четверг, 17 мая 2018 г.

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RTL heizt Nebenwirkungsdebatte um Bravecto® an

„Bravecto ® kills“ – die auf Facebook hochemotional geführte Debatte über mögliche Nebenwirkungen des Antiparasitikums wird durch einen TV-Beitrag weiter angeheizt: Die RTL-Mittagsshow „punkt12“ hat das Thema aufgegriffen. Tierarztpraxen sollten sich auf Kundennachfragen vorbereiten. Die Informationen dazu liefert dieser Artikel. (*aktualisiert 2.4.2017)

Worum geht es?

In den Sozialen Medien gibt es seit jeher zum Thema Antiparasitika unter Tierbesitzern einen Glaubenskrieg: „böse Chemie“ versus „gute Natur“ – letztere meist vertreten durch Bernstein oder Kokosöl. Besonders im Fokus der Kritik steht im Moment das Medikament Bravecto ® , dem schwere Nebenwirkung bis hin zum Tod von Hunden vorgeworfen werden.

Jetzt hat die RTL-Mittagsshow „punkt12“ das Thema ebenfalls sehr emotional mit Leidensbildern von angeblich betroffenen Hunden aufgegriffen. Der Beitrag ist in der RTL-Mediathek nicht zu finden, wird aktuell aber über vom Fernseher abgefilmte Versionen via Facebook oder auch via YouTube verbreitet.

Die Aufsichtsbehörden gehen diesen Nebenwirkungsvorwürfen nach (Details siehe unten), was aber nicht bedeutet, dass bislang ein kausaler Zusammenhang zwischen Haltererlebnissen und Medikament nachgewiesen ist.

Welche Informationen gibt es?

  • Öffentlich hat sich zuletzt Anfang Februar das in Deutschland für Arzneimittelzulassungen zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit geäußert (BVL – Wortlaut hier). Es berichtet, dass in der Fachinformation (umgangssprachlich: Beipackzettel) bisher als mögliche Nebenwirkungen ausschließlich gastrointestinale Effekte aufgeführt sind. In Deutschland und ebenso in anderen EU-Mitgliedsländern seien seit Markteinführung 2014 aber UAW-Meldungen zu Bravecto ® eingegangen, die (Zitat) „über teilweise schwere neurologische Symptome wie zum Beispiel Zittern, Ataxie, Krampfanfälle, Epilepsie berichten.“

Auf diese schon 2015 im Deutschen Tierärzteblatt gemeldeten möglichen Nebenwirkungen sollten Tierärzte verstärkt achten.

  • Der Bravecto ® -Hersteller MSD hat eine eigene mehrsprachige Webseite Namens bravectofacts eingerichtet. Auf der erklärt er unter Berufung auf Zahlen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), dass die bisher gemeldeten „unerwünschten Ereignisse“ in die Kategorie „selten“ eingestuft wurden, also für lediglich 1 von 10.000 (0,01 %) bis 1 von 1.000 (0,1 %) verabreichten Dosen berichtet wurden. Hierbei handelte es sich am häufigsten um milde und vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden, die auch in der Packungsbeilage erwähnt sind.

    Es gebe aber auch „schwerwiegende unerwünschte Ereignisse“, die in die Kategorie „sehr selten“ fielen (weniger als 1 von 10.000 / 0,01 %). Hier dürfte es sich um die vom BVL beschriebenen neurologischen Symptome handeln.

    Auch im Deutschen Tierärzteblatt (Ausgabe 4/2017) hat der Hersteller Stellung bezogen und diese Daten kommuniziert.

  • Eine Übersicht aktueller Studien zu Bravecto ® gibt es hier.
  • Bravecto ® wird weltweit vertrieben (bisher rd. 34 Mio Dosen) und wurde von 72 Arzneimittelaufsichtsbehörden im Rahmen der Zulassung überprüft.
  • Tierbesitzer diskutieren im Internet aber nicht nur emotional, sondern auch sachlich. So hat die Bloggerin Anna Pietschmann auf ihrer Webseite „fluffology“ sehr fundiert das Thema Nebenwirkungen von Antiparasitika allgemein und Bravecto ® im besonderen aufgearbeitet.
  • Informationen des BVL werden auf Facebook eingesetzt, um Tierärzte zu verurteilen. (Screenshot-Facebook-Debatte)

    Was sollten Tierärzte tun?

    • Tierärzte sollten sich – und das Praxisteam – auf kritische Nachfragen und auch Vorwürfe von Kunden zu Bravecto ® vorbereiten. In den Foren wird sehr heftig kritisiert, dass eine Reihe von Praxen von der aktuellen Debatte nichts wüßten und daher nicht ausgewogen beraten würden(siehe Foto oben).
    • Wenn aber der Tierarzt wiederum vorinformiert war und glaubhaft darlegen konnte, dass es in seiner Klientel nicht zu den befürchteten schweren Nebenwirkungen gekommen ist, vertreten Tierhalter diese Position auch weiter.
    • Tierärzte, die von Nebenwirkungen erfahren, sollten diese unbedingt melden: Informationen dazu finden sie hier – der Download des UAW-Meldebogens ist hier möglich.

    Eine risikoorientierte Beratung durch den Tierarzt fordert auch das BVL in seiner Mitteilung: Im Fall von Bravecto ® sollte das individuelle Nutzen-Risiko-Verhältnis für das jeweilige Tier beachtet werden. Bei möglichen Risikopatienten solle überlegt werden, ob ein anderes verfügbares Medikament geeigneter sei.

    Dabei dürfte das BVL – obwohl bisher noch nicht im Beipackzettel aufgeführt – wohl auch auf die von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) unten aufgeführten Nebenwirkungen abzielen.

    Was tun die Behörden?

    Auszug zum Thema Bravecto ® aus dem EMA-Pharmakovigilanzbericht 2016. (@ EMA)

    EU-weit beobachten die Behörden – auch das deutsche BVL – bereits seit längerem sehr genau die vom Hersteller, von Tierärzten und auch Tierhaltern gemeldeten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAWs) zu Bravecto ® und bewerten diese.

    Der aktuell von der EMA vorgelegte EU-Pharmakovigilanzbericht 2016 (PDF-Download hier) enthält dementsprechend auch Angaben zu Bravecto ® (siehe Foto oben):

    • Die Zulassungsinhaber (MAH) werden demnach aufgefordert, einen gezielten Bericht über die Unbedenklichkeit des Arzneimittels (PSUR) bereit zu stellen, der eine ausführliche Analyse und eine kritische Überprüfung aller gemeldeten ernstzunehmenden Nebenwirkungen beinhaltet. Dazu gehören – so listet es die EMA auf – neurologische Ausfallerscheinungen, Irritationen von Haut und Gliedmaßen, Überempfindlichkeits-/Immunvermittelte Reaktionen und Hepatopathien, darüber hinaus Todesfälle oder Nebenwirkungen, die zu einer Euthanasie geführt haben.
    • Dieser spezielle Bericht wird dann vom Committee for Medicinal Products for Veterinary Use (CVMP) der European Medicines Agency (EMA) bewertet und je nach Ergebnis werden weitere Maßnahmen getroffen.
    • Eine erste Reaktion etwa auf eine gegen Ende der Kontrollperiode als Nebenwirkung festgestellte „Lethargie“ ist erfolgt. Die Vertreiber des Produkts werden angewiesen, ihre Beipackzettel zu aktualisieren und den Begriff Lethargie zu ergänzen.

    Schlussfolgerung: Sachlich bleiben

    Was in der ganzen Debatte, die auch mit Verweis auf die Mitteilungen von BVL und EMA geführt wird, schnell untergeht:

    Die Aktivitäten der Arzneimittelüberwachung werden in den Sozialen Medien nicht als Teil einer aufmerksamen Qualitätskontrolle verstanden, sondern sofort als „bereits festgestellter Mangel“ kommuniziert. Mit Verweis auf die BVL-Meldung etwa, wird Tierärzten vorgeworfen (siehe Foto oben), dass sie wissentlich „unsichere“ Medikamente verordnen.

    Das entbehrt jeder Grundlage.

    Auch die spätere Aufnahme einer möglichen Nebenwirkung in den Beipackzettel bedeutet nicht, dass ein Medikament „unsicher“ ist. Medikamente haben Nebenwirkungen. Bestimmte Tiere sind dafür empfänglicher. Hier wird dann wissenschaftlich zwischen Nutzen und Risiken abgewogen.

    Die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden prüfen diese UAW-Meldungen sehr gründlich und handeln dann, wenn sich ein Verdacht auf schwere Nebenwirkungen bestätigt. Bei gravierenden Fällen nehmen sie das Medikament vom Markt – wie etwa in diesem Fall.

    Alle Quellen direkt im Artikel verlinkt

    *Artikel am 2.4.2017 um Daten aus der Firmenstellungnahme im Deutschen Tierärzteblatt 4/2017 ergänzt

    Ein Hundetagebuch

    Hunde & was mich bewegt

    Schlagwort-Archiv: Bravecto

    FLURALANER – was man über den Wirkstoff wissen sollte

    Seit etwa einem Jahr ist mit Bravecto ein Präparat gegen Zecken auf dem Markt, welches nicht äußerlich angewendet, sondern verabreicht wird und anstatt vier bis sechs Wochen ganze drei Monate Schutz bieten soll. Der enthaltene Wirkstoff ist Fluralaner, eine für Insekten tödliche Substanz. Was hat es mit diesem Wirkstoff auf sich und ist er für Hunde unbedenklich oder nicht. Diese Fragen stellt man sich als Hundehalter natürlich, denn neben dem Schutz vor Zecken und den von ihnen übertragenen Krankheiten ist einem auch an der Gesundheit des Hundes gelegen.

    Ich habe mich auf die Suche begeben und auf parasitipedia.net recht gute Informationen gefunden. Diese Webseite richtet sich an Tierhalter in der Landwirtschaft, an Tierärzte und Halter von Hunden und Katzen mit dem Ziel, über Parasiten und Möglichkeiten der Bekämpfung aufzuklären. Der Autor hat einen Hintergrund in der Forschung zum Thema Tiergesundheit.

    Wie wirkt Fluralaner?

    Fluralaner setzt sich bei Insekten an die sogenannten GABA Rezeptoren und hemmt damit antagonistisch die Chlorid Kanäle in Nerven- und Muskelzellen. Das heißt, es werden keine neuronalen Signale übertragen. Das führt zu spastischen Lähmungen und die Insekten sterben. Den beschriebenen Funktionsmechanismus gibt es nicht nur in Insekten, sondern auch bei Säugetieren und anderen Wirbeltieren, allerdings mit dem Unterschied, dass die Neigung von Fluralaner, an den GABA Rezeptoren anzudocken, bei Insekten um ein Vielfaches höher ist als bei Wirbeltieren. Dadurch ist es für die letzteren deutlich weniger toxisch als für Insekten.

    Zur Toxizität und Verträglichkeit von Fluralaner

    In Tierversuchen an Ratten lag die Rate, bei der 50% der Versuchstiere starben (LD50) bei größer 2000 mg Wirkstoff pro Kilogramm Körpergewicht und das bei oraler wie äußerer Verabreichung. Bei Ratten zeigte sich in den Studiengruppen mit der größten Überdosis bei wiederholten Versuchen vor allem eine Zunahme des Lebergewichtes und der verbundenen Blutwerte. Diese Dosis lag weit über der für Hunde empfohlenen Dosis. Bei einer Dosis von 400 mg/kg bw/day (Körpergewicht/Tag) wurden Auswirkungen auf das Gewicht der Schilddrüse, der Nebennieren beobachtet, sowie mikroskopische Veränderungen in der Lunge und der Schilddrüse.

    In einer Studie mit Beagle Welpen wurde Fluralaner in der einfachen, dreifachen und fünffachen maximal empfohlenen Dosis von 25 bis

    60 mg/kg (auf das Körpergewicht gerechnet) dreimal verabreicht mit einer Pause von jeweils von 56 Tagen und wurde von den Hunden gut vertragen.

    In einer Reproduktionsstudie wurden Beagle Versuchshunden bis zum dreifachen der empfohlenen Dosis vor dem Deckakt verabreicht, dreimal mit 8 Wochen Pause, bei den Rüden 12 Wochen vor dem Deckakt und bei den Hündinnen 4 Wochen. Die Behandlung wurde fortgesetzt bis die Hündinnen geworfen hatten (männliche Welpen) oder die Welpen entwöhnt waren (weibliche Welpen). Es konnten bei den erwachsenen Hunden keine Beeinträchtigungen festgestellt werden und auch keine schädlichen Wirkungen auf die Fortpflanzungsfunktion, die Anzahl der Welpen oder die Welpensterblichkeit.

    Daten, die zur Produktsicherheit in Felduntersuchungen in Europa und den USA gesammelt wurden, zeigten eine allgemein gute Toleranz von Fluralaner. Die europäischen Studien konnten leichte Nebenwirkungen bei 1,6% der Untersuchten Hunde an den ersten Tagen nach der Behandlung dokumentieren, schwacher vorübergehender Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Speichelfluss.

    Nebenwirkungen, Beeintächtigungen und toxische Wirkungen von Fluralaner

    Am ehesten zu erwarten sind an nachteiligen Wirkungen:

    2%)

  • stärkere Gasbildung im Magen oder Darm (

    Bei der Verabreichung werden am ehesten Fehler bei der Dosierung gemacht, wenn sehr kleinen Hunden mit Kautabletten für größere Hunde eine Überdosis verabreicht wird.

    Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass Hunde Fluralaner sehr gut vertragen, wenn es in der Anwendungsdoses von 25 to

    57 mg/kg verabreicht wird, abgesehen von den wenigen Fällen, wo es wie oben beschrieben zu nachteiligen Wirkungen kommen kann.

    Es gibt keine Gegenmittel gegen die toxische Wirkung von Fluralaner. Hat ein Hund davon unkontrolliert zu sich genommen, wird die Verabreichung von Aktivkohle und einem Abführmittel angeraten.

    Bewegung von Fluralaner durch den Körper

    • Wird Fluralaner oral verabreicht, wird es schnell ins Blut absorbiert und nach 24 Stunden ist die maximale Konzentration dort erreicht. Im Blut beträgt die Halbwertszeit 12 – 15 Tage. Das bedeutet, nach dieser Zeit ist nur noch die halbe Konzentration nachzuweisen.
    • Fluralaner verteilt sich nach der Aufnahme im Gewebe, wobei die höchsten Konzentrationen im Fettgewebe nachzuweisen sind, gefolgt von der Leber, den Nieren und dem Muskelgewebe. Auch in der Haut und in den Haaren war Fluralaner nachweisbar. Der Abbau im Gewebe vollzog sich sehr langsam. Das aufgenommene Fluralaner bindet sich zu ungefähr 100% an Blutproteine, scheint aber dort keinen anderen Medikamenten, die sich ebenfalls stark an Proteine binden, in die Quere zu kommen.
    • Die Ausscheidung erfolgt überwiegend in Form der unveränderten Ursprungsmoleküle, vor allem über den Kot (etwa 90%). Die Nieren sind an der Ausscheidung so gut wie gar nicht beteiligt (0,01% im Urin).

    Bisher sind hierzu keine Studien veröffentlicht worden, da man nicht davon ausgeht, dass Fluralaner über die Ausscheidung durch Hunde zu einem Umweltrisiko werden könnte. Bekannt ist aber, dass es durch seine Wirkungsweise auf Insekten an Land und im Wasser, wenn diese damit in Kontakt kommen, tödlich wirkt.

    Ich habe jetzt im Prinzip recht eng an der Vorlage bleibend die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Sicherheit der Verwendung von Fluralaner bei Hunden (Wirkungsweise, Toxizität und Verträglichkeit sowie den Nebenwirkungen) wiedergegeben.

    Bravecto wird für Hunde von 4,5 – 10 kg Körpergewicht in einer 250 mg Dosierung verabreicht. Das entspräche bei einem Hund mit 10 kg Körpergewicht einer Dosis von 25 mg/kg und bei einem Hund mit 4,5 kg Körpergewicht einer Dosis von 55 mg/kg. Die als sicher und wirksam empfohlene Dosis beträgt 25 bis

    Nach der Beschreibung oben scheint Fluralaner unbedenklich für die Gesundheit der Hunde, da es wenn überhaupt nur extrem gering toxisch wirken kann und überwiegend ausgeschieden wird. Nur sehr wenige Hunde (1,6%) leiden in den ersten Tagen nach der Verabreichung unter Nebenwirkungen. Die mögen vielleicht etwas unangenehm sein, sind aber nicht gefährlich.

    Schützt Fluralaner vor Borreliose und anderen durch Zecken übertragenen Krankheiten?

    Es gibt natürlich noch einen weiteren Punkt bei Fluralaner zu beachten, was die Effektivität angeht. Anders als extern angewendete Mittel, wie etwa Expot, welches seinen Wirkstoff über ein Öl auf der Haut verteilt, der Zecken dann bei Kontakt tötet, muss sich eine Zecke erst festbeißen und den im Gewebe und im Blut enthaltenen Wirkstoff über ihre Mundwerkzeuge aufnehmen. Es dauert dann noch eine Weile, bevor das Fluralaner in der Zecke seine toxische Wirkung entfaltet. Auf dem Beipackzettel zu Bravecto geht man davon aus, dass eine Wirkung innerhalb von 12 Stunden eintritt. Das ist sehr viel Zeit und sie dürfte von der Konzentration des Wirkstoffs im Blut und Gewebe abhängen. Die Frage ist, ob in dieser Zeit durch die Zecke noch Krankheitserreger wie Borrelien übertragen werden können. Wie bekannt ist, werden die Borrelien erst nach einigen Stunden nach Festbeißen übertragen. Doch wird die Zecke durch das Fluralaner vorher bereits getötet oder zumindest soweit gelähmt, dass die Borrelien nicht mehr übertragen werden können?

    Dazu habe ich eine Zusammenfassung einer deutschen Studie (Christina Wengenmayer) vom Juli 2014 gefunden. An der Studie beteiligt waren der Hersteller MSD und die Universität Gießen. Man hatte in der Studie untersucht, wie schnell Fluralaner die Zecken tötet.

    Insgesamt 48 Hunde in acht Zufallsgruppen zu sechs Hunden wurden mit je 50 weiblichen und 10 männlichen Zecken je Hund besetzt. Nach zwei Tagen erhielten vier Gruppen eine einzelne Dosis von 25 mg/kg Fluralaner (in Form einer Bravecto Kautablette). Die anderen vier Gruppen wurden nicht behandelt. 4, 8, 12 und 24 Stunden nach Verabreichung des Wirkstoffs wurden an den behandelten Hunden wie auch den Hunden der Kontrollgruppen die Wirksamkeit in Bezug auf das Abtöten von Zecken überprüft. Nach 4, 8 und 12 Wochen wurden allen Hunden wieder Zecken aufgesetzt (50 weibliche) und dann jeweils wieder die Anzahl der toten und lebenden Zecken nach 4, 8, 12 und 24 Stunden ermittelt.

    Vier Stunden nach Verabreichung des Wirkstoffes waren 89,6 % aller Zecken abgetötet, 97,9% nach 8 Stunden und 100% nach 12 bzw. 24 Stunden. Je länger die Verabreichung des Wirkstoffes zurück lag, desto stärker sank auch die Zahl der nach acht Stunden abgetöteten Zecken. Vier Wochen nach Verabreichung von Bravecto waren so nach acht Stunden bereits 96,8% aller Zecken tot, acht Wochen nach Verabreichung waren es noch 83,5% die nach acht Stunden abgetötet waren und zwölf Wochen nach der Verabreichung nur noch 45,8%. Über die gesamte zwölfwöchige Studienzeit konnte eine Abtötungsrate der Zecken von 98,1% nach 12 bzw. 24 Stunden nachgewiesen werden.

    Die Autorin der Studie schließt daraus, dass der Wirkstoff Fluralaner eine schnell wirkenden Zecken-abtötende Wirkung hat, die lange anhält und nach spätestens 12 Stunden nahezu alle Zecken abgetötet hat und so eine Hilfe bei der Vermeidung von Zecken-verursachten Krankheiten sein kann (The rapid tick-killing effect together with the long duration of efficacy enables fluralaner to aid in the prevention of tick borne diseases.)

    Was bedeutet das nun? Schützt Fluralaner vor einer Infektion mit Borrelien und ähnlichen Krankheitserregern? Die Ergebnisse sagen eigentlich ja und nein. Laut Wikipedia werden Borrelien “in der Regel 8 bis 24 Stunden nach dem Einstich” übertragen. Innerhalb von zwölf Wochen nach Verabreichung von Bravecto sind spätestens nach 12 Stunden nahezu alle Zecken abgetötet. Das ist sicher. Je dichter der Befall an der Verabreichung von Bravecto liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Zecke abgetötet wird, bevor die Borrelien übertragen sind. Doch je weiter der Zeckenbefall jedoch vom Zeitpunkt der Verabreichung entfernt ist, desto länger braucht es, bis in der Zecke eine ausreichende Konzentration des Wirkstoffes vorhanden ist, um sie abzutöten. Nach 12 Wochen, also nicht nicht lange bevor man Bravecto erneut verabreichen sollte, sind nach acht Stunden nicht einmal die Hälfte aller Zecken abgetötet. Die anderen sind dann erst nach vier weiteren Stunden tot.

    Meine Bewertung: Bravecto bietet wohl schon einen recht guten Schutz vor der Übertragung von Krankheiten wie Borreliose durch Zecken, der aber mit der Zeit abnimmt. Da nicht jede Zecke ein Überträger ist, dürfte das Risiko so aber trotzdem deutlich verringert werden. Ein Restrisiko bleibt aber auf jeden Fall bestehen.

    Mein Fazit: Bravecto mit dem Wirkstoff Fluralaner kann das Risiko einer durch Zecken übertragenen Krankheit wie Borreliose deutlich reduzieren. Durch die orale Aufnahme verteilt es sich im ganzen Köper und Zecken nehmen den Wirkstoff auf, egal, wo sie sich anheften. Bei großen Hunden funktioniert die Abdeckung des gesamten Körpers durch äußerlich angewendete Mittel vor allem bei längerem Fell laut meinem Tierarzt häufig nicht so zuverlässig. Fluralaner zeigt nur bei sehr wenigen Hunden in den ersten Tagen nach der Verabreichung leichte aber nicht gefährliche Nebenwirkungen. Es kann sogar bei trächtigen und säugenden Hündinnen eingesetzt werden, ohne Auswirkungen auf den Nachwuchs.

    Meine Erfahrungen nach einem Jahr Einsatz bei 3 Hunden

    Ich habe Bravecto 2015 erstmalig verabreicht und nun 2016 eine ganze Saison lang im Einsatz. Meine drei Hunde vertragen das Mittel gut. Sie hatten bisher keine Unverträglichkeitsreaktionen nach der Einnahme. Zecken, die sich trotz weiterer Schutzmaßnahmen auf die Hunde verirren, werden zuverlässig abgetötet.

    Meine Empfehlung: Bravecto ist ein guter Schutz. Wer den Schutz noch optimieren will, kann außerdem ein für Zecken abstoßendes Mittel (Repellent) verwenden, um das Befallsrisiko zusätzlich zu minimieren. Hier gibt es natürliche Mittel, die den Körpergeruch des Hundes verändern, etwa Schwarzkümmel-Öl oder Kokos-Öl und ähnliche Präparate. Ich mache bei meinen kurzhaarigen Hunden sehr gute Erfahrungen mit Schwarzkümmel-Öl (und bekomme als positiven Nebeneffekt bei allen drei Hunden auch noch ein seidenweiches Fell).

    Ausblick: Wie ich von meinem Tierarzt hörte, soll Bravecto 2017 mit neuen Produkten auf den Markt kommen. Zusätzlich zur Pille soll es dann eine Präparat geben, welches äußerlich angewendet wird. Darüber hinaus soll es auch ein Bravecto Präparat für Katzen geben. Außerdem soll es Mehrfachpackungen geben.

    FLURALANER - was man über den Wirkstoff wissen sollte

    Seit etwa einem Jahr ist mit Bravecto ein Präparat gegen Zecken auf dem Markt, welches nicht äußerlich angewendet, sondern verabreicht wird und anstatt vier bis sechs Wochen ganze drei Monate Schutz bieten soll. Der enthaltene Wirkstoff ist Fluralaner, eine für Insekten tödliche Substanz. Was hat es mit diesem Wirkstoff auf sich und ist er für Hunde unbedenklich oder nicht. Diese Fragen stellt man sich als Hundehalter natürlich, denn neben dem Schutz vor Zecken und den von ihnen übertragenen Krankheiten ist einem auch an der Gesundheit des Hundes gelegen.

    Ich habe mich auf die Suche begeben und auf parasitipedia.net recht gute Informationen gefunden. Diese Webseite richtet sich an Tierhalter in der Landwirtschaft, an Tierärzte und Halter von Hunden und Katzen mit dem Ziel, über Parasiten und Möglichkeiten der Bekämpfung aufzuklären. Der Autor hat einen Hintergrund in der Forschung zum Thema Tiergesundheit.

    Wie wirkt Fluralaner?

    Fluralaner setzt sich bei Insekten an die sogenannten GABA Rezeptoren und hemmt damit antagonistisch die Chlorid Kanäle in Nerven- und Muskelzellen. Das heißt, es werden keine neuronalen Signale übertragen. Das führt zu spastischen Lähmungen und die Insekten sterben. Den beschriebenen Funktionsmechanismus gibt es nicht nur in Insekten, sondern auch bei Säugetieren und anderen Wirbeltieren, allerdings mit dem Unterschied, dass die Neigung von Fluralaner, an den GABA Rezeptoren anzudocken, bei Insekten um ein Vielfaches höher ist als bei Wirbeltieren. Dadurch ist es für die letzteren deutlich weniger toxisch als für Insekten.

    Zur Toxizität und Verträglichkeit von Fluralaner

    In Tierversuchen an Ratten lag die Rate, bei der 50% der Versuchstiere starben (LD50) bei größer 2000 mg Wirkstoff pro Kilogramm Körpergewicht und das bei oraler wie äußerer Verabreichung. Bei Ratten zeigte sich in den Studiengruppen mit der größten Überdosis bei wiederholten Versuchen vor allem eine Zunahme des Lebergewichtes und der verbundenen Blutwerte. Diese Dosis lag weit über der für Hunde empfohlenen Dosis. Bei einer Dosis von 400 mg/kg bw/day (Körpergewicht/Tag) wurden Auswirkungen auf das Gewicht der Schilddrüse, der Nebennieren beobachtet, sowie mikroskopische Veränderungen in der Lunge und der Schilddrüse.

    In einer Studie mit Beagle Welpen wurde Fluralaner in der einfachen, dreifachen und fünffachen maximal empfohlenen Dosis von 25 bis

    60 mg/kg (auf das Körpergewicht gerechnet) dreimal verabreicht mit einer Pause von jeweils von 56 Tagen und wurde von den Hunden gut vertragen.

    In einer Reproduktionsstudie wurden Beagle Versuchshunden bis zum dreifachen der empfohlenen Dosis vor dem Deckakt verabreicht, dreimal mit 8 Wochen Pause, bei den Rüden 12 Wochen vor dem Deckakt und bei den Hündinnen 4 Wochen. Die Behandlung wurde fortgesetzt bis die Hündinnen geworfen hatten (männliche Welpen) oder die Welpen entwöhnt waren (weibliche Welpen). Es konnten bei den erwachsenen Hunden keine Beeinträchtigungen festgestellt werden und auch keine schädlichen Wirkungen auf die Fortpflanzungsfunktion, die Anzahl der Welpen oder die Welpensterblichkeit.

    Daten, die zur Produktsicherheit in Felduntersuchungen in Europa und den USA gesammelt wurden, zeigten eine allgemein gute Toleranz von Fluralaner. Die europäischen Studien konnten leichte Nebenwirkungen bei 1,6% der Untersuchten Hunde an den ersten Tagen nach der Behandlung dokumentieren, schwacher vorübergehender Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Speichelfluss.

    Nebenwirkungen, Beeintächtigungen und toxische Wirkungen von Fluralaner

    Am ehesten zu erwarten sind an nachteiligen Wirkungen:

    2%)

  • stärkere Gasbildung im Magen oder Darm (

    Bei der Verabreichung werden am ehesten Fehler bei der Dosierung gemacht, wenn sehr kleinen Hunden mit Kautabletten für größere Hunde eine Überdosis verabreicht wird.

    Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass Hunde Fluralaner sehr gut vertragen, wenn es in der Anwendungsdoses von 25 to

    57 mg/kg verabreicht wird, abgesehen von den wenigen Fällen, wo es wie oben beschrieben zu nachteiligen Wirkungen kommen kann.

    Es gibt keine Gegenmittel gegen die toxische Wirkung von Fluralaner. Hat ein Hund davon unkontrolliert zu sich genommen, wird die Verabreichung von Aktivkohle und einem Abführmittel angeraten.

    Bewegung von Fluralaner durch den Körper

    • Wird Fluralaner oral verabreicht, wird es schnell ins Blut absorbiert und nach 24 Stunden ist die maximale Konzentration dort erreicht. Im Blut beträgt die Halbwertszeit 12 - 15 Tage. Das bedeutet, nach dieser Zeit ist nur noch die halbe Konzentration nachzuweisen.

    Bisher sind hierzu keine Studien veröffentlicht worden, da man nicht davon ausgeht, dass Fluralaner über die Ausscheidung durch Hunde zu einem Umweltrisiko werden könnte. Bekannt ist aber, dass es durch seine Wirkungsweise auf Insekten an Land und im Wasser, wenn diese damit in Kontakt kommen, tödlich wirkt.

    Ich habe jetzt im Prinzip recht eng an der Vorlage bleibend die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Sicherheit der Verwendung von Fluralaner bei Hunden (Wirkungsweise, Toxizität und Verträglichkeit sowie den Nebenwirkungen) wiedergegeben.

    Bravecto wird für Hunde von 4,5 - 10 kg Körpergewicht in einer 250 mg Dosierung verabreicht. Das entspräche bei einem Hund mit 10 kg Körpergewicht einer Dosis von 25 mg/kg und bei einem Hund mit 4,5 kg Körpergewicht einer Dosis von 55 mg/kg. Die als sicher und wirksam empfohlene Dosis beträgt 25 bis

    Nach der Beschreibung oben scheint Fluralaner unbedenklich für die Gesundheit der Hunde, da es wenn überhaupt nur extrem gering toxisch wirken kann und überwiegend ausgeschieden wird. Nur sehr wenige Hunde (1,6%) leiden in den ersten Tagen nach der Verabreichung unter Nebenwirkungen. Die mögen vielleicht etwas unangenehm sein, sind aber nicht gefährlich.

    Schützt Fluralaner vor Borreliose und anderen durch Zecken übertragenen Krankheiten?

    Es gibt natürlich noch einen weiteren Punkt bei Fluralaner zu beachten, was die Effektivität angeht. Anders als extern angewendete Mittel, wie etwa Expot, welches seinen Wirkstoff über ein Öl auf der Haut verteilt, der Zecken dann bei Kontakt tötet, muss sich eine Zecke erst festbeißen und den im Gewebe und im Blut enthaltenen Wirkstoff über ihre Mundwerkzeuge aufnehmen. Es dauert dann noch eine Weile, bevor das Fluralaner in der Zecke seine toxische Wirkung entfaltet. Auf dem Beipackzettel zu Bravecto geht man davon aus, dass eine Wirkung innerhalb von 12 Stunden eintritt. Das ist sehr viel Zeit und sie dürfte von der Konzentration des Wirkstoffs im Blut und Gewebe abhängen. Die Frage ist, ob in dieser Zeit durch die Zecke noch Krankheitserreger wie Borrelien übertragen werden können. Wie bekannt ist, werden die Borrelien erst nach einigen Stunden nach Festbeißen übertragen. Doch wird die Zecke durch das Fluralaner vorher bereits getötet oder zumindest soweit gelähmt, dass die Borrelien nicht mehr übertragen werden können?

    Dazu habe ich eine Zusammenfassung einer deutschen Studie (Christina Wengenmayer) vom Juli 2014 gefunden. An der Studie beteiligt waren der Hersteller MSD und die Universität Gießen. Man hatte in der Studie untersucht, wie schnell Fluralaner die Zecken tötet.

    Insgesamt 48 Hunde in acht Zufallsgruppen zu sechs Hunden wurden mit je 50 weiblichen und 10 männlichen Zecken je Hund besetzt. Nach zwei Tagen erhielten vier Gruppen eine einzelne Dosis von 25 mg/kg Fluralaner (in Form einer Bravecto Kautablette). Die anderen vier Gruppen wurden nicht behandelt. 4, 8, 12 und 24 Stunden nach Verabreichung des Wirkstoffs wurden an den behandelten Hunden wie auch den Hunden der Kontrollgruppen die Wirksamkeit in Bezug auf das Abtöten von Zecken überprüft. Nach 4, 8 und 12 Wochen wurden allen Hunden wieder Zecken aufgesetzt (50 weibliche) und dann jeweils wieder die Anzahl der toten und lebenden Zecken nach 4, 8, 12 und 24 Stunden ermittelt.

    Vier Stunden nach Verabreichung des Wirkstoffes waren 89,6 % aller Zecken abgetötet, 97,9% nach 8 Stunden und 100% nach 12 bzw. 24 Stunden. Je länger die Verabreichung des Wirkstoffes zurück lag, desto stärker sank auch die Zahl der nach acht Stunden abgetöteten Zecken. Vier Wochen nach Verabreichung von Bravecto waren so nach acht Stunden bereits 96,8% aller Zecken tot, acht Wochen nach Verabreichung waren es noch 83,5% die nach acht Stunden abgetötet waren und zwölf Wochen nach der Verabreichung nur noch 45,8%. Über die gesamte zwölfwöchige Studienzeit konnte eine Abtötungsrate der Zecken von 98,1% nach 12 bzw. 24 Stunden nachgewiesen werden.

    Die Autorin der Studie schließt daraus, dass der Wirkstoff Fluralaner eine schnell wirkenden Zecken-abtötende Wirkung hat, die lange anhält und nach spätestens 12 Stunden nahezu alle Zecken abgetötet hat und so eine Hilfe bei der Vermeidung von Zecken-verursachten Krankheiten sein kann (The rapid tick-killing effect together with the long duration of efficacy enables fluralaner to aid in the prevention of tick borne diseases.)

    Was bedeutet das nun? Schützt Fluralaner vor einer Infektion mit Borrelien und ähnlichen Krankheitserregern? Die Ergebnisse sagen eigentlich ja und nein. Laut Wikipedia werden Borrelien “in der Regel 8 bis 24 Stunden nach dem Einstich” übertragen. Innerhalb von zwölf Wochen nach Verabreichung von Bravecto sind spätestens nach 12 Stunden nahezu alle Zecken abgetötet. Das ist sicher. Je dichter der Befall an der Verabreichung von Bravecto liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Zecke abgetötet wird, bevor die Borrelien übertragen sind. Doch je weiter der Zeckenbefall jedoch vom Zeitpunkt der Verabreichung entfernt ist, desto länger braucht es, bis in der Zecke eine ausreichende Konzentration des Wirkstoffes vorhanden ist, um sie abzutöten. Nach 12 Wochen, also nicht nicht lange bevor man Bravecto erneut verabreichen sollte, sind nach acht Stunden nicht einmal die Hälfte aller Zecken abgetötet. Die anderen sind dann erst nach vier weiteren Stunden tot.

    Meine Bewertung: Bravecto bietet wohl schon einen recht guten Schutz vor der Übertragung von Krankheiten wie Borreliose durch Zecken, der aber mit der Zeit abnimmt. Da nicht jede Zecke ein Überträger ist, dürfte das Risiko so aber trotzdem deutlich verringert werden. Ein Restrisiko bleibt aber auf jeden Fall bestehen.

    Mein Fazit: Bravecto mit dem Wirkstoff Fluralaner kann das Risiko einer durch Zecken übertragenen Krankheit wie Borreliose deutlich reduzieren. Durch die orale Aufnahme verteilt es sich im ganzen Köper und Zecken nehmen den Wirkstoff auf, egal, wo sie sich anheften. Bei großen Hunden funktioniert die Abdeckung des gesamten Körpers durch äußerlich angewendete Mittel vor allem bei längerem Fell laut meinem Tierarzt häufig nicht so zuverlässig. Fluralaner zeigt nur bei sehr wenigen Hunden in den ersten Tagen nach der Verabreichung leichte aber nicht gefährliche Nebenwirkungen. Es kann sogar bei trächtigen und säugenden Hündinnen eingesetzt werden, ohne Auswirkungen auf den Nachwuchs.

    Meine Erfahrungen nach einem Jahr Einsatz bei 3 Hunden

    Ich habe Bravecto 2015 erstmalig verabreicht und nun 2016 eine ganze Saison lang im Einsatz. Meine drei Hunde vertragen das Mittel gut. Sie hatten bisher keine Unverträglichkeitsreaktionen nach der Einnahme. Zecken, die sich trotz weiterer Schutzmaßnahmen auf die Hunde verirren, werden zuverlässig abgetötet.

    Meine Empfehlung: Bravecto ist ein guter Schutz. Wer den Schutz noch optimieren will, kann außerdem ein für Zecken abstoßendes Mittel (Repellent) verwenden, um das Befallsrisiko zusätzlich zu minimieren. Hier gibt es natürliche Mittel, die den Körpergeruch des Hundes verändern, etwa Schwarzkümmel-Öl oder Kokos-Öl und ähnliche Präparate. Ich mache bei meinen kurzhaarigen Hunden sehr gute Erfahrungen mit Schwarzkümmel-Öl (und bekomme als positiven Nebeneffekt bei allen drei Hunden ein seidenweiches Fell).

    Ausblick: Wie ich von meinem Tierarzt hörte, soll Bravecto 2017 mit neuen Produkten auf den Markt kommen. Zusätzlich zur Pille soll es dann eine Präparat geben, welches äußerlich angewendet wird. Darüber hinaus soll es auch ein Bravecto Präparat für Katzen geben. Außerdem soll es Mehrfachpackungen geben.

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    FLURALANER – was man über den Wirkstoff wissen sollte

    Seit etwa einem Jahr ist mit Bravecto ein Präparat gegen Zecken auf dem Markt, welches nicht äußerlich angewendet, sondern verabreicht wird und anstatt vier bis sechs Wochen ganze drei Monate Schutz bieten soll. Der enthaltene Wirkstoff ist Fluralaner, eine für Insekten tödliche Substanz. Was hat es mit diesem Wirkstoff auf sich und ist er für Hunde unbedenklich oder nicht. Diese Fragen stellt man sich als Hundehalter natürlich, denn neben dem Schutz vor Zecken und den von ihnen übertragenen Krankheiten ist einem auch an der Gesundheit des Hundes gelegen.

    Ich habe mich auf die Suche begeben und auf parasitipedia.net recht gute Informationen gefunden. Diese Webseite richtet sich an Tierhalter in der Landwirtschaft, an Tierärzte und Halter von Hunden und Katzen mit dem Ziel, über Parasiten und Möglichkeiten der Bekämpfung aufzuklären. Der Autor hat einen Hintergrund in der Forschung zum Thema Tiergesundheit.

    Wie wirkt Fluralaner?

    Fluralaner setzt sich bei Insekten an die sogenannten GABA Rezeptoren und hemmt damit antagonistisch die Chlorid Kanäle in Nerven- und Muskelzellen. Das heißt, es werden keine neuronalen Signale übertragen. Das führt zu spastischen Lähmungen und die Insekten sterben. Den beschriebenen Funktionsmechanismus gibt es nicht nur in Insekten, sondern auch bei Säugetieren und anderen Wirbeltieren, allerdings mit dem Unterschied, dass die Neigung von Fluralaner, an den GABA Rezeptoren anzudocken, bei Insekten um ein Vielfaches höher ist als bei Wirbeltieren. Dadurch ist es für die letzteren deutlich weniger toxisch als für Insekten.

    Zur Toxizität und Verträglichkeit von Fluralaner

    In Tierversuchen an Ratten lag die Rate, bei der 50% der Versuchstiere starben (LD50) bei größer 2000 mg Wirkstoff pro Kilogramm Körpergewicht und das bei oraler wie äußerer Verabreichung. Bei Ratten zeigte sich in den Studiengruppen mit der größten Überdosis bei wiederholten Versuchen vor allem eine Zunahme des Lebergewichtes und der verbundenen Blutwerte. Diese Dosis lag weit über der für Hunde empfohlenen Dosis. Bei einer Dosis von 400 mg/kg bw/day (Körpergewicht/Tag) wurden Auswirkungen auf das Gewicht der Schilddrüse, der Nebennieren beobachtet, sowie mikroskopische Veränderungen in der Lunge und der Schilddrüse.

    In einer Studie mit Beagle Welpen wurde Fluralaner in der einfachen, dreifachen und fünffachen maximal empfohlenen Dosis von 25 bis

    60 mg/kg (auf das Körpergewicht gerechnet) dreimal verabreicht mit einer Pause von jeweils von 56 Tagen und wurde von den Hunden gut vertragen.

    In einer Reproduktionsstudie wurden Beagle Versuchshunden bis zum dreifachen der empfohlenen Dosis vor dem Deckakt verabreicht, dreimal mit 8 Wochen Pause, bei den Rüden 12 Wochen vor dem Deckakt und bei den Hündinnen 4 Wochen. Die Behandlung wurde fortgesetzt bis die Hündinnen geworfen hatten (männliche Welpen) oder die Welpen entwöhnt waren (weibliche Welpen). Es konnten bei den erwachsenen Hunden keine Beeinträchtigungen festgestellt werden und auch keine schädlichen Wirkungen auf die Fortpflanzungsfunktion, die Anzahl der Welpen oder die Welpensterblichkeit.

    Daten, die zur Produktsicherheit in Felduntersuchungen in Europa und den USA gesammelt wurden, zeigten eine allgemein gute Toleranz von Fluralaner. Die europäischen Studien konnten leichte Nebenwirkungen bei 1,6% der Untersuchten Hunde an den ersten Tagen nach der Behandlung dokumentieren, schwacher vorübergehender Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Speichelfluss.

    Nebenwirkungen, Beeintächtigungen und toxische Wirkungen von Fluralaner

    Am ehesten zu erwarten sind an nachteiligen Wirkungen:

    2%)

  • stärkere Gasbildung im Magen oder Darm (

    Bei der Verabreichung werden am ehesten Fehler bei der Dosierung gemacht, wenn sehr kleinen Hunden mit Kautabletten für größere Hunde eine Überdosis verabreicht wird.

    Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass Hunde Fluralaner sehr gut vertragen, wenn es in der Anwendungsdoses von 25 to

    57 mg/kg verabreicht wird, abgesehen von den wenigen Fällen, wo es wie oben beschrieben zu nachteiligen Wirkungen kommen kann.

    Es gibt keine Gegenmittel gegen die toxische Wirkung von Fluralaner. Hat ein Hund davon unkontrolliert zu sich genommen, wird die Verabreichung von Aktivkohle und einem Abführmittel angeraten.

    Bewegung von Fluralaner durch den Körper

    • Wird Fluralaner oral verabreicht, wird es schnell ins Blut absorbiert und nach 24 Stunden ist die maximale Konzentration dort erreicht. Im Blut beträgt die Halbwertszeit 12 – 15 Tage. Das bedeutet, nach dieser Zeit ist nur noch die halbe Konzentration nachzuweisen.
    • Fluralaner verteilt sich nach der Aufnahme im Gewebe, wobei die höchsten Konzentrationen im Fettgewebe nachzuweisen sind, gefolgt von der Leber, den Nieren und dem Muskelgewebe. Auch in der Haut und in den Haaren war Fluralaner nachweisbar. Der Abbau im Gewebe vollzog sich sehr langsam. Das aufgenommene Fluralaner bindet sich zu ungefähr 100% an Blutproteine, scheint aber dort keinen anderen Medikamenten, die sich ebenfalls stark an Proteine binden, in die Quere zu kommen.
    • Die Ausscheidung erfolgt überwiegend in Form der unveränderten Ursprungsmoleküle, vor allem über den Kot (etwa 90%). Die Nieren sind an der Ausscheidung so gut wie gar nicht beteiligt (0,01% im Urin).

    Bisher sind hierzu keine Studien veröffentlicht worden, da man nicht davon ausgeht, dass Fluralaner über die Ausscheidung durch Hunde zu einem Umweltrisiko werden könnte. Bekannt ist aber, dass es durch seine Wirkungsweise auf Insekten an Land und im Wasser, wenn diese damit in Kontakt kommen, tödlich wirkt.

    Ich habe jetzt im Prinzip recht eng an der Vorlage bleibend die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Sicherheit der Verwendung von Fluralaner bei Hunden (Wirkungsweise, Toxizität und Verträglichkeit sowie den Nebenwirkungen) wiedergegeben.

    Bravecto wird für Hunde von 4,5 – 10 kg Körpergewicht in einer 250 mg Dosierung verabreicht. Das entspräche bei einem Hund mit 10 kg Körpergewicht einer Dosis von 25 mg/kg und bei einem Hund mit 4,5 kg Körpergewicht einer Dosis von 55 mg/kg. Die als sicher und wirksam empfohlene Dosis beträgt 25 bis

    Nach der Beschreibung oben scheint Fluralaner unbedenklich für die Gesundheit der Hunde, da es wenn überhaupt nur extrem gering toxisch wirken kann und überwiegend ausgeschieden wird. Nur sehr wenige Hunde (1,6%) leiden in den ersten Tagen nach der Verabreichung unter Nebenwirkungen. Die mögen vielleicht etwas unangenehm sein, sind aber nicht gefährlich.

    Schützt Fluralaner vor Borreliose und anderen durch Zecken übertragenen Krankheiten?

    Es gibt natürlich noch einen weiteren Punkt bei Fluralaner zu beachten, was die Effektivität angeht. Anders als extern angewendete Mittel, wie etwa Expot, welches seinen Wirkstoff über ein Öl auf der Haut verteilt, der Zecken dann bei Kontakt tötet, muss sich eine Zecke erst festbeißen und den im Gewebe und im Blut enthaltenen Wirkstoff über ihre Mundwerkzeuge aufnehmen. Es dauert dann noch eine Weile, bevor das Fluralaner in der Zecke seine toxische Wirkung entfaltet. Auf dem Beipackzettel zu Bravecto geht man davon aus, dass eine Wirkung innerhalb von 12 Stunden eintritt. Das ist sehr viel Zeit und sie dürfte von der Konzentration des Wirkstoffs im Blut und Gewebe abhängen. Die Frage ist, ob in dieser Zeit durch die Zecke noch Krankheitserreger wie Borrelien übertragen werden können. Wie bekannt ist, werden die Borrelien erst nach einigen Stunden nach Festbeißen übertragen. Doch wird die Zecke durch das Fluralaner vorher bereits getötet oder zumindest soweit gelähmt, dass die Borrelien nicht mehr übertragen werden können?

    Dazu habe ich eine Zusammenfassung einer deutschen Studie (Christina Wengenmayer) vom Juli 2014 gefunden. An der Studie beteiligt waren der Hersteller MSD und die Universität Gießen. Man hatte in der Studie untersucht, wie schnell Fluralaner die Zecken tötet.

    Insgesamt 48 Hunde in acht Zufallsgruppen zu sechs Hunden wurden mit je 50 weiblichen und 10 männlichen Zecken je Hund besetzt. Nach zwei Tagen erhielten vier Gruppen eine einzelne Dosis von 25 mg/kg Fluralaner (in Form einer Bravecto Kautablette). Die anderen vier Gruppen wurden nicht behandelt. 4, 8, 12 und 24 Stunden nach Verabreichung des Wirkstoffs wurden an den behandelten Hunden wie auch den Hunden der Kontrollgruppen die Wirksamkeit in Bezug auf das Abtöten von Zecken überprüft. Nach 4, 8 und 12 Wochen wurden allen Hunden wieder Zecken aufgesetzt (50 weibliche) und dann jeweils wieder die Anzahl der toten und lebenden Zecken nach 4, 8, 12 und 24 Stunden ermittelt.

    Vier Stunden nach Verabreichung des Wirkstoffes waren 89,6 % aller Zecken abgetötet, 97,9% nach 8 Stunden und 100% nach 12 bzw. 24 Stunden. Je länger die Verabreichung des Wirkstoffes zurück lag, desto stärker sank auch die Zahl der nach acht Stunden abgetöteten Zecken. Vier Wochen nach Verabreichung von Bravecto waren so nach acht Stunden bereits 96,8% aller Zecken tot, acht Wochen nach Verabreichung waren es noch 83,5% die nach acht Stunden abgetötet waren und zwölf Wochen nach der Verabreichung nur noch 45,8%. Über die gesamte zwölfwöchige Studienzeit konnte eine Abtötungsrate der Zecken von 98,1% nach 12 bzw. 24 Stunden nachgewiesen werden.

    Die Autorin der Studie schließt daraus, dass der Wirkstoff Fluralaner eine schnell wirkenden Zecken-abtötende Wirkung hat, die lange anhält und nach spätestens 12 Stunden nahezu alle Zecken abgetötet hat und so eine Hilfe bei der Vermeidung von Zecken-verursachten Krankheiten sein kann (The rapid tick-killing effect together with the long duration of efficacy enables fluralaner to aid in the prevention of tick borne diseases.)

    Was bedeutet das nun? Schützt Fluralaner vor einer Infektion mit Borrelien und ähnlichen Krankheitserregern? Die Ergebnisse sagen eigentlich ja und nein. Laut Wikipedia werden Borrelien “in der Regel 8 bis 24 Stunden nach dem Einstich” übertragen. Innerhalb von zwölf Wochen nach Verabreichung von Bravecto sind spätestens nach 12 Stunden nahezu alle Zecken abgetötet. Das ist sicher. Je dichter der Befall an der Verabreichung von Bravecto liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Zecke abgetötet wird, bevor die Borrelien übertragen sind. Doch je weiter der Zeckenbefall jedoch vom Zeitpunkt der Verabreichung entfernt ist, desto länger braucht es, bis in der Zecke eine ausreichende Konzentration des Wirkstoffes vorhanden ist, um sie abzutöten. Nach 12 Wochen, also nicht nicht lange bevor man Bravecto erneut verabreichen sollte, sind nach acht Stunden nicht einmal die Hälfte aller Zecken abgetötet. Die anderen sind dann erst nach vier weiteren Stunden tot.

    Meine Bewertung: Bravecto bietet wohl schon einen recht guten Schutz vor der Übertragung von Krankheiten wie Borreliose durch Zecken, der aber mit der Zeit abnimmt. Da nicht jede Zecke ein Überträger ist, dürfte das Risiko so aber trotzdem deutlich verringert werden. Ein Restrisiko bleibt aber auf jeden Fall bestehen.

    Mein Fazit: Bravecto mit dem Wirkstoff Fluralaner kann das Risiko einer durch Zecken übertragenen Krankheit wie Borreliose deutlich reduzieren. Durch die orale Aufnahme verteilt es sich im ganzen Köper und Zecken nehmen den Wirkstoff auf, egal, wo sie sich anheften. Bei großen Hunden funktioniert die Abdeckung des gesamten Körpers durch äußerlich angewendete Mittel vor allem bei längerem Fell laut meinem Tierarzt häufig nicht so zuverlässig. Fluralaner zeigt nur bei sehr wenigen Hunden in den ersten Tagen nach der Verabreichung leichte aber nicht gefährliche Nebenwirkungen. Es kann sogar bei trächtigen und säugenden Hündinnen eingesetzt werden, ohne Auswirkungen auf den Nachwuchs.

    Meine Erfahrungen nach einem Jahr Einsatz bei 3 Hunden

    Ich habe Bravecto 2015 erstmalig verabreicht und nun 2016 eine ganze Saison lang im Einsatz. Meine drei Hunde vertragen das Mittel gut. Sie hatten bisher keine Unverträglichkeitsreaktionen nach der Einnahme. Zecken, die sich trotz weiterer Schutzmaßnahmen auf die Hunde verirren, werden zuverlässig abgetötet.

    Meine Empfehlung: Bravecto ist ein guter Schutz. Wer den Schutz noch optimieren will, kann außerdem ein für Zecken abstoßendes Mittel (Repellent) verwenden, um das Befallsrisiko zusätzlich zu minimieren. Hier gibt es natürliche Mittel, die den Körpergeruch des Hundes verändern, etwa Schwarzkümmel-Öl oder Kokos-Öl und ähnliche Präparate. Ich mache bei meinen kurzhaarigen Hunden sehr gute Erfahrungen mit Schwarzkümmel-Öl (und bekomme als positiven Nebeneffekt bei allen drei Hunden auch noch ein seidenweiches Fell).

    Ausblick: Wie ich von meinem Tierarzt hörte, soll Bravecto 2017 mit neuen Produkten auf den Markt kommen. Zusätzlich zur Pille soll es dann eine Präparat geben, welches äußerlich angewendet wird. Darüber hinaus soll es auch ein Bravecto Präparat für Katzen geben. Außerdem soll es Mehrfachpackungen geben.

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    16 Gedanken zu “FLURALANER – was man über den Wirkstoff wissen sollte”

    WOW! Meinen Glückwunsch zu diesem sehr informativen Artikel, der einiges Licht ins Dunkel der Fluralaner-Diskussion bringt. Ganz großen Dank hierfür!

    Dass Kokosöl auch als Repellent gegen Zecken wirkt, wusste ich bislang auch nicht; seit einiger Zeit bekommt Yates das eher unregelmäßig als regelmäßig, aber das ändern wir ab heute…

    Mit den Maximalzeiten könnte ich relativ gut leben, zumal wenn ein Repellent dafür sorgt, dass sich nicht allzu viele Zecken festsaugen, und, wie du angemerkt hast, nicht jede Zecke mit Borrelien infiziert ist. Da Yates zudem gern schwimmt, zumindest aber plantscht, das Band aber im Wasser lebenden Tieren nicht eben zuträglich ist, werde ich meine Haltung zu Bravecto noch einmal überdenken. Etwas ungünstig ist leider, dass es nur 8 Wochen gegen Zecken wirkt (nur gegen Flöhe sind es 12 Wochen)…

    Mit deiner Erlaubnis würde ich diesen Beitrag gern reposten.

    ((Ein klitzekleiner Fehler ist dir beim Verlinken der parasitipedia.net-Adresse unterlaufen: da fehlt noch das «t» in «.net» im Short-Link.))

    Reposten geht immer, kein Thema.

    Der Beitrag wurde doch deutlich umfangreicher als ich dachte. Das Mittel wirkt aber definitiv auch nach 12 Wochen noch gegen Zecken, nur eben nicht mehr so schnell. Das wurde ja in der Wirksamkeitsstudie überprüft. Gegen Flöhe wirkt es allerdings schneller.

    Links sind repariert. Tumblr, wo ich schreibe, vergewaltigt die Links immer etwas. Der Fehler für den kaputten Link lag aber sicher bei mir.

    Renate Perschy sagte:

    Möchte hier auch unsere Erfahrung mit Bravecto von mir geben. Wir haben eine Hundezucht und haben unsere Bullys im Juli 16 eine Tablette verabreicht. Wir haben eine Gute und auch eine schlechte Erfahrung gemacht. Die Hundis waren Floh- und Zeckenfrei nur ihre Hormone spielen jetzt verrückt. Die Mädels wurden nicht mehr läufig und die Jungs produzieren faßt kein Sperma mehr.Der Wirkstoff dürfte auch länger als 12 Wochen anhalten. Zwei Damen waren dann untypisch…sehr kurz und mit nur einem Stehtag doch läuftg…wir mussten auch künstlich befruchten, denn die Jungs hatten soo überhaupt kein Interesse mehr an den Mädels. Erfolg: jedes Mädel hatte ein Baby im Bauch.

    Wir hoffen das dieser Wirkstoff irgendwann und irgendwie aus dem Körpern sein wird.

    Also für Hundezüchter höchst ungeeignet.

    Uih! Also mit einer solchen libidohemmenden Nebenwirkung hätte ich nun gar nicht gerechnet! Ist auch das erste Mal, dass ich davon höre/lese. Habt ihr das euren TÄ mitgeteilt? (Davon würde ich fast ausgehen, da ihr ja künstlich befruchten musstet. Die TÄ sind, wenn ich es richtig weiß, verpflichtet, solcherlei Nebenwirkungen zu melden.)

    Der Wirkstoff wird sicher ausgeschwemmt werden. Bei Allergenen wie z.B. Weizen kann es durchaus 2 bis 3 Monate dauern. Von daher würde ich bis zur nächsten Hochzeit eher noch ein halbes Jahr warten.

    Hat dies auf Um die Pfote gewickelt rebloggt und kommentierte:

    Mit freundlicher Erlaubnis hier ausnahmsweise ein Betrag, den ich nicht selbst geschrieben hab. Es geht um die derzeit mehr oder weniger heiß diskutierte, erst seit einem sehr guten Jahr auf dem Markt erhältliche Waffe gegen Zecken und Flöhe «Bravecto», Wirkstoff Fluralaner. Sehr lesenswert.

    ein sehr interessanter und ausführlicher Artikel von Dir.

    Aber ich habe auch andere Meinungen gelesen wie hier z.Bsp.:

    Bitte lese Dir das mal durch. Kann das nur eine Ausnahme sein?

    Hans-Peter beimer sagte:

    Das ist absolut keine Ausnahme. Der Auto hat hier auf dümmlichste unreflektierte Weise die Daten und Meinung des Herstellers MSD wiedergegeben . Entweder stammt der Blog direkt von MSD oder der Autor wird dafür entlohnt hier massive positive Werbung zu machen. Fluralaner ist eine inseltizid dass sich in der Leber anreichert . … Bitte vorher selbst im Netz informieren bevor man diesem dummen nachgeplappere hier vertraut. Mfg

    Hans-Peter beimer sagte:

    Das ist absolut keine Ausnahme. Der Auto hat hier auf dümmlichste unreflektierte Weise die Daten und Meinung des Herstellers MSD wiedergegeben . Entweder stammt der Blog direkt von MSD oder der Autor wird dafür entlohnt hier massive positive Werbung zu machen. Fluralaner ist eine inseltizid dass sich in der Leber anreichert . … Bitte vorher selbst im Netz informieren bevor man diesem dummen nachgeplappere hier vertraut. Mfg

    Zitat vom Hersteller MSD und von meinem Tierarzt:

    Hinweise für die richtige Anwendung

    Die Kautabletten sollten nicht gebrochen oder geteilt werden.

    Das ist wie bei Medikamenten für Menschen, es gibt Tabletten die darf man teilen und Tabletten die darf man nicht teilen.

    Halbieren der Tablette heisst daher nicht grundsätzlich Halbierung der Wirkstoffmenge

    Aber ansonsten ein super Beitrag vielen Dank dafür

    Genau den Beitrag von Molo wollte ich ebenfalls schreiben. Ich finde es mehr als befremdlich, dass Du Deine unverantwortlichen persönlichen Empfehlungen nach über 1 Jahr noch nicht korrigiert hast.

    Studien abschreiben kann Jeder, das ist keine Kunst.

    Aber ist ja nett, sich die Mühe zu machen, eine Übersicht derer zu erstellen.

    Nur als ich direkt mehrmals Deinen Tipp las, die Tabletten zu teilen, als würde es sich hier um einfache Mathematik handeln – ohne jedes Verständnis für Pharmakologie – war ich entsetzt.

    Jetzt, wo ich sehe, dass Du längst auf Deinen Fehler hingewiesen wurdest und es NICHT korrigierst, kann ich nur hoffen, dass möglichst wenig Menschen auf diesen Artikel stoßen.

    Denn so schadet er mehr als er hilft.

    Danke für den Tripp Tritt in den Allerwertesten. Stimmt, ich hätte meinen Beitrag schon längst abändern sollen. Es reicht nicht, dass man davon ausgeht, dass Besucher der Seite auch die Kommentare lesen werden.

    Die Änderung ist vorgenommen und außerdem habe ich noch meine Erfahrungen nach einem Jahr Nutzung ergänzt.

    Danke für den Hinweis.

    Schau mal auf die Seite „ist Bravecto sicher“ als Website und auch auf Facebook. Leider ist das Mittel wesentlich gefährlicher als ursprünglich angenommen.

    Tom der Hundeflüsterer sagte:

    Bei einer Studie hat man Bravecto behandelten Hunde bewusst Ehrlichiose-infizierte Zecken angesetzt.

    Manche dieser Hunde haben trotzdem die Infektionskrankheit bekommen, obwohl die Zecken “rasch” gestorben sind.

    Damit ist die mitschwingende Marketing-Ansage “Bravecto schützt vor Infektion” widerlegt.

    Der Hersteller verspricht im Beipackzettel “nur”, dass die Zecken abgetötet werden, sobald sie anbeißen. Der Hersteller verspricht nicht, dass die Übertragung von Zeckenkrankheiten verhindert wird.

    Auch werden durch die fehlende repellierende Wirkung unsere Hunde ganz bewusst dem lästigen Gefühl von krabbelnden und beißenden und festgebissenden Insekten ausgesetzt.

    Aus diesem Grunde verabreiche ich meinen Hunden nur mehr ein Zeckenmittel mit einer wirksamen repellierenden Komponente, da ich meinen Hunden dieses Gefühl von Lästlingen im Fell ersparen möchte. Die “Chemische Keule” ist bei allen Varianten gleich intensiv, der Benefit für das Tier bei gleichzeitig repellierender Wirkung deutlich höher.

    Die dahinter liegende Überlegung ist: Wenn die Zecke nicht mal auf den Hund gelangt, kann sie auch keine Krankheit übertragen.

    Wer die Firma Bayer nicht unterstützen möchte, kann auch auf wirksame Produkte der Firma Ceva zurückgreifen (zb Vectra 3D).

    Ich verstehe nicht, wie man einen so unkritischen Beitrag über Bravecto veröffentlichen kann. Bravecto gehört verboten, es hat zahlreichen Hunden das Leben gekostet. Ich finde diesen Beitrag einfach nur schlecht.

    Es gibt zahlreiche Berichte über die fatale Schädigung von Hunden durch Bravecto, epileptische Anfälle bis hin zum Tod: http://www.isbravectosafe.com/ist-bravecto-sicher_uber-rico.htm

    Wer seinem Hund dieses unnütze Teufelszeug einwirft, handelt unverantwortlich, ebenso wie der TA der dazu rät.

    Bravecto oder diverse andere Medikamente die Parasiten mit Insektizieden etc. bekämpfen sind für mich, wie für viele andere so oder so fragwürdig. Nach einigen Suchen über Google und Co. bin ich auf verschiedene Berichte gestoßen.

    Berichte die dieses Präparat befürworten, sehen oft so aus als würde der Content als Werbung gekauft wurden sein.

    Anders als bei Berichten, Beiträgen, Foren oder auf Social-Media-Kanälen wo die Meinung mehrerer Vertreten ist.

    wird ehrer in einer Art geschrieben, die sich an Berichte oder öffentlich zugänglichen Studhien orientiert. Eine solche Berichtserstattung bzw. Information finde ich persöhnlich informativer.

    Erfahrungen mit Bravecto? (Zecken- und Flohschutz Hund)

    ich war mit meinem Hund gestern beim Tierarzt und dieser meinte, ich sollte mich früh genug gegen Zecken vorbereiten, weil es dieses Jahr so schnell warm wurde. Da kommen die kleinen Viecher schneller raus. Mein Tierarzt empfahl mir was Neues, was Bravecto heißt Ein Zecken- und Flohschutz soll das sein. Eine Kautablette welche wohl 12 Wochen hält. Nun die Frage? Hat jemand damit schon Erfahrung gemacht? Für mich hört sich das ziemlich gut an, besonders die lange Wirkdauer.

    18 Antworten

    Eine Übertragung von sogenannten "CVBD" (Caninen Vector-borne Diseases), also Krankheiten die durch Ektoparasiten wie Floh und Zecken übertragen werden, ist durch die Wirkung des Mittels nicht möglich, da die Übertragung der in Deutschland vorkommenden Krankheiten nachgewiesenermaßen deutlich länger braucht, als die beschriebenen 12 Stunden, im Durchschnitt ca. 24-48 Stunden. Die Ausnahme bietet in der Tat FSME , dies ist eine virale Erkrankung, die schneller übertragen wird, sie spielt bei Tieren, v.a. bei Hunden in Deutschland aber so gut wie keine Rolle, da sie nicht daran erkranken. Ausnahmen gibt es vereinzelt. Das Wirkprinzip dieser Tablette ist es also, sie Zecken und Flöhe abzutöten, bevor sie Krankheiten übertragen können, und das funktioniert zu einem sehr hohen Prozentsatz. Der Wirkstoff ist für Säugetiere als unbedenklich getestet, er wirkt nur auf die Chloridkanäle von Anthropoden (z.B. Zecken) und Insekten (z.B. Flöhe), ist also wirkungslos bei Säugetieren wie Hunden oder Menschen. Die tatsächliche Unbedenklichkeit wird aber sicher erst die jahrelange Anwendung in der Praxis zeigen. Alle diese Informationen sind frei im Internet zu bekommen, also einfach mal googlen, und nicht Äpfel mit Birnen verwechseln. Es gibt scheinbar kein Präparat, daß zu 100 % wirkt, aber Bravecto kommt vermutlich an die 100 nahe ran. Das musste mal gesagt werden. Ein Tierarzt

    Danke sehr für den Beitrag, dass hilft mir sehr!

    Habe meinem Labrador-Mix auf Anraten der Tierärztin am 28.05.2015 die BRAVECTO (in Leberwurst verpackt als Riesenhäppchen) verabreicht.- Die Zecken-abtötende Wirkung setzte bereits am nächsten Tag ein.- Die Tiere beissen wohl noch, aber bei weitem nicht mehr so zahlreich, wie vor dem Mittel.- Vertragen hat er die Tablette wesentlich besser, als zuvor Frontline, Ex-spot etc., oder pflanzliche Spot-ons.

    Nun habe ich ein Riesenproblem: seit Beginn der Woche verliert der Knabe büschelweise Unterwolle.- Erst hatte ich beim Auskämmen der toten Zecken nur ein paar Haare mehr im Flohkamm, dann wurde es aber erst im Nackenbereich mehr, und nun geht die Unterwolle an den Flanken aus.- Das Fell ist nun auch kpl. stumpf geworden.- Hatte die Tierärztin angeschrieben, ob sie solche Nebenwirkungen schon erlebt hat, habe aber noch keine Antwort.- Andere Ursachen schließe ich aus.- Werde unabhängig davon aber nächste Woche bei der Tierärztin vorstellig werden mit dem "Jung", um der Sache auf den Grund zu gehen, bzw. möglichst Einhalt zu gebieten.

    Hatte Jemand auch schon solche Nebenwirkungen am Hund zu verzeichnen?

    ich kann von bravecto nur abraten!

    haben unserem hund in griechenland dieses bravecto gegeben und 30 minuten später hatte er einen epileptischen anfall! wir dachten dann "okay, da ist vermutlich etwas drin, was er nicht verträgt - einzelfall".

    heute sehe ich ein video in facebook von "punkt 12" - ein guter bericht! auch der hund in dem beitrag (kleiner hund) bekam bravecto - jetzt ist er ein pflegefall!

    in facebook gibt es eine gruppe mit über 6000 mitgliedern. einfach mal in der suchleiste "bravecto" eingeben, dann findet man die gruppe. dort stehen sehr interessante fälle! es gibt viele fälle, wo die hunde mit epileptischen anfällen darauf reagierten oder wo es sogar zum tod geführt hat!

    bitte denkt nach und gebt euren hunden nicht jedes gift, was ihr findet!

    ärzte arbeiten mit den pharmaindustrien zusammen, natürlich raten 85% der ärzte zu bravecto! auch bei unserem tierarzt hängt von bravecto ein riesen werbeplakat. ich werde es aber definitiv NICHT nehmen, wenn sie es mir dieses jahr rät!

    Das Tierärzte mit der Pharmaindustrie zusammen arbeiten, ist schlicht unwahr! Keine Pharmafirma schenkt dem Tierarzt Geld oder sonstwas. Ja, er verdient natürlich am Verkauf von Produkten. Wie jeder Aldi oder Edeka.Oder geht ihr morgens zur Arbeit ohne etwas zu verdienen?Aber er kann genauso an pflanzlichen Produkten verdienen wie an chemischen.Das macht null Unterschied.Ein guter Tierarzt empfiehlt euch das, was er für sinnvoll hält.Er sollte den Patienten kennen und abwägen wem er was empfiehlt.Ja, Bravecto kann Nebenwirkungen haben.Ebenso wie Advantix, Scalibor, Frontline oder sogar Teebaumöl. Jeder Tierhalter sollte zusammen mit dem Tierarzt erörtern was im Einzelfall das sinnvollste ist.Meine beiden Hunde bekommen unterschiedliche Produkte weil sie unterschiedliche Patienten sind. Absolut abraten oder absolut empfehlen kann in einem Portal wie hier niemand etwas. Weil sie eure Hunde nicht kennen.Ich wünschte die Leute würden selbstständig denken anstatt sich von Facebook und Co zu "Medizinern" ausbilden zu lassen!

    Ich hoffe ich kann einigen helfen. Ich hatte Verdacht auf Flöhe u also habe ich meinem Hund bravecto gegeben, sehr ungern aber bei flöhen habe ich rot gesehen u ärgere mich zu Tode. Ich meide grundsätzlich Chemie, aus gutem Grund. Paar Tage nach der Einnahme ging es los, Durchfall wie Wasser u erbrechen. Ein Drama war das. Der Tierarzt natürlich schnell mit Antibiotika u Co am start gewesen, von bravecto kann das nicht kommen, muss ein Infekt sein. Mein Hund ist seit dem nicht mehr der selbe, als wäre er total gealtert. Noch ist er 6 benimmt sich wie 12. Sonst läuft er u läuft er Stunden. Jetzt trottet er hin u wieder hinter mir her. 2 Wochen später wieder Durchfall. Ich zum anderen Arzt u der war gar nicht verwundert. Typisch bravecto, bloß kein Antibiotika. Nur kohletabletten u darmflora aufbauen. Solange die Wirkung noch hält kann das immer wieder kommen. (noch 2 Monate) Ich kann euch nicht sagen, wie wütend ich bin. Die scheiße hat mich schon fast 300€ gekostet. Kann nur jedem abraten.

    Echt gut der Tierarzt, der weiß genau wie man an die Kohle der Kunden ran kommt.

    Zitat aus dem Beipackzettel:

    In klinischen Studien häufig beobachtete Nebenwirkungen(bei 1,6 % der behandelten Hunde) waren milde und vorübergehende gastrointestinale Effekte wie Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und vermehrter Speichelfluss.

    endlich mal jemand, der davon abrät! bravecto ist das reinste gift leute! -.-

    unserer hat damals mit einem epileptischen anfall reagiert - bei dem einen blieb es gott sei dank - andere hunde sind jetzt pflegefälle oder sogar daran gestorben!! :(

    eine sauerei ist das!

    Wir wohnen in einem sehr Zeckenreichen Gebiet in Mitten von Wald und Wiesen.

    Wir haben bei unserer 13 kg Hündin Bravecto (10-20KG) im letzten Jahr zum ersten Mal probiert.

    Sie zeigte keinerlei Nebenwirkungen und die Zecken wurden sicher abgetötet.

    Für uns bekommt Bravecto den Vorzug vor Frontline und wir werden unserer Hündin auch dieses Jahr wieder Bravecto geben.

    Die Wirkung reichte auch deutlich länger als die vom Hersteller angegebenen 3 Monate.4Monate sicher, vielleicht auch noch etwas länger.

    Hallo, also ich kann zu dieser ganzen Diskussion nur sagen: mein Hund ein Westi, hatte früher Zecken ohne ende trotz diverser Mittel, Frontlein z.B. kann man nur in den Mülleimer werfen!! Mit Bravecto habe ich endlich ein Mittel -seit übrigens 3 Jahren, was gegen Zecken wirklich hilft, seither hat sie keine mehr und wenn eine mal drauf geht ist sie sofort tot. Wir haben keinerlei Nebenwirkungen und dem Hund geht es gut.Vielleicht sind andere Firmen über das Mittel nicht ganz so begeistert!

    Ich habe sehr Schlechte Erfahrungen mit Bravecto. Sie war nach der Einnahme tagelang schlapp und hatte Durchfall. Na ja, habe ich gedacht, dass wird schon in der nächsten Zeit besser werden. Der Durchfall wurde sehr schnell besser, das unwohlsein und immer ging über drei Monate. Ich bekam es mit der Angst zu tun und ließ ihr Blut abnehmen. Die Diagnose hat mich total umgehauen. Ihre Leberwerte waren um 80 % erhöht. Meine Tierärztliin(ich hatte die Tablette von einer anderen Tierärtzin, da meine in Urlaub war) sagte mir, man gibt einen alten Hund nicht so eine starke Depot Tablette. Sie hatten Glück das der Hund nicht gestorben ist. Für mich nie wieder Bravecto.

    Leider zu viel Chemie auf einmal, hatte eine Freundin von mir auch mit ihrer GoldenRR. Besser ist Öfter dafür weniger.

    Wir sind unfassbar traurig und wütend.Ein Hund ist heute in den Status gefallen. Keiner konnte ihm helfen. Er ist heute gestorben!

    Die Besitzerin wird alles daran setzten , so viele wie möglich über die Risiken von Bravecto aufzuklären und zu informieren.

    Er durfte nicht mal 4 Jahre alt werden. Dieses Zeug ist GEFÄHRLICH.

    Frontline und Expot wirken genau so! (Systemisch) Meine Hündin reagiert darauf sehr allärgisch. Dehalb bekam ich heute von meiner Tierärztin hier in Schweden Bravecto verschrieben. Und das der Hersteller ein Restrisiko nicht ausschließt ist ja wohl kar! Grüsse aus Schweden, Ralf

    Hallo, also mit Sicherheit gibt es kein perfektes Mittel. Ohne Chemie ist natürlich besser aber meine erfahrung hat gezeigt das Buddy trotzdem immer und immer wieder Zecken bekam. Diese Spot-on finde ich genauso schrecklich wie die Zeckenhalsbänder. Mein Tierarzt hat mir die Bravecto empfohlen. Hmm erstmal etwas skeptisch. aber seit dem hat er keine einzige Zecke mehr gehabt. Ich bin richtig begeistert davon, denn ich weiß ich kann ihn ohne bedenken rennen lassen. Ich selbst hab auch Borreliose und würde wenn es sowas für Menschen gäbe auch nehmen.

    Hallo zusammen, ich war anfangs auch sehr skeptisch was die Tablette angeht. Meine Hündin (Australian Shepherd) hat vor ca 4 Wochen die Tablette bekommen. Sie wurde vorher wirklich von den Zecken gequält. Die Tablette zeige einen Tag später schon Ihre Wirkung. Die Zecken an Ihr waren alle tot und sind nach und nach von alleine abgefallen. Seid dem habe ich keine Zecke mehr an Ihr finden können.

    Nebenwirkungen haben sich bis heute auch noch keine gezeigt. Ihr ging es von Anfang an gut. Ich kann jedem diese Tablette empfehlen!!

    Hallo an alle, durch Bekanntschaft habe ich auch von dem Mittel und es soll wohl ziemlich gut sein. Jedenfalls werde ich es auch mal probieren und dann berichten. Wie sieht es denn bei euch aus? Wirkt es bei euren Vierbeinern?

    Unser Hund bekommt nun schon das dritte Mal Bravecto. Zur Einnahme ansich: die echt riesige Tablette scheint zumindest unserem Hund auch ohne Leberwurst zu schmecken. Er kaut sie wie einen großen Hundekeks ohne Probleme. Nebenwirkungen: konnte ich bislang keine erkennen. Weder Durchfall noch Schlappheit. Und unser Hund ist wirklich sehr aktiv! Ich habe noch nicht eine einzige Zecke in seinem jetzt 1 jährigen Hundeleben aus ihm rausgeholt. Auch tote Zecken habe ich noch nicht eine gefunden. Wir sind täglich im Wald oder auf Wiesen unterwegs! Mindestens zwei Bekannte von mir geben ihren Hunden ebenfalls Bravecto und sind damit vollkommen zufrieden.

    Ich kann also dazu raten. Natürlich kann es wie bei allen Medikamenten auch hier im Einzelfall zu Unverträglichkeiten führen.

    ich kann von bravecto nur abraten!

    haben unserem hund in griechenland dieses bravecto gegeben und 30 minuten später hatte er einen epileptischen anfall! wir dachten dann "okay, da ist vermutlich etwas drin, was er nicht verträgt - einzelfall".

    heute sehe ich ein video in facebook von "punkt 12" - ein guter bericht! auch der hund in dem beitrag (kleiner hund) bekam bravecto - jetzt ist er ein pflegefall!

    in facebook gibt es eine gruppe mit über 6000 mitgliedern. einfach mal in der suchleiste "bravecto" eingeben, dann findet man die gruppe. dort stehen sehr interessante fälle! es gibt viele fälle, wo die hunde mit epileptischen anfällen darauf reagierten oder wo es sogar zum tod geführt hat!

    bitte denkt nach und gebt euren hunden nicht jedes gift, was ihr findet!

    ärzte arbeiten mit den pharmaindustrien zusammen, natürlich raten 85% der ärzte zu bravecto! auch bei unserem tierarzt hängt von bravecto ein riesen werbeplakat. ich werde es aber definitiv NICHT nehmen, wenn sie es mir dieses jahr rät!

    Hallo, Bravecto solltest du auf keinen Fall verwenden - die Tablette ist aufgrund erheblichen Nebenwirkungen äußerst umstritten. Hier findest du dazu Infos:

    Hallo, es gibt noch eine sehr gute Alternative zu Bravecto, Nexgard, die beiden Wirkstoffe sind fast Identisch, auch Floh und Zeckenfrei sind wir seit dem wir es benutzen😀 es hat den Vorteil das es nicht so ein großes Giftdepot im Körper anlegt um ne Ewigkeit zu wirken so schadet es Ihm auch nicht so, Muss es zwar jeden Monat geben, kann aber so die Chemie Keule geringer halten😇

    Ich bin neu hier und wollte euch gerne meine Meinung über Bravecto geben,dieses neue Zeugs von floh und zecken Schutz. Ich habe es für meinen Labrador 3 Jahre gekauft weil mein tierarzt sagte,ja es gibt jetzt was tolles neues alles klasse. Naja gut,also heim und dann wollte ich es meinen kleinen Schatz geben,nix,musste es unter das fressen mischen. Jetzt nach 2 Tagen,geht es ihm schlecht. Er frisst nicht mehr hat keine Lust zum toben,Durchfall. Werde auch den Tierarzt nochmal aufsuchen. Also dieses zeug einmal und nie wieder. Kann jeden nur abraten.

    Alles Gute an euch und euren Vierbeinigen 😊

    Ich bin weder "Hundeprofi", noch Zecken- oder Krankheitenspezialist. Allerdings scheint dieses Mittel nahezu perfekt zu wirken. Unser Tier war im vergangenen Jahr zeckenfrei. Nach den ersten drei Monaten nach der Einnahme haben wir ihm die Tablette noch einmal verabreicht. Was, vielleicht mit etwas Glück, auch sehr angenehm war: Er war bereit, sie zu schlucken, ohne dass irgendwelche Spielchen angewandt werden mussten.

    ich kann von bravecto nur abraten!

    haben unserem hund in griechenland dieses bravecto gegeben und 30 minuten später hatte er einen epileptischen anfall! wir dachten dann "okay, da ist vermutlich etwas drin, was er nicht verträgt - einzelfall".

    heute sehe ich ein video in facebook von "punkt 12" - ein guter bericht! auch der hund in dem beitrag (kleiner hund) bekam bravecto - jetzt ist er ein pflegefall!

    in facebook gibt es eine gruppe mit über 6000 mitgliedern. einfach mal in der suchleiste "bravecto" eingeben, dann findet man die gruppe. dort stehen sehr interessante fälle! es gibt viele fälle, wo die hunde mit epileptischen anfällen darauf reagierten oder wo es sogar zum tod geführt hat!

    bitte denkt nach und gebt euren hunden nicht jedes gift, was ihr findet!

    ärzte arbeiten mit den pharmaindustrien zusammen, natürlich raten 85% der ärzte zu bravecto! auch bei unserem tierarzt hängt von bravecto ein riesen werbeplakat. ich werde es aber definitiv NICHT nehmen, wenn sie es mir dieses jahr rät!

    Meine kleine dreijährige Münsterländerin ist sehr viel ohne Halsband im Wald und in den Wiesen unterwegs und sammelt dabei jede Menge Zecken. Alles was der Markt bietet wurde probiert, von der Bernsteinkette bis zu Frontline. Alles ohne größeren Erfolg, erst mit dem von der Tierärztin empfohlenen Medikament Bravecto hat Nina und wir Ruhe. Vorige Woche sammelten wir jeden Tag im September ca. 6 - 8 Kletten aus ihrem Fell, jetzt fallen diese, ohne sich vorher vollgesogen zu haben, einfach ab!

    Es ist jetzt die dritte Tablette in ihrem Hundeleben mit viel Bewegung, Rohfleisch und Gemüse, unser Hund verträgt dieses Medikament gut, ohne Nebenwirkungen. Die Wirkung hält ca. 3 - 4 Monate.

    Da ich selbst Chemie und Tabletten meide, bleiben dennoch Restzweifel.

    ich kann von bravecto nur abraten!

    haben unserem hund in griechenland dieses bravecto gegeben und 30 minuten später hatte er einen epileptischen anfall! wir dachten dann "okay, da ist vermutlich etwas drin, was er nicht verträgt - einzelfall".

    heute sehe ich ein video in facebook von "punkt 12" - ein guter bericht! auch der hund in dem beitrag (kleiner hund) bekam bravecto - jetzt ist er ein pflegefall!

    in facebook gibt es eine gruppe mit über 6000 mitgliedern. einfach mal in der suchleiste "bravecto" eingeben, dann findet man die gruppe. dort stehen sehr interessante fälle! es gibt viele fälle, wo die hunde mit epileptischen anfällen darauf reagierten oder wo es sogar zum tod geführt hat!

    bitte denkt nach und gebt euren hunden nicht jedes gift, was ihr findet!

    ärzte arbeiten mit den pharmaindustrien zusammen, natürlich raten 85% der ärzte zu bravecto! auch bei unserem tierarzt hängt von bravecto ein riesen werbeplakat. ich werde es aber definitiv NICHT nehmen, wenn sie es mir dieses jahr rät!

    Bravecto wirkt erst dann, wenn Zecken und Flöhe bereits gestochen bzw. sich angesaugt haben. Damit ist eine Übertragung von Krankheiten wie Borreliose oder FSME dennoch möglich. Drauf weist der Hersteller auch ausdrücklich hin.

    Der Wirkstoff des Mittels reichert sich im Fettgeweben und in den Organen des Hundes an.

    Insofern ist die Gabe des Mittels ziemlich sinnfrei. Um den Hund vor Stichen zu schützen, braucht das Mittel eine repellierende (abwehrende) Wirkung, die die Annäherung von Zecken und Flöhen bereits im Vorfeld verhindert.

    Eine solche Wirkung haben Spot Ons wie Advantix, Fletic oder Exspot.

    danke für deine Infos! Sehr nützlich! :)

    Mein Problem ist nur, meine Hündin Resi hat echt viele Zecken gehabt letztes Jahr und ich suche was, was wirklich hilft. Diese Spot-Ons kenne ich auch. Diese haben nur nie so richtig funtioniert. Ich war damit eher unzufrieden. Daher auch meine Frage ob jemand schon Erfahrung hat. Ich denke werde es wohl mal testen, aber mich erst noch mal etwas umhören.

    Die drei oben genannenten Spot Ons sind in ihrer Wirkung gut, aber nur beim TA erhältlich. Vergessen kann man hingegen alles, was auch dem Zoofachhandel kommt, da keines der Mittel eine Repellentwirkung hat und die Parasiten erst nach dem Stechen getötet werden.

    Advantix wirkt auch gegen die Sandmücke im Mittelmeerraum (Leishmanioseüberträger), bietet sich also an, wenn du mit Hund dorthin in Urlaub fährst.

    Keines deiner aufgeführten Mittel bietet einen 100% Schutz gegen Zecken! Was sie bieten sind Nervengifte die sich im Hundekörper ablagern. Diese plus synthetische Zusatzstoffe plus Getreide plus chemische Wurmkuren ergeben: Allergie.

    Einen 100 prozentigen Schutz gibt es schlicht nicht. Und ja: Alles, was wirkt, hat auch Nebenwirkungen.

    Letzten Endes muss man immer abwägen, was man in Kauf nehmen will. Es gibt Hunde, die kaum anfällig für Zecken sind. Bei diesen genügt es, den Hund abzusuchen, ihm ein wenig Knoblauch zu füttern oder ein paar Tropfen Neemöl ins Fell zu geben.

    Und es gibt Hunde, denen ein einziger Spaziergang 30-100 Zeckenexemplare beschert, welche sich in diesem Fall um Knoblauchdüfte und Co. wenig scheren und auch das suchwilligste Frauchen vor eine unlösbare Aufgabe stellen.

    Was einem selbst und dem eigenen Hund taugt , muss man ausprobieren. Es bleibt immer ein wenig die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub.

    Ganz grundsätzlich macht eine Zeckenprophylaxe aber nur dann Sinn, wenn sie bestmöglich verhindert, dass Zecken überhaupt erst den Hund befallen. Mittel, die erst wirken, nachdem die Zecke gesaugt, der Floh gestochen hat, sind tatsächlich Gifte, auf die man getrost verzichten kann, weil sie potentielle Infektionen nicht verhindern. Und in diese Richtung war die Frage gestellt.

    Und was die Allergien betrifft: Eine Flohstichallergie gehört so ziemlich zu den übelsten Dingen, die einem Hund widerfahren können. Gegen Flöhe hilft aber definitiv nur Chemie.

    bio kokosfett auf dem hund verteilen! auch wenn es unschön aussieht ne zeit lang, wirkt aber wahre wunder!

    Laut meinem Tierarzt brauchen Zecken rund 12h bis sie Krankheiten auf den Hund übertragen. Das Beissen allein macht demnach nichts. Ja Flöhe können beissen, es wird aber die gefürchtete Population der Flöhe verhindert.

    Sinnlos scheint Bravecto nicht.

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    normal mache ich die zecken an meinem hund selber raus,mal mit der zeckenzange mal mit der hand, je nachdem wie sie eben sitzen. jetzt hab ich gerade ein monster an seinem ohr gefunden. ich habe so eine zecke noch nie gesehen, die ist schon 5mal so gross, wie normale die ich bis jetzt rausgezogen habe. ich trau mich, das monster nicht zu ziehen, mit der zange kann ich um das fette teil nicht zugreifen, jetzt hat mein bruder gesagt, er macht das, wenn er von der arbeit heim gekommt. das wird so um 17uhr sein. kann ich solange noch warten oder soll ich lieber zum tierarzt mit ihm gehen? ich weis, zecken lösen nicht das gleiche wie bei uns aus, aber ich hab angst, das es ihm vieleicht weh tut oder er daran kratzt und die zecke vieleicht ohne kopf abgeht.

    Guten Abend, mein 7 jähriger Schäferhund hat die Blase entzündet. Der arme Kerl kann nicht in Ruhe schlafen da er andauernd seine Blase entleeren muss. Ich habe jetzt leider auch keine möglichkeit mit ihm in die nächste Stadt zur Tierklinik zu fahren, da mein Vater mit dem Auto zur Arbeit ist. Was kann ich tun damit ich es ihn ein bisschen erleichter?

    Zum schlafen leg ich ihn auf seinem Bett ab und deck ihn mit seiner Decke zu sodass er es schön warm hat. (Hatte mir der TA am Telefon geraten, soll direkt morgen früh mit ihm vorbei kommen) Ich hätte noch Antibiotikum für ihn von letztes mal, aber das wollte ich ihm nicht unbedingt geben da er diese nicht sonderlich gut anderweitig vertragen hatte.. Blasenentzündung war ratzfatz weg, dafür aber hinterher Bauschmerzen. :-(

    Kann ich ihn auch einen Tee gegen Blasenentzündung machen oder Kamillentee? Letzteres Trinkt er gerne . :-)

    Vorab schonmal danke :-)

    Meine freundin (14) ist in den urlaub gegangen und hat mich gebeten mich um ihr kaninchen zu kümmern zu füttern und wenn ich wollte auch zu mir zu nehmen sie wieß mich auch darauf hin dass sie zur zeit extreme schuppen und haarausfall hat. Da ich mich schon oft um ihr kaninchen gekümmert habe hatte ich mir keine Sorgen gemacht doch als ich sie das erste mal besuchte erschraken ich und meine freundin. Ganz unten am rücken fehlten ihr ein paar büschel haare und man sah total viele schuppen so etwas habe ich noch nie erlebt. Ihr schwanz war auch etwas nass und verklebt was aber uach am nassen gras liegen konnte. Da ich mir solche sorgen macht schrieb ich meiner freundin. Diese meinte aber nur dass ich mir keine sorgen macjen sollte da ihr ehemaliger hase der vor 2 jahren verstarb das selbe einmal hatte doch der tierarzt meinte das wäre normal. Doch als ich heute wieder nach ihr schaute um sie dann auch eigentlich zu mir zu holen sah ich ein seltsames tier auf ihren rücken ich habe natürlich sofort ein foto gemacht dieses werde ich gleich auch noch meiner freundin schicken. Ihr zustand sieht bei weitem besser aus als gestern doch dieses tier machte mir angst hat sie etwas ernstes ist sie anstecken (ich hebe sie nurnoch mithilfe eines handtuches)? Meine freundin meint ich solle nicht zum tierarzt aber was soll ich machen? Sie waschen? Kämmen. Oder brauch sie einfach wärme und ruhe? Bitte helft mir ich weiß nicht mehr weiter.

    Sind Langhaar-Hunde anfälliger für Zecken, Flöhe & Co. als Kurzhaar-Hunde ?

    Beispiel : Rough Collie

    Durch das lange Fell und die evtl. Unterwolle wird es doch auch schwieriger, die Parasiten ausfindig zu machen , oder täusche ich mich da ? Schützt eben das lange Fell davor ? Oder ist es ein lebendiger "Sammelbesen" ?

    Hallo, ich habe einen alten, kranken Hund, der schon wieder so oft von Zecken und Flöhen befallen wurde. Die ganze Chemie möchte ich ihm aber nicht mehr antun. Dasselbe bei meinem Welpen, der ist noch zu klein dafür, meiner Meinung nach. Gibt es irgendein Mittel, hat jemand erfahrungen ? Am besten was man schon prophylaktisch anwenden kann.. vielleicht gibt es ja auch eine Kombi ? Prophylaxe und zum abtöten wenn sie da sind.. ? LG und danke :-)

    Habe einen Hund (Bolonka zvetna) 11-12 wochen alt. Bin gestern mit ihm einfachso den wald spatzieren gegangen .Und heute früh habe ich 3 zecken bei ihm aufgefunden ;((. Ich bin mir jetzt nicht sicher ob ich alle Zecken Perfekt rausgebracht habe. Was ist wenn der Stachel noch drinne ist ? Ist das schlimm?? Was kann passieren?

    Mein Labrador hechelt bei dieser Hitze nur und ist träge. Ich habe nicht das Gefühl, das seine Natürliche Klimafunktion in den Haaren wirklich was bringt. Dazu hat er schon 1,2 Läuse am Hals. Ich denke wenn ich ihn Schere springen die woanders hin. Ich möchte nämlich KEINE giftigen Spot ons oder sonstiges benutzen. Das sollte er auch nicht (vom Arzt verordnet) da er Epileptiker ist. Dazu schuppt mein Hund und kratzt, beißst sich weil es so Juckt. Dazu könnte ich zecken schneller erkennen!

    Hi! Unser Hund hat seit einigen Stunden eine Zecke genau zwischen den Zehen sitzen, humpelt auch und belastet den Fuß sehr ungern. Wenn wir die Zecke entfernen wollen rastet sie völlig aus, ohne spezielle geräte ist uns das echt nicht möglich die rauszuholen! Da jetzt aber alle Tierärzte schon geschlossen haben müssten wir bis morgen warten, oder sollen wir den tierärztlichen notdienst anrufen? Weil bei Zecken gibt es ja immer die Gefahr der Borelliose übertragung, und je länger die Zecke saugen kann umso wahrscheinlicher ist ja eine Infizierung, also was sollen wir machen? Fühlt sich der Notdienst ausgenutzt wenn wir ihn "nur" wegen einer Zecke anrufen?

    Meine 2 Kaninchen haben sich gestern plötzlich nur noch gekratzt und als ich beide hochgenommen habe, ist mir aufgefallen, dass dort schwarze Punkte im Fell sind. Ich bin mir zu 100% sicher, dass es Flöhe sind, weil ich mich damit auskenne. Ich bin LEIDER noch nicht zum Tierarzt gegangen, weil meiner im Urlaub ist und der Arzt in der Stadt verlangt viel zu viel Geld, er geht schlecht mit Kaninchen um (also schlechter als mit Hunden und Katzen auf jeden Fall) und die Anmeldung dauert ziemlich lange, weil er ziemlich gut ist und sich nunmal in der Stadt befindet, d.h. dort gehen alle hin. So nun habe ich mir überlegt, woran das liegen könnte. Und zwar ist eines meiner Kaninchen vor 1 Woche abgehauen und durch die Wälder gestreift, einen Tag später war sie wieder da. Mein Freund war so trottelig und hat sie einfach wieder in den Stall gesetzt. Die Folge ist jetzt vermutlich ein verflohter Stall sowie 3 Kaninchen (das letzte Kaninchen hat heute angefangen, sich überall zu putzen und zu kratzen), die sich kratzen. Sie sind eigentlich in einem sehr guten Zustand. Das Fell glänzt noch, sie essen und trinken viel, laufen durch das Gehege, spielen, graben, sind munter.. Ich wollte morgen zum Tierarzt in einem anderen Ort gehen (unangemeldet, weil er sich weder im Internet befindet noch finde ich seine Telefonnummer im Telefonbuch), ABER ich kann nicht, weil mein Hund zur selben Zeit zur Impfung muss. Außerdem bin ich total überfordert, wie zur Hölle soll ich ein 30 qm Gehege + STALL sauber bekommen bzw. komplett desinfizieren? :D Beim Stal ist es einfacher, aber im Gehege ist es wirklich seeeeeeeeeeehr schwierig. Noch eine Frage, bekomme ich das Flohmittel für Kaninchen auch beim Tierarzt, wenn ich OHNE die 3 hinlaufe? Also ich könnte morgen früh mit dem Fahrrad dort hin fahren und alles abholen. Ich kann die 3 nämlich nicht auf meinem Fahrrad transportieren. Sie sind geimpft und toben gerade, also "gut" geht es ihnen!

    Unser Terier-Mischling hat sich vor ca 8-9 Wochen sehr schlimm gekratzt mit richtigen Krusten am Rücken. Habe mich schlau gemacht und bin dann auf die Symtome einer Flohstichallergie gestoßen ! Da unser Hund auch sonst sehr sensibel ist ( helle Haut "rote" Nase) hielt ich das für sehr warscheinlich. ( Habe beim Baden auch einen Floh gefunden !) Habe dann vom Tierartzt Avantage bekommen.( Damit wurde er letzten Winter auch behandelt) wir haben ihn mit Flohshampoo gewaschen. Die ganze Umgebung gewaschen und gesäubert , eingesprüht u.s.w. Das Advantage hat er dann im abstand von zwei Wochen bekommen. Das Kratzen hörte auf, die Krusten sind verheilt ( hat noch Traumeel Tabletten nebenbei bekommen). Nun fängt er wieder an zu kratzen und zu knabbern . Er hat aber das Advatage regelm. bekommen . Jetzt denke ich es war vielleicht nur ein Zufall, das alles abgeheilt ist und es waren doch nicht die Flöhe! Oder sind die Flöhe schon resistent gegen das Mittel?? Er kratzt u. knabbert sich auf der Kruppe, Schwanzwurzel und in den Leisten. Ab und zu am Hals.

    Natürlich gehe ich gleich zum Tierarzt . Aber vielleicht weiß jemand Rat und hat Erfahrung damit !!

    Unser Hund (12 Wochen alt!) hat Flöhe und mein Vater hat ihn einfach mit Insektenspray vollgesprüht. Er meinte er hätte das früher schonmal bei einem seiner Hunde gemacht und es sei nicht schädlich, was ich bezweifle.. Unser Hund hat ca. 2 Stunden dannach die ganze Zeit Nießen müssen (ich bin mir nicht sicher ob das damit zusammenhängt..) Im Moment ist er ruhig, aber ich mache mir Sorgen ob es ihm davon noch schlechter gehen wird oder er evlt. sogar sterben kann.. (Das Insektenspray ist Rot/Orange von 'Gerzett')..

    Ich weiß nicht was ich tun soll!! Mein Hund ist zwar ein kleiner Malteser aber wir haben vorhin auf ihrer stirn eine festgesaugte zecke entdeckt und sie war dort kräftig verbissen. als wir versucht haben sie mit der zekcnezange ruaszuholen, hat sie sich gleich gedreht udn gewehrt. wir brauchen insgesamt 3 leute. 2 die sie festhalten und mein opa hat versucht die zekc erauszuholen. erfolglos. als sie sich zurückverkroch, hat mein opa schnell die zecke (für den hund ungeahnt und unvorbereitet9 rausgezogen. sie hat sogar grquiegt, weils so wehtat. jetzt ist da ein blutiges kleiner loch, das wir mit jod desinfiziert haben. aber wie kriegen wir sie ruhig?

    sollten wir einen tierarzt aufsuchen und sie impfen lassen ?

    Hallo liebe Tierfreunde,

    meiner Mutter ist unser Hund (1 Jahr alt / Terrier) vorhin runtergefallen. Sie wollte ihn gerade zum Bürsten auf den Tisch setzen und nach einer ruckartigen Bewegung ist er dann aus ca. 1,40 Meter Höhe auf seine vier Pfoten gefallen. Er hat dann gejault und gehumpelt und beim laufen sein rechtes Hinterbein angezogen. Allerdings lief er nach kurzer Zeit wieder ganz normal und als wir beim Tierarzt angekommen sind war schon kein Unterschied zu vorher mehr festzustellen. Er machte dann auch nicht mehr den Eindruck irgendwelche Schmerzen zu haben. Der Tierarzt hat den Hund dann am ganzen Körper abgetastet(ohne Probleme) und das Bein mit einem orthopädischen Griff behandelt. Das war für den Hund jedoch sehr schmerzhaft (was angeblich aber normal ist) und sollte einen Kreuzbandriss ausschließen. Ich war anfangs etwas verwundert weil ich eher an einen Bruch gedacht hatte und ein Röntgenbild erwartet hätte. Nach der orthopädischen Behandlung meinte der Tierarzt, das ein Kreuzbandriss möglich sei, er hätte da auf jeden Fall was gefühlt und deshalb sollen wir morgen nochmal zum Tierarzt fahren, um die ganze Behandlung unter Narkose nochmal durchzuführen. Durch die Narkose soll der Hund nicht so angespannt sein und ein Kreuzbandriss würde sich dann ausschließen lassen. Und sollte der Verdacht sich erhärten, könnte man immernoch Röntgenbilder machen. Mir kommt das ganze sehr merkwürdig vor, allerdings hab ich im Internet gelesen das diese Form der Behandlung nicht untypisch ist. Aber der Hund läuft ja wieder ganz normal und hat keine Schmerzen, verhält sich auch ganz normal und sehr lebhaft. Was würdet ihr machen? Könnte es sich um Geldmacherei handeln? Ist eine Narkose nicht viel zu gefährlich? Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

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    Bravecto®

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    Was ist Bravecto®?

    Bravecto® ist ein rezeptpflichtiges Mittel gegen Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen. Bravecto® ist als Kautabletteund Spot-On für Hunde in fünf verschiedenen Dosierungen erhältlich, die speziell auf das Gewicht des Hundes abgestimmt sind. Für Katzen steht Bravecto® als Spot-On Präparat zur Verfügung.

    Welche Wirkstoffe enthält Bravecto®?

    Bravecto® enthält den Wirkstoff Fluralaner. Dies ist ein Insektizid (Mittel gegen Insekten) und Akarizid (Mittel gegen Zecken) gegen Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen.

    Wann wird Bravecto® angewendet?

    Bravecto® wird zur Behandlung eines Befalls mit Zecken und Flöhen beim Hund bei der Katze eingesetzt. Bravecto® tötet Flöhe und Zecken ab, die am Tier anheften und Blut saugen.

    • Bravecto® wirkt innerhalb von 8 Stunden gegen Flöhe (Ctenocephalides felis). Die Wirkdauer hält über 12 Wochen an.
    • Bravecto® wirkt innerhalb von 12 Stunden gegen folgende Zecken-Arten:
      • Ixodes ricinus
      • Dermacentor reticulatus
      • Dermacentor variabilis
      • Rhipicephalus sanguineus

    Die Zecken-abtötende Wirkung von Bravecto® hält gegen Ixodes ricinus, Dermacentor reticulatus und Dermacentor variabilis über 12 Wochen an, gegen Rhipicephalus sanguineus über 8 Wochen.

    Wie soll Bravecto® verabreicht werden?

    Bravecto® ist in Form von Kautabletten und Spot-On für Hunde oder für Katzen als Spot-On erhältlich. Verabreichen Sie die Tabletten Ihrem Hund zum Zeitpunkt der Fütterung. Geben Sie ihm die Tablette entweder direkt ins Maul ein oder verabreichen Sie diese über das Futter. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund die Tablette vollständig schluckt. Bravecto®-Kautabletten sollten nicht gebrochen oder zerkleinert werden. Bei Katzen erfolgt die Anwendung von Bravecto® durch Auftropfen der Spot-On-Lösung auf die Nackenhaut der Katze.

    Bravecto® ist je nach Gewicht Ihres Hundes in fünf verschiedenen Dosierungen erhältlich. Die Dosis innerhalb einer Gewichtsspanne entspricht 25 bis 56 mg Fluralaner pro kg Körpergewicht. Bravecto® sollte wie folgt verabreicht werden:

    • Für sehr kleine Hunde mit einem Gewicht von 2 bis 4,5 kg: 1 Kautablette Bravecto® 112,5 mg
    • Für kleine Hunde mit einem Gewicht von 4,5 bis 10 kg: 1 Kautablette Bravecto® 500 mg
    • Für große Hunde mit einem Gewicht von 20 bis 40 kg: 1 Kautablette Bravecto® 1.000 mg
    • Für sehr große Hunde mit einem Gewicht von 40 bis 56 kg: 1 Kautablette Bravecto® 1.400 mg

    Verwenden Sie für Hunde mit einem Gewicht über 56 kg eine Kombination aus zwei Tabletten, welche die Dosis an Fluralaner pro kg Körpergewicht abdeckt.

    Auch für Katzen stehen unterschiedliche Dosierungen von Bravecto® Spot-On für das jeweilige Körpergewicht zur Verfügung.

    Welche Nebenwirkungen hat Bravecto®?

    Bei Bravecto® können vorübergehend Nebenwirkungen wie Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und vermehrter Speichelfluss auftreten. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Die häufigsten Nebenwirkungen von Bravecto® Spot-On bei Hunden sind leichte und vorübergehende Hautreaktionen wie Hautrötung oder Haarausfall an der Applikationsstelle und bei Katzen Juckreiz an der Applikationsstelle.

    Bravecto® sollte nicht angewendet werden bei:

    • Welpen, die jünger als acht Wochen sind
    • Hunde, die leichter als 2 kg sind
    • Katzen-Welpen, die jünger als 11 Wochen sind oder weniger als 1,2 kg wiegen
    • In einem Zeitabstand unter acht Wochen
    • Bei bekannter Überempfindlichkeit

    Weiterführende Informationen

    Ausführliche Informationen zu Ektoparasiten und von Ektoparasiten übertragenen Erkrankungen finden Sie in unseren Texten:

    Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

    Autor: Simon Korn, M. Sc. Biologie

    Letzte Aktualisierung: Oktober 2016

    Bravecto hund nebenwirkungen

    MSD Animal Health GmbH

    Ektoparasitikum zur systemischen Anwendung für Hunde von 4.5 kg bis 10 kg

    Zusammensetzung

    Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

    Fluralaner

    Eigenschaften / Wirkungen

    In einer Laborstudie wurde gezeigt, dass Fluralaner gegen die Übertragung von Babesia canis durch Zecken (Dermacentor reticulatus) mittels Abtötung der Zecken schützen kann, bevor die Krankheit übertragen wird. Diese schützende Wirkung wurde in der Studie über einen Zeitraum von mehr als 12 Wochen nach der Behandlung dokumentiert. Eine Übertragung von B. canis durch infizierte männliche D. reticulatus Zecken bei einer zweiten Blutmahlzeit wurde nicht untersucht und kann daher nicht ausgeschlossen werden.

    Fluralaner ist ein starker Hemmstoff von Teilen des Nervensystems der Arthropoden, indem es antagonistisch auf Liganden-gesteuerte Chlorid-Kanäle wirkt (GABA-Rezeptor und Glutamat-Rezeptor).

    In molekularbiologischen Untersuchungen an der Zielstruktur, den insektiziden GABA-Rezeptoren von Flöhen und Fliegen, zeigt sich Fluralaner von einer Dieldrin-Resistenz nicht beeinflusst.

    In in-vitro-Bioassays beeinflusst eine nachgewiesene Feldresistenz gegen Amidine (Zecke), Organophosphate (Zecke, Milbe), Cyclodiene (Zecke, Floh, Fliege), macrocyclische Lactone (Meerlaus), Phenylpyrazole (Zecke, Floh), Benzophenylharnstoffe (Zecke), Pyrethroide (Zecke, Milbe) und Carbamate (Milbe) Fluralaner nicht.

    Aufgrund der Behandlung reduziert sich die Flohpopulation in der Umgebung der Hunde.

    Neu auftretende Flöhe bei Hunden werden abgetötet, bevor lebensfähige Eier produziert werden. Eine in-vitro-Studie zeigte ebenfalls, dass sehr niedrige Fluralaner-Konzentrationen die Produktion lebensfähiger Eier bei Flöhen unterbinden.

    Der Lebenszyklus der Flöhe wird durch den raschen Wirkungseintritt und die lang andauernde Wirkung gegen adulte Flöhe auf dem Tier sowie durch die Unterdrückung der Produktion lebensfähiger Eier unterbrochen.

    Pharmakokinetik

    Fluralaner wird systemisch verteilt und erreicht die höchsten Konzentrationen im Fett, gefolgt von Leber, Niere und Muskel. Die lange Persistenz und die langsame Elimination aus dem Plasma (t½ = 12 Tage) sowie das Fehlen einer extensiven Verstoffwechselung gewährleisten wirksame Fluralaner-Konzentrationen für die Dauer der Dosierungsintervalle.

    Individuelle Unterschiede von Cmax und t½ wurden beobachtet.

    Der Hauptausscheidungsweg ist die Ausscheidung von unverändertem Fluralaner mit den Faeces (

    90% der Dosis). Die renale Ausscheidung ist von untergeordneter Bedeutung.

    Indikationen

    Dieses Tierarzneimittel ist ein systemisches Insektizid und Akarizid und bietet eine

    Bravecto ® kann als Teil der Behandlungsstrategie gegen die allergische Flohdermatitis (FAD) eingesetzt werden.

    Dosierung / Anwendung

    Bravecto ® sollte nach der folgenden Tabelle verabreicht werden (entsprechend einer Dosis von 25 - 56 mg Fluralaner/kg Körpergewicht innerhalb eines Gewichtsbandes):

    Für Hunde mit einem Körpergewicht über 56 kg, die Kombination zweier Tabletten verwenden, die das Körpergewicht am besten abdeckt.

    Art der Anwendung:

    Bravecto ® ist eine Kautablette und wird von den meisten Hunden gut angenommen. Wenn die Tablette vom Hund nicht freiwillig aufgenommen wird, kann sie auch mit dem Futter oder direkt ins Maul verabreicht werden.

    Bei der Anwendung sollte darauf geachtet werden, dass der Hund die Tablette vollständig aufnimmt.

    Die Kautabletten sollten nicht gebrochen oder geteilt werden, ausser für die Verabreichung mit dem Futter.

    Behandlungsschema:

    Überdosierung

    Bei oraler Verabreichung des bis zu 3-fachen der maximal empfohlenen Dosis Fluralaner (bis zu 168 mg Fluralaner/kg Körpergewicht) zeigten sich bei Beagle-Hunden keine Effekte auf die Reproduktionsleistung und keine bedenklichen Befunde hinsichtlich der Überlebensrate der Nachkommen.

    Das Tierarzneimittel wurde bei Collies mit defektem Multidrug-Resistance-Protein 1 (MDR1 -/-) nach einmaliger oraler Gabe des 3fachen der maximal empfohlenen Dosis (168 mg Fluralaner/kg Körpergewicht) gut vertragen. Es wurden keine behandlungsbedingten klinischen Symptome beobachtet.

    Anwendungseinschränkungen

    Kontraindikationen

    Vorsichtsmassnahmen

    Das Tierarzneimittel sollte nicht bei Welpen unter einem Alter von 8 Wochen und bei Hunden mit einem Gewicht unter 2 kg angewendet werden, da entsprechende Daten nicht vorliegen.

    Das Tierarzneimittel sollte nicht in Abständen unter 8 Wochen angewendet werden, da die Verträglichkeit bei kürzeren Intervallen nicht geprüft wurde.

    Da Bravecto ® Kautabletten aromatisiert sind, besteht die Gefahr, dass Hunde und Katzen die Tabletten gezielt aufsuchen und übermässig aufnehmen. Aus diesem Grund ist das Präparat für Tiere unerreichbar aufzubewahren.

    Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation

    Unerwünschte Wirkungen

    Wechselwirkungen

    Fluralaner wird in hohem Masse an Plasmaproteine gebunden und kann mit anderen stark bindenden Arzneimitteln wie nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAIDs) oder dem Cumarin-Derivat Warfarin konkurrieren. Die Zugabe von Fluralaner in Hundeplasma bei Anwesenheit von Carprofen oder Warfarin bei den maximal anzunehmenden Plasmakonzentrationen beeinflusste die Proteinbindung von Fluralaner, Carprofen oder Warfarin nicht.

    Während der klinischen Feldstudien wurden keine Wechselwirkungen zwischen Bravecto ® Kautabletten für Hunde und routinemässig verabreichten Tierarzneimitteln beobachtet.

    Sonstige Hinweise

    Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht rauchen, trinken oder essen. Die Hände sofort nach der Anwendung des Tierarzneimittels mit Wasser und Seife gründlich waschen.

    Nicht über 30°C in der Originalverpackung aufbewahren.

    Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" oder "Verwendbar bis" angegebenen Datum verwendet werden.

    Dieser Text ist behördlich genehmigt.

    Es kann keinerlei Haftung für Ansprüche übernommen werden, die aus dieser Webseite erwachsen könnten.

    Hunde-Ratgeber mit Herz und Verstand .

    Hunde sollten einen zuverlässigen Zeckenschutz erhalten.

    Durch Zeckenbisse können teils gefährliche Krankheiten übertragen werden, Zecken stellen also sowohl für den Hund als auch für den Menschen ein Gesundheitsrisiko dar.

    Inhalt: Kautablette gegen Zecken

    Seit einigen Wochen ist ein neues Präparat gegen Zecken und Flöhe über Tierärzte erhältlich.

    Es handelt sich dabei um eine Kautablette der Firma Intervet Deutschland GmbH (einem Unternehmen der MSD Tiergesundheit), die "Bravecto" genannt wurde.

    Wir haben von dieser Tablette erfahren, nachdem wir einen Tierarzt nach den empfohlenen Zeckenschutzmitteln für 2014 gefragt haben.

    Auf den ersten Blick erschien diese neue Methode sehr vielversprechend, eine einfache Tablette alle 3 Monate und Ruhe mit Zecken – das wäre doch wirklich traumhaft!

    Deshalb haben wir von hunde-ratgeber.eu weiter dazu recherchiert und möchte unseren Lesern nun unsere Ergebnisse und Eindrücke mitteilen.

    Was ist Bravecto?

    Die Tablette "Bravecto" ist nach Herstellerangaben ein Antiparasitikum (Fluralaner).

    Dem Hund soll diese Tablette unzerkleinert zur Fütterung oder um den Zeitpunkt der Fütterung verabreicht werden.

    Viele Hunde würden die Tablette gerne annehmen, sollte dies nicht der Fall sein, kann sie unter das Futter gemischt werden.

    Es soll darauf geachtet werden, dass der Hund die Tablette vollständig aufnimmt.

    Eine Wartezeit, bis die Wirkung eintritt, besteht laut Herstellerangaben nicht.

    Die Tablette ist in 5 verschiedenen Dosierungen je nach Gewicht des Hundes erhältlich:

    Laut Angaben eines Tierarztes kostet die Tablette für einen Hund mit 30 kg etwa 30 €.

    Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien bei 1,6 % der Hunde beobachtet. Sie zeigten "milde und vorübergehende gastrointestinale Effekte wie Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und vermehrter Speichelfluss.", so der Hersteller.

    Wirkung von Bravecto

    Der Hersteller beschreibt das Präparat als "systemisches Insektizid und Akarizid", welches folgende Wirkung zeigen soll:

  • abtötende Wirkung gegen Flöhe (Ctenocephalides felis) für 3 Monate
  • abtötende Wirkung gegen Zecken der Art gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus), Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) und Amerikanische Hundezecke (Dermacentor variabilis) für 3 Monate
  • abtötende Wirkung gegen die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) für 2 Monate.
  • es kann als Teil der Behandlung gegen die allergische Flohdermatitis (FAD) eingesetzt werden

    Die braune Hundezecke kommt laut verschiedenen Angaben in Deutschland nicht im Freien vor.

    Es heißt sie wird lediglich aus anderen Ländern eingeschleppt und kann sich unter für sie guten Bedingungen (in beheizten Räumen) monatelang überleben. Demnach ist für uns die Wirksamkeit von 3 Monaten maßgeblich, so lange der Hund nicht ins Ausland mitgenommen wird.

    Die Wirkweise von Bravecto ist wie folgt:

    Zecken oder Flöhe müssen mit ihrer Blutmahlzeit am Wirt beginnen, so nehmen sich den Wirkstoff auf und sterben ab.

    Bei Flöhen soll die Wirkung innerhalb von 8 Stunden eintreten, bei Zecken innerhalb von 12 Stunden nach Beginn der Blutmahlzeit.

    Das Mittel besitzt also nur eine abtötende Wirkung, keine abwehrende Wirkung (repellierende Wirkung) gegen Zecken und Flöhe.

    Der Parasit wird zwar einige Zeit nach Beginn der Nahrungsaufnahme am Wirt getötet, es besteht jedoch trotzdem die Möglichkeit, dass der Floh oder die Zecke typische Krankheiten auf den Hund übertragen.

    Dies gibt der Hersteller auch eindeutig so an: "Deshalb kann ein Risiko der Übertragung von Krankheiten durch Parasiten nicht ausgeschlossen werden."

    Verschiedene Meinungen

    Nachdem diese Tatsache bekannt wurde, war auf unserer Seite keinerlei Interesse mehr vorhanden dieses Mittel zu testen.

    Um auch eine repellierende Wirkung zu erzielen, müsste theoretisch ein zweites Präparat zusätzlich zu Bravecto angewandt werden. Schließlich gilt es beim Zeckenschutz schon von vornherein zu verhindern, dass die Zecken sich festsaugen, denn nur so kann die Übertragung von Krankheiten verhindert werden.

    Da es aber genügend Präparate auf dem Markt gibt, die beide wirkweisen vereinigen, bzw. so gut repellierend wirken, dass wirklich keine Zecken mehr an den Hund gehen, ist ein innovativer Sinn dieser Tablette für uns wirklich nicht nachvollziehbar.

    Aus Interesse haben wir auch einen zweiten Tierarzt kontaktiert und uns nach Bravecto erkundigt.

    Dieser Tierarzt gab an, dass er dieses Präparat seinen Kunden derzeit nicht anbietet. Dafür wurden 2 Hauptgründe genannt:

    1. Durch die nicht vorhandenen repellierende Wirkung dieser Tablette hält er einen Verkauf dieser Tablette an seine Kunden nicht für sinnvoll.

    2. Es wäre unklar wie die Wirkstoffe von Bravecto vom Organismus des Hundes abgebaut werden. Der Hersteller gibt hierzu nach Angaben des Tierarztes nur unklare Aussagen. Vermutlich wird der Wirkstoff über die Leber und/oder Niere abgebaut. Auswirkungen auf den Hundeorganismus wären unklar.

    In einem PDF-Dokument "Zusammenfassung der Wirksamkeit des Tierarzneimittels" wird unter Pharmakokinetik angegeben, dass sich der Wirkstoff Fluranaler hauptsächlich im Fettgewebe des Hundes anreichert, daneben in der Leber, der Niere und in Muskeln.

    Der Hauptasscheidungsweg wäre der Kot des Hundes, über den Urin wird kaum von dem Wirkstoff ausgeschieden.

    Der erste Tierarzt bietet Bravecto seinen Kunden jedoch an.

    Auf die nicht repellierende Wirkung angesprochen, gab er an, dass dies weniger schlimm sei, da die Zecken in der Regel bereits ein paar Minuten nach dem Festsaugen am Wirt absterben würden. Die angegebenen 12 Stunden des Herstellers wären nur die maximal mögliche Zeit.

    Wir würden dieses Präparat nicht unbedingt weiterempfehlen.

    Das sehen auch viele Hundehalter so, die in Foren zum Thema Hund über dieses neue Zeckenmittel heiß diskutiert haben.

    Viele Forenuser halten es für bedenklich einem Hund ein Insektizid oral zu verabreichen, das sei eine viel gefährlichere Art des Zeckenschutzes als chemische Spot ons, deren Wirkstoffe sich nur auf dem Fell oder in den oberen Hautschichten entfalten. Und auch die Spot ons stehen wegen ihrer chemischen Wirkung stets in Kritik, scheinen aber noch als kleineres Übel angesehen zu werden im Vergleich zu der Zeckentablette.

    Allgemein herrscht große Skepsis gegenüber Bravecto, es wird immer wieder die Befürchtung geäußert, dass Langzeitentwicklungen nicht abzusehen seien und sich erst mit der Zeit herausstellen werden.

    Dies sind auch unsere momentanen Argumente gegen die Anwendung von Bravecto.

    Zudem stellt es in unseren Augen ein absolutes Ausschlusskriterium dar, wenn ein Anti-Parasitenmittel nicht auch abwehrend wirkt.

    Gerade Zecken können hoch gefährliche Krankheiten übertragen, deshalb sollte grundsätzlich vermieden werden, dass diese Parasiten überhaupt erst am Hund anheften.

    Ein Urteil über die Wirksamkeit können und möchten wir nicht zu Bravecto abgeben, dazu müssten wir es getestet haben.

    Auch möchten wir keinem davon abraten, diese Kautablette auszuprobieren.

    Für Hunde, die sehr wenige Zecken haben, könnte es eine gute Alternative zu anderen Präparaten sein. Zusammen mit dem Tierarzt sollte abgewogen werden und mögliche noch unbekannte Langzeitfolgen besprochen werden.

    Vielleicht gibt es bald mehr Informationen vom Hersteller und Erfahrungsberichte über Bravecto.

    Inhaltsverzeichnis

    Am 29.03.2017 lief im Mittagsmagazin “RTL Punkt 12” ein Bericht über das Parasitenschutzmittel Bravecto. Die regelmäßig montags bis freitags erscheinende Sendung erreicht mit ihrem Mix aus Nachrichten- und Klatschthemen sehr viele Personen. Wie zu erwarten, wird das eh schon häufig kontrovers betrachtete Bravecto seit der Ausstrahlung in den sozialen Medien rauf und runter diskutiert. Der mit möglichst dramatischen Musik-Einspielern unterlegte, stark einseitige Bericht verlangt nach einer nüchternen Bestandsaufnahme.

    Zeckenschutz ist wichtig - mal mehr, mal weniger

    Die von Zecken ausgehende Gefahr sollte nicht unterschätzt werden. Gerade auch in Deutschland breiten sich gefährliche, mittels Zecken übertragene Erreger bedingt durch wärmere Temperaturen rasant aus. Zu diesen zunehmend häufiger auftretenden Krankheiten gehören neben der oft bekannten Borreliose die Anaplasmose und Babesiose. 1 Oft verlaufen Infektionen mit beiden letzteren tödlich für den Hund. In anderen Fällen führen sie zu lebenslang andauernden, schwer behandelbaren Schmerzen oder Krampfanfällen. Je nach Wohngebiet und Hund, denn manche Hunde sind attraktiver für Zecken als andere, ist deswegen ein Zeckenschutzprodukt eine wichtige Gesundheitsvorsorge. Das gilt umso mehr für aktive Hunde, die viel in natürlicher Umgebung und nicht nur auf Asphaltwegen um den städtischen Hausblock herum unterwegs sind. 2

    Den idealen Zeckenschutz gibt es nicht

    Jede Methode zur Vorbeugung von Zeckenerkrankungen hat Vor- und Nachteile. Alternativ- Produkte wie das in der Sendung erwähnte Kokosöl hat sich in kontrollierten Experimenten nicht als zeckenabwehrend erwiesen. 3

    In Studien hat sich auch gezeigt, dass regelmäßiges Absammeln sehr fehleranfällig ist und über die Hälfte der Zecken erst nach 3 Tagen Saugzeit von Besitzern gefunden werden. Das gilt auch für die Besitzer, die nach Selbsteinschätzung ihren Hund sehr sorgfältig und mehrfach täglich absuchen. 4 In dieser Zeit sind die jeweiligen Krankheitserreger bereits von der Zecke in den Hund gewandert.

    Äußerlich anwendbare Zeckenschutzmittel sind schon recht lange auf dem Markt und haben den Vorteil, dass sie oft eine abschreckende Wirkung auf die Zecken haben. Sie werden somit vom Hund vertrieben, bevor sie überhaupt zubeißen. Häufig auftretende Nebenwirkung von ihnen sind Juckreiz und Hautreizungen. Eine trockene oder verletzte Haut, sehr dichtes Fell und fehlerhaftes Auftragen können zu einem mangelnden Schutz führen. Die in den äußerlichen Mitteln enthaltenen Stoffe greifen das Nervensystem der Zecken an.

    Einige sensible Hunde wie solche, die unter Anfallserkrankungen leiden, reagieren in seltenen Fällen mit neurologischen Nebenwirkungen wie Muskelzittern, Bewegungsstörungen, Lähmungen oder Krampfanfällen. Diese Nebenwirkungen treten gelegentlich auf, obwohl sich die Mittel eigentlich nur in den oberen Hautschichten anlagern und demnach nicht zu solchen Reaktionen führen sollten. Besonders kleinere Rassen scheinen jedoch eine dünne, durchlässige Haut zu besitzen und viele Hunde benagen oder belecken sich, wodurch der Wirkstoff aufgenommen wird. 5 6 Gewisse Teile des Wirkstoffs gelangen wie bei dem bekannten Frontline auch durch die Haut in den Blutkreislauf des Hundes. 7

    Zudem entwickeln mehr und mehr Zeckenpopulationen Resistenzen gegenüber den in Spot Ons und Halsbändern enthaltenen Stoffen. Diese wirken dann weder abschreckend noch abtötend auf die Parasiten und schützen den Hund in diesem Fall nicht vor Zeckenerkrankungen. 8

    Bei Bravecto handelt es sich um einen recht neuen Wirkstoff, gegen den Parasiten noch keine Resistenzen gebildet haben. Er bietet bei richtiger Anwendung vor Anaplasmose, Babesiose und Borreliose einen derzeit sehr sicheren Schutz, da die Zecke innerhalb von 12 Stunden verstirbt und so die entsprechenden Erreger mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht übertragen kann. Vor der sogenannten FSME, eine durch Zecken übertragene Form der Hirnhautentzündung, kann Bravecto nicht schützen. Diese Krankheit tritt jedoch extrem selten und nur bei stark immungeschwächten Hunden auf.

    Zu Risiken und.

    Alle Mittel die wirken, haben auch Nebenwirkungen. Von Nachteil bei Bravecto ist, dass das Produkt noch nicht lange auf dem Markt ist und so über Langzeitnebenwirkungen recht wenig bekannt ist. Die Lage sieht bei anderen, bewährten Zeckenschutzmitteln aber nicht viel besser aus, denn das notwendige Bewusstsein dafür, Nebenwirkungen den entsprechenden Behörden weiterzuleiten, besteht in dieser Stärke bei Besitzern von Heimtieren erst seit recht kurzer Zeit. 9

    Bei Bravecto kommt es möglicherweise in sehr seltenen Fällen bei dafür anfälligen Tieren zu ähnlichen neurologischen Nebenwirkungen wie bei den Spot Ons und Halsbändern. Zu solchen anfälligen Hunden zählen beispielsweise von Epilepsie betroffene. Deshalb generell von Bravecto abzuraten oder es vom Markt sehen zu wollen, ist wenig zielführend. Stattdessen ist es wichtig, bei jedem individuellen Vierbeiner eine Kosten- Nutzen Rechnung von Zeckenschutzmitteln aufzustellen. Der Großteil von Menschen verträgt eine gelegentlich eingenommene Kopfschmerztablette wie eine Aspirin sehr gut. Für unter Asthma leidende Personen kann Aspirin jedoch tödlich sein. Eine bestimmte Teilgruppe darf also Aspirin nicht verwenden, für andere ist es ein verhältnismäßig nützliches Mittel bei leichten Schmerzen und wiederum für weitere, wie einige Patienten mit Verkalkung der Gefäße, ein Lebensretter.

    Die Nebenwirkungsrate von Bravecto ist derzeit sehr niedrig und bewegt sich im Bereich von 0,04 Prozent. Der GroГџteil dieser Nebenwirkungen besteht aus vorГјbergehendem Juckreiz und leichtem Durchfall. 10

    Zufall oder Zusammenhang

    In der Sendung wie auch in den sozialen Medien werden über viele Todesfälle und schwerwiegende Nebenwirkungen durch Bravecto berichtet. An dieser Stelle wird es schwierig: In den Studien zur Zulassung des Medikaments ist es nicht zu solchen Nebenwirkungen gekommen. Diese Studien beinhalten aber immer nur eine gewisse Anzahl von Tieren und so ist es nicht möglich, das gesamte Spektrum sehr seltener und nur bei speziellen Tieren auftretender Nebenwirkungen zu erfassen. Deswegen erfassen Behörden wie die Europäische Arzneimittelagentur Nebenwirkungen, die von Tierärzten und Tierbesitzern nach Veröffentlichung des jeweiligen Präparats beobachtet und gemeldet wurden. Treten gefährliche Nebenwirkungen sehr oft auf und übersteigen die Risiken des Mittels den Nutzen, wird es vom Markt genommen.

    Ob aber beobachtete Beschwerden oder sogar Todesfälle auf die Verabreichung von beispielsweise Bravecto zurückzuführen sind, lässt sich schwer sagen. Beides kann bedingt durch den Zufall zeitgleich mit dem Verabreichen eines Präparats zusammenfallen. Schnell wird dann darauf geschlossen, dass Bravecto die Ursache dafür ist. Um zu ermitteln, ob ein Mittel mit hoher Wahrscheinlichkeit verantwortlich für Beschwerden ist oder nicht,werden einerseits die Nebenwirkungsmeldungen und andererseits komplizierte mathematische Berechnungsmodelle gebraucht. Mittels letzterer können Behörden die Nebenwirkungsmeldungen auswerten und berechnen, ob ein Produkt wie Bravecto die Ursache für die gemeldeten Auffälligkeiten sein könnte.

    Dieser Vorgang fand und findet für Bravecto statt. Seit Markteinführung wird Bravecto seitens der Behörden engmaschig überwacht und derzeit wird ausgewertet, ob in der Packungsbeilage der Hinweis hinzugefügt werden muss, dass Bravecto in seltenen Fällen bei empfindlichen Tieren zu neurologischen Nebenwirkungen führen kann. Weil sich viele besorgte Hundebesitzer bei dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gemeldet haben, hat dieses einen Artikel zu Bravecto veröffentlicht. Darin werden die erwähnten Vorgänge zur Risikobewertung eines Medikaments beschrieben.

    Was auffällig oft falsch verstanden wird: Die Überwachung des Medikaments durch die Behörden wurde nicht durch Druck von Tierbesitzern und Tierärzten initiiert. Mittels dieses Artikels wurde lediglich über die unabhängig stattfindenden Vorgänge informiert.

    Es fehlen Langzeitstudien

    Vor einer Markteinführung stattfindende Studien, in denen über mehrere Jahre mittels experimenteller Untersuchungen mögliche Langzeitnebenwirkungen erforscht werden, gibt es in der Veterinärmedizin so gut wie nie. Deswegen sind Meldungen von beobachteten Nebenwirkung seitens der Tierbesitzer und die behördliche Überwachung umso wichtiger. Im Gegensatz zu Zeiten der Markteinführung von mittlerweile bewährten Mitteln in Spot Ons und Schutzhalsbändern, werden durch ein verbessertes Meldesystem Nebenwirkungen neuer Präparate schneller und besser überwacht sowie reguliert.

    Warum Bravecto?

    Auch in dieser Sendung ging es nur um Bravecto. Neben Bravecto gibt es noch zwei weitere, ähnliche Mittel auf dem Markt. Aus den Berichten der amerikanischen und europäischen Behörden ist erkenntlich, dass z.B. Nexgard nicht weniger Nebenwirkungsmeldungen besitzt. Einen sachlichen Grund für die mediale Vernachlässigung der anderen beiden Tabletten zum Schutz vor Parasiten gibt es nicht.

    Einem Menschen wГјrde man doch sowas auch nicht geben

    Das ist so nicht richtig. Antiparasitika wie das bei Hunden gegen Zecken, Milben und einigen Wurmarten eingesetzte Ivermectin wird auch bei Menschen oral verwendet. Um die sogenannte “Flussblindheit” in tropischen Gebieten zu verhindern, wurden bereits über 80 Millionen Menschen erfolgreich mit der oralen Einnahme von Ivermectin behandelt. Dabei kam es sehr selten zu Nebenwirkungen, die in der Regel nur mild und vorübergehend waren. Derzeit wird intensiv an den Einsatz von diesem und weiteren oralen Insektiziden zur Vorbeugung von Malaria und anderen durch Parasiten übertragene Krankheiten geforscht. 11

    Um das individuell richtige Mittel für den Hund zu finden und um zu bewerten, ob es eines Zeckenschutzes bedarf, ist der Tierarzt der richtige Ansprechpartner. Ein Tierarzt, der umfassend berät, den jeweiligen Vierbeiner kennt und diesen zuvor auch gründlich untersucht hat. Mittel gegen Parasiten wie Bravecto sind absolut notwendige Präparate. Nicht nur zum Schutz von vor Zeckenerkrankungen gefährdeten Hunden, viel mehr noch bei solchen mit einer starken Flohspeichelallergie oder einem zuvor therapieresistenten Milbenbefall. In dieser Hinsicht haben sich die neuen oralen Produkte als Segen für viele Hunde erwiesen. Wie schon an andere Stelle treffend gesagt wurde: “Mich stimmt es traurig, dass das Vertrauen in diese wissenschaftsbasierten Entscheidungen immer mehr einer Meine-Meinung-ist-trotzdem-richtig-Attitüde zum Opfer fällt. Postfaktische Glaubenskriege schaden den Tieren mehr als jede Nebenwirkung”

    Schreiber, C., KrГјcken, J., Beck, S., GroГџ, M., Pachnicke, S., Krieger, K.J., Kohn, B., Himmelstjerna, S. (2013) вЂ˜ZeckenГјbertragene Infektionserreger bei Hunden im Raum Berlin/Brandenburg: PrГ¤valenzen und Untersuchungen zum Infektionsrisiko(2013)вЂ˜, 21. Jahrestagung der FG Innere Medizin und klinische Labordiagnostik der DVG (InnLab), TierГ¤rztliche Praxis/Ausgabe K, Kleintiere, Heimtiere, Bd. 4 ↩

    Beck S, Schreiber C, Schein E, Krücken J, Baldermann C, Pachnicke S, von Samson-Himmelstjerna G, Kohn B. Tick infestation and prophylaxis of dogs in northeastern Germany: a prospective study. Ticks Tick Borne Dis. 2014 Apr;5(3):336-4 ↩

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