann ist immer gegen Kastration – ich auch – aber wenn es MEDIZINISCH Notwendig ist, ist er auch so vernünftig alles zu tun, dass unseren Hunden es gut geht. Auch wenn es dann Kastration heißt.

    Verzeihung Gaby, dass ich schon wieder hier zwischen kommentiere, aber dieser Thema ist wichtig. Wir Menschen sollten immer erst an unseren Tieren denken – schließlich sind ihren Wohlbefinden von unseren Entscheidungen abhängig – und danach an uns.

    Kastration beim Hund

    Bei einer Kastration werden die Keimdrüsen des Hundes operativ entfernt. Beim Rüden werden dabei die Hoden entfernt, bei der Hündin die Eierstöcke, manchmal auch die Gebärmutter. Eine Kastration macht einen Hund unwiderruflich unfruchtbar. Da die Keimdrüsen entfernt werden, werden auch (fast) keine Sexualhormone mehr gebildet. Somit werden auch alle (und nur die) Verhaltensweisen unterbunden die mit den Sexualhormonen in Verbindung stehen!

    Kastration der Hündin

    Viele Menschen glauben heute noch, das Hündinnen sterilisiert und Rüden kastriert werden, das stimmt so nicht. Üblicherweise werden beide Gschlechter kastriert. Die häufigsten Gründe für die Kastration der Hündin sind unter anderem die Verhinderung ungewollter Trächtigkeiten.

    Auch um bestimmten Tumorarten und Entzündungen der Gebärmutter vorzubeugen, wird kastriert. Dazu muss aber gesagt werden, dass die Verminderung von Mammatumoren (Gesäugetumoren) nur dann gegeben ist, wenn rechtzeitig kastriert wurde! Nach der zweiten Läufigkeit hat eine Kastration keinen nennenswerten Einfluss mehr auf das Risiko. Eine Kastration der Hündin vor der zweiten Läufigkeit vermindert das Risiko von Gesäugetumoren. Eine Kastration vor der ersten Läufigkeit verringert das Risiko auf ein Minimum. Eine so frühe Kastration bringt aber sehr viele Nachteile für den Hund. Wird vor der ersten Läufigkeit kastriert, ist der Hund sowohl körperlich als auch geistig noch nicht ausgereift. Der Reifeprozess wird gestoppt bzw. gestört. Frühkastrierte Tiere sind oft kleiner und haben Entwicklungsstörungen. Auch geistig bleiben sie meist auf dem Niveau eines Junghundes stehen. Von einer Frühkastration wird eher abgeraten.

    Eine Kastration sollte nie leichtfertig vorgenommen werden. Man muss sich bewusst sein, dass es sich dabei um einen operativen Eingriff unter Vollnarkose handelt. Eine Narkose birgt auch heute noch ein Risiko, wenn auch ein geringes. Dass die Läufigkeit der Hündin einem „zu anstrengend“ ist, ist also kein Grund, seiner Hündin so eine Operation zu unterziehen.

    Vorteile: Eine kastrierte Hündin wird nicht mehr läufig und zieht so auch keine Rüden mehr an. Keine ungewollten Trächtigkeiten. Die Gefahr von Scheinträchtigkeiten wird eliminiert. Das Risiko für bestimmte Tumore kann verringert werden.

    Nachteile: Es bleibt eine Operation mit Narkoserisiko. Für den Hund unangenehme Genesungszeit. Eingriff in den natürlichen Hormonhaushalt. Eventuelle Veränderung des Fells, vor allem bei langhaarigen Hunden. Veränderung des Stoffwechsels, was dazu führen kann, dass einige kastrierte Tiere schneller zunehmen. Geringe Verhaltensänderungen.

    Kastration des Rüden

    Häufige Gründe für die Kastration von Rüden sind der Irrglaube, Rüden damit umgänglicher machen zu können, aber auch zur Verhinderung ungewollter Trächtigkeiten. Ein Rüde mit Erziehungsproblemen wird auch nach der Kastration weiter Probleme machen! Gegen Erziehungsprobleme hilft nur richtige und konsequente Erziehung, aber keine Kastration. Es ändert sich nur das Verhalten, welches mit den Geschlechtshormonen in Verbindung steht. So wird ein kastrierter Rüde zum Beispiel nicht versuchen, aus dem Grundstück auszubrechen, um zu einer Hündin zu gelangen. Aggressionen gegen andere Rüden, die durch den Geschlechtstrieb motiviert sind, können sich ändern!

    Vorteile : Der Rüde kann keine Hündinnen mehr decken und es kommt zu keinen ungewollten Trächtigkeiten. Kein Jaulen und Bellen mehr, wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind. Vorbeugung gegen Hodenkrebs.

    Nachteile: Operation mit Narkoserisiko. Für den Hund unangenehme Genesungszeit. Eingriff in den natürlichen Hormonhaushalt. Eventuelle Veränderung des Fells. Veränderung des Stoffwechsels, was dazu führen kann, dass einige kastrierte Tiere schneller zunehmen. Verhaltensänderungen. Kastrierte Rüden werden von ihren unkastrierten Geschlechtsgenossen oft nicht mehr als Rüden wahrgenommen. Es kann zu „mobbing“ bis hin zum Aufreiten kommen, was wiederum zu Streit führen kann.

    Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation: Bei einer Sterilisation werden nur Samenstrang oder Eileiter durchtrennt. Die Keimdrüsen bleiben, im Gegensatz zu Kastration, erhalten. Sterilisierte Hunde können sich nicht mehr fortpflanzen, Sexualhormone werden jedoch weiter gebildet. Eine Sterilisation hat also außer dem Beenden der Fruchtbarkeit keinen Einfluss auf das Verhalten oder die Körperentwicklung.

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    13 Kommentare

    Es wird immer „allgemein“ von Kastration der Hünding gesprochen. Aber was meint man generell damit? Wird dann auch die Gebärmutter entfernt? Mein TA sagte mir, dass mittlerweile die Gebärmutter NICHT mehr mit einfernt werden muß. Auch das Riskiko von Tumoren wäre mit der Entfernung der Eierstöcke ausgeschaltet. Stimmt das? Was wird empfohlen?

    unsere Labradorhündin geb. am 24.06.2009 hat ihre

    letzte Hitze vom 05.11.2010 -26.11.2010 gehabt.

    Wann ist der günstigste Termin für eine Kastration.

    meine hündin ist im dez. 2009 kastriert worden. sie ist seitdem bereits zweimal läufig geworden mit blutungen. der tierarzt meint, dies könne schon einmal passieren. stimmt dies?

    hallo mein rüde wurde vor kurzem kastriert. wann kann man mit ersten veränderungen rechnen wie zb. das er mehr frisst, weniger aggression gegenüber rüden zeigt usw. mir ist klar das es warscheinlich bei jedem hund anders ist aber würd mich interessieren wann so ca sich etwas verändern könnte??

    Hallo Rebel,mein Schäferhund (der leider nicht mehr lebt) zeigte erste Veränderungen nach ca einem Jahr.Er hätte den ganzen Tag fressen können.Er bekam aber nicht mehr an Futter als vorher und wurde nach ca 3 Jahren trotzdem ein Dickerchen.Die Aggressionen wurden weniger gegenüber Rüden,aber dafür wurde er auch Hündinen feindlich gesinnt.Es gibt immer Vorteile und Nachteile.Viel Glück mit deinem Hund! Gruss Birgit

    Mir wurde gesagt das ein Kastrierer Rüde dann quasi wie von den Hormonen wie eine Hündin ist. Oder so ähnlich stimmt das?

    Unser Rüde hat seit ca. 4Monaten einen Hormonchip. Er ist etwas ruhiger und umgänglicher geworden. Heiße Hündinnen haben ihn nicht interessiert, bis heute. Seine beste Freundin war in den empfangsbereiten Tagen der Hitze und hat ihn immer animiert. Er ist ja auch nur ein „Mann“ und gab dem Wunsch nach. Nun haben wir Sorge, dass sie gedeckt ist. Besteht die Möglichkeit?

    Definitiv nein! Wenn die Eierstöcke entfernt wurden (Kastration) ist es völlig ausgeschlossen, dass eine Hündin läufig werden kann!

    Wenn deine Hündin tatsächlich NACH der OP noch läufig wurde, dann fürchte ich, man hat bei ihr nur eine Sterilisation vorgenommen, bei der Sterilisation werden nur die Eileiter durchtrennt, d.h. die Hündin produziert weiterhin Hormone und wird auch wird weiterhin läufig, sie kann lediglich nicht mehr trächtig werden.

    Daher ist die Sterilisation imho auch eine völlig absurde Maßnahme bzw. OP, denn sie bringt dem Hund rein gar nichts!

    Hierzulande werden Hündinnen daher in aller Regel kastriert, es reicht dabei die kleine Kastration (Entfernung der Eierstöcke), eine große Kastration (Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter) ist imho nur notwendig, wenn es Probleme mit der Gebärmutter gibt (krankhafte Veränderungen etc.)

    Eine kleine Kastration stellt die Hormonproduktion ein, die Hündin wird nicht mehr läufig und leidet nicht mehr unter den permanenten Hormonschwankungen. Außerdem wird das Krebsrisiko minimiert.

    meine hündin ist im dez. 2009 kastriert worden. sie ist seitdem bereits zweimal läufig geworden mit blutungen. der tierarzt meint, dies könne schon einmal passieren. stimmt dies?

    Hallo Rebel,mein Schäferhund (der leider nicht mehr lebt) zeigte erste Veränderungen nach ca einem Jahr.Er hätte den ganzen Tag fressen können.Er bekam aber nicht mehr an Futter als vorher und wurde nach ca 3 Jahren trotzdem ein Dickerchen.Die Aggressionen wurden weniger gegenüber Rüden,aber dafür wurde er auch Hündinen feindlich gesinnt.Es gibt immer Vorteile und Nachteile.Viel Glück mit deinem Hund! Gruss Birgit

    Aggression hat nichts mit Kastration zu tun, es gibt lediglich eine sexuell motivierte Kastration die nach der Kastration etwas eingedämmt sein kann. Verhaltensauffälligkeiten beim Hund (insbesondere Aggressionen) haben nie etwas mit einer Kastration zu tun. Die Kastration eines erwachsenen Hundes hat keinerlei Auswirkungen auf das Sozialverhalten des Tieres! Lediglich auf das Sexualverhalten!

    Unser Rüde hat seit ca. 4Monaten einen Hormonchip. Er ist etwas ruhiger und umgänglicher geworden. Heiße Hündinnen haben ihn nicht interessiert, bis heute. Seine beste Freundin war in den empfangsbereiten Tagen der Hitze und hat ihn immer animiert. Er ist ja auch nur ein “Mann” und gab dem Wunsch nach. Nun haben wir Sorge, dass sie gedeckt ist. Besteht die Möglichkeit?

    Ja, definitv! Denn eine chemische Kastration verhindert ja nicht die Spermaproduktion! Weder eine chemische noch eine operative Kastration hindern den Rüden am Sexualakt. Kastrierte Rüden zeigen lediglich stark eingeschränktes Interesse (sie werden nicht über den Gartenzaun springen, nur weil sie eine läufige Hündin wittern), tänzelt eine läufige Hündin jedoch ständig um einen kastrierten Rüden herum (z.B. gemeinsames Spazierengehen mit einer heißen Hündin), wird der ein oder andere kastrierte Rüde irgendwann aufsitzen! Ich habe schon mehrfach erlebt dass auch operativ kastrierte Rüden decken, sich verhaken etc. (alles wie beim unkastrierten Rüden), der Vorteil ist aber, dass sie nicht mehr zeugen können. Der Sinn einer chemischen Kastration erschließt sich mir nicht so ganz (es sei denn, der Hund leidet unter einer vergrößerten Prostata und soll parallel zur operativen Kastration von seinem Leiden schnell erlöst werden). Abgesehen davon, dass diese Hormonbehandlung krebserregend ist, bleibt der Hund doch zeugungsfähig! Eine Kastration beim Rüden ist eine völlig unbproblematische OP, wozu dann also eine nur halb so effektive (und gesundheitsgefärdende) Lösung, wie die chemische Kastration?

    Ich möchte mir gerne einen Hund anschaffen aber ich kann. Mich nicht zwischen einem rüden und einer hündin entscheiden. Was soll. Ich also. Machen

    Eine Hundehalterfreundin hat Ihrem Hund ein Hormonstäbchen einsetzen lassen.

    Der Hund hat auch ein sehr ausgeprägtes Revierverhalten gezeigt und hat auf andere Rüden immer Agressiv reagiert. Leider kam es auch schon zu Beißereien. In diesem Fall bin ich der Meinung, dass hier was gemacht werden muss. Der Hund kann ja sonst nur an der Leine laufen. Um die Folgen einer Kastration zu testen hat sie das Hormonstäbchen ausprobiert. Und ich muss sagen, dass der Hund und die Halterin von diesem Versuch sehr profitieren. Der Hund ist wie ausgewechselt. Absolut tiefenentspannt.

    In einigen Fällen scheint eine Kastration wirklich eine gute Sache zu sein.

    Durch eine Kastration beim Hund kann es sogar zu einer Inkontinenz führen.

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