Vitalpilz-Wiki
Vitalpilze und ihre Wirkungen
Hauterkrankungen und Allergien bei Hunden
Genauso wie Menschen können auch Tiere unter einer Vielzahl von verschiedenen Hautkrankheiten leiden. Bei Hunden gibt es besonders viele Ursachen, die Symptome wie eine Rötung, schuppende Haut und Juckreiz verursachen können.
Im Folgenden werden mögliche Ursachen, Symptome und die Behandlung der wichtigsten Hauterkrankungen bei Hunden beschrieben. Bei allen Formen von Hautproblemen hat die Tiermedizin oft nur Medikamente zur Verfügung, die nur bedingt eine Besserung bewirken, dafür jedoch starke Nebenwirkungen verursachen können. In der alternativen Medizin haben sich Heil- und Vitalpilze bei Hauterkrankungen bewährt. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wendet die natürlichen Substanzen bereits seit langer Zeit für die Behandlung von Mensch und Tier an.
Das Cushing-Syndrom beim Hund
Eine schwere Erkrankung beim Hund stellt das Cushing-Syndrom dar. Die auch als Hyperadrenokortizismus bezeichnete erhöhte Produktion von körpereigenem Cortisol kann durch Fehlsteuerung der Hirnanhangsdrüse ausgelöst werden. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet. Durch das Signal der Hirnanhangsdrüse, mehr von dem Hormon Cortisol auszuschütten, vergrößert sich die Nebenrinde entweder selbst oder es bildet sich ein Tumor, der Hormone produziert.
Das Cushing-Syndrom bewirkt beim Hund nicht nur Hautprobleme. Doch macht sich die Erkrankung zunächst an der Haut bemerkbar. Durch die Erhöhung der Ausschüttung von körpereigenem Cortisol kommt es zu Haarausfall bis hin zu kahlen Stellen im Fell. Das Wachstum der Haare ist insgesamt stark verlangsamt. Verletzungen heilen nur langsam. Es entwickeln sich aus kleinen Wunden durch bakterielle Infektionen häufig großflächige Hautentzündungen mit Eiterungen. Oft kommt es auch zu Pilzinfektionen der Haut.
Die Behandlung des Cushing-Syndroms besteht meist aus der operativen Entfernung des Tumors in der Nebennierenrinde und der Gabe von Medikamenten, die die Produktion von Cortisol dämpfen.
Die atopische Dermatitis beim Hund
Die atopische Dermatitis gehört zu den häufigsten Krankheitsbildern der Haut bei Hunden. Es handelt sich dabei wie bei Menschen um eine überschießende Reaktion des Immunsystems. Die genaue Krankheitsentstehung ist noch nicht geklärt. Es sind jedoch im Blut des tierischen Patienten mitunter Antikörper vom Typ IgE gegen Pollen oder Milben nachweisbar. Bei Kontakten mit dem Allergen entstehen Entzündungen in der Haut, die starken Juckreiz verursachen können. Durch Kratzen wird die Haut verletzt, es nisten sich Krankheitskeime in der Wunde ein. Der Hund beißt sich und leckt die betroffenen Hautstellen, wodurch sich die Symptome verstärken können.
Die Behandlung durch den Tierarzt beinhaltet oft mehrere Strategien. Dennoch ist die Erkrankung nur sehr schwer in den Griff zu bekommen. Neben einer Desensibilisierung, also einer speziellen Immuntherapie, werden Medikamente wie Antibiotika zur Abheilung von Wunden, Antipilzmittel, Pflegecremes und spezielle Pflegemittel für Fell und Haut empfohlen. Zur Eindämmung des Juckreizes und der Hautentzündungen können auch Kortison und Antihistaminika zum Einsatz kommen. Dennoch sind die Behandlungserfolge bei Hunden mit atopischer Dermatitis eher bescheiden.
Neben allergischen Reaktionen gibt es auch bei Hunden Autoimmunerkrankungen, die die Haut und die Schleimhäute in Mitleidenschaft ziehen. Am häufigsten werden bei Hunden Autoimmunerkrankungen wie Pemphigus foliaceus (PF), Diskoider Lupus Erythematosus (DLE) und Pempigus erythematosus (PE) diagnostiziert. Die Symptome, die diese Krankheiten verursachen können, sind beispielsweise Pusteln, die sich beim Hund im Bereich der Nase, der Umgebung der Augen, an den Ohren und bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf auch am ganzen Körper bilden können. Die Pusteln platzen auf und verkrusten. Weitere Symptome können Pigmentverluste in der Haut und Blutungen sein. Der Tierarzt setzt in den meisten Fällen Medikamente zur Behandlung ein, die Kortison enthalten. Der Wirkstoff soll die überschießende Reaktion gegen körpereigenes Gewebe unterdrücken. Kortison hat bei längerer Anwendung jedoch starke Nebenwirkungen.
Die Demodikose beim Hund
Hauterkrankungen beim Hund werden häufig durch Parasiten ausgelöst. Die Demodikose wird durch Milben verursacht, die sich zunächst in den Haarfollikeln des Fells einnisten. Die Milben besiedeln später auch die Schweiß- und Talgdrüsen in der Haut. Die Besiedelung der Haarfollikel durch die Demodexmilben verursacht Haarausfall, Juckreiz, Rötungen, Entzündungen und schuppige Haut. Um den Juckreiz zu stillen, kratzen die Hunde die betroffenen Hautpartien auf. Diese können sich durch bakterielle Infektionen entzünden und eitern.
Bei der Demodikose beim Hund werden gesundheitlich sehr problematische Mittel vom Tierarzt empfohlen, die die Milben abtöten sollen. Bei bakteriellen Sekundärinfektionen wird dem Hund ein Antibiotikum verabreicht.
Die Futtermittelallergie beim Hund
Heute gibt es eine kaum zu überblickende Vielfalt an verschiedenen Futtersorten für Hunde. In vielen Fertigfutterprodukten werden für die Erhöhung der Haltbarkeit zahlreiche problematische Zusatzstoffe zugefügt. Ein weiterer Grund für allergische Reaktionen ist, dass Futtermittel oft Stoffe wie Getreide, Soja oder Milchprodukte enthalten, die ein Hund normalerweise nicht zu sich nimmt. Das Immunsystem und der Stoffwechsel werden von solchen Zusätzen überfordert. Heute gehören Futtermittelallergien und daraus resultierende Hautprobleme zu den häufigsten Krankheiten beim Hund. Die Symptome bei einer Futtermittelallergie können sehr unterschiedlich ausfallen: Vom starken Juckreiz am gesamten Körper, Entzündungen der Pfoten oder der Ohren reicht das Spektrum bis zum Anschwellen der Haut und der Lider.
Die wichtigste erste Maßnahme ist, problematische Futtermittel zu meiden. Es kann zusätzlich versucht werden, die Hautprobleme mit Kortison und Antihistaminika zu lindern. Ist der Organismus des Hundes jedoch erst einmal sensibilisiert, reagiert die Haut stets besonders empfindlich.
Die Flohallergie
Allergische Reaktionen beim Hund können auch durch den Speichel von Flöhen ausgelöst werden. Neben dem eigentlichen lästigen Flohstich überträgt der Floh allergieauslösende Substanzen in die verletzte Haut hinein. Flöhe können bei starkem Befall des Tieres massive Blutverluste provozieren. Außerdem können die lästigen Plagegeister Krankheiten übertragen.
Flohstiche jucken besonders stark, wenn durch den Speichel eine allergische Reaktion beim Hund ausgelöst wird. Es entwickelt sich eine mit Flüssigkeit gefüllte Quaddel. Der Hund kratzt sich, die Haut entzündet und rötet sich. Bei einer ausgeprägten Flohallergie fallen die Haare aus, die Hautpartien verdicken sich, verfärben sich dunkel und werden schuppig.
Neben der eigentlichen Flohbekämpfung werden die Hauptprobleme symptomatisch behandelt. Neben antiallergischen Medikamenten werden Kortison und bei Bedarf Antibiotika vom Tierarzt verschrieben.
Heil- und Vitalpilze bei Hauterkrankungen des Hundes
Die alternative Tiermedizin bietet mit dem Einsatz von Heil- und Vitalpilzen eine wirksame und doch nebenwirkungsfreie Unterstützung der Abheilung von Wunden, bei der Linderung von Juckreiz und bei der Regulation von überschießenden Immunreaktionen. In der Mykotherapie werden reine Naturprodukte verwendet, die ein breites Wirkungsspektrum besitzen.
Folgende Heil- und Vitalpilze sind für die unterstützende Behandlung von Hautproblemen bei Hunden geeignet:
- Agaricus blazei Murrill (Sonnenpilz, Mandelpilz): Der Mandelpilz hat einen ausgeprägten regulierenden Effekt auf das Immunsystem der Tiere. Er ist geeignet zur Linderung von Symptomen, die durch Allergien und Autoimmunerkrankungen verursacht werden.
- Auricularia polytricha (Judasohr): Der auch als Chinesische Morchel oder Mu Err bezeichnete Pilz fördert die Durchblutung und damit die Zellerneuerung. Er wirkt gegen Entzündungen der Haut und der Schleimhäute und reguliert nach Hautverletzungen die Bildung von Narbengewebe.
- Coprinus comatus (Schopftintling, Spargelpilz): Der Vitalpilz Coprinus sorgt für eine gute Abheilung von Hautentzündungen, die sich durch eine bakterielle Infektion verschlimmert haben.
- Cordyceps sinensis (Chinesischer Raupenpilz): Cordyceps bietet bei einer langfristigen Einnahme die Möglichkeit, die Funktion des hormonellen Systems zu regulieren. Beim Cushing-Syndrom beim Hund kann der Heil- und Vitalpilz neben den tierärztlichen Behandlungsmaßnahmen für eine Stabilisierung des allgemeinen Gesundheitszustandes sorgen.
- Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete): Coriolus ist ein Heil- und Vitalpilz, der in der TCM lange bekannt ist. Interessanterweise wird er auch seit Langem in Südamerika als eine wichtige Volksmedizin genutzt. Es gibt viele gute Erfahrungen bei der Behandlung von Menschen mit Coriolus. Mittlerweile hat sich der Pilz auch in der Tiermedizin einen guten Namen bei der Behandlung von bakteriellen Infekten und Mykosen der Haut gemacht. Coriolus hat eine regulierende Wirkung auf die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) des Hundes und kann bei einem vorliegenden Cushing-Syndrom eingesetzt werden.
- Hericium erinaceus (Igelstachelbart): Bei Futtermittelallergien bei Hunden spielt auch immer eine Schädigung der Darmschleimhaut eine Rolle. Der Heil- und Vitalpilz Hericium erinaceus, der wegen seiner äußeren Form auch als Igelstachelbart oder Pom-Pom bezeichnet wird, kann sehr gut zur Darmsanierung gegeben werden. Nur ein gesunder Darm kann das Futter optimal verwerten. Nur eine gesunde Darmschleimhaut ist widerstandsfähig gegen Krankheitskeime und allergieauslösende Substanzen.
- Polyporus umbellatus (Eichhase): Der Eichhase oder Zhu Ling ist ein Pilz mit einer starken antibiotischen Wirkung. Polyporus ist ausgezeichnet geeignet, um akute Haut- und Fellerkrankungen zu behandeln. Er sollte jedoch bei Hunden, die zu Hautproblemen neigen, bereits vorbeugend eingesetzt werden.
- Reishi (Ganoderma lucidum, Glänzender Lackporling): Der Glänzende Lackporling wird im asiatischen Raum als Ling Zhi bezeichnet. Der Pilz Reishi bewirkt eine starke Hemmung bei der allergisch bedingten Ausschüttung von Histamin. Die Inhaltsstoffe stärken das körpereigene Abwehrsystem und fördern die Wundheilung. Reishi sollte bei chronischen Allergien, Haut- und Fellerkrankungen bei Hunden langfristig angewendet werden.
Es gibt heute bereits zahlreiche Tierärzte, die in der Mykotherapie, dem Behandeln mit Heil- und Vitalpilzen, ausgebildet sind. Der Tierarzt, der das Tier und seine gesundheitlichen Probleme kennt, wird bei der Auswahl der passenden Pilze gern behilflich sein. Die Therapie mit Heil- und Vitalpilzen kann aus der Gabe von einer Pilzsubstanz bestehen, es kann jedoch auch eine Kombination aus verschiedenen Pilzen zusammengestellt werden. Nach dem akuten Krankheitsverlauf soll die langfristige Gabe von den natürlichen Substanzen zu einer Verminderung der Krankheitsausbrüche führen.
Ob Einzelmittel oder die Kombination von mehreren Heil- und Vitalpilzen – das Pilzpulver oder die Pilzextrakte können dem Hund mit dem Futter gegeben werden.
Allergiker Allergien bei Hunden
Sie kratzen und sie scheuern sich: Schätzungsweise jeder fünfte Hund leidet hierzulande an einer Allergie. Futter liegt als Auslöser erst an dritter Stelle, weiß DOGS-Tierarzt Dr. Volker Wienrich.
- Seite 1 – Fragen und Antworten
Wie entstehen Allergien bei Hunden?
Die Allergie ist eine angeborene Neigung, gegen an sich harmlose Substanzen pathologisch zu reagieren. Der Organismus braucht allerdings wiederholte Kontakte mit den Allergenen, bevor die Unverträglichkeit deutlich wird. Erst nach mehrfacher Auseinandersetzung damit reagiert das Immunsystem. Allergien gegen Umweltallergene werden meist im zweiten oder dritten Lebensjahr sichtbar. Futtermittelallergien können in jedem Alter auftreten.
Woran erkenne ich Allergien bei Hunden?
Das wichtigste Symptom sind juckende, wund gekratzte Hautpartien sowie bei Futtermittelallergien zusätzlich Magen-Darm-Probleme, insbesondere Durchfall.
Welche Allergien treten bei Hunden am häufigsten auf?
Die Flohallergie, darauf folgt die atopische Dermatitis als Reaktion auf Umweltallergene (siehe Tabelle nächste Seite). An dritter Stelle steht die Futtermittelallergie, bei der die Hunde meist auf tierische und pflanzliche Eiweiße reagieren.
Wie werden Allergien bei Hunden diagnostiziert?
Wichtig ist immer, dass andere Erkrankungen zuvor ausgeschlossen werden. Parasitenbefall zum Beispiel kann ähnliche Symptome wie eine Allergie verursachen.
Die Diagnose wird auf der Grundlage von klinischen Untersuchungen gestellt. Bei der Allergenbestimmung helfen Tests: der serologische Test über das Blut und der Intrakutantest, bei dem der Tierarzt die Allergene in die oberste Hautschicht spritzt und die Reaktion beobachtet. Beim Identifizieren von Umweltallergenen zeigt der Intrakutantest 80-prozentige Trefferquote. Auch serologische Tests finden Auslöser von Allergien (70 Prozent Trefferquote). Werden beide Tests durchgeführt, erhöht sich die Trefferquote auf etwa 90 Prozent. Insekten- und Parasitenallergien sind manchmal leicht zu diagnostizieren, wenn man entweder die Parasiten oder deren Ausscheidungen wie Flohkot findet und typische Körperbereiche (siehe Flohallergie) betroffen sind. Einstichstellen findet man so gut wie nie. Bei Futtermittelallergien empfiehlt sich die Ausschlussdiät. Schwieriger wird die Diagnose bei Verdacht auf Kreuzallergien.
Wie entstehen Kreuzallergien bei Hunden?
Eine Überempfindlichkeit auf verschiedene Allergene kann vorhanden sein: Manche Hunde reagieren auf bestimmte Allergengruppen, andere gleich auf alle Auslöser, ob aus der Umwelt oder im Futter. So kann es vorkommen, dass der Hund mehrfach im blühenden Getreidefeld getobt hat, mit vielen Pollen in Kontakt gekommen ist und mit einer atopischen Dermatitis auf Getreide im Futter reagiert.
Wie lange dauert die Behandlung gegen Allergien bei Hunden?
Sie ist lebenslang nötig und beginnt direkt nach der Diagnose. Ziel ist, wirksame und unschädliche Therapiemethoden in den Mittelpunkt zu stellen. Soweit möglich sollte Kontakt mit Allergenen vermieden werden, parallel soll dem Hund durch Medikamente eine Linderung der Symptome verschafft werden. Etwa vier Wochen nach dem Test kann mit der Hyposensibilisierung begonnen werden, wenn die Impflösung fertig ist. Wirkung tritt frühestens nach vier Monaten ein, oft erst nach acht bis zwölf Monaten. Geduld, Konsequenz und Durchhaltevermögen sind gefragt.
Haben Allergien bei Hunden zugenommen?
Ja. Der Allergikeranteil unter deutschen Hunden liegt bei bis zu zwanzig Prozent, vor zehn Jahren war es nur halb so viel. Verlässliche Statistiken kennen wir noch nicht. Vielleicht erkennen wir Allergien heute aber nur besser, weil mehr Hunde bei Krankheit schneller zum Tierarzt gebracht werden.
Gibt es Hunderassen, die besonders von Allergien betroffen sind?
Bei der Zunahme an Allergien handelt es sich eindeutig um ein züchterisches Problem. Anscheinend sind Moderassen besonders gefährdet. Mit diesen Hunden wird unkontrolliert gezüchtet, mehr Hunde mit der Erbanlage werden geboren und verpaart, schon breitet sich die Allergiebereitschaft aus. Man kennt eine hohe Allergiebereitschaft beim West Highland Terrier oder bei Französischen und Englischen Bulldoggen. Bei vielen Irish Settern gibt es eine angeborene Getreideüberempfindlichkeit.
Sorgt die Zusammensetzung des Futters für eine ansteigende Allergiebereitschaft bei Hunden?
Die „Übeltäter“ sind in der Mehrzahl die tierischen Eiweiße. Anhaltspunkte dafür, dass pflanzliche Eiweiße, mit Ausnahme von Getreide, mehr Allergien auslösen als tierische, gibt es nicht. Auf dem Markt gibt es aber zwei entscheidende Sorten für Futtermittelallergiker: Futtermittel mit selten eingesetzten Eiweißen wie Kängurufleisch (etwa von Ökomedic) und Futtermittel mit hydrolisierten Eiweißen wie „Hill`s z/d“ oder „Hypoallergenic“ von Royal Canin.
Allergien bei Hunden: Gibt es eine Chance auf Heilung?
Nein, eine Allergie ist nicht heil-, aber beherrschbar, da es sich um ein genetisch bedingtes Problem des Immunsystems handelt. Man kann sie therapieren, sodass kein Leidensdruck mehr vorhanden ist. Aber diese Behandlung muss ein Hundeleben lang weitergeführt werden.
DOGS-Tipp: Spezialisten aufsuchen
Allergiker sind Spezialpatienten auf vier Pfoten. Bei der Deutschen Gesellschaft für Veterinärdermatologie (DGVD) gibt es daher eine Liste der Tierärzte, die sich auf diesem Gebiet spezialisiert haben. Informationen dazu erhalten Sie unter: www.dgvd.org
2 Kommentare
Sophie Gerber
2017.12.21 um 09:25 Uhr
DOGS Magazin
2017.12.21 um 17:30 Uhr
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Allergie bei Hunden

Allergien sind unangenehm und können die Lebensqualität stark einschränken. Auch Hunde sind zunehmend von allergischen Reaktionen und chronischen Allergien betroffen. Die Diagnose einer Allergie ist bei Vierbeinern nicht immer leicht zu treffen. Tritt beispielsweise häufiges Kratzen als ein typisches Symptom auf, denken viele Hundehalter nicht sofort an eine Allergie, sondern befürchten, dass ihr Hund mit Flöhen oder einem Zeckenbefall zu kämpfen hat. Erst ein Besuch beim Tierarzt lässt häufig erkennen, dass es sich um eine allergische Reaktion handelt, die behandelt werden sollte. Einige grundlegende Kenntnisse helfen dem Hundehalter, eine Allergie beim Hund frühzeitig als solche zu erkennen und sofort richtig zu handeln.
Was ist eine Allergie?
Unter einer Allergie wird sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin eine schon bei der Geburt angelegte Neigung des Organismus verstanden, im Kontakt mit grundsätzlich für das Tier oder den Menschen ungefährlichen Substanzen pathologisch zu reagieren. Das bedeutet, dass Substanzen, die eigentlich für den Organismus verträglich sind, in diesem speziellen Fall eine Abwehrreaktion des Immunsystems auslösen. Die Substanz wird dadurch für das betroffene Tier oder den Menschen zu einem Allergen, das eine allergische Reaktion auslöst.
Auch wenn die Neigung zu einer Allergie bereits bei der Geburt angelegt ist, ist in der Regel ein wiederholter Kontakt mit der entsprechenden Substanz erforderlich, damit es zu einer ersten Reaktion und damit zur Entfaltung der Allergie kommt. Bei Hunden ist davon auszugehen, dass Futtermittelunverträglichkeiten in jedem Alter auftreten können. Allergien bei Hunden gegen Umwelteinflüsse prägen sich dagegen meist erst nach längerem Kontakt mit dem entsprechenden Allergen aus und treten deshalb eher erst im zweiten oder dritten Lebensjahr des Tieres sichtbar auf.
Allergien Vorbeugen durch BARFen?
Durch die Umstellung auf BARF kann man kranken Tieren das Leben beispielsweise leichter machen. Im Tierarzt-Blog Allergie-bei-hunden.de findet man beispielsweise eine Übersicht zu einer Vielzahl von Krankheitsbildern und Fütterungsempfehlungen für BARF. Die biologisch-artgerechte rohe Fütterung ist schon für Welpen geeignet und kann bereits früh dabei unterstützen, gegen die Ausprägung von Allergien vorzubeugen. Im Rohfleisch ist nur eine begrenzte Anzahl verschiedener Proteine enthalten, während fertig zubereitete Futtermischungen den Hund oft mit einer Vielzahl potentieller Allergene in Kontakt bringen.
Allergie beim Hund vom Tierarzt abklären lassen.
Hundehalter, die die Ernährung ihres Hundes infolge einer Allergie auf BARFen umstellen möchten, sollten dies in jedem Fall in Rücksprache mit dem Tierarzt tun. Eine auf die Futtermittelunverträglichkeit abgestimmte Ernährung ist in vielen Fällen die beste Behandlungsmöglichkeit für betroffene Hunde. Auch beim BARFen ist die Fütterung von Rohfleisch durch die Zugabe von Beifutter und Flocken zu ergänzen. Jeder Zusatzstoff sollte allerdings auf die speziellen Bedürfnisse des Organismus abgestimmt sein, um eine neuerliche Unverträglichkeit beim Hund ausschließen zu können.
Häufige Allergien bei Hunden
Allergische Reaktionen können bei Hunden aus verschiedenen Gründen auftreten. Besonders häufig sind
- Allergien durch Floh- oder Zeckenbefall
- Allergien durch Umwelteinflüsse (atopische Dermatitis)
- Futtermittelallergien
Die Häufigkeit der auftretenden Allergien beim Hund hängt stark von der Umgebung ab, in der der Hund lebt, aber auch von jahreszeitlich bedingten Umwelteinflüssen. In einem feucht-warmen Klima verbreiten sich Allergien zur Floh- oder Zeckenbefall besonders gut. Die verschiedenen Varianten der Umweltallergien, der so genannten atopischen Dermatitis, sind so vielseitig, dass sie je nach Umfeld, in dem sich der Hund täglich bewegt, unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.
Futtermittelallergie
Futtermittelallergien sind nicht selten eine Begleiterscheinung anderer Einflüsse, wie zum Beispiel einer Umweltallergie, die das Immun- und Verdauungssystem des Hundes schwächen und ihn deshalb auf verschiedene Futterbestandteile empfindlich reagieren lassen. Bei einer Futtermittelallergie sind es in der Regel im Futter enthaltene tierische oder pflanzliche Proteine, auf die das Immunsystem des Hundes allergisch reagiert.
Häufig werden Hautkrankheiten bei Hunden mit Allergien gleichgesetzt. Das ist nicht ganz richtig, obwohl die Allergien grundsätzlich in den Bereich der Hautkrankheiten zu zählen sind. Trotzdem gibt es verschiedene Krankheitsbilder im Bereich der Hautkrankheiten, die nicht auf eine Allergie beim Hund zurückzuführen sind. Die „Initiative gegen Jucken“ informiert umfassend über die verschiedenen Formen von Hautkrankheiten und ihren möglichen Zusammenhang mit Allergien. Demnach sind unter Hautkrankheiten beim Hund die folgenden Krankheitsbilder zu fassen:
- Infektionen der Haut (bakterielle Infektionen, Pilz-, Hefepilz- und Parasiteninfektionen)
- Infektionen der Ohren
- Umweltallergien
- Parasiten (Flöhe, Zecken, Milben)
- Futtermittelallergien
- Endokrine Erkrankungen
Im Videointerview mit Vorarlberg Online informiert Tiermedizinerin Dr. Gabriela Piller aus der Tierarztpraxis Wolfurt rund um das Thema Allergie bei Hund und Katze:
Symptome einer Allergie bei Hunden
Eine Allergie kann je nach Ausprägung für einen Hund ebenso unangenehm sein wie für den Menschen. Je schneller und sicherer Hundehalter die Anzeichen erkennen, desto schneller kann ein Tierarzt die richtige Behandlung empfehlen und dem betroffenen Hund Linderung verschaffen. Hundehalter sollten sich deshalb bei ihrem Tierarzt ausführlich über mögliche Symptome einer Allergie beim Hund informieren.
Hund kratzt sich oft
Das Kratzen ist nicht nur ein Symptom von Allergien, die auf Flohbisse oder Umwelteinflüsse zurückzuführen sind. Auch bei Futtermittelallergien kann es zu Juckreiz und dadurch zu verstärktem Kratzen kommen. Bei einer Unverträglichkeit pflanzlicher oder tierischer Proteine bleibt es aber meist nicht beim Juckreiz. Betroffene Hunde leiden in den meisten Fällen außerdem an Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall. Wenn das Tier unmittelbar oder kurz nach der Futteraufnahme mit Erbrechen oder Durchfall reagiert, ist eine allergische Reaktion auf einen Bestandteil der Futterzusammensetzung die naheliegende Annahme. In diesem Fall sollte ein Tierarzt unbedingt abklären, auf welche Substanzen das Immunsystem des Hundes allergisch reagiert. Durch spezielle Zusammensetzungen des Futters können die jeweiligen Allergene vermieden und dadurch die allergische Reaktion umgangen werden. Über die einzelnen Inhaltsstoffe, die im Hundefutter verarbeitet werden, und wie sie auf den Organismus des Tieres wirken, informiert unter anderem die Internetseite tiermedizinportal.de.
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- Allergie
- Futter
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1 Kommentar
Sehr geehrtes Planethunde Team,
Ihre gesamte Beschreibung über Allergien und Juckreiz sind sehr ausfühlich erklärt.
Auch das bei einer Futterunverträglichkeit eine Ausschlußdiät vom Tierarzt Ratsam wäre oder den Hund Barfen.
Habe ein Junghund von 1 Jahr den ich aus Son Reus Tötungsstation habe und ihn anfang November 2016 mit ca. 23 Wochen alt bekam. Nach ca. 2 wochen fing er sich am Bauch, Axeln Hals und Ohren an zu kratzen bis es die Hand Rot wurde und Pusteln kamen. Der Tierarzt hat ihn auf Futterallergie behandelt und bekam 2 Spitzen Cordison sowie Tapletten, es wurde bei der Firma Vet Concept ein Rezept freigeschaltet womit er das Trockenfutter Dog Sana Pferd bekommen müsste!
Während den Tapletten Cortison die ich ihm morgens und Abends jeweils 2 geben musste, hatte sich das Jucken, Kratzen und die Haut sich gut erholt. Ich bin dann langsam auf Barfen umgestiegen aber auch mit Pferdefleisch, Gemüse und Oel dazu. Es dauerte nicht lange und der Juckreiz sowie kratzen fing wieder von vorne los.
Mein Tierarzt meinte das er noch eine Kontaktallergie dazu bekommen hätte und ich bin dann aus andere Bettwäsche, Spielzeug sowie Decken umgestiegen. Er bekam wieder 2 Spritzen und ich soll ihm wieder das Dog Sana Pferd Trockenfutter geben! Habe das gemacht und habe mir auch das für Hunde…Hanfoel besorgt das ich ihm unters Futter mische und auch auf die wundgekratzte Haut einreibe, es geht langsam weg. Aber trotz allem Leckt er sich öfters wieder an der seiter der Senkel bis wieder Pusteln kommen! Es kommt aber nicht wieder zu sehr starkem Kratzen, beim Futtertest hat er angeblich auf alles angeschlagen!! Der Exotische Test angeblich bestanden mit Wildschwein, Känguru, Rentier und Strauß dürfte er essen. Aber zu dem Zeitpunkt bei der Blutabnahme hatte er noch die Spritzen Cortison im Blut…Toll gelle?
Mir fällt aber auf das wenn ich von draußen von dem Feld und Wiese zurück komme, das er sich danach wieder leckt und Beist!
Habe jetzt schon sehr viel Geld seit Mitte November 2016 ausgegeben aber trotzdem ist seine Haut am Bauch, Innenseite Schenkel nicht vollständig abgeheilt und ich weiß nicht mehr weiter wie ich meinem armen Hund vor dem Jucken und Kratzen noch helfen könnte….
Denn ich bin seid Januar ohne Eigenverschulden Arbeitslos geworden.
Ob er wirklich eine Futterallergie hat ist fraglich, den er hatte nie gebrochen oder das es ihm schlecht wurde.
Allergie beim Hund: Symptome und Diagnose
Wenn ein Hund sich häufig kratzt, denken Hundebesitzer zunächst an Flöhe. Aber auch Hunde sind vor Allergien nicht gefeit und die Anzahl allergischer Erkrankungen steigt. Über die Möglichkeiten, die Symptome einer Allergie beim Hund zu erkennen und über die richtige Diagnose sprach MeinAllergiePortal mit Dr. med. vet. Ursula Mayer, tierärztliche Spezialistin für Allergien, Haut- und Ohrenkrankheiten in München/Augsburg.
Frau Dr. Mayer, welche Allergien kommen bei Hund am häufigsten vor?
Das ist regional sehr unterschiedlich. Z.B. ist in warmen, feuchten Regionen, in denen für Flöhe optimale Lebensbedingungen herrschen, wie z.B. in Florida, die Flohallergie mit Abstand die häufigste Allergieform. Dann kommen die Umweltallergien und dann erst die Futtermittelallergien. In Bezug auf die Futtermittelallergie ist die Häufigkeit allerdings ein schwieriges Thema, denn nicht selten trifft man beim Hund auf Kombinationen verschiedener Allergien. Nach einer intensiven Diagnostik kann deshalb der Anteil der Futtermittelallergie leicht auf 30 bis 40 auf 50 Prozent ansteigen.
Woran erkennt man, dass der Hund eine Allergie hat?
Das Hauptsymptom einer Allergie beim Hund ist der Juckreiz. Zum Juckreiz gehört aber nicht nur das Kratzen, sondern auch das Schlecken, insbesondere das Pfotenschlecken, aber auch Wälzen und Reiben. Viele Hunde mit Allergien haben auch allergische bedingte Ohrentzündungen. Das äußert sich z.B. durch Schütteln, oder durch einen unangenehmen Geruch aus den Ohren. Wenn es ganz schlimm kommt, fangen die Hunde auch an, den Kopf schief zu halten. Die Ohren können auch schmerzhaft sein, was sich dann durch Jaulen äußert, oder dadurch, dass die Hunde den Kopf gar nicht mehr bewegen wollen und auch nicht mehr angefasst werden wollen. Normalerweise wollen Hunde ja besonders gerne am Ohr gekrault werden.
Ein weiteres Anzeichen für eine Allergie beim Hund sind die sogenannten Zwischenzehengranulome, insbesondere bei Hunden, bei denen diese wiederholt und an verschiedenen Stellen auftreten. Dabei handelt es sich um Knötchen, die aus Entzündungszellen bestehen und sich in den Zwischenzehenräumen bilden. Das Zwischenzehengranulom bildet sich meist dann, wenn das Immunsystem sich gegen etwas zur Wehr setzt, das kann ein Fremdkörper sein oder ein Infektionserreger oder aber allergisch bedingt. Es kann auch sein, dass sich durch die Allergie die Haarfollikel entzünden. Wenn diese Haarfollikel dann platzen, kann es durch das Keratin zu einer Fremdkörperreaktion kommen und dadurch zur Entstehung der Zwischenzehengranulome.
Bei Allergien kann es auch es zu sogenannten Hot Spots kommen, runde, nässende, feuchte Stellen, die ganz plötzlich entstehen. Meist entweder am hintern Rücken oder im Hals- und Wangenbereich.
Weitere Symptome für die Allergie beim Hund sind Urtikaria und Angioödeme, wobei diese beim Hund selten chronisch sind.
Für den Hundebesitzer ist eine Allergie allerdings relativ schwierig zu erkennen – das kann nur der Tierarzt, da sehr viele Hauterkrankungen zu Juckreiz führen. Auch für Tierärzte ist es nicht immer leicht, je mehr Fortbildungen ein Tierarzt im Bereich Dermatologie gemacht hat umso leichter tut er sich. Wichtig ist aber ein sehr ausführlicher Vorbericht des Besitzers, in dem die Symptome sehr genau beschrieben werden sollten. Eine der wichtigsten Fragen im Vorbericht ist z.B., ob es sich um ein saisonales Problem handelt. Wenn die Symptome z.B. jedes Jahr im Frühjahr auftreten, kann dies ein Hinweis auf Umweltallergene sein. Saisonal kann aber auch durch Parasiten ausgelöster Juckreiz vorkommen. Parasiten treten in der warmen Jahreszeit vermehrt auf und dadurch wächst das Risiko eines Befalls. Beim Erstgespräch mit dem ist sehr wichtig, wenn es um Hautsymptome des Hundes geht. Es wird deshalb sehr ausführlich geführt und kann durchaus eine halbe Stunde und länger dauern.
Wie sieht es beim Hund mit Allergiesymptomen aus, wie sie bei der allergischen Rhinitis des Menschen vorkommen, sprich Niesreiz, laufende Nase und tränende Augen?
Wenn es dem Hundebesitzer auffällt, dass sein Hund zeitgleich zu Problemen mit der Haut extrem viel nießt, sollte er das dem Tierarzt sicher erzählen. In meiner Praxis kommt es extrem selten vor, dass Hunde allergisches Niesen zeigen. Eher kommt es zu Juckreiz im Gesichtsbereich, die Hunde reiben dann Augen und Nase.
Was man beim Hund aber durchaus feststellen kann ist allergische Konjunktivitis, d.h. eine Bindehautentzündung. Dem wird in der tierdermatologischen Literatur erst seit ein paar Jahren wieder vermehrt Beachtung geschenkt. Wenn man mit Kollegen, welche sich auf Augenerkrankungen bei Tieren spezialisiert haben, zusammen arbeitet, so wie ich das tue, fällt auf, dass die Bindehautentzündung der Augen den Hautsymptomen nicht selten vorausgeht.
- 17 Jun 2013
- Autor: Sabine Jossé, www.mein-allergie-portal.com
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Dr. Berg über: Futtermittelallergie – die dritthäufigste Allergie beim Hund
Es gibt immer mehr Hunde, die unter ihr leiden und es uns Zweibeinern damit oft sehr schwer machen: die Futtermittelallergie. Sie ist die dritthäufigste Allergie bei Hunden. Doch wie entsteht solch eine Allergie und was können wir tun, um unseren Lieblingen zu helfen? Tierarzt Dr. Berg erklärt die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.
Welche Stoffe im Futter können Allergien begünstigen und warum?
Insgesamt reagieren 80 Prozent der Allergiker-Hunde auf zwei Bestandteile des Futters, 20 Prozent auf drei bis fünf. Selbstverständlich gibt es auch biologische Prädispositionen, wie beispielsweise eine geschädigte Darmwand. Wenn das Tier Durchfall hat und die Darmschranke dadurch gestört ist, können größere Futterbestandteile durch sie hindurchwandern. Der Körper reagiert darauf mit einem Abwehrmechanismus. Bei akutem Durchfall sollte der Hund daher 24-48 Stunden nur Wasser und kein Futter zu sich nehmen. Andernfalls besteht eine hohe Gefahr, Allergien hervorzurufen.
Wie können Sie nun aber eine Futtermittelallergie bei Ihrem Hund erkennen?
Wie können Sie Allergiker-Hunde unterstützen?
Gerne können Sie uns weitere Fragen zum Thema Futtermittelallergie bei Hunden in einem Kommentar hinterlassen. Haben Sie Probleme mit einer Allergie beim Hund? Tierarzt Dr. Gregor Berg und unser Experten-Team beantworten gerne Ihre Fragen zu diesem Thema und helfen Ihnen, das richtige Futter für Ihren Vierbeiner zu finden.
Kommentare zu diesem Beitrag (6)
- ”Hallo, mein Hund hat eine extreme Allergie. Der Arzt hat mir nach einer Blutuntersuchung gesagt, dass er gegen alles allergisch ist, ausser Fisch und exotische Fleischsortten (Strauss, Wildschwein, Kaenguru etc.). Kann es sein, dass wenn ich ihm jetzt Strauss gebe, er nach einer Weile auch auf das Hundefutter mit Strauss allergisch reagiert?? Zudem hat er starken Haarausfall..ich hab einen Doggo Argentino und bei ihm kann man mittlerweile die schwarzen Punkte sehen, die auf seiner Haut sind (was bei einem Doggo nicht sein muesste). Ausserdem hat er am Schwanz ein ca 3 cm trockene Flaeche, wo die Haare abgefallen sind. Das gleich auch am Hals (die Flaeche ist hier groesser./.ca 8cm). Koennen diese Flaechen von der Allewrgie sein? Und werden die Haare nochmal nachwachsen? Was kann ich darueber hinaus tun, damit diese Flaechen wieder mit Haare bedekct werden, ausser ihm allergiefreies Futter geben (Ich gebe ihm z.Z. Fisch (hydrolisiert) mit Kartoffeln). Ueber eine Antwort wuerde ich Ihnen sehr sehr dankbar sein” von Dimi
- ”Hallo Dimi. Vielen Dank für Ihren Kommentar und das Vertrauen, dass Sie sich wegen der Probleme Ihres Dogos an uns wenden. Es kann sehr gut sein, dass Ihr Hund unter einer Futtermittelallergie leidet. Allerdings erscheint Ihre Beschreibung der haarlosen Stellen an Schwanzansatz sowie am Hals etwas untypisch für eine Futterallergie. Wir sollten uns daher etwas genauer unterhalten. Können Sie sich unter 089-809 115 650 mit unserem Serviceteam kostenfrei in Verbindung setzen? Ich denke, dass wir im direkten Gespräch am besten die verschiedenen möglichen Ursachen herausfinden können. Auch welches Futter Sie genau füttern ist von Bedeutung. Ich würde mich sehr freuen von Ihnen zu hören und wünsche Ihnen und Ihrem Dogo bis dahin alles Gute. Herzlich, Ihr Dr. Berg.” von Dr. Gregor Berg
- ”Hallo, haben einen Hund aus Portugal kam schon mit offenen Pfoten bei uns an, zwischen den Schenkel ist er fast schon blutig geleckt. Da sie starkes Übergewicht hat gebe ich Diatfütter, hat auch schon 6 Kilo abgenommen. Hab jetzt mal Hypoallergenes Futter probiert das auch für Diät geeignet ist lt. Tierarzt, aber leider hat sie darauf so einen Quellbauch bekommen. Jetzt soll ich sie in Narkose legen lassen, damit eine Hautprobe gemacht werden kann. Und jetzt weiss ich nicht was ich machen soll. Für einen Tipp wäre ich Ihnen dankbar.VG Moni” von monika von malek
- ”Hallo Moni. Vielen Dank für Ihre Anfrage. Vielleicht können Sie uns mitteilen, welches Futter Sie genau füttern? Dann können wir Ihnen mehr dazu sagen, ob es zur Gewichtsreduktion geeignet ist oder herausfinden, woran es liegen könnte, dass Ihr Hund einen Quellbauch bekommt. Die Hautsymptome können Symptome einer Futterallergie sein, aber möglicherweise auch andere Ursachen haben. Vielleicht melden Sie sich bei uns unter 089-809 115 650, wo wir Sie kostenfrei zur Fütterung beraten können. Möglicherweise ist das die einfachste Lösung in diesem Fall. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund alles Gute und freue mich auf Ihren Anruf. Herzlich, Ihr Dr. Berg.” von Dr. Gregor Berg
- ”Lieber Dr. Berg Was empfehlen sie mir für ein Futter für eine Ausschlussdiät? Mein TA hatte mir Royal Canin Sensitivity Control empfohlen. Darauf hat er reagiert. Ich hab s dann mit Pet balance Gastro interestinal probiert - hat er auch nicht vertragen. Ich habe das Gefühl, er verträgt Trockenfutter grundsätzlich nicht. Mit Juckreiz reagiert er gar nicht. Er hat einfach ständig und immer wieder Verdauungsprobleme. Zurzeit bekommt er Real Nature Wilderness nass - das verträgt er am besten - zumindest das 100% turkey. ” von Simone
- ”Liebe Simone, vielen Dank für Ihre Anfrage und das Vertrauen, das Sie in uns setzen. Sie schreiben, dass Juckreiz eher keine Rolle spielt, stattdessen Durchfall als Symptom auftritt. Möglicherweise verbirgt sich eine andere Sache dahinter und keine Allergie. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich unter 089-809 115 650 bei unserem Serviceteam kostenfrei melden. Gerade weil Sie schon mehrere Futter ausprobiert haben - ohne oder mit nur mäßigem Erfolg - sollten wir auch andere Krankheiten oder Ursachen in Betracht ziehen. Haben Sie schon einmal eine Kotuntersuchung bei Ihrem Hund machen lassen? Am besten wäre es wirklich, wenn wir mit Ihnen die aktuellen Symptome und Probleme besprechen würden und uns dann auf eine Strategie und ein Futter einigen würden. Ich freue mich auf Ihre4n Anruf und wünsche Ihnen und Ihrem Hund bis dahin alles Gute. Herzlich, Ihr Dr. Berg” von Dr. Gregor Berg
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Allergie beim Hund: Symptome und Diagnose
Wie geht der Tierarzt vor bei der Diagnose von Allergien beim Hund?
Der Tierarzt wird abhängig vom Vorbericht des Hundebesitzers und abhängig davon, wie die Haut des Hundes zu diesem Zeitpunkt aussieht, zunächst verschiedene Hautproben nehmen. Mit Hilfe von sogenannten Abklatschzytologien (Diagnosemethode zur Ermittlung von Infektionen) wird geprüft, ob auf der Haut des Hundes Infektionen mit Bakterien oder Hefepilzen vorliegen, sogenannte Sekundärinfektionen.
Wenn dies so ist, wird der Tierarzt diese zunächst behandeln und nach zwei Wochen überprüfen, ob noch ein Juckreiz vorhanden ist, obwohl die Infektionen nicht mehr bestehen. Leidet der Hund dennoch unter Juckreiz, oder wenn von vornherein keine Infektionen gefunden wurden, dann sind die zwei Hauptauslöser für Juckreiz Parasiten und Allergien.
Als nächstes wird der Tierarzt dann versuchen, Parasiten als Ursache für den Juckreiz beim Hund auszuschließen. Er tut dies mit einem Flohkamm oder durch ein Hautgeschabsel. Beim Hautgeschabsel werden mit einem Skalpell Hautschuppen von der erkrankten Stelle abgeschabt und mikrosokopisch untersucht.
Allerdings kann es passieren, dass vorhandene Parasiten dennoch nicht gefunden werden. Deshalb wird der Tierarzt möglicherweise eine diagnostische Therapie anschließen. Bei Tieren macht man das heutzutage häufig mit sogenannten Spot-on Mitteln, die gegen Milben und Flöhe wirksam sind. Bei Spot-on Mitteln werden Tropfen des Wirkstoffs im Nacken des Tieres aufgebracht – von da aus verteilen sie sich. Die Spot-on's zeichnen sich durch eine sehr einfache Handhabung aus und ersetzten die zuvor verwendeten Shampoos und Sprays.
Wenn sämtliche Infektionen und Parasiten beseitigt sind und der Hund sich immer noch kratzt, was dann?
Konnten Infektionen und Parasiten ausgeschlossen werden, passen klinisches Bild und Vorbericht, liegt eine Allergie vor und dann stellt sich die Frage, worauf der Hund allergisch ist. Möglich sind beim Hund Allergien auf Parasiten insbesondere Flöhe, Allergien auf Futterinhaltsstoffe oder Allergien auf Umweltallergene. Kontaktallergien sind beim Hund sehr selten.
Rein äußerlich können insbesondere die Futtermittelallergie und die Allergie auf Umweltallergene genau gleich aussehen. Ist die Allergie des Hundes durch Flohbisse ausgelöst, sind klassischerweise der hintere obere Rücken und der Schwanzansatz, teils auch der untere Bauch betroffen.
Bestehen die Symptomen ganzjährig, würde man dann zunächst auf eine Futtermittelallergie testen, indem man dem Hund eine Ausschlussdiät oder auch Eliminationsdiät verordnet. Nur wenn eine Flohbissallergie und eine Futtermittelallergie bei diesen Patienten ausgeschlossen wurden, kann die Diagnose Umweltallergie, oder auch atopische Dermatitis gestellt werden. Allergietests ob nun mittel Blutuntersuchung oder Intrakutantest sind dafür nicht geeignet, da es zu viele falsch positive oder falsch negative Ergebnisse gibt. Die Diagnose wird also durch ein klinisches Ausschlußverfahren gestellt.
Wie führt man die Ausschlussdiät bzw. Eliminationsdiät beim Hund richtig durch?
Wichtig ist, dass die Diät des Hundes in Abstimmung mit dem Tierarzt durchgeführt wird, damit sie auch richtig durchgeführt wird. Dabei sind vier Punkte entscheidend:
Ein wichtiger Faktor ist, dass die Diät lange genug durchgeführt wird. Man rechnet mit einem Zeitraum zwischen 6 bis 10 Wochen - mein Ansatz ist 8 bis 10 Wochen.
Der zweite wichtige Faktor ist, dass das richtige Futter für den Hund ausgewählt wird. Hierbei ist wiederum der wichtigste Faktor, dass ausschließlich Inhaltsstoffe ausgewählt werden, auf die das Tier nicht allergisch reagieren kann . Dies kann man auf zweierlei Arten sicherstellen. Zum einen, indem man nur Dinge verfüttert, die das Tier zuvor noch nie gefressen hat, denn dann kann es auch nicht allergisch darauf reagieren. Der zweite Ansatz besteht aus hydrolisierten Diäten. Das sind Produkte, bei denen die Moleküle so klein sind, dass das Immunsystem sie in der Theorie nicht mehr erkennt. Man unterscheidet zwischen partiellen und vollständigen Hydrolysaten. In der Tiermedizin gab es bisher nur partielle, jetzt gibt es auch ein Produkt dass vollständige Hydrolysate enthält. Wie gut diese Präparate funktionieren hängt mit der Molekülgröße zusammen, je kleiner desto besser. Allerdings sind in diesen Diäten nicht alle Bestandteile hydrolysiert, sondern meist nur die Fleischquellen. Sie enthalten also auch immer nicht hydrolysierte Bestandteile.
Dann gibt es natürlich auch die Möglichkeit für den Hundebesitzer, das Futter selbst zu kochen. Dies funktioniert manchmal sogar etwas besser, wenn es denn richtig gemacht wird. Eventuell hängt dies damit zusammen, dass bei den kommerziellen Futtermitteln die Herstellungsweise, Konservierungsstoffe oder Kontamination eine gewisse Rolle spielen. Ich weiß von einer Firma die Ihre Diätfuttermittel über Tierärzte verkauft, die ihre allergenfreien Futtermittel sogar nochmals mittels PCR auf Kontamination überprüft, d.h. mit einer extra sensitiven Methode, mit der man winzigste Mengen an Fremdstoffen ermitteln kann. Andere Firmen achten nicht so extrem auf diese Dinge. Bei einer Studie, die ca. 10 im Zoohandel verkaufte hydrolysierte Diäten untersucht hat, wurde z.B. festgestellt, dass 8 von 10 Futtermitteln nicht deklarierte Bestandteile enthielten. Eine solche Diät bringt dann natürlich keine so guten Ergebnisse. Deshalb ist es wichtig, dass man die Diäten zusammen mit dem Tierarzt durchführt, der hier kompetent beraten kann.
Ein dritter wichtiger Faktor bei einer solchen Diät ist die Konsequenz, denn winzigste Mengen des Allergens können bereits Symptome auslösen. Also keine verbotenen Leckerlis und aufpassen, dass der Hund nichts auf der Straße finden und essen kann. Dafür muss man seinen Tagesablauf durchgehen, die Gefahrenzonen identifizieren und dann umschiffen. Hat man z.B. mehrere Hunde kann es sinnvoll sein, dass alle Tiere die Diät mitmachen. Das ist einfacher als zu verhindern, dass der Hund bei den anderen mitfrisst.
Der vierte Faktor betrifft den Tierarzt. Die Beurteilung, ob die Diät funktioniert oder nicht wird anhand der Klinik gemacht – entscheidend ist, ob sich die Symptome verbessern oder nicht. In dieser Zeit muss der Tierarzt garantieren, dass nicht andere Erkrankungen, die auch Juckreiz verursachen neu auftreten. Zwar hat der Tierarzt im Verlauf der Diagnose und vor Beginn der Diät bereits Infektionen oder Parasiten ausgeschlossen oder behandelt. Die Eliminationsdiät braucht aber meist ca. sechs bei acht Wochen, um zu wirken und in dieser Zeit kann es durchaus zu Neubefall oder Neuinfektionen kommen. Der Tierarzt sollte deshalb eine gewisse Erfahrung haben und entweder auf das Thema Haut spezialisiert sein, oder entsprechende Fortbildungen gemacht haben.
Frau Dr. Mayer, vielen Dank für dieses Gespräch!
- 17 Jun 2013
- Autor: Sabine Jossé, www.mein-allergie-portal.com
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Hundeallergie
Das Wichtigste in Kürze
Hundeallergien werden zu den sogenannten Tierhaarallergien gezählt, die von bestimmten Eiweißen ausgelöst werden. Die Allergene entstammen dabei nicht den Haaren, sondern der Haut, dem Speichel oder dem Urin der Tiere, können sich aber mit den Hundehaaren leicht verbreiten. Neben der kurzfristigen Behandlung der Symptome mit antiallergischen Medikamenten kann langfristig eine Besserung durch eine Hyposensibilisierung erreicht werden. Der sicherste und einfachste Weg ist jedoch, den Kontakt zu den Allergenen so weit wie möglich zu vermeiden.
Hunde zählen in Deutschland zu den beliebtesten Haustieren, doch einigen Menschen können sie erhebliche gesundheitliche Beschwerden bereiten. Brennende oder juckende Augen, Niesen, Schnupfen oder Ausschlag können die unangenehmen Zeichen dafür sein, dass jemand allergisch auf Hunde reagiert. Durch geeignete Vorbeugungs- und Behandlungsmaßnahmen können die Beschwerden jedoch gelindert oder ganz zum Verschwinden gebracht werden.
Was ist eine Hundeallergie und wie wird sie diagnostiziert?
Hundeallergien, teilweise auch als Hundehaarallergien bezeichnet, zählen zu den sogenannten Tierhaarallergien. Diese Bezeichnung ist allerdings etwas irreführend, denn die Allergie wird nicht von den Haaren selbst ausgelöst, sondern von speziellen tierischen Eiweißen, die sich in der Haut, im Speichel und im Urin von Hunden finden und häufig an den Haaren haften beziehungsweise mit diesen weiterverbreitet werden. Bemerkenswert ist, dass alle Hunderassen die gleichen Allergene aufweisen, die Allergene jedoch bei unterschiedlichen Rassen und Individuen in unterschiedlichen Mengen vorkommen.
Es ist also durchaus möglich, dass jemand allergisch auf einen Boxer reagiert, während dieselbe Person beim Kontakt mit einem Schäferhund oder einem Pudel keine Allergiesymptome zeigt. Rasseunabhängig produzieren die Tiere unterschiedlich viel Allergene, so dass auch innerhalb der Rasse ein Tier zu allergischen Reaktionen führt, das andere aber nicht. Für die gelegentlich anzutreffende Meinung, dass langhaarige Rassen eher allergische Reaktionen auslösen als kurzhaarige, gibt es keinen Beleg. Vielmehr wird teilweise angenommen, dass das Allergiepotenzial bei kurzhaarigen Rassen höher sei. Insgesamt sind die von Hunden stammenden Allergene jedoch weniger aggressiv als beispielsweise Katzenallergene.
Häufig haben die Betroffenen selbst schon Anhaltspunkte dafür, was möglicherweise die Ursache ihrer Allergie sein könnte. So können sie mitunter beobachten, dass die Beschwerden nach dem Kontakt mit Hunden auftreten - oder eben nicht auftreten, wenn kein Kontakt zu Hunden oder Hundehaaren besteht.
Auch der Arzt vermutet oft schon aufgrund der Anamnese, dass es sich um eine Hundeallergie handeln könnte, insbesondere, wenn die betreffende Person entweder selbst Hundehalter ist oder häufig mit Hunden in Kontakt kommt.
Um eine sichere Diagnose stellen zu können, ist allerdings ein Allergietest notwendig. Möglich sind sowohl Hauttests wie der Pricktest als auch Allergie-Bluttests im Labor, bei denen nach Antikörpern gegen bestimmte Allergene gesucht wird.
Welche Symptome können bei einer Hundeallergie auftreten?
Bei einer Hundeallergie löst der Kontakt mit den von Hunden stammenden Allergenen eine überschießende Reaktion des Immunsystems aus. Deren Symptome ähneln in vielerlei Hinsicht denen von anderen Inhalationsallergien, bei denen die Allergene vor allem über die Atemwege und deren Schleimhäute aufgenommen werden.
So sind ohne vorliegendes Allergietestergebnis beispielsweise durchaus Verwechslungen mit Heuschnupfen oder Hausstauballergien möglich.
Zu den typischen Symptomen einer Hundeallergie gehören brennende, kribbelnde und tränende Augen, allergischer Schnupfen, Nies- und Hustenreiz sowie Kratzen im Hals. Darüber hinaus kann es auch zu allergischen Hautreaktionen wie Schwellungen und Rötungen kommen. Konzentrations- und Schlafstörungen sind ebenfalls mögliche Hundeallergie-Symptome, und in schwereren Fällen können die Betroffenen unter Atemnot und allergischem Asthma bronchiale leiden.
Typische Symptome einer Hundeallergie:
- Tränende und brennende Augen
- Allergischer Schnupfen
- Nies und Hustenreiz
- Kratzen im Hals
- Schwellung und Rötungen der Haut
- Atemnot
Vom Heuschnupfen und anderen Pollenallergien unterscheiden sich die Hundeallergien in einem wesentlichen Punkt: Denn während sich die Symptome einer Pollenallergie in der Regel nur zur Blütezeit der betreffenden Pflanzen bemerkbar machen, sind sie bei einer Hundeallergie an keine bestimmte Jahreszeit gebunden und können das ganze Jahr hindurch auftreten.
Wie kann eine Hundeallergie behandelt werden?
Hundeallergien können auf unterschiedliche Weise behandelt werden. Dabei ist zwischen einer dauerhaften Behandlung der Allergieursachen und einer kurzfristigen Linderung der Allergiesymptome zu unterscheiden.
Die sicherste, einfachste und nebenwirkungsärmste Art und Weise, eine Hundeallergie zu behandeln, ist in jedem Fall das Vermeiden des Kontakts mit den Allergenen. Diese kommen nicht nur an den Hunden selbst vor, sondern auch an allen Gegenständen, die mit ihnen in Berührung gekommen sind. Dazu zählen Hundedecken, Hundekörbchen und Ähnliches - aber zum Beispiel auch Gegenstände wie Teppiche, Polstermöbel oder eine Picknickdecke. Nach dem Berühren von Hunden, sofern es sich nicht gänzlich vermeiden lässt, sollten die Hände in jedem Fall gründlich gewaschen werden. Keinesfalls dürfen Hunde sich mit ins Bett oder auf die Couch legen.
Hundehalter mit einer Hundeallergie sollten darüber nachdenken, künftig auf eine Hundehaltung zu verzichten. Von dieser Allergie betroffene Kinder sollten auch nicht mit Hunden von Freunden oder Bekannten spielen und keine Hunde streicheln. Tierallergene wie die von Hunden können sich jedoch mit den Haaren der Tiere auch relativ leicht verbreiten. Deshalb kann eine Hundeallergie unter Umständen auch dann ausgelöst werden, wenn gar kein unmittelbarer Kontakt zwischen der betreffenden Person und einem Hund stattgefunden hat.
Im Gegensatz zu Katzenallergenen verbreiten sich Hundeallergene allerdings nicht in so starkem Maße in der Raumluft und wirken auch weniger aggressiv.
Wer sich trotz Allergie den Allergenen aussetzt, läuft Gefahr…
- …ein allergisches Asthma bronchiale zu entwickeln
- …weitere Allergien zu entwickeln.
Ein Weg, die Ursache der Allergie direkt zu behandeln, ist die Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie oder Allergie-Impfung genannt. Dabei wird der Körper, entweder durch Spritzen, Tropfen oder Tabletten, in regelmäßigen Abständen mit relativ hohen Dosen des auslösenden Allergens konfrontiert, um das Immunsystem daran zu gewöhnen. Die Sensibilisierung für das betreffende Allergen kann dadurch zwar nicht aufgehoben werden, doch im Laufe der Zeit reagiert das Immunsystem dann immer weniger allergisch auf das betreffende Allergen, bis im Idealfall bei Allergenkontakten gar keine Symptome mehr auftreten.
Wer akut unter Hundeallergie-Symptomen leidet, aus irgendeinem Grund aber den Kontakt mit Hunden nicht vermeiden kann oder nicht für eine Hyposensibilisierung infrage kommt, kann mit Medikamenten zumindest eine kurzfristige Besserung der Beschwerden erreichen.
Zur Verfügung stehen dafür vor allem Antihistaminika in Form von Tropfen, Tabletten oder Sprays und in bestimmten Fällen auch Kortisonpräparate in Tablettenform oder als Spray. Bei schweren Allergiesymptomen im Sinne einer Schockreaktion (Anaphylaktischer Schock) kann auch die Gabe von Adrenalininjektionen notwendig sein.
Allergien bei Hunden
Leider entwickeln sich, wie bei uns Menschen, auch bei unseren Hunden immer mehr Allergien.
Futtermittelallergien, Allergien gegen Hausstaub, Medikamente, Pollen uvm. Doch warum neigen unsere Tiere immer häufiger zu allergischen Reaktionen?

Die Anlage um Allergien zu entwickeln soll genetisch angelegt sein.
Das bedeutet, dass der Züchter unwissentlich Allergieanfälligkeiten in seine Hunde hineinzüchten könnte.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Hund allergische Reaktionen zeigen wird, sondern nur das die Disposition vorhanden ist.
Im Falle einer Allergie reagiert das Immunsystem unangemessen heftig auf eher harmlose Substanzen.
Die Antikörper vom Typ E werden vom Immunsystem nach dem ersten Kontakt mit Antigenen in großen Mengen gebildet. Sie setzen sich auf bestimmte Zellen (Mastzellen) im Körpergewebe. Der Erstkontakt ruft noch keine Krankheitszeichen hervor, der Körper wird jedoch sensibilisiert, d. h. es besteht eine erhöhte Reaktionsbereitschaft gegenüber diesen Antigenen.
Der zweite Kontakt
Beim zweiten Kontakt verbindet das betreffende Antigen zwei Antikörper vom Typ E, die auf einer Mastzelle sitzen. Nach der „Überbrückung“ der Antikörper vom Typ E werden aus dem Inneren der Mastzelle biologisch hochaktive Stoffe (Mediatoren, wie z. B. Histamin) in die Umgebung freigesetzt und rufen in der Regel an den betroffenen Körperstellen Entzündungsreaktionen hervor. Werden die Fremdstoffe über die Lunge eingeatmet, kann sich ein Asthma entwickeln. Nahrungsmittel und ihre Bestandteile, die für den Körper auch Fremdstoffe darstellen, können zu allergischen Reaktionen am Magen- und Darmtrakt oder an anderen Organen (Haut, Lunge) führen. Das Eindringen von Fremdstoffen über die Haut kann bei entsprechend empfindlichen Organismen allergische Reaktionen hervorrufen.
Entscheidend ist der wiederholte Kontakt
Der wiederholte Kontakt mit dem Antigen ist hierbei entscheidend. Antigene, die Allergien auslösen, werden auch als Allergene bezeichnet. Ist die Allergie einmal ausgebrochen, lassen sich die Krankheitszeichen durch das betreffende Allergen immer wieder auslösen, unter Umständen bei jedem Kontakt verstärkt.
Die Veranlagung zu dieser überempfindlichen Reaktion ist meistens angeboren. Man spricht von einer atopischen Disposition. Diese Neigung ist daran zu erkennen, dass im engeren Familienkreis (Mutter, Vater, Geschwister) bereits Allergien vorkommen. Lebewesen mit einer angeborenen Neigung zur Entwicklung von Allergien werden auch aus medizinischer Sicht Atopiker genannt.
Eine Allergie kann aber auch – vor allem unter ungünstigen Umwelteinflüssen – erworben werden.

Fangen wir bei der Geburt eines Welpen an.
Sehr viele Hündinnen bekommen unmittelbar nach der Geburt ein Antibiotika gespritzt = vorsorglich „falls“ es zu einer Entzündung kommen sollte.
Die Welpen haben über das Blut und die Muttermilch Eier des Spulwurmes bekommen, diese sind wichtig , um das Immunsystem des Welpen anzukurbeln. Leider wird dies unterbunden, indem viele Züchter die Welpen ab der 2. Woche, im 14 tägigen Turnus mit Chemie entwurmen. Das Immunsystem wird in diesem Bereich außer Kraft gesetzt, es kann nicht lernen, wie Würmer auf natürliche Weise bekämpft werden, LINK nebenbei wird der junge Welpenorganismus mit Nervengift bombardiert. Wurmkuren = Nervengift
Ab der 3.-4. Woche bekommen die Welpen sogenanntes „Welpenfutter„. Ein Futter, das Calciumüberlastet ist und die Welpen viel zu schnell hochwachsen lässt. Die darin enthaltenen Inhaltstoffe, sind alles andere als gesundheitsfördernd LINK
Der Welpe wächst heran, und bekommt neben seiner 14 tägigen Wurmkuren , zusätzliche Impfungen und Spotons, damit ein Immunsystem völlig überfordert bzw. platt gemacht wird.
Das Immunsystem ist seines Amtes enthoben, mit Giften bombardiert – und sucht sich Aufgaben, die nicht unbedingt erfreulich für das Tier sind.
In Form von Allergien, wütet das Immunsystem nun gegen den Körper, den es eigentlich schützen sollte. Das natürliche Gleichgewicht ist in ein krankes Ungleichgewicht gefallen.
Nun werden Sie natürlich sagen, dass in diesen Fällen ALLE Hunde/Menschen/Tiere von Allergien bzw. autoimmunaggressiven Krankheiten befallen sein müssten ………….so einfach ist es nicht, es zählen weitere Faktoren dazu.

ALLE Hunderassen sind durch Inzucht entstanden.
Durch dieses Inzucht-Linienzucht sind die Hunde zu bestimmten Rassen gezüchtet worden, es sind aber dadurch sehr viele genetische Verluste entstanden.
Diese genetischen Verluste betreffen auch das Immunsystem unserer Hunde, die oftmals so instabil geworden sind, dass die oben genannten Misstände ( Industrielles Hundefutter, Wurmkuren, Impfungen, Spotons , Umweltgifte usw.) dem Organismus Hund im wahrsten Sinne des Wortes den Rest geben.
Das Immunsystem reagiert paradox, greift den eigenen Körper an, reagiert überbordend – es entstehen Allergien.
Natürlich kommen noch Umweltgifte und viele weitere noch unbekannte Faktoren hinzu, aber einiges wissen wir doch bereits und dagegen KÖNNTEN wir etwas tun.

Einfach zurück zur Natur! Wenn das mal so einfach wäre……..
Fangen wir wieder beim Welpen an – dieser bekommt die Spulwurmeier von der Mutter und das Immunsystem „darf“ die Würmer eigenständig bekämpfen.
Unsere Welpen hungern nicht, sind nicht geschwächt und das Umfeld ist sauber, warm und trocken, sodass ein Züchter keine Angst haben sollte, dass seine Welpen von ein paar Spulwürmern, die da eklig aus dem Po des Welpen hängen, dahinsterben werden. Vielmehr, sollte er beobachten, ob die Welpen weiterhin munter sind, gut fressen und die Wurmpopulation selbstständig verschwinden – was passieren wird, wenn nicht gerade wurmfreundliches Trockenfutter/Dosenfutter gefüttert wird.

Das Immunsystem weiß nun wie es agieren muss, um diese lästigen Parasiten zu eliminieren. Fortan wird es dafür sorgen, dass Familie Wurm keine Chance mehr bekommt – immer betonend, dass das Futter dies mit beeinflusst.
Wurmfrei wird kein Hund, schon bei Hundekontakten, während der Gassirunde kann und wird der Hund Kontakt mit verschiedenen Parasiten haben, aus diesem Grund ist es so wichtig, dass der Organismus das Gleichgewicht selbstständig regeln kann.

Das war nur der anfängliche Weg des Immunsystems unserer Hunde, denn es geht das ganze Hundeleben so weiter.
Trockenfutter/ Dosenfutter = industriell hergestelltes Hundefutter (krebserregend )
und wegen jedem Wehwechen gibt es Antibiotika (Resistenzbildung)
Das Risiko einer Allergie minimieren !
Suchen Sie einen Züchter, der auf Chemie verzichtet. Der weder Wurmkuren, Spotons, Impfungen und Co nutzt und das nicht nur bei den Welpen sondern auch bei den Elterntieren.
Welpen, die nur artgerecht nach dem Vorbild der Natur gefüttert werden, wie zB. http://www.prey-model-raw.de
Welpen sollten bis zur 10. Woche bei ihrem Rudel bleiben. Das Immunsystem ist mit 8 Wochen gerade stabil, durch einen Umzug wird es geschwächt. Besser ist 14 Tage drauf geben und dem Welpen-Immunsystem mehr Stabilität zu gönnen. Außerdem ist es für die Sozialisierung des Hundes besser.
Und orientieren auch Sie sich weiterhin an dem Vorbild der Natur.

Das könnte interessant sein 

Die Welpen werden über die Muttermilch mit Spulwurmeiern und Spulwurmlarven infiziert! .

Zwergpinscher gab es ganz früher in vielen Farben. Schwarz-rot und rot , war wie heute auch vertret.
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Allergie bei hunden
Was ist eine ?Futterallergie??
?Futterallergien? gehören zu den sogenannten ?adversen Reaktionen auf Futterbestandteile? oder ?Futterunverträglichkeiten.
Unter einer ?Futterallergie? versteht man eine immunologisch bedingte Reaktion (der Haut oder seltener anderer Organe), die durch die Aufnahme von Futter oder Futterzusatzstoffen hervorgerufen und evtl. unterhalten wird.
Äußerlich nicht von ihr zu unterscheiden sind die nicht-immunologisch bedingten Futterunverträglichkeiten wie pharmakologische Reaktionen auf Futterinhaltsstoffe wie beispielsweise vasoaktive Amine (?Histamintoxikose?), Toxine (z.B. bei ?Lebensmittelvergiftungen?) etc. ebenso wie die individuelle Futtermittelintoleranz.
Wie häufig ist die ?Futterallergie??
Die ?Futterallergie? stellt bei Hunden nach Flohallergie und Atopie die dritthäufigste Allergie dar, bei Katzen nach Flohallergie angeblich die zweithäufigste. Die Zahlenangaben über die Häufigkeit dieser Allergie in der Literatur variieren stark (8-25%), als Faustregel gilt aber, dass die Atopie beim Hund etwa 10mal häufiger vorkommt als die ?Futterallergie?.
Welche Allergieauslöser gibt es?
Die meisten Allergene bei Hunden und Katzen sind nach heutigem Wissensstand Eiweiße oder Eiweißverbindungen (Glykoproteine) mit einem Molekulargewicht von mindestens 10.000 Daltons, Hitze-, Säure- und Protease-stabil, die mit der Nahrung aufgenommen werden.
Prinzipiell kann jedes Eiweiß im Futter bei einem Tier zu allergischen Reaktionen führen. Je häufiger es aber aufgenommen wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Sensibilisierung und einer irgendwann (oft erst nach Jahren!) auftretenden allergischen Reaktion.
Nach umfangreichen Studien sind die häufigsten Allergieauslöser beim Hund Milch und Milchprodukte, Rind, Eier und Weizen, gefolgt von Huhn, Lamm, Soja und Mais. Fisch, Reis und Schwein waren eher seltene Allergieauslöser. Bei Katzen lösten in mehr als 80% der Fälle Rind, Milchprodukte und Fisch die allergischen Reaktionen aus.
Was sind ?versteckte Allergene??
?Versteckte Allergene? werden meist unterschätzt, können aber große zusätzliche Probleme bereiten: Pflanzenöle, die viele Tierbesitzer gerne dem Trockenfutter beifügen, können beispielsweise Mais- oder Sojaöl enthalten, gerade bei Hunden nicht seltene Allergene (s.o.). Milchproteine können nicht ohne weiteres erkennbar beispielsweise in Thunfisch in Dosen, in Hot dogs oder als Milchanteile wie Kasein, Kaseinat, Molke oder Laktose im Futter enthalten sein.
In der ?Sauce? mancher kommerzieller Dosenfutter, aber auch in den speziell bei kleinen Hunden oder Katzen sehr beliebten ?Babygläschen mit Fleisch? sind nicht selten Weizenproteine enthalten. Und ? last not least ? sind in verschiedenen populären Leckereien für Hunde und Katzen mit Weizen, Soja, ?Fleisch? (nicht spezifiziert), Milch, Mais und Gerste enthalten. Selbst manche Arzneimittel sind aromatisiert oder mit Bindemittel behandelt, das aus Stearin von Schwein, Rind oder Lamm stammt und damit bei allergischen Tieren entsprechende Reaktionen auslösen kann.
Gibt es Rassen- oder Altersprädispositionen?
Im Gegensatz zu atopischer Dermatitis und Flohallergie kann die ?Futterallergie? in jedem Alter ? vom Welpen bis zum alten Hund- beginnen.
Auch ein gehäuftes Auftreten bei bestimmten Rassen konnte nicht belegt werden.
Wann treten allergische Reaktionen auf?
Bei der ?Futterallergie? kommt es zu allergischen Sofort- und Spätreaktionen vom Typ I, II, III und IV nach Coombs und Gell, möglicherweise auch in Kombination miteinander.
Dies bedeutet, dass bei einigen Tieren Symptome infolge einer allergischen Sofortreaktion binnen 30 Minuten bis einige Stunden auftreten können. Der Großteil der Allergiker reagiert aber erst Tage, mitunter sogar Wochen nach der Allergenaufnahme, was natürlich die Zuordnung des Auslösers erheblich erschwert.
Welche Symptome sind zu erwarten?
Häufig sind Hautsymptome, die im Gegensatz zu atopischer Dermatitis und Flohallergie kein typisches Verteilungsmuster haben:
Wie beim Hund können auch bei Katzen Symptome einer Flohallergie und ein generalisierter Juckreiz ohne erkennbare Prädilektionsstellen auftreten.
Nein. Typisch ist wie bei der atopischen Dermatitis Juckreiz ohne erkennbare Läsionen (vormals auch ?Pruritus sine materia? genannt), eventuell zusammen mit einer Rötung der Haut. Sehr schnell folgen dann Pusteln und die anderen Symptome einer bakteriellen Sekundärinfektion, Sekundärinfektionen mit Malassezien, sekundäre Ohrentzündungen und später auch chronische Veränderungen wie Haarverlust, Schwarzfärbung, Veridckung der Haut, Seborrhoe etc.
Die Diagnose einer ?Futterallergie? ist mitunter schwierig, weil sie keine Rassen- oder Altersprädispositionen und keine typischen Hautveränderungen zeigt. Auch diagnostische Hilfsmittel wie der aus der Humanmedizin übernommene ?Blut-Allergietest? und ein Hauttest gelten leider als völlig unzuverlässig.
Als prinzipiell geeignet gelten Schaf, Pferd, weißer Fisch, Wild, Ente, Ziege, Kaninchen, Soja/Tofu, Känguruh, Strauß, als eher ungeeignet Huhn, Pute, Rind und Milchprodukte. Als Kohlenhydratquelle werden entweder unbehandelter Reis oder Kartoffeln gegeben.
Beim Hund werden Kohlenhydrate und Protein meist im Verhältnis 2:1 gegeben, bei Katzen ist meist nur die reine Proteingabe praktikabel. Die Futterumstellung auf das neue Futter sollte langsam und über mehrere Tage erfolgen.
Diese Phase der Allergenelimination sollte über mindestens 8 Wochen konsequent durchgeführt werden. Zu einer Besserung der Symptome, i.d.R. des Juckreizes, kommt es bei den meisten Tieren mit ?Futterallergie? innerhalb von 4-6 Wochen (etwa 25% der Patienten zeigen nach 3, 50% nach 4-6, 20% nach 7-8, 5% nach 9-12 Wochen eine deutliche Minderung der Symptome).
Müssen Hunde oder Katzen über einen längeren Zeitraum mit selbstgekochter Diät gefüttert werden, sollte die Fütterung unbedingt auf den Vitamin- und Mineralstoffgehalt hin überprüft und evtl. substituiert werden. Bei Katzen ist insbesondere auf eine ausreichende Taurinversorgung zu achten.
Die beste Therapie besteht in der konsequenten Vermeidung des/der auslösenden Allergene, was mitunter schwierig sein kann. Versuche einer allergenspezifischen Desensibilisierung analog der atopischen Dermatitis werden derzeit unternommen.
Nur in etwa der Hälfte der Fälle wirksam sind Kurzzeitkortisone.
Gelegentlich wirksam sind Antihistaminika.
mit geeigneten Mitteln, da diese oft zu einer erheblichen Verschlimmerung der klinischen Symptome beitragen. Auch eine adäquate Behandlung von den Symptomen außerhalb der Haut sollte, falls notwendig, erfolgen.
Heuschnupfen beim Hund | Dr. Schweikart
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Hunde mit Allergien gegen Gräser und Pollen
Heuschnupfen beim Hund
Heuschnupfen gehört zu den häufigsten Allergien beim Hund. Typische Symptome betreffen Haut und Atemwege. In der Behandlung können u.a. Naturprodukte helfen.
Heuschnupfen beim Hund – keine Seltenheit
Die Fallzahlen allergischer Erkrankungen sind sowohl bei Menschen als auch bei Tieren auf dem Vormarsch. In Deutschland leidet etwa jeder fГјnfte Hund an Allergien. HГ¤ufig handelt es sich dabei auch um Allergien gegen GrГ¤ser und Pollen – auch bekannt als Heuschnupfen (in den USA schГ¤tzt man beispielsweise, dass etwa 10 Prozent der als Heimtiere gehaltenen Hunde betroffen sind). Es ist daher kaum verwunderlich, dass sich immer mehr Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Freunde mit diesem Thema auseinandersetzen mГјssen. Allergien beim Hund sind ebenso wie beim Menschen auf eine Fehlreaktion des Immunsystems zurГјckzufГјhren. Bei Heuschnupfen reagiert das Immunsystem des Tiers auf bestimmte Bestandteile von GrГ¤sern und Pollen (Allergene) mit einer Abwehrreaktion, die fГјr die Symptome der Erkrankung verantwortlich ist.
Auch Hunde kГ¶nnen unter Heuschnupfen leiden
Heuschnupfen Symptome beim Hund unterscheiden sich teilweise von denen beim Menschen
Allergische Symptome bei Hunden kГ¶nnen denen bei Menschen zwar Г¤hneln – hГ¤ufig stehen bei Hunden mit Allergien aber auch andere Krankheitszeichen im Vordergrund. Typischerweise zeigen an Heuschnupfen leidende Hunde eines oder mehrere der im Folgenden aufgefГјhrten Symptome.
JUCKENDE HAUT
Das häufigste Symptom bei Hunden mit Heuschnupfen ist juckende Haut. Pollenbestandteile dringen in die Poren des Tieres ein und führen über eine allergische Immunreaktion zu einem Irritationsgefühl an der Haut. Nicht selten ist der ganze Körper von diesem Symptom betroffen und die Hunde neigen dazu sich beim Versuch das Jucken zu mildern mitunter überaus aggressiv an der eigenen Haut zu kratzen oder zu beißen. Häufig werden auch die betroffenen Hautstellen an Möbeln, Fußmatten, Familienmitgliedern oder ahnungslosen Hausgästen gerieben, um sich zumindest für ein paar Sekunden Erleichterung zu verschaffen. Typisch für Hunde mit juckender Haut ist auch das Aufsuchen von kühlen Bodenbelägen, auf denen sie sich zur Linderung ausstrecken.
HAUTAUSSCHLAG
Das Symptom der juckenden Haut wird bei Hunden mit Heuschnupfen häufig von Hautausschlägen begleitet. Das permanente Kratzen und Beißen am eigenen Körper zur Linderung des Juckreizes kann die Haut röten und reizen machen und kahle Stellen im Fell hinterlassen. Oft sind Gesicht und Pfoten als erstes von solchen Erscheinungen betroffen. Die Haut kann an den gereizten Stellen so dünn und rissig werden, dass es bei fehlender Behandlung durch den Tierarzt zu Blutungen oder Hautinfektionen kommen kann. Vor allem bei Hunden mit dichtem oder langem Fell bleiben diese Symptome häufig relativ lange unbemerkt. Daher sollten die Besitzer von Hunden mit Heuschnupfen die Haut ihres Tiers immer regelmäßig am ganzen Körper untersuchen, um gereizte oder gar wunde Stellen frühzeitig zu entdecken und einer Behandlung zukommen zu lassen.
ATEMPROBLEME
Werden die Antigene aus Pollen und Gräsern von Hunden mit Heuschnupfen eingeatmet, kommt es in manchen Fällen auch zu Atemproblemen bei den Tieren. Durch das Ausschütten von Histaminen infolge einer allergischen Immunreaktion schwellen die Atemwegsschleimhäute an, was zu pfeifenden Atemgeräuschen oder auch zur Atemnot führen kann. Atemprobleme sind überaus ernstzunehmende Symptome bei Hunden mit Heuschnupfen, da sie im Extremfall das Leben des Tieres bedrohen könnten.
LAUFENDE NASE UND NIESEN
Eine laufende Nase und Niesen sind die typischen Symptome von Heuschnupfen beim Menschen. Beim heuschnupfengeplagten Hund sind diese Krankheitszeichen zwar nicht ganz so weit verbreitet, kommen aber in vielen Fällen auch vor. Liegen diese Symptome vor, können sie dabei helfen die Krankheit schneller zu identifizieren, da sie verglichen mit den Hautsymptomen den Besitzern von Hunden mit Heuschnupfen oft deutlicher auffallen.
AUGENTRГ„NEN UND -REIZUNG
GerГ¶tete und trГ¤nende Augen sind ebenfalls typische Zeichen fГјr Heuschnupfen bei Menschen, die bei Hunden mit dieser Erkrankung vergleichsweise nicht ganz so weit verbreitet sind. In manchen FГ¤llen haben aber auch Hunde mit Heuschnupfen an diesen Augensymptomen zu leiden. Die RГ¶tung der Augenbindehaut ist oft nur bei genauem Hinsehen bemerkbar, da – anders als beim Menschen – bei Hunden die schwarze Pupille und die Regenbogenhaut (Iris) mit der Augenfarbe den von auГџen sichtbaren Bereich des Augapfels fast komplett dominieren. Ein AugentrГ¤nen macht sich verglichen damit oft schneller bemerkbar – nicht zuletzt da trГ¤nende Augen bei Hunden oft deutliche Spuren am Fell der Augeninnenwinkel hinterlassen (z.B. RotfГ¤rbung, schleimige Verkrustungen).
Wie finde ich heraus, ob mein Hund Heuschnupfen hat?
Durch die Auswertung von Symptomen, der Krankengeschichte (Anamnese) und mittels spezieller Untersuchungen kann bei einem Hund mit Heuschnupfen die Diagnose gesichert werden. Oft sind die Besitzer von heuschnupfenkranken Hunden aufgrund des Auftretens der typischen Krankheitszeichen im Zusammenhang mit SpaziergГ¤ngen im Freien wГ¤hrend der FrГјhlings- oder Sommermonate auch ohne weitere Untersuchungen ziemlich sicher, dass es sich um Heuschnupfen handelt – hГ¤ufig liegen sie damit richtig. Dennoch gilt: Nur der Tierarzt kann die Diagnose sichern bzw. andere Erkrankungen ausschlieГџen und das Tier einer Behandlung zufГјhren.
Wenn eines oder mehrere der oben genannten Symptome bei einem Hund vorhanden sind, sollte sich ein Tierarzt den vierbeinigen Patienten genau anschauen und weiter untersuchen, denn nur so kann die Diagnose Heuschnupfen gestellt werden. ZunГ¤chst einmal spricht das Vorliegen solcher Symptome fГјr eine allergische Erkrankung – dennoch mГјssen aber immer auch andere Krankheiten ausgeschlossen werden. Sofern es sich in der Tat um eine Allergie handelt, muss des Weiteren festgestellt werden wogegen sich die allergische Reaktion richtet. GrГ¤ser bzw. Pollen – die AuslГ¶ser des Heuschnupfens – sind da nГ¤mlich nur eine von vielen MГ¶glichkeiten. Hunde mit den oben beschriebenen Symptomen kГ¶nnten ebenso auch auf Bestandteile in ihrer Nahrung, Hausstaubmilben oder andere Stoffe in ihrer Umwelt allergisch reagieren.
KRANKHEITSGESCHICHTE (ANAMNESE)
Bei der Abgrenzung von anderen Allergien liefern oft auch die Umstände unter denen die allergischen Symptome auftreten wichtige Hinweise für das Vorliegen von Heuschnupfen (z.B. saisonales Auftreten zwischen April/Mai und September/Oktober, Symptome vor allem beim Spaziergang im Freien). Auch das Alter des Tiers kann als weiteres Indiz herangezogen werden. Während Nahrungsmittelallergien bei Hunden typischerweise lebenslang neu auftreten können, machen sich die ersten Anzeichen für Heuschnupfen bei Hunden in den meisten Fällen bereits zwischen dem ersten und dritten Geburtstag bemerkbar. Aber dennoch kann Heuschnupfen in manchen Fällen auch bei älteren Hunden erstmalig auftreten.
SPEZIELLE UNTERSUCHUNGEN
Wenn bei einem Hund der Verdacht auf das Vorliegen von Heuschnupfen besteht, kann der Tierarzt verschiedene spezielle Untersuchungen durchführen, um den Ursachen für die Symptome des Tiers auf den Grund zu gehen. Dabei gilt es bestimmte andere nicht-allergische Erkrankungen auszuschließen (z.B. Infektionen mit Pilzen, Bakterien oder Parasiten) sowie sicherzustellen, dass es sich nicht um eine andere Form der Allergie handelt (z.B. Hausstaubmilben, Futtermittel, Flohallergie). Zu den grundsätzlich in Frage kommenden Untersuchungen bei Verdacht auf allergische Zustände beim Hund gehören:
- Laboruntersuchung von Haarproben, Hautabstrichen, Stuhlproben;
- Tracheobronchiale Lavage zur Gewinnung von Atemwegssekret: Dabei wird das Sekret der Luftröhre (Trachea) bzw. der feineren Verästelungen der Atemwege (Bronchien) gewonnen und mikroskopisch untersucht; bei allergischen Erkrankungen kann beispielsweise das Auffinden von eosinophilen Granulozyten (Immunzellen, die vor allem bei der allergischen Immunreaktion eine Rolle spielen) für die Diagnose entscheidend sein;
- Prick- oder Scratch-Test: Einbringen kleiner Mengen verschiedenster Allergene (verschiedene Pollen und Gräser, Hausstaubmilben etc.) in die oberste Schicht der Haut zur Unterscheidung verschiedener Allergien (bei Allergenen, gegen die der Hund allergisch ist entsteht eine Hautreaktion in Form einer Rötung oder Schwellung); setzt in der Regel Rasur des Fells und Ruhigstellung der für die Untersuchung verwendeten Hautstelle voraus;
- Bluttests: Blutabnahme und -untersuchung auf AntikГ¶rper gegen Allergene.
Welche BehandlungsmГ¶glichkeiten eignen sich?
Es gibt verschiedene Methoden, um einen heuschnupfenkranken Hund zu behandeln. Manche Therapien zielen darauf ab, die Symptome des Tieres zu mildern, andere sollen die Ursachen der Erkrankung behandeln. Erfahrungsgemäß hilft betroffenen Tieren oft eine Kombination aus Hausmitteln, natГјrlichen und alternativen Verfahren sowie AllgemeinmaГџnahmen zur Symptomlinderung und Regulation des aus dem Gleichgewicht geratenen Immunsystems. Hundebesitzer sollten sich bei der Behandlung eines Hundes mit Heuschnupfen von einem Tierarzt beraten lassen – vor allem in schweren FГ¤llen, wenn es sich um Welpen, chronisch kranke oder schwangere Tiere handelt.
HAUSMITTEL
- Den Hund während der Heuschnupfensaison regelmäßig in kühlem Wasser baden (anschließend gut abtrocknen bzw. föhnen);
- Mildes Haferflocken-Shampoo oder spezielles Allergie-Shampoo beim Baden verwenden;
- Die Pfoten des Hundes in einer wässrigen Lösung aus Bittersalz bzw. Epsomsalz baden (ACHTUNG: Anschließend die Pfoten unbedingt gründlich abspülen, da der Hund Durchfall bekommen könnte, wenn er sich die Pfoten ableckt; Bittersalz bzw. Epsomsalz wirkt abführend).
NATURHEILMITTEL
- Brennnessel: Je nach Größe und Gewicht des Hundes ein bis zwei Esslöffel frisch abgekochte oder getrocknete Brennesselblätter zum Futter geben;
- Pestwurz: Pestwurzextrakt gilt aufgrund von wissenschaftlichen Studien an Menschen als ähnlich wirksam gegen Heuschnupfen wie z.B. Antihistaminika (Medikamentenwirkstoffe zur Hemmung der allergischen Immunantwort); nur auf Verordnung und gemäß der empfohlenen Dosierung vom Tierarzt, da Pestwurz leberschädigende Substanzen (Pyrrolizidinalkaloide) enthält (daher z.B. nie als Tee oder andere unverarbeitete Zubereitung verwenden); Dosierung z.B. vier Mal pro Tag eine Tablette des Spezialextrakts Ze 339 aus den Blättern des gemeinen Pestwurz verabreichen;
- Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in geeigneter Dosierung als Nahrungszusatz, da diese Stoffe unter Umständen dabei helfen können die allergische Reaktion des Hundes zu reduzieren,
- Antioxidantien (z.B. Beta-Karotin, Vitamin C, E und Selenoxid) in geeigneter Dosierung als Nahrungszusatz, zur Immunstärkung
- Sho-seiryu-to (= Xiao Qing Long Tang, „Kleiner blaugrüner Drachen”-Dekokt, TJ-19): Kampo Kräuterzubereitung (Kampo ist eine traditionelle japanische Heilmethode, die auf der traditionellen chinesischen Medizin basiert); Sho-seiryu-to schwächt die Entzündungsreaktion in der Nasenschleimhaut ab
ALTERNATIVE HEILMETHODEN
- Homöopathische Globuli: Pulsatilla pratensis C30 (v.a. bei anhänglichen, sensiblen Tieren mit wenig oder sporadischem Appetit und schwachem Nasenausfluss); Allium cepa D6 (v.a. bei Niesen und wundem Nasenspiegel); Natrium chloratum C30 und Silicea D12 (v.a. Bei Bindehautentzündung mit Tränenfluss),
- Akupunktur: Durch einen erfahrenen VeterinГ¤rakupunkteur durchfГјhren lassen; die Akupunkturnadeln werden oft lГ¤nger belassen und z.B. erst vom Tierbesitzer zu Hause entfernt;В
ALLGEMEINMASSNAHMEN
- Bei Hunderassen mit langem Fell, das Haar kurz halten (sog. Puppy Cut);
- Den Hund während der Heuschnupfensaison möglichst viel im Haus behalten bzw. Spaziergänge auf ein Minimum reduzieren;
- Wer eine Klimaanlage besitzt kann diese während der Heuschnupfensaison über Nacht laufen lassen, um Allergene verstärkt aus der Luft zu filtern;
- Das Schlaf-/ Ruhekissen des Hundes – sofern es das Material zulässt – regelmäßig (zum Beispiel ein Mal die Woche) heiß waschen oder ein Schlafkissen bzw. Bezug besorgen, bei dem regelmäßig heißes Waschen möglich ist;
- Nur leicht abwaschbare Spielzeuge ins Freie mitnehmen (also keine Stofftiere oder Tennisbälle sondern lieber Gummibälle oder Kau- und Wurfspielzeuge aus Kunststoff);
- Wer einen Garten hat sollte den Rasen kurz halten und den Hund beim Rasenmähen im Haus halten,
ALLERGIEKALENDER UND -TAGEBUCH
- Wer weiß gegen welche Gräser und Pollen das Tier genau allergisch ist (z.B. weil beim Tierarzt ein Prick-Test durchgeführt wurde), kann einen Allergiekalender bzw. die Pollenflugmeldungen für Allergiker im Auge behalten, um die kritischen Wochen und Monate für den Hund besser eingrenzen zu können;
- Wer nicht genau weiß gegen welche Gräser und Pollen das Tier genau allergisch ist, sollte während einer Heuschnupfensaison ein Allergie-Tagebuch über die Symptome des Tiers führen (welche Symptome, wann, unter welchen Umständen, wie stark, welche Bedingungen führten zur Verbesserung oder Verschlechterung, etc.), um auf kommende Jahre besser vorbereitet zu sein.
MEDIKAMENTE
- Vom Tierarzt verschriebene Tabletten, Cremes oder Salben zur Milderung der allergischen Symptome (z.B. mit Cortison oder Antihistaminika); z.B. Sinn bei exzessivem Hautkratzen.
SPEZIFISCHE IMMUNTHERAPIE
- Tierärztliche Verabreichung kleiner Mengen des Allergens / der Allergene gegen die der Hund allergisch ist, um die allergische Reaktion langfristig zu reduzieren (Hyposensibilisierung); diese Behandlung erfordert in der Regel mehrere Sitzungen.
Welche Hunderassen sind besonders betroffen?
Da man viele Eigenschaften und somit auch Stärken und Schwächen seines Immunsystems von den Eltern und Vorfahren erbt, gelten manche Hunderassen als vergleichsweise anfälliger für Heuschnupfen als andere oder als Mischlinge. Dazu gehören:
- Boston Terrier,
- Cairn Terrier,
- Dalmatiner,
- Drahthaar-Foxterriers,
- Irish Setter,
- Pudel,
- Schnauzer,
- Scottish Terrier,
- Westies (West Highland White Terrier).
Autor: Dr. JГ¶rg Schweikart
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